Inhaltsverzeichnis
1. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft
Der Markt
Die Stimmung der Kunden ist nicht mehr so positiv wie in den letzten Jahren. Es wird mit einem leicht schrumpfenden Marktumfeld gerechnet. In Österreich wird der Markt für Fensterbänke seit Jahrzehnten bearbeitet, wodurch dieser bereits besetzt ist. Dies bedingt für die kommenden Jahre einen klaren Verdrängungsmarkt. Durch die aktuellen Kreditvergaberichtlinien wird es speziell im Neubau kein Wachstum geben. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.
Tätigkeitsbereich
Die Firma Hirth Gesellschaft m.b.H. ist in Ostösterreich (Oberösterreich, Niederösterreich und Wien) und Südbayern tätig.
Hier werden ausschließlich Firmenkunden mit Fensterbanksystemen für Innen und Außen aus den Materialien Granit, Gussmarmor, Holz und Aluminium betreut und mittels eigenen Fuhrparks beliefert.
Ein weiterer Geschäftsbereich ist der Handel mit Keramik Platten für Terrassen, sowie deren Planung und Verlegung mit einer eigenen Montagetruppe.
Geschäftsentwicklung
Durch eine sehr breit aufgestellte Kundenstruktur (verschiedene Branchen und Potential) treffen Konjunkturschwankungen nicht sofort, sondern mit einer Verzögerung die Firma Hirth Gesellschaft m.b.H.. Dadurch besteht die Möglichkeit Maßnahmen zu treffen und so eine Dämpfung dieser Schwankungen zu erreichen.
Der Umsatz der Hirth Gesellschaft m.b.H. ist nach dem leichten Minus im Vorjahr wieder deutlich gewachsen (+11,2%, VJ: -5,3%). welches aufgrund des Marktes und Informationen aus der Branche, als sehr erfolgreich zu bewerten ist.
Generell kann man sagen, dass sich die Firma Hirth Gesellschaft m.b.H. einen sehr guten Ruf am Markt erarbeitet hat, welcher entscheidend zur positiven Geschäftsentwicklung beiträgt.
Geschäftsjahr 2025
In den einzelnen Produktbereichen sind Verschiebungen zu verzeichnen, welche auf das Kaufverhalten der Kunden zurückzuführen sind.
In Summe hat dies einen Umsatzanstieg von 11,2% (Vorjahr: -5,3%) ergeben. Der Materialaufwand inkl. sonstiger bezogener Leistungen ist um 12,1% gestiegen (Vorjahr: -6,2%) gesunken. Der höhere Rückgang ist auf einen optimierten Materialeinkauf zurückzuführen.
Die Abschreibungen sind leicht angestiegen um 0,7% (Vorjahr: -2,1%). Der Personalaufwand ist leicht auf 1,3% angestiegen (Vorjahr: 5,2%). Die Veränderung 2025 ist aufgrund einer Abfertigungsauszahlung und der damit verbundenen Auflösung der Abfertigungsrückstellung nur bedingt vergleichbar. Dies ist auf kollektivvertraglich und weitere Anpassung der Bezüge zurückzuführen. Neues Personal zu bekommen ist aufgrund des Arbeitskräftemangels schwierig geworden.
Gesamt ergibt sich eine Veränderung des Jahresgewinnes nach Steuern um 24,3% (Vorjahr:-18,65%). Gemessen am Umsatz sind Jahresüberschuss (nach Steuern) verblieben. 2025 11,8% (Vorjahr: 10,5%) an
Die Veränderung des Jahresgewinnes ergibt sich hauptsächlich aus dem Umsatzrückgang bei steigenden Personalkosten und optimiertem Materialeinkauf.
Kennzahlen mit den Änderungen gegenüber dem Vorjahr:
Eigenkapitalquote 93,4% (Vorjahr 91,6%)
Eigenkapitalrentabilität 12,2% (Vorjahr 10,7%)
Gesamtkapitalrentabilität 11,1% (Vorjahr 9,6%)
Umsatzrentabilität 15,3% (Vorjahr 13,6%)
Im Geschäftsjahr 2025 wurde somit ein Jahresüberschuss nach Steuern von TEUR 2.403 (Vorjahr: TEUR 1.933) erwirtschaftet.
2. Forschung und Entwicklung
Ein wichtiger Faktor ist die Entwicklung von verarbeiterfreundlichen und einfachen Fensterbanksystemen, die den aktuellen Richtlinien und aktuellen Stand der Technik widerspiegeln. Dies wird in enger Zusammenarbeit mit der Industrie an unseren Systemen bewerkstelligt.
Zunehmende Verkaufszahlen bei unseren Fensterbanksystemen zeigen uns, dass wir bei der Entwicklung auf einem guten Weg sind und derzeit unseren Mitbewerbern einen Schritt voraus.
3. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026
Der Umsatz für das Geschäftsjahr 2026 wird ca. 5% bis 10% höher erwartet.
Der Bereich Sonderbearbeitungen hat sich durch die Investition in neue Maschinen gut entwickelt. Die Sonderbearbeitungen werden auch in Zukunft, aufgrund der aufwendigeren Bauweisen bzw. Vorschriften, vom Kunden gefordert sein, wodurch in den nächsten Jahren dieser Bereich noch ausgebaut werden soll.
Für das Jahr 2026 sind keine größeren Investitionen geplant.
Österreich: T: +43 (0) 28 47 / 22 53 | F: +43 (0) 28 47 / 24 42
Deutschland: T: +49 (0) 84 41 / 859 09 45 |
Die Gründung der Tochterfirma Hirth Beschichtung GmbH hat sich als Meilenstein entwickelt und als wesentlicher Faktor herausgestellt. Durch die eigene Beschichtung konnte die Lieferfähigkeit verbessert und abgesichert werden.
Für das Jahr 2026 ist die Verschmelzung der Hirth Beschichtung mit Hirth Gesellschaft m.b.H. geplant. Mit dieser Maßnahme schaffen wir die Grundlage um in Zukunft stärker im Bereich Beschichtung und Kantteile zu wachsen. Hier können wir den Kunden volles Service mit Kantteilen, Beschichtung und Logistik bieten.
4. Ereignisse nach Bilanzstichtag
Die Krise in der Ukraine hat aktuell keine direkten Auswirkungen auf die Hirth Gesellschaft m.b.H. Wie sich dadurch die Energiepreise am Markt weiter entwickeln, bleibt abzuwarten. Aktuell bestehen Energieverträge über mehrere Jahre, um Preisschwankungen auszugleichen. Die Auswirkungen den internationalen Zollpolitik werden eher geringe Auswirkungen auf unsere Lieferketten haben.
Einen Unsicherheitsfaktor stellt in der zukünftigen Beschaffung die geplante CO2 Bepreisung von Rohstoffen dar. Hier gibt es einen Austausch mit der Wirtschaftskammer, um dies rechtzeitig planen zu können, da aktuell nicht einmal der genaue Ablauf klar geregelt ist.
Der Geschäftsführer
31.8.2026