Inhaltsverzeichnis
HerzReha Bad Ischl
Herz-Kreislauf-Zentrum
HK-SKA Bad Ischl Betriebs-GmbH 4820 Bad Ischl, Gartenstraße 9
1. Bericht über Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
1.1. Geschäftsverlauf
Die HK-SKA Bad Ischl Betriebs-GmbH wurde am 28.5.2009 in das Firmenbuch eingetragen und betreibt seit 1.3.2010 eine Sonderkrankenanstalt für Herz- und Kreislauferkrankungen in Bad Ischl. Ober einen Managementvertrag wird die operative Geschäftsführung von der HalloGesundheit GmbH (ehemals Vinzenz Health Service GmbH), einem Unternehmen der Vinzenz Gruppe Service GmbH, wahrgenommen. Die Gesellschaft ist gemeinnützig im Sinne der Bundesabgabenordnung. Mit Oktober 2016 wurde in der HerzReha eine Cafeteria eröffnet.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden im Zeitraum 1.1.2025 bis 31.12.2025, 2.566 Patientinnen und Patienten behandelt (2024: 2.602). Darüber hinaus wurden 155 (2024: 137) Selbstzahler Begleitpersonen beherbergt.
Die Auslastung der 171 systemisierten Betten lag gerechnet nach Pflegetagen bei 97,7 % (2024: 96,6 %).
Gegliedert nach Kostenträgern verteilt sich die Belegung mit 59,2 % (2024: 60,5 %) auf die Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen (SVS) und mit 40,8 % (2024: 39,5 %) auf andere Versicherungen, wobei hier vor allem die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) als Zuweiser anzuführen ist.
Der Betreuungsaufwand unterteilte sich in 54,0 % (2024: 52,6 %) Anschlussheilverfahren und 46,0 % (2024: 47,4 %) Rehabilitationsheilverfahren. Die Erlöse aus Pflegegebühren (ohne Begleitpersonen) betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 14.524 (2024: TEUR 13.844).
1.2. Geschäftsergebnis 2025
Das Ergebnis vor Steuern 2025 ist im abgelaufenen Bilanzierungsjahr mit TEUR 12 positiv (Vorjahr: TEUR 31 positiv).
In den bezogenen Leistungen in Höhe von TEUR 4.287 (Vorjahr: TEUR 4.344) sind die Kosten des gestellten Personals enthalten.
1.3. Bericht über Zweigniederlassungen
Die Gesellschaft betreibt keine Zweigniederlassungen.
1.4. Finanzielle Leistungsindikatoren
1.4.1. Vermögens- und Finanzlage
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | ||
|---|---|---|---|
| Anlagenintensität: | 6,4 % | 7,1 % | 1) υ |
| Nettoinvestitionsquote: | 87,8 % | 243,1 % | 2> 2) |
| Abschreibungsquote: | |||
| Immaterielle Vermögensge- | |||
| genstände | 10,4 % | 10,4 % | з) 3) |
| Andere Anlagen | 3,5 % | 3,8 % | 4) |
| Umschlagshäufigkeit der Debitoren in Tagen: | 22 | 29 | з) 5) |
| Umschlagshäufigkeit der Kreditoren in Tagen: | 24 | 21 | θ> 6) |
| Eigenkapitalquote: | 46,1 % | 48,9 % | 7> 7) |
| Fremdkapitalquote: | 53,9 % | 51,1 % | θ> 8) |
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | ||
| Cash-Flow-Kennzahlen: | |||
| Netto-Geldfluss aus laufender Tätigkeit in TEUR | 964 | 89 | 9) 9> |
| Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit in TEUR | -33 | -235 | 9> 9) |
| Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit in TEUR | -0 | -0 | 9) 9> |
| Summe = Veränderung liquider Mittel in TEUR | 931 | -146 |
1.4.2. Ertragslage
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
|---|---|---|
| Betriebsleistung in TEUR: | 15.143 | 14.432 10) |
| in Prozent der Betriebs- | ||
| leistung: | ||
| Materialeinsatz | 6,7 % | 7,2 % |
| Energieaufwand | 2,8 % | 3,3 % |
| Bezogene Leistungen | 28,3 % | 30,1 % |
| Personalaufwand | 48 % | 44,6 % |
| Instandhaltungen | 3,4 % | 3,3 % |
| sonstiger Aufwand | 10,5 % | 10,6 % |
| Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen | 55 | 127 |
| Finanzerfolg | 37 | 0 |
| Abschreibungen | -80 | -96 |
| Ordentliches Ergebnis (Ergebnis vor Steuern) | 12 | 31 |
| Jahresergebnis | 12 | 31 |
Berechnung:
| 1) | Anlagevermögen/Bilanzsumme*100 |
|---|---|
| 2) | (Zugänge Immaterielle Vermögensgegenstände + Sachanlagen abzüglich Buchwertabgänge)*100/Jahresabschreibung |
| 3) | (Jahresabschreibung/Anschaffungskosten per 31.12.)*100 |
| 4) | (Jahresabschreibung/Anschaffungskosten per 31.12.)*100 |
| 5) | 365/(Umsatzerlöse /durchschnittliche Lieferforderungen) |
| 6) | 365/(Materialaufwand und bezogene Leistungen + sonstiger Aufwand ohne Steuern + Investitionen/durchschnittliche Lieferverbindlichkeiten) |
| 7) | Eigenkapital/Bilanzsumme*100 |
| 8) | (Rückstellungen + Verbindlichkeiten + Rechnungsabgrenzungsposten)/ Bilanz- summe*100 |
| 9) | Ermittlung in Anlehnung an AFRAC-Stellungnahme 36 |
| 10) | (Umsatzerlöse + sonstige Erträge) |
1.4.3. Sonstige finanzielle Kennzahlen
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
|---|---|---|
| Systemisierte Betten | 171 | 171 |
| Patienten (ohne Begleitpersonen) | 2.566 | 2.602 |
| Pflegetage (ohne Begleitpersonen) | 60.924 | 60.486 |
| Pflegetage Gesamt | 62.785 | 62.339 |
| Auslastung nach Pflegetagen (ohne Begleitpersonen) | 97,7% | 96,6% |
| Verweildauer (ohne Begleitpersonen) | 22 | 24 |
| Betriebstage | 365 | 366 |
1.4.4. Kennzahlen zu Umweltbelangen
Für die Gesellschaft hat Umweltschutz im Sinne der gesetzlichen Verpflichtung einen großen Stellenwert, insbesondere auch in der ökologischen Verantwortung. Als Mitglied des United Against Waste Moneytor, werden über Lebensmittel die entsorgt werden müssen, genaue Aufzeichnungen geführt und dadurch die Lebensmittelverschwendung minimiert. Lieferanten kommen aus dem Umkreis von 25 bis 50 km, um die Lieferketten so kurz wie möglich zu halten. Mit dem neuen Krankenhaus-Informations-System, Start mit 05.02.2024, wurde die papierlose Patientenakte umgesetzt.
Das Unternehmen erhielt am 09. Juli 2024 die Auszeichnung als Klimabündnis Betrieb.
1.4.5. Kennzahlen zu Arbeitnehmerbelangen
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
|---|---|---|
| eigenes Personal: | ||
| Anzahl an durchschnittlich korrigierten Beschäftigten | 88 | 83 |
| Anzahl (Köpfe) der Neueinstellungen | 28 | 20 |
| Anzahl (Köpfe) beendeter Dienstverhältnisse | 20 | 18 |
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
|---|---|---|
| gestelltes Personal SVS: | ||
| Anzahl an durchschnittlich korrigierten Beschäftigten | 38 | 40 |
| Anzahl (Köpfe) der Neueinstellungen | 0 | 0 |
| Anzahl (Köpfe) beendeter Dienstverhältnisse | 4 | 1 |
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | ||
|---|---|---|---|
| Aus- und Fortbildungsaufwand je korrigiertem Beschäftigten: | |||
| EUR (eigenes und gestelltes Personal) | 425 | EUR | 282 |
Der Personalschlüssel leitet sich aus den drei Leistungskategorien des medizinischen Leistungsprofiles zur kardiologischen stationären Rehabilitation ab. Derzeit fallen ca. 71,3% der Aufwendungen im Bereich des Personaleinsatzes an. Das Personal ist sowohl in der Betriebs-GmbH angestellt als auch über einen Arbeitskräfteüberlassungsvertrag seitens der SVS an die Betriebs-GmbH gestellt.
Die HK-SKA Bad Ischl Betriebs-GmbH wird durch den Krankenhausvorstand geleitet, der sich aus den Mitgliedern der kollegialen Führung gemäß OÖ Krankenanstalten Gesetz und der Geschäftsführung zusammensetzt. Die Aufgaben und die Zuteilung der Vorstandsbereiche sind in einer Geschäftsordnung klar geregelt. Die Personalmanagement-Verantwortliche steht dem Vorstand beratend zur Seite.
2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens
2.1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Die voraussichtliche Auslastung der HerzReha Bad Ischl kann stabil gehalten werden, sofern keine massiven externen Einflüsse auftreten. Die Drei-Wochenaufenthalte bedingen, dass in Zukunft mehr Patientinnen und Patienten aufzunehmen sind, um die Belegung entsprechend hoch zu halten.
Das Vertrauen und die Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten zeigt sich in der hohen Nachfrage nach kardiologischer Rehabilitation. Von einer stabilen Nachfrage ist wie auch in den letzten Jahren auszugehen. Aufgrund minimalinvasiver Eingriffe müssen Patienten die Rehabilitation nicht mehr so rasch antreten und erhalten auch Rehabilitationsheilverfahren. Eine alternierende Auslastung vor allem in den Monaten Jänner, November und Dezember ist zu bemerken.
2.2. Weitere wesentliche Risiken und Ungewissheiten
2.2.1. Personalrisiken
Im Bereich des Human Risk gilt es, die HerzReha weiterhin als attraktiven Arbeitsgeber in der Region Salzkammergut zu positionieren. Übergeordnet muss das Image einer stationären Rehabilitationseinrichtung positiv besetzt werden. Dies gilt insbesondere für den ärztlichen Bereich, in dem weiterhin die erforderlichen Nach- und Neubesetzungen von Dienstposten als größte Herausforderung besteht. Themen der Rekrutierung von Mitarbeitern, die entsprechende Vernetzung mit Netzwerkpartnern sowie ein konsequentes Arbeiten am Employer brand der HerzReha zählen zu den wichtigsten Aufgaben. Social-Media-Kampagnen der HerzReha wurden durchgeführt, um die Rekrutierung von Mitarbeitern Zielgruppen spezifisch zu gestalten.
Für das Jahr 2026 wird die Stelle der Pflegedirektion neu besetzt. Die Pflegedirektion wurde durch das übliche Ausschreibeverfahren ausgewählt, es konnte eine interne Bewerberin gefunden werden.
2.2.2. Operative Risiken
Die Gesellschaft ist keinen für die betriebenen Geschäftszweige atypischen Risiken ausgesetzt.
Die Jahresziele werden Anfang des Jahres festgelegt und sind Basis für die folgenden Mitarbeiter- und Zielgespräche, die Evaluierung dieser Ziele erfolgt im Rahmen von Einzelgesprächen. Es finden laufend Patientenbefragungen statt, deren Ergebnisse ausgewertet, kommuniziert und gegebenenfalls mit Maßnahmen zur Verbesserung hinterlegt werden. Die Sicherheit der Daten ist über die IT-Sicherheitssysteme der Vinzenz Gruppe und entsprechende Verträge sichergestellt. Die Vorgaben lt. DSGVO sind umgesetzt und wurden zuletzt 2019 extern auditiert.
2.2.3. Geschäftsrisiken
Bezüglich des Business Risk (Beschaffungs- und Absatzrisiken) ist in der HerzReha ungebrochen eine hohe Nachfrage gegeben. Hauptkunde ist nach wie vor die Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen bzw. deren Versicherte. Auch die Pensionsversicherungsanstalt selbst weist viele Patienten zu, obwohl hier ein Rückgang zu verzeichnen ist.
Auftretende Infektionsherde, die unsererseits durch umfassende Sicherheitskonzepte und rasches Handeln immer wieder schnell eingefangen werden, können die Auslastung beeinflussen.
Aufgrund der derzeitig schwankenden Inflation gibt es im Beschaffungsbereich das Risiko von Preisänderungen, insbesondere betreffend die Energiebeschaffung. Auch in den Bereichen Dienstleistungen, Lebensmittel und medizinische Verbrauchsmaterialien ist von Preissteigerungen in der Höhe des VPI auszugehen. Investitionen und Anschaffungen werden
über einen geregelten Prozess über die SVS abgewickelt. Ein großes Risiko besteht in der Personalrekrutierung von Ärzten und Pflegekräften.
Es werden ausschließlich originäre Finanzinstrumente (Finanzanlagen, Forderungen und Verbindlichkeiten) eingesetzt.
Ziel des Finanz- und Risikomanagements der HK-SKA Bad Ischl Betriebs-GmbH ist die Sicherung der gemeinnützigen Unternehmensziele gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos werden rollierend Liquiditätspläne erstellt.
Soweit bei finanziellen Vermögenswerten (Forderungen) Ausfalls- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Bankguthaben werden nur bei Kreditinstituten mit möglichst hoher Bonität gehalten.
Da alle Finanzinstrumente auf EURO lauten, bestehen derzeit keine Währungsrisiken.
2.3. Ausblick
Grundsätzlich ist die Nachfrage nach kardiologischer Rehabilitation ungebrochen. Bei Besetzung aller offenen Stellen und Belegung aller zur Verfügung stehenden Betten zeigt sich in der mehrjährigen Betrachtung ein positiver Ausblick.
Im Strategie Prozess im Herbst 2025 wurde festgelegt, dass um die zukünftige Vollbelegung zu erreichen, eine Erweiterung der Indikationen erforderlich sein wird. 2026 werden dafür Businesscaseberechnungen für mögliche Indikationerweiterungen erstellt.
Regelmäßige Patientenbefragungen zeigen ein deutlich positives Bild über das Angebot in der HerzReha. Das Schlaflabor für SVS Patientinnen und Patienten ist etabliert und hat mit der Maskenanpassung begonnen. 2026 wird die Zertifizierung angestrebt, um in Zukunft auch zugewiesene Patienten von anderen Kostenträgern annehmen zu können.
Die weitere Entwicklung des Unternehmens hängt im operativen Bereich maßgeblich von der Entwicklung des Tagsatzes in Relation zur Entwicklung der Gehaltsschemen im bestehenden Kollektivvertag sowie der erfolgreichen Besetzung offener Dienstposten ab.
2026 werden die Zertifizierung von „Familie und Beruf“ durchgeführt sowie das „Rauchfrei Zertifikat“ beantragt.
3. Bericht über Forschung und Entwicklung
Die Gesellschaft betreibt keine Forschung und Entwicklung.
4. Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem („IKS/RM“) der HK-SKA Bad Ischl Betriebs-GmbH in Zusammenhang mit der Aufstellung des Jahresabschlusses stellt sich wie folgt dar:
Zentral verantwortlich für die Ausgestaltung des IKS/RM der Gesellschaft ist die Geschäftsführung. Operativ damit befasst ist die Managementgesellschaft, die HalloGesundheit GmbH, die sich diesfalls der Unterstützung durch den Bereich Finanz- und Rechnungswesen der Vinzenz Gruppe Service GmbH bedient.
Die Gesellschaft versteht unter Risikomanagementsystem alle Prozesse, die der Identifikation, Analyse und Bewertung von Risiken dienen. Daraus abgeleitet werden Maßnahmen, um der Beeinträchtigung der Unternehmenszielerreichung aufgrund dieser Risiken gegenzusteuern (IKS). Das IKS im Bereich des Prozesses „Jahresabschlusserstellung“ hat als wesentliches Ziel, die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung sowie die Einhaltung der für die Gesellschaft hierfür maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften zu überwachen und zu kontrollieren.
4.1. Kontrollumfeld
Die Gesellschaft zeichnet sich durch eine klare Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur aus. In sämtlichen Bereichen des Rechnungslegungsprozesses (zB Finanzbuchhaltung, Controlling), der, wie oben dargestellt, zu einem wesentlichen Teil zur Vinzenz Gruppe ausgelagert ist, besteht eine eindeutige, abgegrenzte Funktionszuordnung. Die im Rechnungslegungsprozess eingesetzten IT-Systeme sind entsprechend gegen unbefugten Zugriff geschützt, als Basis-System wird SAP eingesetzt und darauf aufbauend der Jahresabschluss durch die Managementgesellschaft erstellt.
4.2. Risikobeurteilung
Risikofelder im klinischen Bereich, Rechtsrisiken, betriebswirtschaftliche Risiken (Stichwort Liquidität, Ausfallsrisiken), Personalrisiken (Stichwort Fluktuation, Beschaffungsrisiken), technische Risiken im Bereich der Betriebs- und Medizintechnik sowie IT-Risiken (Stichwort Verfügbarkeit, Datenverlust, unberechtigter Zugriff) sind Ausgangsbasis für die Risikobeurteilung im Rahmen des Rechnungslegungsprozesses.
Im Rahmen der Risikobeurteilung wird nach Wesentlichkeitskriterien vorgegangen. Hierbei wird besonderes Augenmerk auf die vollständige Erfassung und gesetzeskonforme Bewertung aller Geschäftsvorfälle, insbesondere auch im Bereich möglicher Haftungsinanspruchnahmen und sonstiger Rechtsstreitigkeiten gelegt.
4.3. Kontrollmaßnahmen
Dem Rechnungslegungsprozess der Gesellschaft liegen klare Verfahrensrichtlinien zugrunde. Ein für die Gesellschaft in Anwendung befindliches Rechnungslegungshandbuch regelt - unter Beachtung geltender gesetzlicher Normen – die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze und gibt die Form der Berichterstattung vor. Darin sind sämtliche den Rechnungslegungsprozess betreffende Richtlinien strukturiert nach Abschlussposten ange-
führt. Ergänzt wird dies durch Check-Listen zum Ablauf der Abschlusserstellung, zum Lagebericht und Anhang sowie zum IKS. Auf die Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips wird besonderes Augenmerk gelegt.
4.4. Information und Kommunikation
Richtlinien und Vorschriften hinsichtlich der Finanzberichterstattung werden regelmäßig aktualisiert und an die innerhalb der Gesellschaft betroffenen Personen kommuniziert. Es existiert ein Regelberichtswesen (Management-Informations-System). Umfangreiche, standardisierte monatliche Berichte an das Management sind Standard.
4.5. Überwachung
Die Verantwortung für die unternehmensweite fortlaufende Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der, wie dargestellt, zu einem wesentlichen Teil zur Vinzenz Gruppe ausgelagert ist, obliegt der Geschäftsführung der Gesellschaft.
Bad Ischl, am 23. März 2026
1 1 for
Andreas Schaffer, MSc
Tibor Klein, BSc MA