Inhaltsverzeichnis
für das Geschäftsjahr 2024 Lagebericht KiWORK GmbH 4552 Wartberg Hauptstraße 14
1. Geschäftsverlauf im Jahr 2024
Das Geschäftsjahr 2024 stellte für die KiWORK GmbH ein herausforderndes Jahr dar. Der Umsatzgingim Vergleich zum Vorjahr zurück und betrug € 17.729.759,35 (2023: € 18.217.361,85). Auchdieerhaltenen Förderungen reduzierten sich deutlich von € 278.939,21 auf € 170.860,35.
Trotz der eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Krankenstandssituation konntehierkeine Entspannung erreicht werden. Die Krankenstände stiegen von einem bereits hohen Niveau von568.905(2023) auf 678.947 im Jahr 2024.
Die internen Personalkosten stiegen signifikant von € 848.320 (2023) auf € 1.191.250 imJahr 2024. Ursächlich hierfür waren insbesondere ineffiziente Personalentwicklungsmaßnahmen sowie hohe Fluktuationinfolge interner Unstimmigkeiten. Die damit einhergehenden Einarbeitungszeiten und Rekrutierungsprozesseführten zu einem spürbaren Mehraufwand, der sich negativ auf die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens auswirkte.Der Anstieg der internen Kosten ist maßgeblich für das entstandene Jahresergebnis verantwortlich.
2. Ausfalls- und Liquiditätsrisiken
Die Kundenstruktur der KiWORK GmbH besteht weiterhin überwiegend aus wirtschaftlichstabilen Unternehmen mit ausgezeichneter Bonität und Zahlungsmoral. Das Forderungsmanagement ist effektiv aufgestellt und unterstützt die Liquiditätssicherung.
Dennoch ist festzuhalten, dass das starke interne Wachstum die Liquidität im Jahr 2024 spürbar belastethat. Daher wurde ein strenges Kostenmanagement eingeleitet, um die Eigenkapitalquote und Zahlungsfähigkeit nachhaltig zu sichern.
3. Personalrisiken
Die Herausforderungen im Bereich Personal setzten sich auch im Jahr 2024 fort. Interne Konflikteführtenzu einer erhöhten Fluktuation und ineffizientem Ressourceneinsatz. Trotz Nachbesetzungen war dasJahrvon intensiven Onboarding-Prozessen geprägt. Der daraus resultierende Anstieg der internen Personalkostenstellt ein zentrales Risiko dar.
Für 2025 wurden daher umfassende Maßnahmen zur Personaloptimierung eingeleitet, die auchersteEffekte zeigen.
4. Prognose und Maßnahmen im laufenden Geschäftsjahr 2025
Die Entwicklung im ersten Quartal 2025 war weiterhin angespannt, sowohl hinsichtlich Umsatzalsauch Krankenstand. In einer strategischen Klausur zu Jahresbeginn wurde ein konkreter Vier-Punkte-Planzur Kosteneinsparung beschlossen und mit klaren Auslösekriterien (Redflags) unterlegt:
1. Sofortmaßnahmen:
Reduktion des Marketingbudgets auf ein notwendiges Minimum Halbierung des Budgets für EDV-Projekte Erste personelle Reduktionen Gezielte Einsparung von Stellen und Nicht-Nachbesetzung einer Karenz Reduktion der Arbeitszeit in den Abteilungen Assistenz und Marketing
2. Weitere personelle Maßnahmen im März 2025:
3. Standortoptimierungen:
4. Weitere Restrukturierungen:
Parallel dazu wurden vertriebliche Maßnahmen verstärkt umgesetzt:
Schließung der Niederlassung Wels (Ende März) und Integration in das TeamTraun Auflösung sämtlicher Sponsorenverträge Schließung der Filiale Wien im Juni 2025 Weitere geplante Personalabgänge Intensivierung der Neukundenakquise Wiedereinstieg der Geschäftsführung in den Key Account Vertrieb Abschluss eines Rahmenvertrags mit der Firma Magenta sowie Ausbau der Zusammenarbeitmit Siemens Österreich Erschließung neuer Geschäftsfelder im Bereich Greenjobs und kaufmännische Vermittlungen
Ein weiterer positiver Aspekt war die verstärkte Sichtbarkeit durch eine breit angelegte Marketingkampagne mit Voest Alpine, die über 2 Millionen Interaktionen auf Social Media generierte.
Zudem erfreut sich das Unternehmen einer zunehmenden Anerkennung im Markt: Die AuszeichnungalsTOP Company 2025 wurde zum vierten Mal in Folge erreicht.
5. Zusammenfassung und Ausblick
Trotz der wirtschaftlich herausfordernden Rahmenbedingungen hat die KiWORK GmbHfrühzeitigstrukturelle Gegenmaßnahmen ergriffen und mit hoher Konsequenz umgesetzt. Die Liquiditätslage bleibt angespannt, jedoch unter Kontrolle. Erste positive Entwicklungen im Vertrieb sowie Einsparungserfolgesindbereits sichtbar.
Die Geschäftsführung beobachtet die weitere Entwicklung mit großer Sorgfalt und bleibt bereit, bei Bedarf weitere Maßnahmen zu setzen. Ziel bleibt es, die Ertragskraft nachhaltig zu stabilisieren undmittelfristig wieder auf Wachstumskurs zu kommen.
Datum, Unterschrift Geschäftsleitung