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Geschäftsjahr 2025
Die Weltlage ist herausfordernd wie lange nicht. Geopolitische Spannungen, wachsender Protektionismus und eine zunehmende Hinwendung zur „Selbstabsicherung“ – all das zwingt Europa, sich vor allem wirtschaftlich neu zu positionieren.
Europa hat die jüngere Vergangenheit zu sehr nach innen gewandt verbracht und sich dabei vielfach verzettelt. Der Green Deal war ambitioniert, in seinen Zielen durchaus richtig, aber unausgewogen. Es gab viel „Green“, aber wenig „Deal“ – mit der Folge, dass die europäische Wirtschaft immer stärker unter Druck geraten ist. Europa darf sich nicht nur über Klimaziele definieren, es muss sich auch wirtschaftlich behaupten können. Der Klimaschutz ist wichtig und muss ernst genommen werden, aber die Lösung liegt in Investitionen, Innovationen und einem wettbewerbsfähigen Standort.
Immerhin wurde versucht gegenzusteuern. Nicht zuletzt aufgrund des im September 2024 veröffentlichten Berichts des ehemaligen EZB-Präsidenten Mario Draghi über die Zukunft der europäischen Wettbewerbsfähigkeit ist in Brüssel inzwischen angekommen, dass eine wirtschaftlich entkräftete EU nicht handlungsfähig ist und auch politisch an Einfluss verliert. Eine Korrektur ist spürbar, aber jetzt zählt die Umsetzung. Zum Glück gibt es eine Korrektur in Richtung mehr Wirtschaft. Dieser Weg muss aber entschlossen fortgesetzt werden, d.h. weniger Schlagzeilen, mehr Maßnahmen und zwar solche, die Betriebe tatsächlich entlasten.
Ferner brauchen wir in Zukunft mehrere Standbeine wie z.B. das Mercosur-Abkommen, das unsere Möglichkeiten deutlich erweitert. Das Abkommen sichert Zugang zu einem Zukunftsmarkt bei gleichzeitiger Einhaltung europäischer Standards. Aber nicht nur der Blick nach außen ist entscheidend, auch innerhalb der EU gibt es Handlungsbedarf. Der Binnenmarkt ist Europas größter Trumpf, wird aber durch zahlreiche nationale Sonderwege geschwächt. Der Abbau interner Handelsbarrieren gehört auf der Prioritätenliste ganz nach oben.
Daraus folgt, die EU muss selbstbewusster werden. Mit mehr als 450 Millionen Einwohner:innen ist die EU eine Wirtschaftsmacht – aber sie nutzt ihre Möglichkeiten zu wenig. Wir brauchen eine Europäische Union, die Wirtschaft nicht als Störfaktor, sondern als Fundament für Wohlstand, Sicherheit und Zusammenhalt versteht. In der Praxis erschweren
komplexe Vorschriften, unterschiedliche nationale Auslegungen sowie umfangreiche Konsumentenschutz- und Informationspflichten den Marktzugang und verursachen hohe Bürokratie. Die Wirtschaft braucht daher Vereinfachungen, weniger Detailregulierung und eine regelmäßige Überprüfung der bestehenden Bestimmungen.
Die allgemeine Entwicklung des österreichischen Einzelhandels im Berichtsjahr Es ist zwar erfreulich, dass nach einer langen Durststrecke im Gesamtjahr 2025 erstmals wieder ein Plus vorne steht, aber Gründe zum Jubeln gibt es dennoch wenig. Vor allem um die Rentabilität vieler Handelsunternehmen ist es schlecht bestellt. Die Rekordzahlen bei den Insolvenzen, viele Schließungen sowie die steigenden Arbeitslosenzahlen im Handel sprechen hier eine klare Sprache.
Insgesamt konnte der österreichische Einzelhandel - wie die Analysen auf Basis der Daten der Statistik Austria zeigen – die Umsätze nominell um 2,0 % steigern. Da aber der Preisauftrieb im Handel mit +1,6 % abermals deutlich schwächer ausfiel als die allgemeine Inflationsrate und der Handel somit inflationsdämpfend wirkte, bedeutet das preisbereinigt bzw. real ein Konjunkturwachstum um magere 0,4 %.
Die angespannte wirtschaftliche Lage wirkt sich weiterhin auch belastend auf den österreichischen Buchmarkt aus. Steigende Kosten bei gleichzeitig zurückhaltendem Konsum setzen Handel und Verlage unter erheblichen Druck. Während der Umsatz am Gesamtmarkt mit 0,1 % stabil bleibt, ist im stationären Buchhandel ein Rückgang von 1,4 % zu verzeichnen. Auch die Absatzentwicklung fällt negativ aus und am Gesamtmarkt sank der Absatz um 2,3 %, im stationären Handel sogar um 3,9 %. Im Vergleich dazu erzielten unsere Handelsbetriebe einen nominellen Umsatzzuwachs von 3 % und somit liegen wir erfreulicherweise wieder deutlich über dem Branchendurchschnitt in Österreich.
Um die bestehenden Strukturen des Buchmarkts zu sichern, braucht es jetzt gezielte Unterstützung. Die von der Buchhandelsbrache vehement geforderte Senkung der Mehrwertsteuer auf Bücher wäre ein wirksamer Schritt, um die Branche nachhaltig zu stärken. Bücher sind geistige Grundnahrungsmittel. Dass Bücher für viele Menschen ein unverzichtbarer Bestandteil ihres Alltags bleiben, stimmt uns trotz der schwierigen Rahmenbedingungen zuversichtlich.
1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
Insgesamt betrachtet ist das Anlagevermögen (Pos. A der Bilanz) gegenüber dem Vorjahr um € 976,000,- auf € 19.865.000,-- (+ 5,1 %) gestiegen, wobei dieser beachtliche Zuwachs vorrangig auf die Sachanlagen (Pos. II des Anlagevermögens) zurückzuführen ist, die sich um € 1.023,000,— auf insgesamt € 13.740.000,- (+ 8 %) erhöhten. Dieser Anstieg ist primär bei der Position „Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau” (Pos. Il/5 des Anlagevermögens) eingetreten, die die von uns getätigten Teilzahlungen in der Höhe von insgesamt € 1.723,000 - für den Ausbau des Dachbodens und der Errichtung von 2 Liftanlagen für unsere beiden Häuser in Innsbruck, Maximilianstraße 9 und 11, beinhaltet. Die damit verbundenen Investitionskosten werden sich in Summe auf etwa € 2.400.000,- belaufen und umfassen neben dem Dachbodenausbau auch einen außenliegenden Laubengang an der Südseite des Hauses Maximilianstraße 9 samt neuen Eingangstüren, um künftig die bestehenden Wohneinheiten direkt mit dem Lift erreichen zu können. Ferner die Neufärbelung der Rückwände beider Häuser samt einer Reserve für Unvorhersehbares in der Höhe von € 100.000,-.
Im Berichtsjahr erteilten wir auch den Auftrag, den nördlichen Parkplatz unseres Grundstückes in der Exlgasse zu überdachen und eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 219 Kilowattpeak zu errichten. Die bis zum Bilanzstichtag getätigten Teilzahlungen belaufen sich insgesamt auf ca. € 570.000,--. Die Überdachung führt zu einer Aufwertung der Parkplätze und so haben wir mit unserer Mieterin der gegenständlichen Parkfläche, der Firma MED-EL, vereinbart, dass sich nach Fertigstellung dieses Bauvorhabens die Miete pro Parkplatz erhöht, womit wir aus diesem Titel jährliche Mehreinnahmen in der Höhe von etwa € 11.000,- netto erzielen werden, wobei die Investition natürlich hauptsächlich durch die Nutzung und den Verkauf des erzeugten elektrischen Stroms refinanziert wird. Beide Projekte konnten im 1. Quartal 2026 abgeschlossen werden.
Zu berichten ist auch über den Ankauf des Nachbarlokales unserer Filiale in Fulpmes. Der Eigentümer des Geschäftes ist an uns herangetreten, um sein Geschäft im Ausmaß von 84 m2 an uns zu verkaufen. Gleichzeitig mietet er das Lokal für den Friseurbetrieb seiner Frau noch einige Jahre, danach können wir es anderweitig vermieten oder ohne großen Aufwand mit unserem bestehenden Lokal verbinden. Im Berichtsjahr haben wir uns dazu entschlossen, dieses Geschäftslokal zu einem Kaufpreis von € 165.000,-– zzgl. MwSt. zu erwerben, wobei sich diese Investition auch in der Unterposition „Grundwert Geschäftsgebäude“ mit einem Zuwachs von € 35.000,-- niederschlägt. Im Gegenzug weist die Unterposition „Betriebsgebäude auf eigenem Grund“ insgesamt einen Rückgang von € 170.000,- aus, weil die laufenden Abschreibungen höher als die getätigten Investitionen waren.
Zum Abschluss ist noch eine weitere Investition zu erwähnen. Wir haben ein Facelifting samt detaillierter Neustrukturierung des Warenangebotes unserer Filiale in Wörgl vorgenommen. Die Adaptierungsarbeiten an der Geschäftseinrichtung wurden Mitte Mai 2025 abgeschlossen und die Kosten betrugen ca. € 140.000,--. Mit dieser Maßnahme wollen wir unseren Kunden zusätzliche attraktive Produkte anbieten mit dem Ziel, unseren Gesamtumsatz auszuweiten. Dies haben wir erfreulicherweise auch erreicht und erzielten bereits im Berichtsjahr eine Umsatzsteigerung von über € 35.000,-- oder 6,7 %.
Gleichzeitig weisen die Immateriellen Vermögensgegenstände (Pos. I des Anlagevermögens) einen Rückgang um € 53.000,- auf. Diese Position beinhaltet unter anderem den Firmenwert, den wir für die Übernahme der 3 Buchhandlungen in Vorarlberg im Jahre 2022 bezahlt haben. Der Firmenwert wird auf 10 Jahre abgeschrieben. Neuzugängen von € 15.000,- stehen Abschreibungen von € 69.000,-- im Berichtsjahr gegenüber, was den Rückgang erklärt.
Im Berichtsjahr haben wir ohne Berücksichtigung der Finanzanlagen und der geringwertigen Wirtschaftsgüter (GWG) insgesamt € 1.603.000,- an Investitionen getätigt. Dem stehen Abschreibungen in der Höhe von € 632.000,-- gegenüber. Was bedeutet, dass unsere Investitionen um € 971.000,- über den Abschreibungen lagen, woraus sich im Bereich der Sachanlagen sowie der immateriellen Vermögensgegenstände eine Reinvestitionsquote von 253 % ergibt.
Die Finanzanlagen (Pos. Ill des Anlagevermögens) weisen kaum eine Veränderung auf und belaufen sich insgesamt auf € 5.756.000,-- (+ 0,1 %).
Nunmehr kommen wir zum Umlaufvermögen (Pos. B der Bilanz), das um € 125.000,-- auf insgesamt € 14.373.000,— oder – 0,8 % gesunken ist, wobei sich die einzelnen Unterpositionen durchaus unterschiedlich entwickelt haben. Die Position Summe der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (Pos. B/II des Umlaufvermögens) hat sich deutlich um € 281.000,-- auf € 1.221.000,–- (-+ 29,9 %) erhöht, vorrangig wegen des Anstieges der Unterposition „KESt. und KÖSt. (anrechenbar)“ um über € 260.000,-, weil die KÖSt-Vorauszahlung für 2025, basierend auf dem sehr guten Ergebnis des Jahres 2023, deutlich zu hoch festgesetzt war.
Zu erwähnen sind noch die Handelswarenvorräte zu Einkaufswert, die um ca. € 180.000,- zurückgegangen sind und sich insgesamt auf € 5.594.000,– (- 3,1 %) belaufen. Noch deutlicher sind die Vorräte zu Bilanzwerten gesunken, nämlich um annähernd € 200.000,- auf € 2.974.000,-- (- 6,1 %).
Trotz des beachtlichen Investitionsvolumens weist die Position Kassen- und Bankguthaben (Pos. IV des Umlaufvermögens) einen moderaten Rückgang um € 211.000,- auf insgesamt € 10.177.000,– (- 2 %) auf.
Nunmehr kommen wir zur Passivseite der Bilanz:
Auch heuer konnten der im Jahre 2000 gebildeten Strukturrücklage weitere Mittel im Ausmaß von € 620.000,- zugeführt werden, mithin haben sich die Gewinnrücklagen auf € 21.227.000 - (+ 2,9 %) erhöht, was zu einer weiteren Stärkung unserer Eigenkapitalstruktur führt. Insgesamt hat das Eigenkapital (Pos. A der Bilanz) eine Erhöhung um € 594.000,- auf € 22.404.000,- (+ 2,7 %) erfahren.
Noch ein Wort zu den Rückstellungen (Pos. B der Passiva), die insgesamt einen Rückgang um € 108,000 - auf € 3.702.000,– (- 2,8 %) aufweisen. Gemäß finanzmathematischer Berechnung haben sich die Rückstellungen für Abfertigungen (Pos. B/1) - bedingt durch die Altersstruktur und langjährige Betriebszugehörigkeit unserer Mitarbeiter - und die Rückstellungen für Pensionen (Pos. B/2) insgesamt um etwa € 80.000,– reduziert. Alle anderen Unterpositionen weisen kaum Veränderungen aus.
Die Verbindlichkeiten (Pos. C) sind um € 415.000,– auf insgesamt € 8.190.000,-- (+ 5,3 %) angewachsen und dies erklärt sich wie folgt:
Die Sonstigen Darlehen von Dritten (Pos. C/2), das sind die Darlehenseinlagen von Mitarbeitern und Freunden des Hauses, und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Pos. C/6), die im Wesentlichen die Darlehenseinlagen bei unserer Organgesellschaft Logos Gesellschaft m.b.H. beinhalten, erhöhten sich insgesamt um € 175.000,-.
Gleichzeitig sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Pos. C/4) um € 100,000 - auf € 1.574.000, -- (- 5,9 %) gesunken. Im Vergleich dazu weisen aber die Sonstigen Verbindlichkeiten (Pos. C/8) einen Zuwachs um € 339.000,- auf € 2.920.000,- (+ 13,1 %) aus, weil auch im Berichtsjahr weniger Tyrolia-Gutscheine eingelöst als verkauft wurden und sich somit die Unterposition „Verrechnungskonto Eigene Gutscheine“ um € 111.000,- erhöhte. Auch die Unterposition „Finanzamt Zahllast“ ist um € 78.000,- angewachsen, weil speziell die Umsätze im November und Dezember des Berichtsjahres deutlich höher als im Vorjahr waren und dadurch auch die abzuführende Umsatzsteuer entsprechend angestiegen ist. Im Vergleich zum Vorjahr ist auch die Unterposition „sonstige Verbindlichkeiten“ unter anderem wegen der gestiegenen Verbindlichkeiten aus Abfertigungszahlungen gestiegen. Ferner weist auch die Position „Verrechnungskonto öffentliche Abgaben“ eine Zunahme um annähernd
€ 22.000 -- auf, denn der Schulbuch-Staatsrabatt erhöhte sich aufgrund der erzielten Umsatzzuwächse.
Im Geschäftsjahr 2024 hat unser Buchverlag einen Druckkostenzuschuss für ein Auftragswerk in der Höhe von € 60.000,-- erhalten, das im Berichtsjahr erschienen ist und somit weist die Position Rechnungsabgrenzungsposten (Pos. D der Bilanz) keinen Betrag mehr aus.
Die Bilanzsumme des Unternehmens ist um € 840.000,-- auf € 34.297.000,- (+ 2,5 %) gestiegen.
Ein Blick noch auf die wichtigsten Kennzahlen, die die Entwicklung unseres Unternehmens widerspiegeln:
Die Eigenmittelquote gemäß § 23 URG beträgt 65,3% gegenüber 65,2 % im Vorjahr und liegt damit deutlich über dem österreichischen Durchschnittswert. Die Effektivverschuldung gemäß § 24 URG ist von € 1.198.000,- auf € 1.716.000,-- und die Fiktive Schuldentilgungsdauer von 1,0 auf 1,3 Jahre angestiegen. Die Ursache für den Anstieg der Effektiverschuldung liegt darin, dass zum Stichtag die Verbindlichkeiten einschließlich Rückstellungen um € 308.000,- gestiegen sind, während der Stand der liquiden Mittel um € 211.000,- zurückging. Die Verlängerung der fiktiven Schuldentilgungsdauer wurde durch die Erhöhung des Mittelüberschusses isd § 24 URG gegenüber dem Vorjahr um € 87.000,-- abgemildert. Die Eigenkapitalrentabilität wurde mit 4,7 % (Vorjahr 5,3 %) errechnet. Grund für den Rückgang ist im Wesentlichen ein um fast € 664.000,-- höheres Eigenkapital als im Vorjahr.
Nunmehr kommen wir zur Gewinn- und Verlustrechnung:
Die betrieblichen Erträge (Pos. 1 bis 4 der Gewinn- und Verlustrechnung), also die Umsatzerlöse und die Sonstigen betrieblichen Erträge, verzeichnen einen deutlichen Zuwachs um € 629.000,- auf € 34.384.000,-- (+ 1,8 %), was vorrangig auf den erfreulichen Anstieg der Handelswarenerlöse um über € 850.000,– auf insgesamt € 32.274.000,– (+ 2,7 %) zurückzuführen ist.
Die Umsatzerlöse (Pos. 1 der Gewinn- und Verlustrechnung) umfassen auch die Positionen „Miet- und Pachterträge“, die primär wegen der damit verbundenen Indexierung um € 45.000,- auf € 1.309.000,-- (+ 3,6 %) angewachsen sind. Ferner sind wir stets bemüht, Kooperationen mit wichtigen Lieferanten vorzunehmen und im Gegenzug entsprechende Werbekostenzuschüsse zu erhalten und somit erhöhte sich die Unterposition „weiterverrechnete Werbungskosten“ um etwa € 4.000,- auf insgesamt € 183.000,-.
Die Sonstigen betrieblichen Erträge (Pos. 4. der Gewinn- und Verlustrechnung) belaufen sich auf € 291.000,--, das ist ein deutliches Minus von € 236.000,- oder -44,8 %. Diese Verminderung ist primär auf die Position „aus dem Abgang vom und der Zuschreibung zum Anlagevermögen“ mit einem Rückgang von € 247.000,– zurückzuführen, weil wir im Zuge des Verkaufes unseres Grundstückes in Innsbruck, Lieberstraße 2-4, mit den neuen Eigentümern eine Nachbesserungsklausel in das Vertragswerk wie folgt aufgenommen hatten: Für den Fall, dass es der Käuferseite möglich sein sollte, einen rechtskräftigen Baubescheid zur Erhöhung der Nettonutzfläche zu erwirken, hat sich die Käuferseite verpflichtet, einen wertgesicherten Zuschlag zum vereinbarten Kaufpreis in der oben ausgewiesenen Höhe im Geschäftsjahr 2024 zu bezahlen.
Im Geschäftsjahr 2024 haben wir für ein Verlagswerk einen Druckkostenzuschuss in der Höhe von € 60.000,-- erhalten und in Folge erhöhte sich im Berichtsjahr die Unterposition „sonstige betriebliche Erträge“ entsprechend. Im gleichen Jahr bekamen wir vom Bund auch eine Teuerungsabgeltung für unser Schulbuchgeschäft in der Höhe von € 22.000,-. Diese Zahlungen fehlen im Berichtsjahr und somit ist auch dieser Rückgang bei der Unterposition „übrige betriebliche Erträge” zu erklären. Im Summe weist die Position „übrige“ (Pos. 4c der Gewinn- und Verlustrechnung) kaum eine Veränderung aus. Die Verlagsförderungen sind im Lagebericht anzuführen und wir verweisen somit auf die nachfolgende Tabelle:
| Buchprojekt | Subventionsgeber | Betrag |
|---|---|---|
| Verlagsförderung Kinder- und Jugendbuchprogramm | Bundesministerium WKKMS | 101.400,00 |
| Stagl, Wenn der Wind | Stadt Wien | 2.000,00 |
| Kapferer, Radio | Zukunftsfonds | 2.000,00 |
| Leokardia Justman, Brechen wir aus | Land Tirol, Abteilung Kultur | 5.700,00 |
| Leokardia Justman, Brechen wir aus | Zukunftsfonds | 2.500,00 |
| Weger, Bergweihnacht | Land Tirol, Abteilung Kultur | 2.700,00 |
| Raubaum, Komm ich trag dich ein Stück | Stadt Wien | 500,00 |
| Laibl, Ganz schön schleimig | Stadt Wien | 500,00 |
| Prock, Burgen und Schlösser | Land Tirol, Abteilung Kultur | 2.000,00 |
| Span, Der Himmel über Tirol | Land Tirol, Abteilung Kultur | 3.500,00 |
| Tiroler Heimatblätter | Bundesministerium WKKMS | 1.000,00 |
| Tiroler Heimatblätter | Stadt Innsbruck | 1.000,00 |
| Tiroler Heimatblätter | Land Tirol, Abteilung Kultur | 5.720,00 |
Nunmehr kommen wir zum Materialaufwand (Pos. 5 der Gewinn- und Verlustrechnung), der sich im Berichtsjahr in Folge der erfreulichen Umsatzentwicklung um € 690.000,– auf € 20.690,000,- (+ 3,4 %) erhöhte. Die Handelswarenerlöse weisen ein Plus von € 850.000,-- auf und damit ist der Anstieg der Handelswareneinkäufe um über € 540.000,-- (+ 2,7 %) erklärbar. Wie wir schon im Vorjahr berichteten, haben wir das Mietverhältnis im Nachbarhaus
unserer Hautbuchhandlung (Heldräume) im Jahr 2024 beendet und dies ist der Hauptgrund für den Rückgang unserer Stromkosten um über € 25.000,-. Spürbar günstigere Tarife haben auch die Gaskosten um € 18.000,-- sinken lassen.
Aufgrund der getätigten Investitionen sind die Abschreibungen inklusive GWG’s (Pos. 7 der Gewinn- und Verlustrechnung) auf € 640.000,— gestiegen, das ist ein Plus von € 29.000,– oder + 4,7 %.
Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Pos. 8 der Gewinn- und Verlustrechnung) reduzierten sich erfreulicherweise ganz deutlich um € 329.000,- auf insgesamt € 2.860.000,- (- 10,3 %), wobei der größte Rückgang bei der Position „Instandhaltungen durch Dritte“ mit einem Betrag von annähernd € 270.000,-- zu verzeichnen ist, weil wir im Vergleich zum Vorjahr weniger Sanierungsmaßnahmen in unseren Immobilien durchführten. Da wir unsere EDV- Programme nicht mehr ankaufen können, sondern hiefür Lizenzgebühren bezahlt werden müssen, erhöhte sich die Unterposition „Anlagenmieten und Leasingaufwand” um € 22.000,--. Glücklicherweise waren die Versicherungsschäden im Berichtsjahr deutlich geringer als im Vorjahr. Somit weist die Position „Aufwand Versicherungsfälle” ein Minus von € 34.000,-- aus, gleichzeitig sind aber auch die „Sonstigen Versicherungsvergütungen” um € 36.000,– gesunken.
Gerade im Lichte der angespannten geopolitischen Weltlage und der anhaltenden Rezession dürfen wir mit dem erzielten Betriebserfolg (Pos. 9 der Gewinn- und Verlustrechnung) sehr zufrieden sein, der sich im Vergleich zum Vorjahr um € 62.000,-- auf erfreuliche € 848.000,-- (+ 7,9 %) erhöhte. Für das neuerlich sehr gute Ergebnis ist entscheidend, dass sich der Umsatz beachtlich erhöhte, die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen insgesamt betrachtet rückläufig entwickelten sowie der Personalaufwand einen überschaubaren Zuwachs aufweist.
Höhere Dividendenzahlungen führten zu einer Verbesserung bei der Position Erträge aus Beteiligungen (Pos. 10 der Gewinn- und Verlustrechnung) um über € 41.000,--.
Nunmehr kommen wir zur Position Zins- und Wertpapiererträge (Pos. 11 der Gewinn- und Verlustrechnung), die wegen der geringeren Habenzinsen bei unseren Banken insgesamt um € 83.000,- auf € 161.000,-- (- 34 %) gesunken sind. Im Vergleich dazu haben sich die Zinsaufwendungen (Pos. 15 der Gewinn- und Verlustrechnung) um € 14.000,-- auf € 40.000,-- (- 26 %) reduziert, weil wir unseren Zinssatz für die Darlehenseinlagen entsprechend angepasst haben. Somit errechnet sich ein positiver Finanzerfolg (Pos. 16 der Gewinn- und Verlustrechnung) von € 180.000,--, das ist ein Minus von € 172.000,- oder – 48,8 %.
All diese Faktoren haben dazu beigetragen, dass sich das Ergebnis vor Steuern (Pos. 17 der Gewinn- und Verlustrechnung) überschaubar um € 110.000,- auf € 1.029.000,- (- 9,6 %) reduzierte. Aufgrund der geleisteten Steuervorauszahlungen für das Jahr 2024 und der Anderung bei den Latenten Steuern hat sich die Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Pos. 18 der Gewinn- und Verlustrechnung) um annähernd € 50.000,- auf insgesamt € 293.000,– (+ 19,6 %) erhöht.
Mithin errechnet sich ein Ergebnis nach Steuern (Pos. 19 der Gewinn- und Verlustrechnung) von € 736.000,– (- 17,7 %). Unter Mitberücksichtigung der „Auflösung der Gewinnrücklagen“ (Pos. 24 der Gewinn- und Verlustrechnung) sowie der „Zuweisung zu den Gewinnrücklagen“ (Pos. 26 der Gewinn- und Verlustrechnung) errechnet sich das Ergebnis des Geschäftsjahres (Pos. 27 der Gewinn- und Verlustrechnung) von €125.000,--, das nach Hinzurechnung des Gewinnvortrages aus dem Vorjahr zu einem Bilanzgewinn (Pos. 29 der Gewinn- und Verlustrechnung) von € 160.000,-- führt, das ist ein leichtes Minus von € 18.000,-- (- 10,3 %).
2. Personalwesen
Der Gesamtpersonalaufwand (Pos. 6 der Gewinn- und Verlustrechnung) hat sich um € 176.000,-- auf insgesamt € 9.343.000,– (+ 1,9 %) erhöht. Für diese moderate Steigerung zeichnet primär die Kollektivvertragserhöhung im Jahr 2025 mit einem Plus von durchschnittlich 3,3 % (2024: 8,5 %) verantwortlich. Gleichzeitig haben sich auch die Aufwendungen für Abfertigungen und Jubiläumsgelder ergebniswirksam um insgesamt € 30.000,- vermindert. Allgemein ist hiezu noch anzumerken, dass die Basis für diese beiden Aufwandspositionen die Altersstruktur und die Dauer der Betriebszugehörigkeit unserer Mitarbeiter bildet und somit unsererseits nicht zu beeinflussen ist. Auch die Aufwendungen für Altersversorgung haben sich durch den Rückgang der versicherungsmathematisch berechneten Pensionsrückstellung um € 27.000,-- reduziert.
Zum Bilanzstichtag hat sich der Personalstand ohne Aushiffen gegenüber dem Vorjahr um 3 Personen auf insgesamt 203 Mitarbeiter:innen erhöht. Innerhalb der einzelnen Kategorien zeigt sich bei den Vollangestellten eine Erhöhung um 1 Person, die Zahl der Teilzeitkräfte - umfasst Angestellte und Arbeiter - stieg insgesamt um 3 Mitarbeiter. Wir sind stets bemüht, Lehrlinge aufzunehmen, so hatten wir im Berichtsjahr insgesamt 7 Lehrlinge in Ausbildung, somit einen weniger als im Vorjahr. Insgesamt stehen 40 Eintritten 34 Austritte gegenüber.
Die Firmenleitung dankt bei dieser Gelegenheit allen Mitarbeiter:innen für ihren Einsatz und ihre Identifikation mit dem Unternehmen, aber auch den Belegschaftsvertretern für ihre Bereitschaft, Mitverantwortung zu übernehmen und bei allen Aktivitäten für die Belange der Mitarbeiterschaft stets um Augenmaß bemüht zu sein.
3. Risikobericht
Um den gesetzlichen Formvorschriften zu entsprechen, ist im Lagebericht noch anzuführen:
• Neben den allgemeinen Risiken eines Wirtschaftsunternehmens und den hinlänglich bekannten strukturellen Veränderungen in der Buchhandelsbranche bestehen für unser Unternehmen keine außerordentlichen Risiken und Ungewissheiten und somit entfällt eine weitere Beschreibung. Die mit dem Ukraine-Krieg und der unsicheren geopolitischen Weltlage (Krieg im Nahen Osten und Spannungen zwischen USA und Europa) verbundenen politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen sind für unser Unternehmen derzeit nicht vorhersehbar und somit ist in unruhigen Zeiten eine solide Geschäftspolitik besonders wichtig, gleichzeitig verweisen wir auf unsere Ausführungen im gegenständlichen lagebericht. • Da wir ein Handelsunternehmen sind, findet keine Forschung und Entwicklung statt.
4. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung
Nach den Rezessionsjahren 2023 und 2024 hätte sich die heimische Volkswirtschaft wieder langsam erholen sollen. Der Krieg der USA gemeinsam mit Israel im Iran und die dadurch stark gestiegenen Öl- und Gaspreise trüben die Aussichten aber stark ein. Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) und Institut für Höhere Studien (IHS) mussten daher ihre Wachstumsprognosen für Österreich senken. Demnach soll die heimische Wirtschaft heuer nur noch um maximal 0,9 % wachsen. Je nach Dauer des Krieges und der Beschädigung der Öl-Infrastruktur im Nahen Osten könnte Österreichs Wirtschaft aber noch stärker belastet werden.
Die Inflationsrate dürfte zwar weiter zurückgehen, allerdings langsamer als gedacht. Konkret soll die Teuerungsrate heuer bis zu 2,9 % betragen und 2027 auf etwa 2,4 % sinken. Die Europäische Zentralbank strebt eine Teuerungsrate von 2 % an, die als optimal für die Wirtschaft gilt.
Unsicherheiten bleiben bestehen und somit ist die Stimmung bei den Unternehmen noch wenig optimistisch. Auch der Kostendruck in allen Bereichen, der sich auf die Ertragssituation auswirkt, ist weiter spürbar. Die Rentabilität der Handelsbetriebe bleibt somit ein Sorgenkind. Damit der österreichische Handel wieder positiv in die Zukunft schauen kann, gibt es eine
Reihe von Dauerbrennern, die umzusetzen wären. Dazu zählen eine spürbare Entlastung bei den Lohnnebenkosten und die Reduktion von Bürokratie sowie ein Fokus auf Aus- und Weiterbildung, um den Fachkräftemangel einzudämmen.
Zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung stellt sich die aktuelle Situation bei Tyrolia wie folgt dar: Unter Mitberücksichtigung der wahrlich wenig zufriedenstellenden Wirtschaftslage haben unsere Handelsbetriebe bis Ende April 2026 einen spürbaren Umsatzrückgang ohne Schulbuch von € 200,000,- (- 2,9 %) hinnehmen müssen. Sinngemäß gilt dies auch für unseren Buchverlag und dieser weist bis zum gleichen Stichtag ebenfalls ein Umsatzminus ohne Schulbuch von € 20.000,- oder – 4,8 % aus. Sofern sich die Weltlage in den nächsten Wochen wieder beruhigt, hoffen wir im 2. Halbjahr ein kleines Umsatzplus erzielen zu können, um das aktuelle Umsatzminus zu kompensieren.
Wie sich aber die weltweiten Krisenfelder weiterentwickeln und welche negativen Auswirkungen damit noch auf uns zukommen, kann aktuell kaum vorausgesagt werden. Somit ist eine seriöse Umsatzprognose für das laufende Gesamtjahr kaum vorzunehmen. Für die Erstellung des Jahresbudgets 2026 ist aber das zu erzielende Umsatzvolumen von entscheidender Bedeutung. Auf Basis der deutlich gesunkenen Umsätze in den ersten 4 Monaten des heurigen Jahres hoffen wir aber, dass die Kauflaune im 2. Halbjahr wieder anzieht, um die steigenden Aufwendungen auch erwirtschaften zu können. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen gehen wir davon aus, am Ende des Jahres wieder ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen zu können. So bleiben wir zuversichtlich, diese außerordentliche Zeiten erfolgreich meistern zu können.
Innsbruck, am 12. Mai 2026
VERLAGSANSTALT TYROLIA Gesellschaft m.þ.H.
May hiena
Ergänzender Geschäftsbericht:
So wie in den Vorjahren haben wir die Detailinformationen über unsere Handelsbetriebe und unseren Buchverlag aus dem Lagebericht herausgenommen und zur Information unserer Gesellschafter als Ergänzung zum Lagebericht beigefügt und dürfen nunmehr wie folgt berichten.
Ein kurzer Rückblick auf die Umsatzentwicklung unserer Handelsbetriebe:
Gesplittet nach Betriebszweigen und Sparten belaufen sich die Umsatzerlöse incl. Leistungsbeiträge unseres Buchverlages auf € 2.305.000,--, das entspricht einem Plus von € 86.000,-- (+ 3,9 %). Wenn wir unsere Handelsbetriebe mit dem Einzelhandel in Österreich vergleichen, dürfen wir mit unserer Umsatzentwicklung im Berichtsjahr durchaus zufrieden sein, die insgesamt ein Umsatzvolumen incl. Schulbuch von € 29.925.000,-- erreichten, das ist ein deutliches Plus von € 874.000,– oder + 3 %. Gesplittet nach Sparten verzeichneten wir im Buch einen leichten Rückgang von € 18.000,- (- 0,1 %), im Nonbook, also die Sparten Papier- und Schreibwaren sowie Geschenkartikel, erzielten wir ein Plus von € 379.000,-- (+ 6,1 %) und der Schulbuchumsatz konnte ganz beachtlich um € 512.000,- (+ 8,2 %) zulegen.
Unsere Hauptbuchhandlung erreichte im Berichtsjahr ein Umsatzvolumen von € 8.613.000,- (+3 %), wobei sich vor allem der Barumsatz um über € 170.000,- und der Kreditumsatz um € 80.000,- erhöhte. Unser Internet-Handel wird über unsere Hautbuchhandlung abgewickelt und im Berichtsjahr erzielten wir einen Online-Umsatz von € 1.500,000,--, das ist neuerlich ein erfreuliches Plus von € 60.000,-- oder 4,4 %.
Unter Berücksichtigung des strukturellen Wandels in der Buchhandelsbranche dürfen wir mit der Gesamtentwicklung unserer Filialbetriebe im Berichtsjahr durchaus zufrieden sein, die insgesamt ein Umsatzvolumen von € 17.473.000,— erreichten, das ist ein deutliches Plus von über € 472.000,— oder + 2,7 %. Gesplittet nach Sparten verzeichneten wir im Buch de facto den gleichen Umsatz wie im Jahr 2024 und zwar ein Umsatzvolumen von € 8.475.000,-- (- 0,1 %), im Nonbook erzielten wir ein Plus von € 221.000,-- (+ 4,8 %) und der Schulbuchumsatz konnte ebenfalls um über € 260.000,-- (+ 6,7 %) ausgeweitet werden.
Ein Blick noch auf unsere Rupertus Buchhandlung in Salzburg, die im Berichtsjahr den Gesamtumsatz um € 144.000 (+ 3,9 %) ausweiten konnte, wobei dies vorrangig durch die Übernahme weiterer Schulen möglich wurde mit dem Ergebnis, dass sich der Schulbuchumsatz um € 145.000,- (+ 12,2 %) erhöhte.
Unser Buchverlag hat im Berichtsjahr unsere Erwartungen zwar umsatzmäßig, aber nicht ergebnismäßig erfüllt und wir konnten in dem für uns wichtigsten Bereich, der Herausgabe von Tyrolia-Werken, eine kleine Umsatzausweitung von € 32.000,-- oder + 2 % und in der Sparte Schulbuch ein spürbares Plus von € 65.000,- (+ 16,2 %) erzielen.
Ergänzend noch einige Informationen zum Buchverlag:
Im Berichtsjahr hat unser Buchverlag insgesamt 45 (2024: 52) Buch-Novitäten herausgebracht, also um 7 weniger als im letzten Jahr, dazu 3 Wandkalender, 1 Kommissionwerk, 1 Heft „Tiroler Heimatblätter”, 3 Sonderausgaben, 1 Kartenbox, 5 Religionsschulbücher, 1 digitales Handbuch sowie 9 Stecher-Billets. Mit den 25 (2022: 27) Nachauflagen waren das in Summe 95 Produktionen, aber die 9 Stecher-Billets sind natürlich separat zu betrachten. Ohne Billets, Schulbuch und Neuauflagen kommen wir für 2025 auf 55 Novitäten gegenüber 62 im Jahr zuvor.
Der absatzstärkste Titel war im vergangenen Jahr – nach dem „Alpenvereinsjahrbuch“ und dem „Reimmichl-Kalender“ – mit 3.749 verkauften Exemplaren das Reisebuch „Zwei Frauen, zwei Räder, ein Zelt”, in dem Tanja Willers von der Radreise berichtet, welche sie zusammen mit ihrer Partnerin Johanna Hochedlinger von Kapstadt quer durch ganz Afrika, die arabische Halbinsel, den Iran, die Türkei und den Balkan nach Wien geführt hat. Heuer wird ein zweiter Reisebericht der beiden erscheinen, eine Reise durch den Kaukasus, und aktuell sind sie schon wieder mit dem Rad unterwegs, nämlich Richtung Osten, von Wien nach China.
Ganz knapp dahinter folgt mit 3.726 verkauften Exemplaren das Kochbuch „Knödelzeit ist Glückszeit", das wie zwei Jahre vorher das erfolgreiche „Keksezeit ist Glückzeit” von rund 30 Tiroler Bäuerinnen gemeinsam verfasst wurde.
3.214 mal konnten wir das neue Buch „HerzWerk“ unseres treuen Autors David Steindl-Rast verkaufen. Freude finden mit Rilkes „Sonette an Orpheus“ erschien passend zum 150. Geburtstag und zum 100. Todestag von Rilke.
Ein ganz außerordentliches Buch war im letzten Jahr die Geschichte „Brechen wir aus“ der Leokadia Justman, einer polnischen Jüdin, welche die Verfolgung mit Inhaftierung in der Nazi- Zeit in Tirol überlebt hat. Zum Buch gab es eine große Präsentation sowie eine Ausstellung im Landhaus, so dass das vom Jesuiten Dominik Markl und dem Historiker Niko Hofinger mit einem ganzen Team herausgegebenen Buch 3.177 mal verkauft werden konnte.
Von langer Hand vorbereitet und schließlich in Windeseile umgesetzt haben wir das umfangreiche „Große Buch der Päpste“ des Südtiroler Kirchenhistorikers Josef Gelmi. Wir wussten, dass so ein Buch dann einen Markt hat, wenn ein neuer Papst gewählt wird, entsprechend ist es wenige Wochen nach der Wahl von Papst Leo XIV. erschienen und ging bis zum Jahreswechsel 2.751 mal über den Verkaufstisch.
Das erfolgreichste Kinderbuch des Jahres 2025 war das Pappbilderbuch „Weil es dich gibt“, ein Willkommensbuch für Neugeborene, in dem sich alle möglichen Tiere mit den Eltern über den neuen Erdenbürger freuen, und zwar alles Tiere, die schwarz-weiß sind, denn diese Kontraste – schwarz und weiß – sind das Erste, was ein Kind unterscheiden kann. Bis Ende April haben wir von diesem Buch rund 2.650 Exemplare absetzen können.