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Lagebericht 2024/25

Parfumerien Alina GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. März 2025 · Eingereicht am 23. Dez. 2025

Inhaltsverzeichnis

1. Lagebericht

1.1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2024/2025 war weiterhin geprägt von hohen Preissteigerungen und den Begleiterscheinungen des Krieges in der Ukraine. Darüberhinaus kamen die Auswirkungen der US-amerikanischen Wahlen hinzu und in deren Gefolge die erratische Zollpolitik der neuen Administration.

Der Anteil an ausländischen Kunden, insbesondere potenziellen arabischen Kunden hat zu einer besonders guten Entwicklung im stationären Handel geführt. Daneben trug die Steigerung im Online Handel überproportional zum Wachstum bei.

Dies hat erneut zu einer erfreulichen Dynamik bei den Umsätzen geführt. So sind diese sind um 6,9% von TEUR 26.209 im Vorjahr auf TEUR 28.006 im abgelaufenen Geschäftsjahr gestiegen.

Dementsprechend hat sich auch der Wareneinsatz um 9,1% von TEUR 19.280 im VJ auf TEUR 21.042 im abgelaufenen GJ erhöht.

Der Rohertrag I (Umsätze abzüglich Materialaufwand) konnte damit geringfügig um 0,5% von TEUR 6.929 im Vorjahr auf TEUR 6.964 im abgelaufenen GJ gesteigert werden.

Der Personalaufwand ist demgegenüber von TEUR 2.066 auf TEUR 2.663 gestiegen (+ 28,9%), was sich jedoch im Wesentlichen auf eine Ubernahme von Personal aus der Bernd Hösele GmbH zurückführen lässt. Ebenso sind die sonstigen betrieblichen Erträge (+46,2%, von TEUR 997 im VJ auf TEUR 1.457) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+20,7% von TEUR 3.813 im VJ auf TEUR 4.603) gestiegen, sodass sich insgesamt das EBITDA von TEUR 2.057 im Vorjahr auf TEUR 1.173 reduziert hat.

Die Umsatzrentabilität, welche das Verhältnis EBT zu Umsatz darstellt, ist von 6,8% im Vorjahr auf 3,1% im abgelaufenen Geschäftsjahres gesunken. Die Eigenkapitalrentabilität als Verhältnis EBT zum durchschnittlichen Eigenkapital ist von 102,0% im Vorjahr auf 31,8% in 2024/2025, bedingt durch ein geringeres EBT und ein deutlich höheres durchschnittliches Eigenkapital, zurückgegangen.

Der Anlagendeckungsgrad als Verhältnis von Eigenkapital zu Anlagevermögen hat sich von 356,90% im Vorjahr auf 241,7% in 2024/2025 reduziert.

Der Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist mit TEUR 1.248 (Vorjahr TEUR 1.055) jedenfalls positiv, dies wurde, wie auch schon im Vorjahr, zum Abbau von Kreditverbindlichkeiten sowie für Investitionen genutzt, sodass sich dadurch insgesamt mit TEUR -11 eine leicht negative Veränderung des Finanzmittelbestandes ergibt.

Die Vermögenslage ist von einem Anstieg des Reinvermögens von TEUR 2.415 im Vorjahr auf TEUR 3.109 gekennzeichnet. Die URG Kennzahlen sind im deutlich positiven Bereich. So ist die Eigenmittelquote von 33,2% im Vorjahr auf 35.5% angestiegen, die fiktive Schuldentilgungsdauer liegt nun bei 5,6 Jahren (Vorjahr: 2,9 Jahre).

1.2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

Im Geschäftsjahr 2024/2025 war der österreichische Parfümeriehandel einer Reihe wesentlicher Risiken ausgesetzt, die sich sowohl aus dem allgemeinen wirtschaftlichen Umfeld als auch aus branchenspezifischen Entwicklungen ergaben. Das konjunkturell schwache Jahr mit gedämpftem Konsumverhalten stellte ein zentrales Marktrisiko dar. Die stagnierende, beziehungsweise leicht rückläufige Wirtschaftsleistung sowie die anhaltende Unsicherheit der privaten Haushalte führten zu einer zurückhaltenden Nachfrage, insbesondere im Bereich nicht lebensnotwendiger Konsumgüter wie Parfümeriewaren. Dieses Nachfrageverhalten erhöhte die Volatilität der Monatsumsätze und erschwerte die Prognose zukünftiger Absatzentwicklungen.

Ein weiteres wesentliches Risiko ergab sich aus dem intensiven Preis- und Wettbewerbsdruck innerhalb der Branche. Der anhaltende Bedeutungszuwachs von Onlineplattformen wie Douglas und Flaconi sowie internationale Anbieter führten zu einem verstärkten Preiskampf, der die Margensituation erheblich beeinträchtigte. Dies betraf insbesondere Markenprodukte mit hoher Vergleichbarkeit, bei denen Konsumenten zunehmend preissensitiv agierten. Darüber hinaus erforderte die hohe Sortimentsdynamik eine kontinuierliche Anpassung des Warenangebots, wodurch das Risiko von Uberbeständen und Abschreibungen auf veraltete oder saisonal überholte Artikel anstieg.

Auf der Kostenseite waren Parfümerieunternehmen zudem einer deutlichen Belastung ausgesetzt. Steigende Personal-, Energie- und Mietkosten führten zu höheren operativen Aufwendungen und erhöhten das Ergebnisrisiko. Insbesondere im Hinblick auf die Personalstruktur des stationären Handels stellten tarifbedingte Lohnsteigerungen sowie ein weiterhin angespannter Arbeitsmarkt potenzielle Risiken für Kostenentwicklung und Personalverfügbarkeit dar. Ergänzend dazu bestanden betriebliche Risiken im Bereich der Lieferketten. Zwar stabilisierte sich die globale Versorgungssituation weiter, dennoch blieben punktuelle Verzögerungen und Preisschwankungen möglich, insbesondere bei importintensiven Kosmetik- und Luxusgütersegmenten.

1.3. Forschung und Entwicklung

Es gibt keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten.

1.4. Bestehende Zweigniederlassungen

Es gibt Zweigniederlassungen im Fashion Outlet Center Parndorf sowie im McArthurGlen Designer Outlet Wals-Himmelreich.

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