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Lagebericht 2025

Umdasch Store Makers Leibnitz GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 31. Aug. 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Geschäftsverlauf, Lage und voraussichtliche Entwicklung

a. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

Die Umdasch Store Makers Leibnitz GmbH ist die operativ vollumfängliche Gesellschaft (Beschaffung und Produktion inkl. Assembling, Logistik, Vertrieb inkl. Projektmanagement) für die Business Unit Mulitstore Solutions innerhalb der umdasch Store Makers Management GmbH. Neben den Ladenbau-Kunden im engeren Sinne werden im Vertriebsteam „IAF“ industrielle Auftragskunden mit Veredelungsleistungen, Komponenten, Schutzzäunen und ähnlichen Produkten versorgt. Der Anteil der konzerninternen Umsätze am Gesamtumsatz ist tendenziell rückläufig.

Das Berichtsjahr zeigte eine Verbesserung der Nachfrage und einen Umsatzanstieg von ca. 13% im Vergleich zum Vorjahr. Im gesamten Berichtsjahr konnte somit ein Umsatz von etwa 125,7 Mio EUR erzielt werden. Das bedeutete für das Jahr 2025 einen Umsatzanstieg von rund 14,9 Mio EUR zum Vorjahr. Durch das Umsatzwachstum sowie durchgeführte Restrukturierungsmaßnahmen konnte im Geschäftsjahr ein positives Ergebnis ausgewiesen werden.

Die wesentlichen – unsere Geschäftstätigkeit beeinflussenden – Rahmenbedingungen im Jahr 2025 waren:

- - - - Das Unternehmen konnte durch Akquisition von Neukunden im EU-Raum das Umsatzvolumen deutlich steigern und bei den Bestandskunden das Umsatzniveau halten. Die Restrukturierungsmaßnahmen und Organisationsänderungen wurden im 1. Quartal des Berichtsjahres gestartet und haben einen wesentlichen Beitrag auf die Reduktion der Fixkostenstruktur und Verbesserung des Unternehmensergebnis geleistet. Neu entwickelte Produkte mit Alleinstellungsmerkmalen, wie beispielsweise Smart-Bakery oder SCO-Kassen sollen nachhaltig dabei unterstützen, die Deckungsbeitrags- und damit auch die Ergebnissituation weiter zu verbessern. Der Anstieg von Fixkosten machte auch vertriebsseitig eine Offensive notwendig, in der es unseren Vertriebsteams gelungen ist, anteilige Teuerungen an unsere Kunden weiterzureichen.

innerbetriebliche - Auf den steigenden Kostendruck wird durch Effizienzmaßnahmen reagiert und auch beschaffungsseitig versucht, die Versorgung mit günstigen Standardprodukten langfristig sicherzustellen.

b. Kennzahlen und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
20242025
Umsatzrentabilität
(EBIT / Umsatzerlöse)-1,2 %3,2 %
Eigenka pita lrentabilität
(EGT / Ø Eigenkapital)-7,9 %14,6 %
Gesamtkapitalrentabilität
(EBIT / Ø Gesamtkapital)-2,0 %5,9 %
Eigenkapital-Quote
(Eigenkapital / Gesamtkapital)35,0 %36,8 %

Die Kennzahlen für das abgelaufene Jahr spiegeln die erfolgreiche Umsetzung der geplanten Maßnahmen wider.

Im vergangenen Geschäftsjahr konnten aus der laufenden Geschäftstätigkeit liquide Mittel in Höhe von rd 7,6 Mio EUR erwirtschaftet werden, womit die laufenden Investitionen rd 2,2 Mio EUR vollständig finanziert werden konnten. Die mittelfristige (Konzern)Finanzierung wurde mit rd 4,3 Mio EUR abgebaut.

Die Arbeitnehmerbelange werden im Rahmen der jährlichen Mitarbeitergespräche (employee dialog), die als zentrales Element in die Unternehmenskultur (Umdasch Performance Culture) eingebettet ist, abgebildet. Zentrale Themen wie Performance, Gehaltsvorstellungen, erreichte Ziele werden für das abgelaufene Jahr bewertet und für das kommende Jahr Ziele, Weiterbildungsmaßnahmen oder Gehaltsvorstellungen definiert. Daneben werden über das Kompetenzmodell die persönlichen und fachlichen Fähigkeiten bewertet und Entwicklungsmöglichkeiten und daraus abgeleitete Schulungsinhalte definiert. Im vergangenen Geschäftsjahr wurde mit der Umsetzung der strategischen Unternehmenskulturentwicklung gestartet. Der erste Teil der „we journey" wurde top down ausgerollt und konzentriert sich auf das Thema „feedback Kultur“, wo jeder einzelne Mitarbeiter in Workshops zu diesem Thema auf die neue Unternehmenskultur hingeführt werden wird.

Im Bereich der Umweltbelange wird der Einsatz von erneuerbarer Energie forciert. An den Standorten Leibnitz, Hasendorf und Gleinstätten wurden 2024 über ein Contracting-Modell PV-Anlagen installiert und alle Anlagen final im Jahr 2025 in Betrieb genommen. Bei künftigen Investitionen ist der ökologische Fußabdruck und die Umweltbelastung als Auswahlkriterium in die Bewertung einbezogen. Im Rahmen des Abfallwirtschaftskonzeptes werden Rest- und Wertstoffe bestmöglich entsorgt oder einer Verwertung zugeführt.

c. Personalentwicklung

Die Umdasch Store Makers Leibnitz GmbH ist in alle konzern- und standortweiten Personalförderungs- und Entwicklungsmaßnahmen der Umdasch Group eingeschlossen. Das langjährige Vital-Gesundheitsprogramm im Rahmen der CSR- Aktivitäten wird weiterverfolgt.

Zum Bilanzstichtag waren 475 Mitarbeiter:Innen beschäftigt, das entspricht 453 Vollzeitäquivalenten.

Herausfordernd bleibt die Situation am Arbeitsmarkt. Neben den Programmen zur Mitarbeiterfindung und –bindung werden alle neuartigen Kanäle verwendet, um gerade junge Mitarbeiter (zB Lehrlinge) zu finden, um die Abgänge der geburtenstarken Jahrgänge kompensieren zu können. Natürlich bedienen wir uns für Spitzenabdeckungen in der Produktion auch weiterhin eines strengen Ressourcenmanagements mit Leiharbeitern.

d. Nachhaltigkeit

Als internationales, weltweit tätiges Unternehmen hat sich die Umdasch Group mit deren Haltung und deren Werten, nach denen sie im gesellschaftlichen, sozialen und ökonomischen Umfeld handelt, zu einem vertrauensvollen Partner in vielerlei Hinsicht entwickelt. So unterstützt die Umdasch Foundation von Hilde Umdasch und Alfred Umdasch Initiativen, die sich mit den Themen Bildung und Wissensvermittlung beschäftigen. Mit dem Josef Umdasch Forschungspreis werden junge, kreative Menschen mit Unternehmergeist ins Rampenlicht gerückt.

Bei der Entwicklung, Herstellung und Anwendung unserer Produkte sind wir bemüht, ressourcenschonende Technologien einzusetzen und einen hohen Stand der Umwelttechnik zu gewährleisten. Energiesparmaßnahmen und Investitionen in umweltfördernde Maßnahmen werden regelmäßig evaluiert.

Investitionen in moderne, sichere Anlagen und die ergonomische Gestaltung von Arbeitsplätzen sichern den hohen Anspruch an Umwelt- und Arbeitnehmerschutz.

Weitere Informationen und Angaben zur Nachhaltigkeit werden im Rahmen des Konzernnachhaltigkeitsberichtes veröffentlicht.

e. Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente waren bei der Umdasch Store Makers Leibnitz GmbH weder unterjährig noch zum Jahresende im Bestand. Die Gesellschaft finanziert sich bei der Konzernobergesellschaft im Rahmen einer Cash-Pooling-Vereinbarung bzw. einer mittelfristigen Finanzierung für das operative Geschäft.

Die Beteiligung an der Tochtergesellschaft Assmann Ladenbau Polska ist für die Beurteilung der Finanzlage nicht von Bedeutung. Die polnische Gesellschaft ist operativ nicht tätig, sondern erwirtschaftet durch langfristige Vermietungsverträge (Immobilie in Warschau) konstante Ergebnisse. Die Verwertung der Liegenschaft der Tochtergesellschaft wurde vom Aufsichtsrat der Gesellschaft beschlossen.

f. Forschung und Entwicklung

Das Jahr 2025 war geprägt von einer hohen Anzahl kundenspezifischer Entwicklungsprojekte sowie der konsequenten Weiterentwicklung strategischer Produktplattformen in mehreren Portfolios. Der Fokus lag dabei auf marktreifen Lösungen, Kostenoptimierungen sowie der Erweiterung bestehender Kundenbeziehungen.

Im Portfolio Bake Off Systeme wurde die Bakery Box Produktfamilie in mehreren kundenspezifischen Ausprägungen weiterentwickelt und umgesetzt. Dazu zählten unter anderem die Entwicklung Bakery Box Frontlader sowie Bakery Box Hecklader für unterschiedliche Kunden. Zusätzlich wurden kundenspezifische Ausführungen für Valora realisiert. Parallel dazu wurde die Bakery Box Light Standard als standardisierte, kostenoptimierte Variante weiterentwickelt und im Portfolio verankert.

Ein wesentlicher Schwerpunkt im Jahr 2025 lag auf der Kostenoptimierung innerhalb der Bakery Box Systeme. In diesem Zusammenhang wurde eine neue Linear-Dämpfer- Alternative in Zusammenarbeit mit einem ausgewählten Lieferanten weiterentwickelt. Ziel war ein nachhaltiger Cost-down gegenüber bestehenden Lösungen bei gleichzeitig gleichbleibender Funktionalität und Lebensdauer. Die Entwicklung neuartiger Offnungs- und Schließmechanismen wurde konsequent weiter vorangetrieben. Im Portfolio Regalsysteme wurde das Projekt Basixx Compact weitergeführt und konkretisiert.

Im Portfolio Self-Checkout und Kassensysteme standen mehrere kundenspezifische Weiterentwicklungen im Fokus. Dazu zählten SCO-Entwicklungen für Aldi Nord, SBES SCO sowie die Weiterentwicklung der Plattform SCO 3.1. In Zusammenarbeit mit der Firma Eccovia wurde eine neue SCO-Lösung für einen deutschen LEH-Kunden entwickelt; die Kundenzufriedenheit war hoch, und die Zusammenarbeit wird fortgesetzt.

Für den Kunden dm wurde die konventionelle Kassenlösung für Österreich und Deutschland weiterentwickelt, inklusive technischer Anpassungen und Serienüberführung. Zusätzlich wurden Dekoränderungen der Kassentische umgesetzt. Darüber hinaus wurde mit Combyn ein externes Entwicklungsprojekt im Bereich mechatronischer Produktentwicklung weitergeführt. Ziel war die technologische Entwicklung und Validierung eines neuartigen mechatronischen Produktkonzepts im Gesundheitsbereich.

Insgesamt war das Jahr 2025 durch eine hohe Entwicklungsdichte, starke Kundenorientierung sowie den gezielten Ausbau von Kosten- und Technologiekompetenzen innerhalb der umdasch Produktportfolios gekennzeichnet.

g. Risikomanagement

Dem Geschäftsrisiko wird durch Organisation und Systeme Rechnung getragen, die der Art und dem Umfang des Geschäftes angemessen sind und permanent weiterentwickelt werden. Das Management- und Qualitätssicherungssystem, ISO- Zertifizierung und risikoorientiertes Controlling sind hervorzuheben. Das Managementund Qualitätssicherungssystem wird regelmäßig einer Revision unterzogen. Zur weiteren Verstärkung existiert auf Konzernebene die Funktion des Corporate Internal Audit als Stabsstelle des Vorstandes.

Ein quartalsweise erstellter Enterprise Risk Management (ERM) Monitor informiert den Vorstand der Umdasch Group AG und die Geschäftsführung der Umdasch Store Makers Management GmbH über Risikoindikatoren in den einzelnen Geschäftsbereichen.

Die Sicherung der notwendigen Liquidität wird durch ein konsequentes Forderungsmanagement sichergestellt. Ein straffes Mahnwesen sowie Bonitätsprüfungen und -monitoring bei Kunden sollen große Forderungsausfälle verhindern. Der nach vorgegebener Altersstruktur aufbereitete Forderungsbericht ist fixer Bestandteil im Rahmen des monatlichen Ergebnis Reviews. Zusätzlich wird das Working Capital und der wöchentliche / monatliche Cash-Flow überwacht und als Kennzahl für das Management bereitgestellt. Preisänderungsrisiken werden durch vorausschauende Disposition der Materialien über einen längeren Zeitraum bestmöglich hintangehalten und bei Bedarf im Dialog mit unseren Kunden zumindest teilweise weitergegeben.

h. Ausblick 2026

Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage und der vorherrschenden Unsicherheit auf den Absatzmärkten fällt der Start ins kommende Jahr eher verhalten aus und es werden die kapazitätsseitigen Anpassungen vorsichtig und nur punktuell gesetzt.

Wir sehen im Jahr 2026 jedoch eine Stabilisierung der Wirtschaft und Wachstumspotentiale im deutschen Markt. Auch die Euroshop Messe im Februar sollte noch einen positiven Impuls für den deutschen Markt geben. An der im abgelaufenen Jahr erarbeiteten Strategie 2031 wurde weitergearbeitet, die damit verbundenen Anderungen in den Strukturen wurden angestoßen und daraus resultierende Projekte wurden gestartet, damit Synergien und Potentiale gehoben werden können.

Die Budgetierung 2026 setzt auf eine leichte Umsatzsteigerung von rund 133 Mio. EUR Umsatz auf. Das Umsatzziel ist angesichts verhaltener Marktstimmung am Heimmarkt eine Herausforderung, die nur mit intensiver Neukundengewinnung v.a. am internationalen Markt zu erzielen sein wird.

Die anhaltenden Krisen und die getrübte konjunkturelle Ausgangslage in Europa beeinflussen auch unsere Planung für das kommende Jahr. Für das Jahr 2026 wurde dennoch eine Steigerung des Ergebnisses geplant, da noch Effekte aus der Restrukturierung im Jahr 2026 ihre volle Ausprägung erlangen.

Leibnitz, am 2. März 2026

Der Geschäftsführer

DI Gerold Knapitsch

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