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Lagebericht 2024

Haberfellner Mühle GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2024 · Eingereicht am 30. Sep. 2025

Inhaltsverzeichnis

1) Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf 2024 (Jan-Dez) ist zufriedenstellend verlaufen.

Finanzielle Kennzahlen

Die Gesamtumsätze unseres Mühlenunternehmens sind um 5,2% bzw. von TEUR 62.080 auf TEUR 58.851 gefallen. Unsere Inlandsumsätze haben aufgrund niedrigerer Verkaufspreise um 9,8% reduziert. Unsere Exportumsätze haben sich trotz niedriger Verkaufspreise um 20,6% erhöht, was auf eine wesentliche Steigerung der Exportmengen zurückzuführen ist.

Das Ergebnis vor Steuern hat sich geringfügig von TEUR 3.771 auf TEUR 3.646 reduziert Die Reduktion des Betriebsergebnisses ist im Wesentlichen auf spezifisch höhere Rohstoffkosten und höhere Personalkosten bzw. insgesamt geringere Bruttomargen zurückzuführen.

Die Personalaufwendungen sind um 11,5% bzw. von TEUR 2.617 auf TEUR 2.919 angestiegen. Dieser Anstieg ist einerseits auf die kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltserhöhungen sowie anderseits auf eine höhere, vollzeitäquivalente Beschäftigungszahl zurückzuführen.

Der Anstieg der sonstigen Aufwendungen ist um 3,2% bzw. von TEUR 7.477 auf TEUR 7.716 gefallen, was im Wesentlichen auf etwas höhere Instandhaltungskosten zurückzuführen ist.

Unsere Investitionen ins Anlagevermögen von insgesamt TEUR 2.175 (Vj. TEUR 2.934) betreffen im Wesentlichen die Erweiterungen unserer Produktionskapazitäten, wie es auch im Jahr zuvor der Fall war.

Die Lagervorräte sind um 2,2% bzw. von TEUR 3.779 auf TEUR 3.697 gefallen.

Diese geringfügige Veränderung ist auf durchschnittlich niedrigere Rohstoffkosten zurückzuführen.

Die Kundenforderungen haben sich um 6,0% bzw. von TEUR 4.730 auf TEUR 4.444 reduziert, was auf niedrigere Verkaufspreise zurückzuführen ist.

Unser Eigenkapital hat sich um 18,9% bzw. von TEUR 15.023 auf TEUR 17.860 erhöht.

Die Bilanzsumme bzw. Gesamtkapital hat sich von 2,6% bzw. von TEUR 40.572 auf TEUR 41.624 erhöht. Die Eigenkapitalquote hat sich von 37,0% auf 42,9 % verbessert.

Der Netto-Geldfluss der laufenden Geschäftstätigkeit betrug TEUR 6.827 (Vj. TEUR 7.874)

2) Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2025 rechnen wir mit einem weiterhin sehr herausfordernden Geschäftsumfeld und sehr volatilen Rohstoffpreisen. Wir sind zuversichtlich, dass wir im laufenden Geschäftsjahr 2025 wieder ein zufriedenstellendes Betriebsergebnis

erwirtschaften werden können, wenngleich die Volatilität der Rohstoffpreise, kurzfristigere Kontraktabschlüsse sowie auch die anhaltend hohe Wettbewerbsintensität eine exakte Prognose nicht zulässt.

Die Ernte 2025/26 steht kurz bevor. Über Qualitäts- und Preisentwicklungen kann aufgrund vieler Unsicherheiten keine Vorhersage getroffen werden. Wir rechnen derzeit mit durchschnittlich etwas niedrigeren Rohstoffkosten im kommenden Erntejahr, die sich auch in unseren Verkaufspreisen bzw, niedrigeren Umsatzerlösen widerspiegeln werden.

Unverändert herausfordernd bleibt die Lage am Arbeitsmarkt bzw. der Fachkräfte- und Personalmangel.

Der Strukturbereinigungsprozess, von dem die Mühlenbranche seit dem EU-Beitritt betroffen ist, wird sich weiter fortsetzen. Auch bei den gewerblichen Bäckereien wird es zu weiteren Betriebsschließungen kommen.

Zudem wird dieser Prozess durch den massiven Fachkräftemangel, von dem mittlerweile nicht nur die Bäckereien bzw. die Nahrungsmittelbranche betroffen sind, verstärken.

Das wieder gefallene Zinsniveau für Investitions- und Kontokorrentkredite werden unsere Kalkulationen etwas entlasten bzw. unser Finanzergebnis verbessern.

Nachdem die Haberfellner Mühle GmbH in allen Geschäftsfeldern, der Belieferung von gewerblichen Bäckereien, der Backwaren-Industrie und des Lebensmittelhandels sowie auch im Mehlexport stark verankert ist, sehen wir unser Unternehmen weiterhin sehr gut in der Mühlenbranche positioniert.

Laufende Investitionen in die Prozessoptimierung, sowie schlanke Ablauf- und Personalstrukturen sorgen für eine hohe Produktivität unseres Unternehmens. Im Unternehmen wurde ein Change-Management-Prozess begonnen, um die Führungsstrukturen unseres Unternehmens zu verjüngen bzw. neu auszurichten.

Durch die konstante Qualität unserer sehr hochwertigen Mahlerzeugnisse sowie einer umfassenden Kundenbetreuung können wir stetig neue Kunden im In- und Ausland gewinnen.

Neben unserem Hauptgeschäftsfeld „Mehl & Mühle“ werden gewinnbringende Erträge aus der Vermietung & Pachtung von zugekauften Liegenschaften erzielt.

Wir rechnen aber weiterhin mit einer sehr angespannten und kaufmännisch herausfordernden Geschäftslage!

3) Risikobericht

Infolge der aktuellen Geschäftslage und einer soliden finanziellen Ausstattung unseres Unternehmens sind weder allgemeine Unternehmensrisiken noch größere Ausfallsrisiken gegeben.

Bei gleichbleibender Marktsituation und Geschäftstreue unserer Kunden rechnen wir mit einer zufriedenstellenden Ertragslage im laufenden Geschäftsjahr 2025.

Die Ertragslage unseres Unternehmens wird weiterhin von einer hohen Volatilität der Rohstoffmärkte und einer ausreichenden Verfügbarkeit der Rohstoffe zu den jeweiligen Verkaufsabschlüssen geprägt sein. Preissteigerungen bei unseren Hauptrohstoffen Weizen, Roggen und Dinkel können leider nur zeitverzögert am Markt durchgesetzt werden. Preissenkungen hingegen werden von unseren Kunden unmittelbar eingefordert.

Unsere Rohstoffeinkaufspolitik bzw. unser Rohstoffmanagement werden auch weiterhin nicht - von spekulativen Erwartungshaltungen beeinflusst sein. Genaue, deckungsbeitragsorientierte Kalkulationen bilden die Basis unserer Verkaufsaktivitäten.

4) Forschung

Forschung und Entwicklung werden nur in geringem Ausmaß betrieben. Neue Produktionstechnologien, vorallem im Bereich zur Produktivitäts- und Qualitätssteigerung, stehen im Fokus unserer Investitionstätigkeiten.

5) Investitionen

Es gibt mehrere Investitionsprojekte, die zu einer weiteren Steigerung der Diversifikation und/oder Produktivitätssteigerung führen und zu einer Verbesserung der Ertragslage unseres Unternehmens beitragen werden.

Es sind diverse Investitionen in die weitere Produktivitätssteigerung sowie auch in Qualitätsverbesserungen unserer Prozesse in der Höhe von zirka TEUR 3.000 geplant. Zum einen ist ein Mitarbeiterparkplatz mit rund 60 PKW-Stellplätze in Planung, sowie eine Erweiterung unserer bestehenden Lagerhallen für abgepackte Mahlprodukte.

Abschließend möchten wir uns bei allen unseren Mitarbeiter:innen für ihre hohe Einsatzbereitschaft und Loyalität zu unserem Unternehmen herzlich bedanken.

Grjeskirchen, 24.09.2025

Ya

Geschäftsführer und Eigentümer

Anlage: erweiterter Lagebericht gem. 5221, Abs.3 UBG

Erweiterter Lagebericht 2024 gem. § 221 Abs.3 UBG

1. Geschäftsentwicklung und Wertetreiber

Im Geschäftsjahr 2024 konnte der Kundenstamm von 462 auf 476 Kunden erweitert werden. Trotz dieser leichten Ausweitung sank der durchschnittliche Umsatz pro Kunde von T€ 135,1 auf T€ 124,2.

Die Gesamtvermahlung in Osterreich stieg von 680 Tsd. Tonnen auf 694 Tsd. Tonnen. Damit konnte die Haberfellner Mühle ihren Marktanteil von 19,5 % auf 21,6 % weiter ausbauen.

Die maximale Produktionskapazität blieb mit 192.000 Tonnen konstant. Die Produktionsauslastung erhöhte sich von 64,9 % auf 72,4 %. Der Auftragsbestand war stabil („konstant“).

Eigene Produktentwicklungen wurden im Jahr 2024, wie bereits im Vorjahr, nicht durchgeführt.

2. Umwelt- und Nachhaltigkeitsmaßnahmen

Der Wasserverbrauch erhöhte sich von 5.500 m3 auf 5.848 m3. Der spezifische Wasserverbrauch je 1.000 kg Vermahlung konnte dennoch von 45,6 l auf 43,6 I gesenkt werden.

Der Dieselverbrauch stieg leicht von 376.934 I auf 406.356 l, bei nahezu unverändertem spezifischen Verbrauch pro 100 km.

Der Stromverbrauch erhöhte sich von 9.495 MWh auf 10.173 MWh. Gleichzeitig sank der spezifische Verbrauch je Tonne Vermahlung von 77,1 kWh auf 73,1 kWh.

Ein wesentlicher Fortschritt wurde durch die Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage erzielt, die 2024 erstmals 322 MWh Strom lieferte. Damit betrug der Anteil erneuerbarer PV-Energie am Gesamtstromverbrauch 3,2 %. Abfallaufkommen wurde, wie im Vorjahr, nicht verzeichnet.

3. Personal- und Sozialbereich

Die Zahl der Mitarbeiter:innen erhöhte sich von 46 auf 49.

Der Anteil männlicher Beschäftigter stieg leicht von 29 auf 30, jener weiblicher von 17 auf 19. Divers wurde weiterhin nicht ausgewiesen.

Die Qualifikationsstruktur blieb im Wesentlichen stabil: 2 Akademiker:innen, 10 Mitarbeiter:innen mit Meisterprüfung, 5 mit Gesellenprüfung, 2 Lehrlinge sowie 30 angelernte Mitarbeiter:innen (2023: 27).

Der Personalaufwand erhöhte sich von T€ 2.691 auf T€ 3.120. Damit stieg der Anteil der

Personalkosten am Umsatz von 4,3 % auf 5,3 %.

Mitarbeiterbeteiligungs- oder Gewinnbeteiligungsmodelle bestanden auch 2024 nicht.

Haberfellner Mühle GmbH Leopold-Haberfeliner-Platz 1 A-4710 Grieskirchen T: (+43) 07248/ 62683 -0 F: (+43) 07248 / 62683 - 50

Diverse Weiterbildungsmaßnahmen wurden, wie im Vorjahr, durchgeführt. Diese umfassen vorallem die Ausbildung unserer Teamleiter zu Führungskräften, sowie fördern wir die Ausbildung unserer Müllergesellen zu Müllermeistern. Ebenso finden laufende Schulungen unserer Hilfskräfte zu angelernten Mitartbeitern statt, um diese für entsprechende höher qualifizierte Tätigkeiten auszubilden.

4. Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet die Gesellschaft eine stabile Entwicklung mit weiterem Fokus auf Effizienzsteigerungen, insbesondere durch die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien und kontinuierliche Investitionen in die Mitarbeiterqualifizierung.

Grięskirchen, 24.09.2025

Markus Haberfellner, GF

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