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Lagebericht 2025

Constantia Flexibles Group GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 01. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

Constantia lexibles

Constantia Flexibles Group GmbH Handelskai 92 A-1200 Wien

People Passion Packaging

Inhaltsverzeichnis

1 ALLGEMEINES . 2 GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DES UNTERNEHMENS . 2.1 Geschäftsverlauf. 2.2 Lage des Unternehmens. 3 VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN . 4 BERICHT ÜBER DIE VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG UND RISIKEN DES UNTERNEHMENS . 4.1 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens . 4.2 Unternehmensausblick. 4.3 Wesentliche Risiken und Ungewissheit. 5 BERICHT ÜBER DIE FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG. ..3 .. 5 .. 5 .. 9 .. 12 .. 13 .. 13 .. 13 .. 15 .. 16

1 Allgemeines

Die Constantia Flexibles Group GmbH ist eine operative Beteiligungsholding, die zusammen mit ihrer Alleingesellschafterin, der Constantia Flexibles Holding GmbH, sämtliche Anteile an der Constantia Flexibles Unternehmensgruppe hält und mit eigenen Mitarbeitern wesentliche Management-Service Dienstleistungen an ihre weltweit tätigen Tochterunternehmen erbringt. Zusätzlich agiert die Constantia Flexibles Group GmbH als zentrale Einkaufsgesellschaft und übernimmt in dieser Hinsicht erhebliche Risiken der Konzerngesellschaften bei der Materialbeschaffung. Außerdem wird die weltweite Bereitstellung von Waren in der erforderlichen Qualität zu optimierten Bedingungen sichergestellt. Hierbei wird an den sozialen und ökologischen Grundsätzen von Constantia Flexibles festgehalten. Um die bestmöglichen Bedingungen zu erhalten, unterteilt sich die Abteilung Group Procurement in die Bereiche Aluminium, Film, Chemicals und sonstiger Einkauf.

Die Management-Service Dienstleistungen gliedern sich in folgende Bereiche:

• Group Treasury • Group Internal Audit • Group Tax • Group Legal • Group Human Resources • Group Merger & Acquisitions (M&A)

Der Bereich Group Treasury unterteilt sich in folgende Teilbereiche:

• Corporate Finance • Cash Management • Risk Management • Systems & Reporting • Credit Insurance

Group Internal Audit prüft und berät die Firmen der Constantia Flexibles Gruppe beim Tagesgeschäft, sowie bei verschiedensten Projekten und hält sich dabei an die Richtlinien, Verfahren und den Verhaltenskodex der Constantia Flexibles Gruppe.

Group Tax beschäftigt sich mit den unterschiedlichsten Themen im Bereich der Steuern, wie zum Beispiel Tax Compliance, Transfer Pricing, Tax Risk Management, Tax Reporting, M&A, Tax Integration, Restructuring, Dividendenplanung, Eigenkapitalplanung und Mehrwehrsteuer, sowie mit Konzernzollwesen und Konzernrisikomanagement.

Der Bereich Group Legal ist der erste Ansprechpartner für alle Angelegenheiten im Zusammenhang mit Rechtsberatung. Darunter fallen folgende Themen: Gesellschaftsrecht, Vertragsrecht, M&A, Rechtsstreitigkeiten, Compliance und Datenschutz.

Die Abteilung Group Human Resources ist verantwortlich für die Auswahl, Einstellung, Schulung, Bewertung und Entlohnung von Mitarbeitern. Außerdem wird die organisatorische Führung und die Einhaltung der Arbeitsgesetze von Group Human Resources überwacht.

Das Team von Group M&A befasst sich mit dem Kauf, dem Verkauf, der Aufteilung und dem Zusammenschluss verschiedenster Unternehmen oder Vermögenswerten. Zurzeit liegt der Fokus auf dem Ausbau der Präsenz von Constantia Flexibles in den Schwellenländen und der Stärkung der Wettbewerbspositionen in den Schlüsselmärkten.

Des Weiteren fungiert die Constantia Flexibles Group GmbH als Cashpool-Master für den USD Cashpool der Constantia Flexibles Gruppe. In diesem Cashpool sind sämtliche verbundene Unternehmen in Osterreich eingebunden, die über ein USD-Konto verfügen.

Die Gesellschaft fällt nicht unter die Verpflichtung zur Erstellung einer nichtfinanziellen Erklärung gemäß § 243b UGB.

2 Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

2.1 Geschäftsverlauf

2.1.1 Group Procurement

2.1.1.1 Übergreifend

Das gruppenweite Transformationsprogramm im Einkauf wurde in der zweiten Jahreshälfte 2025 erfolgreich aus dem Projektstatus in den Regelbetrieb überführt. Ein zentraler Schwerpunkt war die Integration von Aluflexpack mit neun Produktionsstandorten, wodurch organisatorische und prozessuale Strukturen harmonisiert und Synergien realisiert wurden. Diese Maßnahmen stärken die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit der Constantia Flexibles Gruppe nachhaltig. Darüber hinaus wurde die Zusammenarbeit mit Group Sustainability weiter vertieft und systematisch verankert, um die strategischen Nachhaltigkeitsziele konzernweit zu unterstützen.

2.1.1.2 Aluminium

Das Jahr 2025 begann mit weiterhin stabiler Aluminiumverfügbarkeit und hoher Lieferperformance unserer wichtigsten Lieferanten. Dies ist maßgeblich auf die konsequente Umsetzung der CFLEX- Verträge und Lieferbedingungen zurückzuführen. Die Lieferantendiversifikation wurde in zahlreichen Projekten gemeinsam mit den Werken weiter vorangetrieben und bleibt ein zentraler Bestandteil unserer Strategie. Ein besonderer Fokus lag erneut auf der Kreislaufwirtschaft: Die Rückführung von CFLEX- Aluminiumschrott in CFLEX-Rohmaterialien wurde weiter ausgebaut, um den CO2-Fußabdruck zu reduzieren und die Recyclingquote zu erhöhen.

Ab dem zweiten Quartal wurde das Marktumfeld aufgrund geopolitischer und regulatorischer Entwicklungen, darunter aktualisierte Zölle in Nordamerika und die schrittweise Umsetzung von CBAM in der EU, dynamischer. US-Zollmaßnahmen beeinflussten Preis- und Marktverhalten, was zu höheren LME-Angeboten und regionalen Prämien führte. Dank einer starken Lieferantenbasis und gut strukturierter Verträge konnten Störungen vermieden werden. Gegen Jahresende begannen sich die Bedingungen etwas zu entspannen, obwohl die Marktvolatilität weiterhin besteht.

2.1.1.3 Plastik

Im Jahr 2025 standen die europäischen Polyolefinpreise unter anhaltendem Abwärtsdruck, bedingt durch ein globales Uberangebot und eine verhaltene regionale Nachfrage. Das Jahr begann mit schwacher Stimmung, da Verarbeiter auf bestehende Lagerbestände zurückgriffen und Endverbrauchssektoren, wie Verpackung und Automobil, nur eine begrenzte Erholung zeigten. Kurzfristige Preisstützung trat im Frühjahr auf, ausgelöst durch saisonale Nachfrage und logistische Störungen, doch diese war nur von kurzer Dauer, da sinkende Rohstoffkosten und wettbewerbsfähige Importe die Gewinne schnell zunichtemachten.

Zur Jahresmitte stellte sich eine relative Stabilität auf niedrigerem Niveau ein, unterstützt durch Wartungsstillstände und vorübergehende Angebotsengpässe. Die Basisdaten signalisierten weiterhin eine rückläufige Tendenz. Globale Kapazitätserweiterungen übertrafen weiterhin die Nachfrage, und europäische Produzenten kämpften mit steigenden Compliance-Kosten im Rahmen von CO2- und Recyclingvorschriften. Im letzten Quartal setzten die Preise ihren Rückgang fort, bedingt durch hohe Lagerbestände, begrenzte Wiederauffüllung und anhaltenden Importdruck.

Insgesamt war 2025 geprägt von Margendruck und Volatilität, wobei strukturelle Herausforderungen kurzfristige Schwankungen überlagerten. Der Ausblick für 2026 bleibt stabil und hängt von einer möglichen Kapazitätsanpassung, sowie einer stärkeren Nachfrageerholung ab.

2.1.1.4 Chemikalien

Constantia war erfolgreich darin, mehrere Preissteigerungsforderungen zurückzuweisen, die mit dem Anstieg der Rohstoffkosten (z. B. Polyole, Adipinsäure, MDI, TDI) begründet wurden und zu Beginn des 2. Quartals 2025 durchgesetzt wurden. Seit dem 3. Quartal 2025 hat sich die Rezession verschärft und die Marktdynamik hat sich umgekehrt. Constantia verfolgt Preisbewegungen aufmerksam, um wirtschaftliche Vorteile zu sichern. Für 2026 werden verschiedene Preissenkungen umgesetzt. Diese wurden nicht nur als Abbild der aktuellen Rohstoffmarktsituation verhandelt, sondern auch unter Nutzung der Synergien aus der AFP-Übernahme, sowie der Flexibilität, die durch die Qualifizierung mehrerer neuer alternativer Produkte gewonnen wurde. Dies hat Constantia ermöglicht, einen lebhaften Wettbewerb innerhalb seines Lieferantenpools zu fördern.

Die meisten Anbieter im Chemiesektor erwarten nicht, dass sie Anfang 2026 in der Lage sein werden, ihre Gewinnmargen wiederherzustellen, aufgrund der rückläufigen Nachfrage in der Automobil- und Bauindustrie.

2.1.1.5 Papier

Die Lage auf dem Papiermarkt 2025 war einigermaßen stabil und durch sinkende Zellstoffpreise geprägt. Nachfrageseitig ist die Papierindustrie in den flexiblen Verpackungspapieren unter den Erwartungen geblieben und die Hoffnung auf ein besseres zweites Halbjahr haben sich nicht erfüllt.

2.1.1.6 Logistik

Das Jahr 2025 war geprägt durch flächendeckende Preiserhöhungen auf Rekordniveau und rasant ansteigende Kapazitätsengpässe. Nach anfänglichen Erhöhungen der Raten in der Straßenfracht durch die Implementierung höherer Mauten und Personalkosten setzte sich dieser Trend durch eine sich immer weiter zuspitzende Unterkapazität ungehindert fort. Stark gestiegene Kostenniveaus und die gleichzeitig schwächelnde Konjunktur führten erneut zum Marktaustritt vieler Transportdienstleister. Die Seefracht stand nach anfänglichen Disruptionen aufgrund der US-amerikanischen Tarifpolitik ab dem zweiten Quartal ganz im Zeichen fallender Transportkosten. Ab dem zweiten Quartal zeigte auch der Luftfrachtmarkt starke Tendenzen fallender Preise aufgrund weltweit sinkender Marktnachfrage. Die

Themen verfügbare Kapazitäten und volatile Preise in der Transportlogistik werden uns auch noch im Jahr 2026 beschäftigen.

2.1.2 Group Treasury

Im Jahr 2025 erforderte die Übernahme der Aluflexpack Gruppe eine Erweiterung der Eigenkapital- und Fremdfinanzierung für die Gruppe. Im Anschluss daran konzentrierte sich das Group Treasury auf die Integration der Aluflexpack-Aktivitäten, einschließlich der Überwachung der Cash-Positionen, Zentralisierung und FX-Absicherung. Group Treasury hat im Laufe des Jahres auch die Erweiterung mehrerer Working Capital Linien vorangetrieben.

Weitere Projekte umfassten Verbesserungender Cash-Monitoring-Berichte und Liquiditätsprognosetools sowie eine Ausweitung der Beteiligung am Absicherungsprozess von Aluminium-Expositionen

2.1.3 Group Internal Audit

2025 wurden folgende Gesellschaften von Group Internal Audit geprüft: • AFP Novi – Anlage Drnis (Kroatien) • AFP Novi – Werk Zadar (Kroatien) • Arimpeks (Türkei) • Constantia Blythewood (USA) • Constantia Ebert (Deutschland) • Eliopack (Frankreich) • Constantia Laszlopack (Ungarn) • Verkaufsbüros (Osterreich, Deutschland, Frankreich) • Constantia Teich (Osterreich) • Constantia Teich Polen (Polen)

Außerdem wurde überprüft, ob die im Rahmen der internen Revision eingeführten Maßnahmen bei den Gesellschaften eingehalten werden. Diese müssen dazu eine vierteljährliche Berichterstattung abgeben. Zusätzlich wurde ein gruppenweiter Fragenbogen für alle geschäftskritischen Kontrollen eingeführt, welchen die Gesellschaften beantworten müssen. Im Constantia Flexibles Leitlinienausschuss hat Group Internal Audit dazu beigetragen, dass gruppenweite Richtlinien und Genehmigungen erstellt werden, welche das Vermögen des Unternehmens schützen, sowie gruppenweite Prozesse hinsichtlich Effizienz und Effektivität verbessern sollen.

2.1.4 Group Tax

Die Konzernsteuerabteilung organisiert, gestaltet und überwacht die globale Steuer- und Zollfunktion, sowie das Konzernrisikomanagement in der Constantia Flexibles Gruppe. Klare Zuständigkeiten, Verantwortlichkeiten und Prozesse stellen dabei sicher, dass die Konzernsteuern, sowie -zölle rechtzeitig und korrekt erklärt und abgeführt werden. Im Jahr 2025 wurde an diversen M&A Projekten mitgewirkt, wobei hier insbesondere der Erwerb der Aluflexpack-Gruppe im März 2025 und der dafür

wettbewerbsrechtlich angezeigte Verkauf der kroatischen Omial Novi d.o.o. im Zentrum standen. Darüber hinaus wurden bereits leere Gesellschaften in den Niederlanden, Spanien und Belgien liquidiert, Constantia Flexibles Beteiligungs GmbH mit Constantia Flexibles Group GmbH rückwirkend zum 31.12.2024 verschmolzen, die Vorzugsaktien von CFLEX International GmbH an Afripack Holdings Pty. Ltd. in Stammaktien gewandelt und ein neuer Minderheitseigentümer bei Afripack Pty. Ltd. und Afripack Consumer Flexibles Pty. Ltd. installiert. Schließlich wurden zahlreiche Verrechnungspreisdokumentationen für den Konzern errichtet und die globalen Mindestbesteuerungsregeln (OECD Pillar Two GloBE Model Rules) weiter implementiert. Politische Risiken und Handelskonflikte nehmen kontinuierlich zu, bedingt durch Kriege in der Ukraine und in Israel, sowie US-Zölle. Abgesehen von einer insgesamt spürbar schwächeren Weltwirtschaft gibt es derzeit keine Anzeichen für Entwicklungen, die die Kontinuität der Geschäftstätigkeit in absehbarer Zeit gefährden könnten.

2.1.5 Group Legal

Abseits des Tagesgeschäfts, bei dem wie immer die Prüfung von Kunden- und Lieferantenverträgen und die Abwicklung von Kundenreklamationen den größten Raum einnahm, lag der Fokus der Rechtsabteilung auf einer Verbesserung der technischen Prozesse zur Einhaltung einschlägiger Produktsanktionen, auf Compliance Trainings für neue akquirierte Gesellschaften, die Sicherstellung des gruppenweiten Versicherungsschutzes zu akzeptablen Konditionen, sowie der Unterstützung bei zahlreichen M&A Aktivitäten. Einige davon dienten internen Strukturbereinigungen zu Eliminierung nicht mehr benötigter, inaktiver Gesellschaften. So wurde beispielsweise im Juli 2025 die historisch gewachsene Zahl der österreichischen Holdinggesellschaften durch die down-stream Verschmelzung der Constantia Flexibles Beteiligungs GmbH auf die Constantia Flexibles Group GmbH vereinfacht.

Nach einem langwierigen wettbewerbsrechtlichen Genehmigungsverfahrens vor der EU-Kommission konnte im März 2025 der Kaufvertrag zum Erwerb von 56,67% an der Aluflexpack AG vollzogen und die restlichen Aktien an der Züricher Börse bis Juli 2025 erworben werden. Die Börsennotierung der Aluflexpack AG wurde zeitgleich beendet und die Aluflexpack AG steht damit zu 100% im Eigentum unserer Konzernmutter, der Constantia Flexibles GmbH. Die Rechtsabteilung wirkte an dieser Transaktion und den im Anschluss folgenden Integrationsaktivitäten (z.B. Corporate Governance, Umgründungen, Compliance, Versicherungen) maßgeblich mit.

2.1.6 Group Human Resources

Die Fähigkeiten und Leistungen der Mitarbeiter von Constantia Flexibles bilden eine unverzichtbare Grundlage für den Unternehmenserfolg. Eine Unternehmenskultur, die auf den ESG-Säulen Vielfalt, Wohlbefinden und Mitarbeiterentwicklung basiert und durch ein leistungsorientiertes Vergütungssystem, sowie attraktive Sozialleistungen ergänzt wird, trägt diesem Anspruch Rechnung.

Die strategische Rekrutierung und die Förderung der Personalentwicklung sind, neben der aktiven Begleitung von Organisations- und Veränderungsprozessen, die Hauptaufgaben unserer Personalabteilung. Die Auswahl des richtigen Personals und die kontinuierliche Weiterentwicklung jedes einzelnen Mitarbeiters sind der Schlüssel zum langfristigen Erfolg von Constantia Flexibles. In einem

Umfeld gestiegener Erwartungen der Arbeitnehmer an ihren Arbeitgeber und eines allgemeinen Mangels an gut ausgebildeten Fachkräften ist dies wichtiger denn je. Dementsprechend hat Constantia Flexibles auch im Kalenderjahr 2025 Initiativen gesetzt, um die Attraktivität als Arbeitgeber weiter zu steigern.

Wie in den Vorjahren hat der Konzern auch im Jahr 2025 eine Vielzahl von Personalinitiativen und - Maßnahmen umgesetzt bzw. fortgeführt.

Zu den wichtigsten Punkten zählen:

• Programme der „Constantia University" o Vertriebsakademie o Führungskräfte-Akademie o Einkaufs-Akademie o Finanz-Akademie o Global Trainings-Toolbox o Verpackungs-Akademie • Unternehmensweites „Wellbeing"-Programm und Aufbau eines Wellbeing-Officer-Netzwerks • Weiterentwicklung des globalen HR-IT-Systems „Success Factors Employee Central“ • Ausbau des Bereichs HR Analytics und Teilautomatisierung des HR-KPI-Reporting • Durchführung verschiedener Initiativen zur weiteren Priorisierung des Themas Diversität, unter anderem Vorbereitung der Organisation zur Erfüllung der Anforderungen der EU-Richtlinie (EU) 2023/970 (EU Pay Transparency Directive)

2.1.7 Group M&A

Group M&A unterstützte im Jahr 2025 den Abschluss des Erwerbs der Aluflexpack AG. Weitere mögliche Ankaufsziele wurden strategisch geprüft und Prozesse verfolgt. Im Bereich der Beteiligungsverwaltung wurden unter anderem der Rückkauf der Anteile des Minderheitsaktionärs in den Südafrikanischen Gesellschaften, sowie der Verkauf eines polnischen Werks, das nicht zum Kerngeschäft gehört, abgeschlossen. Im Zuge eines mehrmonatigen Prozesses wurde unter Mithilfe eines Strategieberaters die neue Konzernstrategie „Aspire" mitgestaltet.

2.2 Lage des Unternehmens

2.2.1 Ergebnisentwicklung

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 9
in TEUR20252024
Umsatzerlöse41.12939.463
Betriebsergebnis (BE)24.9318.279
Finanzergebnis130.99176.438
Ergebnis vor Steuern155.92384.717

2.2.2 Vermögens- und Finanzlage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 10
in TEUR20252024
Anlagevermögen1.068.7651.065.874
Umlaufvermögen657.275631.123
Aktive Rechnungsabgrenzung370278
Aktive latente Steuern66573
Summe Aktiva1.727.0761.697.348
Eigenkapital1.332.7581.345.504
Kurzfristiges Fremdkapital225.384182.931
Langfristiges Fremdkapital168.934168.913
Summe Passiva1.727.0761.697.348

2.2.3 Cashflow

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 10
in TEUR20252024
Cashflow aus Ergebnis47.91450.369
Cashflow aus dem operativen Bereich35.78740.366
Cashflow aus dem Investitionsbereich79.288147.911
Cashflow aus dem Finanzierungsbereich-104.938-349.920
Veränderung Zahlungsmitte lbestand10.137-161.644
Zahlungsmittelbestand per 31.12.59.21049.074

Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit beträgt TEUR 35.787 (Vorjahr: TEUR 40.366) und setzt sich im Wesentlichen aus dem Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen in Höhe von TEUR 153.058 (Vorjahr: TEUR 84.731), vermindert um Beteiligungserträge, da diese im Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen werden. Der Investitionscashflow beträgt TEUR 79.288 (Vorjahr: TEUR 147.911), welcher hauptsächlich aus den Veränderungen in den Finanzanlagen und sonstigen Finanzinvestitionen besteht. Der Finanzierungscashflow beträgt TEUR -104.938 (Vorjahr: TEUR - 349.920) und bezieht sich im Wesentlichen auf Dividendenauszahlungen an die Muttergesellschaften.

Der Zahlungsmittelbestand setzt sich aus den liquiden Mitteln It. Bilanz TEUR 36.260 (Vorjahr: TEUR 19.834), sowie den Cash-Pool Forderungen TEUR 26.760 Verbindlichkeiten TEUR -3.810 (Vorjahr: TEUR -9.469) zusammen. (Vorjahr: TEUR 38.708) und

2.2.4 Investitionen

Im Jahr 2025 gab es einen freiwilligen, unwiderruflichen und nicht rückzahlbaren Eigenkapitalzuschuss an Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 927 and die Eveku Osterreich Gmbh, welcher für die Liquidierung einer ihrer Tochtergesellschaften gedacht war. Die Erhöhung des Beteiligungsansatzes

der Constantia Flexibles International GmbH aus dem Vorjahr resultierte aus einer Zusage der Constantia Flexibles Holding GmbH für die Übernahme von Aufwendungen eines Value Creation Bonus in der Gesellschaft und deren Tochtergesellschaften.

2.2.5 Eigenkapitalsituation

Das Eigenkapital inklusive Genussrechtskapital, welches bis zum 31.12.2024 als gesonderter Passivposten ausgewiesen wurde, betrug zum Bilanzstichtag TEUR 1.332.758 (Vorjahr: TEUR 1.345.504), die Eigenkapitalquote beträgt 2025 somit 77,17 % (Vorjahr: 79,27 %). Im Vorjahr betrug das Eigenkapital ohne Umgliederung des Genussrechtskapital TEUR 929.504 und die Eigenkapitalquote lag bei 54,80 %.

2.2.6 Finanzielle Leistungsindikatoren

Der Verschuldungsgrad inkl. Cashpool liegt 2025 bei 29,56 % (Vorjahr: 38,00 %), ohne Cashpool beträgt der Verschuldungsgrad 29,30 % (Vorjahr: 37,00 %). Die wesentliche Veränderung des Verschuldungsgrades im Vergleich zum Vorjahr liegt an dem unterschiedlichen Ausweis des Genussrechtskapitals. Die Umsatzrentabilität mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern von TEUR 194.109 (Vorjahr: TEUR 122.995) beträgt für das Jahr 2025 471,96 % (Vorjahr: 311,68 %).

Die Gesamtkapitalrentabilität liegt im Jahr 2025 bei 11,34 % (Vorjahr: 6,80 %).

2.2.7 Personalstand

Im Jahr 2025 waren im Durchschnitt 50 (Vorjahr: 51) Personen beschäftigt. Der Personalstand hat sich im Vergleich zu 2024 unwesentlich verändert.

3 Verwendung von Finanzinstrumenten

Die CFLEX-Gruppe setzt derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Zins-, Währungs- und Rohstoffpreisrisiken ein. Derivative Finanzinstrumente werden nur unter Bezugnahme auf ein Grundgeschäft abgeschlossen. Derivative Finanzinstrumente werden im Einklang mit den anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften bewertet

4 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens

4.1 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Der globale Markt für flexible Verpackungen wuchs 2025 schätzungsweise um rund 3,9 % (gemessen am Volumen). Dieses Wachstum wurde durch nachlassenden Inflationsdruck, eine Erholung der Konsumausgaben, sowie zu beobachtenden Lagerabbau in den meisten Märkten begünstigt.

In Europa setzte sich die nur teilweise Erholung der Verbrauchernachfrage nach dem starken Rückgang seit 2022 fort. Das Wachstum blieb jedoch 2024 mit rund 1,5 % hinter den Erwartungen zurück und dieser Trend hielt 2025 an, wobei die Volumina unter 2 % blieben und der Gesamtverbrauch leicht unter dem Niveau von vor 2019 lag. Die Abschwächung spiegelt anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit und vorsichtiges Konsumverhalten wider, trotz sinkender Inflation und stabiler Zinssätze. Obwohl der Lagerabbau weitgehend 2024 endete, standen Verarbeiter aufgrund geringen Verbrauchervertrauens und stagnierender real verfügbarer Einkommen weiterhin unter Druck. Das Wachstum war in den Endverbrauchermärkten uneinheitlich: Snacks und Molkereiprodukte zeigten sich robust, während Süßwaren, Tiernahrung, sowie medizinische und pharmazeutische Produkte unter Druck standen. Nach der Covid-Pandemie bleiben Verbraucher vorsichtig, greifen vermehrt zu Eigenmarken als günstigere Alternative und haben in einigen Fällen ihre Kaufgewohnheiten überdacht. Der Ausblick bleibt verhalten, mit einem prognostizierten Wachstum von 1–1,5 % pro Jahr bis 2030, getrieben durch schwaches BIP- Wachstum und anhaltend geringes Verbrauchervertrauen.

4.2 Unternehmensausblick

4.2.1 Marktprognose

Constantia Flexibles ist im Markt für flexible Verpackungen tätig, der rund 40 % des weltweiten Einzelhandelsverpackungsvolumens ausmacht. Wie viele andere Branchen wurde auch die flexible Verpackungsindustrie nicht nur von den geopolitischen Konflikten in der Ukraine und im Nahen Osten, sondern auch von makroökonomischen Belastungen beeinflusst. Für das Jahr 2026 kann aufgrund der aktuellen geopolitischen Ereignisse keine genaue Prognose hinsichtlich der Inflations- und Wachstumsraten gegeben werden.

In Wertschöpfungsbereich bleibt die Branche jedoch unter Druck, da sich Kosten für Logistik, Energie, Arbeit und Verpackung weiter erhöhen, ergänzt durch neue Aufschläge im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit und regulatorischen Anforderungen. Langfristig werden Nachhaltigkeitstrends und kommende gesetzliche Regelungen – wie Plastiksteuern, erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) und die Definition von recyclingfähigen Verpackungen – die Verpackungsindustrie maßgeblich prägen.

Weitere Trends, die Hersteller beeinflussen, sind Kostenfokus, Redesign zur Verbesserung der Finanzierbarkeit und die Reduzierung der Verpackungsgrößen.

Die flexible Verpackungsindustrie wird voraussichtlich 2026 wieder anziehen und um etwa 3,0 % wachsen, wobei die Wachstumsraten in den Schwellenländern höher ausfallen, während reife Märkte, wie Europa und Nordamerika, weiterhin moderates Wachstum zeigen:

• Europa: ~1,5 % • Nordamerika: ~2 % • Südamerika: ~2 % • Indien: ~6 % • Afrika: ~3 % • Südostasien: ~5 %

Die oben genannten Zahlen beziehen sich auf das Volumenwachstum flexibler Verpackungen, wie von PCI Wood Mackenzie berichtet, wobei einige Verpackungskategorien nicht berücksichtigt sind.

4.2.2 Unternehmensausblick

Das globale wirtschaftliche Umfeld bleibt von hoher Unsicherheit geprägt. Geopolitische Konflikte, volatile Rohstoffmärkte, sowie bestehende und potenzielle Sanktionen erhöhen die Komplexität der unternehmerischen Steuerung. Insbesondere der US-Markt bleibt aufgrund handelspolitischer Maßnahmen und Zollthemen herausfordernd. Gleichzeitig wirkt die weiterhin erhöhte Inflation in vielen Ländern dämpfend auf Konsum und die Nachfrage in einzelnen Endmärkten.

Mit der Einführung der Unternehmensstrategie Aspire wurde eine klare Leitlinie für die nächste Entwicklungsphase definiert. Der Fokus liegt auf nachhaltigem und profitablem Wachstum, dem Ausbau des Ecolutions-Portfolios, sowie der Stärkung der Kernmärkte Europa und Nordamerika.

Die Weiterentwicklung der Führungs- und Governance-Struktur unterstützt diese Ausrichtung. Die Erweiterung des Executive Committees um die Funktion Operations stärkt die operative Steuerung.

Auf der Marktseite bleiben einzelne Branchen unter Druck. Hohe Kakaopreise belasteten zuletzt insbesondere das Segment Confectionery, während steigende Kosten für Löhne, Energie und Transport den Kostendruck erhöhen. Dem begegnet das Unternehmen mit einem konsequenten Fokus auf operative Effizienz, Volumenentwicklung, sowie aktivem Preis- und Portfoliomanagement.

Ein zentraler strategischer Meilenstein war die Übernahme der Aluflexpack AG, deren Integration seit März 2025 planmäßig voranschreitet. Die Akquisition stärkt das technologische Portfolio, die Marktposition und das Lösungsangebot für Kunden.

Insgesamt ist Constantia Flexibles trotz des herausfordernden Umfelds gut positioniert. Finanzielle Stabilität, klare strategische Prioritäten, ein gestärktes Führungsteam, sowie der Fokus auf Nachhaltigkeit und Innovation bilden eine belastbare Grundlage für die weitere Entwicklung. Vor diesem Hintergrund verfolgt das Unternehmen seinen Wachstumskurs auch im kommenden Geschäftsjahr konsequent weiter.

4.3 Wesentliche Risiken und Ungewissheit

Ein wesentlicher Bestandteil der Geschäftstätigkeit von Constantia Flexibles ist ein umfassendes Risikomanagementsystem, das darauf ausgerichtet ist, Risiken und Chancen für die Gruppe zu identifizieren, zu bewerten und zu steuern. Dieses System erfasst sowohl strategische als auch operative Risiken und analysiert konzernweit Faktoren, die für den langfristigen Erfolg entscheidend sind.

Interne Managementsysteme und Kommunikationskanäle für den Umgang mit identifizierten Risiken gewährleisten die Effektivität und Effizienz des Risikomanagements. Die Gesamtrisikoposition der Gruppe wird regelmäßig auf Basis aller wesentlichen Einzelrisiken ermittelt und bewertet. Im Jahr 2025 stieg die Eintrittswahrscheinlichkeit von Transformations- und Nachhaltigkeitsrisiken im Vergleich zum Vorjahr deutlich an und stellt damit die derzeit größte Herausforderung für die Gruppe dar. Entsprechend wurden zahlreiche Maßnahmen zur Minderung der Auswirkungen des Klimawandels entwickelt und umgesetzt. Das Risiko regulatorischer Verbote für bestimmte Substrate und Materialkombinationen stieg auf den zweiten Platz der Konzernrisiken und erfordert daher verstärkte Produktinnovationen, ein hohes Engagement in Forschung und Entwicklung, sowie ein aktives Lieferantenmanagement. Liquiditäts- und Zinsrisiken bleiben nach Projekt Capricorn und der Ubernahme der AFP-Gruppe weiterhin bedeutend, wenngleich die Zinssätze im Geschäftsjahr 2025 leicht gesunken sind.

Cyberkriminalität stellt nach wie vor eine ernsthafte Bedrohung für die Geschäftstätigkeit von Constantia Flexibles dar, weshalb eine robuste IT-Governance mit wirksamen Maßnahmen zur Erkennung, Prävention, Reaktion und Wiederherstellung von zentraler Bedeutung ist. Politische Risiken und Handelskonflikte nehmen kontinuierlich zu, bedingt durch Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, sowie US-Zölle. Welche Auswirkungen die aktuelle geopolitische Lage auf die Gaslieferungen haben wird kann im Moment noch nicht gesagt werden. Abgesehen von einer insgesamt spürbar schwächeren Weltwirtschaft gibt es derzeit keine Anzeichen für Entwicklungen, die die Kontinuität der Geschäftstätigkeit in absehbarer Zeit gefährden könnten.

Die Konzernrevision ist Teil des internen Überwachungssystems, das auf dem „Three Lines of Defense“- Modell basiert. Sie unterstützt den Vorstand und den Aufsichtsrat von Constantia Flexibles bei der Bewertung von Risiken und Chancen. Das jährliche Prüfungsprogramm basiert auf einer regelmäßigen Analyse und Bewertung der Risikoprofile der Organisationsstruktur und Prozesse der Gruppe. Darüber hinaus kann der Vorstand die Konzernrevision bei unvorhergesehenen Ereignissen hinzuziehen. Regelmäßige risikobasierte Prüfungen aller Divisionen sichern die Vermögenswerte der Gruppe und stärken ihre Fähigkeit zur Wertschöpfung.

5 Bericht über die Forschung und Entwicklung

In der Gesellschaft wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten betrieben.

Wien, 23. März 2026

David SFRATT

Die Geschäftsführung

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 16
M. N. 1
Mariella RÖHM-KOTTMANN
GLNER

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