Inhaltsverzeichnis
1. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft
Die GFP HandelsgesmbH (kurz GFP) mit Sitz in Eferding ist auf die Entwicklung, Produktion und denVertriebvon Produkten für Hobbygärtner spezialisiert. Zum Sortiment zählen insbesondere Gewächshäuser, Hochbeete, Carports und Komposter sowie – verstärkt seit 2025 – auch Gerätehäuser und Geräteschränke aus Metall.
Im Jahr 2025 sah sich die Gesellschaft erneut einem sehr herausfordernden wirtschaftlichen Umfeldgegenüber. Bereits im vierten Jahr in Folge blieb die Nachfrage im Bereich Haus und Garten verhalten. Besondersder Zeitraum von Jahresbeginn bis Ende Februar war durch eine niedrige Kaufbereitschaft geprägt.
In den letzten Jahren, wie auch im Berichtsjahr hat sich die Nachfragesituation spürbar in Richtung preisgünstigerer Produkte verschoben. Auf diese Entwicklung hat das Unternehmen mit einer entsprechenden AnpassungdesSortiments reagiert. Diese strategische Neuausrichtung führte zwar zu einer positiven Mengenentwicklung, jedochzu einem veränderten Preisgefüge. Dadurch war ein deutlich höherer Absatz mit Mehraufwänden erforderlich, umdas Umsatzniveau des Vorjahres zu halten.
Der Rohstoffpreis für Aluminium verharrte im Jahresverlauf auf einem im Vergleich zu historischen Mittelwertenhohen Niveau und zeigte gegen Jahresende erneut eine steigende Tendenz.
Die Kosten für die Verschiffung von Containern lagen zu Jahresbeginn auf einem mittleren Niveau undentwickelten sich ab dem zweiten Quartal rückläufig. In der zweiten Jahreshälfte stabilisierten sich die Frachtratenauf einem günstigen Niveau, was zu einer leichten Entlastung auf der Kostenseite beitrug.
Zusammenfassend führten die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu einer herausfordernden Marktsituationin Europa und damit auch für die GFP. Trotz rückläufiger Nachfrage und weiterhin hoher Rohstoffpreisekonntedas Unternehmen diese Herausforderungen durch die Einführung neuer Produkte und eine gezielte Weiterentwicklung des Sortiments insgesamt gut bewältigen.
1.1. Geschäftsverlauf
Das abgelaufene Geschäftsjahr weist gegenüber dem Vorjahr einen um rd. 5,9 Mio € gestiegenen Umsatzauf.
Die ausgewiesenen übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere RückerstattungeneinesZollverfahrens iHv EUR 2.458.227,71.
Der Aufwand für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen ist gegenüber demVorjahr um rd. 3,0 Mio € gestiegen, der Personalaufwand ist um rd. 0,2 Mio € gestiegen. Die sonstigen betrieblichenAufwendungen haben sich um rd. 4,2 Mio € erhöht.
Nach Abzug des sonstigen betrieblichen Aufwandes und unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichenErträge und der Abschreibung verbleibt somit ein Betriebsergebnis iHv rd. 5,5 Mio € (Vorjahr: 4,4 Mio €). NachBerücksichtigung des Finanzerfolges in Höhe von rd. -370 T€ (Vorjahr: -362 T€) ergibt sich ein Ergebnis vor Steuernvon 5.173.324,74 € (Vorjahr: 4.020.740,96 €). Dies entspricht einer Gesamtkapitalrentabilität von 20,77%(Vorjahr: 19,44 %).
Nach Berücksichtigung von Steuern verbleibt ein Jahresüberschuss iHv 3.994.295,31 € (Vorjahr 3.097.105,50€). Unter Berücksichtigung der Auflösung der Kapitalrücklage iHv 0,00 € (Vorjahr 6.324,19 €) verbleibt einJahresgewinn iHv 3.994.295,31 € (Vorjahr: 3.103.429,69 €), welcher zu einem Bilanzgewinn iHv 16.216.028,33€(Vorjahr: 12.221.733,02 €) führt.
Die Eigenmittelquote nach URG ist von 46,52 % auf 59,52 % gestiegen. Die fiktive Schuldentilgungsdauer beträgt 2025 rd. 1,1 Jahre (Vorjahr: 2,5 Jahre).
Das Geschäftsjahr 2025 war geprägt von einem sehr schwachen Jahresbeginn. Bis Ende Februar lagendieUm-
sätze deutlich hinter den Vorjahreswerten und den budgetierten Planungen zurück.
Ab März kam es jedoch zu einem sprunghaften Anstieg der Auftragseingänge, wodurch das Unternehmenkurzfristig an seine Kapazitätsgrenzen stieß. Verzögerungen im Versand sowie Nachholeffekte aus den Vormonatenführten in Summe zu einem überdurchschnittlich hohen Auftragsvolumen im Frühjahr.
Unsere beiden wichtigsten Handelspartner, zeigten im weiteren Jahresverlauf eine gegenläufige Entwicklung. Während unser österreichischer Partner trotz leicht rückläufiger Tendenz insgesamt stabile Umsätze erzielenkonnte, mussten beim deutschen Partner im Vergleich zum Vorjahr erhebliche Umsatzrückgänge verzeichnet werden. Im Sommer entschied sich der deutsche Partner schließlich, seinen Onlinevertrieb mit Ende September 2025vollständig einzustellen, was auch für GFP den Wegfall einer wichtigen Vertriebsschiene bedeutete.
Darüber hinaus blieb die Performance des eigenen französischen Online-Shops deutlich hinter denErwartungen zurück. Der Markteintritt in Frankreich verlief verhalten und konnte das geplante Umsatzniveau nicht erreichen.
Positiv hervorzuheben ist hingegen der außerordentlich erfolgreiche Start der neu eingeführten Metallgerätehäuser und Geräteschränke. Trotz anfänglicher Anlaufprobleme entwickelten sich diese Produkte imweiterenJahresverlauf zu einem zentralen Umsatztreiber.
Darüber hinaus konnte das Intercompany-Geschäft im Konzernverbund weiter ausgebaut werden. Insbesondere die neuen Produktlinien – vor allem Metallgerätehäuser und -schränke – fanden konzernintern starkeNachfrage und trugen auch zum Wachstum in diesem Bereich bei.
Die rückläufigen Umsätze bei einzelnen Handelspartnern konnten durch die starke Entwicklung des eigenenOnline-Shops und im Intercompanybereich mehr als kompensiert werden. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung des Shops, verstärkte Marketingmaßnahmen und den erfolgreichen Produktlaunch neuer Modelle gelanges, die schwierigen Marktbedingungen nicht nur auszugleichen, sondern das Geschäft insgesamt zu stärken.
Zusammenfassend konnte die GFP HandelsgesmbH trotz der herausfordernden Rahmenbedingungenundderallgemeinen Nachfrageschwäche im Onlinehandel eine deutliche Umsatzsteigerung im eigenen Webshoperzielen. Dieses Ergebnis unterstreicht die hohe Anpassungsfähigkeit des Unternehmens sowie die Bedeutungeiner konsequenten Weiterentwicklung des Online-Vertriebskanals in Kombination mit wirksamen Marketingaktivitätenundeiner schnellen Markteinführung neuer Produkte.
1.2. Wichtige Ereignisse des Geschäftsjahres
Nachfragerückgang und Marketingmaßnahmen
Im Jahr 2025 setzte sich der bereits im Vorjahr erkennbare Trend einer rückläufigen Konsum- und Kaufbereitschaft fort. Besonders im Garten- und Freizeitsegment war eine spürbare Abschwächung der Nachfrage zubeobachten. Trotz dieser schwierigen Marktbedingungen gelang es dem Unternehmen, durch gezielte Werbe- undMarketingmaßnahmen sowie eine konsequente Weiterentwicklung des eigenen Online-Shops, die Umsätze imDirektvertrieb deutlich zu steigern.
Umsatzsteigerungen bei unseren Handelspartnern
Trotz einer erhöhten Anzahl an Werbeaktionen unserer Handelspartner konnten die geplanten UmsatzzieleimJahr 2025 nicht erreicht werden. Insbesondere zeigte unser Partner in Deutschland eine deutlich schwächereUmsatzentwicklung als erwartet.
Weiterentwicklung des ERP-Systems und Digitalisierung
Auch im Jahr 2025 wurde die kontinuierliche Weiterentwicklung des ERP-Systems sowie der unternehmensweiten Digitalisierungsprozesse konsequent fortgeführt. Zahlreiche Projekte konnten erfolgreich umgesetzt werden, diees der GFP ermöglichen, eine sehr hohe Effizienz und damit eine schlanke Kostenstruktur aufrechtzuerhalten.
Dabei wurden sowohl Schnittstellen zur Muttergesellschaft geschaffen, die eine deutlich reibungslosereZusammenarbeit ermöglichen, als auch bestehende Anbindungen zum eigenen Online-Shop und zu den Logistikpartnern weiter ausgebaut und optimiert.
Nicht zuletzt wurde ein besonderes Augenmerk auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz imUnternehmengelegt. Ein umfangreiches Projekt steht kurz vor dem Abschluss, das künftig eine deutliche Unterstützung imKundenbereich bieten und damit auch zu einer spürbaren Verbesserung des Serviceangebots für unsere Kundinnenund Kunden führen wird.
Zollprüfung für Aluminiumprodukte
Die im Herbst 2024 eingeleitete Zollprüfung hinsichtlich der Importklassifizierung von Aluminiumproduktenwurdezu Beginn des Jahres 2026 abgeschlossen. Der österreichische Zoll teilt nunmehr die RechtsauffassungdesUnternehmens vollumfänglich, wonach es sich bei den importierten Gewächshäusern um Bausätze handelt, dienicht dem Anti-Dumping-Zoll unterliegen.
Die entsprechenden Bescheide wurden im Februar 2026 ausgestellt und dem Unternehmen übermittelt. Diedaraus resultierenden Auswirkungen wurden im Jahresabschluss für das Berichtsjahr bereits sachgerecht berücksichtigt.
Fazit
Das Geschäftsjahr 2025 war von herausfordernden Marktbedingungen geprägt, in denen die GFPHandelsgesmbH dennoch eine positive Entwicklung verzeichnen konnte.
Trotz rückläufiger Nachfrage und Umsatzeinbußen bei Handelspartnern gelang es, durch erfolgreicheProdukteinführungen, die Stärkung des eigenen Online-Shops und gezielte Marketingmaßnahmen deutliche Wachstumsimpulse zu setzen.
Zudem wurden Digitalisierung und ERP-System konsequent weiterentwickelt, während die laufende Zollprüfungzu Aluminiumprodukten erste positive Ergebnisse brachte.
Insgesamt konnte die GFP ihre Effizienz steigern und ihre Marktposition im DACH-Raum weiter festigen.
1.3. Analyse mittels finanzieller Leistungsindikatoren
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird mit folgenden Kennzahlen dargestellt:
| 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|
| Verschuldungsgrad in %: | Σ Fremdkapital | ||
| Σ Eigenkapital | 67,97 % | 114,83% | |
| Investitionsdeckung in %: | Nettoinvestition SAV | ||
| Abschreibung SAV | 225,29 % | 114,75% | |
| Anlagendeckungsgrad I in % | wirtschaftl. Eigenkapital | ||
| Anlagevermögen | 1.365,55 % | 1.459,60% | |
| Anlagenabnutzungsgrad | |||
| (Sachanlagen) in %: | kum. Abschreibung SAV | ||
| Anschaffungskosten SAV | 42,05 % | 46,31% | |
| Working Capital (in TEUR): | Σ kfr. Aktiva | 23.113 | 19.459 |
| - kfr. Passiva Σ | |||
| Working Capital Ratio in %: | Σ kfr. Aktiva | ||
| Σ kfr. Passiva | 869,42 % | 421,20% | |
| Umsatzrentabilität in %: | EBT | ||
| Umsatz (inkl. BV) | 13,63 % | 12,54% | |
| Eigenkapitalrentabilität in %: | EBT | ||
| 0 EK (inkl. Gewinnausschüttung) | 36,27 % | 37,50% | |
| Gesamtkapitalrentabilität in %: | EBT + Fremdkapitalzinsen | ||
| 0 Gesamtkapital | 20,77 % | 19,44% | |
| Netto-Geldfluss aus der betrieb- | |||
| lichen Tätigkeit | Cashflow | 1.490.655,04 | 608.085,01 |
| Netto-Geldfluss aus der | |||
| Investitionstätigkeit | Cashflow | -603.355,30 | -198.351,41 |
| Netto-Geldfluss aus der | |||
| Finanzierungstätigkeit | Cashflow | -400.863,77 | -364,64 |
2. Zukünftige Entwicklung und Risiken
2.1. Zukünftige Entwicklung
Umsatzprognose für 2026
Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet die GFP HandelsgesmbH ungeachtet eines anspruchsvollen Marktumfeldsmit einem weiterhin positiven Geschäftsverlauf. Dabei wird eine Steigerung des Umsatzes imunterenzweistelligen Prozentbereich angestrebt. Grundlage dieser Einschätzung sind mehrere strategische Maßnahmen, dieauf den Ausbau von Marktanteilen, eine weitere Diversifikation des Produktportfolios sowie Verbesserungen der operativen Effizienz abzielen.
Weiterer Ausbau des Intercompany-Geschäfts
Im Jahr 2026 wird GFP den Ausbau des Intercompany-Geschäfts im Rahmen eines gezielten strategischenAnsatzes weiter vorantreiben. Ziel ist es, Synergien innerhalb der Unternehmensgruppe stärker zu nutzen unddieMarktbearbeitung in Europa effizienter zu gestalten.
Produkte, die bereits im Jahr 2025 durch GFP erfolgreich eingeführt wurden, werden im Jahr 2026 vollständigüber die Muttergesellschaft Toolport weiter vermarktet. Dadurch eröffnen sich substanzielle Chancen für einebreitere und schnellere Penetration des europäischen Marktes, insbesondere durch die Nutzung bestehender Vertriebsstrukturen, Reichweiten und Marketingkanäle der Toolport.
Fokus auf Pergolen
Ein wesentlicher Wachstumsbereich für GFP ist im Jahr 2026 der Sektor der Pergolen. Aufgrund des großenPotenzials in diesem Segment wird das Unternehmen gezielt in den Ausbau des Sortiments sowie in dieEntwicklung neuer Produkte investieren.
Geplant ist die Einführung eines breiten Pergola-Portfolios, das unterschiedliche Preis- und Qualitätssegmenteabdeckt – von Einstiegsmodellen über die Mittelklasse bis hin zu hochpreisigen Varianten. Dadurch wirdGFPindie Lage versetzt, eine deutlich größere Zielgruppe anzusprechen und die bisher noch vergleichsweise kleineKategorie systematisch weiterzuentwickeln.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf einem neuen, einzigartigen Designkonzept, das sich klar vomMarktumfeldabheben soll und einen deutlichen Differenzierungsfaktor gegenüber Mitbewerbern darstellt. Ergänzend dazuwirddas Angebot an Zubehör umfassend ausgebaut und breit aufgestellt, um Kunden zusätzliche Mehrwerte undpassende Erweiterungen aus einer Hand anbieten zu können.
Mit diesen Maßnahmen verfolgt GFP das Ziel, die Kategorie Pergolen deutlich zu stärken und einenspürbaren Wachstumsschub zu erzielen.
Wachstumsbereich Gerätehäuser und -schränke aus Metall
Ein weiterer wesentlicher Wachstumsbereich für GFP bleibt auch im Jahr 2026 das Segment der Metallgerätehäuser sowie der Geräteschränke aus Metall. Nachdem der Ausbau dieser Produktgruppe imvergangenenJahr sehr erfolgreich umgesetzt werden konnte, wird die Kategorie im kommenden Geschäftsjahr konsequent weiterentwickelt.
Im Jahr 2026 ist vorgesehen, das Sortiment insbesondere im Bereich der Geräteschränke durch zusätzlicheneue Produkte zu erweitern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Lösungen für urbane Umgebungen, indenen nur begrenzter Platz zur Verfügung steht. Ziel ist es, mit kompakten und zugleich funktionalen Konzeptenoptimale Stauraumlösungen anbieten zu können und damit weitere Kundensegmente gezielt anzusprechen.
Mit dieser Erweiterung wird das bestehende Sortiment sinnvoll abgerundet und die strategische Wachstumsrichtung von GFP nachhaltig unterstützt.
Einführung neuer Produktkategorien: Kunststoffgerätehäuser
Im Jahr 2026 werden zudem neue Produktkategorien in das Sortiment aufgenommen. Dazu zählt insbesonderedas Segment der Kunststoffgerätehäuser, das GFP bislang noch nicht aktiv adressiert. Dieses Marktumfeldweist vorallem auf Online-Marktplätzen eine hohe Nachfrage auf, da Kunststoffgerätehäuser im Vergleich zu anderenMaterialien häufig preislich attraktiver sind und sich aufgrund ihres geringeren Gewichts einfacher transportierenund handhaben lassen.
Mit dem Einstieg in diese Kategorie verfolgt GFP das Ziel, zusätzliche Kundengruppen zu erschließenunddasAngebot, um eine stark nachgefragte Produktlösung zu erweitern. Die geplanten Modelle sollen sich dabei durcheine überdurchschnittliche Qualität sowie ein eigenständiges Design klar vom Wettbewerb abheben und soeinenachhaltige Positionierung in diesem preissensitiven Segment ermöglichen.
Neue Produktentwicklungen
GFP investiert auch im Jahr 2026 in mehreren Produktkategorien gezielt Zeit und Ressourcen in dieEntwicklung und Einführung neuer Produkte. Diese Innovationen sind ein zentraler Baustein, um die strategischenZielezuerreichen, neue Marktpotenziale zu erschließen und die Positionierung der Marke nachhaltig zu stärken.
Ein Schwerpunkt liegt auf dem weiteren Ausbau des Sortiments rund um Haus, Garten und Outdoor-Living. Insgesamt ist für 2026 eine breite Erweiterung des Produktportfolios vorgesehen. GFP erwartet, dass die neuenProdukte einen wesentlichen Beitrag zum geplanten Wachstum leisten, die Attraktivität des Angebots erhöhenunddie Marktpräsenz in mehreren Segmenten weiter stärken.
Fazit
GFP sieht dem Geschäftsjahr 2026 mit Zuversicht entgegen und ist gut aufgestellt, umin bestehendenMärkten weiter zu wachsen und neue Potenziale zu erschließen. Die geplante Umsatzsteigerung stützt sich auf eineklare strategische Ausrichtung, die sowohl die konsequente Weiterentwicklung etablierter Sortimente als auchdengezielten Aufbau neuer Produktbereiche umfasst.
Ein zentraler Wachstumstreiber ist der Fokus auf Pergolen: Mit einem breiten Sortiment von Einstieg bisPremium, einem eigenständigen Designkonzept zur klaren Differenzierung vom Wettbewerb sowie einemdeutlichausgebauten Zubehörangebot soll diese bislang noch kleinere Kategorie wesentlich gestärkt werden. Parallel dazuwirddas Segment der Gerätehäuser und insbesondere der Geräteschränke aus Metall weiter ausgebaut. Durchneue, platzoptimierte Konzepte sollen auch urbane Einsatzbereiche mit begrenzten Flächen gezielt adressiert unddasSortiment weiter abgerundet werden.
Darüber hinaus erweitert GFP sein Portfolio um zusätzliche Produktkategorien, wie etwa Kunststoffgerätehäuser, um der hohen Nachfrage – insbesondere auf Online-Marktplätzen – gerecht zu werden. Die angebotenenModelle sollen sich dabei durch Qualität und Design klar vom Wettbewerb abheben. Ergänzend dazu sind für 2026zahlreiche neue Produktentwicklungen über mehrere Warengruppen hinweg geplant, unter anderemimBereichGewächshäuser und Frühbeete, Carports sowie bei Mülltonnenlösungen und weiteren Garten- und Outdoor-Produkten.
In Summe erwartet GFP, dass die Kombination aus strategischem Fokus, Sortimentserweiterung undProduktinnovationen einen wesentlichen Beitrag zum Wachstum leisten und die Marktposition in den relevantenSegmenten nachhaltig stärken wird.
2.2. Risikobericht
Allgemeine Risikobewertung
Das Management der GFP HandelsgesmbH schätzt die Risikolage auch für das Jahr 2026 insgesamt alsüberschaubar und gut beherrschbar ein. Ein wesentlicher Bestandteil der Risikovorsorge bleibt der strategischaufgebaute Lagerbestand, der als stabiler Puffer gegenüber unerwarteten Entwicklungen dient.Der Lagerpuffer unterstützt GFP dabei, mögliche Schwankungen in der Marktnachfrage flexibel zu adressieren und zugleichpotenzielle Lieferengpässe auf Seiten der Vorlieferanten wirksam abzufedern.
Die vorausschauende Bestandsplanung trägt zudem dazu bei, insbesondere in der Hauptsaison eine hoheWarenverfügbarkeit sicherzustellen und Umsatzrisiken durch „Out-of-Stock“-Situationen zu reduzieren. Damit bleibt das Bestandsmanagement ein zentraler Baustein, um Risiken im Beschaffungs- und Vertriebsbereichfrühzeitigzu begrenzen.
Ausbau des Intercompany-Geschäfts
Der Ausbau des Intercompany-Geschäfts im Jahr 2026 kann die Ergebnis- und Margenstruktur der GFPbeeinflussen. Durch die Verlagerung von Absatzmengen hin zu konzerninternen Lieferungen an Toolport ergebensichaufgrund der niedrigeren Intercompany-Verrechnungspreise im Vergleich zum Direktvertrieb potenziell geringereMargen bei zugleich veränderten Umsatzstrukturen.
Zudem steigt mit einem höheren Anteil konzerninterner Abnahmen die Abhängigkeit von Absatz- undVermarktungsplänen innerhalb der Gruppe. Das Management bewertet diese Risiken als beherrschbar, da der AusbauTeil einer abgestimmten Gesamtstrategie ist und durch laufendes Monitoring der Margenentwicklung sowieengeoperative Abstimmung mit Toolport begleitet wird.
Die in den vergangenen Jahren laufende Zollprüfung, die für GFP ein grundsätzliches Risiko imBereichderImportabwicklung dargestellt hat, konnte positiv abgeschlossen werden. Hintergrund des Verfahrens warennachträgliche buchmäßige Erfassungen von Zoll und Verzugszinsen, da die Zollbehörde ursprünglich die Auffassungvertreten hatte, dass auf bestimmte Lieferungen aus China – insbesondere Gewächshaus-Module inklusive Zubehör- und Montageteilen – ein Anti-Dumping-Zoll in Höhe von 32,10 % anzuwenden sei.
Im Zuge der von GFP eingebrachten Rechtsmittel sowie ergänzender Sachverhaltserhebungen imRahmender Zollprüfung konnte am 27. Januar 2026 im Rahmen der Schlussbesprechung mit dem Zollamt eine einvernehmliche Lösung über die zollrechtliche Behandlung der betroffenen Importe erzielt werden. Die relevantenLieferungen werden demnach als Bausatz aus Fertigerzeugnissen qualifiziert und grundsätzlich einemZollsatz von6%unterworfen. Ein Anti-Dumping-Zoll kommt lediglich in einzelnen Fällen auf bestimmte Aluminium-Ersatzteilezur Anwendung, die in einem untergeordneten Ausmaß nicht als Bausatz importiert wurden.
Auf Basis dieser Einigung ist es bereits zu Erstattungen zuvor vorgeschriebener Zollabgaben durch dieZollbehörde gekommen. Damit reduziert sich das aus der Zollprüfung resultierende finanzielle und rechtliche Risikofür GFP wesentlich; die verbleibenden Restrisiken werden aus heutiger Sicht als gering und beherrschbar eingeschätzt.
CBAM (Carbon Border Adjustment Mechanism)
Ab dem Jahr 2026 gewinnt der Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) für Importe aus Drittstaatenzunehmend an Relevanz und betrifft damit auch GFP. Aus CBAM können sich insbesondere zusätzlicheadministrative Anforderungen, potenzielle Kostenbelastungen sowie Bewertungs- und Abgrenzungsfragen für diebilanzielle Behandlung ergeben. Zudem besteht das Risiko von Anpassungen durch regulatorische Weiterentwicklungensowie von Abweichungen zwischen geplanten und tatsächlich zu meldenden Emissionsdaten bzw. Abgaben.
Nach Einschätzung des Managements wurde das Thema bereits im Jahr 2025 umfassend vorbereitet undorganisatorisch aufgearbeitet. GFP geht daher davon aus, die ab 2026 geltenden Anforderungen fristgerecht undordnungsgemäß umsetzen zu können. Die notwendigen Prozesse zur Erfassung und Bewertung relevanter Daten wurden rechtzeitig angestoßen, sodass CBAM ab 2026 auch bilanztechnisch entsprechend berücksichtigt werden kann. Insgesamt wird das daraus resultierende Risiko derzeit als beherrschbar eingestuft, bleibt jedochaufgrund der regulatorischen Dynamik weiterhin im laufenden Monitoring.
Fazit
GFP ist im Jahr 2026 insgesamt gut positioniert, um Marktunsicherheiten kontrolliert zu managen unddieWachstumsstrategie konsequent weiterzuverfolgen. Die Zollthematik konnte nach dem positiven Abschluss der Zollprüfung deutlich entschärft werden: Durch die erzielte Einigung mit der Zollbehörde sowie bereits erfolgteErstattungen hat sich das finanzielle und rechtliche Risiko wesentlich reduziert; verbleibende Restrisiken werden als geringund beherrschbar eingeschätzt.
Ein zentraler Stabilitätsfaktor bleibt die strategische Lagerhaltung. Sie unterstützt eine hohe Warenverfügbarkeit, reduziert „Out-of-Stock“-Risiken und erhöht die Reaktionsfähigkeit bei Nachfrageschwankungenund Lieferengpässen.
Zusätzlich stärkt die verbesserte digitale Anbindung zwischen ERP- und Shopsystem die operative Steuerungsfähigkeit und erhöht Transparenz sowie Planungssicherheit in der Bestands- und Sortimentsaussteuerung. Der Portfolioausbau wird 2026 gezielt fortgeführt, unter anderem durch den Fokus auf Pergolen, die Weiterentwicklungder Metall-Geräteschranklinie sowie den Einstieg in neue Kategorien wie Kunststoffgerätehäuser.
Mit Blick auf regulatorische Entwicklungen ist CBAM ab 2026 für Importe aus Drittstaaten relevant. GFPhat die notwendigen Vorarbeiten bereits 2025 umgesetzt und plant, die Anforderungen ab 2026 ordnungsgemäßsowiebilanztechnisch entsprechend zu berücksichtigen. Insgesamt schaffen die genannten Maßnahmen einebelastbare Grundlage, um Risiken im kontrollierbaren Rahmen zu halten und die strategischen Ziele 2026 nachhaltigzu unterstützen.
3. Forschung und Entwicklung
Strategie für 2026
Im Jahr 2026 richtet GFP den Blick weiterhin stark auf die Produktentwicklung. Ein Schwerpunkt liegt auf zusätzlichen Produktlinien, die für die künftige Ausrichtung des Unternehmens besonders relevant sind und entsprechend priorisiert vorangetrieben wird.
Neben diesem Hauptthema werden mehrere kleinere Vorhaben umgesetzt, die bestehende Sortimenteverbessern, ergänzen oder technisch weiterentwickeln. Damit soll GFP noch passgenauer auf konkrete Anforderungender Kundinnen und Kunden reagieren und zugleich neue Absatzmöglichkeiten erschließen.
Weiterentwicklung des Sortiments
Die laufende Weiterentwicklung des Sortiments bleibt auch 2026 ein zentraler Hebel der Unternehmensentwicklung. Durch neue Produkte und gezielte Verbesserungen bestehender Lösungen soll GFP sowohl dieeigenePosition in etablierten Segmenten stärken als auch zusätzliche Kundengruppen gewinnen. Dieser Weg erhöht dieAnpassungsfähigkeit an sich verändernde Nachfrage, schafft Differenzierung gegenüber demWettbewerbundunterstützt den Ausbau der Sichtbarkeit und Relevanz der Marke in den jeweiligen Märkten.
Zielbild
Mit Forschung und Entwicklung verfolgt GFP das Ziel, Wachstum dauerhaft über Innovation und verlässlicheProduktqualität abzusichern. Neue Produkte sollen helfen, zusätzliche Geschäftsfelder aufzubauen unddieWettbewerbsfähigkeit langfristig zu erhöhen. Gleichzeitig sollen klare Qualitätsmaßstäbe sicherstellen, dass Neukunden überzeugt werden und bestehende Kundenbeziehungen durch hohe Zufriedenheit weiter gefestigt werden. Sowird die Basis für eine stabile und nachhaltige Entwicklung des Unternehmens gelegt.
4. Zweigstellen
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Zweigstellen unterhalten.
Eferding, am 18. März 2026
Unterschriten der Geschäftsführer
Wolfgang Berger
Stefan Straif