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Lagebericht 2025

F&S GmbH & Co KG

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 09. Okt. 2026

Inhaltsverzeichnis

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

Die Produktionsmenge von Polycarbonat-Hohlkammerplatten lag im Jahr 2025 mit 7,050 to auf dem Niveau des Vorjahres. Wir gehen davon aus, dass sowohl die anhaltend schwache Konjunktur als auch ein extrem defensives Verhalten unserer Kunden insbesondere aufgrund der ansteigenden geopolitischen Spannungen die wesentlichen Faktoren für die schwache Nachfrage waren.

Im Produktionsplan für 2025 war vorgesehen, die vorhandenen Produktionskapazitäten zu rund 65% auszulasten. Aufgrund der anhaltend geringen Nachfrage gegenüber Plan konnte dieses Ziel nicht erreicht werden. Als Folge davon waren die Produktionskapazitäten 2025 nur knapp unter 60% ausgelastet, konkret wurden von vier Produktionslinien zwei ständig und zwei teilweise betrieben. Die Personalkapazitäten wurden bereits im 2. Halbjahr 2024 entsprechend angepasst, hauptsächlich indem offene Stellen aufgrund von Pensionierungen vorerst nicht nachbesetzt wurden. Gleichzeitig wurde ein starker Fokus auf Training und Transfer von Know How gelegt.

Im Geschäftsjahr 2025 gab es eine nennenswerte Unterbrechung der Geschäftstätigkeit mit der Dauer von knapp zwei Wochen aufgrund einer geplanten Umstellung im ERP-System, konkret dem Wechsel auf SAP S4 HANA. Durch entsprechende Kommunikation vorab gab es jedoch keine Auswirkung auf unsere Kunden.

Die wichtigsten Einkaufspreise für alle Roh- und Hilfsstoffe, Energie und Transporte zeigten im Vergleich zu 2024 weitgehend stabile, teilweise leicht steigende Tendenz. Überkapazitäten in Europa führten aber auch dazu, dass der Preisdruck am Markt anhaltend hoch blieb. F&S verfolgte in den vergangenen Jahren die Strategie, seine Kunden mit Qualität, Service und Kundennutzen zu überzeugen und Aufträge nicht zu Lasten der Marge zu lukrieren. Diese Ausrichtung blieb auch 2025 unverändert.

Die Produkte, die von F&S Wiener Neustadt hergestellt wurden, wurden zu 100% durch die F&S B.V. mit Sitz in Bergen op Zoom, Niederlande, vertrieben. Die politische Lage in den Hauptabsatzmärkten stellte 2025 ein vergleichsweise geringes Risiko für unser Unternehmen

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dar, die Entwicklung der Kriegshandlungen zwischen Russland und der Ukraine, in Nahost und im Iran sowie die politische Entwicklung in einigen osteuropäischen Staaten und deren Konsequenzen für Europa sind jedoch weiterhin genau zu beobachten. Die Auswirkungen der Importzölle in die USA auf die Geschäftstätigkeit der F&S GmbH & Co KG sind äußerst gering.

F&S versuchte im Geschäftsjahr 2025, die Verkaufspreise möglichst lange stabil zu halten und von leicht rückläufigen Kosten zu profitieren. Dieser Zugang erwies sich in vielen Fällen als sehr erfolgreich.

Die Maßnahmen zur Optimierung / Senkung der Produktionskosten wurden auch 2025 konsequent weiter vorangetrieben. Den wichtigsten Beitrag dazu lieferte der konsequente Einsatz kostengünstigerer Kunststoff-Rohstoffe und Recyclingmaterialien. Zudem Wurde die bereits 2024 eingeleitete Personalanpassung für das gesamte Jahr 2025 voll ergebniswirksam.

Investitionen in Verbesserungsprojekte und Prozessoptimierungen wurden 2025 in ähnlicher Höhe wie 2024 umgesetzt. Schwerpunkte waren die Bereiche Modernisierung / Digitalisierung, Effizienzsteigerung sowie sicherheitstechnische Maßnahmen. Zudem wurde ein Projekt zur Modernisierung der Infrastruktur (Dach des Bürogebäudes) umgesetzt. Der überwiegende Teil der Investitionsprojekte konnten trotz einiger Verschiebungen vor Ende des Geschäftsjahres unter Einhaltung der geplanten Kosten abgeschlossen werden.

Parallel zu dem zuvor erwähnten Kostensenkungsprogramm wurde die Entwicklung neuer Produkte und Produktionsverfahren 2025 weiter vorangetrieben. Dabei wurden sowohl Verbesserungen des bestehenden Produktportfolios als auch die Weiterentwicklung neuer Produktlinien verfolgt. Ziel ist es, die Produktpalette F&S Wiener Neustadt durch den Einsatz neuer Rohstoffe und durch Ausweitung der Anwendungsmöglichkeiten für Kunststoff - Stegplatten für die Zukunft zu erweitern. Damit soll der Standort mittelfristig abgesichert werden.

Ebenso wie ein robustes Produktportfolio sind für F&S langfristige Partnerschaften mit unseren Kunden ein zentrales Element, um in Zukunft bestehen zu können. So nahmen zB Mitarbeiter:innen einiger Schlüsselkunden an Produktschulungen in unserem Werk teil. Zahlreiche Rückmeldungen von Distributionspartnern und Endkunden bestätigen, dass die Kompetenz der Mitarbeiter am Standort Wiener Neustadt sowie der lösungsorientierte Zugang zu Problemstellungen verschiedenster Art am Markt sehr geschätzt werden.

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Im Dezember 2022 wurde bekanntgegeben, dass SABIC und die deutsche Röhm-Gruppe beabsichtigen, die Sparte Functional Forms, zu der auch SABIC Wiener Neustadt gehörte, von SABIC abzuspalten und mit der Extrusionssparte der deutschen Röhm-Gruppe in ein neues Unternehmen – Polyvantis (firmierend als F&S) – zu fusionieren. Dieses Carve-Out wurde in den Jahren 2023 und 2024 mit großem Einsatz erfolgreich vorangetrieben, der Eigentümerwechsel wurde letztlich am 1. September 2024 vollzogen. Mit der Umstellung der früheren SABIC Functional Forms Gesellschaften auf SAP S4 HANA wurde die Integration der beiden Unternehmensteile im Juli 2025 abgeschlossen.

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Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatzerlöse von EUR 10 691 936,62 (Vorjahr EUR 10 243 297,60). Die Aufwendungen für Material und bezogene Herstellungsleistungen betrugen EUR 1 964 838,87 (Vorjahr EUR 1 769 168,26). Bei einem Betriebsergebnis von EUR 2 628 784,82 (Betriebsergebnis Vorjahr EUR 1 738 467,61) und einem Finanzergebnis von EUR 58 698,02 (Vorjahr EUR 377 103,75) beträgt das Ergebnis vor und nach Steuern EUR 2 687 482,84 (Vorjahr EUR 2 115 571,36). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern_ (EBIT) entspricht dem um den Zinsaufwand korrigierten Jahresüberschuss/-fehlbetrag und beträgt EUR 2 730 479,79 (Vorjahr EUR 2 123 702,33).

Im Folgenden werden einige Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dargestellt.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
20242025
Working CapitalEUR 5 418 133,88EUR 6 144 423,55

Das Working Capital der Gesellschaft beträgt EUR 6 144 423,55. Das Working Capital ist um rund 13% gestiegen.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
20242025
Eigen kapitalquote36,05%55,49%

Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt 55,49% (Vorjahr 36,05%) und ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
20242025
Nettoverschuldungsgrad135,88%56,46%
(Gearing)

Die Gearing ratio ist eine langfristige Liquiditätskennzahl. Gezeigt werden soll mit dieser Kennzahl die Entwicklung des Verhältnisses von Fremd- und Eigenkapital, wobei beim Fremdkapital das verzinsliche Fremdkapital abzüglich den flüssigen Mitteln herangezogen wird. Der Nettoverschuldungsgrad beträgt 56,46% und ist gegenüber dem Vorjahr um 79,42 Prozentpunkte gesunken.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
20242025
|Anlagenintensität33,67%31,76%

Die Anlagenintensität beurteilt die zeitliche Bindung des in einem Unternehmen eingesetzten Kapitals. Die Anlagenintensität stellt das Verhältnis von Sachanlagevermögen zu

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Gesamtvermögen dar und beträgt 31,76%. Die Anlagenintensität ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,91 Prozentpunkte gesunken.

Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt für den Berichtszeitraum EUR 1 452 046,05 (Vj. EUR 1 430 383,13).

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Ende der Periode sind EUR 5 295 717,70 (Vj. EUR 4 508 601,57), darin enthalten sind auch Cashpoolforderungen.

Der negative Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von EUR -664 929,92 (Vj. EUR -400 368,98) ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Umwelt- und Arbeitnehmerbelange

Der Schutz unserer Mitarbeiter:innen vor Arbeitsunfällen und/oder gesundheitlichen Schäden sowie die Minimierung von Umweltauswirkungen sind zentrale Schwerpunkte innerhalb der gesamten Polyvantis-Gruppe. Daraus werden jährlich konkrete Ziele für F&S Wiener Neustadt abgeleitet und in der "Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitspolitik" des Standortes festgeschrieben. Für das Jahr 2025 konnte das zentrale Ziel, nämlich null berichtspflichtige Arbeitsunfälle und Umweltauswirkungen, erreicht werden, der letzte berichtspflichtige Unfall ereignete sich im November 2023.

Generell setzt F&S Wiener Neustadt im Bereich Arbeitnehmerschutz auf eine enge Kooperation mit externen Präventivkräften, konkret mit einer Arbeitsmedizinerin und einer Sicherheitsfachkraft. Beide Präventivkräfte werden über das gesetzlich vorgeschriebene Ausmaß eingesetzt. Ein umfangreiches Schulungsprogramm, das ebenfalls über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinausgeht, rundet unsere Anstrengungen im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ab. Die Schulungen werden sowohl intern, als auch mit externer Unterstützung, zB durch Mitarbeiter:innen der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt, der Rettung oder der lokalen Feuerwehr durchgeführt.

F&S Wiener Neustadt ist nach ISO 14001 zertifiziert. Das zugrundeliegende Managementsystem wird jährlich von internen und externen Auditoren überprüft. Zudem erfolgen jährlich Sicherheitsaudits durch firmeninterne Mitarbeiter:innen. In den Audits 2025 wurden wie schon in den Jahren zuvor keine wesentlichen Abweichungen festgestellt. Die Anregungen aus den Audits werden im Sinne einer kontinuierlichen Verbesserung aufgegriffen und wo immer möglich umgesetzt. Der von der Belegschaft geäußerte Wunsch nach mehr Live-Trainingselementen wurde umgesetzt und auch weiter ausgebaut, beispielsweise in der Handhabung von Feuerlöschern oder durch die Organisation eines speziellen Staplerworkshops.

Alle für die Betriebstätigkeit von F&S Wiener Neustadt relevanten umweltrechtlichen Bestimmungen und Auflagen wurden ausnahmslos erfüllt. Die dafür erforderlichen Kennwerte unterliegen laufenden Untersuchungen und Messungen mit dem Ziel, die umweltrelevanten Auswirkungen, v.a. die Menge an Sonderabfällen, kontinuierlich zu verringern. Im Jahr 2025 wurden alle per Bescheid geforderten Messdaten zeitgerecht übermittelt und weder aus der Nachbarschaft noch vom Magistrat Wiener Neustadt Beanstandungen gemeldet.

Der Betrieb unternimmt regelmäßige interne Umwelt- und Sicherheitskontrollen, die zusätzlich zu den externen Überprüfungen organisiert werden. Das Unternehmen ist seit 2017 nach ISO 14001 in der neuen Version 2015 zertifiziert. Diese Zertifizierung wurde auch 2025 ohne

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Hauptabweichungen bestätigt. Zudem ergab die bereits Ende 2023 abgeschlossene Selbstüberprüfung nach §82b GewO keinerlei Abweichungen zu den aktuellen Auflagen aus Bescheiden.

Die Organisationsstruktur unseres Konzerns sieht die vollständige technische und personelle Lenkung jedes Standortes durch einen Werksleiter vor. Bei F&S Wiener Neustadt hat diese Position der gewerberechtliche Geschäftsführer inne. Ebenso verfügt jede Niederlassung über Verantwortliche für Umweltbelange, die Werksicherheit, den Arbeitnehmerschutz sowie Ausund Weiterbildung. Ergänzende und strategische Verantwortung wird durch überregionale Bereichsleiter wahrgenommen.

Freiwillige Sozialleistungen wie eine Firmenpension, Zuschüsse zu Verpflegung und Getränken sowie die kostenlose Bereitstellung von Obst innerhalb der Betriebsstätte werden allen Mitarbeiter:innen angeboten. Zudem leistet das Unternehmen freiwillig finanzielle Beiträge in einen Sozialfonds, der wiederum allen Mitarbeiter:innen zugutekommt. Selbstverständlich kommen diese Leistungen überlassenen Arbeitskräften genauso zugute wie der Stammbelegschaft von F&S Wiener Neustadt.

Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Für das Jahr 2026 ist eine ähnliche Absatzmenge wie 2025 geplant wobei anzumerken ist, dass die Prognosen unserer Kunden nach wie vor extrem vorsichtig und unsicher ausfallen. Wir gehen davon aus, dass auch die Produktionskapazitäten ähnlich wie im Jahr 2025 ausgelastet sein werden.

Angesichts der Tatsache, dass im Moment kein Ende der Kriegshandlungen in den aktuellen geopolitischen Krisenherden (Ukraine, Iran, Naher Osten) abzusehen und eine Vorhersage der Preisentwicklung v.a. bei Rohstoffen und Energie enorm schwierig ist, sind Prognosen für die Mengenentwicklung und das Ergebnis für 2026 höchst unsicher. Unter der Annahme, dass die Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie auch alle Mitbewerber treffen werden, dass sie an den Markt weitergegeben werden können und dass sich die kriegerischen Auseinandersetzungen nicht ausweiten, gehen wir davon aus, dass der Plan für 2026 erreicht werden wird.

Ein wesentlicher Faktor für die stabile und nachhaltige Entwicklung des Unternehmens ist die Verbreiterung des Produktportfolios. Der Einsatz neuer Polymere und/oder Beschichtungen mit

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anderen Eigenschaftsprofilen wird neue Anwendungsmöglichkeiten für die Zukunft möglich machen. Alle diesbezüglich geplanten Aktivitäten werden mit Priorität verfolgt. Zudem zeigt das laufende Kostensenkungsprogramm kontinuierlich positive Auswirkungen. Die darin geplanten Maßnahmen werden auch 2026 und darüber hinaus konsequent fortgeführt und erweitert, wobei wir nach wie vor in den Bereichen erneuerbare Energie und alternative Rohstoffe die interessantesten Möglichkeiten sehen.

Der im Jahr 2024 erfolgte Eigentümerwechsel wird weiterhin sowohl vom Management als auch von der Belegschaft als große Chance angesehen. Polyvantis verfügt über zwei der bekanntesten Markennamen für hochwertige Kunststoffplatten, die nun allen Kunden beider früherer Unternehmen angeboten werden können und entsprechendes Wachstum generieren sollen. Zudem wird daran gearbeitet, durch kürzere Entscheidungswege die Schlagkraft des Unternehmens deutlich zu steigern.

Forschung und Entwicklung

Für Forschung und Entwicklung stehen F&S Wiener Neustadt Ressourcen sowohl am eigenen Standort als auch in Schwesterwerken und zentralen Forschungslabors zur Verfügung. Zudem wird projektbezogen sehr eng mit Lieferanten zusammengearbeitet.

Am Standort liegt der Schwerpunkt im Bereich der Fertigung von Prototypen und der Verbreiterung des bestehenden Anwendungsspektrums. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Durchführung von Versuchen zur Beurteilung der Verarbeitbarkeit von alternativen Rohstoffen. Grundlagenuntersuchungen, komplexe Berechnungen sowie aufwendige chemische Analysen werden von zentralen Abteilungen übernommen.

Branchenweit sehen wir deutlich die Anstrengung, Stoffkreisläufe zu generieren und zu etablieren. F&S konnte mit einigen Schlüsselkunden erste vielversprechende Schritte setzen und wird diesen Initiativen 2026 entsprechende Priorität einräumen.

Zweigniederlassungen

Das Unternehmen betreibt keine Zweigniederlassungen.

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Wesentliche Risiken und Ungewissheiten, denen das Unternehmen ausgesetzt ist

Marktrisiko: Die Marktsituation unterliegt nach wie vor großen Unsicherheiten, vor allem bleibt abzuwarten, wie sich geopolitische Spannungen wie z.B. kriegerische Auseinandersetzungen und/oder die US-amerikanische Handelspolitik auf Märkte und Konjunktur auswirken werden. Aufgrund der in 2016 erfolgten Umstrukturierung auf einen reinen Lohnfertiger wird das Marktrisiko als mittel, aber aktuell jedenfalls beherrschbar, eingeschätzt.

Operatives Risiko: Da die Forderungen aufgrund der Umstrukturierung nur mehr gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen, wird das Risiko eines Forderungsausfalls als sehr niedrig eingeschätzt.

Finanzielle Risiken: Das Unternehmen / der Konzern bedient sich keiner derivativen Finanzinstrumente.

Liquiditätsrisiko: Aufgrund der Einbindung der Gesellschaft in das konzernweite Cash-Pooling-System wird die Liquidität zentral auf Konzernebene gesteuert. Die F&S GmbH & Co KG fungiert als Lohnfertiger und verrechnet die im Rahmen ihrer Tätigkeit anfallenden Kosten zuzüglich einer fremdüblichen Gewinnmarge von 7% an den Principal. Dadurch bestehen nur geringe unmittelbare Liquiditätsrisiken aus Schwankungen von Rohstoffpreisen, Personalkosten oder sonstigen operativen Aufwendungen.

Zur Sicherstellung einer angemessenen Liquiditätssteuerung werden laufend kurz- und mittelfristige Planungen erstellt und mit den tatsächlichen Entwicklungen verglichen. Die Gesellschaft verfügt durch ihre Einbindung in die Konzernfinanzierung über einen gesicherten Zugang zu den erforderlichen Finanzmitteln. Aus heutiger Sicht sind keine Anhaltspunkte erkennbar, die auf wesentliche Liquiditätsengpässe hindeuten. Das Liquiditätsrisiko wird daher als gering eingestuft.

Fremdwährungsrisiko: Da das Unternehmen vorwiegend Geschäfte in Euro abwickelt, ist das Fremdwährungsrisiko als gering einzustufen.

Für alle identifizierten Risiken wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips Rückstellungen gebildet.

Wr. Neustadt, 08. Oktober 2026

Die Geschäftsführung:

Theodoor Charles van den Elshout

Liquidity Assessment Memo

Entity F&S GmbH & Co. KG Company Code 7715 Reporting Date 31 December 2025 Subject Assessment of Cash Position and Liquidity

1. Purpose of the Memo

The purpose of this memo is to document management’s assessment of the recoverability and availability of the cash pool receivable, including the financial capacity of the cash pool leader to repay the balance when due, in support of the entity's assessment under applicable Austrian capital maintenance requirements.

2. Entity Liquidity Position

As of 31 December 2025, F&S GmbH & Co. KG reported cash and cash equivalents of EUR 0.372 million (31 August 2026 EUR 0.2mil).

The entity participates in the Polyvantis Group physical cash pooling arrangement, under which excess cash is transferred to the cash pool leader (F&S Capital | BV in the Netherlands) and liquidity is made available to participating entities as required. As of the reporting date, the entity reported a related-party non-trade receivable of EUR 4.924 million representing its position in the Group cash pool.

The cash pool balance was reconciled to Group Reporting information and is summarized below:

Description Amount (EUR)

Cash Pool Receivable 4,923,748

Accordingly, the entity's total liquidity resources amounted to approximately EUR 0.4 million of cash as of 31 December 2025, consisting of cash held directly. In addition, the receivable from the Group cash pool is EUR 5mil.

3. Group Liquidity Position

As of 31 December 2025, the Polyvantis Group (consolidated under the Polyvantis Holding GmbH, including F&S GmbH & Co. KG) reported consolidated cash and cash equivalents of EUR 22.4 million (31 August 2026 EUR 19mil).

Cash pool leader, F&S Capital | BV is showing EUR 196mil of current liabilities as of 31 August 2026 (EUR 74.8mil as of 31 December 2025) and EUR 199mil of current assets. (EUR 74.3mil as of 31 December 2025). There is no external financing, pledge or similar.

POLYVANTIS

Furthermore, the consolidated financial statements for the YE 31 December 2025 of both the Polyvantis Group and AI Plex Group (ultimate parent) were audited by KPMG, with no reported observations relating to liquidity or going concern.

Given the entity's participation in the Group cash pooling arrangement, management considers Group liquidity to be available to support the entity's funding requirements, if necessary. There are no restrictions on the availability of funds, including covenants, security interests, regulatory and tax constraints, foreign currency considerations as cash pool has EUR cash pool as one of 3 primer currencies (EUR, USD and GBP), as well as the legal and operational ability of the cash pool leader to make payments as cash pool leader is located in the EU as well.

4. Current Liabilities and External Financing

As of 31 December 2025, F&S GmbH & Co. KG reported current liabilities of EUR 0.517 million. Current assets as of 31 December 2025 are EUR 7.356 million.

The entity had no external bank borrowings as of the reporting date and is therefore not dependent on external financing to meet its short-term obligations. In addition, no bank covenants or similar financing restrictions have been identified that could adversely affect the entity's access to liquidity.

5. Management Assessment

Management has assessed the liquidity position of F&S GmbH & Co. KG, taking into account:

• cash and cash equivalents held by the entity; • the receivable from the Group cash pool; • the overall liquidity position of the Polyvantis Group; • the absence of external financing dependencies; and • the absence of covenant or financing restrictions.

Based on this assessment, management considers the available liquidity sufficient to enable the entity to meet its financial obligations as they fall due.

6. Conclusion

Based on the assessment performed, management has concluded that F&S GmbH & Co. KG has sufficient liquidity to meet its financial obligations as they fall due. As to the contractual repayment terms of cash pool, and the documented financial capacity of cash pool leader and Polyvantis Group, management concludes that the receivable is recoverable and available when required.

This conclusion is supported by:

• Cash and cash equivalents of EUR 0.372 million; • A cash pool receivable of EUR 4.924 million;

POLYVANTIS

• Current liabilities of EUR 0.517 million; • Consolidated Group cash and cash equivalents of EUR 22.4 million; • No external bank borrowings on local and group level; and • No bank covenants or other financing restrictions on local and group level.

Accordingly, management has not identified any liquidity concerns as of 31 December 2025. Also, management considers that cash pool receivables can be collected if cash is needed. The assessment considered both entity-level liquidity resources and the entity's access to Group funding through the Polyvantis cash pooling arrangement.

Dated 08.10.2026

Theodoor van den Elshout

Managing Director

F&S GmbH & Co KG

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