Inhaltsverzeichnis
PLANSEE
one strong group
der Plansee Group Functions Austria GmbH, Reutte
Die Plansee Group Functions Austria GmbH, als eine der zentralen Gesellschaften innerhalb der Plansee Gruppe, konzentriert sich auf das Erbringen von Serviceleistungen in den Bereichen Human Resources, Informationstechnologie, Digital & Data, Finanzen, Controlling und anderen Corporate und Governance Funktionen gegenüber anderen Gruppenuntemehmen.
1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
1.1. Geschäftsverlauf
Der Nettoumsatz aus der Erbringung von Serviceleistungen für andere Gesellschaften der Plansee Gruppe hat sich im Geschäftsjahr 2025/26 um 6,2 MEUR auf 51,1 MEUR erhöht, was einem Zuwachs von 13,8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um 1,2 MEUR auf 56,8 MEUR erhöht, eine Steigerung von 2,2 %.
Bei den operativen Kosten hat sich in der Folge eine Erhöhung um 10,8 MEUR auf 108,1 MEUR gezeigt, eine Steigerung von 11,1%. Hierbei waren Personalaufwand als auch sonstige betriebliche Aufwendungen für die Leistungserbringung gegenüber der Leistung beziehenden Gesellschaften ausschlaggebend.
In weiterer Folge ergibt sich beim Betriebserfolg von -0,2 MEUR ein Rückgang von -3,4 MEUR im Vergleich zum Vorjahr (-104,7%).
Aufgrund der wirtschaftlichen Herausforderungen bleibt der Kostendruck auf die Plansee Group Functions Austria GmbH weiter bestehen.
Die Plansee Group Functions Austria GmbH beschäftigte zum Geschäftsjahresende 346 Mitarbeiter (davon 6 Leiharbeitskräfte) gegenüber 332 (davon 6 Leiharbeitskräfte) im Vorjahr.
Im Geschäftsjahr 2025/26 wurden im immateriellen sowie materieilen Anlagevermögen Investitionen von 2,0 MEUR, im Wesentlichen bei IT-Infrastruktur, getätigt.
1.2. Finanzielle Leistungsindikatoren
Ein niedrigeres EBITDA von 2,0 MEUR gegenüber 6,0 MEUR im Vorjahr (-66,1%) resultierte aus den unter 1.1 beschriebenen operativen höheren Kosten- als den Umsatzbzw. Ertragssteigerungen. Eine mit 2,2 MEUR um 0,5 MEUR geringere Abschreibung als im Vorjahr (-18,5%) führte zu einem EBIT von -0,2 MEUR im Vergleich zu 3,2 MEUR im Vorjahr (-104,7%). Mit einem leicht negativen Finanzergebnis ergab sich ein Ergebnis vor Steuern von -0,2 MEUR (-106,1% zum Vorjahr) und nach Steueraufwand ein Jahresüberschuss von -0,2 MEUR (-108,1% zum Vorjahr).
Der Cash-Flow aus dem Ergebnis zeigte einen Wert von 1,1 MEUR (-78,8% zum Vorjahr). Der operative Cash-Flow belief sich auf 1,8 MEUR (-72,3% zum Vorjahr), der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit betrug -2,7 MEUR (+26,2% zum Vorjahr) und der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit lag bei 0,9 MEUR (-121,8% zum Vorjahr), davon +4,1 MEUR aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten aus Finanzierung gegenüber verbundenen Unternehmen und -3,0 MEUR aus Dividendenausschüttung.
Die Eigenkapitalquote betrug zum 28.02.2026 15,8% gegenüber 26,7% zum Vorjahresstichtag. Das Eigenkapital veränderte sich im Geschäftsjahr 2025/26 vor allem aufgrund des Jahresüberschusses und einer Dividendenzahlung über 3,0 MEUR an die Plansee Holding AG.
Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich im Berichtsjahr auf 10,6 MEUR (+35,1% zum Vorjahr) und zeigte damit einen Nettoverschuldungsgrad (Gearing Ratio) von 176,0% gegenüber 85,1% im Vorjahr.
2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens
2.1.
Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Die Plansee Group Functions Austria GmbH wird die Plansee Gruppe auch im nächsten Jahr in einem kompetitiven und geopolitisch unsicheren Marktumfeld unterstützen. Stark steigende Rohstoffpreise im Speziellen für Wolfram und große Unsicherheiten in der Versorgungslage bei Energieträgern machen eine Prognose für die weitere Entwicklung der Konjunktur sehr schwierig. Trotz der weiter zunehmenden globalen Unsicherheiten (z.B. durch militärische Konflikte und durch weiter steigende Handelsbarrieren) wird mit einer leichten Erholung der Geschäftslage im Großteil der relevanten Märkte gerechnet. Die Plansee Group Functions GmbH wird gefordert sein, das Leistungsangebot aufrechtzuerhalten und gleichzeitig Kosten einzusparen.
2.2.
Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
2.2.1. Risikomanagement
Ein modernes Unternehmensmanagement erfordert die bewusste Auseinandersetzung mit den für das Unternehmen relevanten Risiken. Die zentrale Aufgabe eines Risikomanagementsystems liegt in der frühzeitigen Erkennung möglicher Risiken und der Planung bzw. Veranlassung jener Maßnahmen, die nachteilige Auswirkungen negativer Entwicklungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermeiden oder zumindest begrenzen. Das Risikomanagementsystem wird durch ein – auf den Tätigkeitsbereich der Gesellschaft angemessen abgestimmtes - System der internen Kontrolle unterstützt.
Marktrisiko
Ein Hauptrisiko sieht die Gesellschaft in zyklisch wiederkehrenden, rezessiven konjunkturellen Entwicklungen der Gesamtwirtschaft. Die Nachhaltigkeit der Stabilisierung der Weltwirtschaft ist nach wie vor als nicht gesichert zu betrachten. Ein besonderes Augenmerk liegt daher auf der situationsbezogenen Ausgewogenheit von Neuinvestitionen, Mitarbeiterplanungen sowie weiteren Bestrebungen zur Flexibilisierung von Fixkosten.
Personalrisiko
Ein Weiteres wesentliches Risiko für die Plansee Group Functions Austria GmbH ist die Gewährleistung der für die Leistungserbringung notwendigen Personalverfügbarkeit und -qualität. Diesem Risiko wird durch operative Gegenmaßnahmen wie Personalmarketing, Recruiting, Personalbindung und -entwicklung gegengesteuert.
2.2.2. Finanzinstrumente
Zu den Finanzinstrumenten zählen finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, sowie vertragliche Ansprüche und Verpflichtungen über den Tausch bzw. die Übertragung finanzieller Vermögenswerte. Die (originären) Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen Finanzanlagen wie Wertpapiere, Forderungen und flüssige Mittel. Auf der Passivseite entsprechen sie weitgehend den Verbindlichkeiten.
Preisänderungsrisiko
Preisänderungsrisiken bestehen darin, dass der Wert eines Finanzinstrumentes aufgrund von Veränderungen des Marktpreises oder preisbeeinflussender Parameter (wie Wechselkurse, Volatilitäten oder Marktzinssätze) Schwankungen unterworfen ist. Bei der Plansee Group Functions Austria GmbH bestehen solche Preisänderungsrisiken vor allem bei den fix verzinsten Finanzforderungen/-schulden (sofern vorhanden) und bei den Wertpapieren des Anlagevermögens (Investmentfondsanteile). Fremdwährungsrisiken bestehen in Ausnahmefällen durch die kundenseitige Abrechnung u.a. in USD.
Liquiditätsrisiko
Liquiditätsrisiken bestehen im Allgemeinen darin, dass ein Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage ist, die Finanzmittel zu beschaffen, die zur Tilgung der im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten eingegangenen Verpflichtungen notwendig sind. Die bestehende Liquiditätssituation versetzt die Gesellschaft in die Lage, ihren Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Wesentliche Instrumente zur Steuerung des Liquiditätsrisikos sind eine revolvierende Finanzplanung wie auch die Vereinbarung bestätigter Kreditlinien bei Finanzierungspartnern (entsprechende Allokationen erfolgen bei Bedarf über die Plansee Group Functions Luxembourg S.A. oder die Plansee Holding AG).
Ausfallrisiko
Ausfallrisiken ergeben sich im Allgemeinen aus der Gefahr, dass der Vertragspartner eines Finanzinstrumentes seinen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen kann und dadurch finanzielle Verluste eintreten. Das Ausfallrisiko bei den Forderungen wird aufgrund der guten Liquiditätssituation der Plansee Gruppe (Leistungsempfänger) als gering eingestuft. Außerdem wird das Risiko durch Übertragung der Salden am Monatsende in einem Netting-Verfahren auf die Plansee Group Functions Luxembourg S.A., Mamer minimiert. Bei den liquiden Mitteln wird das Ausfallrisiko ebenfalls als gering eingeschätzt, da es sich bei den Vertragspartnern um Kreditinstitute mit bester Bonität handelt, die Liquidität über den Cash-Pool bei anderen Konzerngesellschaften veranlagt wird oder auch Aufrechnungsvereinbarungen (mit den Verbindlichkeiten anderer Konzerngesellschaften) bei den Kreditinstituten bestehen.
Cashflow Risiko
Cashflow Risiken resultieren im Allgemeinen daraus, dass die künftig erwarteten Zahlungsströme aus einem Finanzinstrument Schwankungen ausgesetzt und damit vertraglich nicht definiert sind. Solche Schwankungen können bei der Plansee Group Functions Austria GmbH z.B. durch eine reduzierte Leistungsabnahme bzw. Service- Vertragskündigung durch die Leistung empfangenden Gesellschaften zum Geschäftsjahresende hin entstehen. Dieses Risiko wird jedoch als gering eingestuft. Ein Zinsänderungsrisiko besteht nicht.
3. Bericht über Forschung und Entwicklung
Die Gesellschaft betreibt als Servicegesellschaft keine eigene Forschung und Entwicklung.
4. Zweigniederlassungen
Die Gesellschaft hat keine Zweigniederlassungen.
Reutte, 13.05.2026
Die Geschäftsführung
Mag. Andreas Schwenninger
Andreas Schwenninger
Bildmarke des Amtssiegels gemäß §13 Absatz 2 Notariatsordnung.