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Lagebericht 2025

LISEC Austria GmbH

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Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 27. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Wirtschaftliches Umfeld1

Die globale Inflation wird den aktuellen Prognosen zufolge stetig sinken, von 4,1 % im Jahr 2025 auf 3,8 % im Jahr 2026 und 3,4 % im Jahr 2027. Das globale Wirtschaftswachstum liegt stabil bei 3,3 % im Jahr 2025 und 2026, sowie 3,2 % im Jahr 2027.

Das Wirtschaftswachstum der Eurozone liegt laut aktueller Prognose des IMF im Jahr 2025 bei 1,4 %. Für die folgenden Jahre wird eine stabile Entwicklung erwartet mit 1,3 % im Jahr 2026 und 1,4 % im Jahr 2027.

Die Inflation der Eurozone ist nach hohen Werten in den Vorjahren im Jahr 2025 auf 2,1 % gesunken und pendelt sich laut Prognose auf diesem Niveau mit 1,9 % im Jahr 2026 und 2,0 % im Jahr 2027 ein.

Für Österreich gehen die Konjunkturprognosen nach einem geringen Plus von 0,3 % im Jahr 2025 von einer leichten Steigerung auf 0,8 % im Jahr 2026 aus.

In Österreich hält sich die Inflation im Jahr 2025 bei 3,6 % und wird erst im Jahr 2026 niedriger bei 2,3 % und im Jahr 2027 bei 2,1 % erwartet.

Im ersten Halbjahr 2025 senkte die EZB die Leitzinsen in vier Schritten um 100 Basispunkte auf 2,00 %, um die Inflation zu stabilisieren und die wirtschaftliche Erholung zu unterstützen. Der 3-Monats-Euribor senkte sich im ersten Halbjahr ab und stabilisierte sich im Lauf des Jahres auf ein Niveau von knapp über 2 %.

Im Jahr 2025 erhöhte sich der EUR/USD-Kurs erheblich – von seinem Tiefstand Anfang 2025 bei 1,03 bis zu seinen Höchstständen von 1,18 Ende 2025.

Die Entwicklung der Glasverarbeitungsindustrie war im Jahr 2025 geprägt von moderatem Wachstum, mit strukturell und regional großen Unterschieden. Geopolitische und -wirtschaftliche Veränderungen und Unsicherheiten begleiteten im gesamten Jahresverlauf die Investitionsüberlegungen in der Branche. Die Industrie verändert sich im Kontext der Nachhaltigkeit & Dekarbonisierung stetig weiter zu einem High Tech Key Player der Bauindustrie.

Das wirtschaftliche Umfeld für den österreichischen Maschinenbau, insbesondere in der Glasverarbeitungsindustrie, war im Jahr 2025 getrieben durch stetige geopolitische Veränderungen der Rahmenbedingungen herausfordernder als erwartet. Hohe Energiepreise,

¹ 1 Quellen: International Monetary Fund, World Economic Outlook Okt 2025 & Update Jan 2026;

www.exchange-rates.org; www.euribor-rates.eu; www.ecb.europa.eu

Fachkräftemangel und gestiegene Lohnstückkosten belasten weiterhin die Wettbewerbsfähigkeit. Für 2026 wird eine stärkere wirtschaftliche Belebung erwartet.

Die Glasindustrie befindet sich weiterhin in einem tiefgreifenden Transformationsprozess hin zu mehr Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Kreislaufwirtschaft. Dieser Wandel eröffnet Chancen für technologische Innovationen, ressourcenschonende Produktionsmethoden und neue Geschäftsmodelle entlang der Wertschöpfungskette. Der Ausblick für die Branche bleibt insgesamt verhalten positiv: Wachstumspotenziale ergeben sich insbesondere durch die Anpassung an veränderte Marktanforderungen, Investitionen in moderne Fertigungstechnologien mit einem höheren Grad an Automatisierung sowie den steigenden Bedarf an umweltfreundlichen Produkten.

Für das Jahr 2026 bestehen jedoch weiterhin Risiken. Die wirtschaftliche Entwicklung in Europa bleibt von Unsicherheiten geprägt, unter anderem durch eine potenziell schwächere Industriekonjunktur, anhaltende geopolitische Spannungen und volatile Rohstoff- und Energiepreise. Zusätzlich ist die Branche mit weiter verschärften Umwelt- und Energieeffizienzvorgaben konfrontiert, die zu zusätzlichen Kosten und erforderlichen Investitionen führen.

In Europa ergeben sich zugleich spezifische Chancen aus der wachsenden Nachfrage nach nachhaltigen und recyclingfähigen Produkten sowie aus der Unterstützung durch EU Programme zur Förderung von Forschung, Dekarbonisierung und technologischer Entwicklung. Global entstehen Möglichkeiten durch die Erschließung neuer Märkte mit höherem Wachstumspotenzial, insbesondere in Regionen mit u.a. demografisch bedingt zunehmendem Infrastruktur- und Bausektor.

2. Ergebnis- und Bilanzanalyse

Das Management steuert die Gesellschaft auf monatlicher Basis anhand des nach IFRS ermittelten Ergebnisses. Wesentliche Unterschiede bestehen im Bereich der aktivierten Entwicklungskosten, der Umsatzrealisierung (nach IFRS 15) und der Darstellung von versicherungsmathematischen Gewinnen/Verlusten für Personalrückstellungen.

Überleitung Ergebnis nach UGB auf IFRS:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
in TEUR
20252024
Jahresüberschuss nach UGB28.88522.082
Umsatzrealisierung nach IFRS 15/POC-9.772-1.341
Versicherungsmathematisches Ergebnis-964526
Provisionen010
Abschreibungen-2.574352
Miet- und Leasingverträge IFRS 16-9-17
Jahresüberschuss nach IFRS15.56721.612

Die wesentliche Differenz zwischen dem Jahresergebnis nach UGB und nach IFRS ergibt sich aus der unterschiedlichen zeitlichen Umsatz- und Margenrealisierung gemäß IFRS 15. Während nach UGB die gesamte Marge typischerweise im Zeitpunkt der Abnahme eines Projekts erfasst wird, erfolgt die Umsatzrealisierung nach IFRS 15 auf Basis des Fertigstellungsgrades (Percentage of Completion Methode).

Im Geschäftsjahr 2025 wurden mehrere größere Projekte nach UGB im Zeitpunkt der Abnahme ergebniswirksam erfasst. Nach IFRS hingegen wurde ein Teil der zugehörigen Marge bereits in den Vorperioden anteilig realisiert. Dadurch fällt der IFRS Umsatz im Berichtsjahr um TEUR 9.772 geringer aus als der nach UGB ausgewiesene Umsatz (Vorjahr:

TEUR 1.341).

Die versicherungsmathematischen Ergebnisse aus der Abfertigungsrückstellung wurden iHv TEUR 964 (Vorjahr: TEUR 526) im Eigenkapital erfasst. Der Betrag in Höhe von TEUR 2.574 (Vorjahr: TEUR 352) beinhaltet vor allem Abschreibungen auf im IFRS aktivierte Entwicklungskosten.

Die nachfolgende Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurde auf Basis der Zahlen des vorliegenden Abschlusses nach UGB erstellt.

2.1. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist um 1,3 % von TEUR 202.535 auf TEUR 199.966 gesunken.

Der Buchwert des Anlagevermögens stieg im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um TEUR 809. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Fertigstellung der PV-Anlage sowie aus Investitionen in den Ausbau des Central Office.

Die Vorratsbestände sind um 14,7 % von TEUR 51.248 auf TEUR 43.715 gesunken, was zum Großteil auf die Reduktion der Fertigerzeugnisse und der noch nicht abrechenbaren Leistungen zum Stichtag zurückzuführen ist.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen zum Bilanzstichtag mit TEUR 7.737 deutlich unter dem Vorjahresniveau (TEUR 14.139). Im Gegensatz dazu erhöhten sich die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen signifikant auf TEUR 15.896 (Vorjahr: TEUR 6.831), da gegen Ende des Geschäftsjahres 2025 vermehrt Großprojekte der Niederlassungen abgeschlossen wurden.

Die Guthaben bei Kreditinstituten konnten um 3,4 % auf TEUR 95.514 gesteigert werden.

Hinsichtlich der Veränderungen im Eigenkapital wird auf den im Anhang dargestellten Eigenmittelspiegel verwiesen. Die Eigenkapitalquote konnte in diesem Jahr signifikant auf 47,3 % gesteigert werden.

Die sonstigen Rückstellungen sind von TEUR 51.180 auf TEUR 53.471 um 4,5 % angestiegen. Die variablen Gehaltsansprüche werden auf Basis jährlich vereinbarter Parameter abhängig vom Konzern-EBIT (IFRS) gebildet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Geschäftsjahr vollständig getilgt. Die Gesellschaft verfügt über ausreichend nicht ausgenutzte Linien bei Kreditinstituten.

Zur Veranschaulichung der Finanzlage wird auf nachfolgende Cash Flow-Berechnung verwiesen:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
20252024
TEURTEUR
Ergebnis nach Ertragssteuern28.885,122.081,7
(+/-) Abschreibungen/Zuschreibungen auf das Anlagevermögen3.073,52.743,2
(-/+) Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Anlagen-144,9-238,0
(+/-) Abschreibungen/Zuschreibungen auf das
Finanzanlagevermögen-4,3-280,3
(+/-) Abschreibungen/Zuschreibungen auf Wertpapiere des
Umlaufvermögens82,4-104,4
(-) Auflösungen von Investitionszuschüssen-33,5-34,5
(+/-) Erhöhung/Verminderung von langfristigen
Personalrückstellungen-1.514,61.369,2
(-)erhaltene Dividenden-2.359,9-4.187,7
(+/-) Übrige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge331,2-308,3
Auflösung Einzelwertberichtigungen-1.317,9-1.418,6
Dotierung Einzelwertberichtigungen1.873,61.009,8
Kursdifferenzen-224,4100,5
Cash Flow aus dem Ergebnis28.315,121.040,9
Cash Flow aus dem operativen Bereich22.516,619.344,0
Cash Flow aus dem Investitionsbereich-3.733,4-2.096,1
Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich-15.640,1-7.812,3
Cash Flow Gesamt3.143,09.435,5

Aufgrund des sehr erfreulichen Ergebnisses 2025 konnte neben der Deckung der Investitionen und den Auszahlungen aus dem Finanzierungsbereich ein positiver Cash Flow von TEUR 3.143 generiert werden. Die Liquidität dient weiterhin zur Finanzierung des Wachstums der laufenden operativen Geschäftstätigkeit.

Da die liquiden Mittel die finanziellen Verbindlichkeiten übersteigen, liegt keine Nettoverschuldung vor.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
Bilanzkennzahlen20252024
Anlagendeckung (Grad 1)in %373,7329,4
Anlagenintensitätin %12,712,1
Eigenkapitalquotein %47,339,8

2.2. Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind von TEUR 234.808 auf TEUR 280.099 deutlich angestiegen, wobei die Bestände um TEUR 33.916 reduziert wurden. In den sonstigen übrigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.318 (Vorjahr: TEUR 1.419), konzerninterne Verrechnungen TEUR 717 (Vorjahr TEUR 2.016) und Forschungsprämien und Zuschüsse iHv TEUR 521 (Vorjahr: TEUR 1.863) enthalten.

Die Materialtangente (Materialaufwand im Verhältnis zur Betriebsleistung) ist von 50,3 % auf 41,8 % deutlich gesunken und resultiert aus dem deutlichen Umsatzanstieg durch den Abschluss einiger Großprojekte. Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen reduzierte sich von TEUR 122.169 auf TEUR 102.954 (-15,7 %).

Die Personalintensität (Personalaufwendungen im Verhältnis zur Betriebsleistung) ist im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben und hat sich lediglich von 29,7 % auf 29,8 % erhöht.

Die Abschreibungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 2.743 auf TEUR 3.074, insbesondere aufgrund außerplanmäßiger Abschreibungen in Höhe von TEUR 435 (Vorjahr: TEUR 0).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von TEUR 39.810 auf TEUR 47.618 erhöht. Die Erhöhung ist vor allem auf die höhere Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste und Nacharbeiten zurückzuführen. Bezogene Leistungen Vertrieb und Verwaltung sowie Wertberichtigungen zu Forderungen sind ebenfalls gestiegen (Details zu den sonstigen betrieblichen Aufwendungen siehe Anhang 3.4).

Das Finanzergebnis hat sich von TEUR 8.800 im Vorjahr auf TEUR 4.043 im Geschäftsjahr 2025 verringert. Diese Reduktion kommt maßgeblich aus geringeren Beteiligungserträgen und Zinserträgen von Bankguthaben und Finanzanlagen. Zusätzlich mussten höhere Kursverluste in Kauf genommen werden.

Die Steuern vom Einkommen ergeben einen Steueraufwand iHv TEUR 7.510 (Vorjahr: TEUR 5.367). Hinsichtlich der Details sei auf den Anhang 3.5 verwiesen.

Die folgende Tabelle stellt Kennzahlen hinsichtlich der Ertragslage dar:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 8
Rentabilitätskennzahlen20252024
Return on Sales (ROS)in %11,67,9
Return on investment (ROI) vor Steuernin %16,19,3
Eigenkapitalrentabilitätin %36,924,0

Im Geschäftsjahr 2025 wurden freie Gewinnrücklage iHv TEUR 29.600 aufgelöst, dadurch erhöht sich der Bilanzgewinn um denselben Betrag (Details zum Eigenkapital siehe Anhang 2.5).

2.3. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 8
Einheit20252024
Mitarbeiter-Fluktuation 1) 1)%5,26,1

1) Berechnung: Austritte / durchschnittliche Mitarbeiteranzahl 1)

Die Fluktuation ist mit 5,2 % leicht rückläufig (Vorjahr: 6,1 %).

Einen hohen Stellenwert im Konzern haben sowohl die Ausbildung als auch die laufende Weiterbildung der Mitarbeiter. Die laufende Weiterbildung erfolgt nach den individuellen Bedürfnissen der Mitarbeiter:innen. So wird jährlich auf Basis einer Bedarfserhebung bei Führungskräften und Mitarbeitern im Zuge der jährlichen Mitarbeitergespräche ein konzernweites Schulungsprogramm erarbeitet. Neben Weiterbildungen in Präsenz kommen zusätzlich verstärkt E-Learning und Onlineschulungen zum Einsatz. Der laufende Wissensaufbau der Mitarbeiter:innen wird auch durch ein Angebot an Vorträgen externer und interner Expert:innen („Impulsvorträge“ und „Impulsnuggets“) unterstützt. Viele Aktivitäten im Bereich der Mitarbeiterentwicklung fokussieren auf Kompetenzen im Zusammenhang mit Führung in Zeiten des Wandels und der Veränderung. Führungskräfteentwicklung bis in die zweite Führungsebene wird mit einem fokussierten Leadership Development Programm auch 2025 konsequent weiterverfolgt.

Im Service- und Schulungszentrum in Seitenstetten stehen neben der Lehrwerkstätte auch Maschinen für die Schulung von Mitarbeitern und Kunden zur Verfügung.

Mit der Initiative MY!dea werden bei LiSEC strukturiert Ideen gesammelt, dokumentiert, einer Bewertung unterzogen und in konkrete Produktverbesserungen und -neuerungen umgesetzt. Auch Innovationsideen im Bereich Nachhaltigkeit werden auf dieser Plattform gesammelt und weiterverfolgt. Weiters wird KVP (kontinuierlicher Verbesserungsprozess) aktiv gelebt und in allen Unternehmensbereichen eingesetzt. Ziel von KVP ist es, die Effizienz in den Prozessen zu erhöhen und systematisch Fehler zu erkennen, zu vermeiden und vorzubeugen.

LiSEC sieht sich als führendes Unternehmen in der Lehrlingsausbildung in der Region und bildet derzeit 54 Lehrlinge in 9 unterschiedlichen Lehrberufen (von Metallbearbeitung oder Mechatronik bis zu Software-Applikation) in Seitenstetten aus. Vor allem die hervorragenden Ergebnisse bei den Lehrabschlussprüfungen zeigen die hohe Qualität und den hohen Stellenwert der Lehrlingsausbildung bei LiSEC.

In Unterstützung des strategischen Schwerpunkts der Digitalisierung ist LiSEC aktiv Partnerschaften mit einschlägigen Institutionen eingegangen bzw. arbeitet mit externen Partnern mit fachspezifischem Know-How zusammen. Weiters ist LiSEC Partner von „net for future“, einer Innovations- und Unternehmensplattform im Mostviertel, welche dazu beiträgt, qualifizierte Mitarbeiter der Region aus- und weiterzubilden und dem Fachkräftemangel vorzubeugen.

LiSEC hat ein integriertes Managementsystem (IMS) bestehend aus dem Qualitätsmanagementsystem ISO9001:2015 (QMS) und dem Umweltmanagementsystem ISO14001:2015 (UMS) implementiert und ist für den Geltungsbereich „Entwicklung und Fertigung von Einzelmaschinen und Komplettlösungen für die Ver- und Bearbeitung von Flachglas für Fassade, Fenster und Architektur“ zertifiziert. Die Anforderungen an das jeweilige Managementsystem werden in regelmäßigen Zyklen in Form von internen und externen Audits geprüft. Im Geschäftsjahr 2025 erfolgten die Überwachungsaudits für das QMS und UMS.

Im Jahr 2024 und 2025 wurde in großem Umfang Energie und Zeit in die Nachhaltigkeit investiert. Neben der laufenden Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsinitiativen wurde ein eigenes Sustainability Team geschaffen, eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse mit umfassenden Stakeholder Interviews durchgeführt und eine gruppenweit gültige Nachhaltigkeitsrichtlinie veröffentlicht, um der gesamten LiSEC Organisation aber auch externen Stakeholdern ein transparentes Bild der Nachhaltigkeitsstrategie, -ziele und -maßnahmen zu vermitteln.

Im Rahmen des ESG-Reporting Projekts werden seit Mitte 2024 alle notwendigen Voraussetzungen für eine zeitgemäße ESRS-konforme Aufbau- und Ablauforganisation für die

Nachhaltigkeit geschaffen. Die entsprechenden Inhalte werden dabei laufend an die sich sehr dynamisch ändernde Regulatorik angepasst.

2.4. Investitionen

Die Investitionen im Sachanlagevermögen im Geschäftsjahr 2025 dienten weiterhin der nachhaltigen Weiterentwicklung der Infrastruktur sowie der Sicherstellung effizienter Verwaltungs-, Produktions- und Logistikprozesse.

Ein wesentlicher Schwerpunkt lag im Geschäftsjahr 2025 auf dem Umbau und der Aufstockung des Bürogebäudes „Central Office“, dessen Umsetzung planmäßig voranschritt. Mit dieser Maßnahme werden die räumlichen Voraussetzungen für zukünftiges Wachstum sowie für eine moderne, effiziente Arbeitsorganisation geschaffen.

Ein weiterer zentraler Investitionsschwerpunkt betraf den Bereich Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Die bereits im Vorjahr errichtete Photovoltaikanlage am Standort Seitenstetten konnte im Mai 2025 erfolgreich in Betrieb genommen werden. Seit der Aktivierung trägt die Anlage wesentlich zur Eigenstromversorgung des Standorts bei und leistet damit einen nachhaltigen Beitrag zur Reduktion des Energiebezugs sowie zur Umsetzung der konzernweiten Nachhaltigkeitsstrategie.

Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2025 die Vorbereitung und Planung des Logistikzentrums intensiviert, dessen Bau für das Jahr 2027 vorgesehen ist. Mit dieser Investition sollen insbesondere die Logistikkapazitäten erweitert und interne Material- und Warenflüsse weiter optimiert werden.

Bei der Verleihung des „Austria Leading Companies“ Awards 2025, welcher von der Wirtschaftsberatung PwC (PriceWaterhouseCoopers), dem Kreditschutzverband (KSV 1870) und der PRESSE durchgeführt wird, konnte die LiSEC Austria GmbH in der Kategorie Niederösterreich/Großbetriebe den hervorragenden 2. Platz erreichen. Das Ranking erfolgte anhand einer umfangreichen Analyse von Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) sowie der Bilanz der letzten 3 Jahre. Zusätzlich setzt LiSEC neue Maßstäbe in erfolgreicher und verantwortungsvoller Unternehmensführung und wurde als „Austria’s Best Managed Company 2025“ ausgezeichnet. Dieser Wettbewerb wird von Deloitte, der Raiffeisen Landesbank Niederösterreich-Wien sowie dem Wirtschaftsmagazin trend ausgerichtet.

3. Risikomanagement

Die LiSEC Austria GmbH ist im Rahmen ihrer globalen Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Hauptziel des Risikomanagements ist, diese frühzeitig zu erkennen, rechtzeitig geeignete Maßnahmen zu deren Reduktion oder Abwehr einzuleiten, aber auch proaktiv Chancen daraus abzuleiten.

Im Jahr 2023 konnte die 2022 begonnene Implementierung einer Krisenmanagement-Organisation abgeschlossen werden und es wurden bis Ende 2025 bereits fünf Krisenstabsübungen durchgeführt. Im Falle von Gefahren- und Bedrohungslagen, die über Notfälle und Störungen hinausgehen und die möglicherweise erhebliche schädigenden Auswirkungen auf das Unternehmen haben, werden die ausgebildeten Krisenstabsmitarbeiter bei Bedarf einberufen, um die Krise erfolgreich zu bewältigen.

3.1. Markt- und Produktionsrisiken, politische Risiken

LiSEC ist Hersteller von Glasbearbeitungsmaschinen und bietet ihren Kunden Einzel- und Gesamtlösungen im Bereich der Flachglasverarbeitung und -veredelung sowie dazugehörige Produktionssoftwarelösungen an. Neben dem Produktionsstandort Österreich spannt sich mit lokalen Vertriebs- und Serviceniederlassungen und Agenten ein globales Vertriebs- und Servicenetz. Als Maschinen- und Anlagenbauer für die Glasindustrie ist der Konzern grundsätzlich in einer zyklischen Branche tätig. Der Fokus ist auf die Herstellung von Maschinen zur Bearbeitung von Isolier-, Flach- und Verbundglas für den Architekturbereich gerichtet, steht in einem engen Zusammenhang mit der globalen Bauwirtschaft und korreliert daher mit globalen und regionalen konjunkturellen Entwicklungen. Da der Kapitaleinsatz für die Maschinen und Produktionslinien hoch ist, haben sowohl die Verfügbarkeit von Fremdkapital als auch das langfristige Zinsniveau eine nicht unwesentliche Bedeutung für die künftige Auftragsentwicklung.

Zum Produktportfolio zählen neben Maschinen zur Isolierglasfertigung auch Maschinen zum Schneiden, zur Glasbearbeitung (Kantenbearbeitung und Bohren) und zur Herstellung von Einscheibensicherheitsglas (ESG, Vorspannen), Verbundsicherheitsglas (VSG, Laminieren) sowie Glaslogistik. Software-Lösungen rund um die Flachglasverarbeitung verstehen sich als integrierter Bestand des Gesamtprodukt- und leistungsportfolios von LiSEC.

Um Schwankungen auf einzelnen Märkten auszugleichen, wird seit vielen Jahren erfolgreich die Strategie der geographischen Diversifikation verfolgt. Durch globale Vertriebsgesellschaften und Handelsagenten bzw. Distributions- und Servicepartnern ist das Unternehmen in einer Vielzahl von Märkten direkt vor Ort vertreten und kann dadurch auf die lokalen Bedürfnisse der Kunden flexibler und individueller eingehen.

Die Entwicklung hinsichtlich Gebäudearchitektur ist ebenso relevant. Hier bietet LiSEC spezielle Maschinen für Isolierglas an, mit denen Großformate erzeugt werden, die über thermische sowie akustische Isolierung verfügen und für modernes „Structural Glazing“ eingesetzt werden.

Sowohl die EU als auch internationale Gesetzgebungen setzen weiterhin verstärkt auf eine Steigerung der Gesamtenergieeffizienz im Gebäudesektor, um die Treibhausgasemissionen deutlich zu reduzieren. Die EU verfolgt das Ziel eines emissionsfreien Gebäudebestands bis 2050. Die überarbeitete EU Gebäuderichtlinie (EPBD) sieht vor, dass alle neuen öffentlichen Gebäude ab 2028 und alle sonstigen neuen Gebäude ab 2030 als Nullemissionsgebäude errichtet werden müssen.

Der Trend zur Gebäudesanierung stellt einen zusätzlichen Absatzmarkt im Gebäudesektor für unsere Kunden dar und bietet entsprechende positive Impulse für den zusätzlichen Absatz von Maschinen und Gesamtlösungen von LiSEC.

Die Marktaktivität in Russland, die mit keinem signifikanten Absatzvolumen verbunden war, ist durch den Krieg und die damit verbundenen Sanktionen eingestellt worden. Die verhängten internationalen Sanktionen und Embargos werden genauestens überwacht und strikt eingehalten.

Der Krieg in Israel und Gaza seit 2023 hatte keine nennenswerte direkte Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit zur Folge.

Darüber hinaus werden die politischen und wirtschaftspolitischen Entwicklungen in und um kritische Länder ständig beobachtet, um negativen Auswirkungen auf unser Geschäft proaktiv entgegenzuwirken.

Auch die weiterhin protektionistische Handelspolitik der USA sowie die Einführung und Ausweitung von Importzöllen werden laufend beobachtet. Anfang 2025 hat die US-Regierung ihre Zollpolitik deutlich verschärft, wodurch auf EU Industriegüter Zollsätze von rund 15 % entfallen, auf bestimmte Metallprodukte wie Stahl, Aluminium oder Kupfer sogar bis zu 50 %.

Diese Maßnahmen belasten grundsätzlich den transatlantischen Handel und führen zu erhöhten Kosten für Importe europäischer Maschinenbauunternehmen. Auch der Maschinen- und Anlagenbau insgesamt sieht sich durch die US Zollpolitik stärker unter Druck, da deutsche Maschinen auf dem US Markt spürbar teurer werden.

Aufgrund der nach wie vor geringen lokalen Konkurrenz im Bereich der branchenspezifischen Maschinenbauunternehmen in den USA wird für LiSEC aus der aktuellen US Zollpolitik jedoch nach wie vor kein wesentlicher Nachteil erwartet. Der Markt bleibt weiterhin auf spezialisierte Importlösungen angewiesen, wodurch die Wettbewerbsposition von LiSEC trotz des anspruchsvolleren Handelsumfelds weitgehend stabil bleibt.

3.2. Beschaffungs-, Preis- und Wettbewerbsrisiken

Durch eine eigene Komponenten- und Teilefertigung ist es dem LiSEC Konzern möglich, die Abhängigkeit von externen Lieferanten aktiv zu gestalten. Durch Diversifikation bei den Lieferanten sollen Abhängigkeiten, die bei Ausfall eines Geschäftspartners den eigenen Produktionsprozess verzögern könnten, so gut wie möglich minimiert werden. Langfristige Zuverlässigkeit, Qualität und marktkonforme Preise stellen die Basis für eine stabile Lieferanten- Kunden-Beziehung mit dem LiSEC Konzern dar.

Bei Zukaufkomponenten unterliegt LiSEC dem Risiko steigender Preise. Da bei einer Verbesserung der konjunkturellen Lage auch weiterhin mit sich erhöhenden Rohstoff- und Energiepreisen zu rechnen ist, wird der Fokus auf die Einkaufspolitik und weitere Optimierungsmaßnahmen, wie Preissicherungsstrategien, Rationalisierungs- sowie Substitutionsalternativen gesetzt.

LiSEC befindet sich im Wettbewerb mit anderen Unternehmen und Konzernen aus der Maschinenbaubranche, die ebenfalls in der Glasindustrie ihre Hauptabnehmer bedienen. Das Risikomanagement beinhaltet auch eine aktive Marktbeobachtung und Analyse der Aktivitäten der Mitbewerber. Durch intensive Kundenorientierung, aber auch durch Kosteneffizienz, Produktivitätssteigerungen, Innovationen und Preisanpassungen stellt sich die LiSEC Gruppe dem Markt und versucht, den Marktanteil weiter auszubauen. Ein wesentlicher Vorteil dabei ist, dass LiSEC weltweit Gesamtlösungen anbieten und umsetzen kann, beziehungsweise das weltweit agierende Servicenetz.

3.3. Finanzielle und rechtliche Risiken

Das Unternehmen ist global tätig, und diese Geschäfte unterliegen den für diese Länder spezifischen politischen, rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Risiken. Diesen Risiken wird durch engen Kontakt mit Kunden, regionale Präsenz und Bonitätsprüfungen sowie entsprechende Zahlungsvereinbarungen begegnet.

Teil der Unternehmenspolitik ist es, finanzielle Risiken laufend zu beobachten, zu quantifizieren und, wo sinnvoll und möglich, abzusichern. Die Risikobereitschaft ist tendenziell gering, bestandsgefährdende Risiken müssen abgesichert werden.

Vor allem durch die regelmäßigen Analysen und Risikoeinschätzungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dem Liquiditätsrisiko Rechnung getragen, sodass rechtzeitig Maßnahmen zur Eintreibung von fälligen oder überfälligen Forderungen gesetzt werden können. Zudem werden mittels angemessener Wertberichtigungen die Kreditrisiken aus offenen Forderungen berücksichtigt.

Ein weiterer Aspekt der Risikostrategie ist der Einsatz von Instrumentarien zur Besicherung von Auslandsforderungen (Akkreditive, Bankgarantien, Wechsel, Exportgarantien, Anzahlungen). Zusätzlich werden, wo notwendig, Kreditversicherungen abgeschlossen.

Da ein Großteil der Geschäftsaktivität in Euro abgewickelt wird, bestehen sehr limitierte Fremdwährungsrisiken.

Die Gesellschaft hat keine derivativen Finanzinstrumente abgeschlossen.

Ein weiteres Risiko betrifft die betriebliche Gebarung ausländischer Konzerngesellschaften. Maßnahmen dazu sind unter anderem die sorgfältige Auswahl der lokalen Geschäftsführer, externe Prüfungen sowie Audits, ein einheitliches monatliches Reporting beziehungsweise die Anbindung an das konzernweite ERP-System.

Rechtliche Risiken, die den Fortbestand der LiSEC Austria GmbH und ihrer Tochtergesellschaften gefährden, sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar.

3.4. Technische und betriebliche Risiken

Durch Arbeits- und Verfahrensanweisungen, Schulungsmaßnahmen, laufende Instandhaltung und Überprüfung sowie den Abschluss von Versicherungsverträgen werden Risiken möglichst minimiert. Das Unternehmen ist vom Funktionieren einer leistungsfähigen IT (Hard- und Software) abhängig; Fehler hinsichtlich dieser IT-Systeme würden zu Unterbrechungen im Geschäftsbetrieb führen. Das Risiko eines Ausfalls wird durch parallele Installation der Systeme in räumlich getrennten Rechenzentren minimiert. Durch regelmäßige Cyber Security Assessments und laufende Investitionen in die IT-Sicherheit wird angestrebt, eine stabile und sichere IT-Infrastruktur zu schaffen und vor externen Zugriffen bestmöglich zu schützen.

Eine umfangreiche Forschungs- und Entwicklungstätigkeit ermöglicht es, stets Neu- und Weiterentwicklungen von Produkten zu betreiben und die starke Marktposition in der Flachglasmaschinenindustrie zu festigen. Hohe Professionalität und der Einsatzwille der Mitarbeiter sind entscheidende Faktoren, um in diesem kompetitiven Markt nachhaltige Erfolge zu erzielen. Dementsprechend wird bei der Rekrutierung, in der Personalentwicklung und in der Entlohnung der Mitarbeiter:innen ständig an Verbesserungen gearbeitet, mit dem Ziel der bevorzugte Arbeitgeber in der Region zu sein.

Dies spiegelt sich auch in der „New Work“-Initiative wider. Agilität und Flexibilität sind wesentliche Erfolgsfaktoren für die Zukunft, indem LiSEC eine entsprechende Arbeitsumgebung fördert und zu einer ausgeglichenen Work-Life Balance der Mitarbeiter:innen beiträgt. Ein wichtiger Bestandteil dieser neuen, zukunftsfähigen Arbeitskultur ist Home-Office und Shared- Desk.

3.5. Klimarisiken

2015 verabschiedeten die Vereinten Nationen das Pariser Klimaabkommen, um die globale Erwärmung auf unter zwei Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Werten zu begrenzen. Viele Regierungen weltweit nehmen ihre Verantwortung beim Übergang in eine Zukunft mit weniger CO2-Verbrauch wahr. Gleichzeitig gewinnen klimafreundliche Technologien an Wettbewerbsfähigkeit.

Nachhaltigkeit ist für LiSEC ein integrierter Bestandteil verantwortungsvoller Unternehmensführung. Zur Operationalisierung der strategischen Zielsetzung Nachhaltigkeit, bildet das Sustainability Mission Statement als Leitbild für die Zukunft die Basis, um als LiSEC der gesellschaftlichen Verantwortung in Bezug auf Umwelt, Soziales und Governance gerecht zu werden:

• LiSEC ist ein gesetzeskonformer und fairer Arbeitgeber und Partner und übernimmt als ein integrierter Teil der Gesellschaft soziale Verantwortung; • LiSEC reduziert den Ressourcen- und Energieverbrauch ihrer Produkte und Leistungen während des gesamten Lebenszyklus kontinuierlich; • LiSEC minimiert den CO2-Fußabdruck des gesamten Unternehmens aus ihrer Geschäftstätigkeit.

Die daraus abgeleiteten kurz- und mittelfristigen Initiativen und Maßnahmen, welche durch ein eigens geschaffenes Programm-Management koordiniert werden, sollen insbesondere auf die folgenden Ziele aus dem UN-Klimaschutzziele-Katalog fokussieren:

• Ziel 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern • Ziel 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, breitenwirksame und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen • Ziel 12: Nachhaltiger Konsum und Produktion Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen • Ziel 13: Maßnahmen zum Klimaschutz Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen

4. Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung zählt zu den Schwerpunkten der strategischen Unternehmensentwicklung der LiSEC Gruppe mit dem Ziel die Position der Technologieführerschaft in der Branche zu stärken und weiter auszubauen.

Im Geschäftsjahr 2025 waren 80 Mitarbeiter (Vorjahr: 70) in Forschungs- und Entwicklungsprojekten in der LiSEC Gruppe tätig. Der F&E Aufwand lag bei TEUR 11.143 (Vorjahr: TEUR 10.136). Mit den Innovationslösungen wird ein Beitrag zur Optimierung und Erweiterung der Produktionsprozesse geleistet. Forschungs- und Entwicklungsprojekte werden durch das Product Management initiiert und entsprechend vorangetrieben. Mittels Steuerkreisen werden diese Projekte durch die Unternehmensleitung regelmäßig eng begleitet und gesteuert. Vorrangiges Ziel ist, die Bedürfnisse der Kunden sowie absehbare Marktentwicklungen und Trends strukturiert und zeitnah zu erfassen, zu bewerten und umzusetzen.

Im Geschäftsjahr 2025 wurde die durchgängige Modularisierung und Standardisierung unseres gesamten Produktportfolios weiter vorangetrieben. Dadurch wird die Effizienz gesteigert und werden zusätzliche Vorteile für unsere Kunden über den gesamten Produktlebenszyklus geschaffen. Ein Schwerpunkt lag auf der Erhöhung des Automatisierungsgrads, insbesondere durch die Integration neuer Robotik-Anwendungen. Ergänzend dazu werden Prozessdaten nun online mit AI-Algorithmen ausgewertet und für automatisiertes Qualitätsmanagement sowie prädiktive Prozesssteuerung genutzt.

Die in der Glasverarbeitung entstehenden Daten werden durchgehend vernetzt – von den Maschinensteuerungen über die Produktionsplanung bis hin zum ERP-System. Optional erfolgt die Speicherung in der Cloud, um Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit weiter zu optimieren.

5. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung

Nach dem für LiSEC, trotz vieler globaler Herausforderungen, positiven Geschäftsjahr 2025, gehen wir auch im Geschäftsjahr 2026 von einer positiven Geschäftsentwicklung aus. Die Entwicklung des Auftragseingangs 2025 lag aufgrund unerwartet starker geopolitischer Einflüsse unter der Erwartung. Wir nehmen Anfang 2026 positive, wenn auch regional unterschiedlich intensive, Signale des Marktes wahr, die auf eine verbesserte Entwicklung des Auftragseingangs und entsprechende Aufholeffekte schließen lassen. Die Auswirkungen der Iran-Krise lassen sich aktuell noch schwer abzuschätzen.

Auf der Grundlage des kontinuierlichen Trends zur Automatisierung aufgrund steigender Lohnkosten und des Fachkräftemangels, der steigenden technologischen Anforderungen an das Endprodukt unserer Kunden, der verstärkten Bemühungen zur Eindämmung des Klimawandels, sowie nationaler Anreize zur Förderung des Wirtschaftswachstums ergeben sich interessante Wachstumsperspektiven für LiSEC als integrierten Gesamtlösungsanbieter.

Auf der Branchenleitmesse „glasstec“ in Düsseldorf im Herbst 2026 wird sich LiSEC dem internationalen Fachpublikum wieder als führender Technologiekonzern in der Flachglasverarbeitung präsentieren und damit Potenziale für die weitere Entwicklung erschließen.

Die Volatilität der Energiekosten, die Abhängigkeit von fossiler Energie und die deutliche Klimaveränderung, unterstreichen die Notwendigkeit von globalen Klimaschutzmaßnahmen. Durch diverse Klimaförderungen und Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen zum Klimaschutz sowie zur Steigerung der Energieeffizienz werden Investitionsanreize geschaffen und verstärkt. Dies betrifft in der Branche maßgeblich die Sanierung von Gebäuden und den damit verbundenen Tausch von Fenstern von Einfach- zu Mehrschichtisoliergläser und die dafür erforderliche Neuschaffung technischer Kapazitäten.

Aus Konzernsicht erwarten wir hinsichtlich regionaler Verteilung ein ähnliches Bild wie in den letzten Jahren mit rd. 60 % in Europa, 20 % in Nord- und Südamerika sowie 20 % in Middle East, Far East und Ozeanien.

Die Situation auf den Zuliefermärkten hat sich 2025 nicht wesentlich verändert, sodass die Materialversorgung weiterhin ausreichend gegeben ist und daraus abgeleitet keine zusätzlichen Herausforderungen zu erwarten sind. Die Fortsetzung des wiederbelebten Auftragseingangs vorausgesetzt, erlaubt die wieder gestiegene Liefertreue eine kurzfristigere Materialdisposition mit entsprechenden Optimierungsmöglichkeiten des Working Capitals sowie eine kontinuierliche Fertigungsauslastung.

6. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft verfügt über eine Zweigniederlassung in Luzern.

Seitenstetten, am 30. März 2026

Gottfried Brunbauer , 30.03.2026 08:46 Signed by LiSEC Dipl.-Ing. Gottfried Brunbauer Geschäftsführer

Signed

Oliver Christian Pichler, 30.03.2026 08:18

Signed by LiSEC

Mag. Oliver Pichler, MBA

Geschäftsführer

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