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Lagebericht 2024/25

Silvrettaseilbahn Aktiengesellschaft

Original-PDF

Stichtag 31. Mai 2025 · Eingereicht am 09. Dez. 2025

Inhaltsverzeichnis

Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

Das abgelaufene Berichtsjahr 2024/25 war ein äußerst erfolgreiches, wobei alle Unternehmensbereiche zum insgesamt sehr erfreulichen Gesamtergebnis beigetragen haben:

Die am Beginn des Geschäftsjahres stehende Sommersaison 2024 ist hinter den Erwartungen geblieben, zumal sich der leicht positive Trend aus dem Vorjahr nicht fortgesetzt hat. Demgegenüber war die Wintersaison 2024/25 eine der erfolgreichsten überhaupt, was nicht zuletzt auch auf die perfekten äußeren Rahmenbedingungen mit langen Schönwetterperioden und kaum nennenswerten Betriebseinschränkungen zurückzuführen ist.

So konnte der Umsatz im Berichtszeitraum verglichen mit dem Geschäftsjahr 2023/24 um 8,88 % auf EUR 117,6 Mio gesteigert werden. Dabei schlagen allein die Seilbahnumsätze mit EUR 84,9 Mio zu Buche, in der Gastronomie wurden EUR 23 Mio umgesetzt. Die Umsätze in der Silvretta Therme lagen erstmals über EUR 6 Mio und konnten um erfreuliche 17 % gesteigert werden.

Am Ende verzeichnete die Silvrettaseilbahn AG im Berichtsjahr 2024/25 in allen Unternehmensbereichen deutliche Umsatzsteigerungen sowie neue Bestwerte.

Die Einstandspreise für Material und bezogene Leistungen sind inflationsbedingt gestiegen, wobei die entsprechenden Erhöhungen nicht zur Gänze an den Endverbraucher weitergegeben werden konnten. Zusätzlich ausgewirkt haben sich mengenmäßige Steigerungen, sodass die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen im Berichtszeitraum insgesamt um 5,5 % auf EUR 16,6 Mio gestiegen sind.

Der Personalaufwand hat sich um 6,6 % auf nunmehr knapp EUR 29 Mio erhöht.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist auch die Dotierung der Rekultivierungsrückstellung mit EUR 322 Tsd enthalten.

Im Bereich der Abschreibungen wurden außerplanmäßige Abschreibungen im Ausmaß von EUR 8,3 Mio. vorgenommen, die aus einer Umstellung der Abschreibungsmethode bei Beschneiungsanlage und Fuhrpark resultieren. Der damit verbundene Einmaleffekt – eine solche Umstellung wird sich in den nächsten Jahren so nicht wiederholen – führt zu insgesamt deutlich höheren Abschreibungen.

Vor allem die erhöhten Abschreibungen erklären auch die Rückgänge beim Betriebsergebnis von EUR 27,8 Mio auf EUR 25 Mio (-10,18 %), beim Ergebnis vor Steuern von EUR 30,4 auf EUR 28,6 Mio (-6,02 %) sowie beim Jahresüberschuss von EUR 23,3 auf EUR 22,1 Mio (- 5,05 %).

Der betriebliche Cash-Flow beträgt EUR 45,6 Mio. Aufgrund der im Berichtszeitraum verhältnismäßig geringen Investitionstätigkeit beträgt der Liquiditätszuwachs EUR 30,9 Mio. Die Gesellschaft ist praktisch eigenfinanziert und die Schuldentilgungsdauer nach URG sowie die äquivalente betriebswirtschaftliche Kennzahl (Effektivverschuldung) betragen nach wie vor null. Somit konnten die Kosten, die primär auf diese Investitionstätigkeit zurückzuführen sind, erneut aus der eigenen Liquidität bestritten werden.

Ein Vergleich der Rentabilitätskennzahlen mit jenen des Geschäftsjahres 2023/24 ergibt folgendes Bild:

Umsatzrentabilität (Ergebnis vor Steuern / Umsatzerlöse):

24,3 % (Vj: 28,2 %)

Eigenkapitalrentabilität (Ergebnis vor Steuern / durchschn. EK):

8,1 % (Vj: 8,9 %)

Gesamtkapitalrentabilität (Ergebnis vor Steuern / durchschn. GK):

7,2 % (Vj: 7,9 %)

Eigenkapitalquote (Eigenkapital / Gesamtkapital):

88,6 % (Vj: 88,7 %)

Return on capital employed (ROCE; EBIT / durchschn. GK):

11,4 % (Vj: 11,7 %)

Voraussichtliche Entwicklung

Vor dem Hintergrund des abgelaufenen Geschäftsjahres ist der Ausblick auf das Wirtschaftsjahr 2025/26 wie schon in den Vorjahren ein sehr positiver.

Risiken des Unternehmens

Der Vorstand der Gesellschaft verfolgt in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat, aber auch unter Beiziehung von Experten, die Strategie, die Auswirkungen von betrieblichen Risiken so gering wie möglich zu halten. Hier sind vor allem die gesunde Basis, das hohe Investitionsniveau der letzten Jahre sowie die ausgezeichnete Liquiditätslage und die hohe Eigenkapitalquote positiv hervorzuheben. Dies ermöglicht es, auch im laufenden Wirtschaftsjahr alle geplanten Investitionen zu tätigen. Sollten sich die allgemeine Lage sowie der Geschäftsverlauf deutlich verschlechtern, hätte die Gesellschaft grundsätzlich Spielraum, ihren Investitionsplan entsprechend anzupassen und geplante Investitionen im Bedarfsfall zu verschieben.

Das im letzten Lagebericht erwähnte Fokuspapier „Klimaschutz“ wurde zwischenzeitlich fertiggestellt und die Gesellschaft arbeitet nach wie vor konsequent sowie unter professioneller Begleitung am Thema Nachhaltigkeit.

Die wirtschaftliche Lage der Silvrettaseilbahn AG ist als stabil zu bezeichnen. Die Gesellschaft konnte durch Rekordergebnisse der letzten Jahre entsprechende Liquiditätsreserven sowie eine hohe Eigenmittelquote aufbauen, wodurch sie selbst in von Unsicherheit geprägten Zeiten nicht in ihrem Fortbestand gefährdet und für die bevorstehenden Herausforderungen gut gerüstet ist.

Die Aktionäre verzichten seit Gründung der Gesellschaft auf die Ausschüttung von Dividenden, um sämtliche Investitionen eigenfinanziert vornehmen zu können.

Forschung und Entwicklung

Die Silvrettaseilbahn AG ist nicht im Bereich Forschung und Entwicklung tätig.

Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

Ischgl, am 17. September 2025

Der Vorstand:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Dipl-Ing. (FH) Markus Walser

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