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Lagebericht 2024

BILTON LEDON Technology GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2024 · Eingereicht am 11. Feb. 2026

Inhaltsverzeichnis

BILTON LEDON BETTER LIGHT

L A G E B E R I C H T

der BILTON LEDON Technology GmbH zum 31.12.2024

1. Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmens

1.1 Geschäft und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die BILTON LEDON Technology entstand aus der Fusion der Ledon GmbH / Lustenau und der Bilton International GmbH / Saalfelden. Ledon entstand als Teil der Zumtobel Gruppe und wurde durch die Ubernahme von Investoren im Jahr 2013 eigenständig. Bilton Intenational wurde ursprünglich als Einzelunternehmen mit Eintragung im Firmenverzeichnis gegründet, was sich in Folge in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung geändert wurde. Mit Gesellschafterbeschluss und Verschmelzungsvertrag vom 23.5.2022 wurden die beiden Unternehmen zu der BILTON LEDON Technology GmbH fusioniert, eingetragen im Firmenbuch im August 2022. Geselischafter sind zu gleichen Teilen die Lichtblick Holding GmbH, Dombim und die Bitton Group GmbH, Saalfelden.

Die BILTON LEDON Technology GmbH entwickelt, produziert und vertreibt seit dem Jahr 2006 (ehemals LEDON) und 2009 (Gründung der BILTON) äußerst energieeffiziente LED-Lichtiösungen mit einer sehr langen Leuchtdauer. Die innovative, nachhaltige und umweltverträgliche Lichttechnologie bietet Ersatz sowohl für traditionelle Leuchtmittel und bietet ebenso professionelle Lichtlösungen. Die treibende Kraft des Unternehmens ist die menschliche Inspiration und der Technologievorsprung der LED. Die Produkte sind wie Kunstwerke und stehen für Funktion und Perfektion der österreichischen Handwerkskunst.

Im Geschäftsjahr 2024 setzte sich der Umsatzrückgang fort, wenn auch in abgeschwächter Form. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierten sich die Umsatzeriöse um € 1.070.587. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen blieben herausfordernd: Die anhaltend hohe Zinslast, die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit sowie die Investitionszurückhattung in der Bauwirtschaft führten emeut zu Verzögerungen oder Stornierungen von Bauprojekten. Dies wirkte sich insbesondere auf die Auftragsvergabe durch Industriekunden aus.

Trotz dieses erneuten Umsatzrückgangs fiel die Verschlechterung des Jahresfehlbetrags proportional geringer aus. Während die Umsätze um € 1.070.587 zurückgingen, verschlechterte sich der Jahresfehlbetrag lediglich um € 861.631. Dies unterstreicht, dass die eingeleiteten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostenreduktion ihre Wirkung zeigen.

Besonders belastend blieb die Zinssituation: Die Zinsaufwendungen stiegen erneut, von € 326.687 im Jahr 2023 auf € 365.864 im Jahr 2024 (+12,0%). Dennoch zeigt sich, dass das Untenehmen trotz der herausfordernden Marktbedingungen Widerstandskraft beweist und sich weiter konsequent auf eine nachhaltige Stabilisierung ausrichtet.

Die strukturellen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, Prozessoptimierung und Synergienutzung wurden weiter vorangetrieben. Ohne diese Einsparungen wäre die Ergebnisentwicklung deuttich negativer ausgefallen. Das Untenehmen bleibt daher weiterhin fokussiert darauf, wirtschaftliche Effizienz zu steigern und langfristig eine Stabilisierung sowie eine Trendwende zu erreichen.

1.2 Geschäftsergebnis, Ertragslage (inkl. Kennzahlen)

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2024 einen Jahresfehlbetrag von TEUR – 2.460 (Vorjahr: TEUR - 1.598) erzielt. Das Betriebsergebnis beträgt TEUR - 2.115 (Vorjahr: TEUR - 1.270). Im Geschäftsjahr 2024 zeigte sich aber auf Grund der weltpolitischen Entwicklung mit der Krise in der Ukraine sowie Nah-Ost Konflikt eine Beibehaltung der Schwächung des Marktes, weshatb die gewünschten Ergebnisse nicht erzielt werden konnten, trotz der positiven Synergieeffekte.

Zum Jahresende stand noch ein Auftragsstand von EUR 1,1 Mio., ohne die Werte der Key Accounts, die im ERP-System nicht abgebildet werden, zu Buche. Des Weiteren befinden sich noch viele aussichtsreiche Projekte in der Pipeline, sodass die Aussichten für die folgenden Jahre als sehr positiv beurteilt werden können.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Beschreibung KennzahlWert31.12.202431.12.2023
RohertragTEUR2.6873.785
Materialeinsatzin%58,1%45.1%
FinanzergebnisTEUR-345-327

1.3 Finanzlage (inkl. Kennzahlen)

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2024 einen Cash- Flow von TEUR – 1.078 (Vj. TEUR – 1.155) erwirtschaftet. Dieser Cash-Flow wurde zusätzlich mit TEUR 4 (Vj. TEUR 11) zur Finanzierung der Investitionen belastet. Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR 643 (Vj. TEUR 1.240). In diesem ist eine Erhöhung von nachrangigen Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 2.285 (Vj. TEUR 2.370) enthalten

Das Working Capital stellt das kurzfristige Finanzierungspotential dar und ist zum Bilanzstichtag mit TEUR 1.470 (Vj. TEUR 888) positiv.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Beschrelbung KennzahlWert31.12.202431.12.2023
Operativer Cash-FlowTEUR-1.078-1.155
Cash-Flow InvestitionenTEUR-4-11
Cash-Flow FinanzierungTEUR6431.240

1.4 Vermögenslage (inkl. Kennzahlen)

Die Investitionsdeckung als Relation der Investitionen in das Sachanlagevermögen zu den Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen beträgt 2,6% (Vorjahr: 6,4%). Im Zuge der Fusionierung 2022 wurden keine Investitionen forciert, sondern das Augenmerk auf die operative Zusammenarbeit gelegt.

Das Sachanlagevermögen ist zu 61,3% (Vorjahr: 56,0%) abgeschrieben. Je höher dieser Anlagenabnutzungsgrad ist, desto früher könnten Reinvestitionsmaßnahmen erfolgen müssen.

1.5 Forschung und Entwicklung

Durch die Fusionierung und der damit verbundenen Erweiterung der Produktpalette stellt sich die Entwicklungsabteilung neu auf und setzt den bisherigen erfolgreichen Weg bei der Produktentwicklung stetig fort.

Nach wie vor werden jährlich Forschungsprojekte beim FFG eingereicht, positiv beurteilt und dafür die entsprechende Forschungsprämie geltend gemacht.

1.6 Bestehende Zweigniederlassungen

Es besteht im Untemehmen eine Betriebsstätte in Vorarlberg, 6850 Dombim, Schulgasse 7.

2. Prognosebericht (voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens)

Durch den erneuten Einsatz von Investorengeldern konnte eine stabile Finanzlage sichergestelt werden. Die zur Verbesserung des Ergebnisses eingeleiteten Maßnahmen wurden weiterhin konsequent umgesetzt und im Rahmen der Monatsberichte überwacht.

Das Umsatzziel für das Jahr 2024 und 2025 konnte nicht erreicht werden, was zeigt, dass die anhaltend schwierigen Marktbedingungen weiterhin eine Herausforderung darstellen. Insbesondere die Investitionszurückhaltung in der Bauwirtschaft, steigende Kosten und verschobene Projekte haben dazu beigetragen, dass der Umsatz unter den Erwartungen blieb. Trotz dieser Entwicklungen konnten die Effekte der eingeleiteten Maßinahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung zunehmend spürbar gemacht werden.

Für das Geschäftsjahr 2025 wurde den Gesellschaftern eine aktualisierte Planung präsentiert, die erstmals ein positives EBITDA von rund € 100.000 vorsah. . Jedoch konnte auch im Jahr 2025 die Planung nicht erreicht werden und so wurden neben den angeführten Maßnahmen auch wieder nachrangige Gesellschafterdarlehen gewährt. Es besteht somit auch weiterhin ein herausforderndes Umfeld, dass die konsequente Reduktion der Kostenstruktur und die Optimierung betrieblicher Prozesse verlangt. Deren Umsetzung werden weiter maßigeblich zu einer positiven Entwicklung führen. Obwohl 2024 und 2025 noch nicht die gewünschten Umsätze gebracht haben, zeigt sich, dass das Untemehmen auf dem richtigen Weg ist. Mit den bereits umgesetzten Maßnahmen und den geplanten Projekten wird erwartet, dass sich dieser Trend fortsetzt und mittelfristig ein nachhaltiger Turnaround realistisch wird.

3. Risikoberichterstattung

3.1 Beschrelbung der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten

Wesentliches Risiko ist neben dem aktuellen Liquiditätsrisiko, dass die teilweise schon umgesetzten und noch geplanten ergebnisverbessernden Maßnahmen nach wie vor noch zu wenig Ergebnisbeitrag liefern. Der Effekte der Maßßnahmen werden aber erst in den zukünftigen Wirtschaftsjahren Wirkung zeigen. Bis zu diesem Zeitpunkt werden auch nachrangige Gesellschafterdarlehen, die von den Gesellschaftern zugesagt wurden, noch für die Finanzierung notwendig sein.

Dem Liquiditätsrisiko wird durch eine laufende Überwachung und genauen Finanzplanung, welche monallich geplant und vorgestellt wird, entgegengetreten. Es sollte aber möglich sein, die Gesamtkostenstruktur so zu gestaltan, dass die notwendigen Umsätze erreicht werden und sich damit auch das Ergebnis ins Positive wandelt. Durch die anhaltende bestehende Entwicklung der Verschiedenen Krisen und der aktuellen Preisentwicklungen lässt sich eine Entspannung der Gesamtsituation aber nur schwer prognostizieren.

Das Liquiditätsrisiko wird durch die Gewährung von nachrangigen Gesellschafterdarlehen deuttich reduziert Und dadurch sollte mittelfristig wieder eine ausgewogene Finanzierungssituation hergestellt werden können. Zur weiteren Stabilisierung unserer Liquidität arbeiten wir mit einer Bank zusammen, die unsere Entwicklung aktiv begleitet und uns bei Bedarf mit einem kurzfristigen Kontokorrentrahmen zusätzliche Flexibilität bietet.

Auf Grund des notwendigen Einkaufs von Vormaterialien in Fenost bestehen noch die üblichen Währungs- und Zinsrisiken.

Kann die geplante Umsatzentwicklung nicht vollständig erreicht werden, wovon die Geschäftsführung nach aktuellem Stand der Auftragslage mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht ausgeht, oder greifen die gesetzten ergebnisverbessernden Maßnahmen wider Erwarten nicht, ist die Gesellschaft in Ihrem Bestand gefährdet.

Bezüglich der wesentlichen Unsicherheit hinsichttich der Unternehmensfortführung verweisen wir auf Punkt „Wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Unternehmensfortführung" im Anhang.

3.2 Berichterstattung zur Verwendung von Finanzinstrumenten

Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt.

Saalfelden, am 27. Jänner 2026

Christian Hotter Geschäftsführer

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