Inhaltsverzeichnis
Inhalt
1. Grundlagen des Unternehmens. ..2 1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens . ..2 1.2. Forschung und Entwicklung . ..2 2. Wirtschaftsbericht . ..2 2.1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen . ..2 2.2. Geschäftsverlauf . ..3 3. Lage. ..3 3.1. Ertragslage . ..3 3.2. Finanzlage . ..3 3.3. Vermögenslage . ..3 3.4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren . ..4 4. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens. ..5 4.1. Absatzmarkt. ..5 4.2. Beschaffung und Produktion. ..5 4.3. Investition und Finanzierung. ..5 4.4. Ergebnis und Kapitalentwicklung . ..5 5. Chancen- und Risikobericht . ..5 5.1. Chancen. ..5 5.2. Risiken. ..6
1. Grundlagen des Unternehmens
1.1.Geschäftsmodell des Unternehmens
Die Firma Röhren- und Pumpenwerk Bauer GmbH produziert Beregnungsanlagen (Pivot, Trommelberegnungsmaschinen, Pumpen, Kupplungen und Rohre) und Waste-Water-Management-Technologie (Pumpen, Rührwerke, Separatoren, BRU, Zentrifugen). Die Produkte werden im Stammwerk Voitsberg und in weiteren sechs Produktionswerken erzeugt und weltweit in über 100 Ländern vertrieben. Der Vertrieb erfolgt dabei über eigene Vertriebsstrukturen, über Händler, Webshop oder direkt an den Endkunden.
1.2.Forschung und Entwicklung
Im Rahmen der Forschung und Entwicklung wird ständig an neuen Produkten zum effizienten Einsatz von Wasser in der Landwirtschaft gearbeitet. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt bildet das Recycling von Abwässern in landwirtschaftlichen Betrieben und in Industriebetrieben.
Im Bereich der Beregnungstechnik wurden im Produktbereich Pivot eine kostengünstige Pivotanlage unter dem Markennamen ecoPivot entwickelt. Diese Maschine wurde für spezielle Märke entwickelt und wird vorwiegend in Südeuropa und Afrika angeboten. In diesen Märkten werden vorwiegend Maschinen für Feldgrößen zwischen 15 und 30 ha benötigt. Im Bereich der Steuerungstechnik wurde die Pivot-Steuerung im Bereich des Wassermanagements erweitert. Im Produktbereich der Trommelberegnungsmaschinen wurde die Rainstar-Serie mit dem A4 in den Kleinberegnungsanlagen erweitert. Zusätzlich wurde eine kostengünstige Produktserie unter dem Titel ecoProRain entwickelt. Damit soll bei Großkunden und bei größeren Projekten eine preisattraktive Variante angeboten werden und somit wieder Marktanteile zurückgewonnen werden. Diese Maschine wird auch zusätzlich in Brasilien produziert und verkauft und damit erfolgt auch der Einstieg in diesem Segment in Brasilien. Die neue Maschinen-Serie wird erstmals auf der Agritechnica im Herbst 2025 präsentiert. Zur Ermittlung der Bodenfeuchte wurde ein neues revolutionäres Produkt ins Verkaufsprogramm genommen. Das Produkt unter dem Markennahmen Cosmofield misst die Bodenfeuchte in einer Fläche von 5- 10 Hektar anhand der Weltraumstrahlung in Echtzeit. Die Messung erfolgt dabei in einer noch nie dagewesenen Genauigkeit.
Bei den Separatoren werden neue Einsatzgebiete erforscht und die Effizienz der Maschinen kontinuierlich verbessert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde eine neue höhenverstellbare Separationseinheit Plug Elevate & Play entwickelt. Die neue Maschine PSS8 mit höheren Durchsatzmengen für Einsätze in der Industrie wurde fertiggestellt. Bei der BBU wurde eine neue Software und ein neuer Schaltschrank entwickelt. Diese Produkte werden nun In-House gefertigt.
Im Berichtszeitraum erfolgten zwei Patentanmeldungen.
2. Wirtschaftsbericht
2.1.Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen
Das abgelaufene Geschäftsjahr war von einer Eintrübung der Nachfrage im Bereich der Landmaschinen geprägt. Die Preise für die wichtigsten Handelsgüter (FAO Food Price Index) verschlechtern sich wieder und liegen im Kalenderjahr 2024 bei 122,0 Punkte (Vorjahr: 124,5 Punkte). Im Februar 2024 war die Talsohle erreicht (bei ca. 117,4 Punkten) und seitdem ist ein kontinuierlicher Anstieg zu verzeichnen. Der Index liegt nun im Mai 2025 bei 127,7 Punkten. Das im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Preisniveau für die landwirtschaftlichen Güter dämpft die Investitionsbereitschaft bei den Kunden.
(Quelle: http://www.fao.org/worldfoodsituation/foodpricesindex/en/)
2.2.Geschäftsverlauf
Im Geschäftsjahr 2024/2025 wurden Umsatzerlöse in der Höhe von 131,7 Mio. EUR (Vorjahr: 125,2 Mio. EUR) erzielt. Der Umsatzzuwachs gegenüber dem Vorjahr beträgt somit 5,2 %. Die Umsatzsteigerung resultierte in erster Linie aus der beginnenden Auslieferung eines Großauftrages in den Monaten Februar und März 2025. Umsatzrückgänge gab es nahezu in allen Märkten. Wesentliche Umsatzzuwächse gab es nur in Mittel- und Südamerika, Asien und im Konzern. Die Hauptabsatzgebiete sind mit 20,9 Mio. EUR Westeuropa (Vorjahr: 30,4 Mio. EUR), 18,3 Mio. EUR Osteuropa (Vorjahr: 27,7 Mio. EUR) und mit 13,4 Mio. EUR Mittlererund Ferner Osten (Vorjahr: 10,2 Mio. EUR). Mit den Konzerngesellschaften wurden Umsätze im Ausmaß von 34,0 Mio. EUR (Vorjahr: 26,7 Mio. EUR) ausgeführt.
Der wichtigste Umsatzträger ist der Bereich Beregnung mit 81,6 Mio. EUR (Vorjahr: 74,9 Mio. EUR), gefolgt von dem Bereich Gülle mit 35,3 Mio. EUR (Vorjahr: 38,9 Mio. EUR).
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die Modernisierung der Produktionsanlagen weiter vorangetrieben. Es wurde ein Rohrlaser und weitere Schweißroboter angeschafft. In der PE-Rohrfertigung wurde eine zusätzliche Extrusionsmaschine installiert. Im Produktionswerk in Brasilien wurde mit dem Bau eines weiteren Bürogebäudes begonnen. Die Fertigstellung wird im November 2025 erfolgen.
3. Lage
3.1.Ertragslage
Das Betriebsergebnis des Vorjahres (18,1 Mio. EUR) konnte trotz des Umsatzzuwachses von 5,2 % nicht gehalten werden und betrug 11,9 Mio. EUR. Die Materialtangente verschlechterte sich von 59,4 % im Vorjahr auf 63,4 % im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Verschlechterung der Materialtangente liegt in der gesunkenen Erlösqualität und in dem veränderten Produktmix begründet. Die Personaltangente verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr und beträgt 14,1 % (Vorjahr: 15,4 %). Die Reduktion der Personaltangente spiegelt die erheblichen Investitionen in die Automatisierung des Produktionsprozesses wider. Die Abschreibungen erhöhten sich aufgrund einer Umstellung der Berechnung der Abschreibung. Das Finanzergebnis verschlechterte sich von -1,3 Mio. EUR im Vorjahr auf -3,3 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2024/2025. Das Finanzergebnis war von einer Abschreibung auf Finanzanlagen belastet. Das Ergebnis vor Steuern betrug 8,7 Mio. EUR (Vorjahr: 16,8 Mio. EUR).
3.2.Finanzlage
Die Finanzlage kann als sehr stabil bezeichnet werden. Verbindlichkeiten werden generell innerhalb der Zahlungsfristen beglichen. Etwaige Skontomöglichkeiten werden genutzt. Die Bankverbindlichkeiten konnten von 61,8 Mio. EUR auf 47,1 Mio. EUR gesenkt werden. Deren Anteil an der Bilanzsumme beträgt nun 31,3 % (Vorjahr: 47,0 %). Die Eigenkapitalquote beträgt unter Berücksichtigung der Bankguthaben 32,3 % (Vorjahr: 32,7 %).
Der Nettogeldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit betrug 20,4 Mio. EUR (Vorjahr: 6,3 Mio. EUR), der Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit betrug -6,4 Mio. EUR (Vorjahr: -6,6 Mio. EUR) und der Nettogeldfluss aus der Finanzierungstätigkeit betrug -14,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,6 Mio. EUR).
Die Eigenmittelquote gem. §23 URG beträgt 34,8 % (Vorjahr: 30,2 %) und die fiktive Schuldentilgungsdauer gem. §24 URG beträgt 6,5 Jahre (Vorjahr; 5,2 Jahre).
3.3.Vermögenslage
Die Bilanzsumme beträgt 151,2 Mio. EUR (Vorjahr: 131,4 Mio. EUR). Der Anstieg der Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr beruht in erster Linie auf das gestiegene Vorratsvermögen. Die Ursache für den starken Anstieg im Vorratsvermögen ist die Hochlaufphase für die Auslieferung eines Großauftrages, der sich über
21 Monate erstrecken wird. Das Umlaufvermögen beträgt 101,4 Mio. EUR (Vorjahr: 81,4 Mio. EUR) im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Auf der Passivseite verringerten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 61,8 Mio. EUR im Vorjahr auf 47,1 Mio. EUR im abgelaufenen Geschäftsjahr. Aufgrund der Abwicklung eines Großprojektes erhöhten sich die Anzahlungen auf Bestellungen von 0,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 20,0 Mio. EUR im abgelaufenen Wirtschaftsjahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen von 7,8 Mio. EUR im Vorjahr auf 13,5 Mio. EUR im abgelaufenen Geschäftsjahr.
3.4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Mit Hilfe der PESTEL-Analyse ist es möglich, das Unternehmensumfeld in Hinblick auf spezifische Marktgegebenheiten, (wahrscheinliche) Entwicklungen sowie deren Auswirkungen zu beschreiben und fundierte Entscheidungsgrundlagen für das Management zu schaffen. Anhand sechs verschiedener Faktoren (Politische Einflüsse/Ökonomische Einflüsse/Sozio-Kulturelle Einflüsse/Technische Einflüsse/Ökologische Einflüsse) lässt sich herausfinden, welche Einflussgrößen aus externen Themen auf das Unternehmen einwirken. Aus diesen Einflussgrößen werden jährlich grundlegende Risiken sowie Chancen abgeleitet und daraus Maßnahmen festgelegt. Im Rahmen von regelmäßigen Mitarbeitergesprächen werden Befindlichkeiten besprochen und Entwicklungsmöglichkeiten evaluiert. Der Schulungsbedarf je Mitarbeiter wird jährlich erhoben und in einem Plan festgehalten. Die vorhandenen Qualifikationen werden in einer Kompetenzmatrix abgebildet.
Im Bereich der betrieblichen Prozesse wurde ein neues Lagerkonzept für den Produktionsbereich umgesetzt. Lagerbewegungen wurden automatisiert.
Die Anzahl der akzeptierten Kundenreklamationen ist gegenüber dem Vorjahr von 1.249 auf 1.344 gestiegen. Die Fehlerkosten konnten auf dem Vorjahresniveau gehalten werden. Die Gesamtdurchlaufzeit von Reklamationen verbesserte sich von 30 Tagen auf 17 Tagen im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Die Kundenzufriedenheit wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder mittels Fragebogen erhoben. 80 % der Kunden bewerten die Firma Bauer mit sehr zufrieden bzw. zufrieden. Dies bewegte sich auf dem Niveau der letzten Kundenzufriedenheitsanalyse.
Die Mitarbeiter im Unternehmen sind vertraut mit den Unternehmenszielen und wissen, wie sie zur Erreichung dieser betragen können. Ständige Fortbildung ist uns ein hohes Anliegen. Mitarbeiter werden entsprechend Ihrer Qualifikation eingesetzt, um größtmögliche Arbeitszufriedenheit zu erreichen. Das Unternehmen ist stets offen für neue Arbeitszeitmodelle und Arbeitnehmerschutz.
Die Vorgaben und Methoden zur Arbeitssicherheit werden in das Managementsystem nach ISO 9001 integriert. Die Betreuung erfolgt durch externe Organisationen. Zur Förderung der Arbeitssicherheit werden Evaluierungen auf allen Arbeitsplätzen durchgeführt, Sicherheitsschulungen abgehalten, Begehungen zur Prüfung der Einhaltung der Sicherheitsstandards durchgeführt sowie Maßnahmen zum Schutz der Arbeitnehmer*innen bei Feststellen eines Handlungsbedarfs gesetzt. Schulungsunterlagen werden zur Verfügung gestellt. Anleitungen und Vorschriften zu Verhalten in Lärmbereichen und zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen durch Arbeitsplatzergonomie werden an alle Mitarbeiter*innen ausgehändigt.
Aus unserem Selbstverständnis sind wir dem Umweltschutz verpflichtet uns setzen Ressourcen sparsam ein. Wir sorgen dafür, dass Stoffe und Materialien, soweit möglich, der Wiederverwertung zugeführt werden und gestalten unsere Produkte sowohl ökologisch als auch ökonomisch.
4. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
4.1.Absatzmarkt
Für das Geschäftsjahr 2025/2026 werden Umsätze von 293,9 Mio. EUR geplant. Der vorhandene Auftragsbestand gewährleistet eine plausible Zielerreichung. Im Februar 2025 wurde mit der Auslieferung eines Großauftrages für die Lieferung von Beregnungsanlagen begonnen. Die Kapazitäten wurde dementsprechend auf dieses neue Auftragsvolumen angepasst. Dieses Projekt wird bis zum Juni 2026 laufen.
Die Preise für landwirtschaftliche Produkte und das stetig wachsende Vertriebsnetz in bestehenden und neuen Märkten bilden ebenso eine gute Basis für die Erreichung der Budgetziele. Die Bearbeitung von neuen Vertriebsgebieten in Südamerika, Südeuropa und Afrika wurden gestartet. An der Umsetzung von weiteren Großprojekten wird gearbeitet.
4.2.Beschaffung und Produktion
Aufgrund des sanierten Produktionsstandortes in Voitsberg ergeben sich neue Möglichkeiten für den Produktionsablauf, die Lagerhaltung und für die interne Logistik. Eine Reihe von Neuinvestitionen im Produktionsmaschinenbereich wurden gerade durchgeführt und weitere Investitionen in Produktionsanlagen für die Trommelberegnungsmaschinen sind geplant. Die Investitionen erfolgen unter Rationalisierungsgesichtspunkten und im Sinne einer Kapazitätserweiterung, es werden aber auch neue Fertigungsmethoden ins Auge gefasst. Im Bereich der Beschaffungspreise erfolgt eine fortlaufende Optimierung von Beschaffungspreisen im Konzernverbund bzw. können Einsparungen durch größere Zukaufs-Volumen erzielt werden. Die Zusammenarbeit mit dem brasilianischen und slowakischen Produktionswerk wurde in vielen Bereichen intensiviert. Der Bau weiterer Produktionshallen in Brasilien und Slowakei sind geplant.
4.3.Investition und Finanzierung
Im Geschäftsjahr 2025/2026 sind Investitionen vorwiegend im Produktionsbereich geplant. Diese betreffen in erster Linie neue Maschinen bzw. neue Fertigungsverfahren.
Die Finanzierung dieser Investitionen erfolgt durch langfristige Investitionskredite und die laufende Tilgung der langfristigen Bankverbindlichkeiten wird im Rahmen der laufenden Finanzplanung abgewickelt.
4.4.Ergebnis und Kapitalentwicklung
Die Budgetierung für das folgende Geschäftsjahr lässt eine weitere Ergebnisverbesserung erwarten. Es wird ein EGT in der Höhe von 56,4 Mio. EUR budgetiert. Daraus ergibt sich eine Erhöhung der Eigenkapitalquote auf 56,3 %.
5. Chancen- und Risikobericht
5.1.Chancen
Durch die Zusammenarbeit im Konzernverbund werden Synergien im Einkaufs- und Produktionsbereich genutzt. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Gesellschaft sowie die Optimierung der Produktion zielen auf weitere Qualitätsverbesserungen ab. Chancen ergeben sich durch neue Einkaufsmöglichkeiten.
Röhren- und Pumpenwerk Bauer GmbH Voitsberg
Durch die Entwicklung von neuen Produkten im Software/Hardware-Bereich ergeben sich neue Marktmöglichkeiten und eine Diversifizierung im Produktprogramm. Die Entwicklung hin zu einem Technologieanbieter schreitet damit stetig voran. Die Erhöhung von Umweltauflagen gibt auch die Möglichkeit neue Produkte in den Markt zu bringen.
Der Referenzzinsatz Euribor ist wieder im Fallen. Daraus ergeben sich für die Zukunft wieder günstigere Kreditmöglichkeiten und die Investitionsbereitschaft bei den Kunden wird wieder steigen.
Die Weltmarktpreise für landwirtschaftliche Produkte sind wieder im Steigen und schaffen somit ein gutes Einkommensniveau in der Landwirtschaft. Damit wird die Investitionsbereitschaft der Kunden in der Landwirtschaft wieder steigen.
5.2.Risiken
Der Technologische Wandel nimmt immer mehr Fahrt auf und hält auch verstärkt Einzug in die Landwirtschaft. Technologische Entwicklungen müssen kontinuierlich evaluiert werden und Rückschlüsse auf die Weiterentwicklung der Produkte gezogen werden. Die Firma Bauer ist aufgrund seiner internationalen Geschäftstätigkeit Währungsschwankungen ausgesetzt. Maßnahmen zur Absicherung von Währungsrisiken sind daher einer Risikoüberprüfung zu unterziehen. Durch den Abschluss entsprechender Sicherungsgeschäfte werden die Risiken betrags- und fristenkongruent begrenzt. Wenn notwendig, kommen marktgängige derivative Finanzinstrumente zum Einsatz (Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte).
Im Jahr 2023/2024 wurden zur Absicherung des Zinsrisikos Interest Rate Swaps abgeschlossen. Damit sollen die schwankenden variablen Fremdkapitalkosten planbar werden.
Kredit- und Ausfallrisiken aus finanziellen Vermögenswerten bestehen in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners. Diese Risiken werden durch ein Limitsystem begrenzt, das auf den Bonitätseinschätzungen internationaler Ratingagenturen und der Eigenkapitalausstattung der Vertragspartner aufbaut. Das Finden von gut ausgebildetem Personal wird immer schwieriger und es müssen laufend Make or Buy Entscheidungen getroffen werden.
Der Russland/Ukraine Konflikt dauert nach wie vor an. Die Auswirkungen auf Verfügbarkeit von Rohstoffen und deren Preisniveau haben sich wieder normalisiert. Trotzdem ist diese Situation zu beobachten und entsprechende Entscheidungen müssen früh genug getroffen und umgesetzt werden.
Das Bildungsniveau in Österreich kann mit den Anforderungen der Wirtschaft nicht mehr mithalten. Die Suche nach geeignetem Personal wird dadurch erheblich erschwert. Verlagerungen von betrieblichen Teilbereichen müssen daher ins Auge gefasst werden.
Die schlechte Budgetsituation der Republik Österreich erhöht den finanziellen Druck auf die Unternehmen und Kunden. Strukturreformen werden nicht umgesetzt. Dies bedeutet Wettbewerbsverlust, zusätzliche Verwaltungskosten und erschwert die kosteneffiziente Produktion von Produkten.
Voitsberg, am 19. November 2025
Die Geschäftsführung: