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Lagebericht 2025

BEKUM Maschinenfabrik Traismauer GesmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 26. März 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

Wirtschaftliches Umfeld und Geschäftsverlauf

Der Umsatz und Auftragseingang waren im Geschäftsjahr 2025 gemäß der Statistik des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer) für Hersteller von Blasformmaschinen gegenüber dem Vorjahr leicht fallend.

Für den Gesamtmarkt der Blasformmaschinen wird bei gleichhoher Wettbewerbsintensität auch in Zukunft kein signifikantes Wachstum angenommen. Für das Geschäftsjahr 2026 wird der Umsatz für Blasformmaschinen auf stabilem Niveau im Vergleich zu dem Geschäftsjahr 2025 erwartet.

Personal

Die Anzahl der Arbeitnehmer hat sich im Geschäftsjahr 2025 im Durchschnitt zum Vorjahr um elf Personen erhöht, Die Personalfluktuation liegt auf durchschnittlichem Niveau.

Finanzielle Kennzahlen

Der Umsatz betrug € 32,9 Mio, und ist gegenüber dem Vorjahr um rd. 12,5% gestiegen. Es konnte in allen Bereichen ein Umsatzwachstum generiert werden, der größte Anstieg war im Bereich Verpackungsmaschinen zu verzeichnen.

Die Betriebsleistung betrug € 34,0 Mio. und ist gegenüber dem Vorjahr um rd. 23,4% gestiegen.

Der Personalaufwand ist um € 1,27 Mio. (+12,4%) auf € 11,5 Mio. (Vorjahr € 10,2 Mio) gestiegen. Die kollektivvertragliche Erhöhung der Gehälter und Löhne für das Geschäftsjahr 2025 wirkt sich dabei mit etwa +4,0% (rund € 0,4 Mio.) aus.

Die Sachaufwendungen habe sich um € 0,2 Mio. (-3,1%) reduziert.

Das Ergebnis vor Abschreibung, Zinsen und Steuern (EBITDA) ist mit € 1,9Mio. eine deutliche Verbesserung (VJ: + € 0,7 Mio.).

Das Betriebsergebnis vor Steuern (EBT) beträgt € 0,4 Mio. (VJ: € -0,8 Mio.).

Das Ergebnis nach Steuern beträgt im Geschäftsjahr 2025 € 0,4 Mio. (VJ: € -0,9 Mio.).

Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf rund 27,3%.

Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Keine

2. Die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

Die weiterhin zu erwartenden Auftragseingänge sind abhängig von der internationalen Konjunkturentwicklung, Bekum konnte im Geschäftsjahr 2025 Aufträge für Maschinen und Servicegeschäft von insgesamt € 22,6 Mio. akquirieren.

Die anhaltende Weltmarktsituation und der Wettbewerbsdruck werden die künftige Nachfrageentwicklung beeinflussen, Diesen Herausforderungen kann durch den Ausbau des technologischen Fortschritts erfolgreich begegnet werden. Innovative Maschinenlösungen (z,B, höherwertige technische Mehrschichtbehälter), Umsetzung neuer Anlagenkonzepte für industrielle Anwendungen und kompakte, wirtschaftliche Anlagenlösungen mit unserer neuen SmartLine Serie sind die größte Chance für Bekum.

Der Auftragsbestand belief sich zum 31.12.2025 auf ca. € 18,6 Mio. (€ -8,7 Mio. gegenüber dem Vorjahr) und steht im Zusammenhang mit Auslieferung eines Großprojektes im G) 2025. Die Umsatzerwartung für 2026 liegt ungefähr auf Niveau vom Geschäftsjahr 2025 und wir gehen von einer positiven Ertragslage aus.

Das Geschäftsjahr 2025 war geprägt von anhaltend hohem Preisniveau bei Material und wir gehen insgesamt von einem weiterhin anhaltenden hohen Niveau aus. Die Energiekosten waren auch im Geschäftsjahr rückläufig und wir konnten teilweise auch im Rahmen neuer Verträge bereits deutlich günstigere Preise sichern. Bekum Maschinenfabrik Traismauer GmbH kann durch eine eigene Photovoltaikanlage einen Teil des Stromverbrauches selbst abdecken.

Die kollektivvertragsmäßigen Lohn- und Gehaltserhöhungen per 1.1.2026 von rund 2,0% werden sich mit rund € 0,2 Mio, im Geschäftsjahr 2026 niederschlagen.

Die in den letzten Jahren allgemein weltweit stattgefundenen Lieferengpässe und Erhöhung der Lieferzeiten haben sich wieder deutlich abgeschwächt. Die weitere Entwicklung ist kaum vorherzusehen und wird daher ständig beobachtet.

Eine Optimierung der Kostenstruktur und laufende Prozessverbesserung ist im Laufen.

Im Geschäftsjahr 2026 sind Investitionen im Fertigungsbereich sowie weiterhin im Bereich der Digitalisierung geplant, um die Geschäftsabläufe effizienter zu gestalten und die Kundenorientierung zu stärken. Ferner wird laufend in Forschung & Entwicklung investiert.

3. Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2025 lag ein zentraler Schwerpunkt des Unternehmens auf der Weiterentwicklung innovativer Maschinenlösungen sowie auf der Umsetzung neuer Anlagenkonzepte für industrielle Anwendungen. Ziel der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten war es, bestehende Technologien weiterzuentwickeln, neue Marktsegmente zu erschließen und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens nachhaltig zu stärken.

Ein wesentlicher Meilenstein im Jahr 2025 war die Entwicklung unserer ersten PET- Blasformmaschine, Die Maschine stellt eine wichtige technologische Erweiterung des bestehenden Portfolios dar und wurde im Rahmen der K-Messe in Düsseldorf erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Die Präsentation stieß auf großes Interesse bei Besuchen und potenziellen Kunden und bestätigte die Innovationskraft sowie die Marktrelevanz der entwickelten Lösung.

Parallel dazu wurde an der Entwicklung einer Kleinanlage der Type SBLOW 5S gearbeitet. Während der einfache Stahlbau von einem externen Partner geliefert wird, stammen die technologisch wesentlichen Komponenten, wie der Extruder, der Extrusionskopf, der Schaltschrank, die komplette Steuerungstechnik, die Software sowie die zentrale Konstruktion und Integration von Bekum. Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung einer kompakten, wirtschaftlichen Anlagenlösung, die insbesondere für kleinere Produktionskapazitäten geeignet ist.

Ein wesentlicher Schwerpunkt im Jahr 2025 war auch die abschließende Planung, Fertigung sowie Inbetriebnahme einer Reinraummaschine der Type EBLOW1008D für den Einsatz im Pharmabereich. Nach intensiven Entwicklungs- und Planungsphasen in den Vorjahren wurde letztes Jahr die finale Auslegung der Anlage abgeschlossen. Die Maschine konnte Ende des Jahres erste Artikel im Werk des Kunden produzieren und im Q1 2026 wird die komplette Inbetriebnahme abgeschlossen.

Durch die Entwicklung eines neuen 8-fach und 12-fach Extrusionskopfes, konnte im Bereich der Bekum - Extrusionstechnologie ein großer Schritt gemacht werden. Wesentlicher Bestandteil der Entwicklung war ein Horizontalverteiler und eine Drosselverstellung von vorne, was für den Bediener einen erheblichen Vorteil darstellt.

Insgesamt war das Jahr 2025 von intensiver Entwicklungsarbeit geprägt. Durch die erfolgreiche Umsetzung mehrerer komplexer Projekte konnte das Unternehmen seine technologische Kompetenz weiter ausbauen und wichtige Grundlagen für zukünftiges Wachstum und neue Marktchancen schaffen.

Die gewonnenen Erkenntnisse aus den Entwicklungsprojekten fließen unmittelbar in die Weiterentwicklung bestehender Systeme sowie in neue Produktgenerationen ein.

4. IKS und Risikomanagementsystem

Das IKS sowie das Risikomanagement ist eingerichtet und wird laufend an die Anforderungen der Geschäftsprozesse angepasst und optimiert.

Im Frühjahr 2023 erfolgte die Zertifizierung des Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS) nach dem TISAX Standard, im Geschäftsjahr 2024 erfolgte ein internes Überwachungsaudit. Das Wiederholungsaudit findet im April 2026 statt.

Im November 2025 wurde das 2. Überwachungsaudit nach ISO 9001:2015 positiv absolviert.

Für typische Geschäftsrisiken wurden Rückstellungen und Versicherungen gebildet. Zur Risikoabsicherung des EUR/USD Wechselkurses werden Devisentermingeschäfte für zukünftige Zahlungen der Kunden in USD abgeschlossen.

Operationelle Risiken (z, B. IT) werden durch organisatorische und technische Maßnahmen gesteuert. Geschäftsrisiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, bestehen nicht.

Besondere Umweltrisiken sind nicht bekannt.

Traismauer, den 20.03.2026

Bekum Maschinenfabrik Traismauer GmbH

M.

Dipl. Ing. Michael Mehnert

Mag. Thomas Aigner

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