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Lagebericht 2024/25

RegionalMedien Oberösterreich GmbH

Original-PDF

Stichtag 30. Juni 2025 · Eingereicht am 25. März 2026

Inhaltsverzeichnis

L A G E B E R I C H T für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2024 bis 30. Juni 2025

1. Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage der Gesellschaft

1.1. Geschäft und Rahmenbedingungen:

Die Gesellschaft ist Medieninhaberin der donnerstags und freitags erscheinenden Gratiswochenzeitung „BezirksRundSchau“ mit 17 Lokalausgaben in ganz Oberösterreich, eingebunden in die österreichweite Marke meinbezirk.

Die Vermarktung der Anzeigen erfolgt in Kooperation mit der RegionalMedien Austria AG, Wien (RMA), vor allem im überregionalen/österreichweiten Anzeigensegment. Darüber hinaus besteht mit der RMA eine Zusammenarbeit beim Werbeauftritt unter www.meinbezirk.at, zu dem die Gesellschaft den Content für die Region Oberösterreich unter der Domain www.meinbezirk.at/oberoesterreich zuliefert. Zudem werden Leistungen, insbesondere im Bereich IT, HR, Verkaufsförderung etc., von der RMA gegen Entgelt bezogen.

Die Gesellschaft ist seit der Veranlagung 2022 Mitglied der körperschaftsteuerlichen Gruppe Oberösterreich.

1.2. Geschäftsergebnis, Finanz-, Vermögens- und Ertragslage

Das operative EBITDA der Gesellschaft liegt im Geschäftsjahr bei TEUR -942 (Vorjahr: TEUR 973). Nach Abzug der Abschreibungen und des Finanzergebnisses ergibt sich für das Geschäftsjahr ein Jahresfehlbetrag der Gesellschaft von TEUR 1.585 (Vorjahr: Jahresüberschuss von TEUR 393).

Die Erlöse des Geschäftsjahres 2024/25 liegen mit TEUR 15.051 unter dem Vorjahr (TEUR 16.372). Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft Qualitätsjournalismusförderung Erträge in Höhe von TEUR 385 (Vorjahr TEUR 931 für die Kalenderjahre 2022 und 2023) erhalten, die Erlöse aus der Digitalförderung liegen um 54 TEUR unter Vorjahr.

Der Materialaufwand der Gesellschaft konnte bei einem zwar weiterhin hohen aber gegenüber dem Vorjahr gesunkenem Papierpreisniveau infolge eines strikten Seitenmanagements mit TEUR 6.969 unter das Vorjahresniveau von TEUR 7.282 gesenkt werden. Die EBITDA-Marge liegt bei -6,3 % (Vorjahr 5,9 %).

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
2024/252023/24
EBITDA operativ-942973
Abschreibungen-551-472
Finanzergebnis-92-108
Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss-1.585393

Die Gesellschaft weist ein positives Eigenkapital von TEUR 494 aus (Vorjahr: TEUR 494). Das Anlagevermögen beträgt zum Ende des Geschäftsjahres TEUR 2.432 (Vorjahr: TEUR 2.790).

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
In TEUR2024/252023/24
Cashflow aus laufender Rechnung-767759
Cashflow aus Investitionstätigkeit-185-97
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit949-657
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes-35

1.3. Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

2. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Die starke Verankerung der BezirksRundSchau im Bundesland Oberösterreich und die Einbindung der Gesellschaft in die nationale Organisation der RMA, Wien, insbesondere in Bezug auf die Vermarktung der Produkte, macht es möglich, die Kombination aus lokaler und regionaler Kompetenz, gepaart mit der nationalen Stärke der RMA, ein am Markt einmaliges Angebot an die Werbewirtschaft zur Verfügung zu stellen. Ein Schwerpunkt der Gesellschaft liegt insbesondere in der Entwicklung von digitalen bzw. multimedialen Formaten, die in der Folge monetarisiert werden sollen und zunehmend auch in der Entwicklung von paid-content-Formaten.

Die wirtschaftlichen Herausforderungen der laufenden Jahre sind hoch und werden nach derzeitiger Einschätzung auch so bleiben. Daher ist ein klarer Fokus weiterhin die Umsetzung von Struktur- und Kostenmaßnahmen, um mittelfristig die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Die Kostenstruktur orientiert sich demzufolge am erzielbaren Umsatzerlös.

3. Risikoberichterstattung

Die laufende Optimierung und Anpassung – und wo möglich und sinnvoll – Digitalisierung der Geschäftsprozesse ermöglicht die Nutzung von Synergien und bringt dadurch entsprechende Vorteile im regionalen Wettbewerb. Das Bundesland Oberösterreich zeichnet sich durch eine überdurchschnittlich hohe Dichte an Industriebetrieben aus. Dies verschärft für die Gesellschaft einerseits die Auswirkung der konjunkturellen Entwicklung (siehe Konjunkturbarometer auf Bundeslandebene) und andererseits auch den Wettbewerb am Arbeitsmarkt massiv. Die Gesellschaft entwickelt das Employer Branding sowie den Onboarding-Prozess ständig weiter und fokussiert zudem auf laufende Personal- und Organisationsentwicklungsmaßnahmen, um das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die MA-Bindung insgesamt zu erhöhen.

Die Geschäftsführung beobachtet den relevanten Markt laufend und kritisch, um frühzeitig auf Entwicklungen reagieren zu können. Die EDV-Systeme der Gesellschaft sowie die EDV-Systeme, die über Kooperationsvereinbarungen gemeinsam mit der RMA genutzt werden, werden laufend standardisiert und mit Fokus auf Cyber-Security weiterentwickelt. Dazu kommen Ausfallssicherungen in den produktionskritischen Bereichen.

Die Auswirkungen von Gesetzesänderungen (z. B. E-Privacy-Verordnung) auf die vorherrschenden Geschäftsprozesse der Gesellschaft werden analog der Vorgehensweise iZm der DSGVO zeitnah evaluiert und durch entsprechende Maßnahmen die Einhaltung der Vorgaben sichergestellt.

Personalentwicklungs- und -bindungsprogramme werden einerseits im Rahmen der Unternehmensgruppe Moser Holding genutzt und andererseits auch im Kooperationswege gemeinsam mit der RMA entwickelt und eingesetzt.

Aus der allgemeinen wirtschaftlichen Konjunkturlage – insbesondere infolge zunehmender Konzentration am Lieferantenmarkt, gestiegener Inflation v.a. iZm erhöhten Energiepreisen und Personalknappheit – resultiert ein Risiko des Umsatzrückgangs vor allem im Anzeigenbereich. Die klassischen Werbeerlöse Print stehen weiterhin unter starkem Druck und können durch Onlineformate nicht in diesem Ausmaß kompensiert werden.

Ein Teil der überdurchschnittlichen Kostensteigerung in allen Bereichen aus den vergangenen 2 Jahren wird zumindest in Teilen nachhaltig erhalten bleiben, was die konsequente Weiterverfolgung des strikten Kostenmanagements weiterhin erforderlich macht. Die Budgetprämissen hinsichtlich der Umsatzentwicklung 2025/26 und Folgejahre wurden infolge der Einbrüche in den Sommermonaten 2025 evaluiert und nach unten korrigiert. Um den Ergebnispfad lt. Mittelfristplanung zu halten, wurden im Herbst 2025 maßgebliche Entscheidungen getroffen, die zwischenzeitlich weitgehend umgesetzt sind, sodass der im Verlauf 2025 zu verzeichnende Rückgang der Werbeumsätze für 2026 (der auch in die Folgejahre wirken wird) größtenteils kompensiert werden kann.

Die Belange hinsichtlich Umwelt werden entsprechend den geltenden rechtlichen Vorschriften berücksichtigt und eingehalten.

4. Finanzrisikobericht

Durch ihre Geschäftstätigkeit ist die Gesellschaft verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt: (a) dem Marktrisiko (beinhaltet das Fremdwährungsrisiko, das zinsbedingte Risiko aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts, das zinsbedingte Cashflow-Risiko und das Marktpreisrisiko), (b) dem Kreditrisiko, (c) dem Liquiditätsrisiko und (d) dem Risiko des Kapitalverlusts.

Das übergreifende Risikomanagement der Moser Holding Gruppe ist auf die Unvorhersehbarkeit der Entwicklung an den Märkten fokussiert und zielt darauf ab, die potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzlage der Gesellschaften und des Konzerns zu minimieren.

Das Risikomanagement erfolgt durch die zentrale kaufmännische Abteilung der Moser Holding Gruppe in enger Zusammenarbeit mit dem Vorstand. Der Vorstand der Moser Holding AG trifft bereichsübergreifende Entscheidungen zu Prinzipien und Richtlinien für bestimmte Bereiche, wie z. B. dem Umgang mit dem Zins- und Kreditrisiko, dem Einsatz derivativer und anderer Finanzinstrumente.

a. Marktrisiko

Währungsrisiko

Alle wesentlichen Transaktionen in der Gesellschaft werden in EUR abgewickelt.

Zinsänderungs- und Cashflow- sowie Fair-Value-Zinsrisiko

Die Gesellschaft finanziert sich über Bankverbindlichkeiten sowie über die Schlüsselverlag J.S. Moser GmbH. Die Verbindlichkeiten sind mit variabler Verzinsung hinterlegt und setzen die Gesellschaft zinsbedingten Cashflow-Risiken aus. Die variable Verzinsung wird laufend angepasst. Die Schlüsselverlag J.S. Moser GmbH fungiert konzernintern innerhalb der Moser Holding Gruppe als Clearingstelle. Die Gesellschaft setzt keine derivativen Finanzinstrumente ein.

b. Kreditrisiko

Das Kreditrisiko wird auf Konzernebene der Moser Holding Gruppe gesteuert. Kreditrisiken ergeben sich aus Guthaben bei Kreditinstituten und Forderungen. Das maximale Kreditrisiko entspricht den Buchwerten.

Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bewegt sich im branchenüblichen Rahmen.

c. Liquiditätsrisiko

Die Cashflow-Prognosen werden auf Ebene der operativen Gesellschaften erstellt und auf Ebene der Moser Holding Gruppe zusammengefasst. Das Management überwacht die rollierende Vorausplanung der Liquiditätsreserve der Moser Holding Gruppe, um sicherzustellen, dass ausreichende Liquidität verfügbar ist, um den Betriebsbedarf zu decken, sowie dass jederzeit genug Spielraum bei den ungenutzten Kreditlinien vorhanden ist, damit die Moser Holding Gruppe weder die Kreditlinien überschreitet noch die Kreditvereinbarungen verletzt.

Barmittelüberschüsse werden im Rahmen des konzernweiten Cash-Poolings in der Schlüsselverlag J.S. Moser GmbH, Innsbruck, mit genutzten Kreditlinien/ Kontokorrentrahmen kompensiert.

RegionalMedien Oberösterreich GmbH, Leonding

Anlage 4/5

5. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2024/25 nicht im Bereich Forschung und Entwicklung tätig.

Leonding, 26. Februar 2026

Die Geschäftsführung:

Mag. Thomas Reiter

Bel

Mag. Martina Holl

Mag. Silvia Lieb

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