Inhaltsverzeichnis
Eigentum
Am 13. Dezember 2018 hat die GST Privatstiftung ihren Geschäftsanteil an der Speedline Aluminium- Gießerei GmbH zur Gänze in die Alu-met GmbH eingebracht. Dieser Zustand ist seither unverändert.
Geschäftsverlauf
Das Kerngeschäft der Speedline Aluminium-Gießerei GmbH, als ausschließliches Lohnunternehmen der Alu-met GmbH, ist die Herstellung von Aluminiumpressbolzen. Der Betriebszweck ist das Umschmelzen von Aluminiumschrotten von Kunden und vom Markt, Vergießen und Wärmebehandeln von Strangpressbolzen.
Im Geschäftsjahr 2025 bestand von Beginn weg eine eher schwache Nachfrage für Strangpressbolzen im Markt und damit auch eine nur beschränkte Auslastung der Gießerei Speedline (Marktrückgang ca. 20% gegenüber den bisherigen Rekordjahren 2021/2022). Dies wurde am gesamten relevanten Markt gesehen. Mit der gesunkenen Nachfrage fielen auch die Bolzenprämien bei Vollpreisgeschäften. Der Gaspreis hat sich für 2025 gegenüber den Jahren 2020-2023 verdoppelt. Die Alu-met hat den Gaspreis zum größeren Teil im vorhinaus gedeckt und den Rest im Spot bezogen, damit wurde ein durchaus guter Durchschnittspreis im Jahr 2025 erzielt!
Für die Speedline als Sekundäraluminium verarbeitendes Unternehmen, ist dabei die immer stärkere Nachfrage vom Markt nach möglichst CO2 neutralen Aluminiumbolzen von Bedeutung. Die Speedline Aluminium-Gießerei GmbH erfüllt diese Anforderungen mit einem hohen Schrotteinsatz an Aluminiumschrotten. Der Anteil vom Einsatz an Primäraluminium hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Grund dafür war die weiterhin fehlende Verfügbarkeit von geeigneten Schrotten. In jedem Fall wurde versucht, möglichst Primärmetall einzusetzen, welches aus mittels Wasserkraft erzeugter Energie gewonnen wird („Grünes Aluminium“).
Der Klimaschutz und der damit verbundene sorgsame Umgang mit Ressourcen stehen mit im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der Speedline Aluminium-Gießerei GmbH. Neben dem schon erwähnten „Green Aluminium” kaufen wir auch gezielt „Grünen Strom” zu, der nachweislich aus erneuerbarer Erzeugung stammt (Wasserkraft). Das Unternehmen zertifizierte sich in der Aluminium Stewardship Initiative (ASI), als ein Unternehmen in welchem hohe Werteansprüche gegeben sind, im Einzelnen beschrieben im neuen Nachhaltigkeitsreport der Alu-met 2024 auf der Unternehmens-Homepage. www.alu-met.com
Im Herbst 2024 wurde bei der Speedline Aluminium-Gießerei GmbH in Schlins am Dach der sgn. Primärhalle eine weitere kleinere PV-Anlage (ca. 0,2 GWh) in Betrieb genommen, die etwas über 10% des aktuellen Strombedarfs mit erneuerbarer Energie deckt. Im Sommer 2025 musste der Gießzylinder getauscht werden, dies wurde wie geplant erfolgreich in 2 Wochen durchgeführt. Weitere kleinere Instandhaltungsmaßnahmen wurden im Winterstillstand durchgeführt. Ein aktualisierter neuer Nachhaltigkeitsbericht wird in 2026 erstellt und veröffentlicht.
Die aktuelle EPD (Environmental Product Declaration) ist auf der Homepage www.alu-met.com nachzulesen. In 2026 wird ein aktuelles EPD durchgeführt und publiziert.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Die Speedline Aluminium-Gießerei GmbH ist ständig bemüht das Arbeitsumfeld ihrer Mitarbeiter sicher zu gestalten und die Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden. Ebenfalls wird laufend in effizientere Arbeitsabläufe im Bereich Umweltschutz und Produktivität investiert. Weiterführung von KVP (Kontinuierlichen Verbesserungsprozess) mit interbetrieblichen Vorschlagswesen – es wurden gute Fortschritte bei der Einreichung von Verbesserungsvorschlägen gemacht.
Wir hatten bei der Speedline 2025 insgesamt 2 meldepflichtige Unfälle (2 x Handverletzungen), zum Vergleich in 2024 waren es 3 Unfälle. Bei den beiden Unfällen sind nur kleinere Verletzungen aufgetreten. Deren Analyse ergab in den vorliegenden Fällen eine unsichere persönliche Vorgehensweise abseits der üblichen Routinen.
Es gab bei der gesamten Lieferung von Speedline (ca. 68.000to Bolzen = ca. 2.850 LKW’s) in 2025 insgesamt 2 Hinweisreklamationen und keine Kundenreklamationen.
Kennzahlen
| Eigenkapitalquote | 2024 | 2025 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 6.397.938,51 | 4.700.431,14 |
| Gesamtkapital | 15.622.900,11 | 15.703.624,18 |
| Eigenkapitalquote | 40,84% | 29,93% |
Die Eigenkapitalquote ist 2025 auf 29,93% gegenüber 2024 gesungen. Dies ist im Wesentlichen durch einen Jahresfehlbetrag von Mio. € 1,68 zu erklären.
| Anlagenintensität | 2024 | 2025 |
|---|---|---|
| Anlagevermögen | 12.099.937,85 | 11.314.021,00 |
| Gesamtkapital | 15.622.900,11 | 15.703.624,18 |
| Anlagenintensität | 77,45% | 72,05% |
| EBIT | 2024 | 2025 |
| Ergebnis nach Steuern | -260.652,66 | -1.679.507,37 |
| zuzüglich Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 204.002,57 | 199.084,76 |
| abzüglich Zinserträge | 0.00 | 0.00 |
| zuzüglich Steueraufwand | -3.238,65 | 3.072,40 |
| EBIT | -53.411,44 | -1.477.350,21 |
| Umsatz-Rentabilität ROS (Return On Sales) | 2024 | 2025 | |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) Umsatzerlöse | -53.411,44 17.427.453,88 | -1.477.350,21 15.998.329,92 | |
| ROS | -0,31% | -09,23% | |
| Berechnungsformel | |||
|---|---|---|---|
| Nettoverschuldungsgrad | 2024 | 2025 | |
| Fremdkapital - liquide Mittel | 99,59% | 119,96% | |
| Eigenkapital | |||
Wesentliche Risiken
Der seit Februar 2022 alles beherrschende Ukraine Krieg führt nach wie vor zu einer Verwerfung (RUSAL wurde als Aluminiumlieferant in Europa stark eingeschränkt bzw. ausgeschlossen) und Verunsicherung in Hinblick der Rohstoff- und Energieverfügbarkeiten in Mitteleuropa (hier vor allem Deutschland und Österreich).
Nach den vergangenen markanten Preisspitzen an Börsen und Märkten in den Jahren 2022 / 2023, gehen nun die Preise 2025 wieder auf stabilere Niveaus zurück. Jedoch liegt das derzeitige Energiepreisniveau für Gas und Strom (bzw. Sauerstoff) nach wie vor höher im Verhältnis zu den Jahren bis 2021.
Die Konjunkturaussichten für 2026 und die damit zu erwartenden Bedarfe für Aluminium-Profile (und somit auch von Strangpressbolzen) erholen sich nur langsam. Durch den Iran-Konflikt (28.2.2026) ergeben sich neue Einflüsse in Puncto Energie (Gas, Öl) und Aluminium. Durch die teilweise Sperre der Strasse von Hormus kommt es zu einem Ausfall von Lieferungen der Elektrolysen der Golfstaaten (Rohaluminium in Form von Masseln und Sow bzw. in Form von Walzbarren und Strangpressbolzen).
Die ersten beiden Monate 2026 stellten sich daher eher schwach dar, die Vorschau auf das restliche erste JH 2026 sieht dagegen auf Budgethöhe aus (auch wegen des Iran-Konfliktes). Da aber vor allem die Baubranche und Automobilindustrie unter geringen Auftragseingängen leidet, muss sich das 2 HJ 2026 erst zeigen, welche Auswirkungen die globalen politischen Ereignisse haben. Die generelle Kostensteigerung im Einkauf (Material, Energie) bzw. bei den Personalkosten sind real und können aber nur teilweise an die Kunden weitergegeben werden.
Forschung und Entwicklung
Schwerpunkt der Technologie-Entwicklung in der Speedline ist eine ständige Prozessoptimierung und Reduktion von Verbräuchen an Material und Energie bzw. die Minimierung von Qualitätsschwankungen in Zusammenhang mit einer Prozessstabilisierung. In 2025 wurde eine Masterarbeit mit der Montanuniversität Leoben, Prof. Antrekowitsch, Lehrstuhl für Nichteisenmetallurgie erfolgreich durchgeführt. Die Möglichkeit intern technisch- technologische Untersuchungen durchzuführen, hilft bei
der genaueren Charakterisierung und führt zu einer verbesserten Prozessüberwachung unserer Produktion. Der Produktionsausfall wegen Qualitätsschrott liegt wieder deutlich unter 1% Verschrottung und ist damit ein branchenweit ausgezeichneter Wert.
Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Die Speedline wird weiterhin den Anteil an höherwertigen Produkten (spezielle 6xxx-Legierungen) und längerfristig auch die Gesamtmenge wieder steigern. Durch die erfolgreiche Inbetriebnahme eines neuen Steuersystems an der Gießanlage (durch Fa. Wagstaff) nach 15 Jahren, wird die Betriebssicherheit in die weitere Zukunft abgesichert. Mit der Inbetriebnahme und Probeproduktion des Vorschmelzofen VSO in 2024/25 können nun wesentliche Mengen noch energieeffizienter produziert werden. Das Projekt des VSO wurde gefördert aus Mitteln der Umweltförderung des Bundesministeriums für Umweltschutz (BMLUK).
Die Reduktion der spezifischen Fertigungskosten und dabei die Reduktion des Energieverbrauches bleiben auch für die Zukunft maßgebliche Zielkenngrößen, für welche in den Folgejahren weiteren Investitionen beschlossen wurden.
Die Sicherheit unserer Mitarbeiter steht an erster Stelle und wird von der Geschäftsleitung und den Betriebsleitern direkt geführt und geleitet!
Zweigniederlassungen
Die Gesellschaft verfügt über keine Zweigniederlassungen.
Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag
Nach dem Abschlussstichtag waren keine Ereignisse von besonderer Bedeutung.
Schlins, am 01. Agril 2026
Di. Dr/techn. Serhard Anger
Geschäftsführer