Inhaltsverzeichnis
BESTATTUNG WIEN
BESTATTUNG WIEN GmbH
Standards und Richtlinien
Alle Daten und Berechnungsgrundlagen dieses Lageberichtes sind am österreichischen Rechtsrahmen gemäß UGB – Unternehmensgesetzbuch ausgerichtet. Die zahlenmäßige Darstellung erfolgt in Millionen Euro (Mio. EUR). Aufgrund der Darstellung in Mio. EUR kann es zu Rundungsdifferenzen kommen.
Inhaltsverzeichnis
1. Grundlagen des Wiener Stadtwerke Konzerns ............................................................... 3 1.1. Geschäftstätigkeit ...................................................................................................... 3 1.2. Unternehmensstrategie .............................................................................................. 3 1.3. Entwicklung des Umfelds ........................................................................................... 4 1.3.1. Konjunkturelles Umfeld .............................................................................................. 4 1.3.2. Rechtliches Umfeld .................................................................................................... 6 1.3.3. Branchenspezifisches Umfeld .................................................................................... 7 1.4. Mitarbeiter*innen ........................................................................................................ 8 1.5. Compliance .............................................................................................................. 10 1.6. Forschung und Innovation ....................................................................................... 10 2. Wirtschaftsbericht .......................................................................................................... 11 2.1 Geschäftsverlauf ............................................................................................................ 11 2.1.1 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren ...................................................................... 11 2.1.2 GuV (Kurzfassung) .................................................................................................. 12 2.1.3 Bilanz ....................................................................................................................... 15 2.1.4 Investitionen ............................................................................................................. 19 2.1.5 Kapitalflussrechnung ................................................................................................ 20 2.2 Umwelt und Nachhaltigkeit ............................................................................................ 21 3. Risiken und Kontrollen ................................................................................................... 22 3.1 Risikomanagement und Internes Kontrollsystem .......................................................... 22 3.1.1 Risikomanagementsystem ....................................................................................... 22 3.1.2 Internes Kontrollsystem (IKS) .................................................................................. 25 3.1.3 Steuerkontrollsystem (SKS) ..................................................................................... 26 3.2 Erläuterungen der wesentlichen Einzelrisiken ............................................................... 26 3.3 Chancen ........................................................................................................................ 29 4. Ausblick ......................................................................................................................... 29 4.1 Allgemein ....................................................................................................................... 29 4.2 Entwicklung der BESTATTUNG WIEN GmbH .............................................................. 30
1. Grundlagen des Wiener Stadtwerke Konzerns
1.1. Geschäftstätigkeit
Die BESTATTUNG WIEN GmbH ist das größte Bestattungsunternehmen Österreichs und eines der größten Europas. Das Traditionsunternehmen hat seit Bestehen mehr als zwei Millionen Beerdigungen – von Trauerfeiern im engsten Familienkreis bis hin zu großen Staatsbegräbnissen – und weltweite Überführungen organisiert.
Das Unternehmen ist mit den drei Marken (Bestattung Wien, Bestattung PAX und baba – die Bestpreisbestattung) in Wien und Umgebung vertreten und betreibt insgesamt 20 Kund*innenservicestellen. Die Mitarbeiter*innen sind speziell geschult und unterstützen die Kund*innen umfassend bei der Planung und Durchführung einer individuellen und würdigen Trauerfeier. Das Leistungsangebot umfasst die Abholung der Verstorbenen, die vollständige Organisation der Bestattung und Trauerfeier sowie die Beratung zur Bestattungsvorsorge. Auch besondere Formen der Abschiednahme werden angeboten – darunter Natur-, Diamanten-, See- und Meerbestattungen, historische Trauerkutschen, Totenmasken oder Kirchenaufbahrungen.
1.2. Unternehmensstrategie
Die BESTATTUNG WIEN GmbH richtet ihre Arbeit an vier zentralen Grundsätzen aus: Kund*innenorientierung, Digitalisierung, nachhaltiges und wirtschaftliches Arbeiten sowie gute Arbeitsbedingungen für alle Mitarbeiter*innen.
Ein genaues Verständnis der Bedürfnisse der Kund*innen ist die Grundlage, um die beste Betreuung der Kund*innen zu garantieren. Die unterschiedlichen Bedürfnisse der Zielgruppen werden durch eine Mehrmarkenstrategie berücksichtigt, deren Auftritt und Angebot zielgruppengerecht ausgerichtet ist.
Digitale Hilfsmittel werden genutzt, um interne Abläufe einfacher, schneller und verlässlicher zu machen. Gleichzeitig werden digitale Angebote für Kund*innen laufend erweitert und verbessert. Ein Schwerpunkt liegt auf einer zeitgemäßen Darstellung des Unternehmens im Internet um Kund*innen frühzeitig zu erreichen.
Nachhaltige Überlegungen fließen in Entscheidungen und Arbeitsabläufe ein. Gleichzeitig wird auf eine wirtschaftlich solide Entwicklung des Unternehmens geachtet.
Das Wohlbefinden und die Weiterentwicklung der Mitarbeiter*innen haben einen hohen Stellenwert, denn nur zufriedene Mitarbeiter*innen können gutes Service für die Kund*innen liefern. Gute Zusammenarbeit, klare interne Abläufe und offene Kommunikation werden aktiv
unterstützt. Die Sicherung und Weitergabe von Wissen sind wichtige Voraussetzungen für eine stabile und zukunftsfähige Unternehmensentwicklung.
1.3. Entwicklung des Umfelds
1.3.1. Konjunkturelles Umfeld
Die österreichische Konjunktur befindet sich in einem schrittweisen Erholungsprozess, der jedoch deutlich verhaltener ausfällt als in früheren Phasen. Für das Jahr 2025 erwartet die OECD ein moderates Wirtschaftswachstum von 0,3 %, das von der Inlandsnachfrage getragen wird. Im kommenden Jahr soll die Konjunktur mit einem BIP-Wachstum von 0,9 % etwas an Fahrt gewinnen. Laut OECD sind hierfür ein Anstieg des privaten Konsums, höhere Investitionen und eine leichte Exportbelebung verantwortlich. Die rückläufige Inflation unterstützt den privaten Konsum, während gesunkene Zinsen und ein erhöhter Kapitalersatzbedarf die Investitionen anregen dürften.
Strukturelle Herausforderungen – wie der zunehmende Protektionismus, der Verlust an preislicher Wettbewerbsfähigkeit, die gestiegene chinesische Konkurrenz und die Schwäche der deutschen Industrie – schaffen jedoch ein ungünstiges Umfeld für die österreichische Exportwirtschaft. Außerdem dürfte der Welthandel an Schwung verlieren, wodurch sich die Wahrscheinlichkeit einer kräftigen Exporterholung weiter verringert.1
Die Inflation wird zu Jahresbeginn 2026 durch den Wegfall des Basiseffekts aus dem Energiepreisanstieg des Vorjahres um bis zu einem Prozentpunkt zurückgehen. Dennoch wird sie auch im Jahr 2026 über dem EZB-Ziel sowie dem Durchschnitt des Euroraums liegen (WIFO: 2,6 %, IHS: 2,5 %).2
2025 wird voraussichtlich das dritte Jahr in Folge mit rückläufigen Warenexporten sein. In den ersten drei Quartalen dieses Jahres sind die Warenausfuhren insgesamt um 2,2 % gesunken. Besonders stark fielen die Rückgänge bei Straßenfahrzeugen (-9,0 %) sowie bei medizinischen und pharmazeutischen Erzeugnissen (-16,0 %) aus. Aufgrund der protektionistischen US-Handelspolitik sanken die Warenausfuhren in die USA in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 um 22,2 % und jene nach China um 9,8 %. Auch die Exporte nach Deutschland leiden unter den indirekten Auswirkungen der schwachen Nachfrage auf Drittmärkten.3
Das anhaltend niedrige Wirtschaftswachstum führte im Jahr 2025 zu einem merklichen Anstieg der Arbeitslosigkeit: Die Arbeitslosenquote gemäß AMS stieg um 0,5 Prozentpunkte auf 7,5 %.
1 https://www.wko at/oe/news/konjunkturradar-2025-12.pdf – Abruf am 22.01.2026
² https://www.wko .at/oe/news/konjunkturprognose-wifo-ihs-4-2025.pdf – Abruf am 22.01.2026
3 https://www.wko.at/oe/news/konjunkturradar-2025-12.pdf – Abruf am 22.01.2026
Der leichte Aufschwung der österreichischen Wirtschaft im Jahr 2026 reicht nicht aus, um die Arbeitslosigkeit zu senken. Erst 2027 und 2028 wird es zu einem leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit auf 7,3 % kommen.
Die Gesamtbeschäftigung in Personen stagniert 2025 und wächst im Prognosezeitraum um durchschnittlich 0,5 % pro Jahr. Die Zahl der gesamten geleisteten Arbeitsstunden nimmt bereits im heurigen Jahr wieder zu und entwickelt sich für die Jahre 2026 bis 2028 ähnlich wie die Beschäftigung in Personen.4
Die Inflation in Osterreich hält sich hartnäckig. Im ablaufenden Jahr lag die Inflationsrate zu Jahresende bei der 4-Prozent-Marke. Im Jahresschnitt 2025 belief sich der Preisauftrieb auf 3,6 %, wobei die Preise in der Breite angestiegen sind. Zum einen sind fiskalpolitische Ausgleichsmaßnahmen (Stromkostenbremse und dergleichen) zu Jahresbeginn ausgelaufen, was die Inflationsrate erhöhte. Zum anderen haben die Lebensmittelpreise kräftig zugelegt, und der Preisauftrieb bei den lohnkostenintensiven Dienstleistungen hat kaum nachgelassen. Mit dem Wegfall der Effekte aufgrund ausgelaufener fiskalpolitischer Ausgleichsmaßnahmen aus dem Vorjahr wird zu Jahresbeginn 2026 die Inflation merklich zurückgehen. Zudem sollten von den Lohnstückkosten wegen moderater Kollektivvertragsabschlüsse weniger preistreibende Effekte ausgehen. Dem steht ein von der Erhöhung von Gebühren und Verbrauchssteuern, etwa auf Tabak, ausgehender Inflationsdruck gegenüber. Alles in allem erwartet das IHS für den Jahresdurchschnitt 2026 eine Inflationsrate von 2,5%. Im Jahresschnitt 2027 sollte die Inflation auf 1,9 % fallen.5
Im Euro-Raum ist die Konjunktur moderat aufwärtsgerichtet. Die europäische Exportwirtschaft leidet darunter, dass die chinesische Regierung zunehmend auf die Förderung von Hochtechnologie setzt und so der Wettbewerb auf dem Weltmarkt zunimmt, während Erzeugnisse aus dem Euro-Raum in China immer weniger Absatz finden. Darüber hinaus werden Europas Exporte zunehmend von den Zollerhöhungen belastet.
Die Inflation verlangsamte sich im Jahresverlauf 2025 deutlich und liegt seit dem Frühjahr nahe bei 2,0 %. Die EZB senkte ihren Leitzinssatz (Einlagensatz) daher in mehreren Schritten auf 2,0 %. Die Fiskalpolitik im Euro-Raum ist insgesamt in etwa neutral. Die EZB dürfte die Zinssätze auf absehbare Zeit nicht weiter senken.b
Die derzeit unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die ambitionierten Klimaund Energieziele stellen die Wiener Stadtwerke vor große Herausforderungen. Diesen kann
4 https://www.oenb.at/Geldpolitik/Konjunktur/wirtschaftsprognosen-fuer-oesterreich.html - Gesamtwirtschaftliche Prognose für Österreich 2025 bis 2028 vom Dezember 2025 (PDF) - Abruf am 22.01.2026 3 https://www.ihs.ac.at/de/datencenter/konjunkturprognose/ , Allmähliche Erholung der Investitionstätigkeit (PDF) – Abruf am 22.01.2026 6 https://www.wifo ac.at/publikationen/wifo-konjunkturprognose/ - Österreichs Wirtschaft sieht Licht am Ende des Tunnels - Abruf am 22.01.2026
das Unternehmen durch konsequentes Arbeiten an neuen innovativen Dienstleistungen und Produkten, die bestmögliche Betreuung bestehender Kund*innen und durch permanente Effizienzsteigerung erfolgreich begegnen.
1.3.2. Rechtliches Umfeld
Rechtliche Rahmenbedingungen
Die Abteilung Recht, Compliance und Vergabeangelegenheiten koordiniert ein konzernübergreifendes Netzwerk für rechtliche Angelegenheiten. Auf diese Art und Weise wird die Einhaltung der hohen rechtlichen Standards des Konzerns sichergestellt.
Um den sich laufend verändernden Rahmenbedingungen erfolgreich zu begegnen, werden von den jeweiligen Rechtsabteilungen regelmäßig Evaluierungen und Stellungnahmen zu Gesetzes- und Verordnungsentwürfen, Rechtsgutachten bzw. rechtlichen Fragen mit Bezug auf die Wiener Stadtwerke durchgeführt. Die Mitarbeiter*innen der Rechtsabteilungen stellen ihr Wissen den Abteilungen in den einzelnen Unternehmensbereichen beratend zur Verfügung, um sie bei der Umsetzung ihrer Aufgaben zu unterstützen.
Neben dem üblichen Geschäftsbetrieb hat man sich im Geschäftsjahr 2025 intensiv mit der Implementierung und Umsetzung der Regelungen des Wiener Public Corporate Governance Kodex in der Corporate Governance der Wiener Stadtwerke-Gruppe beschäftigt.
Datenschutz
Datenschutz ist für die Wiener Stadtwerke ein wichtiges Thema. Die Konzernrichtlinie betreffend die Datenschutzorganisation legt die Grundsätze für die Verarbeitung personenbezogener Daten im Konzern fest. Die Datenverarbeitung wird durch einen Prozess für konzernrelevante Data Breach-Fälle ergänzt. Datenschutzrelevante Themen, die mehrere Konzernunternehmen betreffen, werden in regelmäßigen Abständen zwischen den Datenschutzverantwortlichen der Konzernunternehmen abgestimmt. Neue IT-Systeme werden vor ihrer Einführung datenschutzrechtlich geprüft. Einmal jährlich wird eine für alle Mitarbeiter*innen verpflichtende Datenschutz-Schulung durchgeführt.
Die Löschkonzepte für gruppenweite Applikationen werden weiterhin laufend im Konzern abgestimmt und implementiert. Es wurde das konzernweite Statement zum Thema Generative KI vertieft, entsprechende Use Cases erstellt sowie die Anforderungen aus dem AI-Act evaluiert. Für die künftige Einführung neuer Applikationen wurde ein einheitlich strukturierter Prozess implementiert.
1.3.3. Branchenspezifisches Umfeld
Seit der Liberalisierung des Bestattungsgewerbes im Jahr 2002 kann ein Bestattungsunternehmen in Österreich mit einer regulären Gewerbeberechtigung gegründet und geführt werden; weitere Voraussetzungen bestehen nicht. Die Ausübung des Gewerbes ist in Wien ohne Beschränkung möglich, und der Wettbewerb ist grundsätzlich offen gestaltet. Derzeit sind in Wien rund 40 Bestattungsunternehmen tätig.
Der Wiener Bestattungsmarkt verändert sich spürbar: Der Anteil der Erdbegräbnisse geht zurück, während Urnenbeisetzungen deutlich zunehmen. Auf den Wiener Friedhöfen entfielen 2025 rund 43 % (Vorjahr: 42 %) der Beisetzungen auf Urnen und etwa 57 % auf Erdgräber. Parallel dazu ist die Gesamtzahl der Beisetzungen auf den Wiener Friedhöfen rückläufig, was auf die sinkenden Sterbezahlen in Wien zurückzuführen ist.
Weiters siehe Punkt 2.1.1. – Nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Besondere Rahmenbedingungen der Bestattung Wien
Die BESTATTUNG WIEN GmbH und die FRIEDHÖFE WIEN GmbH sind Tochterunternehmen der B&F Wien - Bestattung und Friedhöfe GmbH, die wiederum im 100%igen Eigentum der Wiener Stadtwerke GmbH steht. Diese Struktur trennt den Wettbewerbsbereich (Bestattung) gesellschaftsrechtlich klar vom Infrastrukturbereich (Friedhöfe).
Nach der Ausgliederung der Bestattung Wien aus dem Sondervermögen der Stadt Wien und der Umgründung in die BESTATTUNG WIEN GmbH wurden dort beschäftigte Beamte und Vertragsbedienstete aufgrund des WIENER STADTWERKE Zuweisungsgesetzes als Mitarbeiter*innen der BESTATTUNG WIEN GmbH zugewiesen. Wenn Beamte und Vertragsbedienstete, die ursprünglich in der BESTATTUNG WIEN GmbH beschäftigt waren, bei der B&F Wien – Bestattung und Friedhöfe GmbH tätig sind, dann wurden sie damit beauftragt. Die für Beamte notwendigen Rückstellungen für künftige Pensionen sind aufgrund einer Erfüllungsübernahme von der B&F Wien – Bestattung und Friedhöfe GmbH zu bilden. Eine vertragliche Vereinbarung, dafür einen Finanzierungskostenbeitrag zu bezahlen, besteht seit 2016 nicht mehr. Die B&F Wien – Bestattung und Friedhöfe GmbH stellt der BESTATTUNG WIEN GmbH einen Zuschlag von 12,55 % der Aktivbezüge jener Bediensteten in Rechnung, die der BESTATTUNG WIEN GmbH dienstzugewiesen sind.
Mitte 2022 wurde die Bestattung PAX GmbH in die BESTATTUNG WIEN GmbH verschmolzen. 2024 gründete die BESTATTUNG WIEN GmbH gemeinsam mit anderen österreichischen Bestattungsunternehmen die Bestattung OE GmbH – eine Plattform zur Vermittlung von Bestattungsleistungen.
1.4. Mitarbeiter*innen
| durchschnittliche FTE | 2025 | 2024 | +/- | +/- % |
|---|---|---|---|---|
| Arbeiter / Angestellte | 220,3 | 228,0 | -7,8 | -3,41% |
| davon in B&F beauftragt | 3,0 | 3,0 | 0,0 | 0,00% |
| SUMME BESTATTUNG WIEN* | 220,3 | 228,0 | -7,8 | -3,41% |
*exkl. KarenzurlauberInnen, Präsenz- und Zivildiener
Die Reduktion des Personalstands ergibt sich aus internen Umstrukturierungen und nicht Nachbesetzung von natürlichen Abgängen. Durch die Zusammenlegung von Fachbereichen konnten Aufgaben gebündelt, Abläufe vereinfacht und vorhandene Synergien genutzt werden.
Personalentwicklung
Die Abteilung Talentmanagement verantwortet vier Bereiche: Employer Branding, People Development & Processes, Learning & Talent Hub und Career Center.
Dabei orientiert man sich konsequent an der Vision und Mission 2040 der WSTW-Gruppe und entwickelt evidenzbasiert mit den HR-Abteilungen aller Konzernunternehmen und relevanten Stakeholder wirksame und inklusive Rahmen und Maßnahmen, um (potenzielle) Mitarbeiter*innen als Employer of Choice anzusprechen, in der Wiener Stadtwerke Gruppe zu entwickeln und die Mitarbeiter*innen-Bindung zu stärken. Die übergreifenden Verantwortungsbereiche tragen allesamt nachhaltig zur Gruppenwerdung und langfristigen Fachkräftesicherung bei.
Die Leistungen umfassen unter anderem Maßnahmen zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität, gruppenweite Personalmarketingmaßnahmen, Personalentwicklungsinstrumente für Führungskräfte und Mitarbeiter*innen, Etablierung einer Lernkultur- und Feedbackkultur, Rahmen und Prozesse entlang der Employee Experience (wie z.B. Onboarding-Mindeststandards, Performance Management und Exit-Gespräche). Das neue Career Center bietet Karriereberatung rund um unternehmensübergreifende Karrierewege und fördert die interne Jobmobilität. Zusätzlich leisten Employee Listening Instrumente wie die Mitarbeiter*innenbefragung oder 360 Grad Feedbacks einen wesentlichen Beitrag zur individuellen und organisationalen Entwicklung. Das in die Abteilung integrierte Qualitätsmanagement für Employer Branding, Recruiting & Learning ermöglicht evidenzbasierte Weiterentwicklung des Portfolios.
Gesundheit und Sicherheit
Die Gesundheit und der Schutz der Mitarbeiter*innen sind für die Wiener Stadtwerke Gruppe ein zentrales Ziel. Die umfangreichen Maßnahmen zu Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz gehen teilweise weit über die gesetzlich vorgeschriebenen Regelungen hinaus. Die Wiener Stadtwerke Gruppe sieht darin vor allem einen Teil der sozialen Verantwortung.
Die Wiener Stadtwerke Gruppe bietet allen Mitarbeiter*innen und deren Angehörigen anonyme und kostenlose psychologische Unterstützung in schwierigen Arbeits- und Lebenssituationen. Die externe Beratungsstelle bei Health Consult ist unkompliziert per Telefon erreichbar. Intern stehen Betriebsärzt*innen und Arbeitspsycholog*innen für Beratung zur Verfügung.
Barrierefreiheit, Vielfalt und Gleichstellung
Barrierefreiheit, Vielfalt und Gleichstellung sind in der Wiener Stadtwerke-Gruppe von strategischer Relevanz und sowohl in der übergreifenden Governance als auch in der bereichsspezifischen Funktionalstrategie verankert. Fachlich verantwortet werden die Themen in den strategischen Kompetenzfeldern Barrierefreiheit und Menschen mit Behinderungen sowie Vielfalt & Gleichstellung in der Strategieabteilung im Chief Climate Office. Die strukturelle, gruppenweite Verankerung wird über die jeweiligen Arbeitskreise mit Vertreter*innen aller Konzernunternehmen als Barrierefreiheitsbeauftragte bzw. Beauftragte für Vielfalt & Gleichstellung sichergestellt.
Barrierefreiheit, Vielfalt und Gleichstellung werden integriert bearbeitet. Es wird kontinuierlich daran gearbeitet, Vielfalt in all ihren Facetten zu stärken und sowohl die Arbeitsbedingungen als auch die Produkte und Dienstleistungen der Wiener Stadtwerke-Gruppe barrierefrei zu gestalten. Der Anspruch der Wiener Stadtwerke als größte Infrastrukturdienstleisterin im Raum Wien ist es, im Sinne einer konsequenten Kund*innen-Orientierung, zu jeder Lebenslage die passenden Produkte und Dienstleistungen diskriminierungsfrei und barrierefrei anzubieten. Dieser Anspruch wird auch nach innen verfolgt.
Mit einer klaren Null Toleranz-Haltung zu sexueller Belästigung, Mobbing und Diskriminierungen in all ihren Formen und einer entsprechenden Unterstützungsarchitektur für Betroffene wird ein diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld als Grundlage für gelebte Vielfalt und Gleichstellung gefördert. Im Bereich der Personalentwicklung wird dies in diversen Trainings und Lehrgängen für Führungskräfte und Mitarbeiter*innen sowie auch in spezifischen Mentoring-Angeboten sichtbar. Auch im Lehrlingsmanagement der Wiener Stadtwerke werden gezielt Maßnahmen gesetzt. Ebenso wird ein verstärkter Fokus auf die Einstellung von Menschen mit Behinderungen gelegt – unter anderem durch Kooperationen mit externen Organisationen und Einrichtungen und innovativen Trainings im Recruiting-Bereich.
Mit Blick in die Zukunft liegt das Ziel darin, die Themen Barrierefreiheit, Vielfalt und Gleichstellung weiter als Teil der unternehmerischen und sozialen Verantwortung der Wiener Stadtwerke-Gruppe zu etablieren und noch stärker strukturell und prozessual in der Organisation zu verankern.
1.5. Compliance
Die Wiener Stadtwerke-Gruppe trägt als DIE Infrastrukturdienstleisterin Wiens große Verantwortung für das am Laufen halten der Stadt. Nur wer moralisch einwandfrei und gesetzeskonform agiert kann garantieren, dieser Verantwortung auch gerecht zu werden. Das ist mit ein Grund dafür, warum regelkonformes Handeln und Unternehmensethik einen so hohen Stellenwert für die Gruppe haben und für unsere tägliche Arbeit essenziell sind.
Aus diesem Grund wurde bereits vor einigen Jahren ein gruppenweites Compliance- Management-System (CMS) eingerichtet, welches vom Compliance Officer der Wiener Stadtwerke GmbH gemeinsam mit den Compliance Officers in den Konzernunternehmen in regelmäßigen Abständen bewertet und weiterentwickelt beziehungsweise verbessert wird. Das CMS wird auch hinsichtlich der Wirksamkeit regelmäßig einer unabhängigen Prüfung unterzogen. Geschäftsführung und Aufsichtsrat erhalten schriftliche Compliance-Berichte eine regelmäßige Berichterstattung und bei Bedarf wird ad-hoc berichtet. Zur Aufdeckung von Compliance-Verstößen existiert neben anderen Meldekanälen ein gruppenweites Hinweisgeber*innensystem, welches den gesetzlichen Anforderungen zur Wahrung von Anonymität und Datenschutz entspricht und von den Mitarbeiter*innen, Kund*innen und Lieferant*innen genutzt wird.
Im Geschäftsjahr 2025 wurde eine gruppenweit einheitliche, digitalisierte Risikoanalyse durchgeführt. Aus den identifizierten Risiken wurden Maßnahmen zur Risikoreduzierung abgeleitet. Weiters erhielten die Mitarbeiter*innen unternehmensübergreifend Präsenz- und Onlineschulungen. An der Weiterentwicklung des CMS wurde auch im Geschäftsjahr 2025 aktiv gearbeitet. Die Einhaltung aller für die Gruppe maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften wird von der Compliance Organisation in Zusammenarbeit mit weiteren maßgeblichen Abteilungen überwacht und auch im Rahmen von risikoorientierten Compliance Checks kontrolliert.
1.6. Forschung und Innovation
Die BESTATTUNG WIEN GmbH arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwicklung ihrer Dienstleistungen und internen Abläufe. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Digitalisierung interner Abläufe durch Entwicklung von maßgeschneiderten IT-Lösungen, sowie der Ausweitung von digitalen Angeboten für die Kund*innen. Darüber hinaus erweitert
die BESTATTUNG WIEN GmbH stets ihr Angebot um neue Trauerfeierformate (wie die Naturbestattung) und Produkte (wie neue nachhaltige Urnen- oder Sargmodelle) um bestmöglich auf die Kund"innenwünsche eingehen zu können.
Im kommenden Jahr werden bestehende digitale Services weiter ausgebaut und weitere interne Prozesse optimiert und digitalisiert, um Effizienz und Servicequalität weiter zu erhöhen.
2. Wirtschaftsbericht
2.1 Geschäftsverlauf
2.1.1 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Fälleentwicklung
| Bestattungsdurchführungen | 2025 | 2024 | +/- | +/- % |
|---|---|---|---|---|
| Erdbestattungen | 3.021 | 3.370 | -349 | -10,36% |
| Feuerbestattungen | 3.073 | 3.230 | -157 | -4,86% |
| Durchführungen auf Anordnung | ||||
| der Sanitätsbehörde | 1.031 | 1.044 | -13 | -1,25% |
| Leistungen für fremde Bestatter * | 1.827 | 1.998 | -171 | -8,56% |
*darin NICHT enthalten: Kleinstaufträge und Hallenmieten mit geringem oder keinem Umsatz, Überführungen,
Transportleistungen, Besorgungen, Teilleistungen, Exhumierungen
Bei den sogenannten Hauptfällen, den Erd- und Feuerbestattungen, verzeichnet die BESTATTUNG WIEN GmbH mit 6.094 Fällen gegenüber dem Vorjahreswert mit 6.600 Durchführungen einen um - 506 Fälle oder – 7,67 % geringeren Wert. Hauptgrund dafür dürfte eine geringere Sterblichkeit sein, was dadurch unterstrichen wird, dass auch auf den Wiener Friedhöfen weniger Beisetzungen verzeichnet wurden (siehe Statistisches Jahrbuch der Stadt Wien 2025).
2.1.2 GuV (Kurzfassung)
| Finanzangaben in TEUR | 2025 | 2024 | +/- | +/- % |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 34.487 | 35.527 | -1.040 | -2,93% |
| Betriebsergebnis | 4.317 | 4.578 | -261 | -5,69% |
| Finanzergebnis | 1.285 | 1.347 | -62 | -4,59% |
| Ergebnis vor Steuern | 5.602 | 5.925 | -322 | -5,44% |
| Bilanzgewinn/-verlust | 5.458 | 5.783 | -324 | -5,61% |
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse sind im Wesentlichen von der Entwicklung der Sterblichkeit in Wien sowie von der Konkurrenzsituation in der Wiener Bestatterbranche abhängig. Aufgrund der geringeren Anzahl an Bestattungsdurchführungen sind die Gesamtumsätze aus Erd- und Feuerbestattungen in Summe um 993 TEUR gesunken.
Die sanitätsbehördlichen Bestattungen verzeichnen trotz der annähernd gleichen Fallanzahl mit einen Umsatzzuwachs um 145 TEUR. Die übrigen Durchführungsarten, das sind Überführungen, Leistungen für Fremdbestatter oder diverse Leistungen, sind hinsichtlich der anteiligen Umsätze von geringer Bedeutung.
Weitere Umsätze werden unter anderem durch die Shop- und Museumstätigkeit generiert und durch Mieten für Vermögenswerte, die der FRIEDHÖFE WIEN GmbH mit den Aufbahrungshallen 2016 übertragen wurden. Der Vertrag für diese sich jährlich verringernden Mieten endet nach 20-jähriger Laufzeit und dann gehören alle Einrichtungen der FRIEDHÖFE WIEN GmbH.
An die B&F Wien – Bestattung und Friedhöfe GmbH werden beauftragtes Personal und ausbezahlte Jubiläums-, Treuegelder und Abfertigungen verrechnet. Es werden Umsätze aus Provisionen und für Sarg-, Urnen- und Trauerwarenverkäufe erzielt.
Materialaufwand und bezogene Leistungen
Aufgrund der geringeren Anzahl an Bestattungen haben sich die Verbrauchswerte für Särge, Urnen und Trauerwaren im Vorjahresvergleich um 155 TEUR verringert. Für die für Durchführungen bezogenen Leistungen wurden 423 TEUR weniger aufgewendet, was sowohl mit der geringeren Anzahl an Durchführungen begründet wird als auch mit der Tatsache, dass es verstärkt zu Verschiebungen von Erdbestattungen zu Feuerbestattungen kommt, weil letztere durchaus kostengünstigere Varianten der Beisetzung von Verstorbenen bieten.
Personalaufwand
Die ausbezahlten Jubiläums-, Treuegelder und Abfertigungen werden an die B&F Wien – Bestattung und Friedhöfe GmbH weiterverrechnet, weil dort die Rückstellungen dafür abgebildet sind, und somit die Auszahlungen in der BESTATTUNG WIEN GmbH erfolgswirksam neutralisiert werden.
Im Bereich der Personalrückstellungen werden 3 TEUR (Vorjahr: 85 TEUR) für kurzfristige Urlaubs- und Gleitzeitrückstellungen zugeführt. Für Rückstellungen der Vordienstzeiten der Jahre 2011 – 2016 für MD-PWS Mitarbeiter*innen konnten gemäß Konzernleitung erstmalig Verbrauchsbuchungen in Höhe von 313 TEUR vorgenommen werden.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Für Instandhaltungsmaßnahmen insbesondere in einzelnen Kundenservicestellen wurden Aufwendungen in Höhe von 245 TEUR (Vorjahr: 266 TEUR) vorgenommen.
Der Mietaufwand hat sich vor allem nach der Preisanpassung der auf den Friedhöfen genutzten Räumlichkeiten auf 2.461 TEUR (Vorjahr: 2.163 TEUR) erhöht.
Für Werbe- und Marketingmaßnahmen wurden 187 TEUR mehr aufgewendet, weil gezielt Maßnahmen forciert und deren Wirksamkeit laufend evaluiert werden.
Der EDV-Aufwand zeigt in Summe keine wesentliche Veränderung. Allerdings sind konzernintern im Vorjahresvergleich um 146 TEUR mehr verrechnet worden, was im Wesentlichen diverse Betreuungsmaßnahmen und Projekte verursachen, die in Zusammenarbeit mit der WienIT GmbH umgesetzt wurden.
Die von der Konzernbereichsleitung verrechnete Umlage für diverse gemeinsame Dienste, wie die Personalverwaltung, das Debitorenmanagement, das Berichtswesen, den zentralen Einkauf, die IT-Betreuung und vieles mehr, beträgt nach einer Neuberechnung 1.860 TEUR (Vorjahr: 2.244 TEUR) pro Jahr.
Betriebsentwicklung
Da es gelungen ist, den vorjährigen Teuerungswellen zum Teil in Form von Preisanpassungen zu begegnen und aufwandseitig Einsparungen umzusetzen, resultiert daraus ein im Vorjahresvergleich besseres Betriebsergebnis. Getrübt wird diese positive Entwicklung lediglich durch die erneut niedrigere Fallzahl, woraus im Wesentlichen auf eine erneute Reduzierung der Sterblichkeit in Wien geschlossen werden kann.
Finanzergebnis
Für die Anteile an der WSTW TownTown GmbH & Co Residenz KG fallen Beteiligungserträge in Höhe von 388 TEUR (Vorjahr: 377 TEUR) an.
Aus Ausleihungen an die BFW Gebäudeerrichtungs- und Vermietungs GmbH & Co KG, an die WIEN ENERGIE TownTown GmbH & Co Energy Tower KG sowie an die WIPARK Garagen GmbH werden Zinserträge erwirtschaftet, die in Summe 605 TEUR (Vorjahr: 619 TEUR) betragen.
Die liquiden Mittel in den Cashpooling Forderungen generieren Erträge in Höhe von 266 TEUR (Vorjahr: 329 TEUR). Weitere Finanzerträge für Mitarbeiterdarlehen, Forderungszinsen oder Wiener Verein Lebzeiten sind von untergeordneter Bedeutung.
Gleichermaßen ist der Finanzaufwand, in dem Zinsen für Depoterläge, nicht ausgenutzte Lieferantenskonti oder allfällige Negativzinsen für Cashpooling Forderungen abgebildet werden, nur von untergeordneter Bedeutung.
Ergebnis vor Steuern – EBT
Das bereinigte EBIT – Earnings before interest and tax – entspricht grundsätzlich dem Betriebsergebnis laut Gewinn- und Verlustrechnung und beträgt somit 12,52 % (Vorjahr: 12,89 %) der Umsatzerlöse.
| EBIT - Berechnung | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Betriebsergebnis laut GuV | 4.317.351,15 | 4.577.928,99 |
| EBIT – bereinigt | 4.317.351,15 | 4.577.928,99 |
| Umsatzerlöse | 34.487.388,24 | 35.526.914,15 |
| EBIT MARGE | 12,52% | 12,89% |
Bilanzgewinn/-verlust
Der Bilanzgewinn ist aufgrund der geringeren Umsätze und trotz des im Vorjahresvergleich ebenfalls geringeren Aufwands etwas geringer als jener des Vorjahres. Aufgrund eines Gewinnverwendungsbeschlusses im Dezember 2025 wird der gesamte Gewinn noch im Jahr 2025 in der Konzernbereichsleitung B&F Wien – Bestattung und Friedhöfe GmbH phasengleich verbucht.
2.1.3 Bilanz
| in TEUR | 2025 | 2024 | +/- | +/- % |
|---|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | 24.001 | 24.332 | -330 | -1,36% |
| Umlaufvermögen | 21.935 | 20.275 | 1.660 | 8,19% |
| Aktive Rechnungs-- | ||||
| abgrenzungsposten | 60 | 58 | 1 | 2,48% |
| Aktive latente Steuern | 7 | 7 | 0 | -0,18% |
| SUMME AKTIVA | 46.004 | 44.672 | 1.331 | 2,98% |
| Eigenkapital | 10.938 | 11.262 | -324 | -2.88% |
| Investitionszuschüsse | 0 | 0 | 0 | n.e. |
| Rückstellungen | 2.317 | 2.634 | -316 | -12,00% |
| Verbindlichkeiten | 32.748 | 30.776 | 1.972 | 6,41% |
| SUMME PASSIVA | 46.004 | 44.672 | 1.331 | 2,98% |
• Anlagevermögen
In den immateriellen Vermögensgegenständen sind in Entwicklung befindliche Projekte mit einem Investitionsvolumen von 160 TEUR (Vorjahr: 55 TEUR) enthalten.
In den Sachanlagen hat die Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 523 TEUR (Vorjahr: 662 TEUR) den größten Anteil.
In den Finanzanlagen werden Ausleihungen an die BFW Gebäudeerrichtungs- und Vermietungs GmbH & Co KG in Höhe von 6.000 TEUR (Vorjahr: 6.000 TEUR), an die WIEN ENERGIE TownTown GmbH & Co Energy Tower KG in Höhe von 1.912 TEUR (Vorjahr: 2.160 TEUR) und seit 2022 an die WIPARK Garagen GmbH in Höhe von 7.500 TEUR ausgewiesen. Sonstige Ausleihungen bestehen zum Bilanzstichtag gegenüber der Stadtgemeinde Mödling in Höhe von 33 TEUR (Vorjahr: 57 TEUR).
Anteile an verbundenen Unternehmen bestehen an der WIEN ENERGIE TownTown GmbH & Co Energy Tower KG in Höhe von 1.349 TEUR (Vorjahr: 1.349 TEUR) sowie an der WStW TownTown GmbH & Co Residenz KG in Höhe von 5.705 TEUR (Vorjahr: 5.817 TEUR).
Umlaufvermögen
Im Umlaufvermögen werden die Vorräte mit einem Wert von 1.293 TEUR (Vorjahr: 1.241 TEUR) ausgewiesen. Hier sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit einem Wert in Höhe von 248 TEUR (Vorjahr: 259 TEUR) abgebildet. Die wertmäßig größten Anteile daran haben Dienst- und Arbeitskleider sowie Rohstoffe für die Metallsargproduktion.
Die Lagerbestände an Särgen, Urnen und Trauerwaren bilden mit 998 TEUR (Vorjahr: 941 TEUR) den größten Anteil an fertigen Erzeugnissen. Aus der Eigenproduktion von Metallsärgen und -einsätzen stammen die unfertigen Erzeugnisse in Höhe von 47 TEUR (Vorjahr: 42 TEUR).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Abschlussstichtag 5.685 TEUR (Vorjahr: 5.256 TEUR). Den größten Anteil daran haben jene Forderungen, die stichtagsbedingt in Höhe von 5.431 TEUR (Vorjahr: 4.919 TEUR) gegenüber Privatkunden bestehen. Gegenüber Fremdbestattern werden offene Posten in Höhe von 53 TEUR (Vorjahr: 92 TEUR) ausgewiesen und gegenüber der MA 12, MA 15 und für Transportleistungen sind Forderungen in Höhe von 184 TEUR (Vorjahr: 212 TEUR) offen.
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 14.678 TEUR (Vorjahr: 13.374 TEUR) beinhalten im Wesentlichen die Forderung gegenüber der WIENER STADTWERKE Finanzierungs-Services GmbH aus dem Cash Pooling mit 12.728 TEUR (Vorjahr: 12.377 TEUR). Gegenüber der BFW Gebäudeerrichtungs- und Vermietungs GmbH & Co KG werden in erster Linie Zinserträge als offene Forderungen in Höhe von 420 TEUR (Vorjahr: 440 TEUR) ausgewiesen, gegenüber der B&F Wien – Bestattung und Friedhöfe GmbH sind aus der internen Weiterverrechnung zum Stichtag 1.355 TEUR (Vorjahr: 524 TEUR) offen und die FRIEDHÖFE WIEN GmbH schuldet zum Stichtag 161 TEUR (Vorjahr: 23 TEUR), die aus Bargeldabfuhren im Dezember stammen.
Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände in Höhe von 250 TEUR (Vorjahr: 339 TEUR) beinhalten in erster Linie Forderungen gegenüber dem Wiener Verein in Höhe von 66 TEUR (Vorjahr: 125 TEUR) sowie aus vertraglich vereinbarten Gutschriften gegenüber der A1 Telekom Austria AG in Höhe von 101 TEUR (Vorjahr: 157 TEUR).
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Hier werden mit 51 TEUR (Vorjahr: 53 TEUR) vorausbezahlte Löhne und Gehälter abgebildet.
Aktive latente Steuern
Die im Zuge der Steuerbilanz errechneten latenten Steuern werden in dieser Position dargestellt.
Kennzahlen laut URG
| 2025 | 2024 | +/- | |
|---|---|---|---|
| Eigenmittelquote laut §23 URG | 24,36% | 24,51% | -0,15% |
| Schuldentilgungsdauer laut | |||
| §24(1) URG – in Jahren | 5,54 | 4,86 | 0,67 |
Eigenkapital
Das Eigenkapital beträgt 10.938 TEUR (Vorjahr: 11.262 TEUR). Darin sind unverändert 1.400 TEUR Stammkapital und 140 TEUR gesetzliche Rücklagen enthalten.
Seit der Verschmelzung der Bestattung Pax GmbH und des Profitcenters Sarglogistik der BFW Bestattungsservice Wien GmbH im Jahr 2022 betragen die Kapitalrücklagen 3.679 TEUR. Die freien Rücklagen werden mit 261 TEUR unverändert dargestellt.
Aus dem Vorjahresergebnis wurde eine Dividende in Höhe des Bilanzgewinnes von 5.783 TEUR ausgeschüttet. Das Ergebnis des laufenden Jahres 2025 beträgt 5.458 TEUR.
Rückstellungen
Sämtliche langfristigen Rückstellungen für Personal für Jubiläums-, Treuegelder und Abfertigungen werden in der B&F Wien – Bestattung und Friedhöfe GmbH bilanziert. Zuführungsbeträge werden quotiert und von der Konzernbereichsleitung an die BESTATTUNG WIEN GmbH weiterverrechnet.
Alle kurzfristigen Rückstellungen für Personalaufwand werden direkt im Unternehmen gebildet. Für noch nicht konsumierte Urlaube werden Rückstellungen in Höhe von 1.657 TEUR (Vorjahr: 1.666 TEUR) ausgewiesen, für Überstunden werden Rückstellungen in Höhe von 174 TEUR (Vorjahr: 162 TEUR) bilanziert und für Rückstellungen für Vordienstzeiten des MD- PWS Personals werden 473 TEUR (Vorjahr 786 TEUR) angesetzt, wovon aus heutiger Sicht 315 TEUR im Jahr 2026 abgerechnet werden. Die Abrechnung der restlichen 158 TEUR erfolgt im Laufe des Jahres 2027.
Rückstellungen für Leistungsgarantien werden wie im Vorjahr in Höhe von 14 TEUR bilanziert.
Verbindlichkeiten
Die erhaltenen Anzahlungen betragen zum Stichtag 1.099 TEUR (Vorjahr: 1.278 TEUR).
Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung betragen 866 TEUR (Vorjahr: 643 TEUR). Im Wesentlichen werden hier offene Verbindlichkeiten aus dem laufenden Sarg-, Urnen- und Trauerwarenbezug dargestellt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 4.526 TEUR (Vorjahr: 4.795 TEUR). Im Wesentlichen sind darin offene Verbindlichkeiten aus der laufenden Verrechnung der Friedhofsgebühren in Höhe von 881 TEUR (Vorjahr: 965 TEUR) enthalten sowie sonstige Verbindlichkeiten aus Friedhofsgebühren im Zuge von sanitätsbehördlichen Beauftragungen in Höhe von 2.342 TEUR (Vorjahr: 2.087 TEUR). Ein Saldo in Höhe von 128 TEUR (Vorjahr: 207 TEUR) wird für offene sonstige Leistungen, wie Blumenspenden, die Betreuungspauschale für Kundenservicestellen, Unterhaltsreinigungen, Leistungen der Betriebswerkstätte und Ähnliches ausgewiesen.
Aufgrund der USt – Organschaft sind gegenüber der B&F Wien – Bestattung und Friedhöfe GmbH Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 707 TEUR (Vorjahr: 776 TEUR) offen. Weitere 308 TEUR werden gegenüber der Konzernbereichsleitung für diverse weiterverrechnete Leistungen als offener Saldo ausgewiesen.
Gegenüber der Wien IT wird ein offener Saldo in Höhe von 275 TEUR (Vorjahr: 145 TEUR) ausgewiesen und gegenüber der Konzernleitung wird vor allem aufgrund der Gruppenumlage ein Stichtagssaldo in Höhe von 132 TEUR (Vorjahr: 125 TEUR) dargestellt.
In den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 26.258 TEUR (Vorjahr: 24.061 TEUR) stellen die Depoterläge für Bestattungsleistungen mit 25.432 TEUR (Vorjahr: 23.246 TEUR) den größten Anteil dar. Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus der Personalverrechnung.
2.1.4 Investitionen
| in TEUR | 2025 | 2024 | +/- | +1- % |
|---|---|---|---|---|
| Investitionen in Immaterielle | ||||
| Vermögensgegenstände | 245 | 165 | 81 | 48,95% |
| Investitionen in Sachanlagen | 494 | 150 | 343 | 228,20% |
| Investitionen in Finanzanlagen | 6 | 6 | 0 | 0,00% |
| SUMME INVESTITIONEN | 746 | 322 | 424 | 131,88% |
Im Jahr 2025 wurden für die Dispo-App 85 TEUR investiert und für die Errichtung eines elektronischen Kundenportals sind 160 TEUR geflossen.
Im Sachanlagevermögen wurde in einen Mannschaftswagen und zwei Landwagen im Wert von 175 TEUR investiert. Es wurden ein Verkaufsanhänger und dreizehn Bahrwagen um 80 TEUR angeschafft. Für diverse Aufbahrungsgegenstände wie Kandelaber, Kerzenleuchter, Ständer, Kondolenz- und Rednerpulte wurden 44 TEUR ausgegeben. Weitere 24 TEUR wurden in kleinere Maschinen, EDV-Hardware und Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert. Für eine Gesamtsumme von 24 TEUR wurden Wirtschaftsgüter von geringem Wert gekauft und es wurde um 29 TEUR mit Umbauarbeiten für 3D-Aufnahmen in der Filiale 11 begonnen.
Die Investition in Finanzanlagen betrifft den Anteil an der Plattform Bestattung OE GmbH, an der die BESTATTUNG WIEN GmbH mit 18,0 % beteiligt ist.
2.1.5 Kapitalflussrechnung
Die BESTATTUNG WIEN GmbH weist keine verzinsten Außenfinanzierungen aus. Der Cashflow zeigt folgende Entwicklung:
| in TEUR | 2025 | 2024 | +/- | +/- % |
|---|---|---|---|---|
| Cashflow | ||||
| aus dem operativen Bereich | 6.437 | 9.340 | -2.903 | -31,08% |
| Cashflow | ||||
| aus dem Investitionsbereich | -340 | 179 | -519 -519 | -289,26% |
| Cashflow | ||||
| aus dem Finanzierungsbereich | -5.783 | -3.685 | -2.097 | -56,90% |
| Gesamtcashflow | 315 | 5.834 | -5.519 | -94,60% |
| Anfangsbestand liquider Mittel | 12.443 | 6.609 | 5.834 | 88,27% |
| Endbestand liquider Mittel | 12.758 | 12.443 | 315 | 2,53% |
| Rundungsdifferenzen werden nicht ausgeglichen |
Cashflow aus dem operativen Bereich
Der Ergebnis Cashflow beträgt 6.286 TEUR (Vorjahr: 6.594 TEUR) und hat sich de facto analog zur Erfolgsrechnung entwickelt.
Da die Verringerung kurzfristiger Forderungen zur Gänze durch höhere Einnahmen für Depoterläge ausgeglichen wird, kommt es zu keinen wesentlichen Änderungen, sodass der operative Cashflow in etwa dem Ergebnis-Cashflow entspricht und damit um die Veränderungen im Working Capital des Vorjahres vom vorjährigen operativen Cashflow abweicht.
Cashflow aus dem Investitionsbereich
Die Investitionstätigkeit betrifft im Wesentlichen die üblichen Erneuerungs- und Ersatzinvestitionen im Bereich der Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände und war in Summe um 424 TEUR höher als im Vorjahr.
Die Effekte im Finanzvermögen, wozu Beteiligungsrückzahlungen sowie Tilgungen von Ausleihungen zählen, sind mit dem Vorjahr vergleichbar. In Summe ergibt das einen um 519 TEUR geringeren Cashflow aus dem Investitionsbereich.
Cashflow aus dem Finanzierungsbereich
Hier wird wie üblich die Dividendenausschüttung in Höhe von 5.783 TEUR (Vorjahr: 3.685 TEUR) aus dem Vorjahresergebnis gezeigt, die in der Muttergesellschaft jeweils im Vorjahr phasenkongruent dargestellt wurde.
2.2 Umwelt und Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit als zentraler Unternehmenswert
Die Wiener Stadtwerke Gruppe bekennt sich klar zu ihrer Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft und trägt wesentlich zur nachhaltigen Entwicklung in Wien und darüber hinaus bei. Nachhaltigkeit ist ein zentraler Unternehmenswert und umfasst die wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Handlungsfelder der Gruppe. Als größte kommunale Infrastrukturdienstleisterin Österreichs nutzt die Gruppe ihre bedeutenden Einflussmöglichkeiten und tätigt umfangreiche Investitionen, um eine klimafreundliche und zukunftsfähige Stadtentwicklung zu fördern.
Wichtige Zukunftsprojekte
Der Beitrag zur Nachhaltigkeit der Wiener Stadtwerke-Gruppe sowie zur zukunftsfähigen Entwicklung der Metropolregion Wien erstreckt sich auch 2025 über zahlreiche Schlüsselbereiche: von der Dekarbonisierung der Energieversorgung und der Förderung nachhaltiger Mobilität bis hin zu innovativen Ansätzen im Bereich Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung. Große mehrjährige Zukunftsprojekte wie der Ausbau des Wiener Linien Öffi- Netzes durch die Verlängerung der U2 und den Bau der neuen U5, die Umsetzung des größten Geothermie-Projekts Österreichs durch die Wien Energie oder die Entwicklung eines CO₂- neutralen Betriebs für die Wiener Linien unterstreichen die Bedeutung der Gruppe für eine klimafreundliche Stadt. So sind seit September 2025 erstmals zehn elektrobetriebene Wasserstoff-Busse regulär im Einsatz und es wurden erfolgreiche Tiefenbohrungen sowie ein Fördertest für Wiens erste Tiefengeothermie-Anlage durchgeführt. Des Weiteren wurde 2025 eine gruppenweite ESG-Strategie erarbeitet. Diese beinhaltet Ziele und Maßnahmen zu den Themen Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft sowie Diversität, Barrierefreiheit und strategischem Gesundheitsmanagement. Für die Erreichung des Top-Ziels Klimaneutralität (Netto Null bis 2040), wurde ein interner Zielpfad (Klimatransitionsplan) entwickelt, welcher zukünftig als Steuerungsinstrument dient. Diese Ziele und Initiativen sind entscheidend für die nachhaltige Entwicklung Wiens und beschreiben den Weg der Wiener Stadtwerke-Gruppe als grüner Nachhaltigkeitsmotor im Bereich kommunaler Infrastrukturdienstleistungen.
Ausrichtung auf EU-Taxonomie und CSRD
Eines der Kernstücke des europäischen Green Deals ist die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) zur transparenten Berichterstattung nicht finanzieller Unternehmensleistungen. Frühzeitig wurde in der Wiener Stadtwerke Gruppe ein umfassendes, konzernweites ESG-Programm gestartet, um die Vorgaben aus der Richtlinie und weiterer EU-Regulatorik spätestens bei Inkrafttreten zu erfüllen. Im Rahmen des vierjährigen Programmes kam es bereits zur intensiven Auseinandersetzung mit den für die Stakeholder und den Konzern wesentlichen Themen, dem Schaffen von Strukturen und Verantwortlichkeiten mit Fokus auf ESG, der Treibhausgasbilanzierung, Klimarisikoanalyse oder auch der Taxonomiefähigkeit der wesentlichen Wirtschaftsaktivitäten des Konzerns. Die konsequente Auseinandersetzung mit verantwortungsvoller Unternehmensführung und seinen vielen Facetten wird in den kommenden Jahren die Unternehmensstrukturen und -prozesse der Wiener Stadtwerke Gruppe nachhaltig transformieren. Dadurch sind die Weichen für eine, auch in Zukunft, erfolgreiche Wiener Stadtwerke Gruppe gestellt.
Forcierung ökologischer Vorhaben
Der Wiener Stadtwerke Gruppe hat auch 2025 wieder zahlreiche Projektvorhaben der Konzernunternehmen unterstützt, um die Innovationskraft zu stärken und die Klimaschutzbemühungen zu forcieren.
Umwelt und Nachhaltigkeit bei der Bestattung Wien
Die BESTATTUNG WIEN GmbH setzt ihre Nachhaltigkeitsstrategie konsequent fort und fokussiert dabei insbesondere eine ökologische Modernisierung des Fuhrparks. Um die betrieblichen Emissionen nachhaltig zu reduzieren, erfolgt seit 2023 eine sukzessive Umstellung auf alternative Antriebe. Ein wichtiger Meilenstein war die Anschaffung des ersten elektrisch betriebenen Landwagens im Jahr 2025, der seither im operativen Einsatz ist. Mit dieser Investition leistet das Unternehmen einen messbaren Beitrag zur Senkung der CO₂- Emissionen. Die schrittweise Umstellung des Fuhrparks wird in den kommenden Jahren fortgeführt.
3. Risiken und Kontrollen
3.1 Risikomanagement und Internes Kontrollsystem
3.1.1 Risikomanagementsystem
Die Wiener Stadtwerke verfolgen einen proaktiven Ansatz im Risiko- und Chancenmanagement (im Folgenden kurz Risikomanagement genannt), um potenzielle
Risiken und Chancen frühestmöglich zu identifizieren, zu bewerten und angemessen zu steuern.
Die Grundlage der gruppenweit einheitlichen Risikomanagementstrategie bildet das internationale anerkannte COSO 2017-ERM. Es betont die Integration von Unternehmensstrategie und Risikomanagement, um Risiken im Unternehmensverbund frühzeitig zu erkennen und mit den strategischen Zielen in Einklang zu bringen.
Die Konzernrichtline definiert zentrale Vorgaben für das Risikomanagementsystem und legt einen gruppenweiten Mindeststandard fest. Dieser orientiert sich an dem bereits erwähnten COSO-Standard aber auch an weiteren, etablierten Regelungen und Normen, wie der MaRisk und ISO 31000. Darüber hinaus setzen einzelne Konzernunternehmen, in Abhängigkeit von den Anforderungen ihrer Geschäftstätigkeit, weitere spezifische, tiefergehende und strengere Regelungen zum Risikomanagement um.
Das Ziel des Risikomanagements der Wiener Stadtwerke-Gruppe besteht darin, bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig und systematisch zu identifizieren. Jene Risiken sollen gezielt gesteuert werden, die den langfristigen Unternehmenserfolg sichern und die Erreichung der strategischen Ziele gewährleisten. Durch die systematische Analyse potenzieller Risiken können die Wiener Stadtwerke nicht nur mögliche negative Wirkungen auf ihre Finanzen, ihre Reputation und ihre operativen Abläufe erkennen und steuern, sondern auch Chancen nutzen, um nachhaltiges Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit zu fördern. Das gruppenweite Risikomanagementsystem bildet somit einen Rahmen, der es Konzernunternehmen ermöglicht, flexibel auf dynamische Marktbedingungen zu reagieren, ihre Entscheidungsfindung zu verbessern und das Vertrauen von Stakeholder*innen zu stärken.
Zur Sicherstellung einer konsistenten Risikosteuerung verfügt die Gruppe über ein einheitliches, mehrdimensionales Risikotragfähigkeitskonzept. Dieses ermöglicht eine ganzheitliche Betrachtung des finanziellen Risikoprofils sowohl auf Ebene der einzelnen Konzernunternehmen als auch des Gesamtverbunds. Durch die Berücksichtigung verschiedener Dimensionen (Kapitalausstattung, Liquidität und Erfolgskennzahlen) können die Entscheidungsträger*innen eine umfassendere Einsicht in ihre Risikotragfähigkeit gewinnen und fundiertere Entscheidungen über die Optimierung des finanziellen Risikoprofils ihrer Unternehmen treffen. Die Risikotragfähigkeit definiert das maximale Risikoausmaß, welches die Wiener Stadtwerke-Gruppe in einem Zeitraum ohne Gefährdung des Fortbestandes tragen kann, welche laufend überprüft und in Einklang mit den übergeordneten Geschäftszielen gesetzt wird. Der Ansatz fördert eine proaktive Haltung im Umgang mit
Risiken und Chancen und unterstützt die Konzerngesellschaften dabei, langfristige Stabilität und Resilienz zu gewährleisten.
Angesichts der aktuellen globalen Unsicherheiten und regulatorischen Entwicklungen hat das Risikomanagementsystem zunehmend an Bedeutung gewonnen. In diesem Zusammenhang haben die Wiener Stadtwerke ihr Risikoprofil in den vergangenen Jahren um Aspekte im Bereich Environmental, Social und Governance ausgebaut. Eine weitergehende Vertiefung wird in den kommenden Jahren fortgesetzt und in einem konzernweit optimierten Risikomanagement-Tool dokumentiert und systematisch erfasst. 2025 wurde begonnen, eine Softwarelösung für das Integrierte Risikomanagement (IRM) konzernweit einzuführen.
Risikoidentifizierung und -bewertung: Risiken und Chancen werden als potenzielle Abweichungen auf festgelegte Ziele und Planwerte definiert und anhand ihrer Auswirkungen auf diverse finanzielle Kennzahlen bewertet. Die Bewertung erfolgt auf Basis von Erfahrungswerten, Expert*innen-Know-how und quantitativen Risikoanalysen, welche möglichst realistische Szenarien abbilden. Für identifizierte Risiken werden Verantwortlichkeiten zur Bewertung, Steuerung und Überwachung festgelegt. Im Zuge der Analyse und Bewertung werden die Risiken in Szenarien beschrieben. Anschließend werden sie so weit wie möglich gemäß den Dimensionen Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit quantifiziert, nicht quantifizierbare Risiken werden als qualitative Risiken geführt. Sowohl quantitative als auch qualitative Risiken, samt der Bewertung, Aggregation von Risikoarten und -kategorien werden in einem eigenen Workflow-orientierten Risikomanagementtool, mit integrierten statistischen Methoden, dokumentiert. Extremrisiken können zu sehr hohen ergebnisbeeinflussenden Effekten führen, haben aber eine sehr geringe Eintrittswahrscheinlichkeit. Sie werden derzeit in der Risikoaggregation nicht berücksichtigt und zeigen somit keine Auswirkungen auf die dargestellten Finanzzahlen.
Risikoreporting: Die laufende Erhebung, Erfassung und Bewertung der Risiken der Konzernunternehmen bilden die Basis für die regelmäßige interne Risikoberichterstattung. Die Ergebnisse werden in Risikogremien berichtet und diskutiert. Die Gremien setzen sich aus Entscheidungsträger*innen, Risikocontroller*innen und Fachexpert*innen zusammen.
Auf Basis der Wirtschaftsplanung wird jährlich eine Risiko- und Chancenrückschau anhand eines Plan-/Ist-Vergleiches durchgeführt. Die ursprünglichen Risikound Chanceneinschätzungen des vergangenen Jahres, die auch der Unternehmensplanung zugrunde gelegt wurden, werden den tatsächlich eingetretenen Werten gegenübergestellt. Die daraus abgeleiteten Erkenntnisse fließen in die Anpassung des Risikokatalogs an neue
Gegebenheiten ein. Der aktualisierte Risikokatalog stellt eine Grundlage für die Unternehmensplanung dar.
Die Diskussion und Abstimmung der wichtigsten Chancen und Risiken ist Bestandteil der jährlichen Wirtschaftsplanklausur jedes Konzernunternehmens, welche eine ganzheitliche Betrachtung sicherstellt. Daraus können Maßnahmen abgeleitet werden und das Monitoring wird in den entsprechenden Planpositionen verstärkt. Des Weiteren berichten die Risikocontroller*innen der Unternehmen innerhalb der Gruppe laufend und direkt an die Geschäftsführung sowie an das Konzernrisikocontrolling, welches wiederum an die Geschäftsführung der WIENER STADTWERKE GmbH berichtet und auch der Aufsichtsrat wird regelmäßig informiert.
Gestaltung des Umgangs mit Risiken: Bei der Risikosteuerung wird ein geeigneter Umgang mit den Risiken festgelegt, um ein akzeptables Niveau dieser sicherzustellen. Dies geschieht durch verschiedene Steuerungsansätze – Vermeiden, Vermindern, Übertragung auf Dritte – einzeln oder kombiniert, sowie das bewusste Akzeptieren. Die Unternehmensbereiche prüfen dafür mittels Kosten-Nutzen-Analysen die infrage kommenden Maßnahmen und Kontrollen und implementieren diese. Die Maßnahmen werden im Zuge der quartalsweisen Analyse überwacht und gegebenenfalls an die neue Risikosituation angepasst. Nicht durch die anderen Steuerungsansätze behandelbare Risiken bzw. darüber hinaus verbleibende Restrisiken werden bewusst abgewogen.
Risikoüberwachung und -kontrolle: Die laufende Erhebung, Erfassung und Bewertung der Risiken der Konzernunternehmen bildet sowohl die Basis für die regelmäßige Berichterstattung als auch für die damit verbundene Überwachung der Risiken im Einzelnen und in ihrer Gesamtheit. Ergänzend werden die Konzeption, die Angemessenheit und die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems der Konzernunternehmen und des Unternehmensverbunds selbst regelmäßig evaluiert, überwacht und kontrolliert. Die Einhaltung aller für die Gruppe maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften wird überwacht und kontrolliert. Die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung ist sichergestellt. Der Rechnungslegungsprozess der Wiener Stadtwerke ist durch gruppenweite Richtlinien und Vorgaben geregelt.
Verantwortlich für die Einhaltung des dargestellten Risikomanagementprozesses sind die in jedem Konzernunternehmen etablierten Risikocontroller*innen.
3.1.2 Internes Kontrollsystem (IKS)
Das IKS innerhalb der Wiener Stadtwerke Gruppe umfasst die Überwachung aller prozessbezogenen Kontrollen. Es basiert auf einer systematischen und dokumentierten
Erfassung der Prozesse der Ablauforganisation, der Identifizierung und Bewertung von festgestellten Prozessrisiken, der Definition von kompensierenden Maßnahmen und der Durchführung von entsprechenden Kontrollen und der Sicherstellung der Wirksamkeit der Kontrolldurchführungen.
Der gruppenweite Mindeststandard für das IKS wird über eine Konzernrichtlinie festgelegt, sichert ein einheitliches Verständnis der Rollen sowie Verantwortlichkeiten und definiert den IKS-Regelablauf. Im IKS-Regelablauf ist vorgesehen, dass sichergestellt wird, dass eine nachvollziehbare Dokumentation über die durchgeführten Kontrollen vorliegt und das IKS wirksam ist. Die Verantwortlichkeit für das IKS der einzelnen Konzernunternehmen liegt bei den Geschäftsführungen der jeweiligen Gesellschaft.
Durch eine verpflichtende, periodische Berichterstattung über die Wirksamkeit an die Geschäftsführungen und den Aufsichtsrat/Prüfungsausschuss, ist ein entsprechend den Vorgaben durchgeführtes IKS gewährleistet.
3.1.3 Steuerkontrollsystem (SKS)
Zusätzlich zum Internen Kontrollsystem wurde im Jahr 2021 das SKS implementiert. Diess umfasst die Summe aller Maßnahmen, Prozesse und Prozessschritte, die gewährleisten, dass die Besteuerungsgrundlagen für die jeweilige Abgabenart in der richtigen Höhe ausgewiesen und die darauf entfallenden Steuern termingerecht und in der richtigen Höhe abgeführt werden.
Der Aufbau und Inhalt des Steuerkontrollsystems richtet sich nach den Bestimmungen der SKS-Prüfungsverordnung und den Vorgaben des Fachgutachtens der Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer über die „Erstellung eines Gutachtens zum Steuerkontrollsystem gemäß §§ 153b Abs 4 Z 4 und 153f Abs 5 BAO“ und in der jeweils gültigen Fassung. Das Steuerkontrollsystem erfolgt nach konzerneinheitlichen Vorgaben, welche in einer Konzernrichtline definiert sind.
Das Steuerkontrollsystem trägt dazu bei, finanzielle, finanzstrafrechtliche, Reputations- und Geschäftsrisiken der Unternehmensgruppe zu reduzieren und wird alle drei Jahre von einem externen Gutachter überprüft. Die letzte Überprüfung fand 2024 statt.
3.2 Erläuterungen der wesentlichen Einzelrisiken
Die Risikolandschaft der Wiener Stadtwerke gliedert sich in mehrere Risikogruppen, in denen die Risiken der BESTATTUNG WIEN GmbH eingebettet sind. Die Einzelrisiken werden nach deren Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeit beurteilt und den vordefinierten
Risikokategorien zugeordnet. Die bedeutendsten Einzelrisiken ergeben sich dabei in den nachfolgend angeführten Kategorien:
Strategie und Markt
Die Bereiche Sterblichkeit und Mitbewerb haben in der BESTATTUNG WIEN GmbH wesentlichen Einfluss auf den Erfolg. Die 2002 erfolgte Marktfreigabe für das Bestattungsgewerbe führt zu einem immer deutlicher werdenden Konkurrenzdruck. So etwa waren Ende 2025 neben der BESTATTUNG WIEN GmbH etwa 40 weitere Bestattungsunternehmen in Wien tätig. Der zunehmende Konkurrenzdruck, ein steigender Spargedanke, Änderungen bei der Wertigkeit der Bestattungskultur und zurückgehende Sterbezahlen in Wien wirken sich auf die Umsatzentwicklung der BESTATTUNG WIEN GmbH aus. Aufgrund demographischer Entwicklungen ist laut Statistik Austria speziell in Wien noch für die nächsten 2 Jahre von einer sinkenden Sterberate auszugehen. Der durchschnittliche Ergebnisbeitrag je Fall ist eine der zentralen Größen für den Erfolg des Unternehmens und daher sind mögliche Abweichungen sowohl als Risiko als auch als Chance zu betrachten.
Beschaffung und Aufwand
Die Beschaffungsrisiken beinhalten das mögliche Risiko des Ausfalls eines Sarglieferanten sowie mögliche Belastungen durch die Inflationsrate, die sich auf diverse Aufwandskonten auswirken können. Beide Risiken führten zu keiner Ergebnisverschlechterung.
Die Beschaffung von Treibstoff stellt kein nennenswertes Risiko dar, die Energiekosten liegen unter dem Planwert. Von zunehmender Bedeutung ist auch die Präsenz in sozialen Medien und Top-Reihungen in Suchmaschinen.
Im Zuge von EDV-Projekten kommt es bei den Kosten immer wieder zu Umgliederungen von Investitionen zum Aufwand und umgekehrt. Daraus resultieren oft erst spät Abweichungen beim EDV-Aufwand und in weiterer Folge entsprechend positive oder negative Ergebnisveränderungen.
Finanzmarktrisiken
In dieser Risikoklasse werden insbesondere Risiken der kurz- und langfristigen Finanzveranlagung gemanagt. Im Fokus steht die finanzwirtschaftliche Stabilität inkl. der Sicherung der Liquidität des Konzerns.
Für die effiziente Steuerung der kurzfristigen Liquidität nutzt der Konzern ein konzernweites Cashpooling. Dies gewährleistet, dass der kurzfristige Finanzbedarf innerhalb des Konzerns jederzeit zuverlässig gedeckt wird. Die langfristige Finanzveranlagung erfolgt konservativ und ist an den Regelungen auf Pensionskassen ausgerichtet. Die dafür erforderlichen
Veranlagungen werden durch eine separate Asset-Management Einheit betreut, die zentral in der Konzernleitung verortet ist.
Personal und Soziales
Mögliche Abweichungen bei den geplanten Mitarbeiter*innenzahlen sowie den geplanten Lohn- und Gehaltsanpassungen wurden als ergebniswirksame Effekte abgebildet. Neben diesen quantitativen Risiken stehen als qualitative Risiken die Krankenstandstage sowie das Wissensmanagement unter Beobachtung. Es werden laufend Maßnahmen erarbeitet, um Krankenstandstagen zu reduzieren und rechtzeitig für einen durch bevorstehende Pensionierungen erforderlichen Wissenstransfer zu sorgen.
Corporate Governance und Compliance
Im Rahmen der Geschäftstätigkeit ergeben sich für den Konzern verschiedene rechtliche Risiken. Diese können zu juristischen Auseinandersetzungen führen, die den Konzern wirtschaftlich, operativ und auch in Bezug auf die Reputation schädigen können.
Als Konzern, der sich der gesellschaftlichen Verantwortung bewusst ist, gewährleisten die Datenschutzbeauftragten der Konzernunternehmen in Abstimmung mit allen relevanten Bereichen, dass Datenschutzverletzungen konsequent vermieden werden, indem die Verarbeitung personenbezogene Daten ausschließlich gemäß den Regelungen der DSGVO und den lokal anwendbaren Gesetzen erfolgt.
Mögliche Verstöße gegen die Datenschutzgrundverordnung und des sich daraus ergebenden möglichen Maximalrisikos einer Strafe in Höhe von 4,0 % des Konzernumsatzes werden von der BESTATTUNG WIEN GmbH als Extremrisiko dargestellt und fließen nicht in die Risikoaggregation ein. Somit hat dieses Risiko keine unmittelbaren Auswirkungen auf das dargestellte Ergebnis und den Cashflow.
Bei Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht bzw. Kartellrecht und des sich daraus ergebenden möglichen Maximalrisikos einer Strafe in Höhe von 10,0 % des Konzernumsatzes werden von der BESTATTUNG WIEN GmbH als Extremrisiko dargestellt und werden entsprechend ebenfalls nicht in die Risikoaggregation einbezogen. Da auf dem Bestattungssektor ein erhöhtes Augenmerk liegt, wird eine etwas höhere Eintrittswahrscheinlichkeit von 2,5 % angenommen.
Gesamtbild: Keine bestandsgefährdenden Risiken bei der BESTATTUNG WIEN GmbH Sämtliche erfasste Einzelrisiken werden aggregiert und im Rahmen einer gesamtheitlichen Risikotragfähigkeitsanalyse betrachtet. Basierend darauf sind zum Stichtag 31. Dezember 2025 sind keine Risiken erkennbar, die entweder isoliert oder in Kombination mit anderen
Risiken bestandsgefährdende Auswirkungen für die BESTATTUNG WIEN GmbH haben könnten.
3.3 Chancen
Die Wiener Stadtwerke-Gruppe hat einen klaren gesellschaftlichen Auftrag: Ihre vorrangige Aufgabe und damit auch ihr höchstes Interesse ist die sichere Erfüllung des Versorgungsauftrags gegenüber Bürger*innen und Unternehmen für die Metropolregion Wien. Unabhängig davon ist die Gruppe bestrebt, ihre unternehmerischen Möglichkeiten im Sinne ihrer Kund*innen zu nutzen. Auf diese Weise sichert die Gruppe ihre wirtschaftliche Stabilität und erhöht ihren Handlungsspielraum für die Umsetzung von Konzepten, welche die Lebensqualität der Menschen in der Metropolregion erhöhen und die Erreichung der Klimaneutralität bis 2040 vorantreiben.
Im Rahmen des Risikomanagementsystems werden nicht nur Risiken im engeren Sinne, sondern auch potenzielle Chancen miterfasst. Die erfassten Themen fließen in die regelmäßige Risikoberichterstattung ein und werden im Zuge dessen auch in den entsprechenden Gremien adressiert (Details zum Risikoreporting siehe Kapitel Risikomanagementsystem).
4. Ausblick
4.1 Allgemein
Die Wiener Stadtwerke sind weiterhin mit den veränderten Rahmenbedingungen am europäischen Energiemarkt konfrontiert. Im Vordergrund stehen stark schwankende Gas- und Energiepreise und die Notwendigkeit des raschen Umbaus der Energiesysteme. Das erklärte Ziel ist die Schaffung der Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und der Aufbau eines klimaneutralen Energiesystems für den Großraum Wien, allen voran der schrittweise Ausstieg aus Gas. Die Wiener Stadtwerke sind die wesentliche Umsetzerin, um Wien bis 2040 klimaneutral zu gestalten. Für den dafür erforderlichen Weg hat die Gruppe eine klare Unternehmensstrategie formuliert, die sich den drei großen Sektoren Strom, Wärme und Mobilität widmet. Aufgrund der schwierigen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird die Wiener Stadtwerke-Gruppe ihre Bemühungen betreffend Effizienzsteigerungen fortführen, um eine starke finanzielle Basis für zukünftige Herausforderungen gewährleisten zu können. Zudem baut die Unternehmensgruppe ihren Servicecharakter weiter aus und setzt verstärkt auf Digitalisierung. Durch klare Priorisierung der Vorhaben sollen wichtige Wachstums-, Innovations- und Klimaschutzprojekte vorangetrieben werden.
S5 BESTATTUNG WIEN
Gleichzeitig widmen sich die Wiener Stadtwerke in den nächsten Jahren vermehrt dem Fachkräftemangel. Rund ein Drittel der Mitarbeiter*innen werden in den nächsten zehn Jahren die Pension antreten. Gleichzeitig stehen entsprechende Fachkräfte – allen voran im Bereich IT sowie im öffentlichen Personennahverkehr – auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr in dem gewohnten Ausmaß zur Verfügung. Im Vordergrund steht hier die Profilierung der Arbeitgebermarke sowie die direkte Ansprache und Rekrutierung fehlender Fachkräfte.
4.2 Entwicklung der BESTATTUNG WIEN GmbH
Im kommenden Jahr wird sich die BESTATTUNG WIEN GmbH weiterhin auf die stabile und verlässliche Erbringung ihrer Dienstleistungen konzentrieren. Interne Abläufe werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst und digitalisiert, um eine effiziente und qualitativ hochwertige Leistungserbringung zu gewährleisten. Zudem wird das Unternehmen den Auftritt und das Angebot seiner verschiedenen Marken (Bestattung Wien, Bestattung PAX, baba) kontinuierlich entlang der gesellschaftlichen Veränderungen sowie Kund*innenbedürfnisse verbessern und anpassen.
Insgesamt wird die BESTATTUNG WIEN GmbH ihre Rolle als verlässlicher Dienstleister im sensiblen Bereich der Bestattungen weiter festigen.
Wien, am 26. März 2026
. Mag. Jürgen Sild e.h. Gøschäftsführer
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