Inhaltsverzeichnis
BUHLMANN Austria GmbH
Mürzzuschlag
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2025 bis zum 31.12.2025
I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens
BUHLMANN Austria GmbH wurde am 28.11.2007 auf Grund des Gesellschaftsvertrags vom 23.10.2007 im Firmenbuch eingetragen und steht im Eigentum der Buhlmann International GmbH, Arberger Hafendamm 1, 28309 Bremen Deutschland. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist die Handelstätigkeit im Bereich von hochwertigen Stahlwaren.
2. Forschung und Entwicklung
Die Gesellschaft ist im Bereich Forschung und Entwicklung nicht tätig.
II. Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Geschäftsjahr 2025 verlief die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Osterreich verhalten. In der zweiten Jahreshälfte war eine allmähliche Erholung zu beobachten. Das österreichische Institut für Wirtschaftsforschung berichtet für 2025 ein reales Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von rund 0,5% (Vorjahr -0,7%) sowie einen durchschnittlichen Verbraucherpreisanstieg von 3,5% (Vorjahr 2,9%). Für 2026 wird eine Verstetigung der Erholung mit einem realen BIP-Zuwachs von etwa 1,2 Prozent und einem Rückgang der Inflation auf rund 2,6 Prozent erwartet. Die Export- und Industriekonjunktur belebt sich, bleibt jedoch anfällig für Rückschläge. Im Euroraum setzt sich ein moderater, Aufwärtstrend fort, begünstigt durch rückläufige Inflation und niedrigere Zinsen. Gleichzeitig belasten die Zollpolitik der USA und der zunehmende Wettbewerb mit China die Exportperspektiven. Auf globaler Ebene zeigt sich eine robuste Entwicklung, wobei geopolitische Spannungen, protektionistische Maßnahmen und die globalen Lieferketten weiterhin als Risikofaktoren einzustufen sind.1}34*° Der Ausbruch des Irankrieges im Februar 2026 hat globale Auswirkungen auf die Wertschöpfungsketten, Rohstoffpreise, Absatzmärkte und globalpolitische Beziehungen. Inwieweit die aktuellen Entwicklungen Auswirkungen auf BUHLMANN Austria GmbH haben werden, ist aktuell nur schwer abschätzbar. Ob die Einschätzung der zukünftigen gesamtwirtschaftlichen Indikatoren noch plausibel sind bleibt vor diesem Hintergrund abzuwarten.
Die Branche für Stahlrohre und Stahlwaren war im Jahr 2025 weiterhin durch eine eingeschränkte Nachfrage und eine ausgeprägte Preissensitivität gekennzeichnet. In der europäischen Industrie verstärkten regulatorische Anforderungen und der Dekarbonisierungsdruck die Zurückhaltung bei Investitionsentscheidungen. Die Preisentwicklung zeigte sich über weite Strecken stabil bis leicht rückläufig, wobei sich im Jahresverlauf eine heterogene Entwicklung zwischen nahtlosen und geschweißten Rohrsegmenten abzeichnete. Die Nachfrage im Kernmarkt blieb verhalten und war weiterhin von Unsicherheiten hinsichtlich der internationalen Handelspolitik und der Energiepreisentwicklung beeinflusst.1
2. Geschäftsverlauf
Der Geschäftsverlauf der BUHLMANN Austria GmbH war im Jahr 2025 erneut von der Preisentwicklung geprägt. Während der Umsatz um 16,7% gestiegen ist, stieg die Tonnage im Jahr 2025 um 35%. Die Gesellschaft profitierte von strategischen, langfristig ausgerichteten Lieferantenbeziehungen und dem Zugriff auf die Lagerbestände der BUHLMANN Gruppe, sodass Lieferfähigkeit und Termintreue sichergestellt werden konnten. Der Auftragsbestand wurde, dank neuer Kundenverbindungen und neuen Projekten, im Vergleich zum Vorjahr um 28% gesteigert.
Finanzierungsmöglichkeiten der Kunden zeigten sich trotz gestiegener Zinsen überwiegend belastbar. Absicherungen von Aufträgen erfolgten im Rahmen der internen Richtlinien und wurden im gewohnten Umfang umgesetzt. Relevante Zahlungsausfälle traten nicht auf.
Der BUHLMANN Gruppe ist es insbesondere durch den umfangreichen Lagerbestand sowie strategische Beziehungen zu Lieferanten gelungen, die Nachfrage der Kunden jederzeit zu decken und die Lieferfähigkeit zu gewährleisten.
Mit der Umsatzsteigerung im Jahr 2025 konnte auch das Budget für den Umsatz um 36,2% übertroffen werden. Der gestiegene Umsatz ging teilweise zu Lasten der Marge. Diese sank im Geschäftsjahr auf 14,5% (Vorjahr 15,6%). Das budgetierte Ergebnis vor Steuern für das Geschäftsjahr 2025 konnte, durch das deutliche Ubertreffen des geplanten Umsatzes und trotz der geringeren Marge und gestiegener Vertriebs- und Verwaltungskosten +28,4%, um 61,1% übertroffen werden.
3. Lage
a. Ertragslage
Die Umsatzerlöse stiegen im Jahr 2025 um TEUR 4.483 auf TEUR 31.293. Die Materialaufwandsquote stieg von 84,4% im Jahr 2024 auf 85,5%. Die operativen Aufwandspositionen stiegen um TEUR 410, der Zinssaldo sank um TEUR 72 und die sonstigen betrieblichen Erträge sanken um TEUR 9. Das Ergebnis vor Steuern
sank gegenüber dem Vorjahr aufgrund der geringeren Marge und höherer Vertriebs- und Verwaltungskosten von TEUR 1.728 auf TEUR 1.496.
Weiterhin hat sich BUHLMANN Austria GmbH auf strategische, langfristige Lieferantenbeziehungen fokussiert und Zugriff auf die Lagerbestände der BUHLMANN Gruppe gehabt, so dass im gesamten Geschäftsjahr variabel auf Bedarfe und Markgegebenheiten reagiert werden konnte.
Die Steueraufwendungen sanken im Jahr 2025 um TEUR -78. Der Jahresüberschuss ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR -154 auf TEUR 1.172 gesunken
b. Finanzlage
Das Stammkapital betrug zum 31. Dezember 2025 TEUR 533. Das Eigenkapital stieg zum selben Stichtag um TEUR 172 auf TEUR 2.924. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 32,5% (Vorjahr 37,4%).
Finanzierungsverpflichtungen bestanden zum 31. Dezember 2025 nicht. Die liquiden Mittel stiegen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 407 auf TEUR 964. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bis Laufzeitende sanken auf TEUR 238 und umfassen vorwiegend Miet- und Leasingverträge.
Die Finanzlage ist unverändert solide, die Absicherung der operativen
Zahlungsströme ist gewährleistet.
c. Vermögenslage
Die Warenvorräte in Projektlagerorten reduzierten sich im Jahr 2025 um TEUR 308 auf TEUR 4.270.
Im Zuge des gestiegenen Geschäftsvolumens stiegen ebenfalls die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten auf TEUR 3.045 (Vorjahr TEUR 959), gegenüber verbundenen Unternehmen sanken diese auf TEUR 16. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten erhöhten sich auf TEUR 3.851 (Vorjahr TEUR 2.731).
Im laufenden Geschäftsjahr wurden Investitionen von TEUR 16 (Vorjahr TEUR 20) getätigt, davon TEUR 10 in Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie TEUR 6 in Mietereinbauten.
4. Finanzielle Leistungsindikatoren
Die Gesellschaft steuert ihre Leistung primär über die Bruttomarge und die Umsatzrendite.
Die Bruttomarge lag 2025 bei 14,5% (Vorjahr 15,6%), diese berechnet sich aus dem Umsatz abzüglich des Wareneinsatzes.
Die Umsatzrendite, ermittelt aus dem Verhältnis des EBITDA zu den Umsatzerlösen. Sie lag 2025 bei 4,8% (Vorjahr 6,2%) und sank damit gegenüber dem Jahr 2024.
Beide Kennzahlen unterstreichen die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der BUHLMANN Austria GmbH im Kontext des Marktumfelds.
5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
BUHLMANN Austria GmbH wird neben den finanziellen Kennzahlen maßgeblich durch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren gesteuert. Diese betreffen im Wesentlichen die Beziehungen zu unseren Kunden sowie zu unseren Mitarbeitern. Damit BUHLMANN seinen Mitarbeitern attraktive Arbeitsbedingungen und Perspektiven in einer international ausgerichteten Unternehmensgruppe bieten und als verantwortungsvoller Arbeitgeber dauerhaft kompetente und engagierte Mitarbeiter an sich binden kann, bauen wir unser Beurteilungs- und Feedbacksystem beständig weiter aus, um so unsere Personalstrategie besser auf die Bedürfnisse unserer Mitarbeiter abzustimmen.
Im Jahr 2025 wurden weitere, Mitarbeiter unterstützende Maßnahmen ergriffen, die das Management aus Mitarbeiterumfragen als besonders wertvoll identifiziert hat.
Zusätzlich hat BUHLMANN sich hinsichtlich Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz in einer internen Richtlinie dazu verpflichtet, umfassende Vorsorge für eine sichere Arbeitsumgebung zu treffen und die Mitarbeiter in die Lage zu versetzen, Risiken und Unfälle zu vermeiden
Um wichtige Erkenntnisse über die Kundenzufriedenheit sowie der Kundentreue zu gewinnen und zu dokumentieren, nutzen wir ein umfassendes CRM-Tool und weiten dieses stetig aus. Zudem erhoffen wir uns dadurch mehr über die Kundenstruktur und -bedürfnisse zu erfahren und resultierend daraus den Kundennutzen sowie unserer Produkt- und Serviceangebot nachhaltig zu verbessern.
III.
Prognosebericht
Die globale Konjunktur zeigte im Jahresverlauf 2025 trotz anhaltender Unsicherheiten eine robuste Grundtendenz, wobei sich die Dynamik regional unterschiedlich entwickelte und Risiken aus geopolitischen Spannungen, protektionistischen Maßnahmen sowie den internationalen Lieferketten fortbestanden. Für das Jahr 2026 wird insgesamt mit einer moderaten Verbesserung der wirtschaftlichen Lage gerechnet.
In Osterreich wird nach einem verhaltenen Jahr 2025 eine allmähliche Verstetigung der Konjunkturerholung erwartet. Das reale Bruttoinlandsprodukt dürfte im Jahr 2026 mit rund 1,2% (Vorjahr 0,5%) zulegen. Der Inflationsdruck lässt voraussichtlich nach, wobei für das Jahr 2026 ein Rückgang der Teuerung in
Richtung 2,6% prognostiziert wird (Vorjahr 3,5%). Der Arbeitsmarkt sollte sich bei moderater Beschäftigungsausweitung stabilisieren, wenngleich die Realeinkommensentwicklung weiterhin nur begrenzte Impulse für den privaten Konsum zulässt. Die Export- und Industriekonjunktur könnte von einer schrittweisen Erholung im internationalen Umfeld profitieren, bleibt jedoch anfällig für Rückschläge aus der Handelspolitik sowie dem zunehmenden Wettbewerb mit China und geopolitischen Entwicklungen. In diesem Umfeld ist bei den Investitionstätigkeiten der Unternehmen eine vorsichtig positive Tendenz zu erwarten, die durch verbesserte Finanzierungs-bedingungen und eine allmähliche Aufhellung der Unternehmensstimmung gestützt wird. Die in Osterreich beobachteten Entlastungseffekte über sinkende Energiepreisbelastungen und ein weniger restriktives Zinsumfeld wirken dämpfend auf die Kostenentwicklung und stützen die Planbarkeit. Diese Entwicklung ist jedoch abhängig von der weiteren globalen Preis- und Zinsentwicklung sowie von der Stabilität der Lieferketten.123
Im Euroraum setzt sich im Jahr 2026 voraussichtlich ein moderater, aufwärtsgerichteter Trend fort. Der Rückgang der Inflation und die zwischenzeitlich niedrigeren Zinsen begünstigen konjunkturelle Entwicklung. Gleichzeitig begrenzen strukturelle Faktoren die Dynamik. Der verschärfte internationale Wettbewerb, insbesondere durch China, und die Belastungen aus der US-Zollpolitik beeinträchtigen die Exportperspektiven europäischer Unternehmen. Im verarbeitenden Gewerbe ist im Zuge der globalen Normalisierung mit einer leichten Besserung zu rechnen, die jedoch aufgrund schwächerer Auslandsnachfrage und struktureller Anpassungen voraussichtlich nicht in eine kräftige Ausweitung übergeht. Die Konsolidierungsnotwendigkeiten in den öffentlichen Haushalten sprechen für eine insgesamt neutrale bis leicht restriktive Fiskalpolitik. Vor diesem Hintergrund ist mit einem realen BIP-Anstieg im Euroraum zu rechnen, dessen Größenordnung sich nach derzeitigem Kenntnisstand moderat darstellt.1$
Weltweit wird im Jahr 2026 ein verhalten positiver Verlauf erwartet. Die OECD geht in ihrer jüngsten Projektion davon aus, dass sich das globale Wachstum nach 2025 nicht weiter beschleunigt, jedoch in einem stabilen Korridor verbleibt. Die USA profitieren voraussichtlich von einer weiterhin soliden Binnenkonjunktur, während in China die Industrieproduktion und die Exporttätigkeit zur Stabilisierung beitragen, der Immobiliensektor jedoch eine anhaltende Dämpfung darstellt. Die Wirkung der US-Zollpolitik auf die Weltwirtschaft zeigte sich bislang begrenzt, dürfte sich aus Sicht der Prognostiker jedoch zeitverzögert materialisieren. Vor diesem Hintergrund bleiben die Risiken für den Welthandel erhöht, auch wenn die weltweite Industrieproduktion und der Warenhandel in Summe leicht aufwärtsgerichtet sind. FürdenStahlund Investitionsgüterbereich ergeben sich daraus insgesamt bessere, aber sensible Rahmenbedingungen, bei denen ein abrupter Wechsel in der Handelspolitik oder
eine Verschärfung geopolitischer Konflikte die Dynamik rasch beeinträchtigen kann. 19
BUHLMANN Austria GmbH rechnet in diesem Umfeld im Jahr 2026 mit einer allmählich steigenden Nachfrage. Die Materialpreise werden vermutlich im Jahresverlauf insgesamt tendenziell leicht rückläufig bleiben oder sich auf einem niedrigeren Niveau stabilisieren, was in einzelnen Segmenten zu einer Stabilisierung, in anderen zu selektiven Preiszugeständnissen führen kann. Die Lieferfähigkeit bleibt durch den Zugriff auf die Lagerbestände der Gruppe und die etablierten Lieferantenbeziehungen gesichert, sodass kurzfristige Nachfragespitzen bedient und Projektabrufe termingerecht erfüllt werden können. Strategisch wird die Gesellschaft die Ansprache zusätzlicher Branchen ausweiten, um sektorale Schwächen auszugleichen und die Diversifikation der Erlösbasis zu erhöhen. Annahmen zur operativen Entwicklung werden in der Kennzahlenübersicht gesondert ausgewiesen und gegenüber veröffentlichten Ist-Werten abgegrenzt.
Im Jahr 2025 wurde das Geschäft mit Rohrherstellern weiter ausgebaut (+8,4%) sodass diese Branche einen Umsatzanteil von 21,9% (Vorjahr 23,6%) am Gesamtumsatz hat. Die größte Umsatzsteigerung konnte BUHLMANN Austria GmbH mit dem Maschinenbau erzielen. Mit einem Zuwachs von TEUR 1.652 (+78,9%) wurde der Umsatzanteil dieser Branche auf 11,9% erhöht. Weitere relevante Branchen sind der Anlagenbau, Wärmetauscher, Wartung und Instandhaltung und Projektierer. Zusammen stehen die genannten Branchen für 81,0% des Gesamtumsatzes im Jahr 2025.
Aufgrund der vorgenannten Erwartungen rechnen wir mit einer steigenden Bruttomarge (2025: 14,5%) von ca. 16,0%. Auch Aufgrund steigender Personalund Vertriebskosten planen wir die Umsatzrendite (2025: 4,8%) mit etwa 4,3%. Diese Planung geht von den genannten Marktbedingungen aus, inwieweit BUHLMANN Austria GmbH von negativen oder positiven Auswirkungen auf die Weltwirtschaft beeinflusst sein wird, lässt sich zum derzeitigen Zeitpunkt nicht beziffern.
Die Risiken für die Prognose liegen im Wesentlichen in einer erneuten Eintrübung der internationalen Konjunktur, einer Verschärfung protektionistischer Maßnahmen sowie in einer anhaltenden Schwäche zentraler Abnehmerindustrien im Euroraum. Chancen ergeben sich aus einer möglichen rascheren Normalisierung der Investitionsneigung in der Industrie, einer weiteren Entspannung auf der Kostenseite sowie einer Stärkung der Exportnachfrage bei Stabilisierung des globalen Umfelds. Unter Berücksichtigung der genannten Einflussfaktoren wird für das Jahr 2026 insgesamt mit einer moderaten Verbesserung des Marktumfelds gerechnet. 1235
Strategisch ist geplant zusätzliche Branchen verstärkt zu adressieren, um sektorale Schwächen auszugleichen. Die Lieferfähigkeit durch Lagerzugriff und enge Lieferantenbeziehungen bleibt gesichert.
IV. Chancen- und Risikobericht
1. Risikobericht
Bestandsgefährdende Risiken werden nicht erwartet. Gleichwohl kann es infolge der uneinheitlichen sowie schwer vorhersehbaren Wirtschaftsentwicklung zu angespannten Situationen bei Kunden und Lieferanten kommen.
Die internen Risikoprozesse werden stringent angewendet. Zahlungsziele sowohl bei Forderungen als auch bei Verbindlichkeiten werden konsequent überwacht. Ein gruppenweites, risikokonformes Versicherungsprogramm deckt relevante Risiken ab und wird regelmäßig überprüft. Zusatzversicherungen zur Warenkreditversicherung sowie alternative Absicherungsformen wie Akkreditive und Vorauskassen kommen situativ zum Einsatz.
Gruppenweite Risiken, die sich aus Handelsbeschränkungen wie Antidumping- /Antisubventionszölle, Exportbeschränkungen, besonderen Uberwachungsmaßnahmen, Embargomaßnahmen, weitreichenden Wirtschaftssanktionen gegen bestimmte Länder, Personen, Unternehmen und Organisationen sowie aus anderen protektionistisch oder politisch motivierten Hemmnissen könnten auch Auswirkungen auf BUHLMANN Austria GmbH haben und nicht nur unsere Geschäftsaktivitäten in einzelnen nationalen Märkten beeinträchtigen, sondern bei Verstößen zu teilweise erheblichen Strafen, Sanktionen sowie Reputationsschäden und Schadensersatzansprüchen führen. Wir achten deshalb konsequent darauf, die zoll- und exportkontrollrechtlichen Bestimmungen wie auch die sonstigen Handelsbeschränkungen wie unter anderem das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz einzuhalten. Dafür investieren wir fortlaufend in neue Technologien, um somit den stetig steigenden Anforderungen gerecht werden zu können.
Risiken aus Zinsänderungen bestehen nicht.
Währungsrisiken werden durch Hedging adressiert. Im Jahr 2025 hat BUHLMANN Osterreich keine Fremdwährungsgeschäfte getätigt. Grundsätzlich ist dieses Vorgehen jedoch in den gruppenweiten Richtlinien vorgesehen.
Besonderen Ausfallrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen sehen wir uns nicht ausgesetzt, desgleichen auch nicht besonderen Preisänderungsrisiken, die nicht im Markt weitergegeben werden könnten.
Um Betrug und Korruptionsrisiken zu minimieren hat die BUHLMANN Gruppe weltweit umfangreiche interne Prozesse und Kontrollen entwickelt, deren Einhaltung sowohl durchinternen als auch externe Auditoren überprüft wird.
2. Chancenbericht
Chancen liegen in der Ausweitung der Position als verlässlicher Systemanbieter für Rohrhersteller und Anlagenbauer sowie in der Erschließung weiterer
Branchen. Das Portfolio wird fortlaufend an Kundenbedarfe angepasst, einschließlich Ergänzungen jenseits von Stahlprodukten und erweitertem Rohrzubehör.
Der neue Markenauftritt der BUHLMANN Gruppe soll die Außenwirkung stärken und länderübergreifende Zusammenarbeit fördern.
BUHLMANN Austria GmbH ist sich der Verantwortung zur Nachhaltigkeit innerhalb der Lieferketten, auch mit Blick auf die neuen CSRD-Richtlinien der EU, bewusst. Die BUHLMANN Gruppe arbeitet aktuell an klaren, gruppenweiten Nachhaltigkeitszielen, die dann festgeschrieben, in die Unternehmensstrategie aufgenommen und regelmäßig überprüft werden können. Diese Ziele werden sich auf alle Teilbereiche der Nachhaltigkeit beziehen. Die betrachteten Nachhaltigkeitsaspekte sind Klimawandel, Verschmutzung, Wasser- und Meeresressourcen, Artenvielfalt und Okosysteme, Kreislaufwirtschaft, eigene Mitarbeiter, Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette, betroffene Gemeinschaften, Verbraucher und Endnutzer, Unternehmensführung und übergreifende Themen. Unser interner ist Fokus auf einen effizienten Energieverbrauch und eine geringen Abfallentstehung gerichtet. Als Handelsunternehmen, sind wir Teil von Lieferketten und haben nur indirekten Einfluss auf Produktionsrelevante Bereiche und die Endnutzung. Erste offizielle Veröffentlichungen zu Thema Nachhaltigkeit in der BUHLMANN Gruppe wurden bereits veröffentlicht. Die Berichterstattung wird kontinuierlich ausgebaut.
Dennoch werden wir uns Ziele setzen, die es uns ermöglicht auf Kunden und Lieferanten einen positiven Einfluss auszuüben. Unsere eigenen Prozesse werden auch im Hinblick auf die genannten Bereiche überprüft und laufend optimiert.
3. Gesamtaussage
Die Risikopolitik der BUHLMANN Gruppe ist integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie der BUHLMANN Austria GmbH und zielt auf Bestandssicherung und Wertsteigerung.
Vor dem Hintergrund der Markt- und Rahmenbedingungen wird mit einer stabilen Entwicklung gerechnet.
IV. Risikoberichterstattung zur Verwendung von Finanzinstrumenten Es werden keine Finanzinstrumente eingesetzt. V. Bericht über Zweigniederlassungen
Es bestehen keine Zweigniederlassungen.
Marrisching. 27. 04. 2026
Martin Tangl
-Oliver Buhlmann
Quellenangaben
1. Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO), „Konjunkturprognose 4/2025: Osterreichs Wirtschaft sieht Licht am Ende des Tunnels“, veröffentlicht Dezember 2025, deutsch. Abruf: Februar 2026. URL: https://www.wifo.ac.at/wpcontent/uploads/upload-6792/kp_2025_04.pdf 2. Oesterreichische Nationalbank (OeNB), „Stabilisierung der Konjunktur in herausforderndem Umfeld“, Presseinformation vom 19. Dezember 2025, deutsch. Abruf: Februar 2026. URL: https://www.oenb.at/Presse/Pressearchiv/2025/20251219.html 3. Bundesministerium für Finanzen (BMF), „Aktuelle Konjunktur in Osterreich“, Monatsbericht-Dashboard, veröffentlicht 26. Januar 2026, deutsch. Abruf: Februar 2026. URL: https://www.bmf.gv.at/services/startseite-budget/Monatliche- Berichterstattung/konjunktur_aut.html 4. Institut für Höhere Studien (IHS), „Winterprognose der österreichischen Wirtschaft 2025–2027 (Kurzversion, deutsch)“, veröffentlicht 18. Dezember 2025, Abruf: Februar 2026. URL: https://www.ihs.ac.at/fileadmin/public/2016_Files/Documents/2025/Winterprogno se/IHS_Konjunkturprognose_2025_12_Winter_KURZVERSION_DE.pdf 5. OECD, „Wirtschaftsausblick Ausgabe 2025/2 (deutsch)“, veröffentlicht Dezember 2025, Abruf: Februar 2026. URL: https://www.oecd.org/content/dam/oecd/en/topics/policy-sub-issues/economicoutlook/eo-dec-2025/EO118_de.pdf 6. Wirtschaftskammer Österreich (WKO), „Konjunkturprognosen und -statistiken Österreich“, aktualisiert Dezember 2025/Januar 2026, Abruf: Februar 2026. URL: https://www.wko.at/ooe/zahlen-daten-fakten/konjunkturprognosen-und-statistiken