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Lagebericht 2024

Content Performance Group GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2024 · Eingereicht am 11. Sep. 2025

Inhaltsverzeichnis

Content Performance Group GmbH

1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

1.1.

Geschäftsverlauf

COPE ist Österreichs führende Full-Service Content Marketing Agentur für strategische Planung, Gestaltung und Distribution von hochwertigen, zielgruppenrelevanten Inhalten. Als größter Online- Vermarkter Österreichs bietet COPE neben Strategieplanung und Umsetzung aller Content-Spielarten auch die zielgruppengenaue Ausspielung im reichweitenstärksten Mediennetzwerk Osterreichs aus einer Hand. Das COPE Display Netzwerk ist dabei ein wesentlicher USP. Das Netzwerk erreicht im 4. Qu./2024 66% der österreichischen Internet-Nutzer:innen und übertrifft damit seine Mitbewerber deutlich (Quelle: ÖWA; ÖWA – Österreichische Webanalyse).

COPE ist zudem mit fast 400 internationalen Awards seit Gründung die meistausgezeichnete Content- Marketing-Agentur Osterreichs und zählt zu den Top 3 Content-Marketing-Agenturen des DACH-Raums. Weiters verfügt COPE über Expertise zu stark nachgefragten Themen wie DSGVO, digitale Marketingtransformation, Cookieless Future, KI, etc. und kann daher Beratungsleistung in allen Bereichen anbieten.

Entgegen den Erwartungen und entgegen dem internationalen Trend konnte COPE im abgelaufenen Jahr einen ausgezeichneten Geschäftsverlauf verzeichnen. Die schwierige Situation am Werbemarkt und die geopolitischen Herausforderungen haben sich im Jahr 2024 weniger in den Umsätzen niedergeschlagen als in den Jahren zuvor. Was dennoch blieb, ist die Tatsache, dass Firmenkunden oft sehr verzögert ihre Etats vergeben haben und die Freigabe von Budgets oft äußerst kurzfristig erfolgt ist.

COPE bleibt auf dem strategisch eingeschlagenen Weg. Neben einem aktiven Kostenmanagement setzt COPE konsequent auf den Mix aus kreativen und datengetriebenen Ansätzen, verbunden mit journalistisch hochwertigem Content, der über alle Social Media-Plattformen und das Display-Netzwerk zielgruppengenau für Kunden distribuiert wird.

1.2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

1.2.1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt im Jahr 2024 T€ 6.197 und ist damit um T€ 1.991 höher als im Vorjahr (T€ 4.206). Auf der Aktivseite ist ein Rückgang des Anlagevermögens um T€ 112 zu verzeichnen. Auch die Rechnungsabgrenzungsposten sind um T€ 13 geringer als im Vorjahr. Umgekehrt ist das Umlaufvermögen um T€ 2.114 gestiegen, was vor allem auf höhere Guthaben bei Kreditinstituten (T€ +2.049 zum Vorjahr) und höhere Forderungen (T€ 65) zurückzuführen ist.

Auf der Passivseite führt der Bilanzgewinn zu einer Aufstockung des Eigenkapitals um T€ +650. Die Rückstellungen sind im Vorjahresvergleich um T€ 1.102 gestiegen, was einerseits auf höhere Rückstellungen für Agenturboni und für noch nicht fakturierte Eingangsrechnungen und andererseits auf höhere Rückstellungen für Personalkosten für Zeit- und Urlaubsguthaben zurückzuführen ist. Der konzernweite Umstieg auf ein neues Personalverrechnungs- und Zeitwirtschafts-System (SAGE DPW) ab Jänner 2025, sowie die Umstellung einiger Mitarbeiter:innen auf einen anderen Kollektivvertrag, wurde genutzt, um die Zeitsalden zu bereinigen. Im Gegenzug sind die Verbindlichkeiten um T€ -90 gesunken, v.a. die sonstigen Verbindlichkeiten. Die Rechnungsabgrenzungsposten sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 331 gestiegen.

Zum 31.12.2024 beträgt das Eigenkapital T€ 1.409 (VJ T€ 759). Die Eigenkapitalquote ist wieder auf 22,7% gestiegen (VJ: 18,1%).

1.2.2. Ertragslage

Die Umsatzerlöse belaufen sich im Jahr 2024 auf T€ 15.297 und liegen damit um T€ +1.424 oder +10,26% über dem Vorjahreswert. Diese Verbesserung betrifft vor allem das Segment Activate (Reichweitenvermarktung).

Abhängig von den höheren Umsätzen steigen auch die Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen im Vergleich zum Vorjahr um T€ 406 oder 6,5%. Der Personalaufwand liegt um T€ 114 oder 2,1% über dem Vorjahreswert.

Auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 135 bzw. 5,7% gestiegen. Diese Steigerung ist auf höhere Instandhaltungsaufwendungen für die nicht geplanten Umbauarbeiten für die Büroräumlichkeiten in Wien und Graz (T€ +50), die nicht geplanten IT Dienstleistungen für das Datenprojekt (T€ +47), höhere Werbeprovisionen (T€ +50), Kosten für Medienbeobachtung und Marktforschung (T€ +60 ) und Erhöhung der WB für Forderungen (T€ +23) zurückzuführen. Gleichzeitig gibt es einen positiven Effekt aus Kosteneinsparungen, wie im Beratungsaufwand (T€ -80) und Fahrt- und Reiseaufwand (T€ -21).

1.2.3. Finanzlage

Der Cashflow aus dem betrieblichen Ergebnis hat sich deutlich verbessert (2024: T€ 771, VJ: T€ -19). Die Zunahme der Forderungen auf der Aktivseite, sowie die Zunahme der Rückstellungen auf der Passivseite führen zu einem Netto-Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit in Höhe von T€ +2.068, der um T€ 61 höher ist als im Vorjahr. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit beträgt T€ -18 und ist um 72% geringer als der Vergleichswert des Vorjahres (VJ: T€-65). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2024 T€ -1 (VJ: T€ -691) und beinhaltet die Auszahlung für Zinsen und ähnliche Aufwendungen. Insgesamt führt dies zu einem Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von T€ 3.303 zum 31.12.2024.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
in Tsd EUR20242023Veränderung in %
Cashflow aus der betrieblichen
Tätigkeit2.0682.0073,04%
Cashflow aus der
Investitionstätigkeit-18-6572,31%
Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit-1-69199,86%
Zahlungswirksame
Veränderung der
Zahlungsmittel und
Zahlung smitteläquivalente2.0491.25163,79%
Zahlungsmittel und Zahlungs-
mittelaquivalentezum 31.12.3.3031.254163,40%

1.3. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft hat keine Zweigniederlassungen.

2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens

2.1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

COPE möchte natürlich die außergewöhnlich positive Geschäftsentwicklung im Jahr 2024 prolongieren. Allerdings steht Österreich vor oder vielmehr mitten im dritten Jahr der Rezession und es gibt weiterhin starke Auswirkungen auf die Werbetätigkeit der Kunden. Vielfach werden Digital-Buchungen zwar zugesagt, aber dann dennoch aus Angst vor der wirtschaftlichen Entwicklung zurückgehalten. Agentur- Kunden versuchen manchmal, Leistungen, die bisher an die COPE ausgelagert wurden, inhouse zu bewältigen, oft unter Einsatz von KI.

COPE bleibt jedenfalls auf dem eingeschlagenen strategischen Weg. Erklärte Ziele sind somit eine weitere Stabilisierung der Reichweitenvermarktung sowie die Gewinnung von Neugeschäft im Agentur- Bereich. Durch die strategische Stoßrichtung der COPE auf Content-Produktion und -Beratung sowie die Vermarktung sonstiger Services - wie Ad-Serving und ähnlicher Leistungen – wird versucht, die Abhängigkeit vom allgemeinen Werbewachstum zu reduzieren. Gleichzeitig unterstützt ein aktives Kostenmanagement die Zielerreichung. Aus heutiger Sicht sind die strategischen und finanziellen Ziele für das Geschäftsjahr 2025 anspruchsvoll, aber erreichbar. Der Forecast für das erste Quartal zeigt ein operatives Ergebnis, das im Wesentlichen im Plan liegt.

2.2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

2.2.1. Geschäfts- bzw. unternehmenstypische Risiken

Markt- und Wettbewerbsrisiken

Durch die starke Abhängigkeit des Werbemarktes von der allgemeinen Konjunkturentwicklung ist COPE in einer zyklisch orientierten Branche tätig. Dies kann bei weiteren Konjunktureinbrüchen zu Umsatzeinbußen aufgrund von Preis- und Mengenreduktionen führen.

2.2.2. Finanzielle Risiken

Risiken können im Wesentlichen nur aus originären Finanzinstrumenten schlagend werden.

Ausfallsrisiko

Das Ausfallsrisiko besteht aus einem, durch Nichterfüllung einer vertraglichen Verpflichtung, entstehenden Vermögensverlust. Das maximale Ausfallsrisiko stellen die aktivseitig ausgewiesenen Finanzinstrumente dar, da grundsätzlich keine generellen Aufrechnungsvereinbarungen bestehen. Jedoch können Bankinstitute aufgrund ihrer allgemeinen Geschäftsbedingungen Konten eines Unternehmens gegeneinander aufrechnen.

Die Veranlagung von Finanzmitteln erfolgt ausschließlich bei Gesellschaften mit erstklassiger Bonität.

Es ist daher in diesem Bereich von einem geringen Ausfallsrisiko auszugehen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind kurzfristig und breit gestreut. Durch unser aktives Forderungsmanagement wird die Fälligkeit der Forderungen laufend überwacht. Für überfällige Forderungen besteht ein klar definierter Prozess zur zeitnahen Eintreibung. Unsere

Kundenbuchhaltung steht diesbezüglich in laufendem Austausch mit Gläubigerschutzverbänden. Die Annahmen und Schätzungen des Ausfallsrisikos und der daraus abgeleiteten Vorsorgen basieren auf unseren Erfahrungswerten. Aus heutiger Sicht gehen wir davon aus, dass im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld keine deutliche Erhöhung des Ausfallsrisikos droht.

Die Zahlungsmittel werden auf Konten von Geschäftsbanken, die über ein Rating im Investment-Grade Bereich verfügen, gehalten. Die Bonität der Geschäftsbanken wird laufend von Konzern-Treasury überwacht.

Liquiditätsrisiko

Die Liquidität des Unternehmens wird vom Konzern-Treasury durch die laufende Liquiditätsplanung und Überwachung und die Steuerung der Finanzierungsstruktur, das Halten von Barreserven und durch ausreichend verfügbare kurzfristige Kreditlinien gewährleistet. Die Gesellschaft ist daher in der Lage alle bestehenden Verbindlichkeiten pünktlich zu bedienen. Dies gilt auch im Fall der weiteren Zunahme geopolitischer Spannungen und damit verbundenen wirtschaftlich herausfordernden Zeiten.

Preisänderungs- und Währungsrisiko

Preisänderungen am Rohstoffmarkt haben in der Regel keine wesentliche Auswirkung auf das Ergebnis, bzw. den Cashflow des Unternehmens. Da alle wesentlichen Transaktionen in Euro abgewickelt werden, besteht auch kein wesentliches Währungsrisiko.

Zinsänderungs- und Cashflowrisiko

Das Cashflow Risiko aus der variablen Verzinsung der Finanzverbindlichkeiten wird in der Regel nicht abgesichert. Die Entwicklung der Zinsstruktur wird durch das Konzern-Treasury laufend beobachtet und gegebenenfalls werden geeignete Risikobegrenzungsmaßnahmen gesetzt.

3. Bericht über die Forschung und Entwicklung

Für Forschungs- und Entwicklungstätigkeit fielen 2024 keine Aufwendungen an.

Wien

Eva Maria Kubin Eva Maria Kubin, 28.04.2025 08:02 Unterschrieben mit MOXIS Guest Eva Maria Kubin, MA

Marion Stelzer-Zöchbauer Marion Stelzer-Zöchbauer, 29.04.2025 08:50 Unterschrieben mit MOXIS Guest DI (FH) Marion Stelzer-Zöchbauer

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