← Zurück zum Firmenprofil

Lagebericht 2025

Industrieanlagenbau GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 30. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

L A G E B E R I C H T

1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

a. Geschäftsverlauf

Mit dem Geschäftsjahr 2025 hat lAB nicht nur die negativen Auswirkungen des hohen Preisdruckes im Bereich des Trafobaus in den Jahren 2018 bis 2021 endgültig hinter sich gelassen. Dies ist einerseits auf die mittlerweile außerordentlich hohe Nachfrage in eben diesem Bereich und dem damit verbundenen nachhaltig guten Verkaufspreis zurückzuführen und andererseits auf die in den letzten Jahren realisierten Effizienzsteigerungen. Die Situation am Beschaffungsmarkt für Rohstoffe und Halbzeuge war sowohl in Bezug auf die Verfügbarkeit als auch den Preis auch 2025 stabil und deutlich entspannter als in den Jahren 2020 bis 2023. Das anhaltend rezessive Umfeld in Osterreich beschert der IAB weiterhin eine sehr gute Personalverfügbarkeit mit stagnierenden Einkaufspreisen für Fremdpersonal. Die Personalkostensituation auf Basis des Kollektivvertrages Metall Industrie hat sich zwar nicht entspannt aber kann aktuell aufgrund der hohen Nachfrage 1:1 an die Kunden weitergegeben werden. Die mit Siemens Energie entwickelte Preisliste musste zwar an der einen oder anderen Stelle überarbeitet werden, hat sich aber grundsätzlich bewährt und soll diese auch auf andere Standorte und Produktbereiche ausgeweitet bzw. auch für den Lohnkostenteil in 2026 ein Automatismus entwickelt werden. Durch eine gute Liefer- als auch Qualitätsperformance konnte sich IAB an die absolute Spitze der Lieferanten für Trafo Komponenten bei Siemens Energy arbeiten. Parallel dazu konnten in Deutschland weitere Standorte für die Mobilnetzverdichtung im Bereich der Autobahnen mit unserem Vertriebspartner Abel sowie der DFMG mit der 2024 entwickelten völlig neuen Mastkonfektion realisiert werden und die Fertigungsstraße weiter verfeinert. Auch wurde für weitere Produktbereiche (Verkehrstechnik, Pressplatten und Radiatorenbau) die Standardisierung vorangetrieben und vergleichbare Fertigungsstraßen mit entsprechenden Vorrichtungen implementiert resp. in solche investiert. Dies führte zu einer deutlichen Verbesserung der DB Situation in allen drei Bereichen.

Der Auftragseingang 2025 lag zwar erneut etwas hinter jenem von 2024 und konnte der Planumsatz diesmal nicht erreicht werden, doch hatte dies ob der zuvor beschriebenen Verbesserungen bei den DBs keine negative Auswirkung auf das Jahresergebnis. Der Planungshorizont von IAB ist aufgrund der Rahmenvereinbarung mit Siemens weiter gestiegen und so lag der Auftragsüberhang für das nächste

Geschäftsjahr zum 31.12.2025 deutlich über jenem am 31.12.2024. Darüber hinaus ist auch der Forecast Zeitraum von Siemens Energy um ein weiteres Halbjahr länger geworden und wurden Lieferslots bis Ende 2027 reserviert. Dieser erneut längere Planungshorizont ermöglich IAB eine bessere und stabilere Planung, was zu einer stabileren Auslastung und in Folge höherer Produktivität führt.

Was sich leider auch 2025 nicht geändert hat und den Alltag nach wie vor erschwert ist der sehr hohe Anteil an kurzfristigen Ausfällen von Fertigungsmitarbeitern von Woche zu Woche. Leider mussten auch 2025 wieder Forderungen ggü. Kunden wertberichtig werden und wurde ein gerichtlicher Streit rund um eine Schadenersatzforderung der Verbund Hydropower AG verloren. Eine entsprechende Zahlung musste geleistet werden. Mittlerweile ist ein weiterer Rechtsstreit rund um eine Kostenforderung der Austrian Power Grid AG anhängig.

Schlussendlich brachet 2025 aufgrund der für IAB sehr guten Marktlage und der sehr guten Marktposition bzw. trotz der Wertberichtigungen und Rückstellungen eine weitere Ergebnisverbesserung gegenüber 2024. Dies trotz der Tatsache, dass IAB 2025 einige Initiativen zur Realisierung der 2023 erarbeiteten Strategie gefördert und dafür einige finanzielle Mittel aufgewendet hat. Das Ziel sich als produkt- und knowhow-spezialisierter Betrieb im Sonderanlagenbau mit standardisierten Produkten europaweit zu positionieren wird trotz der guten Marktlage im Bereich Trafo nicht aus den Augen verloren und konnte so der Leistungsanteil des Transformatorenbaus auch 2025 unter 70% gehalten werden.

Eine Zweigniederlassung mit eigener Rechtspersönlichkeit existiert nicht.

b. Finanzielle Leistungsindikatoren

Kennzahlen zur Ertragslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
20242025
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Umsatzerlöse (Sales)
Umsatzerlöse
100017.42016.088
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before Interest and Tax - EBI
Ergebnis vor Zinsen und Steuem
10001.3741.387
Umsatzrentabilität (Return on sales - ROS)
Ergebnis vor Zinsen und Steuem
Umsatzerlöse8%9%
Eigenkapitalrentabilität (Return on equity - ROE)
Ergebnis vor Steuem
Eigenkapital64%40%
Gesamtkapitalrentabilität (Return on investment - ROI)
Ergebnis vor Zinsen und Steuem
Gesamtkapital17%16%

Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
20242025
Nettoverschuldung (Net Debt)
verzinsliches Fremdkapital -
- flüssige Mittel
1000995275
Nettoumlaufvermögen (Working Capital)
Umlaufvermögen - langfristiges
Umlaufvermögen - kurzfristiges Fremdkapital
10003.9352.652
Eigenkapitalquote (Equity Ratio)
Eigenkapital
Gesamtkapital34%45%
Nettoverschuldungsgrad (Gearing)
Nettoverschuldung
Eigenkapital33%8%

Finanzlage (Kapitalflussrechnung)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
20252024
TEURTEUR
Netto-Geldzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit1.4682.470
Netto-Geldabfluss aus der Investitionstätigkeit-274-304
Netto-Geldabfluss aus der Finanzierungstätigkeit-490-937
zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds7041.229
Finanzmittelfonds am Beginn der Periode1.2301
Finanzmittelfonds am Ende der Periode1.9341.230

c. URG Kennzahlen

Kennzahlen gemäß Unternehmensreorganisationsgesetz (URG)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
20242025
Eigenmittelquote (§ 23 URG)
Elgenkapital x 100
Gesamtkapital - Erhaltene Anzahlungen34,05%44,51%
Fiktive Schuldentilgungsdauer in Jahren (§ 24 Abs. 1 URG)
Effektivverschuldung
Mittelüberschuss3,451,87
Effektivverschuldung (§ 24 Abs. 1 URG)
Fremdkapital - Liquide Mittel
- Erhaltene Anzahlungen
10004.6302.559

2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens

a. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Der Mitte 2019 gestartete zweite Anlauf zur vollumfänglichen Umsetzung der Unternehmensstrategie aus 2012 wurde auch 2025 mit Hochdruck verfolgt. Es wurden erneut zwei Workshops zum Monitoring der Roadmap „IAB 2030“ durchgeführt. 2025 nahm IAB dazu allerdings keine weitere externe Unterstützung in Anspruch sondern wurden die Workshops vom IAB Führungsteam geplant und umgesetzt. Mit Juli 2026 wurde der Technische Leiter, Reinhold Gracner, zum technischen Geschäftsführer bestellt. Des Weiteren wurde ein geförderter Mitarbeiter als Innovationsmanager und ein zweiter geförderter Mitarbeiter als Transformationsmanager aufgenommen und mit den Agenden sowie der Programmleitung der Roadmap betraut. Das erste Halbjahr 2025 stand noch ganz im Zeichen des Mastbaus und konnten hier abschließend weitere gute Erfolge erzielt werden. Dazu wurden die Vertriebsarbeitspakete vorangetrieben, die Homepage erneuert und eine Social Media sowie SEO Vertriebskampagne gestartet. Im 2. Halbjahr rückten dann sukzessive wieder die Arbeitspakete aus dem Stahlwasserbau sowie der Verkehrstechnik in den Fokus. Die Auswirkungen der, durch die Maßnahmen rund um den Ukraine Krieg, verschärften Wirtschaftskrise sind für das Unternehmen nach wie vor spürbar, mitlerweile allerdings ausschlieflich positiv, und wurden selbige bei dieser Betrachtung bereits berücksichtigt. Auch mit Ende Q1 2026 hat sich das nicht nachhaltig geändert.

Die zusätzlichen Kapazitäten im Bereich Technik machen sich aufgrund der anhaltenden Fluktuation im Bereich der Angestellten weiterhin bezahlt und können so vor allem im Bereich der Projektleitung Nachbesetzungen intern abgedeckt werden.

b. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Stabilere Rohstoffpreise sowie das anhaltend rezessive Umfeld bestimmen das Preisgefige und sind von IAB selbst so gut wie nicht beeinflussbar. Ober die weitere Entwicklung herrscht am Markt eine hohe Unsicherheit und sieht sich das Unternehmen so mit völlig veränderten Voraussetzungen im Vertrieb konfrontiert. Fest- oder Pauschalpreisanfragen sind zwar mittlerweile wieder die Regel doch hält sich IAB weitestgehend an seine eigene Zielsetzung solche Aufträge nicht anzunehmen, sondern immer Preisgleitklauseln als unabdingbar in die Werkverträge zu monieren. Dies führt, da manche Kunden bzw. Einkäufer an alten Verhaltensweisen festhalten wollen, nach wie vor da und dort zu Absagen und in einigen Fällen auch für Verwunderung, jedoch fährt IAB so in Summe deutlich besser als zuvor. Vor allem die Personalverfügbarkeit hat sich durch das schlechtere konjunkturelle Umfeld in der Metallverarbeitung im letzten halben Jahr nachhaltig entspannt. Es hat sich sohin auch 2025 bezahlt gemacht, dass IAB ob der Unsicherheit darüber, wie lange der unerwartet starke Aufschwung nach Corona anhalten wird, in der Planung vorsichtig war. Dieser Grundsatz, das Vorsichtsprinzip, wurde auch für die Planung 2026 beibehalten allerdings konnte, aufgrund der weiten Voraussicht und dem guten Auftragsstand, eine deutliche Umsatzsteigerung budgetiert werden.

Der Risikofaktor „Auslagerung von Fertigungsprozessen an sogen. Fremdfertiger“ bleibt bestehen. Das bedeutet die Integration von „Nichteigenprodukten“ im hausinternen Fertigungsprozess und die Ubernahme der damit verbundenen Fremdrisiken für das Unternehmen. Die Auslagerung von Fertigungsprozessen an „verlässliche“ Subunternehmen birgt unter langfristiger Betrachtung das Risiko in sich, eigene Konkurrenz heranzuziehen.

Die Konkurrenzsituation am Markt ist im Wesentlichen konstant und hat sich 2025 nicht weiter verschärft.

c. Finanzielle Risiken

Das finanzielle Risiko des Unternehmens kann basierend auf der Eigenfinanzierung und der Liquiditätsreserven des Unternehmens als niedrig bezeichnet werden. Die Übernahme von Großaufträgen birgt aber hinsichtlich von Gewährleistungsfragen gebündelte Risiken in sich (Faktor Garantiezeit, Garantieumfang, Gewährleistungsrisiko, Risiko von Folgeaufträgen, Zahlungsrisiko). Es gibt keine derivativen Finanzinstrumente.

Bericht über die Forschung und Entwicklung

Im Bereich der Forschung und Entwicklung wird nach wie vor ein verstärktes Augenmerk auf die Erneuerung der bestehenden Produkte unter Einbeziehung neuer Fertigungstechnologien aber vor allem den Möglichkeiten der Digitalisierung gelegt. Die Standardisierung und spätere Teil- bzw. ggf. in Folge beinahe Vollautomatisierung der Fertigung von Einzelbauteilen ist Thema der Entwicklung. Die Entwicklungstätigkeit umfasst sowohl neue Projekte als auch die Optimierung bestehender. Innovation als Erfolgsfaktor ist im Bewusstsein der Geschäftsführung verankert.

St. Stefan im Lavanttal, am 22.6.2026

a nei

Wir verwenden Cookies, um grundlegende Funktionen der Plattform sicherzustellen und anonymisierte Nutzungsstatistiken zu erfassen. Durch einen Klick auf "Akzeptieren" stimmst du der Verwendung dieser Cookies zu.