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Lagebericht 2025

RZ Pellets Vöcklamarkt GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 18. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Geschäftsverlauf und Lage

Wirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die im 3. Quartal 2024 einsetzende Erholung am Pelletsmarkt setzte sich im gesamten Wirtschaftsjahr 2025 fort. Im Vergleich zu den Vorjahren führten intensivere und länger anhaltende Heizperioden zu einer deutlich höheren Nachfrage. Ein Lageraufbau fand im Geschäftsjahr nur in geringem Ausmaß statt; die Produktion wurde überwiegend bereits im Monat ihrer Herstellung abgesetzt.

Die Produktion wurde im gesamten Jahr 2025 mit maximal möglicher Auslastung betrieben. Dadurch konnte mit annähernd 150.000 Tonnen eine Rekordproduktion erzielt werden. Aufgrund der angespannten Preissituation wurde der Anteil der Sackware reduziert. Gleichzeitig nahm die Abholung loser Pellets durch deutsche Großhändler spürbar zu.

Die Rohstoffpreise stiegen im Jahresverlauf kontinuierlich von Quartal zu Quartal an. Sämtliches Material aus dem Sägewerk des Schwesterunternehmens wurde übernommen. Zur bestmöglichen Auslastung der Produktion wurden darüber hinaus fortlaufend zusätzliche Rohstoffmengen aus dem regionalen Umfeld zugekauft und verarbeitet.

Pelletsproduktion und Ergebnisentwicklung

Insbesondere im 4. Quartal stellte die Deckung des Rohstoffbedarfs für die Pelletsproduktion eine wesentliche Herausforderung dar. Infolge der geringeren Produktion in den Sägewerken verknappte sich das Angebot, was zu weiter steigenden Rohstoffpreisen führte. Es entwickelte sich ein Verkäufermarkt, in dem die Spotmarktpreise monatlich anzogen. Aufgrund der hohen Nachfrage konnten die gestiegenen Kosten an die Kunden weitergegeben werden, sodass keine Verschlechterung der Marge eintrat.

Beschaffungsbereich

Die Versorgung der Pelletsproduktion kann durch das Schwesterunternehmen weiterhin durchgängig sichergestellt werden. Grundlage dafür sind die erweiterten Trocknungskapazitäten, die erhöhte

Wärmeversorgung sowie die geschaffene Möglichkeit zur Vermahlung. Produktionsspitzen werden durch den Zukauf von Sägespänen aus dem näheren Umfeld flexibel abgedeckt.

Absatzbereich

Im Verlauf des Wirtschaftsjahres wurde der Anteil loser Ware am Absatz gezielt erhöht. Hintergrund war zum einen, dass der Markt die Kosten der Absackung preislich nicht vollständig abdeckte, und zum anderen, dass die bestehende Kapazität der Absackanlage nicht ausgereicht hätte, um die Nachfrage vollständig zu bedienen.

Produktionsbereich

Aufgrund der starken Nachfrage am Markt wurde die Produktion mit maximal möglicher Auslastung betrieben. Sämtliche Potenziale zur Produktionssteigerung wurden ausgeschöpft, um den Output zu maximieren.

Investitionsbereich

Im Zuge eines geplanten Wartungsstillstands Ende Dezember wurde in eine leistungsstärkere Reibhammermühle investiert. Dadurch wird es künftig möglich sein, die maximale Produktionskapazität, um rund 7.000 Tonnen pro Jahr zu erhöhen.

Finanzierungsbereich

Die Finanzierung der Investitionen wurde einerseits aus gebildeten Rücklagen und andererseits über das Working Capital der Standortgesellschaften sichergestellt.

2. Zweigniederlassungen

Aktuell bestehen keine weiteren Zweigniederlassungen der RZ Pellets Vöcklamarkt GmbH.

3. Kennzahlen 2025

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
20252024
Anlagenintensität (AV/GK)54,67%56,51%
Nettoverschuldung731,6 T€1.961,4 T€
Eigenmittelquote (URG)68,03%52,41%
Fiktve Schuldentilgungsdauer1,34 Jahre7,72Jahre
working capital3.282,0 T€465,3 T€
Gesamtkapitalrentabilität15,74%-1,27%
Operativer Cashflow1.798 T€735 T€
Investitionscashflow-568 T€-252 T€
Finanzierungscashflow-500 T€-500€
Veränderung liquider Mittel730 T€-18 T€

Umweltschutz: Die in Österreich geltenden Gesetze betreffend den Umweltschutz werden wie bisher voll eingehalten.

Mitarbeiter: Der Mitarbeiterstand betrug 2025 im Durchschnitt 14 Personen. Der Gesundheits- und Arbeitsschutz wird mit Hilfe externer Fachkräfte abgewickelt.

4. Voraussichtliche Entwicklung und Risiken der Gesellschaft

Sämtliche Maßnahmen, die im direkten Einflussbereich der Standortgesellschaften liegen, wurden bereits umgesetzt oder befinden sich in zeitnaher Umsetzung. Maßnahmen, die auf die Mitwirkung externer Partner angewiesen sind – wie Einkaufsoptimierungen, Preisverhandlungen sowie die Erschließung neuer Beschaffungs- und Absatzkanäle – unterliegen einer gewissen Unsicherheit. Dies gilt insbesondere auch für wesentliche Investitionen, deren Umsetzung von Verhandlungsergebnissen mit Lieferanten, Vertragspartnern und Kunden sowie vom allgemeinen Geschäftsverlauf und den jeweiligen Marktbedingungen abhängt.

Investitionen zur Verlängerung der Wertschöpfungskette werden laufend evaluiert und diskutert, mit dem Ziel, die Wertschöpfung am Standort nachhaltig zu steigern.

Auf Basis der aktuellen rollierenden Planung ist davon auszugehen, dass sich die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens im Jahr 2026 zumindest auf dem Niveau des Jahres 2025 bewegen wird. Die intensive und langanhaltende Kälteperiode im ersten Quartal führte infolge der hohen Nachfrage zu höheren Ab- Werk-Preisen.

Die den Berechnungen zugrunde liegenden Einkaufs- und Verkaufspreise basieren auf Prognosen und sind daher mit Unsicherheiten behaftet. Durch aktives Working-Capital-Management sowie gebildete Rücklagen ist die Rückführung bestehender Verpflichtungen jedoch sichergestellt.

Mittelfristig ist davon auszugehen, dass ausreichend thermische und elektrische Energie zur Verfügung stehen wird. Hintergrund ist die substanzielle Erweiterung der Kapazitäten des Biomasse- Heizkraftwerks durch die Schwestergesellschaft.

Sonstige Risiken

Finanzielle Risiken

Das Risiko von Forderungsausfällen ist durch entsprechende Zahlungskonditionen beziehungsweise vertragliche Vereinbarungen begrenzt. Eine laufende Überprüfung der Bonität und Zahlungsmoral der Kunden reduziert das Ausfallsrisiko zusätzlich. Durch die Vornahme von Einzelwertberichtigungen wird dem Ausfallsrisiko angemessen Rechnung getragen.

Beschaffungsmarktrisiko

Die Beschaffung ist durch die Vöcklamarkter Holzindustrie GmbH gesichert. Dem Schwanken der Marktpreise für Rohstoffe aufgrund von Angebot und Nachfrage wird mittels Rahmenverträgen mit längerer Laufzeit gegengesteuert.

Verkaufsrisiken

Der Bedarf an Pellets ist weiterhin steigend. Um einem etwaigen lokalen Preisverfall entgegenzusteuern, wird der Verkauf gezielt sowohl auf den österreichischen, deutschen als auch auf den italienischen Markt aufgeteilt.

Rechtliche Risiken

Zur Beurteilung von Risiken aus steuerlichen, wettbewerbsrechtlichen, kartellrechtlichen, patentrechtlichen und umweltrechtlichen Regelungen werden interne und externe Fachleute beigezogen. Deren rechtliche Beratung unterstützt die Entscheidungsfindung sowie die Ausgestaltung der Geschäftsprozesse.

Personelle Risiken

Das Unternehmen verfügt über eine ausreichende Basis an Führungskräften und Facharbeitern.

IT-Risiken

Dem Ausfalls- und Sicherheitsrisiko wird durch entsprechende Vorkehrungen entgegengewirkt. Hierzu wird die IT-Infrastruktur laufend auf dem neuesten Stand gehalten.

5. Investitionen und Finanzierung

Es werden laufend weitere Um- und Ausbaumaßnahmen der Produktionsanlagen unter Einbindung interner und externer Experten geprüft, um die Leistungsfähigkeit der Anlagen weiter zu steigern. Die bisherigen Investitionen haben zu einer höheren Kapazität geführt, die nun ausreicht, um 100 % des beim Schwesterunternehmen Vöcklamarkter Holzindustrie anfallenden Rohstoffs zu verarbeiten.

6. Forschung und Entwicklung

Im Jahr 2025 wurden laufend Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten durchgeführt.

Vöcklamarkt, am 03.06.2026

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