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Lagebericht 2024/25

"Dach und Wand" Handels GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Juli 2025 · Eingereicht am 08. Juli 2026

Inhaltsverzeichnis

"Dach und Wand" Handels GmbH Lagebericht der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024/25

Gegenstand des Unternehmens ist der Fachhandel mit Baustoffen, insbesondere für die Bereiche Dach, Wand und Innenausbau. Die Hauptkunden sind gewerbliche Dachdecker, Spengler und Zimmermeister. Der Sitz der Gesellschaft ist in Eberstalzell. Weitere Zweigniederlassungen bestehen in Achau, Stockerau, Seiersberg, Klagenfurt, Sulz und Seekirchen.

Geschäftsverlauf 2024/25

1.) Ertragslage

Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr vom 01.08.2024 bis 31.07.2025 einen Gesamtumsatz von EUR 103.187.217,46 (VJ: TEUR 108.659) erwirtschaften. Der Umsatzrückgang ist der negativen Gesamtentwicklung der Bauwirtschaft in Osterreich geschuldet. Vor allem der Markt für Wohnungsneubau ist in Osterreich stark rückläufig.

Die Gewinn- und Verlustrechnung weist für das Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von EUR -2.741.320,43 (VJ: TEUR -1.580) aus, das entspricht -2,7 % (VJ: -1,5 %) des Gesamtumsatzes, was im Wesentlichen auf den Umsatzverlust zurückzuführen ist.

2.) Vermögenslage

Die Bilanzsumme per 31.07.2025 beträgt EUR 44.937.205,31 (VJ: TEUR 41.736) bei einem Eigenkapital von EUR 13.068.807,19, das sind 29,1 % der Bilanzsumme (VJ: TEUR 13.069 und 31,3%).

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
Verschuldungskennzahlen in %
31.07.2025 31.07.2024
Eigenkapital
Eigenkapitalquote Gesamtkapital29%31%
Fremdkapital
Verschuldungsgrad Gesamtkapital71%69%
(Lager am 1.8 + Lager 31.07) / 2 * 360
Lagerumschlag in Tagen Warenaufwand50,3 Tage50,0 Tage
360
Lagerumschlag Lagerumschlag in Tagen7,157,19

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich um kurzfristige Barvorlagen bzw. langfristige Bankkredite. Die langfristigen Bankkredite werden in regelmäßigen Raten rückgeführt.

www.dachundwand.at

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde verschiedene Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zurückgeführt und durch innerkonzernale Finanzierungsverbindlichkeiten ersetzt.

3.) Finanzlage

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftsentwicklung sowie der Investitionstätigkeit betrug EUR -2.607.542,54 (VJ: T€ 1.790).

Mitarbeiter

Der Personalstand reduzierte sich im Durchschnitt auf 131 Beschäftigte (VJ:149). Die deutliche Verringerung der Beschäftigten kann zum einen durch die Zusammenlegung der Zentralfunktionen mit der Schilowsky Baustoffhandel GmbH in die Stark Group Holding Austria GmbH und zum anderen mit der Anpassung an die aktuelle Marktsituation erklärt werden. Die Nutzung der Services aus den Zentralfunktionen von der Stark Group Holding Austria GmbH wird über verschiedene Verteilungsschlüssel wie Mitarbeiteranzahl, Standortanzahl oder Umsatzgröße verrechnet.

Unternehmensrisiken/Risikomanagement

Das Unternehmen konzentriert sich sowohl im Einkauf als auch im Verkauf weitestgehend auf den österreichischen Markt, wodurch Währungsrisiken nicht gegeben sind.

Durch die Stellung des Unternehmens als Handelsunternehmen werden Reklamationsfälle vom Endverbraucher bis zum Produzenten durchgereicht und stellen damit für die Dach und Wand kaum Risikofaktoren dar.

Als Teil des Stark Konzerns unter der Konzernmutter, Stark Group A/S, wurden der „Dach und Wand“ Handels GmbH innerkonzernale Finanzierungen zur Verfügung gestellt und zukünftige Liquidität vollumfänglich zugesichert.

Die „Dach und Wand" Handels GmbH beliefert ausschließlich Kunden aus dem Bau- und Baunebengewerbe. Für diese Kunden besteht ein Forderungsausfallsrisiko, welches seit 1. Juni 2025 durch eine Forderungsausfallsversicherung gedeckt ist. Die Beurteilung der Kunden erfolgt formell über CRIF. Darüber hinaus stehen aufgrund der Kleinheit des österreichischen Marktes auch informelle Kanäle (persönliche Kontakte, Informations- und Erfahrungsaustausch mit Industriebetrieben, etc.) zur Verfügung. Aus der Kombination der zur Verfügung stehenden Informationen wird ein sehr restriktives Debitorenmanagementsystem geführt. Auf diese Weise können diesbezügliche Risiken verringert werden. Eine entsprechende Pauschalwertberichtigung wurde 2020 erstmals gebildet und wird laufend auf den jeweiligen Forderungsbestand angepasst.

Zinsrisiko

Bei Abschluss eines Kredites im Jahr 2012 wurde der Kreditbetrag in einen fixen bzw. variablen Teil gesplittet. Dadurch senkte sich das Zinsänderungsrisiko um 50%. Ansonsten steht das Zinsrisiko im Zusammenhang mit variabel verzinsten Finanzinstrumenten, die zu Schwankungen im Ergebnis und Zahlungsströmen führen können.

Forschung und Entwicklung

Eigene Forschungs- und Entwicklungsbereiche werden nicht unterhalten.

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Prognose 2025/26

Die österreichische Bauwirtschaft befand sich im Zeitraum August 2024 bis Juli 2025 weiterhin in einer angespannten Lage. Der Hochbau stagnierte insgesamt, mit einem Rückgang von -0,5 % im Wohnbau und +0,8 % im sonstigen Hochbau, was zu einem Nullwachstum im Hochbau gesamt führte.

Im Bereich Dachbaustoffe zeigte sich ein differenziertes Bild: Laut Branchenradar sanken die Herstellererlöse im Segment „Dachmaterial für geneigte Dächer" im Jahr 2024 nur noch moderat um -2,4 % auf 141,9 Mio. Euro 2. Gleichzeitig wuchs der Sanierungsmarkt um +4,8 %, insbesondere durch Neueindeckungen bei Ein- und Zweifamilienhäusern und die Integration von Photovoltaik- Anlagen.

Die Bauproduktion im Dachbereich war ebenfalls rückläufig: Laut Statistik Austria sank die Bauproduktion im Dezember 2024 im Vergleich zum Vorjahr um –9,2 %, wobei der Rückgang über das Jahr hinweg moderater ausfiel.

Die Nachfrage nach Spenglerartikeln blieb stabil. Laut Fachjournal und Branchenstimmen war die Auftragslage im Spenglerhandwerk durch Sanierungen und individuelle Lösungen gut ausgelastet, insbesondere bei Dachrinnen, Blechverkleidungen und Sonderanfertigungen.

Die Baukosten entwickelten sich moderat: Für Dacharbeiten wurde eine Kostensteigerung zwischen +1,5 % und +2,3 % verzeichnet, was die Kalkulierbarkeit für Kunden und Betriebe verbesserte.

Die Bundesregierung unterstützte die Entwicklung durch das Wohnbaukonjunkturpaket, das unter anderem Sanierungsmaßnahmen förderte. Diese politischen Impulse sowie die stabile Zinslage trugen dazu bei, dass sich der Markt für Dach und Wand besser entwickelte als andere Segmente der Bauwirtschaft.

Das Management rechnet für das Geschäftsjahr 2025/2026 mit einem leichten Umsatzwachstum auf Basis der erwarteten Stabilisierung der Baukonjunktur sowie einer positiven Entwicklung des EBITDA.

Das folgende Kapitel zeigt, welche Entwicklungen im Dachbau und Spenglerhandwerk für das Jahr 2025/2026 besonders relevant sind und wie sich daraus strategische Chancen ableiten lassen.

Branchentrends und Marktentwicklung 2025/2026

Im Jahr 2025/2026 zeigen sich im Dachbau und Spenglerhandwerk mehrere richtungsweisende Entwicklungen, die sowohl Herausforderungen als auch Chancen für die Branche darstellen.

Sanierung als Wachstumstreiber

Die Nachfrage verlagert sich weiter vom Neubau hin zur Sanierung. Besonders Dachsanierungen – oft verbunden mit energetischen Maßnahmen wie Dämmung und Photovoltaik – gewinnen an Bedeutung. Förderprogramme und steuerliche Anreize stärken diesen Trend und machen den Dachbereich zu einem zentralen Bestandteil der Baukonjunktur.

Nachhaltigkeit und Materialinnovation

Kunden legen zunehmend Wert auf langlebige, ökologische und wartungsarme Materialien. Solardachziegel, Metallbedachungen (z. B. Aluminium, Kupfer, Titanzink) und begrünte Dächer sind stark nachgefragt. Die Integration von PV-Systemen wird zum Standard bei Sanierungen und Neubauten.

www.dachundwand.at

DACH UNDWAND CH I ADENHANDEL

Digitalisierung und Effizienzsteigerung

Digitale Werkzeuge wie Drohnenvermessung, BIM und mobile Baustellen-Apps verbessern Planung, Ausführung und Kundenkommunikation. „Smart Roofing" – also die intelligente Verknüpfung von Dachsystemen mit Haustechnik – gewinnt an Relevanz.

Fachkräftemangel und Qualifizierung

Die Branche leidet weiterhin unter einem Mangel an qualifizierten Fachkräften. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach zertifizierten Betrieben, die komplexe Sanierungsprojekte fachgerecht umsetzen können. Investitionen in Ausbildung und Mitarbeiterbindung sind entscheidend.

Marktentwicklung

Laut aktuellen Marktanalysen wird für 2025/2026 ein moderates Wachstum im Sanierungssegment erwartet, während der Neubau weiter stagniert. Unternehmen, die sich auf Qualität, Service und nachhaltige Lösungen konzentrieren, können Marktanteile gewinnen und sich langfristig positionieren.

Eberstalzell, am 22. September 2025

Heinrich Josef Tappe

Michael Knuppet

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