Inhaltsverzeichnis
1. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft, Entwicklung der österreichischen
Bauwirtschaft
Die Auftragslage im Hochbau hat sich durch die Reduktion der Fördermittel vom Land NO bzw. der hohen Zinslage nicht verbessert. Die anhaltende Inflation und der damit verbundene Kaufkraftverlust schränkt den finanziellen Spielraum vieler Haushalte bei der Wohnungssuche massiv ein.
Die Landesinnung Bau Niederösterreich hegt nach wie vor einen pessimistischen Ausblick und prognostiziert ab Mitte 2026 eine Erholung der Bauwirtschaft im Hochbau. In den Sparten Tiefbau und Sanierung herrscht weiterhin eine gute Konjunktur.
Die Schubrig Gesellschaft m.b.H. ist ausschließlich im Hochbau tätig.
Dem wirtschaftlichen Umfeld wurde in der Vergangenheit bzw. wird auch gegenwärtig mittels gezielter Liquiditäts- und Kostenkontrolle sowie einer flachen Betriebsstruktur positiv entgegengewirkt. Als Teil dieses Konzepts wickelt die Schubrig Gesellschaft m.b.H. seit einigen Jahren Bauvorhaben erfolgreich in Form von Arbeitsgemeinschaften ab.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/2025 betrug die Bauleistung rund EUR 16,9 Mio. (Vorjahr: rd. EUR 17,8 Mio.). Es wurde ein Bruttogewinn in Höhe von TEUR 6.360 (Vorjahr: rd. TEUR 7.100) erwirtschaftet. Der Bestand an unfertigen Baustellen hat sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 8.962 vermindert (Vorjahr: auf TEUR 15.543 erhöht). Der Gewinn aus den unfertigen Baustellen sowie jener Bauvorhaben, die über Arbeitsgemeinschaften abgewickelt werden, wird aufgrund von unternehmensrechtlichen Bilanzierungsvorschriften erst bei Fertigstellung realisiert.
Die Schwankungen in der Betriebsleistung und des absoluten Bruttogewinnes ist in der Mehrjahresbetrachtung unter anderem darauf zurückzuführen, dass einige Großprojekte über Arbeitsgemeinschaften abgewickelt werden. Diese Aufträge sind nicht in der Betriebsleistung und nicht in den Beständen der unfertigen Bauten enthalten. Erst nach Endabnahme und Schlussrechnung des über die Arbeitsgemeinschaft abgewickelten Projektes wird das anteilige Ergebnis in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
Der Bestand der eigenen unfertigen Baustellen in Höhe von rund TEUR 8.962 (Vorjahr: TEUR 15.543) ist überwiegend über Kundenanzahlungen finanziert. Der Anzahlungsgrad beträgt rund 80 % (Vorjahr: 92 %).
2. finanzielle Leistungsindikatoren
Die Vermögens- und Kapitalstruktur der Gesellschaft stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
| 30.06.2024 30.06.2025 | ||
|---|---|---|
| Vermögens-/Kapitalstruktur | TEUR | TEUR |
| Anlagevermögen | 1.430,8 | 1.546,2 |
| Umlaufvermögen | 4.175,5 | 5.061,7 |
| Summe Aktiva | 5.606,3 | 6.607,9 |
| Eigenmittel | 971,6 | 821,1 |
| Fremdmittel | 4.634,7 | 5.786,8 |
| Summe Passiva | 5.606,3 | 6.607,9 |
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um rund TEUR 1.001,6 vermindert. Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag beträgt 17,3 % (Vorjahr: 12,4 %).
| 2024/2025 | 2023/2024 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Nettoumlaufvermögen | ||
| |(working capital) | 231,9 | 965,6 |
| 2024/2025 | 2023/2024 | |
| TEUR | TEUR | |
| Nettoverschuldung | 726,5 | 1.096,1 |
Der im Geschäftsjahr 2024/2025 erwirtschaftete Cash Flow stellt sich wie folgt dar:
| 2024/2025 | 2023/2024 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Cash Flow | ||
| aus dem Ergebnis | -798,2 | -280,2 |
| aus dem operativen Bereich | -679,6 | +346,0 |
| aus Investitionsaktivitäten | -82,1 | -285,2 |
| aus Finanzierungsaktivitäten | +340,8 | 0,0 |
3. Risikobericht
Neben den branchenspezifischen Risiken und der Abhängigkeit von der Baukonjunktur ist die Schubrig Gesellschaft m.b.H. insbesondere einem Abnehmer- und Forderungsausfallsrisiko ausgesetzt. Witterungseinflüsse und die Abwicklung von Projekten mit anderen Bauunternehmen in Form von Arbeitsgemeinschaften können den effizienten Bauablauf ebenfalls erschweren.
Um diesen Risiken entgegenzuwirken, ist die Schubrig Gesellschaft m.b.H. bemüht, ihre Aufträge ausschließlich mit Kunden einwandfreier Bonität abzuwickeln. Die laufenden Bauvorhaben werden im Wesentlichen durch Anzahlungen von Kunden finanziert.
Das Preisänderungsrisiko umfasst im Wesentlichen Schwankungen der Rohstoff-, Energieund Treibstoffpreise. Es wird versucht, die Preissteigerungen an die Auftraggeber weiterzugeben, um negative Auswirkungen auf die Ertragslage zu vermeiden. Durch laufende Solllst-Vergleiche auf Basis der Informationen aus der monatlichen Kostenrechnung sind wir in der Lage, die einzelnen Bauvorhaben laufend zu überwachen, negative Entwicklungen rechtzeitig zu erkennen und bei der weiteren Abwicklung zu berücksichtigen.
Bei der Auswahl der ARGE-Partner legt die Schubrig Gesellschaft m.b.H. ihr Hauptaugenmerk darauf, stets nur mit verantwortungsvollen, kompetenten, renommierten und bereits langjährig bestehenden Bauunternehmen zusammenzuarbeiten. Durch die Ubernahme der kaufmännischen Geschäftsführung in den Arbeitsgemeinschaften ist es der Schubrig Gesellschaft m.b.H. möglich, die Erträge und Kosten sorgfältig zu überwachen und gegebenenfalls rechtzeitig gegenzusteuern.
Laufende Bauvorhaben werden großteils durch Kundenanzahlungen finanziert, sodass ein etwaiges Zinsänderungs- bzw. Finanzierungsrisiko minimiert wird.
4. Forschungs- und Entwicklungstätigkeit
Forschung und Entwicklung wird von der Gesellschaft nicht betrieben.
5. Zweigniederlassungen
Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.
6. Prognosebericht
Das Land Niederösterreich hat für 2026 mehrere öffentliche Baupakete zugesagt. Die Anderung der Wohnbauförderung mit Jahresende 2025, sinkenden Zinsen und die gelockerten Kreditbedingungen wirken sich positiv auf die Auftragslage im Hochbau aus. Daher ist eine Erhöhung des Bauvolumens ab Mitte 2026 im Hochbau zu erwarten.
Die Bauwirtschaft Niederösterreichs steht 2026 vor einer leicht positiven Wachstumsphase, getragen von einer besseren Finanzierung, öffentlichen Aufträgen und stabileren Marktbedingungen. Eine deutliche Trendwende ist möglich, aber noch abhängig von gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Projektumsetzungen.
Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2025/2026 eine verbesserte Auftragslage mit einem gleichbleibenden bis leicht gesteigerten Umsatz.
Es wurden Einsparungen im Personalbereich getroffen und Maßnahmen zur Effizienzsteigerung eingeleitet. Aus heutiger Sicht wird daher für das laufende Geschäftsjahr ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet.
Allfällige Auswirkungen der umfassenden geopolitischen Krisen, insbesondere des Irankrieges, können noch nicht beurteilt werden.
7. Finanzinstrumente
Die Schubrig Gesellschaft m.b.H. hält ausschließlich originäre Finanzinstrumente, die im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umfassen.
Wien, am 25. März 2026
| GE | CHA |
|---|---|
| 35 | O KREMSONAS NSTRASSE |