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Lagebericht 2025

Hermann Pfanner Getränke GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 29. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

I. Beschreibung und Entwicklung des Unternehmens (Wirtschaftsbericht)

1. Tätigkeitsbericht und Umfeld

a) Das Unternehmen ist in folgenden Geschäftsbereichen tätig:

 Erzeugung und Vertrieb von Fruchtsäften und Eistees unter der Marke Pfanner  Erzeugung und Handel von und mit Fruchtsaftkonzentraten  Erzeugung und Handel von und mit Weinen und Spirituosen  Lohnfüllungen für Fremdmarken

b) 2025 betrug der Fruchtsaftabsatz in Österreich 142,26 Mio. Liter ( 2024: 161,68 Mio. Liter). Dies entspricht einem Rückgang von -12,0 %. Im Vergleich dazu sank der Bierausstoß in Österreich um -7,7 %, lag somit 2025 bei 788,02 Mio. Liter (VJ: 853,40 Mio. Liter). Der Mineralwasserabsatz 2025 ist um -12,3 % gesunken, von 699,27 Mio. Liter im Vorjahr auf 613,53 Mio. Liter im Jahr 2025. Der Limonadenabsatz 2025 ist um -7,8 % gesunken, von 620,53 im Vorjahr auf 572,18 Mio. Liter im Jahr 2025.

2. Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtsjahr EUR 375,44 Mio ( VJ: EUR 382,30 Mio), wobei 88,35% (VJ: 89,50%) auf das Ausland entfielen.

3. Technische Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2025 wurden ca. 6,17 Mio. EUR in Sachanlagevermögen investiert. Die Hauptpositionen betrafen die Infrastruktur im Bereich der Abfüllanlagen und Anlagen für die Verarbeitung in Höhe von 0,90 Mio. EUR, die allgemeine Infrastruktur im Bereich der Produktion, des Lagers und sonstiger Anlagen in Höhe von 2,96 Mio. EUR Zusätzlich wurde noch in am Stichtag im Bau befindliche Anlagen in Höhe von 2,00 Mio. EUR investiert.

4. Finanz-, Ertrag- und Vermögenslage

Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf 13,18 Mio. EUR (VJ: 15,33 Mio. EUR) oder 3,54% (VJ: 3,91%) von der Betriebsleistung

Die Eigenmittelquote gemäß § 23 URG beträgt 42,02% (VJ: 33,69%). Die fiktive Schuldentilgungsdauer gemäß § 24 URG liegt bei 5,76 Jahren (VJ: 6,51 Jahre).

Der betriebliche Cashflow beträgt 6,88% (VJ: -0,09%) von der Betriebsleistung.

Das Working Capital beläuft sich auf EUR 71,90 Mio. EUR (VJ: 75,82 Mio. EUR) oder 55,47% (VJ: 53,41%).

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
2 0 2 4 2 0 2 5
T€T€
Ergebnis vor Steuern13.18015.334
Überleitung auf den Netto-Geldfluss
aus der Geschäftstätigkeit
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Vermögens-
gegenstände des Investitionsbereiches8.1068.788
+/- Verlust/Gewinn aus dem Abgang von
Vermögensgegenständen des Investitionsbereiches13-166
+/- Abnahme/Zunahme der Vorräte, Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva13.605-27.334
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen-2.0322.589
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva-1.8892.278
Netto-Geldfluss aus der Geschäftstätigkeit30.9831.489
- Zahlungen für Ertragsteuern-5.377-1.861
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit25.606-372
+ Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen)41175
+ Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang
und sonstigen Finanzinvestitionen0295
-Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen)-6.215-15.332
-Auszahlungen für Finanzanlagenzugang
und sonstige Finanzinvestitionen00
Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit-6.174-14.862
-Gewinnausschüttung00
+/- Veränderung von Investitionszuschüssen-237446
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten13.71130.239
-Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten-31.647-15.591
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit-18.17315.094
ZAHLUNGSWIRKSAME VERÄNDERUNG
DES FINANZMITTELBESTANDES1.259-140
+Finanzmittelbestand am Beginn der Periode487627
Finanzmittelbestand am Ende der Periode1.746487

5. Umweltbelange

Die benötigte Energie wird extern bei der OÖ Ferngas, VEG, Linz Service und VKW zugekauft. Die wesentlich eingesetzten Rohstoffe sind Äpfel-, Birnen- und Beerenfrüchte. Es werden ständig alle Prozesse aus umwelttechnischer Sicht hinterfragt. Durch Umstellung im Produktionsprozess konnten Energieeinsparungen realisiert werden.

6. Arbeitnehmerbelange

Im Geschäftsjahr 2025 waren im Schnitt 548 (VJ: 547) Mitarbeiter aktiv beschäftigt. Es waren im Schnitt 4,42 % (VJ: 4,77%) Krankstunden pro Mitarbeiter zu verzeichnen. Es gab im vergangen Geschäftsjahr 18 (VJ: 38) Arbeitsunfälle zu verzeichnen.

7. Zweigniederlassungen

Es bestehen Produktionswerke in Lauterach und Enns. Die Verwaltung befindet sich in Lauterach

II.

Risikobericht

1. Markt- und Beschaffungsrisiken

Alle wesentlichen Zahlungseingänge erfolgen in Euro. Die Zahlungsausgänge erfolgen aufgrund des notwendigen Importverhaltens teilweise in USD. Die Fremdwährungsrisiken werden jeweils rollierend mittels Devisentermin- oder Optionsgeschäften minimiert.

Das Zinsänderungsrisiko wird aufgrund der bestehenden Kredit- und Darlehensverträge von der Geschäftsführung als beherrschbar beurteilt. Die bestehenden Investitionskredite sind teilweise mit fixen Zinssätzen ausgestattet abgesichert.

Zu den wesentlichen Beschaffungsrisiken zählen unter anderem Rohstoffpreisschwankungen, Lieferkettenstörungen sowie Qualitätsrisiken.

Zu den marktseitigen Risiken zählen unter anderem Marktnachfrageschwankungen durch konjunkturelle Abschwünge oder Veränderungen im Konsumverhalten sowie der sich verstärkende Wettbewerb.

2. Ausfallsrisiko

Das Ausfallsrisiko bei den Debitoren wird durch ein internes Debitorenmanagement minimiert.

3. Transparenz und Kostenkontrolle

Aufgrund der laufenden Überprüfung und Überarbeitung der Buchungs- und Kontrollprozesse im Rechnungswesen kann das Risiko der Veruntreuung oder fehlerhaften Buchführung als minimiert bezeichnet werden. Das Unternehmen erstellt monatlich Zwischenbilanzen. Das bestehende interne Kontrollsystem und die Einhaltung der definierten internen Abläufe werden durch die Innenrevision überwacht. Für sämtliche Unternehmen der Firmengruppe der Pfanner Holding AG existieren Compliance Richtlinien.

4. Ausfall von kritischen Ressourcen

Im Fall eines Ausfalles von kritischen Ressourcen ist in einem Notfallplan genau festgelegt welche Maßnahmen zu ergreifen sind, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Dieser Notfallplan geht auch auf präventive Maßnahmen ein und ist ein wesentliches Element des ISO 9001:2000.

5. Äußerster Notfall

Sollte es trotz des Notfallplanes aufgrund einer massiven Störung dennoch nicht möglich sein, den Betrieb aufrechtzuerhalten, so können aufgrund der Risikostreuung in den anderen Betriebsstandorten die Kundenaufträge zum Teil erfüllt werden. Für einen solchen Fall ist eine branchenübliche Liquiditätsreserve in Form von freien Kreditlinien, sowie eine Betriebsunterbrechungsversicherung vorhanden.

III. Prognosebericht

Im Budget für das Jahr 2026 ist aufgrund der leicht rückläufigen Mengen ein reduzierter Umsatz enthalten. Die operativen Herausforderungen liegen in der Materialverfügbarkeit sowie den volatilen Material- und Energiepreisen, welche zu sinkenden Spannen führen können. Zusätzlich stellt der Mangel an Fach- und Führungskräften sowie die steigenden Personalkosten eine große Herausforderung dar.

Durch investitionsbedingt höhere Abschreibungen, höhere Beratungskosten durch die Einführung eines neuen ERP-Systems sowie steigende Material- und Sachkosten wird die Ertragslage in 2026 voraussichtlich unter dem Niveau von 2025 liegen. Im Übrigen wird auf den Punkt 2.1. Marktrisken verwiesen. Auswirkungen einer allfälligen Beeinträchtigung durch die kriegerischen Konflikte in der Ukraine und dem Iran, über den aktuellen Kenntnisstand hinaus, sind nicht budgetiert.

IV. Forschung und Entwicklung

Für das folgende Geschäftsjahr ist wiederum die Einführung neu entwickelter Produkte geplant. Teilweise sind diese bereits in der Markteinführungsphase. In der Vergangenheit haben sich Neueinführungen am Markt gut behauptet.

V. Verwendung von Finanzinstrumenten und Risikomanagement

Grundsätzlich erfolgt zur Absicherung von Einkäufen in USD der Abschluss von Devisenterminbeziehungsweise von Optionsgeschäften. Zum Stichtag bestehen keine Devisentermin- und keine Devisenoptionsgeschäfte.

Diesbezüglich verweisen wir auf die Erläuterungen im Anhang.

Lauterach, 17.04.2026

Hermann Pfanner Getränke GmbH

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
Na ter
Mag. Peter PfannerIng. Richard Pfanner

-Dipl. Betriebswirt (BA) Daniel Prahl

Ing. Ginter Festhuber

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