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Penz crane GmbH, Aichdorf für das Geschäftsjahr 2024/2025
BERICHT ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF UND DIE WIRTSCHAFTLICHE LAGE
Geschäftsverlauf
Die allgemeine geopolitische Unsicherheit haben im Wirtschaftsjahr 2024/ 25 das Kaufverhalten in Europa geprägt. In der ersten Jahreshälfte verzeichnete die PENZ crane GmbH einen deutlichen Rückgang im Auftragseingang. In dieser Zeit wurden die Auftragsbestände abgearbeitet. Projekte zur Optimierung der Durchlaufzeit von Aufträgen von der Bestellung bis zur Auslieferung konnten in dieser Zeit umgesetzt werden, sodass es noch im Berichtsjahr möglich wurde, die ab der zweiten Jahreshälfte sukzessiv steigenden Auftragseingänge noch innerhalb des Wirtschaftsjahres abzuarbeiten. Kernelemente dieser Optimierung waren eine weitere Stärkung der Lieferkette sowie die Weiterentwicklung des Produktionsplanungssystems. Kostensteigerungen bei Zukaufteilen konnten abgewendet werden. Den hohen Gewährleistungsund Garantiekosten wurde mit einem konsequenten Claim Management gegenüber Lieferanten und einer zusätzlichen Produktverbesserungsoffensive entgegengewirkt.
Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr um 8,1% auf 18.796 TEUR (VJ 17.384 TEUR).
Das positive Betriebsergebnis aus dem operativen Geschäftsverlauf in Höhe von 783,5 TEUR wird durch einen Sondereffekt aus Vorperioden im Zusammenhang mit der Vorratsbewertung um -712 TEUR auf 71,5 TEUR gedrückt.
Die Eigenkapitalquote inklusive diesem Sondereffekt beträgt 9,1%, (VJ +9,3 %). Die Planung für das Geschäftsjahr 2025/26 sieht eine Steigerung der Eigenkapitalquote auf 18,2% vor.
Die Aufrechterhaltung der Liquidität kann durch die konsequente Abarbeitung der Auftragsbestände und der damit erzielbaren Erlöse, sowie der laufenden Bankenfinanzierung weiterhin als gesichert betrachtet werden.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Ertragslage:
Die Umsatzerlöse stiegen um 8,1% auf 18.796 TEUR (VJ 17.384 TEUR).
Ein EBIT wurde in Höhe von 71,5 TEUR (VJ 682 TEUR) erreicht.
Die Umsatzrentabilität reduziert sich aufgrund der Lagerwertabschreibung auf 0,4% (VJ +3,9%).
Berechnung:
EBIT Umsatz
Die Eigenkapitalrentabilität beträgt 10,6% (VJ 83,2%).
Berechnung: EBIT Eigenkapital
Die Gesamtkapitalrentabilität beträgt 1,0% (VJ 7,7 %).
Berechnung: EBIT Gesamtkapital
Finanz- und Vermögenslage:
Die Bilanzsumme sank auf 7.440,2 TEUR (VJ 8.556,7 TEUR)
Das Eigenkapital sinkt auf 675 TEUR (VJ 820 TEUR)
Die Nettoverschuldung sinkt auf 3.398 TEUR (VJ 3.601 TEUR).
Berechnung: - verzinsliches Fremdkapital liquide Mittel Nettoverschuldung
Das verzinsliche Fremdkapital setzt sich aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten,
Gesellschafterdarlehen und den Rückstellungen für Jubiläumsgelder zusammen.
Das Working Capital beträgt -405 TEUR (VJ -560 TEUR)
Berechnung: - kurzfristiges Umlaufvermögen kurzfristiges Fremdkapital Working Capital
Kennzahlen gemäß §5 23, 24 URG:
Die Eigenmittelquote gem. § 23 URG beträgt 9,1% (VJ: 4,6%).
Berechnung: Eigenkapital Gesamtkapital abzüglich Investitionszuschüsse
Die fiktive Schuldentilgungsdauer gem. § 24 URG beträgt 162,3 Jahre (VJ: 15,3 Jahre).
Berechnung: Schulden (effektives Fremdkapital) Mittelüberschuss aus der Geschäftstätigkeit
BERICHT ÜBER DIE VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG UND DIE RISIKEN DES UNTERNEHMENS
Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Im Jahr 2025 ist weiterhin mit anhaltend volatilen Rahmenbedingungen zu rechnen. Der positive Trend im Auftragseingang, der seit Juli 2024 kontinuierlich zu erkennen ist, stimmt ebenso zuversichtlich wie der Gewinn von Aufträgen für Neu-Kunden im verstärkt bearbeiteten Segment der OFF-Road Kräne. Ebenso stimmt die Entwicklung im Segment von Sonderkränen für den Bergeeinsatz im Militärbereich zuversichtlich. Die Neuaufstellung der Lieferkette im Stahlbau sichert kurze Durchlaufzeiten, sodass neu gewonnene Aufträge rasch und im laufenden Geschäftsjahr vollständig abgearbeitet werden können.
Zahlreiche Produktverbesserungen und Weiterentwicklungen hinsichtlich der Produktqualität und Liefertreue, die Neuausrichtung von organisatorischen Abläufen sowie der Produktentwicklung bilden neben der Verstärkung der Vertriebs- und Aftersales Mannschaft den Transformationsprozess der Penz crane GmbH ab. Ebenso wird im GJ 2025/26 an einer wertanalytischen Optimierung der Herstellkosten gearbeitet.
Das Geschäftsjahr 2025/26 ist ein Investitionsjahr in die zuvor genannten Themenstellungen, insbesondere ist eine Steigerung der F&E – Quote auf 6,5% geplant.
Der Umsatz soll im GJ 25/26 auf 20 MEUR steigen, dabei soll trotz der beschriebenen Aufwendungen in Forschung & Entwicklung sowie in den Ausbau des Vertriebes ein EBITDA von 820 TEUR erreicht werden.
Für eine nachhaltige Absicherung der Wachstumsstrategie soll die Internationalisierung des Vertriebs- und Servicenetzwerkes in Europa weiter ausgebaut werden.
Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Geschäftsrisiken („externe Risiken“): Die Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung auf nationaler und europäischer Ebene trägt das Hauptrisiko für das Unternehmen. Osterreich hat mit einem Umsatzanteil von ca. 50% nach wie vor eine große Bedeutung als Absatzmarkt des Unternehmens.
Bezüglich des Vertriebes bestehen keine wesentlichen Abhängigkeiten von einzelnen Kunden.
Durch die Stärkung des Vertriebsnetzes außerhalb von Osterreich, sowie der Erweiterung des Produktportfolios im Off-Road Segment besteht eine zusätzliche Markt- und Produkt- Diversifikation. Dies reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Marktnischen und -segmenten.
Kostenrisiken werden durch einen anhaltenden Schwerpunkt in der Optimierung der Materialkosten und Stabilisierung der Zulieferkette entgegnet.
Operative Risiken („interne Risiken“): Produktentwicklungsrisiken werden mittels weiteroptimierten Berechnungs- und Simulationstools, sowie einer den Anforderungen entsprechenden Verifikationsphase mittels Prüfstands- und Feldtests minimiert.
Durch die Umstrukturierung der Supply Chain für verschiedene Warengruppen sinkt das Risiko von Versorgungsengpässen weiter. Potenzielle Maschinenstillstände im Haus, können durch Lieferanten abgedeckt werden.
Bezüglich IT-Resilienz werden die Systeme laufend evaluiert und insbesondere nach den Cybersicherheits-Richtlinie NIS 2 ausgerichtet.
Im Personalmanagement besteht KMU-typisch eine signifikante Abhängigkeit von Schlüsselpersonen, sowie die zunehmend schwerere Verfügbarkeit von geeignetem Fachpersonal am lokalen Arbeitsmarkt.
Finanzielle Risiken: Fremdwährungsrisiko besteht keines, da Verkauf, Beschaffung und Finanzierung ausschließlich in Euro erfolgt. Für offene Forderungen besteht kein Ausfallsrisiko. Das Finanzierungsrisiko wird durch ein im GJ 25/26 geplantes Gesellschafterdarlehen weiter reduziert. Eine Erhöhung der Fremdfinanzierung dient als zusätzliche Absicherung der Wachstumsstrategie.
SONSTIGE ANGABEN
Forschung und Entwicklung
Im Geschäftsjahr 2024/25 wurden zahlreiche Produktfunktionen weiterentwickelt und bereits erfolgreich getestet. Ebenso wurden Produktupdates für das Marktsegment der Offroad-Kräne entwickelt und gelauncht.
Für das Geschäftsjahr 2025/26 ist eine deutliche Steigerung der F&E Quote und die Entwicklung von weiteren Kransystemen für alle Kernmärkte geplant.
Es wurde ein Forschungsförderungsprojekt gestartet, welches mittelfristig dazu beitragen soll, die F&E Aufwende zu entlasten.
Prozessverbesserungen
Schwerpunkte im GJ 2025/26 werden der Ausbau, die Weiterentwicklung und Absicherung des im GJ 2024/25 upgegradeten ERP-Systems sein, insbesondere die Sicherstellung standardisierter, durchgängiger Kernprozesse.
Im operativen Bereich wird weiter an „Lean Production Initiativen“ gearbeitet und in Form der Ausrollung des PENZ – OPS (PENZ – Qualitäts- und Produktions-Management System) realisiert.
Aichdorf, am 9. Mai 2025
DI Christian Rauscher Geschäftsführer