Inhaltsverzeichnis
der DM Industrieservice GmbH, Neuseiersbergerstraße 115, 8054 Graz zum 30.04.2025
1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
1.1. Geschäftsverlauf
Das abgeschlossene Wirtschaftsjahr vom 01.05.2024 bis 30.04.2025 war stark durch die Energiekrise und die Krise in der Baubranche geprägt. Im Vergleich zum Vorjahr war ein Umsatzrückgang in Höhe von rund € 3.200.000,00 zu verzeichnen. Da die Geschäftspolitik auf die veränderten Marktbedingungen angepasst wurde, konnte dennoch ein Ergebnis vor Zinsen (EBIT) in Höhe von rund € 442.000,00 erzielt werden. Die EBIT-Marge hat sich daher im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig reduziert; EBIT-Marge 2025/2024 4,24% und Vorjahr 2024/2023 5,57%.
1.2. Bericht über die Zweigniederlassungen
Es gibt eine Filiale in Wien am Standort Peter-Jordan-Straße 18-24, 1190 Wien. An diesem Standort wird insbesondere der Vertrieb vorgenommen; ca. 85% des Umsatzes wird dort erwirtschaftet. Am Standort sind 3 Personen in der Verwaltung bzw. im Vertrieb beschäftigt. Vor allem das Recruiting von ungarischen, slowakischen, tschechischen bzw. osteuropäischen Arbeitern wird über den Standort Wien durchgeführt.
1.3. Finanzielle Leistungsindikatoren
Kennzahlen zur Ertragslage
Im Wirtschaftsjahr 2024/2025 erzielte die DM Industrieservice GmbH ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Hähe von € 441.848,90 (Vorjahr € 760.790,42). Dies entspricht einer EBIT-Marge (EBIT zu Umsatzerlöse) von rund 4,24 % (Vorjahr 5,57 %).
Kennzahlen der Vermögens- und Finanzlage
Das Eigenkapital beträgt € 908.321,23 (Vorjahr € 906.932,90) und besteht nahezu ausschließlich aus thesaurierten Gewinnen. Im Wirtschaftsjahr 2024/2025 wurde ein Betrag von € 335.000,00 an die Gesellschafterin ausgeschüttet. Die Eigenkapitalquote beträgt ca. 33,6% (Vorjahr 34,9 %).
Cash-Flow-Kennzahlen
Der Nettogeldfluss für das Wirtschaftsjahr 2024/2025 aus der betrieblichen Tätigkeit beträgt € 158.596,86 (Vorjahr € 1.208.024,81). Der Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt € 14.388,45 (Vorjahr € 59.450,44) und der Nettogeldfluss aus der Finanzierungstätigkeit - € 327.080,25 (Vorjahr - € 919.759,66).
2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens
2.1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Aufgrund der Rezession in der Bauwirtschaft, insbesondere im Hochbau und Wohnbau hat es negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Aus diesem Grund haben wir beschlossen wieder andere Bereiche zu aktivieren. (Elektro, Trockenbau etc.) Das Ziel, die Marktführerschaft in Österreich in der Sparte (Heizung-Klima-Lüftung-Sanitär - HKLS) zu erreichen, besteht noch immer. Ein Personalstand von 300 bis bestmöglich 350 verliehenen Arbeitern unter der neuen Geschäftspolitik „Qualität statt Quantität“ ist das angepeilte Ziel. Der Verwaltungsapparat ist für einen Personalstand von 400 Mitarbeitern ausgerichtet.
2.2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Allgemeines Branchenrisiko
Die typischen Risken im Bereich der Arbeitskräfteüberlassung sind das Abwerben von Mitarbeitern durch Kunden und durch dubiose Mitbewerber. Das Risiko durch Kunden Mitarbeiter zu verlieren, wird dahingehend abgefedert durch einerseits durch vertragliche Abwerbe-/Übernahmeverbote sowie langjährige Zusammenarbeit mit Kunden. Das Management beendet die Zusammenarbeit mit Kunden, die sich nicht an das Abwerbe- /Übernahmeverbot halten.
Die Ukraine- und Energiekrise führte bislang zu keinen Umsatzverringerungen; jedoch ist kein Umsatzwachstum zu verzeichnen. Aufgrund der Zusammenarbeit mit Kunden, welche zu einem großen Teil mit öffentlichen Auftraggebern zusammenarbeiten, konnte der Umsatz gut gehalten werden. Durch die Spezialisierung auf nur eine Arbeitssparte und damit die hohe Qualität der Beschäftigten konnte zusätzlich das Risiko Umsatzrückgängen verringert werden.
Personalrisiken
Branchenbezogen sind Personalrisiken das wesentlichste Risiko. Dieser Risken werden durch folgende Maßnahmen reduziert: Durch die Spezialisierung im Bereich HKLS kann ganzjährig gearbeitet werden, womit eine saisonale Fluktuation ausgeschlossen wurde. Kann ein Arbeiter nicht verliehen werden (Stehzeit) so wird dieser nicht abgemeldet, sondern durchbeschäftigt – eine teilweise Erstattung der Lohnkosten für die Stehzeit kann über die SWF-Förderung beantragt werden.
Geschäftsrisiken
Kundenforderungsausfälle werden durch eine 90%-Absicherung durch eine Ausfallsversicherung vermieden. Das Risiko von Mitarbeitermangel wird durch bestmögliche und faire Arbeitsbedingungen reduziert und führt mitunter dazu, dass eigene Mitarbeiter uns als Arbeitgeber weiterempfehlen, damit wird das Recruiting deutlich erleichtert.
Operative Risiken
Aufgrund der derzeit instabilen weltweiten Wirtschaftssituation (Beschaffungsknappheit, Preisschwankungen, steigende Inflation) ist auch das Baunebengewerbe HKLS dem Risiko des Einbruchs der Bauwirtschaft ausgesetzt. Daher wird neben der Spezialisierung auf HKLS ein Weiteres Augenmerk auf Elektro- und Trockenbauarbeiten gelegt.
Energiekrise
Derzeit sind die Auswirkungen aufgrund der Energiekrise geschäftlich nicht wesentlich. Sollte es jedoch in Zukunft zu weiteren Energiepreisanstiegen kommen, könnte dies in weiterer Folge aufgrund gesamtwirtschaftlicher Auswirkungen negative Folgen haben. Insbesondere könnte dadurch das Auftragsvolumen sinken. Eine exakte Auswirkung der Energiekrise ist jedoch nicht absehbar.
2.3. Berichterstattung zur Verwendung von Finanzinstrumenten
Finanzinstrumenten werden nicht im wesentlichen Umfang verwendet. Um Liquiditätslücken zu schließen, gibt ein Kundenforderungsfactoring.
3. Bericht über die Forschung und Entwicklung
Forschungs- und Entwicklungstätigkeit wird nicht ausgeübt.
| 31.10.2025 Graz, am | |
|---|---|
| OM Indus eserv | |
| 45316/2 13 433 | |
| dim industrieservice. | |
Unterschhift alleggesetzlichen Vertreter