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der
Fernwärme St. Pölten GmbH
Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses Die Fernwärme ist eine ökologische und saubere Lösung zur Beheizung von Gebäuden und zur Bereitung von Warmwasser. Mit dem bestehenden Fernwärmenetz werden der dicht besiedelte Stadtkern und größere Verwaltungs- und Betriebsstätten versorgt.
Durch Verdichtung des bestehenden Netzes und selektiver Erweiterung konnte im Wirtschaftsjahr 2025 die Anzahl der Hausanschlüsse im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden (2024: 1.126; 2025: 1.133).
Witterungsbedingt sind die Heizgradtage für das Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. (Statistik Heizgradtage 2023: 2.775; 2024: 2.623; 2025: 3.022)
Vergleich Durchschnitt Temperatur
| 30,00 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 25,00 | |||||
| 20,00 | |||||
| 15,00 | |||||
| 10,10 | |||||
| 7.61 10,00 | |||||
| per 3,06 5,00 1,00 | |||||
| 6,99 | |||||
| 0,00 | |||||
| 2 | 3 | 4 | 10 | 11 | 12 |
| Temp.-mittel 2023 | Temp.-mittel 2025 | ||||
Beim Wärmeverkauf ergibt dies eine bedeutende Steigerung in Höhe von 17.914 MWh.
| 2023 | 2024 | 2025 | |
|---|---|---|---|
| Wärmeverkauf in MWh | 204.962 | 200.674 | 218.588 |
| Wärmeabgabe ab Werk | |||
| (ohne Abwärme aus Dürnrohr) in MWh | 114.530 | 148.173 | 102.565 |
Die Erzeugung von Fernkälte ist seit 2013 ein weiteres Standbein für die Fernwärme St. Pölten GmbH.
| 2023 | 2024 | 2025 | |
|---|---|---|---|
| Kälteverkauf in MWh | 7.987 | 9.109 | 5.892 |
| Verbrauch an CO2 Zertifikaten | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Verbrauch CO2 in t | |||
| in den Fernheizkraftwerken Nord und Süd | 20.277 | 27.080 | 18.887 |
| Erdgasverbrauch in MWh | 113.886 | 151.852 | 103.109 |
Durch die geringere Zuteilung an gratis CO2 Zertifikaten in der Zuteilungsperiode 2021 bis 2025 stellt der Zukauf an Zertifikaten eine zusätzliche Belastung dar.
Sachinvestitionen
2025 wurden Investitionen in Höhe von: € 4,000 Mio. (2024: € 2,721 Mio.) getätigt. Im Wesentlichen betrafen diese Investitionen das Rohrnetz sowie Investitionen in den Fernheizkraftwerken.
Finanzinvestitionen
Es wurden 2025 Finanzinvestitionen in Höhe von € 19,305 Mio. getätigt. Diese betreffen die Beteiligung und Ausleihungen an der Bioenergie St. Pölten GmbH.
Für die Beteiligung an der Bioenergie St. Pölten GmbH wurden € 4,305 Mio. aus Eigenmitteln bereitgestellt.
Finanzierungsmaßnahmen
Die budgetierten und genehmigten Sachinvestitionen für 2025 wurden mit Eigenmitteln aus dem laufenden Cashflow finanziert. Der Betriebsmittelkredit steht weiterhin in voller Höhe (€ 3 Mio.) zur Verfügung.
Als Ausleihung für die Beteiligung an der Bioenergie St. Pölten GmbH wurden Kredite über € 15 Mio. aufgenommen (Rückzahlung bis 2046).
Analyse und Erläuterung von finanziellen Leistungsindikatoren
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse sind leicht gestiegen und weiterhin stabil. Dies ist trotz fallender Energiepreise im GJ 2025 und der damit einhergehenden Anpassung der Kundenwärmepreise der Fernwärme St. Pölten GmbH auf den erhöhten Wärmeabsatz zurückzuführen. Durch den Anschluss weiterer Neubauten konnte der Gesamtanschlusswert für den Grundpreis, trotz thermischer Sanierungen, gesteigert werden.
2025: 38.360 TEUR (2024: 36.967 TEUR)
Ergebnis vor Steuern
Trotz Senkung der Kundenwärmepreise gemäß Preisblatt, welche aufgrund der leicht gefallenen Primärenergiepreise durchgeführt wurde, konnte im Geschäftsjahr 2025 wieder ein positives Ergebnis erzielt werden.
2025: 7.062 TEUR (2024: 6.457 TEUR)
Liquidität*
Die Veränderung der Liquidität ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Wärmeabsatzpreise zum 01.01. und 01.07. geringfügig gesenkt wurden, die Primärenergiebeschaffungskosten bis zum GJ-Ende hin aber weiter leichtgefallen sind.
2025: 11.130 TEUR (2024: 9.222 TEUR)
*Liquidität = Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
Eigenkapitalquote**
Die Eigenkapitalquote veränderte sich im Jahr 2025 um 11,04 Prozentpunkte.
2025: 48,31 % (2024: 58,70%)
**Eigenkapitalquote = Eigenkapital/Bilanzsumme
| Fiktive Schuldentilgungsdauer § 24 URG | 2025: 3,3 Jahre 2024: 1,7 Jahre | |
|---|---|---|
| Eigenkapitalrentabilität | ||
| 2025 | 2024 | |
| Ergebnis vor Steuern | 7.062.081,69 | 6.456.781,92 |
| EK It. Bilanz | 39.967.584,75 | 36.497.460,93 |
| 17,67% | 17,69% | |
| Gesamtrentabilität | ||
| 2025 | 2024 | |
| Ergebnis vor Steuern | 7.062.081,69 | 6.456.781,92 |
| GK It. Bilanz | 90.756.545,60 | 70.371.077,28 |
| 7,78% | 9,17% |
Geldflussrechnung
Geldflussrechnung 2025 (nach KSW/BW 2)
| 1. Ergebnis vor Steuern | 7.062.081,69 |
|---|---|
| 2. Abschreibungen/Zuschreibungen auf Vermögensgegenstände des | |
| Bereichs Investitionstätigkeit | 4.572.693,92 |
| 3. Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des | |
| Bereichs Investitionstätigkeit | 1.885,67 |
| 4. Beteiligungserträge, Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen | |
| des Finanzanlagevermögens sowie sonstige Zinsen und ähnliche | |
| Erträge/Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 213.794,18 |
| 5. Netto-Geldfluss aus dem betrieblichen Ergebnis | 11.850.455,46 |
| 6. Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und | |
| Leistungen sowie anderer Aktiva | 241.730,32 |
| 7. Zunahme/Abnahme von Rückstellungen | -787.171,11 |
| 8. Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und | |
| Leistungen sowie anderer Passiva | 4.574.351,74 |
| 9. Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit vor Steuern | 15.879.366,41 |
| 10. Zahlungen für Ertragsteuern | -2.441.533,00 |
| 11. Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit | 13.437.833,41 |
| 12. Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) | 4.833,33 |
| 13. Auszahlungen aus Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen) | -3.992.679,64 |
| 14. Auszahlungen für Finanzanlagenzugang und sonstige Finanzinvestitionen | -19.305.145,49 |
| 15. Investitionszuschüsse | -172.261,00 |
| 16. Einzahlungen aus Beteiligungs-, Zinsen- und Wertpapiererträgen | 222.000,12 |
| 17. Netto-Geldfluss aus der Investitionstätiqkeit | -23.243.252,68 |
| 18. Einzahlungen/Auszahlungen für die Aufnahme/Tilgung | |
| von Finanzkrediten | 14.150.000,00 |
| 19. Ausbezahlte Ausschüttungen | -2.000.000,00 |
| 20. Auszahlungen für Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -435.794,30 |
| 21. Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | 11.714.205,70 |
| 22. zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel | 1.908.786,43 |
| 23. Zahlungsmittel am Beginn der Periode | 9.221.633,43 |
| 24. Zahlungsmittel am Ende der Periode | 11.130.419,86 |
| Kontrolle: - liquide Mittel It. Bilanz | -11.130.419,86 |
| Differenz | 0,00 |
Bericht über die Zweigniederlassungen
Zweigniederlassungen sind nicht vorhanden.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres
Wir verweisen auf die Erläuterungen unter „Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens.
Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens
Risiken
Die gesetzlichen und energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen nehmen wesentlichen Einfluss auf die Wärmenachfrage und somit auf die Geschäftsentwicklung der Fernwärme St. Pölten GmbH. Aufgrund der immer geringer werdenden Gratiszuteilung an CO2 Zertifikaten der Zuteilungsperiode 2021 bis 2025, mussten für den Verbrauch 2025, CO2 Zertifikaten im Umfang von 13.766 t zugekauft werden. Die Preise pro t/CO2 sind im WJ 2025 unter den erwarteten Steigungsraten geblieben. Dennoch muss weiterhin von einer volatilen Situation an den Märkten ausgegangen werden.
Das Preisrisiko für Bezugspreise von Primärenergie ist zwar durch langfristige Verträge abgesichert, aber auch bei diesen Verträgen sind die Preissteigerung durch die Indizierungen ein großer Einflussfaktor.
Beim Absatz von Wärme wirkt sich immer stärker der Klimawandel aus und es wird dadurch die tendenzielle Beeinflussung der Witterungsabhängigkeit in Richtung Erwärmung gegeben sein. In weiterer Folge ist zu bedenken, dass Energiesparmaßnahmen wie Dämmung der Gebäude, effiziente Regelungen der Heizungsanlage im Gebäude und dgl. den Wärmeverkauf ebenfalls reduzieren. Diesem Risiko wird durch Netzoptimierung und durch verstärkte Vertriebsmaßnahmen im Einzugsbereich des Fernwärmenetzes entgegengewirkt.
Durch die rege Bautätigkeit im Bereich Wohnbau in St. Pölten konnte die Fernwärme St. Pölten im WJ 2025 einige neue Kunden (Wohnhausanlagen) gewinnen. In den nächsten Jahren kann mit weiteren neuen Hausanschlüssen im Bereich Wohnbau gerechnet werden, wobei alternative Energieformen (z.B. Wärmepumpe) eine starke Konkurrenz darstellen.
Im Bereich Kälteversorgung ist die Belieferung des Uniklinikum St. Pölten Neubaus (Haus D) gesichert und schon in Betrieb.
Die Auswirkungen der aktuellen Verwerfungen am Energiemarkt auf den Geschäftsverlauf im Jahr 2026 sind derzeit nur schwer einschätzbar. Es wird aber davon ausgegangen, dass keine wesentlichen Umsatzrückgänge im Wirtschaftsjahr 2026 zu erwarten sind. Die sich verändernden Energiepreise beeinflussen auch unseren Wärmeverkaufspreis aufgrund der Indizierungsklausel.
Entwicklung
Durch die Einbindung einer neuen Biomasse KWK Anlage in das Fernwärmenetz im laufenden Jahr 2026, sowie die Anpassung der Fahrweise in Zusammenhang mit der Wärmeübernahme aus Dürnrohr kann der Gaseinsatz in Zukunft weiter reduziert werden.
Verschiedene geplante bzw. laufende Projekte hinsichtlich Fernwärmenetzausbau sollen den Wärmeabsatz auch in den nächsten Wirtschaftsjahren sichern.
Vor dem Hintergrund der aktuellen energiepolitischen Maßnahmen rechnet die Geschäftsleitung mittel- und langfristig weiterhin mit einer guten Entwicklung der Absatzzahlen.
Finanzinstrumente
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.
Bericht über die Forschung und Entwicklung
Im Bereich Forschung und Entwicklung wurde nicht investiert.
St. Pölten, am 20.05.2026
Geschäftsführer der Fernwärme St. Pölten GmbH
Dipl.-Ing. Franz Gruber, MBA
Dipl. Wirtsch. Ing. (FH) Anton Waxenegger