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Lagebericht 2024/25

SPL Tele Group GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. März 2025 · Eingereicht am 09. Dez. 2025

Inhaltsverzeichnis

für das Geschäftsjahr 01. April 2024 bis 31. März 2025

1. Wirtschaftliches Umfeld

1.1 Allgemeine wirtschaftliche Lage

Die Österreichische Nationalbank (OeNB) geht in ihrem aktuellen konjunkturellen Ausblick für Österreich (Quellen: Gesamtwirtschaftliche Prognose der OeNB für Österreich 2024 bis 2027 (Dezember 2024) sowie Interimsprognose für Österreich (März 2025)) nach einer rezessiven Entwicklung in den Jahren 2023 und 2024 für die Jahre 2025 bis 2027 von einer konjunkturellen Stabilisierung der generellen wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2025 und einem moderaten Wachstum in den Jahren 2026 und 2027 aus. Trotz verbesserter Wachstumsaussichten im zweiten Halbjahr 2025 soll das reale BIP als Folge eines rezessiven ersten Halbjahres 2025 im Gesamtjahr 2025 mit -0,1% noch stagnieren. Für den weiteren Prognosezeitraum wird beim realen BIP mit einer konjunkturellen Erholung bzw. mit Wachstumsraten von jeweils +1,2% in den Jahren 2026 und 2027 gerechnet. Als Ursachen für die Erholung werden u.a. eine sich stabilisierenden Inflationsentwicklung, steigenden Vertrauenswerte von Industrie und Konsumenten, sinkende Zinsen sowie verbesserte Wachstumsaussichten auf wichtigen Absatzmärkten wie Deutschland angeführt.

Die aktuelle Zurückhaltung im privaten Konsum, trotz starker Reallohnzuwächse im Jahr 2024, ist eine der Hauptursachen für die derzeitige Schwächephase. Die gegenwärtig rückläufigen Inflationsraten und der damit verbundene Rückgang der Unsicherheiten soll kurzfristig zu einer Beschleunigung im Konsumwachstum und einem Rückgang in der Sparquote führen, wodurch die OeNB beim privaten Konsum von einer Zunahme in Höhe von +0,7% im Jahr 2025 ausgeht. Für die Nachfolgejahre prognostiziert die OeNB beim privaten Konsum ein zum realen BIP vergleichbares Wachstum von +1,6% im Jahr 2026 und von +1,4% im Jahr 2027. Die Treiber für die Erholung beim privaten Konsum sollen einerseits Reallohnzuwächse und ein Beschäftigungswachstum und andererseits ein nachhaltiger Rückgang in der Sparquote sein.

Die Investitionstätigkeit hat stark negativ auf die Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen reagiert, was im vergangenen Jahr 2024 zu einem weiteren Rückgang der Bruttoanlageninvestitionen in Höhe von -2,8% geführt hat. Gemäß Prognose der OeNB soll sich diese negative Entwicklung drehen bzw. wird bei den Bruttoanlageninvestitionen im Jahr 2025 mit einem Zuwachs von +1,5% gerechnet. Für die Nachfolgejahre wird bei den Bruttoanlageninvestitionen weiterhin mit einer moderaten Wachstumsdynamik bzw. einem Anstieg von +1,9% im Jahr 2026 bzw. von +1,1% im Jahr 2027 gerechnet. Positive Impulse für die Investitionstätigkeit sollen vor allem aus dem Bereich Forschung und Entwicklung sowie aus einer Erholung im Wohnbau kommen.

Aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen auf den österreichischen Exportmärkten geht die OeNB in ihrer aktuellen Prognose bei den realen Exporten von einem deutlichen Rückgang in Höhe von -3,9% im Jahr 2024 und einer Erholung bzw. einem Wachstum von +1,3% im Jahr 2025 aus. Für den weiteren Prognosezeitraum wird mit einer Fortsetzung der Erholung bzw. des

Wachstums bei den realen Exporten in Höhe von +2,5% im Jahr 2026 bzw. + 2,4% im Jahr 2027 gerechnet, wobei hier hohe Prognoseunsicherheiten bestehen, welche sich durch die Möglichkeit eines weltweiten Handelskrieges als Folge von US-Importzöllen ergeben.

Betreffend die HVPI-Inflationsrate geht die OeNB davon aus, dass sich diese im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf +2,9% reduziert, wobei der Rückgang der Inflationsrate auf sämtliche Hauptkomponenten des HVPI zurückzuführen ist. Es wird jedoch erwartet, dass der rückläufige Verlauf der Inflationsrate durch aktuell ungünstige Entwicklungen bei den Energieund Dienstleistungspreisen gestoppt wird, wodurch die OeNB eine im Jahresvergleich unveränderte HVPI-Inflationsrate von +2,9% im Jahr 2025 prognostiziert. Rückläufige Tendenzen bei der Energie- und Dienstleistungsinflation sollen dann zu HVPI-Inflationsraten von +2,3% im Jahr 2026 bzw. +2,1% im Jahr 2027 und somit zu einer Annäherung an den Zielwert des Euro- Systems von +2,0% führen.

Der Arbeitsmarkt hat sich bisher angesichts der Konjunkturschwäche als sehr robust erwiesen. Bezüglich der Arbeitsmarktentwicklung geht die OeNB in ihrer aktuellen Prognose deshalb davon aus, dass die Arbeitslosenquote als Folge der durchlaufenen Rezession nur moderat von 5,2% im Jahr 2024 auf 5,3% im Jahr 2025 steigen wird. Weiters geht die OeNB davon aus, dass sich die Arbeitslosenquote aufgrund der prognostizierten konjunkturellen Erholung in den Folgejahren wieder rückläufig entwickeln wird bzw. sich auf 5,1% im Jahr 2026 und 5,0% im Jahr 2027 belaufen wird.

Die im Rahmen der gesamtwirtschaftlichen Prognose der OeNB für Österreich 2024 bis 2027 (Dezember 2024) getroffenen zentralen Annahmen wurden seitens der OeNB im Rahmen der Interimsprognose für Österreich (März 2025) bei einzelnen Indikatoren teilweise deutlich angepasst. Insbesondere wurden hier aktuelle Entwicklungen im Zusammenhang mit der Konsolidierung des Bundeshaushalts sowie der globalen Zoll- und Handelspolitik berücksichtigt, wodurch beispielhaft das erwartete reale BIP-Wachstum im Jahr 2025 von +0,8% (Prognose DEZ 2024) auf -0,1% (Prognose MAR 2025) gesenkt wurde. Diese kurzfristige Abwärtsrevision in der Prognose der OeNB lässt generell auf unverändert schwierige gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen bzw. auf ein schwächeres externes Umfeld schließen.

Die Deutsche Bundesbank (DB) geht in ihrem aktuellen konjunkturellen Ausblick für Deutschland (Quellen: Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom DEZ 2024 und MAI 2025) im Basisszenario für den Zeitraum 2024 bis 2027 von einem ebenfalls schwierigen wirtschaftlichen Umfeld und von einer zumindest partiell vergleichbaren wirtschaftlichen Entwicklung in Relation zur Prognose der OeNB für Österreich aus. So prognostiziert die DB für die deutsche Wirtschaft im realen BIP nach einem Rückgang von -0,2% im abgelaufenen Jahr 2024 ebenfalls eine konjunkturelle Stagnation bzw. ein nur geringes Wachstum für das Jahr 2025 in Höhe von +0,2%. Für die Folgejahre wird für Deutschland eine konjunkturelle Erholung bzw. ein BIP-Wachstum von +0,8% im Jahr 2026 und von +0,9% im Jahr 2027 erwartet. Als Ursachen für die erwartete Erholung der deutschen Wirtschaft werden unter anderem eine stärkere Nachfrage bei Exporten als auch stützende staatliche Investitions- und Konsumausgaben gesehen.

Während der private Konsum in Folge der generellen rezessiven Entwicklung im Jahr 2024 mit +0,1% weitgehend stagnierte, wird für das Jahr 2025 ein geringes Wachstum von +0,4% sowie ein weiterer Anstieg von +0,8% für das Jahr 2026 bzw. von +0,7% für das Jahr 2027 prognostiziert. Als

Hauptursachen für die positivere Entwicklung des privaten Konsums ab dem Jahr 2026 werden ein Rückgang in der Sparquote sowie höhere real verfügbare Einkommen der privaten Haushalte gesehen, welche in Folge einer nachlassenden Inflation sowie einer Erholung der Konjunktur und des Arbeitsmarkts wieder steigen sollen.

Die Bruttoanlageninvestitionen werden nach einem deutlichen Rückgang von -2,7% im Jahr 2024 auch im Folgejahr 2025 um -0,6% schrumpfen, sollen jedoch in den Jahren 2026 mit +1,6% und 2027 mit +1,3% wieder zulegen. Als Hauptursachen für die erwartete rückläufige Entwicklung im Jahr 2025 führt die DB sowohl eine geringere Nachfrage nach Investitionsgütern als Folge unterausgelasteter Kapazitäten als auch eine anhaltende Schwäche der Exportindustrie an. Eine erhöhte Auslastung der Kapazitäten sowie günstigere Finanzierungskonditionen sollen ab dem Jahr 2026 wieder zu einer Belebung der Investitionstätigkeit führen.

Gemäß Prognose der DB sollen die Exporte zunächst ebenfalls eine sinkende Entwicklung zeigen, wobei konkret von einem Rückgang von -0,6% im Jahr 2024 und von -0,8% im Jahr 2025 ausgegangen wird. In weiterer Folge wird bei den Exporten im Prognosezeitraum mit einem Wachstum von +1,8% im Jahr 2026 sowie einem weiteren Anstieg in Höhe von +2,1% im Jahr 2027 gerechnet. Die von der DB antizipierte robuste Weltwirtschaft soll die Auslandsnachfrage und somit die exportorientierte Industrieproduktion positiv beeinflussen.

Beim HVP-Index geht die DB von einer weitgehend konstanten HVPI-Inflationsrate von +2,5% im Jahr 2024 sowie +2,4% im Jahr 2025 und von einem geringen Rückgang der HVPI-Inflationsrate auf +2,1% im Jahr 2026 und +1,9% im Jahr 2027 aus. Nachlaufende Effekte der geldpolitischen Straffung sollen hier Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln und Dienstleistungen entsprechend entgegenwirken.

Die anhaltende Schwäche der deutschen Wirtschaft beeinträchtigt den Arbeitsmarkt merklich, wodurch die DB bei der Arbeitslosenquote von einem Anstieg von 6,0% im Jahr 2024 auf 6,3% im Jahr 2025 ausgeht. Für die Folgejahre wird jedoch wieder mit einem Rückgang in der Arbeitslosenquote auf 6,0% im Jahr 2026 bzw. auf 5,7% im Jahr 2027 gerechnet. Die erwartete konjunkturelle Erholung soll zu einer steigenden Erwerbstätigkeit und somit zu einem Sinken der Arbeitslosenquote ab dem Jahr 2026 führen.

Abschließend sei angemerkt, dass sowohl die oben angeführten langfristigen Prognosen der OeNB für Österreich als auch jene der DB für Deutschland teilweise auf Annahmen beruhen, die auf den Rahmenbedingungen bzw. dem Informationsstand mit Ende 2024 aufbauen. Der unverändert andauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, neue geopolitische Risiken in Verbindung mit dem Nahen Osten sowie hohe Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Energieversorgung und mit wirtschaftlichem Protektionismus können zu signifikanten Abweichungen im Vergleich zu den beiden oben angeführten Basisszenarien führen. Negative Abweichungen bei den getroffenen Annahmen (z.B. die Auswirkungen von Zollerhöhungen auf Exporte) werden in einer Verschlechterung der Prognosewerte für das wirtschaftliche Makroumfeld in Osterreich und / oder Deutschland im Jahr 2025 resultieren, wobei sich das Ausmaß der Abweichungen aufgrund der teilweisen Kurzfristigkeit der Entwicklungen gegenwärtig nur bedingt abschätzen lässt. Vor diesem Hintergrund haben sowohl die OeNB für Österreich als auch die DB für Deutschland ihre kurzfristigen Prognosen im Jahr 2025 bereits teilweise deutlich nach unten revidiert.

1.2 Geschäftsaktivitäten und Marktentwicklung

Die Geschäftsaktivitäten der SPL Tele Group GmbH umfassen im Wesentlichen die Erbringung von Holding-Tätigkeiten sowie von Konzerndienstleistungen. Die Geschäftsaktivitäten der Tochtergesellschaften umfassen im Bereich Telekommunikation (Mobilfunk-, Fest- und Glasfasernetze) die Planung, den Vertrieb, die Projektierung, die Lieferung, Montage und Inbetriebsetzung, die Wartung und die Produktentwicklung und Herstellung sowie im Bereich Photovoltaik, Elektromobilität und Speichersysteme den Betrieb und die Wartung von Infrastrukturanlagen. Zusätzlich werden Logistik- und Transport-Dienstleistungen im Telko- und Non-Telko-Bereich angeboten. Außerdem entwickelt die SPL Tele Gruppe eigene Softwarelösungen im Bereich BSS (Business Support Software) sowie für die Planung, Bau, Dokumentation und Betrieb von Glasfasernetzen. Diese Entwicklungen werden intern verwendet sowie extern vertrieben.

Die Kunden der SPL Tele Gruppe im Bereich Telekommunikation (Mobilfunk-, Fest- und Glasfasernetze) sind die staatlichen und privaten Telekombetreiber sowie Systemhersteller mit einem regionalen Fokus auf den Ländern Österreich und Deutschland. Das österreichische und deutsche Marktumfeld, in welchem die SPL Tele Gruppe tätig ist, ist geprägt von einem unverändert anhaltenden Bedarf der Telekombetreiber, ihre Netzinfrastruktur durch entsprechende Investitionen auszubauen und zu modernisieren. Treiber der Investitionstätigkeit sind hier unter anderem eine neue Mobilfunk-Generation (5G), hohe Zuwachsraten im mobilen Datenverkehr (Mobilfunkbereich), Investitionsprogramme von Telekombetreibern und öffentlichen Institutionen im Ausbau der Breitband-Infrastruktur (FTTH) für private Haushalte und Unternehmen (Fest- und Glasfasernetzbereich).

Weitere Kunden der SPL Tele Gruppe im Bereich Photovoltaik, Elektromobilität und Speichersysteme sind die Errichter und Betreiber von Photovoltaikanlagen sowie Ladeinfrastrukturlösungen mit einem regionalen Fokus auf den Ländern Österreich und Deutschland. Das österreichische und deutsche Marktumfeld, in welchem die SPL Tele Gruppe tätig ist, ist geprägt von Klima- und Transformationsinitiativen bzw. durch die klimaneutrale Gestaltung von Produktionsprozessen. Positive Impulse für die Investitionstätigkeit resultieren hier unter anderem aus dem wachsenden Bedarf nach erneuerbare Energien, aus dem Zuwachs an Elektrokraftfahrzeugen sowie der wachsenden Nachfrage seitens der Betreiber, die errichteten Infrastrukturkapazitäten zu betreiben und zu warten.

Wir erwarten eine ausreichend positive und nachhaltige Entwicklung der adressierten Märkte sowohl in den Geschäftsbereichen Mobilfunk-, Fest- und Glasfasernetze als auch Photovoltaik, Elektromobilität und Speichersysteme.

2. Geschäftsentwicklung und wirtschaftliche Lage des Unternehmens

2.1 Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2024/2025

Die SPL Tele Group GmbH konnte im Geschäftsjahr 2024/2025 einen Umsatz in Höhe von TEUR 9.452 erzielen. Dies entspricht einer Steigerung in Höhe von TEUR 194 bzw. +2,1% gegenüber dem Vorjahresumsatz 2023/2024 (TEUR 9.258). Die Betriebsleistung 2024/2025

(Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) steigerte sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 9.091 um TEUR 361 (+4,0%) auf TEUR 9.452.

Das EBITDA des Unternehmens beläuft sich im Geschäftsjahr 2024/2025 auf TEUR -21. Dies entspricht einer Verringerung in Höhe von TEUR -753 (-102,8%) gegenüber dem Vorjahreswert von TEUR 732. Das Finanzergebnis verbesserte sich im Geschäftsjahr 2024/2025 gegenüber dem Vorjahr von TEUR 3.900 um TEUR 6.111 (+156,7%) auf TEUR 10.011. Der Jahresüberschuss erhöhte sich im Geschäftsjahr 2024/2025 von TEUR 3.029 auf TEUR 8.648, was einen Zuwachs um TEUR 5.619 (+185,5%) im Vergleich zum Vorjahr darstellt.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass durch die im Geschäftsjahr 2018/2019 durchgeführte Umstellung im Geschäftsmodell (Beendigung der Personalüberlassungen als Folge der konzerninternen Übertragung von Mitarbeitern) die Verrechnung von Konzerndienstleistungen an die Konzerngesellschaften die Hauptumsatzquelle der SPL Tele Group GmbH darstellt. Die Vergütung der Holding-Tätigkeiten erfolgt im Finanzergebnis primär im Rahmen der Erträge aus Beteiligungen, welche gegenüber dem Vorjahrswert 2023/2024 in Höhe von TEUR 5.000 im Geschäftsjahr 2024/2025 um TEUR 5.500 (+110%) auf TEUR 10.500 angestiegen sind.

2.2 Sonstige finanzielle Leistungsindikatoren

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
Kennziffer / Jahr:GJ 2024/2025GJ 2023/2024
Bilanzsumme:TEUR 46.150TEUR 34.831
Eigenmitte lquote: (Eigenkapital* / Bilanzsumme)43,9%41,8%
ROI: (Betriebserfolg / Gesamtkapital)-0,4%1,6%
Nettofinanzverbindlichkeiten:TEUR -2.186TEUR 28
(Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten abzüglich
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten)
*Eigenkapital inklusive allfälliger nachrangiger Gesellschafterdarlehen

3. Voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens

3.1 Voraussichtliche Entwicklung 2025/2026

Die SPL Tele Gruppe geht auf Basis der beschlossenen Strategie, der aktuellen Marktentwicklung, des anhaltenden Investitionsbedarfs der Mobilfunk-, Festnetz- und Glasfasernetzbetreiber, der notwendigen Klima- und Transformationsinitiativen sowie des aktuell guten Auftragsstandes von einer gesicherten kurz- bis mittelfristigen Grundauslastung sowie langfristig von einer nachhaltig positiven Entwicklung aus. Unsicherheiten für die kurz-, mittel- und langfristige Entwicklung der

Unternehmensgruppe kommen gegenwärtig primär aus dem allgemeinen wirtschaftlichen Umfeld auf den relevanten Märkten Osterreich und Deutschland, deren konjunkturellen Entwicklungen durch die Auswirkungen der bestehenden geopolitischen Risiken, vor allem im Zusammenhang mit dem anhaltenden Ukraine-Krieg sowie einer Ausweitung des Nahostkonflikts, sowie durch unverändert hohe Unsicherheiten im Zusammenhang mit wirtschaftlichem Protektionismus, der Energieversorgung sowie der Inflationsentwicklung negativ beeinträchtigt bzw. gebremst werden. Diese Entwicklungen können aus Sicht der SPL Tele Gruppe zu Verteuerungen bei wichtigen Rohstoffen (z.B. Energie und Kraftstoffe) und Vorleistungsgütern (z.B. Photovoltaikmodule), zu erneuten Lieferkettenstörungen sowie zu einem Anstieg der Personalkosten führen. Anderseits steigern diese Entwicklungen auch die Nachfrage bezüglich der von der SPL Tele Gruppe angebotenen Dienstleistungen in den Bereichen Photovoltaik, Speichersysteme sowie Elektromobilität. In Summe gehen wir aus aktueller Sicht in den Bereichen Mobilfunk-, Fest- und Glasfasernetze sowie in den Bereichen erneuerbare Energien, Elektromobilität sowie Speichersysteme nur von einer allfällig temporären bzw. eingeschränkt negativen Beeinträchtigung der zukünftigen Geschäftstätigkeit aus, wodurch unverändert ein langfristig positives Marktumfeld erwartet wird.

Gegenwärtig basiert unsere Planung in Übereinstimmung mit den Basisszenarien der Österreichischen Nationalbank und der Deutschen Bundesbank auf der Annahme, dass die Rezession mit Ende 2025 überwunden ist und dass es zu einer konjunkturellen Erholung in den Jahren 2026 sowie 2027 und somit zu einem verbesserten allgemeinen wirtschaftlichen Umfeld kommen wird. Auf Basis der oben ausgeführten erwarteten Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geht die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2025/2026 von einer positiven Entwicklung der SPL Tele Gruppe und somit von einem weiterhin hohen Niveau beim Umsatz sowie in der Betriebsleistung aus. Kurz- bis mittelfristig kann jedoch eine signifikante Verschlechterung der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die erneute Verschärfung von Preisentwicklungen und Lieferengpässen zu einer Beeinträchtigung der Geschäftstätigkeit und somit der wirtschaftlichen Verhältnisse führen.

Zusammenfassend wird angemerkt, dass für die Einschätzung der Gesamtentwicklung des Geschäftsjahres 2025/2026 der konkrete weitere Verlauf der oben ausgeführten Entwicklungen entsprechend bedeutsam ist. Sofern die oben angeführten Risiken schlagend werden, ist gegenüber den oben angeführten Prognosen mit entsprechenden negativen Abweichungen zu rechnen, welche sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht klar abschätzen und quantifizieren lassen. Die Unternehmensgruppe verfügt jedoch über signifikante freie Finanzierungsfazilitäten, um allfälligen Ergebnisausfällen adäquat zu begegnen.

Auf Basis der im Geschäftsjahr 2018/2019 umgesetzten Neuausrichtung der Geschäftstätigkeit der SPL Tele Group GmbH mit Fokussierung der personellen Ressourcen auf die Geschäftsaktivitäten Konzerndienstleistungen und Holding-Tätigkeiten und unter Bezugnahme auf die oben erläuterte erwartete Entwicklung der SPL Tele Gruppe geht die Geschäftsführung der SPL Tele Group GmbH auch auf Ebene der Einzelgesellschaft von einer nachhaltig positiven Entwicklung aus.

Die in diesem Bericht angeführten zukunftsgerichteten Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen der Geschäftsführung sowie auf den der Geschäftsführung zur Verfügung stehenden Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien

der darin genannten zukünftigen Ereignisse und Ergebnisse zu verstehen. Vielmehr sind zukünftige Entwicklungen und Ergebnisse von einer Vielzahl von Faktoren abhängig, die verschiedenen Risiken und Unabwägbarkeiten unterliegen, wodurch sich getroffene Annahmen möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Das Unternehmen übernimmt insofern auch keine Verpflichtung, die in diesem Bericht getroffenen zukunftsgerichteten Aussagen an künftige Entwicklungen oder Ereignisse anzupassen.

3.2 Chancen- und Risikomanagement

Die SPL Tele Gruppe ist aufgrund ihrer Strategie und operativen Tätigkeiten mit unterschiedlichen Chancen und Risiken konfrontiert. Das Chancen- und Risikomanagement wird dabei als zentrales Instrument der Unternehmenssteuerung gesehen, welches einerseits den langfristigen Bestand des Unternehmens sichern und andererseits jene Wachstums- und Erfolgspotentiale heben soll, die einen positiven Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ausüben. Bestandteile des implementierten Chancen- und Risikomanagements sind unter anderem die konzernweiten Planungs- und Kontrollsysteme sowie Richtlinien. Zur Überwachung der Chancen und Risiken werden laufend spezifische Berichtssysteme konzipiert und implementiert sowie bei Bedarf weiterentwickelt.

In der laufenden Umsetzung des Risikomanagements sind sowohl interne und externe Funktionen als auch Dienstleister eingebunden. Dazu zählen unter anderem die internen Stabsstellen Accounting, Controlling und Qualitätsmanagement sowie externe Dienstleister in den Bereichen Recht und Audit. Für versicherbare Risiken erfolgt eine Zusammenarbeit mit Versicherungsunternehmen, die über einen externen Makler betreut werden.

Folgende Risikofelder wurden im Geschäftsjahr 2024/2025 identifiziert:

Risiken im Zusammenhang mit der konjunkturellen Entwicklung

Als Unternehmensgruppe im Dienstleistungsbereich wird die Geschäftsentwicklung in hohem Ausmaß von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Nachfrage der Kunden beeinflusst. Dem Investitionsverhalten der Zielkunden kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. Dem konjunkturellen Risiko wird insofern aktiv begegnet, als auf Konzernebene einerseits eine Expansionsstrategie (Diversifikation über mehrere strategische Geschäftsbereiche) und andererseits eine Internationalisierungsstrategie (Diversifikation über zusätzliche Regionen / Märkte) zwecks Risikoausgleich umgesetzt wird. Zusätzlich wird ein umfassendes Projekt- Reporting implementiert. Mittels laufender Analyse und Steuerung auf Projekt-Ebene wird gewährleistet, dass zeitnahe Maßnahmen ergriffen werden können, um Fehlentwicklungen zu korrigieren oder deren nachteilige Auswirkungen zu minimieren.

Preisänderungsrisiko

Hier wird versucht, durch den Abschluss von fixen Vereinbarungen mit den Lieferanten das Preisänderungsrisiko so gering wie möglich zu halten. Das Management ist davon überzeugt, dass die vorhandenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in den zukünftigen Aufträgen Deckung finden werden.

Ausfallsrisiko

Die Bonität der Kunden der Unternehmensgruppe wird laufend überprüft und es wird ausschließlich mit Kunden mit ausgezeichneter Bonität zusammengearbeitet. Allfällige Ausfallsrisiken werden im Rahmen der Ermittlung der Wertberichtigungen berücksichtigt.

Liquiditätsrisiko

Die Finanzierung erfolgt über die verhandelten Kreditlinien mit namhaften österreichischen Bankinstituten sowie durch eine Finanzierung mittels Factorings und ist längerfristig sichergestellt. Weiters ist die Geschäftsführung bestrebt, die ausstehenden Forderungen zeitgerecht einzutreiben.

Cash Flow-Risiko

Die Geschäftsführung betreibt eine aktive Politik des Managements des Working Capitals, sodass davon ausgegangen wird, dass die Gesellschaft in der Lage sein wird, ihre Zahlungen jederzeit pünktlich entrichten zu können.

Personalrisiken

Die Mitarbeiter der SPL Tele Gruppe sind die zentrale Säule der Unternehmenskultur sowie des Unternehmenserfolges. Die Entwicklung des Unternehmens hängt maßgeblich davon ab, inwieweit es gelingt, Mitarbeiter mit hoher Qualifikation und Motivation in der erforderlichen Anzahl zu identifizieren und anzustellen, diese im Unternehmen zu integrieren sowie dauerhaft zu binden. Die Aus- und Weiterbildung sowie zusätzliche Instrumente der Personalentwicklung werden als zentrale Faktoren für die Mitarbeitermotivation und Mitarbeiterbindung sowie die Umsetzung einer erfolgsorientierten Unternehmenskultur gesehen.

4. Sonstige Unternehmensangaben

4.1 Forschung und Entwicklung

Die SPL Tele Group GmbH betreibt keine eigene Forschung und Entwicklung. In der SPL Tele Gruppe wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/2025 das eigenständige Projektabwicklungstool RiMo auf Basis von internen und externen Anforderungen weiterentwickelt und der Einsatz in zusätzlichen Geschäftsbereichen vorangetrieben. Die Schwerpunkte der Entwicklung lagen hier in der Dispatching-Unterstützung (Personaleinsatzplanung) sowie der Integration der neuen APP-Version 2.0 (u.a. Integration Vermessungsprozess von Trassen, Echtzeitverfügbarkeit vom Arbeitsstatus inkl. Dokumentation sowie Progressive Web APP-Technologie) in laufende Projekte und der Integration von selbstfahrenden Staplern in die RiMo-Logistiklösung. Weiters wurde die Reporting- Standardlösung im CPM-Bereich ebenfalls weiterentwickelt, wobei die Schwerpunkte der Weiterentwicklung hier in den Bereichen Integration einer Planungsfunktionalität sowie Herstellung von Standard-Schnittstellen zu Vorsystemen lagen. Ergänzend wurden die Marktbearbeitung sowie die Akquisition von Neukunden forciert.

Im neuen Geschäftsjahr 2025/2026 soll die Software RiMo auf Basis einer spezifizierten Roadmap gezielt weiterentwickelt werden, um Lücken in der Digitalisierung im Office- und Feld-Bereich

(u.a. Incident Management und präventive Wartung) zu schließen und Anpassungen durch den Kunden (mittels Low Code Designer) zu ermöglichen. Die weiteren Schwerpunkte der Weiterentwicklung sollen hier in den Bereichen Automatisation, Standardisierung des Sales Moduls sowie in weiteren Funktionalitäten im Zusammenhang mit der neuen APP 2.0 (u.a. Belegerfassung, Inventory und Reisemodul) liegen. Betreffend der Reporting-Standardlösung im Zusammenhang mit der CPM-Software soll der Schwerpunkt der Weiterentwicklung in der Erweiterung der Planungsfunktionalität um eine kurz- bis mittelfristige Liquiditätsplanung liegen.

4.2 Betriebsstätten (Zweigniederlassungen) der Gesellschaft

Die SPL Tele Group GmbH betreibt neben den Tochtergesellschaften keine Betriebsstätte.

4.3 Mitarbeiter

Mit Stichtag 31. März 2025 beträgt der Mitarbeiterstand 60 Personen (Vorjahr: 62 Personen).

4.4 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Im Geschäftsjahr 2024/2025 wurden die Mitarbeiter kontinuierlich geschult, um den beständig sehr hohen Qualitätsansprüchen unserer Kunden und Lieferanten entsprechen zu können. Für den Bereich Arbeitssicherheit und Arbeitsmedizin gibt es sowohl firmeninternes als auch externes Fachpersonal.

Bei all unseren Aktivitäten ist es uns ein Anliegen, die Aspekte des Umwelt- und Naturschutzes sowie der Ressourcenschonung in alle Prozesse einzubinden.

Wolkersdorf im Weinviertel, am 30. Juni 2025

Geschäftsführung der SPL Tele Group GmbH

FlørjanSchütz, MA

Thomás Robitza

Mag3 Oliver Gissauer

David Planner, MA

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