Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Die Brigl & Bergmeister GmbH (B&B) produziert nachhaltige, technisch spezialisierte Papiere für die Lebensmittel-, Getränke- und Konsumgüterindustrie. Die B&B gilt weltweit als führender Hersteller von Nassleimetikettenpapieren und liefert jährlich Papier für rund 100 Milliarden Etiketten an ihre global tätigen Kunden.
Das Geschäftsjahr 2025 liegt mit einem Betriebsergebnis von EUR - 292.351,23 deutlich unter den geplanten Erwartungen. Waren in 2024 noch Großereignisse wie die Olympischen Spiele in Paris oder die Fußball- Europameisterschaft in Deutschland starke Umsatz- und Absatzbringer, war der Markt im Jahr 2025 – insbesondere das zweite Halbjahr – von einer starken Abwärtsspirale und damit einhergehend einer signifikant geringeren Nachfrage geprägt. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich das Verkaufsvolumen um 6 % auf gerundet 69.500 Tonnen.
Sowohl einkaufs- als auch verkaufsseitig wirkten sich wirtschaftliche und geopolitische Situationen negativ auf das Ergebnis aus. Zölle, anhaltendes Kriegsgeschehen, hohe Material-, Energie- und Personalkosten auf der einen Seite und der erhöhte Preisdruck auf der anderen Seite stellten uns als Unternehmen vor laufende und ständige Herausforderungen, denen mit entsprechenden Strategien und Maßnahmen entgegengewirkt wurde und wird. Im Vergleich zum Mitbewerb konnten wir Produktionskapazitäten zwar länger aufrechterhalten, dennoch mussten wir marktbedingt – vor allem in der zweiten Jahreshälfte – zeitweise abstellen. Mit der Einstellung der Produktion unseres Hauptmitbewerbers im Dezember 2025, konnten wir zum Jahresende unsere Papiermaschine mit Aufträgen füllen und in Produktion halten.
Diese hauptsächlich marktgetriebenen Stillstands-Phasen wurden für Reparaturen, Wartungsarbeiten und die Umsetzung von Investitionen genutzt. Während eines geplanten 12 Tage Stillstands im Oktober 2025 wurden der Antrieb inklusive der Steuerung an der Streichmaschine (Gesamtvolumen: MEUR 2), die Optimierung Pressenpartie Teil 1 (Gesamtvolumen: MEUR 1) und die Erneuerung des Walzenständers am Kalander 5 (Gesamtvolumen MEUR 0,6) realisiert. Insgesamt wurden MEUR 6,919 in die Modernisierung des Werks investiert. Dadurch stärken wir unsere Wettbewerbsfähigkeit, können Kapazitäten bestmöglich nutzen und die Produkt- und Servicequalität auf dem stabil hohen Niveau halten.
Die Versorgung mit Rohstoffen und Chemikalien per se war konstant das gesamte Jahr über gegeben. Die Einkaufspreise blieben bis zum Ende des dritten Quartals auf einem hohen Niveau. Erst zum Jahresende hin zeigte sich hier ein Abwärtstrend, der jedoch nicht die gewünschte positive Auswirkung auf die Marge hatte. Die B&B musste dem Preisdruck der Kunden nachgeben, um der Konsolidierung im Marktsegment standzuhalten und Synergien für die Zukunft zu nutzen.
Das Jahresergebnis der Brigl & Bergmeister GmbH stellt sich wie folgt dar:
I Jahresergebnis
| TEUR | ||
|---|---|---|
| 2025 | 2024 | |
| operatives Ergebnis | -292,4 | 6 340,4 |
| Finanzergebnis | 6 491,4 | 11 357,4 |
| Ergebnis vor Steuern | 6 199,0 | 17 697,8 |
| Ertragsteuern | -22,1 | -1 150,2 |
| Jahresüberschuss | 6 176,9 | 16 547,7 |
Verkauf
Kennzahlen Verkauf
| 2025 | 2024 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| Verkaufsmenge | Tonnen | 69 479 | 73 829 | -4 350 |
| ø-Nettoverkaufspreis | Euro/To | 1 360,00 | 1 435,00 | -75,00 |
Unsere laufende Verkaufspreis-Politik orientiert sich an den sich ändernden variablen und fixen Kosten, wobei das Hauptaugenmerk auf die Kostentreiber Material (Zellstoff, Chemikalien) und Energie gelegt wird. Was bereits im 4. Quartal 2024 begann, setzte sich in der ersten Jahreshälfte 2025 weiter fort – dem Preisdruck wurde aufgrund von Überkapazitäten und vollen Lägern bei den Kunden nachgegeben. In der zweiten Jahreshälfte 2025 stellte sich keine Besserung der Marktsituation ein. Die Nachfrage nach Produkten in unserem Segment ging weiter nach unten, was mehrfache Stillstands-Phasen und damit einhergehend eine geringe Maschinenauslastung zur Folge hatte. So ging auch die Verkaufspreis-Spirale weiter nach unten. Prioritär galt es, die Papiermaschine bestmöglich auszulasten, auch wenn die B&B dadurch nicht durchwegs fixkostendeckend am Markt agierte.
Produktion
Kennzahlen Produktion
| 2025 | 2024 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| Nettoproduktion | Tonnen | 70 367 | 75 865 | -5 498 |
| Fertigwarenlager | Tonnen | 8 854 | 8 268 | 586 |
| Fertigwarenlager | TEUR | 10 307 | 10 257 | 49 |
Im Vergleich zum Mitbewerb konnten wir Produktionskapazitäten zwar länger aufrechterhalten und auf einem stabil hohen Niveau fahren, dennoch mussten wir marktbedingt – vor allem in der zweiten Jahreshälfte –
mehrfach abstellen. Der für das vierte Quartal 2025 geplante Stillstand wurde genutzt, um entsprechende Investitionsmaßnahmen umzusetzen.
Die Nettoproduktion verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr zwar um rund 5.500 Tonnen, die Verfügbarkeit der Papiermaschine war mit 95,7 % allerdings auf einem konstant hohen Level und die Geschwindigkeit wurde solide an die entsprechenden Gegebenheiten angepasst.
Eine Reduktion des Gesamt-Ausschusses soll durch entsprechende Maßnahmen und Investitionen erzielt werden. So wurden Optimierungen im Bereich der Pressenpartie durchgeführt oder das technische Equipment an der Streichmaschine erweitert. Kostenoptimierungspotentialen wird unter anderem durch verbesserte Durchlauf-, geringere Abrisszeiten, den Einsatz alternativer, kostengünstigerer Rohstoffe und Chemikalien und optimierter Produktionszyklen, sowie effizientem Material- und Rezepturmix Rechnung getragen.
Risikobericht
Die weiterhin schwache Konjunktur, trotz sinkender und normalisierter Inflationszahlen, führte dazu, dass weitere Marktmengen wegfielen beziehungsweise keine weiteren Marktmengen entstanden. Die kontinuierliche Verringerung von grafischem Papier führte dazu, dass Hersteller dieser Papiere weiterhin in die Spezialisierung hin zu Etiketten- und Verpackungspapiermarkt investierten. Aufgrund einer guten Marktund Sortenpositionierung war Brigl & Bergmeister GmbH bisher gut dagegen gerüstet und hatte keine nennenswerten Mengen an neue Marktteilnehmer verloren.
Die mit den im Berichtsjahr 2025 getätigten Investitionen, führen zu einer weiteren Stärkung der Ertragskraft und der Absicherung unserer Marktqualitätsführerschaft. Mit diesen Investitionen ist Brigl & Bergmeister sehr gut vorbereitet und für die Zukunft gerüstet. Darüber hinaus verfügt Brigl & Bergmeister GmbH über ausreichend liquide Mittel und frei ausnutzbare Bankenlinien, um die Investitionen und notwendigen Veränderungen aus eigener Kraft zu bewältigen.
Mit einem proaktiven Management der Kosten für Energie und Rohstoffe und verbesserten Effizienzen der Anlagen konnten die spezifischen variablen Kosten und Fixkosten stabilisiert bzw. gesenkt werden, sodass Preisverringerungen moderat weitergegeben wurden. Um die Liquidität zu halten, wurden Rohstoff- und Fertigwarenlager auf tiefem Stand gehalten.
Das Währungsrisiko bei USD wird vor allem im Einkaufsbereich durch mittelfristige Kurssicherungen permanent minimiert. Bei den Strom- und Dampflieferungen wurden über zwei Drittel abgesichert. Bei den Gaslieferungen wurde zu einem Drittel abgesichert und die restliche Menge durch einen laufenden Hedgingprozess abgesichert.
Bei den Investitionen im Jahr 2026 liegt der Fokus auf weiterer Effizienzsteigerung, Qualitätsverbesserung und Betriebssicherheit unserer Anlagen, sowie auf der Digitalisierung unserer Prozesse.
Trotz der herausfordernden wirtschaftlichen Situation (Inflation, Zollpolitik) und den weltweiten Krisenherden war durch ein strategisches Management die Versorgungssicherheit mit Rohstoffen und Chemikalien fortwährend gegeben. Brigl & Bergmeister sieht sich mit den aktuell ergriffenen Maßnahmen zur Absicherung des Produktionsbetriebs gut gerüstet, diese weitergehenden Krisen wirtschaftlich gut zu bestehen.
Die Auswirkungen des Angriffs der USA auf den Iran sind aus heutiger Sicht noch nicht abschätzbar (Intensität, Dauer, Ausbreitung). Der steigende Ölpreis wird sich weniger auf unsere Zellstoff-, als auf unsere Chemikalienpreise auswirken. In diesem Bereich wird man mit Preissteigerungen rechnen müssen (erhöhte Transportkosten, erhöhte Energiekosten), die teilweise durch bestehende Kontrakte abgefedert werden können.
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Investitionen wurden wie folgt getätigt:
| I Investitionen | TEUR | |
|---|---|---|
| 2025 | 2024 | |
| in immaterielle Vermögensgegenstände | 244,1 | 195,5 |
| in Sachanlagen | 6 675,4 | 6 559,3 |
| Summe | 6 919,5 | 6 754,7 |
Investitionen in Sachanlagen betrafen in erster Linie Investitionen in den Antrieb inklusive Steuerung Streichmaschine, Optimierung Pressenpartie Teil 1, Erneuerung des Walzenständers am Kalander 5 und viele technische Verbesserungen der Anlagen. Im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände lag der Fokus einmal mehr in der Digitalisierung vorhandener Prozesse.
Eigenkapital und Investitionszuschüsse
Die Bilanzierung des Investitionszuschusses erfolgt nach der Bruttomethode unter Berücksichtigung der AFRAC-Stellungnahme 6 (Zuschüsse im öffentlichen Sektor).
| I Eigenkapital und Investitionszuschüsse | TEUR | |
|---|---|---|
| 2025 | 2024 | |
| Eigenkapital | 44 438,5 | 54 277,7 |
| Investitionszuschüsse | 677,0 | 819,2 |
| Summe | 45 115,6 | 55 096,8 |
Rückstellungen
Rückstellungen
| 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|
| Rückstellungen für Abfertigungen | TEUR | 3 545,4 | 3 654,9 |
| Sonstige Rückstellungen | TEUR | 4 548,3 | 5 141,3 |
| Summe Rückstellungen | TEUR | 8 093,6 | 8 796,2 |
| in % von der Bilanzsumme | % | 9,0 | 10,4 |
Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungskosten
Zusammensetzung Materialaufwand und sonstige bezogene Herstellungsleistungen
| 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|
| Materialaufwand | TEUR | 61 318,4 | 67 946,3 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | TEUR | 1 795,7 | 1 780,0 |
| Summe | TEUR | 63 114,0 | 69 726,3 |
| in % von den Umsatzerlösen | % | 61,4 | 61,2 |
Der Materialaufwand ist um rund MEUR 6,6 im Geschäftsjahr 2025 gesunken, wohingegen die sonstigen bezogenen Leistungen mit MEUR 1,8 auf Vorjahresniveau lagen. Der absolute Materialaufwand war aufgrund der marktbedingt niedrigeren Produktionskapazität und der damit einhergehenden gesunkenen Nettoproduktion rückläufig.
Personalaufwand
| Personalaufwand | TEUR | |
|---|---|---|
| 2025 | 2024 | |
| Summe Personalaufwand | 19 852,2 | 20 554,6 |
Die hauptsächlich marktbedingten Stillstands-Phasen wurden genutzt, um Urlaube und Zeitguthaben abzubauen. Ferner führten geringere Schicht- und Feiertagszuschläge (Wochenende, Nacht und Feiertage) zu einer Reduktion des Personalaufwands um 3 %.
Finanzierung und Liquidität
Cashflow:
Der Cashflow wurde nach dem Fachgutachten AFRAC 36 berechnet:
| Cash Flow Rechnung im Jahresvergleich | TEUR | |
|---|---|---|
| 2025 | 2024 | |
| Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit | - 1 988,0 | 7 630,8 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | 8 324,7 | 3 207,8 |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | - 6 192,8 | - 11 430,9 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | 143,9 | - 592,3 |
| +/- wechselkursbedingte und sonstige Wertänderungen des Finanzmittelbestands | ||
| Finanzmittelbestand am 1.1. | 772,5 | 1 364,9 |
| Finanzmittelbestand am 31.12. | 916,5 | 772,6 |
Betriebliche Kennzahlen:
| Kennzahlen für Lagebericht B&B | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Betriebliche Kennzahlen im Jahresvergleich | |||||
| 2025 | 2024 | ||||
| Ergebnis vor Steuern | 6 199 006,67 | 17 697 846,81 | |||
| Eigenkapitalquote inkl. Investzuschuss in % | EK*100/GK | 49,86% | 63,64% | ||
| Fremdkapitalquote in % | FK*100/GK | 50,14% | 36,36% | ||
| ROS | EBIT*100 | -292 351,23 | 0.26 | 5,57% | |
| (Umsatzrentabilität) | Umsatzerlöse | 102 765 891,59 | |||
| ROE * | Ergebnis vor Steuern*100 = | 6 199 006,67 | 13.740 | 32,12% | |
| (Eigenkapitalrentabilität) | EK inkl. Investzuschuss | 45 115 523,18 | |||
| Nettoverschuldung | = verzinstes Fremdkapital | 27 745 827,19 | 26 829 303 03 17.500.02.2 | 16 763 363,62 | |
| - liquide Mittel | -916 524,16 | -772 528,70 | |||
| Personalkosten pro Mitarbeiter | Personalaufwand | 19 852 238,16 | 94 955,72 | 20 554 598,52 | 92 881,15 |
| ø-Anzahl der Mitarbeiter | 209,1 | 221,3 | |||
Erläuterungen zur finanziellen Situation
Zum Jahresende 2025 verfügte die Brigl und Bergmeister GmbH über externe und innerkonzernale Kreditlinien im Ausmaß von MEUR 27,5, von denen MEUR 22,0 zum 31.12.2025 ausgenutzt wurden. Die Kreditlinien erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um MEUR 5,5 aufgrund einer Anhebung der Intercompany Finanzierung gegenüber der ROXCEL Holding GmbH.
Für das Unternehmen bestehen folgende Risiken:
• Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Das Risiko von Kundenausfällen wird als gering eingestuft, da ein Großteil der Forderungen durch eine kompetitive Kreditversicherung abgesichert ist. Jedoch ist am Markt durch die gestiegene Volatilität ein negativer Einfluss auf die Versicherbarkeit von Kunden sowie deren zugehörigen Cash to Cash Cycle zu beobachten. Das Risiko für Ausfälle könnte steigen, wird aber durch regelmäßige Kontrollen effektiv minimiert.
• Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gegenüber Kreditinstituten und verbundenen Unternehmen.
Das Risiko, dass derartige Verbindlichkeiten nicht bedient werden können, wird aus heutiger Sicht als unwahrscheinlich eingestuft. Innerhalb unserer Industriegruppe gibt es zur internen kurzfristigen Finanzierung eine entsprechende Cash Pooling-Vereinbarung. Weiters ist ein entsprechendes Liquiditätsmanagement installiert, mittels dem kurz- und mittelfristige Cash-Bedarfspläne eruiert werden. B&B verfügt über ausreichend Liquidität und kurzfristige Bankenlinien. Das Risiko, dass diese Linien reduziert werden, ist gering.
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | Euro | |
|---|---|---|
| 2025 | 2024 | |
| Stand zum 31.12. | 13 365 982,49 | 14 688 221,65 |
Ein Ausfallrisiko ist aus heutiger Sicht unwahrscheinlich.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Euro | |
|---|---|---|
| 2025 | 2024 | |
| Stand Forderungen aus L&L zum 31.12. | 7 539 746,32 | 8 280 359,45 |
| davon unversichert | 510 957,06 | 677 613,23 |
Gegen den Ausfall von Lieferforderungen und Leistungen besteht eine Forderungsausfallversicherung.
Forderungen in Fremdwährungen
Ein Währungsrisiko besteht in allfälligen Schwankungen des Eurowechselkurses bei jenen Forderungen, die in Fremdwährungen abgerechnet werden. Dieses Risiko wird als gering eingeschätzt.
| Forderungen in Fremdwährungen | Euro | |
|---|---|---|
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| ausgewiesen in Euro | 964 714,58 | 490 222,03 |
Zusammensetzung der Forderungen in Fremdwährungen
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
|---|---|---|
| in GBP | 381 351,47 | 243 313,41 |
| in USD | 604 994,88 | 224 668,04 |
Verbindlichkeiten in Fremdwährung
Zusammensetzung der Verbindlichkeiten in Fremdwährungen
| Verbindlichkeiten in Fremdwährungen | Euro | |
|---|---|---|
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| ausgewiesen in Euro | 1 055 264,72 | 996 425,20 |
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| in GBP | 26 842,09 | 19 435,30 |
| in USD | 1 147 676,50 | 1 057 721,60 |
| in PLN | 17 321,74 |
Sonstige Forderungen, sonstige Verbindlichkeiten sowie liquide Mittel
Es ergeben sich auf Grund der kurzen Laufzeit keine signifikanten Unterschiede zwischen Buch- und Marktwerten.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden zur Absicherung von Kursschwankungen in Zusammenhang mit dem Einkauf von Rohstoffen und dem Verkauf in Fremdwährungen, gemäß unserer Sicherungsstrategie Devisentermingeschäfte (DTG´s) abgeschlossen und ebenso die Umsätze aus USD Verkäufen mit der Einkaufshedgestrategie verknüpft.
Umweltschutz
Umweltschutz hat in unserem Unternehmen hohe Bedeutung. Wie schon in den Jahren davor, wurden auch in 2025 Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und Reduktion der Umweltauswirkungen umgesetzt. Brigl & Bergmeister kooperiert mit Universitäten im In- und Ausland, mit dem Ziel, alternative Lösungen zur Energieversorgung (im Jahr 2025 wurde in eine Photovoltaik-Anlage investiert), sowie Optionen zur Speicherung thermischer Energie zu erforschen, um die Energieeffizienz weiter zu steigern.
Im Sinne der Nachhaltigkeit und in Anlehnung an ein modernes Nachhaltigkeitsmanagement wird den rechtlichen Anforderungen und EU-Regulatorien entsprechend Rechnung getragen – Stichwort ESG Environment Social Governance. Brigl und Bergmeister berichtet – für den Teilkonzernabschluss Brigl & Bergmeister GmbH - seit 3 Jahren auf freiwilliger Basis über Nachhaltigkeitsbelange.
Der Nachhaltigkeitsbericht wird gemäß den ESRS-Standards aufbereitet und stellt somit einen wesentlichen Schritt in Richtung CSRD-Readiness dar. Neben der Weiterentwicklung der ESG-Datenerhebungsprozesse, wurde auch ein CSRD-Reporting Tool (Glacier) angeschafft, welches die Vorbereitung auf die verpflichtende Berichterstattung (ab 2027 für 2026; auf Konzernebene) maßgeblich unterstützt.
Brigl & Bergmeister ist nach FSC und PEFC zertifiziert.
Die Dampfversorgung seitens ENAGES ist umweltfreundlich sichergestellt.
Nichtfinanzielle Leistungsfaktoren
Neben dem bereits unter Punkt „Umweltschutz“ genannten wichtigen Aspekt Nachhaltigkeit (ESG), haben eine konstant hohe Kundenzufriedenheit und Produkt- und Servicequalität auf stabil hohem Niveau bei Brigl und Bergmeister großen Stellenwert. Um dies zu gewährleisten, wird fortwährend in modernes, technisches Equipment und den technologischen Fortschritt (Stichwort: Digitalisierung) investiert. Die laufende Entwicklung und Qualifizierung der Belegschaft in allen Departments spielen dabei eine ebenso bedeutende Rolle, wie die Mitarbeiterzufriedenheit, der in 2025 durch entsprechende Maßnahmen als Outcome einer durchgeführten, unternehmensinternen Umfrage besondere Bedeutung beigemessen wurde.
Forschung und Entwicklung
Die Schwerpunkte 2025 waren wie folgt:
• Absicherung der Rohstoffe und Chemikalien durch Neuapprobierungen • Weiterentwicklung von Spezialsorten für lebensmitteltaugliche Nassfestetiketten und Neuentwicklung von Niklakett Contour matt und mit zwei Prägedesignes Aristo und Verge • Einsatz neuer alternativer Rohstoffe z.B.: Austausch Birkenzellstoff mit Aspenzellstoff • Alternative Rohstoffe (Strohzellstoff, Bambuszellstoff) als Teilersatz werden geprüft
Ausblick
Durch die Konsolidierung des Marktes in unserem Segment (Wegfall einer unserer Haupt-Mitbewerber im Dezember 2025), aber auch durch eine generelle Erholung und weniger Instabilität am Markt, erwarten wir für das Jahr 2026 eine deutlich bessere Auslastung unserer Anlagen und Kapazitäten, sowie eine signifikant höhere Nachfrage nach unseren Produkten. Wir planen mit einer Vollauslastung der Produktion, streben nur wenige Marktstillstandstage und eine geplante Investmentpause im Oktober 2026 an.
Das Budget beträgt 85.167 Tonnen Nettoproduktion, das bedeutet eine Steigerung um etwa 15.000 Tonnen im Vergleich zum Vorjahr. Durch die im Jahr 2025 getätigten Investitionen werden sich in 2026 weitere Kosteneffizienzverbesserungen, Performancesteigerungen und erhöhte Produktqualität einstellen. Ebenso werden die im Nachhaltigkeitsbericht gesetzten Ziele und Maßnahmen fortgeführt und schrittweise bis zum Jahr 2030 umgesetzt. Die Erweiterung unseres Produkt- und Anwendungsportfolios bleibt weiterhin im Fokus der Innovationen, um den Unternehmenserfolg langfristig halten und ausbauen zu können.
Die Einkaufskosten unseres Hauptrohstoffs (Zellstoff) werden im Jahresverlauf ansteigen, die Preise der Chemikalien sind etwas stabiler mit einer verhaltenen Tendenz zur Kostenverringerung. Die Personalkosten werden entsprechend den KV-Verhandlungen steigen, wir gehen jedoch von einem deutlich niedrigeren Abschluss als die Jahre davor aus. Die Energiepreise für Strom, Dampf und Gas sind zu einem Großteil mit den jeweiligen Partnern verhandelt und die Versorgung per se abgesichert. Diesen Entwicklungen folgt auch unsere interne Verkaufspreis-Politik, die je nach Entwicklung der variablen und Fixkosten gestaltet wird.
Die Nachfrage nach unseren Produktspezifikationen bleibt weltweit auf gutem und stabilem Level, saisonale Mengeneffekte werden zu Unterschieden in der Auslastung und demgemäß einer Schwankung im Working Capital führen. Die gesamtwirtschaftliche Lage sollte sich - wenn auch nur leicht - entspannen. Wachstumsprognosen bleiben vage und verhalten. Aufgrund unserer starken Marktpositionierung im Spezialpapierbereich der nass- und laugenfesten Etikettenpapiere werden wir jedoch unsere Position halten bzw. weiter ausbauen können.
Der Erfolg unseres Unternehmens wird durch den Einsatz, die Leistungsbereitschaft und die Flexibilität unserer qualifizierten Mitarbeiter weiterhin äußerst positiv beeinflusst und ist, wie auch im Vorjahr, ein wesentlicher Beitrag zu unserer positiven Unternehmensentwicklung.
Die Gesellschaft hat Anteile an der Energie 44 GmbH erworben.
Die Geschäftsführung
Niklasdorf, am 9. Apgil 2026
Ann DI (FH) Markus Bammer Markus Pölzl, MBA o lianet the DI Bernhardt Kronnerwetter, MBA