Inhaltsverzeichnis
CARE Vision Germany GmbH, Frankfurt am Main
A. Grundlagen der Gesellschaft
CARE Vision Germany GmbH ist im Bereich der Ophthalmologie tätig. In erster Linie handelt es sich um Augenlaserkorrekturen, intraokulare Behandlungen und andere Augenbehandlungen.
CARE Vision Germany GmbH betreibt insgesamt 26 Niederlassungen in Deutschland und Osterreich. Davon werden sieben als konzessionierte Privatkrankenanstalten gem. § 30 Gewerbeordnung geführt.
In München und Rosenheim arbeiten wir zusammen mit dem Kooperationspartner Lasik Care - Augenärztliche Berufsausübungsgemeinschaft Dr. med. Erik Wölfel und Pina Pacifico.
In Wien erfolgt eine Zusammenarbeit mit der ärztlichen Ordination des Prof. Dr. Ulrich Michael Klemen – Kooperationspartner und Lizenznehmer von CARE Vision Germany GmbH.
B. Wirtschaftsbericht
B.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen „Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2025 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,2 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Anstieg der Wirtschaftsleistung in Deutschland 0,3 %. Nach zwei Rezessionsjahren ist die deutsche Wirtschaft wieder leicht gewachsen. Das Wachstum ist vor allem auf die gestiegenen Konsumausgaben der privaten Haushalte und des Staates zurückzuführen. Belastend wirkten dagegen rückläufige Exporte sowie eine weiterhin bestehende Investitionsschwäche.
Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben nahmen im Jahr 2025 insgesamt um 1,4 % zu. Besonders für Gesundheit gaben die privaten Haushalte mehr Geld aus als im Vorjahr (+3,8 %). Damit gingen von den privaten Konsumausgaben im Jahr 2025 wieder positive Impulse aus."1
Der Gesundheitsmarkt in Deutschland entwickelte sich im Jahr 2025 insgesamt stabil. Insbesondere der ophthalmologische Markt zeigte sich weiterhin robust mit moderatem Wachstum. Treiber dieser Entwicklung sind vor allem demografische Effekte, eine steigende Nachfrage nach refraktiven Eingriffen sowie technologische Fortschritte in der Augenmedizin. Trotz der weiterhin bestehenden gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf Konsumzurückhaltung und Kostensteigerungen, konnte die Branche ihre stabile Entwicklung fortsetzen.2
B.2. Geschäftsverlauf und Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Finanzielle Leistungsindikatoren
Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind Umsatzerlöse und das Rohergebnis (Erlöse, zuzüglich Bestandsveränderung, abzüglich Materialaufwendungen sowie zuzüglich der sonstigen betrieblichen Erträge). Zusätzlich nutzt die Gesellschaft als Kennzahlen zur Leistungssteuerung das EBIT und das Jahresergebnis. Im Folgenden wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dargestellt.
1 Statistisches Bundesamt (destatis.de), „Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2025 um 0,2 % gewachsen”, aktualisiert am 15.01.2026
² Spectaris, „Augenoptik überschreitet 5-Milliarden-Euro-Marke – Branche mit stabilem Jahr 2025 und
vorsichtigem Ausblick”, aktualisiert am 16.01.2026
Vermögenslage
In den folgenden Tabellen haben wir die Vermögenslage zum 31. Dezember 2025 der Vermögenslage zum 31. Dezember betriebswirtschaftlich gegenübergestelt. 2024 getrennt nach Aktiva und Passiva
| Aktiva | 31.12.2025 | 31.12.2024 | Abweichung | |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | 6 | |
| Anlagevermögen | 35.889 | 31.954 | 3.935 | 12 % |
| Umlaufvermögen | ||||
| Vorräte | 781 | 784 | -3 | 0 % |
| Forderungen und sonstige | ||||
| Vermögensgegenstände | 880 | 872 | 8 | 1 % |
| Flüssige Mittel | 2.126 | 2.443 | -317 | -13 % |
| Aktiver | ||||
| Rechnungsabgrenzungsposten | 275 | 178 | 97 | 54 % |
| Bilanzsumme Aktiva | 39.952 | 36.231 | 3.721 | 10 % |
Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2025 eine Bilanzsumme von 39.952 TEUR aus, die im Vergleich zum Vorjahr um 3.721 TEUR (+10 %) angestiegen ist. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Investitionen in neues Klinikinventar sowie den Erwerb von Fondsanteilen zurückzuführen.
Die Anlagenintensität beträgt zum 31. Dezember 2025 90 % (i. V. 88 %) und unterstreicht die investitionsintensive Struktur des Geschäftsmodells sowie die langfristige Kapitalbindung. Die Abschreibungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 3.464 TEUR (i. V. 3.345 TEUR).
Der Großteil der Investitionen wurde aus eigenen Mitteln finanziert und betrifft vor allem neue Standorte in Gießen, Mönchengladbach und Köln. Die Finanzanlagen erhöhten sich von 12.111 TEUR auf 16.338 TEUR. Der Anstieg steht im Zusammenhang mit zusätzlichen Investitionen und reflektiert die Ausrichtung der Gesellschaft, Mittel verstärkt langfristig anzulegen.
Das Umlaufvermögen verringerte sich im Geschäftsjahr 2025 insgesamt moderat und setzt sich im Wesentlichen aus Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Vermögensgegenständen sowie liquiden Mitteln zusammen. Die Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen, die sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Vorräte blieben im Vergleich zum Vorjahr weitgehend stabil.
Die liquiden Mittel reduzierten sich von 2.443 TEUR auf 2.126 TEUR. Der Rückgang steht im direkten Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr vorgenommenen Investitionstätigkeit.
| Passiva | 31.12.2025 31.12.2024 | Abweichung | ||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | % | |
| Eigenkapital | 31.410 | 27.849 | 3.561 | 13 % |
| Rückstellungen | 3.178 | 3.779 | -601 | -16 % |
| Verbindlichkeiten und PRAP | 5.364 | 4.603 | 761 | 17 % |
| Bilanzsumme Passiva | 39.952 | 36.231 | 3.721 | 10 % |
Die Kapitalstruktur der Gesellschaft ist als sehr solide zu beurteilen. Das Eigenkapital erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3.561 TEUR auf 31.410 TEUR. Die Eigenkapitalquote beträgt 79 % (i. V. 77 %) und deckt rund 88 % des Anlagevermögens ab. Der Anstieg des Eigenkapitals resultiert aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres.
Die Rückstellungen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um 601 TEUR auf 3.178 TEUR. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf reduzierte Steuerrückstellungen zurückzuführen.
Die Verbindlichkeiten sowie der passive Rechnungsabgrenzungsposten erhöhten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2024 um 761 TEUR auf 5.364 TEUR. Die Entwicklung steht im Zusammenhang mit der Ausweitung der Geschäftstätigkeit.
Insgesamt zeigt sich eine Verschiebung von kurzfristig verfügbaren Mitteln hin zu langfristig gebundenem Vermögen bei gleichzeitig unverändert solider Finanz- und Liquiditätslage.
Finanzlage:
Die Gesellschaft finanziert sich aus dem operativen Cashflow. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2025 verfügte die Gesellschaft über ausreichend liquide Mittel in Höhe von 2.126 TEUR (i. V. 2.443 TEUR).
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich auf 10.987 TEUR (i. V. 11.222 TEUR). Damit lag der Cashflow nahezu auf Vorjahresniveau und verdeutlicht die unverändert solide Innenfinanzierungskraft der Gesellschaft.
Die Kapitalflussrechnung wurde im Geschäftsjahr 2025 erstmals nach den Anforderungen des DRS 21 erstellt. Da die Vorjahreswerte nicht entsprechend angepasst wurden, ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr eingeschränkt.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug -7.299 TEUR (i. V. -10.697 TEUR). Die Investitionen betrafen im Wesentlichen technische Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung für die Kliniken.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf -4.006 TEUR (i. V. 8 TEUR). Dies ist im Wesentlichen auf die im Geschäftsjahr erfolgte Ausschüttung an die Gesellschafter in Höhe von 4.000 TEUR (i. V. 0 TEUR) zurückzuführen.
Der Finanzmittelfonds betrug zum 31. Dezember 2025 2.126 TEUR (i. V. 2.443 TEUR). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr entspricht der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen zahlungswirksamen Veränderung des Finanzmittelfonds.
Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die Finanzlage der Gesellschaft als geordnet und solide. Verbindlichkeiten werden bei Fälligkeit beglichen und Forderungen so gering wie möglich gehalten. Um die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft grundsätzlich sicherzustellen, besteht die Möglichkeit, im Bedarfsfall kurzfristige Liquidität bei der Muttergesellschaft abzurufen.
Ertraqslage:
betriebswirtschaftlichen
In der folgenden Tabelle haben wir die Ertragslage nach Gesichtspunkten für das Geschäftsjahr 2025 der Ertragslage für das abgelaufene Geschäftsjahr 2024 gegenübergestellt.
| Gewinn- und | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Verlustrechnung | 2025 | 2024 | Veränderung | |||
| TEUR | % | TEUR | % | TEUR | % | |
| Rohergebnis | 50.896 | 100 % | 48.852 | 100 % | 2.045 | 4,19 % |
| Personalaufwand | 23.177 | 45,54 % | 20.904 | 42,79 % | 2.272 | 10,87 % |
| Abschreibungen | 3.464 | 6,81 % | 3.345 | 6,85 % | 119 | 3,56 % |
| Sonstige | ||||||
| betriebliche Aufwendungen | 13.297 | 26,13 % | 13.211 | 27,04 % | 86 | 0,65 % |
| Betriebsaufwand | 39.938 | 78,47 % | 37.461 | 76,68 % | 2.477 | 6,61 % |
| EBIT | 10.958 | 21,53 % | 11.391 | 23,32 % | -433 | -3,80 % |
| Zinserträge | 100 | 0,20 % | 73 | 0,15 % | 27 | 36,99 % |
| Zinsaufwand | -6 | -0,01 % | 31 | 0,06 % | -37 | >100 % |
| Ertragsteuern | 3.491 | 6,86 % | 3.723 | 7,62 % | -232 | -6,24 % |
| Jahresüberschuss | 7.561 | 14,86 % | 7.772 | 15,91 % | -211 | -2,71 % |
Die Umsatzerlöse in Höhe von 58.460 TEUR sind im Vergleich zum Vorjahr um 3.130 TEUR oder ca. 6 % gestiegen. Im Rohergebnis von 50.896 TEUR (i. V. 48.852 TEUR) sind im Wesentlichen die Erträge aus der Ophthalmologie, die hauptsächlich in Deutschland erzielt Werden und – wie im Vorjahr – auch die Umsätze aus der Vermietung von Räumlichkeiten sowie Praxisausstattungen an selbständige Ophthalmologen in Deutschland und Österreich sowie die dazugehörigen Materialkosten enthalten. Das Rohergebnis ist um 4,19 % gegenüber der Vorperiode 2024 gestiegen. Die prognostizierten Umsatzerlöse wurden unterschritten. Das Rohergebnis entwickelte sich hingegen besser als prognostiziert und übertraf die Erwartungen. Das EBIT blieb hinter der Prognose zurück, während der Jahresüberschuss im Wesentlichen im Rahmen der Prognose lag.
Der Personalaufwand erhöhte sich um 2.272 TEUR. Der Anstieg resultiert insbesondere aus dem Geschäftswachstum sowie aus Gehaltsanpassungen bei bestehenden Mitarbeitern.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr leicht um 86 TEUR auf 13.297 TEUR gestiegen. Die Vorjahreswerte enthalten bereits die im Vorjahr
vorgenommene Umgliederung der Management Fee. Darin enthalten sind die Marketing- Aufwendungen i. H. v. 3.108 TEUR (i. V. 3.032 TEUR), Leasing- und Service-Aufwendungen i. H. v. 827 TEUR (i. V. 819 TEUR), die Reisekosten in Höhe von 1.112 TEUR (i. V. 1.554 TEUR) sowie Raumkosten in Höhe von 4.988 TEUR (i. V. 4.747 TEUR). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren Marketing-, Wartungs-, Leasing-, Service-, Reise- und Raumkosten sowie periodenfremden Aufwendungen.
Das EBIT als wesentlicher Leistungsindikator der Gesellschaft verringerte sich im Geschäftsjahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 433 TEUR (-3,8 %). Der Rückgang ist insbesondere auf gestiegene Personal- und Betriebskosten bei insgesamt stabiler Geschäftsentwicklung zurückzuführen.
Die Steueraufwendungen reduzierten sich von 3.723 TEUR auf 3.491 TEUR.
Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 7.561 TEUR (i. V. 7.772 TEUR) ab. Damit liegt das Ergebnis leicht unter dem Vorjahresniveau, bewegt sich jedoch weiterhin auf einem insgesamt hohen Niveau.
Gesamtbeurteilung der Lage
Die Geschäftsführung beurteilt das Geschäftsjahr 2025 insgesamt positiv. Trotz eines weiterhin herausfordernden makroökonomischen Umfelds konnten die Umsatzerlöse gesteigert und wesentliche operative Ziele erreicht werden. Das EBIT lag mit 10.958 TEUR um 433 TEUR unter dem Vorjahreswert von 11.391 TEUR. Der Rückgang ist insbesondere auf gestiegene Personal- und Betriebskosten im Zusammenhang mit der Ausweitung der Geschäftstätigkeit zurückzuführen.
C.Prognose-, Chancen- und Risikobericht
C.1 Prognosebericht
Trotz der weiterhin bestehenden geopolitischen Unsicherheiten erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2026 eine insgesamt positive Geschäftsentwicklung.
Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet die Geschäftsführung mit Umsatzerlösen von rund 67 Mio. EUR und einem Rohertrag von etwa 48 Mio. EUR. Die Planung berücksichtigt erwartete Veränderungen in der Erlös- und Kostenstruktur. Das EBIT wird voraussichtlich bei rund 12,8 Mio. EUR liegen. Insgesamt wird ein gegenüber dem Geschäftsjahr 2025 vergleichbares Jahresergebnis erwartet.
Die Prognose basiert auf der aktuellen Unternehmensplanung, in der erwartete Kostensteigerungen, insbesondere im Bereich Energie und Personal, berücksichtigt wurden.
CARE Vision Germany GmbH ist nicht unmittelbar von geopolitischen Entwicklungen betroffen, da keine wesentlichen Geschäftsbeziehungen zu den betroffenen Regionen bestehen. Indirekte Auswirkungen, insbesondere durch steigende Energiepreise oder gesamtwirtschaftliche Entwicklungen, können jedoch Einfluss auf die Geschäftsentwicklung nehmen.
Die tatsächliche Entwicklung kann aufgrund der bestehenden Unsicherheiten von den Planungen abweichen.
C.2 Risikobericht
Als Tochterunternehmen der Clinica Baviera S.A. ist die Gesellschaft in das konzernweite Kontroll- und Uberwachungssystem integriert. Auf Basis von Controlling-Auswertungen können nachteilige Veränderungen frühzeitig erkannt werden.
Die Geschäftstätigkeit der CARE Vision Germany GmbH unterliegt sowohl unternehmensspezifischen als auch branchen- und gesamtwirtschaftlichen Einflüssen. Insbesondere makroökonomische Entwicklungen in Deutschland und Europa können sich auf
die Geschäftsentwicklung auswirken. Die nachfolgend beschriebenen wesentlichen Risiken und Unsicherheiten sind im Zusammenhang mit den Angaben des Jahresabschlusses zu betrachten und können die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen.
Die Geschäftstätigkeit im Gesundheitssektor unterliegt regulatorischen Anforderungen, die sich auf den Betrieb einzelner Standorte auswirken können. In bestimmten Regionen kann es erforderlich sein, eine Krankenhauslizenz zu beantragen. CARE Vision verfügt bereits für einen wesentlichen Teil der deutschen Kliniken über entsprechende Lizenzen.
Ein weiteres Risiko liegt in der Unzufriedenheit der Patienten, z. B. durch unerfüllte Erwartungen, medizinische Komplikationen oder wahrgenommene Kommunikationsdefizite. Neben möglichen direkten Konsequenzen wie z. B. Rückerstattungsforderungen oder Mehraufwand in der Nachsorge, besteht insbesondere das Risiko eines Reputationsschadens durch schlechte Rezensionen in Online-Portalen oder Weiterempfehlungsketten. Dies kann zu einem Verlust von Patienten sowie zu einer Beeinträchtigung des Neupatientenzugangs führen und damit negative Auswirkungen auf Umsatz und Rentabilität haben, CARE Vision begegnet diesem Risiko durch ein systematisches Qualitätsmanagement und kontinuierliches Patientenfeedback, strukturierte Aufklärungsprozesse vor der Behandlung sowie einen zentralen Patientenservice zur aktiven Bearbeitung von Beschwerden.
Wesentliche Quelle der Unternehmensfinanzierung ist unsere operative Geschäftstätigkeit mit den daraus generierten Mittelzuflüssen. Anhand von rollierenden Liquiditätsplanungen können etwaige Liquiditätsrisiken überwacht und effizient gesteuert werden. Die Liquiditätslage ist geordnet. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen. Verbindlichkeiten werden innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen beglichen.
Die Gesellschaft ist lediglich in geringem Umfang Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Diese resultieren ausschließlich aus einem betragsmäßig unwesentlichen Bankguthaben in US- Dollar. Wettbewerbsrisiken begegnet die Gesellschaft durch qualifizierte Mitarbeiter, etablierte Prozesse und langjährige Markterfahrung.
Aus heutiger Sicht sind keine Risiken erkennbar, die das Unternehmen in seinem Bestand gefährden könnten.
C.3 Chancenberichterstattung
Die Gesellschaft sieht weiterhin gute Marktchancen im Bereich der refraktiven Chirurgie. Die Nachfrage wird durch demografische Entwicklungen sowie eine zunehmende Akzeptanz entsprechender Behandlungen nachhaltig gestützt.
Wachstumspotenziale ergeben sich insbesondere aus der Erweiterung des Leistungsangebots sowie dem Einsatz innovativer Technologien. Darüber hinaus bieten der Ausbau bestehender Standorte sowie die Erschließung neuer Standorte zusätzliche Möglichkeiten zur Steigerung der Patientenzahlen.
Neben der refraktiven Chirurgie bestehen auch im Bereich der Kataraktchirurgie aus heutiger Sicht weiterhin günstige Marktbedingungen. Die Nachfrage wird insbesondere durch den demografischen Wandel sowie die altersbedingte Zunahme von Katarakterkrankungen gestützt. Nach Angaben der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft zählt die Kataraktoperation mit rund einer Million Eingriffen jährlich zu den häufigsten operativen Eingriffen in Deutschland.3 Weitere Potenziale können sich aus der Weiterentwicklung des Leistungsangebots, dem Einsatz moderner Technologien sowie der fortschreitenden Standardisierung und Digitalisierung von Behandlungs- und Verwaltungsprozessen ergeben. Effizienzpotenziale bestehen insbesondere durch die weitere Standardisierung von Prozessen sowie den verstärkten Einsatz digitaler Lösungen.
Die Nachfrage nach ophthalmologischen Leistungen ist sowohl in Deutschland als auch in Spanien weiterhin hoch. Nach der Allensbacher Brillenstudie 2024/25 trugen im Jahr 2024 rund 64 % der deutschen Bevölkerung eine Brille.4 Eine aktuelle bevölkerungsbasierte Studie in Spanien auf Grundlage von Daten aus dem Jahr 2023 weist aus, dass 62 % der Bevölkerung eine Brille trugen und die selbstberichtete Prävalenz von Katarakten bei 12,4 % lag.5 Die dargestellten Kennzahlen unterstreichen den weiterhin hohen Bedarf an ophthalmologischen Leistungen und deuten auf ein anhaltendes Marktpotenzial hin. Aktuelle und unmittelbar
3 Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG), „Grauer Star-Operation: Es stehen fünf moderne Strategien zur Wahl”, veröffentlicht am 16.09.2024.
4 Kuratorium Gutes Sehen e. V. (KGS), „Allensbacher Brillenstudie 2024/25", aktualisiert am 30.01.2025.
◦ Frontiers in Medicine. „Self-reported prevalence of eye diseases and visual correction in Spain: results from a
nationwide population-based survey", veröffentlicht am 20.11.2024.
vergleichbare öffentliche Daten zur Penetrationsrate refraktiver Chirurgie in Deutschland und Spanien sind jedoch nur eingeschränkt verfügbar.
D.Niederlassungen
Die Gesellschaft unterhält Niederlassungen in den folgenden Städten: Wiesbaden, Erfurt, Lörrach, Bonn, Mannheim, Hamburg, Lübeck, Hannover, Leipzig, Berlin, Frankfurt am Main, Mainz, Darmstadt, Köln, Düsseldorf, Würzburg, Nürnberg, Regensburg, Erlangen, Stuttgart, Heilbronn, Freiburg, Ingolstadt, Essen, Mönchengladbach und Wien.
Frankfurt am Main, den 4. September 2026
Luis Gravalos Geschäftsführer