Inhaltsverzeichnis
I. Grundlagen des Unternehmens
Geschäftsmodell
Die Swissport Cargo Services Austria GmbH („SCS AT“) wurde am 27.08.2007 gegründet.
Das Geschäftsmodell beinhaltet die Frachtabfertigung sowie Speditionsgeschäft. Die Gesellschaft ist am Standort Wien vertreten und bietet die Leistungen sowohl in der 2500 qm großen Lagerhalle am Flughafen mit Vorfeldzugang an als auch seit 2022 auf über 8000 qm in Fischamend. Die SCS AT ist außerdem am Flughafen Linz tätig, hier ist die Dienstleistung fremdvergeben.
Als Teil des international tätigen Swissport-Konzerns, einem weltweit tätigen Anbieter von Abfertigungsdienstleistungen im Luftfahrtsektor, profitiert SCS AT durch den Abschluss von Rahmenverträgen durch die Konzernmutter für europa- oder weltweite Frachtabfertigung.
Herr Dan Surie und Herr Dirk Goovaerts sind unverändert die alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer. Die lokale Leitung unterliegt ebenfalls unverändert Herrn Andreas Ottendorf.
Geschäftsverlauf
Die Umsatzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr betragen 19.358 TEUR (Vorjahr 16.994 TEUR), dies entspricht einer Steigerung gegenüber Vorjahr von 14%. Diese ist hauptsächlich auf die 8% höheren Tonnagen gegenüber Vorjahr zurückzuführen.
Das Ergebnis vor Steuern beträgt 517 TEUR (Vorjahr 67 TEUR). Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein Jahresüberschuss von 485 TEUR (Vorjahr 58 TEUR) ausgewiesen. Die Steigerung lag an dem höheren Tonnagevolumen und somit 14% höherem Umsatz. Die Personalkosten lagen im Verhältnis zum Umsatz auf Vorjahresniveau, während die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz um 2% reduziert werden konnten.
II. Lage der Gesellschaft
Vermögenslage
Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag -4.253 TEUR (Vorjahr -4.738 TEUR).
Die Bilanzsumme beträgt Mio. € 9,1 (Vorjahr: Mio. € 7,8). Die Sachanlagen von Mio. € 1,0 (Vorjahr: Mio. € 1,2) betreffen hauptsächlich technische Anlagen und Einbauten in den Lagerhallen. Das Anlagevermögen ist derzeit nicht durch Eigenkapital gedeckt. Die benötigte Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde im Wesentlichen entweder mittel- bis längerfristig geleast (operating lease) oder kurzfristig gemietet.
Die Forderungen betragen Mio. € 5,1 und sind gegenüber dem Vorjahr (Mio. € 3,4) gestiegen. Die hierin enthaltenen Forderungen beinhalten Mio. € 3,9 aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: Mio. € 2,8). Die Erhöhung ergibt sich aus der Umsatzsteigerung. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen liegen bei Mio. € 1,3 (Vorjahr: Mio. € 0,6), was sich in der veränderten Umlagestruktur, die zur Weiterbelastung von Personalkosten geführt hat, begründet.
Die Rückstellungen von Mio. € 4,1 (Vorjahr: Mio. € 3,4) betreffen im Wesentlichen Kundenrückvergütungen, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen der Servicedienstleister, Personalkosten, Versicherungsfälle, sowie Rückbaumaßnahmen.
Die Verbindlichkeiten liegen bei Mio. € 9,3 (Vorjahr: Mio. € 9,2). Die enthaltenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen bei Mio. € 1,2 gegenüber Vorjahr Mio. € 0,5. Dies begründet sich in den gestiegenen Aufwendungen für bezogene Leistungen, welche im Verhältnis zum gestiegenen Umsatz zu sehen sind. Die enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind von Mio. € 8,3 auf Mio. € 7,6 reduziert, da Verbindlichkeiten teilweise beglichen wurden.
Es wurden keine Geschäfte über derivative Finanzinstrumente abgeschlossen.
Ertragslage
Die Umsatzerlöse sind gegenüber 2024 um 14% gestiegen, von 16.994 TEUR auf 19.358 TEUR. Dies begründet sich in der Volumensteigerung von 8%, der Yield (Gesamtleistung im Verhältnis zur Tonnage) ist um 5% gestiegen. Der Materialaufwand ist mit 5.886 TEUR gegenüber 2024 um 16% gestiegen. Bezogen auf die Umsatzerlöse beträgt der Anteil der Materialaufwendungen 30,4% (Vorjahr: 29,7%). Hier hauptsächlich enthalten sind bezogene Leistungen für operative Abfertigungsleistungen, Fremdarbeiter, Lagerungskosten und Material. Die Personalaufwendungen mit 7.056 TEUR sind im Vergleich zum Vorjahr (6.118 TEUR) um 15% gestiegen, dies begründet sich in der Steigerung der Volumina.
Das Rohergebnis (Gesamtleistung minus Materialaufwand) ist um 1.634 TEUR auf 13.742 TEUR gestiegen. Die Rohertragsmarge (Rohergebnis durch Gesamtleistung) beträgt 70,0% (Vorjahr 70,6%). Der höhere Umsatz, in Kombination mit den im Verhältnis niedrigeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergab ein Ergebnis nach Zinsen und Steuern von 485 TEUR (Vorjahr 58 TEUR). Die betrieblichen Aufwendungen wurden hauptsächlich reduziert im Bereich von verursachten Schäden, Raum- und Lagerbezogenen Kosten, sowie Management Fee. Im Gegenzug griff die vertraglich vereinbarte Lizenzgebühr. Die Marge bezogen auf die Umsatzerlöse entspricht 2,5% (Vorjahr: 0%).
Finanzlage
Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten lag bei 1.486 TEUR (Vorjahr: 2.480 TEUR). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag bei - 977 TEUR. Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2025 mit 1.719 TEUR über den globalen Cash Pool mitfinanziert.
III. ___
Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft
Für das Geschäftsjahr 2026 wird mit einem Ergebnis von TEUR 444 gerechnet, generiert hauptsächlich aus höherem Umsatz durch höhere Tonnage. Nach den ersten acht Monaten des Geschäftsjahres ist die Erwartung aufgrund höherer Kosten reduziert worden, auch wenn in 2026 weiterhin Sparmaßnahmen im möglichen Umfang eingesetzt werden. Der Fokus liegt darauf, die eigenen Kostenstrukturen so schlank wie möglich zu halten, ohne dabei die Abfertigung und Qualität zu gefährden. Eine konsequente Disposition und Steuerung schließen allerdings nicht aus, dass die tatsächliche Entwicklung von der Planung abweicht.
IV.
Der Bereich Forschung und Entwicklung
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind im Geschäftsjahr nicht angefallen.
V. Risikoberichterstattung
Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ist die Gesellschaft einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Hierzu gehören insbesondere die konjunkturelle Entwicklung im relevanten Absatzmarkt und Preisänderungsrisiken sowie Zahlungsausfälle von Kunden.
Durch den Krieg im Nahen Osten und die daraus resultierenden Einschränkungen im Flugverkehr sowie die steigenden Kerosinpreise und die generelle Kerosinverfügbarkeit können sich Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung ergeben.
Die Gesellschaft ist in das monatliche Berichtswesen der Swissport-Gruppe eingebunden, was eine stetige Überwachung der Unternehmensrisiken gewährleistet. Gegenmaßnahmen zu möglichen unerwünschten Entwicklungen können deshalb rechtzeitig und gezielt eingeleitet werden. Ziel ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen, um sie zu vermeiden, zu vermindern oder zu akzeptieren.
Grundlage der Finanzierungsmaßnahmen ist eine Liquiditätsplanung, die monatlich aktualisiert wird. Zu tätigende Investitionen werden im Vorfeld während des Budgetprozesses identifiziert und genehmigt. Um die erforderliche Transparenz im Investitionsprozess zu schaffen, durchlaufen Investitionsvorhaben, in Abhängigkeit des Investitionsgegenstands und -umfangs, definierte Bewertungs- und Genehmigungsverfahren.
Der Umgang mit Risiken aus den verschiedenen Geschäftsprozessen wird durch das global eingesetzte interne Kontrollsystem (ICS) unterstützt. Gegenstand des ICS sind die Risikokontrollmatrizen mit den identifizierten Risiken und den jeweils durchzuführenden Kontrollen. Art und Häufigkeit der Kontrollen sind für jeden definierten Prozess und die jeweiligen Risiken festgelegt. Des Weiteren sind alle zugehörigen Prozesse beschrieben. Das Swissport
Sicherheitsmanagementsystem (SMS) hat die Arbeitssicherheit zum Ziel, hierzu gehören u.a, die Verfügbarkeit aller aktuellen Policies sowie die Durchführung von Risk Assessments.
Das globale Risiko- & Versicherungsmanagement des Mutterkonzerns deckt versicherbare Risiken ab, hier enthalten sind u.a. Property Damage and Business Interruption, Aviation General 3rd Party Liability, non-aviation excess general 3rd party liability, environmental practice liability. Der Umgang mit potentiellen Cyber-Attacken stellt weiterhin ein Risiko dar. Die Gesellschaft unterliegt den IT-Sicherheitsstandards der Swissport Gruppe.
VI.
Finanzinstrumente
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.
Wien, 28.09.2026
an Surie
Geschäftsführer
Dirk Goovaerts
Geschäftsführer