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Lagebericht 2024/25

voestalpine BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG

Original-PDF

Stichtag 31. März 2025 · Eingereicht am 22. Dez. 2025

Inhaltsverzeichnis

der voestalpine BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG, Kapfenberg

Die voestalpine BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG ist Teil der High Performance Metals Division der voestalpine AG, daher wird der Absatz „Wirtschaftliches Umfeld“ aus der Divisionsperspektive dargestellt.

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Das Geschäftsjahr 2024/25 war durch eine schwierige Nachfrageentwicklung in den meisten Industrien und Regionen geprägt. Die geringe Nachfrage unserer Kunden führte – mit Ausnahme der Luftfahrt – sowohl bei Standardgütern als auch erstmals seit langem bei Premiumprodukten zu Mengen- und Umsatzrückgängen. Aufgrund der gesunkenen Energieund Legierungskosten im Vergleich zum Vorjahr hat die Division Preisanpassungen durchgeführt, was sich zusätzlich auf den Umsatzrückgang auswirkte.

Die vor allem in Europa niedrige Nachfrage hat den Wettbewerbsdruck im laufenden Geschäftsjahr erhöht. Neben den europäischen Lieferanten treten nun auch verstärkt Lieferanten aus China am Markt auf, die aufgrund der Einfuhrzölle in den USA auf Europa ausweichen. Diese beliefern bevorzugt Händler und Kunden ohne spezielle Zulassungserfordernisse. Die Division konzentriert sich daher verstärkt auf solche Kunden, die gegenüber den neuen Lieferanten hohe Eintrittsbarrieren durch sehr enge Spezifikationen bzw. Zulassungen haben, oder Spezial- oder Komplettlösungen (inkl. Value-Added-Services) bevorzugen.

Die Energiekostenentwicklung war in Europa im Geschäftsjahresverlauf steigend und nach wie vor von Land zu Land unterschiedlich. Das Werk in Schweden konnte weiterhin von der guten lokalen Versorgungslage insbesondere bei Strom profitieren und im Vergleich zu den Werken in Österreich und Deutschland günstig Energie einkaufen. Auch das Werk in Brasilien hatte im Vergleich attraktive Energiekosten.

Die Preise für Legierungselemente und Schrott sind im Geschäftsjahresverlauf stabil, im Vergleich zum Vorjahr leicht degressiv, wobei die Legierungspreise in der Langfristbetrachtung bei einigen Elementen immer noch hoch sind.

Die Entwicklung in den einzelnen Branchen stellt sich wie folgt dar:

Die Nachfrage der Automobilzulieferindustrie ist gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres weiter zurückgegangen. Die OEM’s haben Facelifts und neue Modelle verschoben und die Werkzeuge verstärkt nicht mehr im für die Division so wichtigen deutschen Markt fertigen lassen.

Aufgrund der nach wie vor hohen Zinsen war ein Auftragsrückgang in der Bauindustrie festzustellen. Damit ging auch die Nachfrage nach Werkzeugstahl zur Herstellung von Aluminium- oder Kunststoffprofilen in den Servicecentern der Division, primär in Deutschland, zurück. Besser lief die Nachfrage nach Werkzeugstahl in Asien, speziell in China und Indien. In Summe lag die Nachfrage nach den Werkzeugstählen der Division mengenmäßig unter der Vorjahresperiode. Spezielle Programme zur Absicherung von Marktanteilen wurden in der Division weitergeführt.

Die Nachfrage im Bereich Consumer Goods, den die Division stark in Asien bedient, blieb hinter der Nachfrage der Vergleichsperiode des Vorjahres. Im Bereich White Goods, der stark vom Neubau von Wohnungen abhängt, hat sich das nach wie vor hohe Zinsniveau negativ auf die Neubauaktivitäten ausgewirkt und damit auch die Nachfrage nach Werkzeugstahl für die Erzeugung von Haushaltsgeräten negativ beeinflusst.

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Der klar positive Trend im Industriesegment Luftfahrt setzte sich fort. Die Schwierigkeiten der Supply Chain, sich an die höhere Nachfrage der OEM’s speziell von Airbus anzupassen, sind aber immer noch spürbar. Die Division konnte sowohl mengen- als auch umsatzmäßig überproportional von der Entwicklung profitieren. Der Streik bei Boeing führte zu Verschiebungen von Lieferungen, trotzdem konnte die Division im Industriesegment Luftfahrt weiterwachsen.

Die Entwicklung im Bereich Öl/Gas war in diesem Geschäftsjahr rückläufig. Durch den – unter anderem aufgrund der internationalen Spannungen – fallenden Ölpreis wurden seitens der großen Ölunternehmen weniger Investitionsimpulse gesetzt, was vor allem bei den OEM’s in den USA spürbar war. Damit war die Division mit einem steigenden Wettbewerbsdruck konfrontiert. Betroffen von dieser Entwicklung waren auch unsere Value Added Services Gesellschaften.

Da Luftfahrt und Öl/Gas bei Ni-Basiswerkstoffen dieselben Engpassaggregate benötigen, sind diese Kapazitäten derzeit weltweit voll ausgelastet. Daher wurden in den Vorjahren Investitionen angestoßen, die in Betrieb genommen wurden und durch neue Langfristverträge abgesichert werden konnten.

Eine Belebung gegenüber dem Vorjahr war beim europäischen Markt für Gasturbinen und für die Nuklearindustrie festzustellen. Speziell für die Nuklearindustrie hat die Division Produkte mit hohem Alleinstellungsmerkmal im Portfolio.

Die Entwicklung in den einzelnen Regionen stellt sich wie folgt dar:

In der Europäischen Union lag der Umsatz auflaufend und im letzten Quartal unter dem Vorjahresniveau. Speziell die verhaltene Nachfrage der Automobilindustrie und der entsprechenden Zulieferindustrie führte zu einem Umsatzrückgang. Hauptsächlich betroffen war die Nachfrage nach Werkzeugstahl und Schnellarbeitsstahl, aber auch bei Spezialprodukten für die Öl/Gas Industrie.

Die Werke der Division in Österreich waren im Vergleich zum Wettbewerb mit höheren Energie- und Arbeitskosten konfrontiert. Dies führte bei Produkten mit hohem Energiekostenanteil zu Verlusten von Marktanteilen. Bei den Premiumprodukten der Division wurden die Energiekostenzuschläge seitens der Kunden akzeptiert, die höheren Arbeitskosten konnten nur bedingt weitergegeben werden.

Insbesondere in der Luftfahrt entwickelte sich die Nachfrage in Europa sehr positiv. Gut entwickelt sich hier der Ausbau der eigenen Lagerhaltung für Luftfahrtwerkstoffe.

Auch in Nordamerika war der Absatz im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Im dritten Quartal kam es durch die Präsidentenwahl zu einer Verschiebung von Investitionen seitens der Unternehmen, da auf die Entscheidungen der neuen Administration gewartet wird. Der Streik bei Boeing mit einem Lieferstopp für zwei Monate und der niedrige Ölpreis führten zu Nachfragerückgängen in der Luftfahrtindustrie und der Öl/Gas-Industrie.

Auch in Südamerika war die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr rückläufig.

Die Entwicklung in China war geprägt durch das Wiedererstarken der Automobil- und Konsumgüterindustrie. Die Krise beim Wohnungsbau verschlechtert die Nachfrage von Haushaltsgeräten. Stabil war die Nachfrage in der Elektronikindustrie und bei Herstellern von „Fast Moving Consumer Goods“, da diese geringeren Konjunkturschwankungen unterliegen. In diesen Bereichen war die Nachfrage nach Werkzeugstahl auf dem Niveau der Vorperiode. In Summe konnte der Umsatz in China sowie in Indien deutlich gesteigert werden. Im restlichen Asien war die Nachfrage verhalten.

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Die Business Unit High Performance Metals - Production konnte beim Absatz das Vorjahresniveau erreichen. Durch die rückläufigen Energie- und Legierungspreise, Produktmixverschiebungen sowie sinkende Marktpreise liegt der Umsatz unter dem Vorjahresniveau.

Die Buderus Edelstahl wurde per 31.01.2025 an die Mutares-Gruppe verkauft. Der Verkauf wird einen negativen Einfluss auf das Ergebnis der Business Unit und der Division in Höhe von EUR 78,0 Mio. haben. Damit ist das Ergebnis der Business Unit High Performance Metals - Production negativ. Die derzeit größte Investition der Division, das neue Edelstahlwerk, konnte die Hochlaufphase beenden und in den Regelbetrieb übergeführt werden.

Auch in der Business Unit Value Added Services lag der Umsatz unter der Vorjahresperiode. Mengenmäßig war der Rückgang vor allem in Westeuropa deutlich. In Deutschland ging der Absatz von Werkzeugstahl durch die Nachfrageschwäche der Automobilindustrie und des Maschinenbaues deutlich zurück. Die Division reagierte darauf mit Anpassungen der Personalkapazitäten und die Schließung des Lagerstandortes in Düsseldorf. In den anderen europäischen Ländern war der Rückgang weniger ausgeprägt. Auch in Nordamerika war der Umsatz rückläufig. In Asien dagegen konnte der Umsatz weiter gesteigert werden. Bei den Services war der Trend unterschiedlich. Bei der Wärmehandlung konnte gegenüber der Vorjahresperiode ein Wachstum erreicht werden. Das Beschichtungsgeschäft war stabil. Bei Texturing mussten in Europa deutliche Umsatzeinrückgänge aufgrund der Schwäche der Automobilindustrie verbucht werden.

AUSBLICK GESCHÄFTSJAHR 2025/26

Das wirtschaftliche Umfeld wird im Geschäftsjahr 2025/26 von anhaltender Unsicherheit geprägt sein. Hohe Energiepreise, nach wie vor hohe Rohstoffpreise, hohe Arbeitskosten in Österreich und die damit einhergehende Instabilität der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, sowie die Risiken aus dem Krieg in der Ukraine und im Gazastreifen werden auch im kommenden Geschäftsjahr die weitere Entwicklung belasten. Weiterhin ist auch mit einer Fortsetzung der Unsicherheit aus Handelskonflikten mit USA und China und der damit einhergehenden Zollpolitik für die nächsten Jahre zu rechnen. Die Versorgungssicherheit bei Energie und kritischen Rohstoffen, welche z.B. aufgrund der Stilllegung von Atomkraftwerken in Deutschland und Sanktionen gegen Russland bestehen, stellen eine zusätzliche Herausforderung dar. Die notwendige Fortsetzung der kostenseitigen und wachstumsfördernden Maßnahmen in den Zukunftsmärkten der Division unterstützen die Verbesserung der Ertragssituation im nächsten Jahr und in der Zukunft.

RISIKO- UND CHANCENMANAGEMENT aus Sicht der Division:

Die voestalpine High Performance Metals GmbH und deren Tochtergesellschaften sind im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit mit Risiken konfrontiert, die ein systematisches und kontinuierliches Risikomanagement in der gesamten High Performance Metals Division erforderlich machen. Seit dem Geschäftsjahr 2010/11 wird in der voestalpine High Performance Metals Division das im Konzern einheitliche Risikomanagementsystem der voestalpine AG angewendet.

Das Risikomanagementsystem ist in Form einer konzernweit gültigen Verfahrensanweisung verankert und dient sowohl der langfristigen Sicherung des Unternehmensbestandes als auch der Wertsteigerung und stellt für das Unternehmen einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar.

Das Risikomanagement erstreckt sich sowohl über die strategische als auch über die operative Ebene und ist damit ein maßgebliches Element für nachhaltigen Erfolg. Das strategische Risikomanagement dient der Evaluierung und Absicherung der strategischen Zukunftsplanungen. Die Strategie wird auf Konformität mit dem Zielsystem überprüft, um wertsteigerndes Wachstum durch gezielte Ressourcenallokation sicherzustellen. Das

operative Risikomanagement basiert auf einem revolvierenden Prozess („erheben und analysieren, bewerten, bewältigen, dokumentieren und überwachen“), der mehrmals jährlich durchlaufen wird. Die Bewertung identifizierter Risiken erfolgt anhand einer Bewertungsmatrix mit Beurteilung der möglichen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit. Dokumentiert werden im Wesentlichen Betriebs-, Gesundheits-, Sicherheits-, Umwelt-, Technologie-, Finanz-, IT- und Compliance-Risiken. Unterstützt wird dieser Prozess durch ein webbasiertes IT-System.

Zur Verringerung oder Eliminierung der in der High Performance Metals Division festgestellten Risiken wurden und werden konkrete Maßnahmen erarbeitet und umgesetzt, wodurch sich das Risikopotenzial kontinuierlich reduziert. Die erarbeiteten Maßnahmen zielen auf eine Senkung der potenziellen Schadenshöhe und/oder eine Verringerung der Eintrittswahrscheinlichkeit ab.

Es ist festzuhalten, dass die Risiken in der High Performance Metals Division begrenzt und überschaubar sind und den Fortbestand der Division nicht gefährden. Es sind auch keine Risiken erkennbar, die zukünftig eine Bestandsgefährdung darstellen.

GESCHÄFTSRISIKEN

Im Geschäftsjahr 2024/25 war die voestalpine High Performance Metals GmbH in ihrer Funktion als Holding und die High Performance Metals Division mit den folgenden wesentlichen internen und externen Einzelrisiken konfrontiert:

Versorgungssicherheit und volatiles Preisumfeld bei wesentlichen Produktionsfaktoren Die globalen wirtschaftspolitischen Spannungen haben sich negativ auf Lieferketten und damit auf die Versorgungssicherheit von Rohstoffen und Energie ausgewirkt. Die Division hat eine Reihe von Maßnahmen getroffen, um diesen Risiken zu begegnen. Um die Gasversorgung (insbesondere an den österreichischen Standorten) sicherzustellen, hat sich der voestalpine- Konzern mit Mai 2022 eigene Gasspeicher vertraglich gesichert. Durch die Entspannung am Erdgasbeschaffungsmarkt wird der Sicherheitsspeicher in Österreich schrittweise reduziert, was aufgrund der Durchmischung mit den aktuell geringeren Spotpreisen zu einer nachteiligen Kostenbelastung der Produktion führt. Zur Sicherung der Schrott- und Rohstoffversorgung in den Produktionswerken wird verstärkt an Konzepten zur langfristigen Versorgungssicherheit sowie an verstärktem Einsatz von sekundären Rohstoffen gearbeitet, darunter auch die Ausweitung des Recyclingprozesses für hochwertigen Kundenschrott.

In Folge der globalpolitischen Entwicklungen sind insbesondere die Rohstoffpreise und in abgeschwächter Form die Energiepreise vor allem in Europa nach wie vor auf einem hohen Niveau. Die Division hat dieser Entwicklung, soweit möglich, Rechnung getragen und Preisanstiege an die Kunden weitergegeben sowie den Kostensteigerungen durch verstärkte Kosteneinsparmaßnahmen entgegengewirkt. Dies führte allerdings zu einer Mengenreduktion bei preissensiblen Kunden in leistungsstandardisierten Segmenten. Der Mengenrückgang führte in Konsequenz zu einem Rückgang des Umsatzes auf Divisionsebene, welcher auch auf die aggressive Preispolitik der Konkurrenz zurückzuführen ist. Zur nachhaltigen Stabilisierung der Ergebnissituation wurde ein Programm zur Rückgewinnung von Marktanteilen im Segment Werkzeugstahl begonnen.

Interne Risiken / Führungsprozesse

Strategieumsetzung und Strategieanpassung

Die voestalpine High Performance Metals GmbH hat im abgelaufenen Geschäftsjahr den Strategie-Anpassungsprozess fortgeführt und wird auch im kommenden Jahr eine komplette Strategieüberprüfung durchführen. Das Strategieprojekt „Geschäftsmodell Transformation 2030“ wird fortgesetzt und mit Unterstützung von externen Partnern schrittweise umgesetzt.

voestalpine BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG, Kapfenberg

Als eine Konsequenz der regelmäßigen Strategie-Überprüfung wurde der Verkauf der Buderus Edelstahl GmbH (Wetzlar) mit Closing am 31.01.2025 erfolgreich umgesetzt, um sich auf das Kerngeschäft der High Performance Metals Division zu konzentrieren.

Zusätzlich wurde zur Absicherung der Ergebnissituation das kostenwirksame und effizienzsteigernde #we.do Projekt gestartet. Die neue kundensegmentorientierte funktionale Organisation tritt mit 01.04.2025 in Kraft.

Altlasten

Wie bei allen Stahlherstellern, mit deren Produktion in der Vergangenheit möglicherweise umweltrelevante Auswirkungen verbunden waren, kann es auch auf den Betriebsgeländen der High Performance Metals Division Altlasten geben. Deshalb unterliegen die Betriebsstätten an den Standorten Kapfenberg (Österreich), Wetzlar (Deutschland) (bis 01/2025), Hagfors (Schweden) und Sumaré (Brasilien) einer laufenden eigenen sowie behördlichen Beobachtung und Kontrolle.

Interne Risiken / Kernprozesse

Unfälle und Belastungen am Arbeitsplatz

In den letzten Jahren wurden in den Tochtergesellschaften der voestalpine High Performance Metals GmbH umfangreiche Programme zur Vermeidung von Arbeitsunfällen und zur Reduktion gesundheitlicher Belastungen am Arbeitsplatz implementiert und fortgesetzt.

Kosten & Zeitdauer der Produktion und Leistungserstellung

Die Tochtergesellschaften der voestalpine High Performance Metals GmbH stehen im scharfen Wettbewerb mit Anbietern aus aller Welt und obwohl seit vielen Jahren ein aktives Kostenmanagement betrieben wird, besteht ein andauernder Druck zu weiteren Kostensenkungen.

Das Management ist überzeugt, dass die in den Unternehmen eingerichteten kontinuierlichen Verbesserungsprogramme, eingebettet in eine gesamtheitliche Lean-Management-Struktur, der Garant dafür sind, den Wettbewerbern weiterhin einen Schritt voraus zu sein. Ein wesentlicher Beitrag kommt aus den gesetzten Initiativen zur Digitalisierung und Harmonisierung der Geschäftsprozesse. Mit gezielten Maßnahmen und Projekten wie die Einsparungspotentiale aus der neuen funktionalen Organisation (we.do-Programm) wird die Ergebnissituation nachhaltig abgesichert.

Verfügbarkeit und Funktionstüchtigkeit von Produktionsanlagen

Zur Minimierung des Ausfallrisikos bei kritischen Anlagen werden laufend gezielte Investitionen getätigt. Vorbeugende Instandhaltung, eine risikoorientierte Reserveteilhaltung sowie die Schulung der Mitarbeiter sind weitere Maßnahmen.

Ausfall und Sicherheit von IT-Systemen

Die mit den Geschäfts- und Produktionsprozessen eng verknüpften komplexen Systeme der Informationstechnologie werden von einer zu 100 % im Eigentum der Konzernholding voestalpine AG stehenden und auf IT spezialisierten Tochtergesellschaft (der voestalpine group-IT GmbH) gewartet. Aufgrund der Bedeutung der IT-Sicherheit bzw. zur weiteren Minimierung möglicher IT-Ausfalls- und Sicherheitsrisiken wurden in der Vergangenheit sicherheits-technische IT-Mindeststandards von der etablierten IT Security Abteilung erarbeitet und laufend optimiert, deren Einhaltung jährlich in Form von Audits überprüft werden.

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Kundenstruktur

In einigen Tochtergesellschaften bestehen Abhängigkeiten von einzelnen Großkunden. Da der Verlust dieser Kunden die Umsatz- und Ergebnissituation dieser Gesellschaften spürbar beeinträchtigen könnte, ist das Management besonders bemüht, die betreffenden Kundenbeziehungen zu festigen und durch Bildung von strategischen Partnerschaften langfristig abzusichern. Insbesondere die Value Added Strategie und langfristige Verträge im Bereich Luftfahrt sichern eine nachhaltige Kundenbindung.

Einkaufsorganisation und -prozess

Monopol- bzw. Oligopol Situationen können in manchen Bereichen zu Abhängigkeiten und erheblichem Preisdruck führen. Innerhalb der voestalpine AG wurden deshalb zur Optimierung der Einkaufsmöglichkeiten sogenannte Einkaufspools geschaffen, die auch der High Performance Metals Division erhebliche Kosteneinsparungen ermöglichen.

Abhängigkeit von Schlüsselmitarbeitern

Dem Risiko von Know-how Verlust durch den Abgang von hochqualifiziertem Personal und von Schlüsselmitarbeitern wird durch eine etablierte Nachfolgeplanung, ein attraktives Entlohnungssystem und permanente Weiterbildung der Mitarbeiter entgegengewirkt. Der Aufbau eines Wissensmanagements zur Vermeidung von Know-how Verlust durch Abgang von Schlüsselmitarbeitern wurde gestartet.

Kreditrisiko Management

Forderungsausfälle können auch trotz des straff organisierten Kreditrisiko Managements in der High Performance Metals Division nicht zur Gänze vermieden werden. Um den potenziellen Schaden möglichst gering zu halten, werden Kundenforderungen weitgehend versichert. Die Bonität von nicht versicherten Kunden wird von den verantwortlichen Geschäftsführern mit hoher Aufmerksamkeit verfolgt.

Risiken der Verletzung datenschutzrechtlicher Bestimmungen

Die Verletzung datenschutzrechtlicher Bestimmungen kann zu hohen finanziellen Auswirkungen und Reputationsschäden führen. Basierend auf den konzernweit gültigen Datenschutzrichtlinien wurde eine Datenschutzorganisation eingerichtet, welche das Management der Konzerngesellschaften in der Wahrnehmung der Verantwortung zur Einhaltung gesetzlicher und konzerninterner Datenschutzvorschriften unterstützt.

Externe Risiken

Marktveränderung

Die voestalpine High Performance Metals GmbH ist vorwiegend in hochspezifischen Produktsegmenten der Edelstahlbranche tätig und daher nicht im gleichen Umfang wie andere Stahlerzeuger zyklischen Absatzschwankungen ausgesetzt. Dennoch wird ein beträchtlicher Teil des Umsatzes mit Kunden erwirtschaftet, deren Geschäftsentwicklung stark vom Auf und Ab der Konjunkturzyklen betroffen ist. Darunter fallen beispielsweise die Automobilproduzenten, die Maschinenbauindustrie, die Unternehmen im Bereich Energieerzeugung, die Flugzeughersteller, die explorative Öl- & Gasindustrie, die Erzeuger von Konsumartikeln und der Anlagenbau. Das Management ist sich bewusst, dass rückläufige Umsätze in diesen Abnehmerbranchen ein hohes Risiko darstellen und negative Auswirkungen auf die Absatzmöglichkeiten haben können.

Preis- und Margenveränderungen

Zur Erzeugung von Edelstahl wird neben Schrott eine Reihe von Legierungsmetallen, wie etwa Chrom, Nickel, Vanadium, Molybdän oder Wolfram eingesetzt. Diese Rohstoffe unterliegen starken Preisschwankungen. Preisschwankungen bei Legierungsmetallen können zu einem

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erheblichen Teil über sogenannte Legierungspreisanhänger an die Kunden weitergegeben werden. In den Überseemärkten ist durch das unterschiedliche Energiepreisniveau eine Weitergabe nur bedingt möglich. Falls erforderlich erfolgt ein Hedging von Rohstoffen und Energie. Dennoch können starke Preisausschläge bei Legierungselementen, Energie und sonstigen Rohstoffen einen Einfluss auf die Ergebnissituation der Unternehmensgruppe haben.

Währungsschwankungen

Die Fremdwährungsrisiken, die sich aus der weltweiten Einkaufs- und Verkaufstätigkeit ergeben, werden systematisch erfasst und unter Einsatz geeigneter Sicherungsinstrumente eliminiert und/oder begrenzt. Neben den Kursrisiken, die sich aus Forderungen und Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Lieferungen und Leistungen ergeben, unterliegen auch Währungsrisiken aus anderen Bilanzpositionen (wie etwa Fremdwährungskredite) einer laufenden Kontrolle und werden bei Bedarf abgesichert. Während die kurz- und mittelfristigen Wechselkursschwankungen im Rahmen des vorerwähnten Währungsmanagements in der High Performance Metals Division gesichert werden, können längerfristige Veränderungen der Wechselkurse zu einer sowohl positiven als auch negativen Beeinträchtigung der Wettbewerbsfähigkeit in betroffenen Zielmärkten führen.

Finanzielle Risiken werden im Anhang im Detail behandelt.

Kapitalverfügbarkeit & -kosten (Finanzierung)

Die Kapitalbeschaffung in der High Performance Metals Division erfolgt in der Regel über die Konzernzentrale der voestalpine AG. Zusätzlich werden alle Maßnahmen zur Generierung von Cash forciert. Ein wesentliches Augenmerk liegt hier auf dem Working Capital Management.

Elementarereignisse, Haftpflicht und Betriebsunterbrechung

Personen-, Sach- und Vermögensschäden der einzelnen Unternehmen sind entweder im Rahmen der voestalpine Konzern-Versicherungspolizzen oder – falls dies rechtlich nicht möglich ist – durch lokale Versicherungspolizzen gedeckt. Abgedeckt sind auch Schadensfälle, die in Folge von Betriebsunterbrechungen nach Elementarschäden auftreten könnten. Im Rahmen der Haftpflichtversicherung sind neben der Unternehmenshaftpflicht auch die Produkthaftpflicht sowie Umweltrisiken versichert. Zusätzlich deckt eine konzernweite Marine- und Cargo Versicherung die internen und externen Transportrisiken ab.

Handelshemmnisse

Handelsbarrieren aufgrund von Anti-Dumping Zöllen und Strafzöllen haben auf das Ergebnis der Division einen negativen Einfluss. Dementsprechende Entwicklungen werden vom Management laufend verfolgt.

Sonstige Ereignisse

Das durch einen Kronzeugenantrag der voestalpine ausgelöste Verfahren des deutschen Bundeskartellamts gegen Edelstahlunternehmen wurde gegenüber der voestalpine im Juli 2018 beendet. Als Kronzeuge wurde gegen die voestalpine in diesem Verfahren kein Bußgeld verhängt. Für allfällige negative finanzielle Auswirkungen aus diesem Kartellverfahren haben Gesellschaften der voestalpine High Performance Metals zum Stichtag 31. März 2025 vorgesorgt.

Nachhaltigkeit

Umweltrelevante Themen sind Bestandteil des Risikomanagements und der Bewertungsmatrix. Um flexibel und zeitnah auf Auswirkungen verstärkter CO2-Besteuerung in Europa reagieren zu können, werden quartalsweise rechtliche Rahmenbedingungen im

nationalen und europäischen Co2-Emissionshandel auf Anpassungen bzw. Änderungen geprüft. Durch den geplanten konsequenten Ausbau der Energieversorgung mit erneuerbarer Energie an den österreichischen Standorten wird den Vorgaben Rechnung getragen.

GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DER GESELLSCHAFT – RAHMENBEDINGUNGEN

ALLGEMEIN

Die Weltwirtschaft hat sich im laufenden Kalenderjahr kaum erholt. Die globalen Krisenherde sind noch immer evident und beeinflussen das Wirtschaftsklima negativ. Die hohen Energiepreise haben sich etwas entspannt, sind aber noch immer höher als zum Bezugsjahr 2021. Die Zinsen wurden wieder etwas gesenkt und wirken sich teilweise positiv beim Konsumenten und Industrie aus.

Regional ist das Wirtschaftswachstum in Europa deutlich schlechter als in Asien (China) oder Nordamerika, wobei die Trump Administration durch eine aggressive Zollpolitik die Weltwirtschaft bereits negativ beeinflusst.

Der positive Trend der Luftfahrtindustrie und Industrien für die Energiegewinnung und Energieverarbeitung hält unvermindert an. Die Entwicklung der Automobilindustrie ist derzeit in Europa negativ. Namhafte OEM`s kommunizieren Restrukturierungsmaßnahmen. Die E- Mobilität in Europa wird zusehends von Importen aus China dominiert.

Die Exportchancen in die USA sind durch die neuen politischen Konstellationen sicherlich schwieriger.

Der Ausblick für das Kalenderjahr 2025 ist dadurch gedämpft und hat viele Unsicherheitsfaktoren.

SCHNELLARBEITSSTAHL

Die Situation ist etwas besser als bei Werkzeugstahl, da die Backmärkte offensichtlich besser laufen, wobei Produkte für die Automobilindustrie z.B. Abwälzfräser) auch negativ beeinflusst werden. Die Kunden, die im Spiralbohrersegment tätig sind, haben stabile Verkäufe in Ihren Kundengruppen und Märkten.

WERKZEUGSTAHL

Werkzeugstahl stabilisiert sich auf niedrigem Niveau. Schlüsselindustrien haben Schwierigkeiten und beeinflussen speziell Europa und da vor allem Deutschland. Überseemärkte wie China & Indien sind etwas dynamischer. Bestandsanpassungen bei Kunden und eigenen Vertriebsgesellschaften, haben zusätzlich dämpfenden Einfluss hinsichtlich des Auftragseingangs. In den einzelnen Produktlinien sind keine abweichenden Trends erkennbar.

SONDERWERKSTOFFE

Energiemaschinenbau

Der Markttrend ist eindeutig positiv, OEM‘s (Siemens, GE usw.) haben volle Auftragsbücher, speziell die Nachfrage nach Gasturbinen ist hoch, neue Preisstellungen und teilweise Veränderung des Vertriebsmodells beeinflussen bereits positiv den Auftragseingang.

Oil&Gas/CPI

Der Markttrend ist bei konventionellen Produkten negativ und sehr volatil. Kunden im Bereich der Exploration und Förderung stabilisieren sich auf niedrigem Niveau.

Projektbedarfe (Schmiedehalbzeug) sind sehr volatil. Die Nachfrage nach Nickelbasis Produkten ist stabil und unverändert auf gutem Niveau.

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Luftfahrt

Die Nachfrage ist auf konstant hohem Niveau. Die geplanten Bauratenerhöhungen von Airbus wurden etwas nach unten angepasst. Die Kapazitätsgrenze ist weitgehend erreicht.

Automotive

Die Automobilindustrie ist in Europa in einem Transformationsprozess, bedingt auch durch die Elektromobilität. Absatzchancen bei Nischenprodukten sind dadurch nicht wesentlich geschmälert, wobei Produkte für den Verbrennungsmotor trotzdem negativ beeinflusst werden.

Freiformprodukte

Schlüsselindustrien, wie der Energiemaschinenbau haben eine solide Nachfrage und der Auftragsbestand von unserem Großkunden ergibt eine stabile Auslastung. Produkte für andere Industrien, wie die Lebensmittelindustrie, Luftfahrt oder Werkzeuge für das Rohr-/Strangpressen zeigen einen stabilen positiven Trend.

Pulver für additive Fertigung

Dieses Geschäftsfeld bzw. das Pulverprodukt (AMPO) zeigt einen erfreulich positiven Trend. Die jährlichen geplanten Wachstumsraten werden realisiert. Die Kundenbasis erweitert sich kontinuierlich. Durch das qualitativ hochwertige AMPO-Pulver und dem breiten Produktangebot können wir am Marktwachstum gut teilhaben.

ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Die Umsatzstruktur im Geschäftsjahr 2024/25 zeigt folgendes Bild:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 9
Umsatz in TEURUmsatz in Tonnen
Schnellarbeitsstahl186.45614.788
Werkzeugstahl260.02253.090
Sonderwerkstoffe582.19747.786
Sonstiges87.50129.459
SUMME1.116.176145.123

Der durchschnittliche Beschäftigungsgrad betrug im Geschäftsjahr 2024/25 87 % (Vorjahr: 92 %).

Das ordentliche Betriebsergebnis (EBIT) beträgt 14.044 TEUR (Vorjahr: -2.127,5 TEUR).

Das Finanzergebnis von -25.623 TEUR (Vorjahr: -24.846 TEUR) ergibt sich einerseits durch Zinsaufwendungen aus Krediten für Investitionen und Exporte, Wechseldiskonten, Factoring sowie Aufwandszinsen für Versorgungszusagen (Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgeld) und aus der Verzinsung des Verrechnungskontos mit der voestalpine AG.

Somit ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern von -11.580 TEUR (Vorjahr: -26.974 TEUR).

Der Personalstand ohne Lehrlinge betrug per 31.03.2025 2.187 Mitarbeiter (31.03.2024: 2.321 Mitarbeiter).

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Verkürzte Bilanz

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 10
31.3.202531.3.2024Veränderung
TEUR%TEUR%EUR%
immaterielle Vermögensgegenstände14.9161,316.1061,3-1.190-7,4
Sachanlagen630.52455,5683.58754,1-53.063-7,8
Finanzanlagen8120,18120,100,0
Anlagevermögen646.25256,9700.50555,5-54.253-7,7
langfristige Forderungen120,0100,0220,0
Vorräte324.82528,6411.08332,5-86.258-21,0
Kundenforderungen15.6261,437.6023,0-21.976-58,4
Konzernforderungen134.08711,886.8216,947.26654,4
sonstige Forderungen + RAP15.0941,326.9322,1-11.838-44,0
Wertpapiere und flüssige Mittel30,060,0-3-50,0
Umlaufvermögen + RAP489.63543,1562.44444,5-72.809-12,9
Summe A k t i v a1.135.899 100,0 1.262.959 100,0 -127.060-10,1
Kapital7.0000,67.0000,600,0
Rücklagen205.49118,2205.49116,20 00,0
den Gesellschaftern zuzurechnender
Gewinn/Verlust25.7452,337.3253,0-11.580-31,0
Eigenkapital238.23621,1249.81619,8-11.580-4,6
Investitionszuschüsse9.2620,87.1270,62.13530,0
Rückstellungen für Abfertigungen
und Pensionen43.5873,852.5604,2-8.973-17,1
sonstige langfristige Rückstellungen12.5751,113.9861,1-1.411-10,1
langfristiges Fremdkapital56.1624,966.5465,3-10.384-15,6
sonstige Rückstellungen40.8823,675.4456,0-34.563-45,8
Lieferantenverbindlichkeiten89.1117,896.5557,6-7.444-7,7
Konzernverbindlichkeiten641.64656,5691.95454,7-50.308-7,3
sonstige Verbindlichkeiten + RAP60.6005,375.5166,0-14.916-19,8
übriges Fremdkapital832.23973,2939.47074,3 -107.231-11,4
Fremdkapital insgesamt888.40178,1 1.006.01679,6 -117.615-11,7
Summe P a s s i v a1.135.899 100,0 1.262.959 100,0 -127.060-10,1

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Nettokreditverschuldung

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 11
31.03.202531.03.2024Veränderung
TEURTEURin %
Bankverbindlichkeiten
Konzernfinanzierungsverbindlichkeiten625.557675.453-7,4%
Wechselverbindlichkeiten aus
-26,1%
Lieferungen & Leistungen43.82459.315
Kreditverbindlichkeiten669.381734.768-8,9%
- Liquide Mittel3-6-50,0%
- Konzernfinanzierungsforderungen-60.986-8.069655,8%
Nettokreditverschuldung608.392726.693-16,3%

Die EBIT-Marge hat sich von -0,2 % im Vorjahr auf 1,3 % im Geschäftsjahr 2024/25, der ROE von -10,8 % auf -4,7 % und der ROCE von -0,2 % auf 1,5 % erhöht.

Die Nettoverschuldung beträgt 608.392 TEUR (Vorjahr: 726.693 TEUR) und ergibt 255,4 % (Vorjahr: 290,9 %) der Eigenmittel (Gearing).

Geldflussrechnung

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 11
Werte in TEUR2024/252023/24
Ergebnis vor Steuern-11.580-26.974
Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit118.403-37.536
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit11.215-63.016
Free Cashflow129.617-100.552
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit-129.620100.553
zahlungswirksame Veränderung der
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente-31

INVESTITIONEN

Die Zugänge in das Sachanlagevermögen und in immaterielle Vermögenswerte beliefen sich für das Geschäftsjahr 2025 auf 24.925,6 MEUR. Das im Dezember 2021 eingeleitete Schiedsverfahren gegen den Lieferanten des Schmelzbereiches im Zuge unseres Elektrostahlwerksprojektes endete im März 2025 mit einer außergerichtlichen Einigung.

Auch in diesen wirtschaftlich angespannten Zeiten waren die Fertigstellung und Inbetriebnahme von Investitionen zur Sicherstellung der Produktion und Investitionen zur Optimierung von Umweltschutz, Arbeitssicherheit und Energieeffizienz ein zentraler Bestandteil unserer diesjährigen Investitionstätigkeiten.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/25 musste vor allem in die Infrastruktur und in den Ersatz der Anlagen investiert werden. Der Fokus der Investitionstätigkeiten im Stahlwerksbereich lag

heuer neben der Optimierung der Abläufe im neuen Elektrostahlwerk auch im Sonderstahlwerk, wo zwei neue Vakuumlichtbogenöfen erfolgreich in Betrieb genommen wurden. Gleichzeitig erfolgte neben anderen begleitenden Anlagen die erfolgreiche Inbetriebnahme eines neuen Homogenisierungsofens.

Zu Beginn des Geschäftsjahres wurde in der Walzlinie eine neue Schälmaschine in Betrieb gesetzt. Gleichzeitig wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr das Projekt Heißeisensäge im Block- und Grobwalzwerk gestartet. Mit der Fertigstellung dieses Vorhabens im GJ 2025/26 wird das Probenmanagement sowie die Durchlaufzeit in diesem Bereich nachhaltig verbessert.

In der mechanischen Werkstatt der Schmiedelinie wurde die Investition in ein neues Bohrwerk erfolgreich abgeschlossen.

Im Technik Center lag der Schwerpunkt in der Erhaltung unserer Medien-Infrastruktur (Gas, Wasser, Strom usw.). Ein wesentliches Projekt ist die Erneuerung der Wehranlage Kendlbach, welche in den 1920er Jahren am Thörlbach errichtet wurde. Durch dieses Vorhaben soll die Kühlwasserversorgung im Werk Kapfenberg langfristig sichergestellt werden.

Um die hohe Qualität im Bereich der Prüflabore aufrecht zu erhalten und zu verbessern, wurde im GJ 2024/25 vor allem in Ersatz und Erneuerung unserer Laborausstattung investiert.

Gleichzeitig wurden im Zuge des kontinuierlichen Rationalisierungs- und Produktionssteigerungsprogramms (TOP) diverse hochrentable Investitionsvorhaben umgesetzt.

RISIKO- UND KRISENMANAGEMENT – BERICHTERSTATTUNG

Das Risiko- und Krisenmanagement der voestalpine BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG entspricht internationalen Normanforderungen, unterliegt regelmäßigen Abläufen und Bewertungen, deren Ergebnisse zentral dokumentiert werden. Es besteht ein konzernweites Reporting.

Der zugrunde liegende Managementprozess „Risiko und Krisen managen“ wird in regelmäßigen Abständen intern sowie auch extern auditiert und bei Bedarf angepasst.

Im Wesentlichen bestehen folgende Aktivitäten, die etwa durch den All-Risk-Versicherer bzw. dessen Sachverständigen als ausgezeichnet und international vergleichbar bewertet wurden:

Erfassung von Prozessrisken / Business Continuity Plan

Sämtliche Abläufe im Unternehmen sind in einer Prozesslandschaft erfasst (Prozessdarstellungen, -verantwortliche, -berichte). Die Risiken jedes einzelnen Prozesses werden erhoben, zentral erfasst und anhand einer Matrix bewertet.

Die daraus resultierenden Berichte dienen einerseits als Basis für die Investitions- und Instandhaltungsstrategie und anderseits als Bewertungskriterium des All-Risk-Versicherers. Neben einem allgemeinen Notfallplan bestehen Notfallpläne entsprechend den betrieblichen Besonderheiten.

Konzernweites Risikomanagement: VA-RMS

Auf einheitlicher Basis werden durch alle Konzerngesellschaften Risiken erhoben, beobachtet und durch das Management bewertet. Für die wesentlichen Risiken wird ein Aktions-Plan mit Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und Umsetzungsterminen erarbeitet. Diese Daten werden elektronisch mittels des voestalpine RMS Systems erfasst und können durch die Organe eingesehen werden.

voestalpine BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG, Kapfenberg

Risiko Survey

Dabei werden Risiken durch einen externen Sachverständigen aus Versicherungssicht betrachtet. Entsprechende Maßnahmen werden erörtert und deren Umsetzung in regelmäßigen Abständen überprüft.

Krisen (-nahe) Ereignisse

Neben den oben erwähnten Punkten werden Krisen- (-nahe) Ereignisse im Anlassfall entsprechend Prozessvorgaben erfasst, durch einen definierten Personenkreis behandelt und dokumentiert.

BERICHT ÜBER DIE RISIKEN DES UNTERNEHMENS

FINANZINSTRUMENTE

Die derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Absicherung von Rohstoffpreisund Währungsrisiken aus zugrundeliegenden Liefer- und Leistungs-geschäften. Die derivativen Finanzgeschäfte sind laufenden Risikokontrollen unterworfen und werden unter strikter Funktionstrennung in Handel, Abwicklung, Dokumentation und Kontrolle bei der voestalpine AG durchgeführt.

Zu den eingesetzten Sicherungsgeschäften gehören insbesondere Devisentermin-geschäfte zur Absicherung von Währungsrisiken sowie sonstige Terminkontrakte zur Absicherung von Rohstoffpreisen.

Gegen Forderungsausfälle bei Direktkunden wurde eine Kreditversicherung abgeschlossen.

UMWELTSCHUTZ & NACHHALTIGKEIT

Energieeffizienz, Umweltschutz, Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit (Energy, Environment, Health & Safety) sind bei voestalpine BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG gleichwertig mit den wirtschaftlichen, technischen und sozialen Belangen des Unternehmens. Die Einhaltung aller geltenden EH&S relevanten Rechtsvorschriften, laufende Verbesserungen der betrieblichen EH&S Leistung sowie eine aktive Zusammenarbeit mit den dafür zuständigen Behörden sind Teil unserer IMS Politik.

Die Managementsysteme für Energieeffizienz, Umweltschutz, Arbeitssicherheit und Gesundheit sind im „IMS – Integriertes Management System“ vereint. Das IMS- Managementsystem ist neben den Qualitäts-Normen unter anderem gemäß ISO 50001, ISO 14001 und ISO 45001 zertifiziert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/25 wurde wieder eine Vielzahl umweltrelevanter Maßnahmen verwirklicht. Der bereits überdurchschnittlich hohe Standard in den Bereichen Lärm-, Luft- und Wasseremissionen, sowie Energie- und Ressourceneffizienz konnte dadurch weiter verbessert werden. Mit dem Einsatz der bestverfügbaren Technik können wir einerseits den Bedarf an Energie und Primärrohstoffen verringern, sowie die Emissionsbelastung der Umwelt auf ein Mindestmaß reduzieren. Die richtige Lagerung und der Transport von Gefahrenstoffen sind Teil des Umweltbewusstseins unserer Mitarbeiter. Ein schonender Umgang mit den Ressourcen Boden und Wasser sichert nachhaltig unseren Standort. Nicht nur moderne Produktionsanlagen und Prozesse, sondern die Ideen und der Einsatz unserer Mitarbeiter führen zur Erreichung unserer Umwelt- und Energieziele.

CO2-Emissionshandel

Für das Kalenderjahr 2024 hat die voestalpine BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG eine Gratis- Zuteilung von 87.706 t CO2 Zertifikaten erhalten, aufgrund von Korrekturen der Zuteilung und Zukauf sind aktuell 98.706 t CO2 Zertifikate im Unternehmenseigentum. Es wurden 112.694 t CO2 emittiert. Die Differenz-Menge von 13.988 t CO2 muss zugekauft werden.

ARBEITNEHMERBELANGE

Im Unternehmen sind 238 Akademiker, 134 HTL-Ingenieure, 317 Gehaltsempfänger mit kaufmännischer/technischer Ausbildung, 1.056 Facharbeiter und 442 angelernte Lohnempfänger sowie 149 Lehrlinge beschäftigt.

Es gibt keine geschlechtsspezifischen Differenzierungen in der Entlohnung sowie freien Zugang für alle ausgeschriebenen Stellen.

Zielgruppenbasierte Leadership-Programme und fachliche Weiterbildungen in zentralen Kernkompetenzen des Unternehmens bildeten zentrale Schwerpunkte im unternehmensweiten Weiterbildungsangebot. Zielgruppenspezifische Impulse wurden mit breiten Qualifizierungsoffensiven im Bereich Exportkontrolle und im Bereich Arbeitssicherheit mit der Schulung von 186 Sicherheitsmentor: innen gesetzt.

Insgesamt 48 Kolleg: innen konnten im Rahmen von Bildungskarenzen höherqualifiziert werden.

Das Geschäftsjahr 2025 gestaltete sich vor allem durch das konjunkturelle Umfeld für die voestalpine BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG wie erwartet sehr schwierig. Als besonders herausfordernd stellten sich die Segmente Automotive, Werkzeugstahl und Schnellarbeitsstahl dar. Erfreulicherweise verlief das letzte Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres besser als erwartet, sodass wir vorsichtig optimistisch ins neue Geschäftsjahr blicken. Die Talsohle ist aller Voraussicht nach erreicht und ein Aufwärtstrend in vielen Segmenten spürbar. Der Vor-stand der Division reagierte mit einem umfassendes Reorganisationsprogramm auf die geänderten Rahmen-bedingungen und so wird per 01.04.2025 die Umorganisation im Rahmen des #we.do Projektes in unserer Gesellschaft vollzogen. Dies bringt große Veränderungen in den Bereichen Sales, Warehouse Operations, Supply Chain and Marketing. Durch die neue Organisation erwarten wir uns zukünftig am Markt erfolgreich zu sein und den komplexen Rahmenbedingungen und dem schwierigen Umfeld entgegenwirken zu können, um nachhaltig wettbewerbsfähig und profitabel zu sein.

Ab Herbst 2024 wurde ein umfangreiches Kostensenkungsprogramm eingeführt, um die Personalkosten so weit als möglich zu minimieren und optimieren. Dadurch kam es auch zu Personalanpassungen und großflächigen Bildungsmaßnahmen im Stamm- und Leihpersonal, welche noch bis ins erste Quartal des neuen Geschäftsjahres reichen. Diese Reduktion wird auch in den unten angeführten Zahlen deutlich sichtbar.

Parallel dazu wurde in einigen Betrieben verstärkt mit Salden- und Urlaubsabbau sowie massiven Überstundenabbau der Unterauslastung entgegengewirkt.

Um den sehr hohen Fehlzeiten aufgrund von Krankheit entgegenzuwirken haben wir uns ab Herbst 2024 verstärkt mit dem Thema Gesundheit und Maßnahmen zur Senkung der Ausfallszeiten beschäftigt. Es wurden auch Personalanpassungen in diesem Zusammenhang vorgenommen.

Die Situation am Arbeitsmarkt hat sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024 nur bedingt gebessert. Es ist nach wie vor schwierig, gut ausgebildete Fachkräfte (u.a. Facharbeiter: innen in der Instandhaltung, IT-Spezialisten) zu rekrutieren, allerdings ist aufgrund der geänderten Rahmenbedingungen eine Bewegung am Arbeitsmarkt spürbar, welche wir im Laufe des neuen Geschäftsjahres hoffentlich für uns nutzen können. Leider verzeichnen wir immer noch eine

hohe Fluktuation im Eigenpersonal, wobei gegenüber den Vorjahren eine deutliche Verbesserung erzielt werden konnte.

Die nachstehend angeführte Aufstellung verdeutlicht die Personalstandsentwicklung:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 15
Personalstände zum
31.03.202331.03.202431.03.2025
Lohnempfänger1.5671.5881.452
Gehaltsempfänger686688663
Aktive Arbeitnehmer2.2532.2762.115
Nichtaktive Arbeitnehmer384572
davon Bildungskarenz3633
Lehrlinge132151149
Gesamtbeschäftigte2.4232.4722.336

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Das Forschungs- und Entwicklungsprogramm basiert auf der strategischen Planung unserer Gesellschaft und konzentriert sich auf den Ausbau der Kernkompetenzen bei Werkzeugstahl, Schnellarbeitsstahl und technisch hochwertigen Sonderwerkstoffen. Das Arbeitsprogramm des BEG-Forschungs- und Entwicklungsbereiches ist auf innovative Produkt- und Verfahrensentwicklung festgelegt und so ausgerichtet, um Markterwartungen und geänderte Kundenbedürfnisse auf wirtschaftliche Weise zu erfüllen.

x Die BEG-Produktentwicklung definiert Projekte mit abgeleiteter Legierungs-entwicklung und mit geeigneter Herstellverfahrensmodifikation. Die Aktivitäten zielen auf die Erhöhung des qualifizierten Umsatzes durch neue und verbesserte Produkte. Weiters liegt der Fokus nach wie vor auf neuen pulvermetallurgisch hergestellten Hochleistungsschnellarbeitsund Werkzeugstählen, neuen Legierungskonzepten für Warmarbeits- Kunststoffformen und Kaltarbeitsstählen, sowie Nickelbasisund Maraginglegierungen für die Luftfahrtindustrie. Hervorzuheben ist, dass im Betrachtungszeitraum die chemische Analyse adaptiert und die Herstellroute eines PH-Stahls names Custom 465 (Böhler N765) entwickelt wurde, sodass eine BEG-Eigenfertigung für Luftfahrt möglich ist. x Die BEG-Verfahrensentwicklung orientiert sich an den Produktanforderungen oben genannter Werkstoffe und beinhaltet überwiegend die Schwerpunkte Schmelz- und Erstarrungstechnologie, Verdüsungstechnologie sowie thermomechanische Behandlung von Stählen und Sonderwerkstoffen. Dabei wird die Verfahrensentwicklung wesentlich unterstützt durch die mathematische und physikalische Simulation von Schmelz-, Erstarrungs- und Warmumformvorgängen. Darüber hinaus schließt die Verfahrensentwicklung die Optimierung der Herstellverfahren und Veränderung der Fertigung zu höherer Prozesssicherheit ein. Besonders zu erwähnen sei, dass man in diesem Geschäftsjahr den Aufbau und die Implementierung des Schmelzphasentechnikums abschließen konnte.

Die Umsetzung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten erfolgt in enger Zusammenarbeit mit internen und externen Partnern und Kunden, dem Produktmanagement, den Fertigungsbetrieben und den firmeneigenen akkreditierten Prüflaboratorien.

voestalpine BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG, Kapfenberg

Anwendungsbezogene Grundlagenforschung wird in Zusammenarbeit mit Universitäten, externen Forschungsinstituten und im Rahmen internationaler Forschungs- und Entwicklungsprojekte durchgeführt, wobei weitestgehend geförderte Kooperationen angestrebt werden. Insbesondere sind die universitären Kooperationen und das K1-MET am COMET-Programm der Bundesregierung zu erwähnen, sowie FFG (nationale Forschungsförderungsgesellschaft) geförderte Projekte.

In den letzten Jahren intensivierte voestalpine Böhler Edelstahl die F&E Aktivitäten im Bereich der Schmelzmetallurgie, um die Hochfahrphase und den laufenden Betrieb des neuen Edelstahlwerks bestmöglich zu unterstützen. Besonderer Schwerpunkt wurde auf die Verfahrensmodellierung und -simulierung gelegt. Zudem befasst sich die F&E mit den Aspekten der Kreislaufwirtschaft und Aufbereitung von Stahlwerksnebenprodukten.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich auf rund 10,1 MEUR bzw. 0,9 % des Umsatzes. Rund 1,4 % des Forschungsaufwandes wurden von externen, öffentlichen Stellen direkt gefördert, wobei die Europäische Union im Horizon 2020/Europe, die nationale Forschungsförderungsgesellschaft, sowie die nationale indirekte Forschungsförderung über COMET-Programme und Christian Doppler Laboratorien zu nennen sind. Der erzielte Deckungsbeitrag mit neuen und modifizierten Produkten ergab sich mit rund 15 MEUR.

VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DES UNTERNEHMENS

Für das Geschäftsjahr 2025/26 rechnen wir im Budget aufgrund der derzeitigen mikro- und makroökonomischen Entwicklungen mit einem leicht steigenden Umsatz im Vergleich zum Vorjahr.

Es wurde die Beschäftigungszahl (ohne Lehrlinge) von 2.235 Mitarbeitern geplant. Diese setzen sich aus 1.529 Arbeitern und 706 Angestellten zusammen.

Für das Geschäftsjahr 2025/26 wurde ein Investitionsvolumen von 23,7 MEUR durch die Division High Performance Metals genehmigt.

Aktuell ist es notwendig, die globale Wirtschaftsentwicklung (Ukraine-Krieg, die Gaza-Krise, Sicherstellung der Energieversorgung, Einfluss der aktuellen Zollthematiken, Olpreis-, Währungs-, Legierungsentwicklung und Marktdynamik in einzelnen Anwendungssegmenten) zu beobachten, um rechtzeitig reagieren und entsprechende Maßnahmen treffen zu können.

Kapfenberg, am 13. Mai 2025

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 16
Die Geschäftsführung der
voestalpine BÖHLER Edelstahl GmbH
Signiert vard Franz Lichtenegger
Datum: 13.05.2025 11:18:20.39
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Dieses Dokument ist digital signiert!t digital signiert!
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Signatur
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 16
Dipl.-Ing. Dr. GerhardMag. Gunther
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