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Lagebericht 2024

Autohaus Ebner GmbH Brunn

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2024 · Eingereicht am 30. Sep. 2025

Inhaltsverzeichnis

I. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2011 als Tochtergesellschaft der damaligen Autohaus Ebner GmbH, Felixdorf gegründet und zwar mit dem Ziel der Errichtung eines weiteren Standortes in Brunn am Gebirge. Der Standort gilt als modernster Opel-Betrieb in Europa und verfügt unter anderem über einen 1.000 m2 Neuwagenschauraum, eine High Tech-Lackieranlage, eine Solartankstelle und modernsten Werkstätten.

Mit dem Erwerb einer angrenzenden, unbebauten Liegenschaft durch die Autohaus Ebner GmbH Brunn im Geschäftsjahr 2013 wurden die Weichen für eine weitere Expansion der Gruppe gestellt, wobei die Errichtung eines weiteren Autohauses inkl Werkstätte und Lager sowie die Erweiterung des Reifenhotels angedacht wurden. Die Planung des weiteren Autohauses samt Werkstätte und Lager inkl Reifenhotel für 40.000 Reifen konnte im Geschäftsjahr 2016 abgeschlossen werden. Die Bauarbeiten haben im Frühjahr 2017 begonnen und wurden Ende 2017 abgeschlossen. Ende 2017 erfolgte schlussendlich die Eröffnung des neuen Reifenhotels sowie des ebenfalls neu errichteten HYUNDAI-Schauraums.

Im Geschäftsjahr 2018 wurde die Muttergesellschaft in eine GmbH & Co KG umgewandelt. In weiterer Folge kam es zu einem Ausscheiden des Unternehmensgründers Anton Ebner und einer Übernahme der Muttergesellschaft durch Andreas Leodolter bzw durch die von ihm errichteten Leodolter Holding GmbH.

Der Geschäftszweig der Gesellschaft ist der KFZ-Handel sowie der Betrieb einer Reparaturwerkstätte, wobei im Bereich des Neuwagengeschäftes die beiden Marken OPEL und HYUNDAI vertrieben werden. Die Marken SAAB und Chevrolet werden servisiert. Der Betrieb verfügt - so wie die beiden Standorte der Muttergesellschaft in Felixdorf und Oeynhausen - über eine neue Waschanlage und die Werkstätten werden aufgrund der laufenden Anschaffung von Werkzeugen, Arbeitshilfen und Maschinen auf dem neuesten Stand gehalten, wobei hierfür bereits mehrmals Auszeichnungen erzielt wurden (zB beste Opel-Werkstätte). Seit einer Umstellung ab 2016 im Autohaus Brunn ausschließlich Neuwagen der Marke HYUNDAI und im Autohaus Felixdorf/Oeynhausen ausschließlich Neuwagen der Marke OPEL und der Marke JEEP fakturiert werden.

Seit August 2024 wird der Betrieb der Autohaus Ebner GmbH Brunn an die Autohaus Ebner GmbH & Co KG verpachtet.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) liegt mit rund TEUR 76 (Vorjahr TEUR 345) unter dem Ergebnis des Vorjahres. Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist unverändert gut. Die Eigenkapitalquote - unter Berücksichtigung der Investitionszuschüsse als Eigenkapital - beläuft sich trotz der im Geschäftsjahr 2017 getätigten Investition in das Reifenhotel sowie in den HYUNDAI-Schauraum auf 41,78% (Vorjahr rund 28,86%). Die Eigenkapitalquote liegt damit deutlich über dem Branchendurchschnitt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2043 konnte sich die Gesellschaft gemeinsam mit ihrer Muttergesellschaft - so wie bereits in den Vorjahren - bestens auf dem österreichischen Neu- und Gebrauchtwagenmarkt behaupten, wobei insbesondere auch das Fuhrparkgeschäft weiter forciert wurde. Mit einem Gesamtumsatz von rund EUR 12,2 Mio (Vorjahr EUR 22,2 Mio) bis zur Verpachtung im August, konnte wieder ein starkes operatives Ergebnis erzielt werden. Es konnte ein Cash Flow von rund TEUR 431 (Vorjahr TEUR 671) erwirtschaftet werden, welcher wesentlich zur

Stärkung der Eigenkapital- und Liquiditätslage beiträgt. Das EBIT beläuft sich auf TEUR 213 (Vorjahr TEUR 553).

Die Zusammenarbeit mit allen Geschäftspartnern (Lieferanten, Banken, Versicherungen, etc) verläuft äußerst positiv, wobei sich dies unmittelbar auch auf die Kundenzufriedenheit auswirkt.

II. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind

Der österreichische Neuwagenmarkt zeigte im Jahr 2024 eine leichte Erholung. Nach den Krisenjahren 2020 bis 2022 (Pandemie, Lieferketten, Chipmangel) und einer Seitwärtsbewegung 2023, stiegen die Pkw-Neuzulassungen 2024 um rund 6,1 % auf 253.789 Fahrzeuge. Damit erreichte der Markt den höchsten Wert seit fünf Jahren. Dennoch liegt das Niveau weiterhin deutlich unter dem Vorkrisenjahr 2019, als noch über 330.000 Pkw neu zugelassen wurden. Besonders gefragt waren Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, deren Anteil knapp 50 % erreichte. Gleichzeitig ging die Nachfrage nach reinen Elektrofahrzeugen aufgrund reduzierter Förderungen leicht zurück.

Im 1. Halbjahr 2025 wurden rund 143.051 Neuwagen-Pkw zugelassen, das sind etwa +5,9 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2024.

Der Pkw-Markt zeigt sich damit zwar wachsend, aber das Wachstum ist moderat und nicht durchgehend robust, einzelne Monate oder Segmente schwanken deutlich. Der Neuwagenmarkt wird voraussichtlich weiterwachsen, aber mit moderat abnehmender Wachstumsrate, d.h. nicht mehr ganz so dynamisch wie in manchen Monaten der ersten Jahreshälfte. Hersteller und Händler müssen verstärkt in digitale Verkaufskanäle, After-Sales, Mobilitätsdienste investieren, um Kunden zu gewinnen und zu binden. Nach der Übernahme des Autohaus Skala in Perchtoldsdorf im Jahr 2024 ist im Jahr 2025 keine weiter Übernahme eines Autohauses geplant.

III. Die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Für das Geschäftsjahr 2025 wird sowohl ein Umsatzwachstum als auch eine Erhöhung der verkauften Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr erwartet. Aufgrund verschiedener struktureller Anpassungen und weiterer organisatorischer Maßnahmen wird eine leichte Verbesserung der Ertragslage prognostiziert.

Die Autohaus Ebner Gruppe ist an den Standorten Brunn am Gebirge, Oeynhausen, Felixdorf, Wiener Neustadt, Eisenstadt, Baden und Perchtoldsdorf präsent und deckt damit den Großraum südlich von Wien nahezu vollständig ab. Mit einem breiten Markenportfolio, zu dem unter anderem Opel, Renault, Toyota, Hyundai, Dacia und Jeep gehören, ist das Unternehmen in der Lage, flexibel auf Schwankungen und Herausforderungen einzelner Marken zu reagieren.

IV. Risikoberichterstattung

Abgesehen von den Unsicherheiten im Zusammenhang mit der gestiegenen Inflation, bestehen keine wesentlichen Risiken oder Ungewissheiten, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Das Unternehmen hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr keiner derivativen Finanzinstrumente bedient. Auch werden keine Fremdwährungsfinanzierungen eingesetzt.

V. Sonstiges

Das Unternehmen übt keine Forschungs- und Entwicklungsaktivität aus.

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