Inhaltsverzeichnis
Constantia lexibles
Constantia Business Services GmbH Mühlhofen 4 A-3205 Weinburg
People Passion Packaging
Inhaltsverzeichnis
1 ALLGEMEINES . 2 GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DES UNTERNEHMENS. 2.1 Geschäftsverlauf. 2.2 Lage des Unternehmens. 3 BERICHT ÜBER DIE VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG UND RISIKEN DES UNTERNEHMENS . 3.1 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens . 3.2 Wesentliche Risiken und Ungewissheit. 4 BERICHT ÜBER DIE FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG. .. 3 .. 5 .. 5 .. 6 .. 9 .. 9 .. 9 .. 12
1 Allgemeines
Die Constantia Business Services GmbH in 3205 Weinburg (CBS AT) ist ein internes Shared Service Center, das Leistungen im Bereich IT, Finanzwesen, sowie Lohn- und Gehaltsverrechnung für Gesellschaften der Constantia Flexibles Gruppe erbringt.
Bei der Erbringung dieser Services bedient sich CBS AT zweier Subunternehmen, der Constantia Business Services GmbH in 92712 Pirk (CBS DE) und der Constantia Flexibles Poland Holding Sp.z o.o. in 31-323 Krakau (CBS PL). Zusätzlich bestehen für den Bereich IT weitere Sub-Provider- Agreements mit den Gesellschaften Constantia Teich GmbH (3205 Weinburg, AT), Constantia Pirk GmbH & Co. KG (92712 Pirk, DE), Constantia Flexibles Sales s.r.o. (35301 Mariánské Lazne, CZ), sowie Constantia Aluprint S. de R.L. de C.V. (78395 San Luis Potosi, MX). Die Kosten sämtlicher Sub- Provider werden basierend auf einer Cost-plus Vereinbarung an CBS AT verrechnet. Die Verrechnung an die jeweiligen verbundenen Unternehmen erfolgt zentral durch die CBS AT und ist mittels Service Level Agreements (SLA) geregelt.
Der Bereich IT Services gliedert sich in fünf Kategorien:
x IT Service Delivery & Operations: für einen reibungslosen Ablauf aller IT-Services, Unterstützung der End User mittels IT-Servicedesk und IT-Field-Support und Bereitstellung aller Komponenten für einen voll funktionsfähigen Arbeitsplatz x IT Applications: zum Betrieb der ERP-Systeme, die alle Geschäftsprozesse definieren und unterstützen x IT Information Security and Data Science: zum Schutz der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen und zur Identifizierung und Prüfung von IT-Risiken, damit Rechtsvorschriften und Vereinbarungen eingehalten werden x IT Data & Analytics: zur Unterstützung wichtiger Analyseprozesse wie Reporting, Planung oder Konsolidierung, aber auch Mitwirkung bei der digitalen Transformation, sowie Implementierung neuer Tools und Prozesse, als auch Master Data Management. x IT Business Service & Projects: zur internen Steuerung der IT-Services und Projekte
Im Bereich Finanzwesen werden folgende Services erbracht:
x x x x Transactional Services: beinhaltet Kreditoren- und Debitorenbuchhaltung, sowie Treasury Services und Reiseabrechnung Accounting & Tax Services: inkludiert Hauptbuchhaltung, Anlagenbuchhaltung, sowie Steuern und Intercompany-Services Internal Reporting and Analytics: zur Erstellung von Gruppenberichten und Aufbereitung von Analysereports Controlling Services: mit den Bereichen Kostenstellenrechnung, Investitionscontrolling und COPA
• Master Data Management Services: zur Verwaltung von Debitoren- und Kreditorenstammdaten, sowie Bearbeitung von Kreditversicherungen
Der Bereich Lohn- und Gehaltsverrechnung umfasst die monatliche Gehaltsabrechnung, Bereitstellung diverser Personalberichte, sowie die Erstellung der Personalplanung und Personalbudgetierung.
Des Weiteren fungiert CBS AT als Cash Pool-Master für den EUR Cash Pool der Constantia Flexibles Gruppe. In diesem Cash Pool sind sämtliche verbundene Unternehmen in Europa eingebunden.
2 Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
2.1
Geschäftsverlauf
Die Constantia Business Services GmbH erbrachte im Jahr 2025 Dienstleistungen im Bereich Finanzwesen für 20 Gesellschaften und im IT-Bereich für alle Gesellschaften der Constantia Flexibles Gruppe.
Im Bereich Lohn- und Gehaltsverrechnung werden weiterhin alle österreichischen Gesellschaften der Constantia Flexibles Gruppe von CBS AT abgerechnet und betreut. Systemtechnisch wurde das Kennzahlen-Reporting über Employee Central ausgeweitet, verfeinert und automatisiert. Die dafür erforderlichen Tests und Abstimmungen wurden in enger Abstimmung mit dem EC-Team durchgeführt. Im dritten Quartal gab es einen SAP-Beraterwechsel, das eine geordnete und strukturierte Ubergabe der offenen Projekte und Themen mit sich brachte.
Durch die Ubernahme der Aluflexpack-Gruppe wurde ab Jahresmitte die Integration der neu hinzukommenden Kolleginnen und Kollegen mit 01.01.2026 ins bestehende System vorbereitet.
Im IT-Bereich wurden alle erforderlichen gesetzlichen Aktualisierungen von Group IT nach umfassenden Tests geprüft und umgesetzt, um eine fortlaufende Einhaltung sicherzustellen.
Im Jahr 2025 wurden an den amerikanischen und südafrikanischen Standorten keine zentralen Investitionen in Hardware oder Software getätigt, da die anhaltenden steuerlichen Beschränkungen diese Investitionen lokal erfordern. Die Zwischenharmonisierung aller Aluflexpack-Standorte, insgesamt 10, wurde innerhalb sehr enger Zeitpläne abgeschlossen, die vollständige Harmonisierung soll 2026 abgeschlossen sein.
Weitere wichtige Erfolge waren:
• der Übergang von HelpLine zu Service Now (SNOW) als ITSM-Tool für den IT Service Desk • das Data & Analytics-Team investierte viel Aufwand in die Bereitstellung von operativen KPI- Daten in PowerBI. Diese Maßnahmen laufen weiter, da die Ergebnisse von den Gesellschaften sofort in Anspruch genommen wurden. • die SAP-Implementierung in Teich Polen war technisch im Group-IT-Zeitplan, jedoch beantragte die Gesellschaft eine Verschiebung der Umstellung von AX2009 bis Mai 2026 aufgrund der Schließung des Drukpol-Werks • zusätzliche IT- und OT-Sicherheitsverbesserungen zur Stärkung des Schutzes vor Cyberangriffen werden eingeführt • im ersten Schritt wurde die SDWAN-Netzwerkarchitektur entwickelt und anschließend ein sicheres und skalierbares SDWAN-Unternehmensnetzwerk bereitgestelt, das alle Cflex- Standorte weltweit verbindet
• es wurden Maßnahmen getroffen, um das On-Premises-Rechenzentrum in Frankfurt zu verlassen, und die Umstellung auf Microsoft-gehostete Virtualisierungsdienste (AVS) in die Wege geleitet, wobei die hybride Azure-Landungszone genutzt wurde, die in der Anfangsphase etabliert wurde • die Migration aller Clients auf Windows 11 wurde abgeschlossen, einschließlich eines vollständigen Hardware-Refresh-Programms, um die Einhaltung und optimale Leistung sicherzustellen • mithilfe des KI-basierten Microsoft Syntex Autofill Analysis Tool hat Group-IT geholfen, Effizienz sowie Dokumentenverwaltung-/überprüfung über mehrere Abteilungen hinweg zu optimieren und sieht für 2026 weitere Möglichkeiten zur Unterstützung unseres KI-Werkzeugsets gegeben
Im Bereich Finanzwesen wurde das vergangene Jahr genutzt, um Optimierungen in mehreren Bereichen durchzuführen. FBS (Finance Business Services) kooperiert mit den konzerninternen SAP IT Bereichen und unterstützt bei der Ausrollung von SAP in diversen Konzerngesellschaften. Im Jahr 2025 konnte SAP FI bei 10 weiteren Holdinggesellschaften in Osterreich, der Schweiz und in Großbritannien erfolgreich implementiert werden. Diese Gesellschaften werden seit Mitte 2025 von FBS serviciert und die Standardprozesse wurden in allen Buchhaltungsbereichen eingeführt.
2.2 Lage des Unternehmens
2.2.1
Ergebnisentwicklung
Im Geschäftsjahr 2025 konnte ein Umsatz in Höhe von TEUR 28.948 erwirtschaftet werden (Vorjahr: TEUR 27.620). Die Umsatzerlöse betreffen Erlöse von verbundenen Unternehmen. Die Erhöhung um 4,81% ergab sich im Wesentlichen aus Intercompany IT-Verrechnungen. Das Finanzergebnis beträgt TEUR 1.598 (Vorjahr: TEUR -7.549) und setzt sich aus Zinsaufwendungen und Erträge in Verbindung mit dem Konzern-Cashpool zusammen. Das Ergebnis vor Steuern liegt bei TEUR 855 (Vorjahr: TEUR -8.551). Der Vorjahreswert beinhaltet Korrekturen von Cash Pool Zinsen.
| In TEUR | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 28.948 | 27.620 |
| Betriebsergebnis (BE) | -742 | -1.002 |
| Finanzergebnis | 1.598 | -7.549 |
| Ergebnis vor Steuern | 855 | -8.551 |
2.2.2 Vermögens- und Finanzlage
| In TEUR | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Anlagevermögen | 4.098 | 4.306 |
| Umlaufvermögen | 302.585 | 272.297 |
| Aktive Rechnungsabgrenzung | 2.543 | 2.164 |
| Aktive latente Steuern | 16 | 16 |
| Summe Aktiva | 309.240 | 278.784 |
| Eigenkapital | 19.801 | 19.142 |
| Langfristiges Fremdkapital | 51 | 47 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 289.388 | 259.594 |
| Summe Passiva | 309.240 | 278.784 |
2.2.3 Cashflow
| In TEUR | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Cashflow aus dem operativen Bereich | 4.371 | -3.109 |
| Cashflow aus dem Investitionsbereich | -2.417 | -1.383 |
| Cashflow aus dem Finanzierungsbereich | 0 | 0 |
| Veränderung Zahlungsmittelbestand | 1.954 | -4.492 |
| Zahlungsmittelbestand per 31.12. | 16.917 | 14.963 |
Der Zahlungsmittelbestand setzt sich zusammen aus den liquiden Mitteln It. Bilanz TEUR 83.520 (Vorjahr: TEUR 56.532), sowie den Cash Pool Forderungen TEUR 217.114 (Vorjahr: TEUR 213.286) und Cash Pool Verbindlichkeiten TEUR -283.717 (Vorjahr: TEUR -254.856).
Der operative Cashflow resultiert im Wesentlichen aus dem Ergebnis vor Steuern, Abschreibungen und Zugängen von Vermögensgegenständen in Höhe von insgesamt TEUR 3.480 (Vorjahr: TEUR -6.513), aus der Veränderung der Rückstellungen, der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.087 (Vorjahr: TEUR 923), sowie aus den Zahlungen aus Ertragssteuern in Höhe von TEUR 196 (Vorjahr: TEUR 2.481).
Der negative Cashflow aus Investitionstätigkeit resultiert zum größten Teil aus Anlagenzugängen in Höhe von TEUR -2.440 (Vorjahr: TEUR -1.383).
2.2.4 Investitionen
Der größte Teil der Investitionen 2025 floss in Hardware TEUR 1.745 (Vorjahr: TEUR 1.588) und Software TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 225).
Wesentliche Investitionen im Hardware-Bereich waren Notebook- und Serveranschaffungen, sowie Erweiterungen von Speicherkapazitäten. Im Bereich Software wurde im Wesentlichen in Lizenzen investiert.
2.2.5 Eigenkapitalsituation
Das Eigenkapital betrug zum Bilanzstichtag TEUR 19.801 (Vorjahr TEUR 19.142), die Eigenkapitalquote ist 2025 somit auf 6,4% gesunken (Vorjahr 6,9%). Im Jahr 2025, wie im Vorjahr, war kein unwiderruflicher und nicht rückzahlbarer Eigenkapital-Barzuschuss zu verzeichnen. Es wurden im Jahr 2025 nicht gebundene Kapitalrücklagen in der Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 30.649) aufgelöst.
2.2.6 Finanzielle Leistungsindikatoren
Die Eigenmittelquote für das Jahr 2025 beträgt gem. §23 URG ohne Cash Pool 77,58% (Vorjahr: 80,00%), inklusive Cash Pool 6,4% (Vorjahr: 6,87%). Ohne Berücksichtigung des Cash Pools besteht keine Effektivverschuldung. Inklusive Cash Pool ist die fiktive Schuldentilgungsdauer gem. §24 URG aufgrund diesem nicht aussagekräftig.
Es besteht aktuell eine Patronatserklärung, ausgestellt von Constantia Flexibles Group GmbH, die sich verpflichtet die Constantia Business Services GmbH unbefristet finanziell zu unterstützen, damit sie in der Lage ist, ihren Verbindlichkeiten gegenüber anderen Konzernunternehmen zeitgerecht und vollständig nachzukommen.
2.2.7 Personalstand
Im Geschäftsjahr 2025 waren im Durchschnitt 20 (Vorjahr 20) Personen beschäftigt. Der Personalstand im Dezember 2025 (21 Personen) hat sich im Vergleich zum Dezember 2024 (20 Personen) nur unwesentlich verändert.
2.2.8 Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag
Es sind keine weiteren Ereignisse zwischen dem Bilanzstichtag und der Freigabe zur Veröffentlichung aufgetreten, die für die Finanz-, Vermögens- oder Ertragslage des Konzerns von besonderer Bedeutung sind.
3 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens
3.1 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Aufgrund des Erwerbs der Aluflexpack-Gruppe, stehen auf der Roadmap des IT-Teams für das Geschäftsjahr 2026, die Aluflexpack Harmonisierungsprojekte abzuschließen. Auf der Anwendungsebene kommt es im ungarischen Werk Laszlopack zur SAP FI Einführung, im Anschluss wird mit dem polnischen Schwesterunternehmen Teich Poland ein Migrationsprojekt auf SAP- Volllogistik umgestellt und soll im Mai abgeschlossen werden. Außerdem wird die SAP-Volllogistik Implementierung der südafrikanischen Werke gestartet. Im Bereich Data & Analytics wird die Einführung einer zentralisierten Berichtsplattform fortgesetzt und eine Schulungsinitiative zur Nutzung von Power BI als Berichtswerkzeug durchgeführt. Darüber hinaus werden sind MDM-Rollouts in Südafrika und Vietnam für März und Juli geplant. Zusätzlich werde externe Tools durch Inhouse-Maßnahmen ersetzt, um ideale Lösungen für die aktuellen Geschäftsprozesse zu implementieren.
Wie in den vergangenen Jahren werden Ressourcen im Bereich der IT-Sicherheit eingesetzt, um der wachsenden Bedrohung durch Cyberkriminalität zu begegnen und die Sicherheit zu verbessern Data Loss Prevention, Privileged Access Management, Cyber Supply Chain & Vendor Monitoring sind hier die wesentlichen Themen, auf die der Fokus für 2026 gerichtet ist.
Neben den operativen Accounting- und Controlling-Agenden werden weiterhin laufende Prozessoptimierungen in allen Bereichen vorgesehen. Zusätzlich wird man die auf SAP migrierende Gesellschaft in Polen ins FBS integrieren. Standardprozesse des Shared Service Centers werden eingeführt, Know-How, sowie Best-Practice Ansätze geteilt. Potentiell neu akquirierte Gesellschaften werden ebenso, wenn nötig, Unterstützung seitens FBS erhalten.
Im Bereich der Lohnverrechnung/HR werden im Jahr 2026 Verbesserungen von einzelnen Programmteilen (EC, HCM, etc.) angestrebt. Zusätzlich wird an der systematischen Automatisierung von Abrechnungs-Sonderfällen gearbeitet. Die Modifikation der Zeiterfassung im Bereich der Arbeiter (Produktion) ist nach wie vor ein offenes Projekt, welches die Koordination vieler Bereiche und Ebenen der Programmlandschaft nötig macht.
3.2 Wesentliche Risiken und Ungewissheit
3.2.1 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Aufgrund des Erwerbs der Aluflexpack-Gruppe, stehen auf der Roadmap des IT-Teams für das Geschäftsjahr 2026, die Aluflexpack Harmonisierungsprojekte abzuschließen. Auf der Anwendungsebene kommt es im ungarischen Werk Laszlopack zur SAP FI Einführung, im Anschluss wird mit dem polnischen Schwesterunternehmen Teich Poland ein Migrationsprojekt auf SAP-
Volllogistik umgestellt und soll im Mai abgeschlossen werden. Außerdem wird die SAP-Volllogistik Implementierung der südafrikanischen Werke gestartet. Im Bereich Data & Analytics wird die Einführung einer zentralisierten Berichtsplattform fortgesetzt und eine Schulungsinitiative zur Nutzung von Power BI als Berichtswerkzeug durchgeführt. Darüber hinaus werden sind MDM-Rollouts in Südafrika und Vietnam für März und Juli geplant. Zusätzlich werde externe Tools durch Inhouse-Maßnahmen ersetzt, um ideale Lösungen für die aktuellen Geschäftsprozesse zu implementieren.
Wie in den vergangenen Jahren werden Ressourcen im Bereich der IT-Sicherheit eingesetzt, um der wachsenden Bedrohung durch Cyberkriminalität zu begegnen und die Sicherheit zu verbessern Data Loss Prevention, Privileged Access Management, Cyber Supply Chain & Vendor Monitoring sind hier die wesentlichen Themen, auf die der Fokus für 2026 gerichtet ist.
Neben den operativen Accounting- und Controlling-Agenden werden weiterhin laufende Prozessoptimierungen in allen Bereichen vorgesehen. Zusätzlich wird man die auf SAP migrierende Gesellschaft in Polen ins FBS integrieren. Standardprozesse des Shared Service Centers werden eingeführt, Know-How, sowie Best-Practice Ansätze geteilt. Potentiell neu akquirierte Gesellschaften werden ebenso, wenn nötig, Unterstützung seitens FBS erhalten.
Im Bereich der Lohnverrechnung/HR werden im Jahr 2026 Verbesserungen von einzelnen Programmteilen (EC, HCM, etc.) angestrebt. Zusätzlich wird an der systematischen Automatisierung von Abrechnungs-Sonderfällen gearbeitet. Die Modifikation der Zeiterfassung im Bereich der Arbeiter (Produktion) ist nach wie vor ein offenes Projekt, welches die Koordination vieler Bereiche und Ebenen der Programmlandschaft nötig macht.
3.2.2 Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Ein wesentlicher Bestandteil der Geschäftstätigkeit von Constantia Flexibles ist ein umfassendes Risikomanagementsystem, das darauf ausgerichtet ist, Risiken und Chancen für die Gruppe zu identifizieren, zu bewerten und zu steuern. Dieses System erfasst sowohl strategische als auch operative Risiken und analysiert konzernweit Faktoren, die für den langfristigen Erfolg entscheidend sind.
Interne Managementsysteme und Kommunikationskanäle für den Umgang mit identifizierten Risiken gewährleisten die Effektivität und Effizienz des Risikomanagements. Die Gesamtrisikoposition der Gruppe wird regelmäßig auf Basis aller wesentlichen Einzelrisiken ermittelt und bewertet. Im Jahr 2025 stieg die Eintrittswahrscheinlichkeit von Transformations- und Nachhaltigkeitsrisiken im Vergleich zum Vorjahr deutlich an und stellt damit die derzeit größte Herausforderung für die Gruppe dar. Entsprechend wurden zahlreiche Maßnahmen zur Minderung der Auswirkungen des Klimawandels entwickelt und umgesetzt. Das Risiko regulatorischer Verbote für bestimmte Substrate und Materialkombinationen stieg auf den zweiten Platz der Konzernrisiken und erfordert daher verstärkte Produktinnovationen, ein hohes Engagement in Forschung und Entwicklung, sowie ein aktives Lieferantenmanagement. Liquiditäts- und Zinsrisiken bleiben nach Projekt Capricorn und der Übernahme der AFP-Gruppe
weiterhin bedeutend, wenngleich die Zinssätze im Geschäftsjahr 2025 leicht gesunken sind. Cyberkriminalität stellt nach wie vor eine ernsthafte Bedrohung für die Geschäftstätigkeit von Constantia Flexibles dar, weshalb eine robuste IT-Governance mit wirksamen Maßnahmen zur Erkennung, Prävention, Reaktion und Wiederherstellung von zentraler Bedeutung ist. Politische Risiken und Handelskonflikte nehmen kontinuierlich zu, bedingt durch Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, sowie US Zölle. Welche Auswirkungen die aktuelle geopolitische Lage auf die Gaslieferungen haben wird, kann im Moment noch nicht gesagt werden. Abgesehen von einer insgesamt spürbar schwächeren Weltwirtschaft gibt es derzeit keine Anzeichen für Entwicklungen, die die Kontinuität der Geschäftstätigkeit in absehbarer Zeit gefährden könnten.
Die Konzernrevision ist Teil des internen Überwachungssystems, das auf dem „Three Lines of Defense“- Modell basiert. Sie unterstützt den Vorstand und den Aufsichtsrat von Constantia Flexibles bei der Bewertung von Risiken und Chancen. Das jährliche Prüfungsprogramm basiert auf einer regelmäßigen Analyse und Bewertung der Risikoprofile der Organisationsstruktur und Prozesse der Gruppe. Darüber hinaus kann der Vorstand die Konzernrevision bei unvorhergesehenen Ereignissen hinzuziehen. Regelmäßige risikobasierte Prüfungen aller Divisionen sichern die Vermögenswerte der Gruppe und stärken ihre Fähigkeit zur Wertschöpfung.
4 Bericht über die Forschung und Entwicklung
In der Gesellschaft wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten betrieben.
Weinburg, 23. März 2026
Die Geschäftsführung
n M. - Not Mariella Röhm-Kottmann