Inhaltsverzeichnis
agebericht für das Geschäftsjahr 2025
. Wirtschaftsbericht
.1. Geschäftsbereiche und Rahmenbedingungen
Die Gesellschaft betreibt am Standort KarlRödhammerWeg 91, 5424 Bad Vigaun eine private Kuranstalt für die klassische Kur und die Gesundheitsvorsorge „aktiv“ (GVA).
Als Rechtsträgerin betreibt sie eben dort eine private Krankenanstalt in Form eines Sanatori ums (Klinik) mit den Schwerpunkten von orthopädischen und neurochirurgischen, operativen und konservativen Behandlungen.
m dazugehörigen Ambulatorium werden Patienten aus der Region ambulant mit physikali schen Therapien versorgt.
Weiters ist die Gesellschaft Rechtsträgerin einer privaten Krankenanstalt für Rehabilitations maßnahmen von orthopädischen Erkrankungen.
Eine öffentliche Heiltherme und ein öffentliches CaféBistro runden die Geschäftsfelder der Gesellschaft ab.
1.2. Analyse des Geschäftsverlaufes
ei den Nächtigungen konnte 2025 über alle Bereiche ein leichter Zuwachs von 1,3% (177.018) gegenüber der Vorperiode erzielt werden und das Nächtigungsniveau mit ähnlichem Mix wie 2019 (174.280 Nächtigungen) übertroffen werden.
Die Erlöse erhöhten sich über alle Geschäftsbereiche in Summe um 6,9%, das vorläufige Be triebsergebnis I vor Zinsen erhöhte sich um 12% gegenüber der Periode 2024.
as vorläufige Betriebsergebnis II erhöhte sich um 34,6% gegenüber der Vorperiode.
ie Energiekosten sind um rund 49,6% (311 TEUR) höher als 2019 trotz Eigenproduktion von 730.000 KWh.
ie Entwicklung der Ergebnisse zeigt die konstante und wirtschaftliche Robustheit des Betrie bes.
ie Mehrerlöse in der Rehabilitation sind 26,6% Mengen getrieben und 73,4% den Erhöhun gen der Tagsätze zuzurechnen.
ie Steigerung der Erlöse in der Klinik (609 TEUR) ist zu 5,3% Mengen getrieben und 94,7% onnten durch die Erhöhung des Verpflegskostenersatzes generiert werden.
Bei der Beschaffung von Strom und Gas kam es zu einer Kostenerhöhung von 208 TEUR 28,2%) zur Vorperiode.
mgelegt auf den Erlös pro Nächtigung stieg dieser um 5,5%, die variablen Kosten um 1,2%, die Fixkosten um 4% und die Gesamtkosten um 3,5% pro Nächtigung.
nsgesamt konnten die Kosten pro Nächtigung im Bereich der Entwicklung der Jahresinflation 3,6%) gehalten werden.
Die Zuweisungen 2025 sanken um 18% (Kur -6,1%, GVA -13,2%, REHA -24,6%) zum Vergleichszeitraum 2024. Alle Monate wurde die kritische Untergrenze (620) erreicht. Die optimale Anzahl (676) wurde nur im August und im Dezember nicht erreicht.
Der Trend in der Klinik mit einer Belegung von 60% Ortho und 40% Neuro hat sich weiter verfestigt. Die positive Entwicklung der Klinik hat sich 2025 fortgesetzt, dies dokumentiert sich mit einer Zunahme der Belegung von rund 1,4% und einen um rund 25% besseren DB pro Verpflegstag, sowie einer Verkürzung des durchschnittlichen Aufenthaltes von 7,7 auf 7,1 Tage pro Patienten im Vergleich zur Vorperiode.
Im Bereich der Rehabilitation stabilisierte sich die Implementierung des neuen MLP 2.0 seit 1.1.2024 auf hohem Niveau. Evaluierungen der Abläufe und Prozesse mit entsprechenden Anpassungen haben zu guter Prozessqualität, guter Akzeptanz und Zufriedenheit bei den Patienten geführt. Im Bereich der Entlassungs- und Teilhabeberatung hatten wir kurzfristig Engpässe bei den Mitarbeiterressourcen, die durch die Pflege (Case und Care Manager) gut kompensiert wurden. Dafür ein ausdrückliches Dankeschön an alle Mitarbeitenden, die bei der Verfeinerung und Umsetzung des MLP 2.0 beteiligt sind.
1.3. Investitionen
Die Generalsanierung von LH4 mit einer weiteren Aufbringung einer Photovoltaikanlage wurde in den Monaten Sep-Nov. 2025 durchgeführt. Im Jahr 2025 konnten durch die bestehenden Photovoltaikanlagen 731.000 KWh durch Eigenproduktion abgedeckt werden. Bei Vollbetrieb, nunmehr auch mit LH4 seit 01/2026, sollte der Zielwert von 800.000 KWh erreicht werden.
Im ehemaligen Privatrestaurant wurden zwei zusätzliche Therapieräume für die Frühmobilisierung der im Hause operierten Patienten geschaffen.
Für das Alter-G wurde ein eigener zusätzlicher Behandlungsraum geschaffen.
Für die stark anwachsenden Anforderungen in der IT wurden im ehem. Scannerraum (LH6) eine großzügige Büro-, Arbeits- und Lagerlandschaft geschaffen.
Für das QM-Team wurden drei neue Arbeitsplätze im ehem. IT-Raum gestaltet. Die Übersiedlung erfolgte im September.
Bei allen zukünftigen Investitionen stehen nicht mehr quantitative Überlegungen im Vordergrund. Der Schwerpunkt wird weiterhin in Verbesserungen der Aufenthalts- und Behandlungsqualität der Patienten, der Mitarbeiterzufriedenheit, der weiteren Digitalisierung, der Optimierung aller Prozesse und in die Unabhängigkeit von fossiler Energie gesetzt.
1.4. Unsere Mitarbeiter
Die in der Gesellschaft durchschnittlich beschäftigte Zahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr betrug 268 Mitarbeiter (VZA).
Die Betriebsleistung pro VZÄ-Beschäftigtem betrug TEUR 170 (160/2024) der Aufwand pro Beschäftigtem betrug TEUR 72 (68/2024).
Im Geschäftsjahr 2025 feierten folgende Mitarbeiter Dienstjubiläen:
35 Jahre: 1 Person 30 Jahre: 2 Personen 20 Jahre: 2 Personen 15 Jahre: 3 Personen 10 Jahre: 6 Personen
Pensionierungen:
Unser Dank begleitet auch jene 6 Mitarbeiterlnnen, die nach langjähriger Betriebszugehörigkeit ihren wohlverdienten Ruhestand angetreten haben.
.5. Lage der Gesellschaft
.5.1. Vermögenslage
Vermögens
| age | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2025 | 2024 | 2023 | 2022 |
| nlagevermögen | 25.419 | 26.730 | 26.885 | 27.907 |
| mlaufvermögen | 15.343 | 2.428 | 4.256 | 14.153 |
| @umme Aktiva | 40.762 | 39.15H | 41.141 | 42.060 |
| Eigenkapital (inkl. Inv.-Nuschüsse) | 8.086 | 6.169 | 4.846 | 13.612 |
| langfristiges Fremdkapital | 4.327 | 4.835 | 7.960 | 0.186 |
| kurzfristiges Fremdkapital | 18.349 | 8.154 | 8.335 | 8.262 |
| @umme Passiva | 40.762 | 39.15H | 41.141 | 42.060 |
ie Eigenkapitalquote beträgt im Geschäftsjahr 2025 44,37 % (VJ: 41,29 %).
er Verschuldungsgrad beträgt im Geschäftsjahr 2025 125,38 % (VJ: 142,18 %).
.5.2. Finanzlage
| Finanz | ||||
|---|---|---|---|---|
| age | ||||
| in TEUR | 2025 | 2024 | 2023 | 2022 |
| Cash flow aus | ||||
| dem Ergebnis | 1.270 | 9.266 | .823 | .615 |
| Cash flow aus der | ||||
| nvestitionstätigkeit | -1.077 | -2.167 | -1.197 | -894 |
| ash flow aus der | ||||
| Finanzierungstätigkeit | 5.811 | -8.586 | 8.856 | -7.424 |
ie fiktive Schuldentilgungsdauer beträgt im Geschäftsjahr 2025 1,4 Jahre (VJ: 2,1 Jahre).
.5.3. Ertragslage
Ertrags
| age | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2025 | 2024 | 2023 | 022 |
| Rohergeb- | ||||
| nis | 39.606 | 36.754 | 31.848 | 28.210 |
| Betriebliches Ergebnis | 7.615 | 5.818 | 5.318 | 4.012 |
| Finanzergebnis | .293 | .153 | 316 | 440 |
| EBT | .908 | .971 | 5.634 | 4.452 |
| ahresüberschuss | 8.908 | 6.971 | 5.634 | 4.452 |
ie Eigenkapitalrentabilität beträgt im Geschäftsjahr 2025 52,01 % (VJ: 44,95 %).
ie Gesamtkapitalrentabilität beträgt im Geschäftsjahr 2025 22,50 % (VJ: 17,98 %)
2. Besondere Berichtspflichten
2.1. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag
Keine
2.2. Prognosebericht
m ersten Quartal entwickelten sich die Ergebnisse planmäßig. Für 2026 ist ein Cash Flow von und 12 Mio. Euro geplant. Stand heute, wird dieses Ergebnis erzielt werden können.
ie immer noch hohen Beschaffungskosten für Energie (Strom/Gas) werden das Ergebnis negativ beeinflussen. Ebenso die stark gestiegenen Preise bei der Beschaffung von Lebens mitteln, medizinischer Produkte (Medikamente, Implantate) und die extremen Kostensteige ungen bei bestehenden Wartungsverträgen.
ei den Löhnen und Gehältern muss von einer Erhöhung in der Range zwischen 2% bis 3% ausgegangen werden. Stand heute sind die KVVerhandlungen Kur/Reha nicht abgeschlos sen, das gleiche gilt für den GastroKV.
Ziel ist, die Belegung auf dem Niveau von rund 175.000 Nächtigungen zu halten.
as Landhaus 7 wird in den Monaten September bis Ende November generalsaniert. Es er folgt der Einbau von Kühldecken, der Austausch der Fenster, die Erneuerung der Balkonböden und die Angleichung der Balkone. Ebenso werden die Fußböden erneuert, die Nasszellen sa niert und die Gesamtmöblierung der Zimmer neugestaltet.
Durch das Nichtzustandekommen des Ankaufs des Nachbargrundstückes GSTNR 446/6 ist es notwendig, ca. 50 Ersatzparkplätze zu schaffen. Die dazu notwendige Grünfläche ist östlich der Zufahrt zum bestehenden Parkplatz mittlerweile vertraglich gesichert. Die Einreichplanung ist in Vorbereitung. Bis Ende des Jahres sollten diese zusätzlichen Parkplätze fertig gestellt sein.
Weiters ist geplant, das bestehende MülldeponieGebäude abzureißen und an dieser Stelle an der Westseite zum Felsen gerichtet, einen dreigeschossigen Baukörper mit KG, EG, OG zu errichten. Es umfasst eine Optimierung der Lagerflächen im KG sowie eine Optimierung der Müllentsorgung im EG. Ebenfalls wird im EG eine Buffetlandschaft errichtet, die für die Mitarbeiter der Küche aus dem bestehenden Küchenbereich direkt begehbar und bespielbar ist.
n den beiden Obergeschoßen werden 70 Sitzplätze gestaltet. Mitarbeiter, die dort künftig ihre ahlzeiten einnehmen, begehen das neue Restaurant durch externe Zugänge und die Es sensausgabe erfolgt nicht mehr wie bisher, direkt im bestehenden Küchenbereich. Damit ist gewährleistet, dass die zu verpflegenden ca. 150 Mitarbeiter ihre Frühstücks, Mittags und Abendmahlzeiten in zwei Sitzungen in einem ansprechenden, zeitgemäßen Ambiente einneh men können.
Der Restaurantbereich wird so gestaltet, dass er auch als Mitarbeitercampus für Arbeitspau sen, Schulungen und abteilungsweisen Infoveranstaltungen genutzt werden kann.
Ebenso wird die Aufbewahrung und Entsorgung von organischen Küchenabfällen neugestal tet.
2.3. Forschung und Entwicklung
ktuell beteiligen wir uns, zusammen mit Partnern (InInstitut molekulare Sport- und Rehabilitationsmedizin, Paracelsus Medizinische Universität Salzburg, Ludwig Bolzmann Gesellschaft, Salzburg Research, SALK, MedUni Wien) am Forschungsprojekt „Prehab2Rehab“ um zu erforschen, welche Verbesserungen in Operations- und REHA-Prozess für Patienten bei Hüftund Knie-TEPs zu erzielen sind, wenn gezielter Muskelaufbau bereits vor einem operativen Eingriff durchgeführt wird.
it Beginn 2027 sollen wiederum gemeinsam mit Partnern, digitale Technologien zur Leistungsoptimierung bei sportlichen Aktivitäten, zur Reduktion von Unfällen und zur Optimierung von Trainingsabläufen und Strategien zur Rehabilitation, erforscht werden.
3. Risikobericht
3.1. Allgemeine Risiken
ie Medizinische Zentrum Bad Vigaun GmbH ist als Betreiber eines Kur- und Rehabilitationszentrums, einer Klinik und einer Therme den üblicherweise aus diesen Betrieben entstehenden Risiken ausgesetzt.
Unser Unternehmen ist mit dem führenden Versicherungsmakler im Krankenhausbereich, der Ecclesia gut betreut. Die Deckung von Risiken und der Versicherungsbedarf unterliegen dadurch einer ständigen Beobachtung und notwendiger Anpassungen.
ine Deckung der Risiken auf Cyber-Kriminalität ist vor dem Abschluss.
Eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung wurde 2018 abgeschlossen.
Weiters besteht ein ausgewogenes, auf die Bedürfnisse und besonderen Risiken des Unternehmens abgestimmtes internes Kontrollsystem, welches eine Minimierung der aus dem Betrieb entstehenden Risiken zum Ziel hat.
Am 10. und 11.04.2025 wurde ein Rezertifizierungsaudit zur Anpassung der Zertifizierung nach den neuen Normversionen EN ISO 9001:2015 und EN 15224:2016, der Quality Austria durchgeführt. Das Ergebnis des Audits führte zu keinen Abweichungen.
Ein internes Audit wurde am 16.10.2025 durch Merwald Consulting durchgeführt.
ie EN 15224 ist eine Ö-Norm für
Dienstleistungen in der Gesundheitsversorgung
- Qualitätsmanagementsysteme - A nforderungen nach EN ISO 9001:2015.
ie neuen Normversionen beinhalten umfangreiche Neuanforderungen an die Unternehmensführung und die Bewertung des Kontextes der Organisation.
Weiters hat das Unternehmen den umfassenden Umgang mit Chancen und Risiken nachzuweisen und darzustellen.
Wir haben uns für dieses System entschieden, weil es auch unsere klinischen Leistungen, speziell in der Risikobewertung gut abdeckt. Die Zertifizierung ist alternativlos, da sie sowohl
von den Sozialversicherungsträgern als auch von den privaten Krankenversicherungen bei Vertragsabschlüssen eine Voraussetzung darstellt.
m Jahr 2023 beschäftigte sich das Unternehmen erstmals mit der Erstellung eines Nachhal tigkeitsberichtes, der für die Gesellschaft zwar ab dem Berichtsjahr 2025 nunmehr nicht ge setzlich vorgeschrieben ist. Dieser wird zukünftig als begleitendes Workingpaper weiterentwi ckelt, sodass für eventuelle abermalige gesetzliche Änderungen gute Grundlagen vorhanden sind.
m März 2026 wurde dem Unternehmen wieder das Gütesigel für Betriebliche Gesundheits förderung bis 2028 verliehen. Bei Notwendigkeit werden Gesundheitszirkeln mit Mitarbeitern aus allen Abteilungen organisiert um Arbeitsabläufe zu verbessern und zu optimieren.
ie Arbeitszufriedenheit im MZ Bad Vigaun lag 2025 bei 90% um 9% Punkte höher als bei der Befragung sechs Jahre davor (2019).
as „Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung“ ist das offizielle österreichische Qualitätszeichen für Unternehmen, die dauerhafte Maßnahmen für ein gesünderes Arbeitsum feld umsetzen. Es ist die offizielle Anerkennung, ein vorbildlich gesundheitsförderndes Unter nehmen zu sein, für das die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zentralen Stel enwert besitzt.
ie Weiterentwicklung der betrieblichen Gesundheitsförderung ist uns hinsichtlich der Mitar beiterbindung, der Mitarbeiterzufriedenheit und der körperlichen und geistigen Gesundheit un serer Mitarbeiter auch zukünftig weiterhin ein großes Anliegen.
m Rahmen des 40jährigen Bestands unseres Unternehmens wurde dem Unternehmen die erechtigung zur Führung des Salzburger Landeswappens verliehen.
3.2. Marktrisiken
Rahmenverträge mit dem Dachverband der Sozialversicherungsträge bzw. die bilateralen Ver träge mit einzelnen Sozialversicherungsträger sind, bis auf den Rahmenvertrag für die GVA, auf unbestimmte Zeit abgeschlossen.
Es erfolgen periodische Tariferhöhungen zum 1. Jänner, die aufgrund von Verhandlungen mit dem Dachverband der Sozialversicherungsträger bzw. den Sozialversicherungsträgern mit Zusatzvereinbarungen zum Hauptvertrag geregelt werden.
m November 2025 wurde erstmals ein 3Jahresvertrag abgeschlossen, der sämtliche Kur, VA und Rehabilitationstarife stationär und ambulant für den Zeitraum 1.1.2026 bis 31.12.2028 beinhaltet.
ie Erhöhung beträgt 2,5% für 2026, 1,6% für 2027 und 1,8% für 2028. Dies ergibt einen Mittelwert von rund 2% (1,96%).
ie Inflationsentwicklung wird, Stand heute, für diesen Zeitraum höher ausfallen. Trotzdem haben sich die privaten Kur und RehaAnbieter entschlossen, in einem wirtschaftlich schwie rigen Umfeld zuzustimmen, um Planungssicherheit zu erhalten.
Ein Abschluss unter der Inflationsentwicklung wird es den Sozialversicherungsträgern leichter machen, die an sie möglicherweise gestellten Forderungen nach Einsparungen leichter zu er reichen.
n welchem Umfang die Sozialversicherungsträger zum Sparpaket 2027/28 beitragen müssen, st zurzeit nicht einschätzbar. Ab 1.7.2026 müssen GVA und Kurpatienten die Kurtaxe, die bis zu diesem Zeitpunkt durch die Sozialversicherung gezahlt wurde, selbst begleichen.
Sollte es im Bereich GVA und Kur zu Einsparungen kommen, kann dies über das Mengenge rüst, der Einführung eines höheren Selbstbehaltes oder eines medizinisch strengeren Zugangs zu einem Heilverfahren erfolgen.
Während es sich bei der Gewährung von Kur und GVAAufenthalten um eine freiwillige Leis tung (Ermessensausgaben) der Sozialversicherungsträger handelt, auf die der Versicherte einen Rechtsanspruch hat, sind Maßnahmen der Rehabilitation und der AHB im Gesetz ver pflichtend verankert, mit Rechtsanspruch des Versicherten.
m Zuge der Anpassung des PSS wurde durch den Verwaltungsrat der PV bestätigt, dass es m Bereich der Rehabilitation eine Wahlfreiheit des Patienten zwischen stationärer und ambu lanter REHA ebenso gibt, wie eine Wahlfreiheit der Vertragseinrichtung sofern die Indikation zutreffend ist und in einem Radius von 300 km Erreichbarkeit, keine Transportkosten für den Sozialversicherungsträger anfallen.
us demografischer Sicht wird seitens der PV, die stationäre REHA und AHB weiterhin im derzeitigen Umfang Bestand haben. Die ambulante REHA und die im Status der Entwicklung befindliche TeleREHA soll Bestandteil des zukünftigen Gesundheitsangebotes der PV sein.
as Risiko einer Vertragskündigung ist im Bereich der Kur und GVA als freiwillige Leistung der Sozialversicherungsträger als vorhanden einzustufen.
m Bereich der Rehabilitation ist das Risiko als gering einzuschätzen. Die im Sinne der Wett bewerbsfähigkeit und der Kundenattraktivität notwendige Umstellung auf komplettes Einzel zimmerangebot haben wir bereits bewältigt.
m klinischen Bereich tragen wir als privater Anbieter wesentlich zur regionalen Versorgung von Patientinnen und Patienten bei und ergänzen das öffentliche Angebot durch spezialisierte Orthopädie/Wirbelsäulenchirurgie auf hohem fachlichem Niveau.
3,5 Mio. Menschen in Österreich haben eine private Krankenversicherung abgeschlossen 38% der Wohnbevölkerung). Die Privatkliniken verzeichnen seit 2019, 10,74% mehr Aufent alte. Der Gesamtanteil der Patienten in Privatkliniken hat sich im selben Zeitraum von 4,56 uf 5,67% erhöht. Die Privatkliniken tragen wesentlich zur Verkürzung von Wartezeiten im ffentlichen Bereich bei elektiven Operationen bei.
ie Entwicklung in den Geschäftsfeldern, wo wir stark touristisch geprägte Leistungen anbie ten (Therme, Gastronomie), kann durch Spareffekte im Konsumverhalten der Bevölkerung und schrumpfenden touristischen Nächtigungen unter Druck geraten.
ährlich anlässlich der Strategieklausur werden im Rahmen des Risikomanagements die Risi en evaluiert und auf die richtige Abbildung der Risiken im RiskRating überprüft.
Die Risiken gliedern sich in klinische und allgemeine Risken nach den sieben Risikofeldern mwelt, Markt, Dienstleistungen, Finanzen, Mitarbeiter, Technik und Natur.
Diese Risiken werden in einem RiskRating auf einer Skala von 15 und als beeinflussbar und nicht beeinflussbar bewertet.
as Risiko einer Pandemie wurde in die Risikobewertung integriert. Ebenso wurde das Blackut-Konzept fertiggestellt und bildet eine fundierte, praxisnahe und realistische Grundlage zur Bewältigung eines solchen Szenarios.
3.3. Risiken aus Informationstechnologie
Zur Abwicklung interner und externer Geschäftsprozesse nutzen wir IT-gestützte Kommunikationssysteme. Ziel ist es, deren Verfügbarkeit so hoch wie möglich zu halten, Prozesse kontinuierlich zu optimieren sowie Zuverlässigkeit und Wartbarkeit sicherzustellen. m Rahmen der verfügbaren Mitarbeiterressourcen setzen wir zudem laufend Maßnahmen zur Erhöhung der Cyber-Sicherheit um. m Jahr 2025 wurden folgende Änderungen an der IT-Infrastruktur bzw. den IT-Prozessen durchgeführt:
• Seit 1. Jänner 2025 ist der Versand von personenbezogenen Gesundheitsdaten per Fax in Österreich verboten. Daher wurde eine Lösung implementiert, mit der Gesundheitsdaten, die bisher per Fax übermittelt wurden, effizient und rechtskonform elektronisch versendet werden können. • Für die Klinikstation wurden mobile Vitaldatengeräte angeschafft. Diese messen Blutdruck, Puls, O₂-Sättigung und Temperatur. Die gemessenen Werte werden automatisch in unser KIS ebody übertragen. Als Zuordnungsschlüssel dient die Aufnahmezahl, die über das Patientenarmband gescannt werden kann. • Bei uns erhobene Scores der Rehab Aufenthalte werden nun direkt elektronisch an die Sozialversicherungsträger gesendet. • Die Vorträge in den Vortragsräumen können nun zentral von allen berechtigten Mitarbeitern gewartet werden. Dazu wurde ein neues Subnetz eingerichtet und ein Skript entwickelt, das den Vortragsordner auf unserem Netzlaufwerk mit den PCs in den Vortragsräumen synchronisiert. Dies macht den Einsatz von USB-Sticks obsolet, was die Sicherheit erhöht, Zeit beim Aktualisieren der Vorträge spart und veraltete oder doppelte Präsentationen auf den Vortrags-PCs vermeidet. • Da das Betriebssystem Microsoft Windows 10 im Oktober 2025 ausgelaufen ist - also keine Sicherheitsupdates mehr erhält - wurden unsere ca. 230 PCs auf Microsoft Windows 11 aktualisiert. Da Windows 11 höhere Hardwareanforderungen stellt als Windows 10, mussten im Zuge dessen auch 80 ältere PCs ausgetauscht werden. • Die Schnittstelle die es ermöglicht, dass Thermengäste mit deren Thermenarmbändern im Café Therme an den mobilen Ordermans bezahlen, wurde grundlegend erneuert. • Aufgrund der stetig steigenden Anzahl an Geräten im Gäste-WLAN sowie der zunehmenden Zahl an WLAN-Access-Points wurde das Subnetz für das Gästeinternet von 1.024 auf 2.048 IP-Adressen erweitert. • Aufgrund der steigenden Datenmengen wurde bei mehreren Servern der Speicher erweitert, unter anderem bei unserem Patientenverwaltungssystem ebody. • Der Zutritt zur OP-Bettenschleuse wird aus Sicherheitsgründen nun über einen elektronischen Zylinder geregelt.
• Es wurde ein neuer, übersichtlicher Netzwerkplan erstellt. Dieser stellt die neu gebil deten virtuellen Netzwerke klar dar und ermöglicht es auch neuen Mitarbeitern sich in unserer Netzwerkinfrastruktur zurecht zu finden. • Die Präsentationstechnik im Mehrzwecksaal wurde im Zuge der Vorbereitungen auf unsere 40 Jahr Jubiläumsfeier erneuert. • Unser Klinikinformationssystem wurde wieder in einigen Punkten weiterentwickelt, un ter anderem wurde die Erfassung der Nosokomialen Infektionen vereinfacht und ver einheitlicht. • Unsere Firewall, die den Datenfluss zwischen allen internen Netzen sowie zum Internet kontrolliert und regelt wurde erneuert. Aufgrund Ihrer Wichtigkeit wurde sie wieder re dundant ausgeführt. • Im Café Therme wurde ein neues WLAN im 5GHz Bereich implementiert, um gerin gere Interferenzen und eine höhere Geschwindigkeit beim Arbeiten mit den mobilen Funkboniersystemen zu gewährleisten. • Das Netz und Informationssystemsicherheitsgesetz 2026 wurde Ende Dezember 2025 beschlossen und tritt am 01.10.2026 In Kraft. Da die zugrunde liegende EURicht linie bereits seit Oktober 2024 besteht, haben wir auf dieser Basis eine Lückenanalyse durch ein externes Unternehmen durchführen lassen. Laut Ergebnis dieser Analyse erfüllen wir derzeit rund 41 % der NISAnforderungen. Dies zeigt einerseits, dass noch umfangreiche Maßnahmen erforderlich sind, stellt andererseits aber auch das bisher beste Ergebnis unter den von der externen Firma geprüften 15 Unternehmen dar. • Unsere Monitoringsoftware Nagios wurde wieder um einige Überwachungsparameter erweitert. Dies wieder mit dem Ziel, Abweichungen und Ausfälle bestenfalls noch vor den Benutzern zu erkennen und zu beheben und so die Verfügbarkeit aller ITServices zu maximieren. • Darüber hinaus wurden laufend neue Arbeitsplätze geschaffen, diverse ITKomponen ten (Switches, USV's, Rechner, Drucker, etc.) ausgetauscht bzw. aufgerüstet. Der Be darf dafür wurde durch regelmäßig durchgeführte Rundgänge, automatisierte Skripts, sowie unser Monitoringsystem festgestellt.
Folgende Änderungen sind für das laufende Jahr 2026 geplant:
• Altersbedingter Austausch eines physischen Servers • Umsetzung einiger Vorgaben die sich aus dem Netz und Informationssystemsicher heitsgesetz 2026 ergeben о Softwareinventar erstellen, zentrales Software Patch Management einführen, um Sicherheitslücken schnell schließen zu können о Einführung des so genannten Tier 0 / 1 / 2 Systems, um die kritischsten Identi täten und Systeme besser zu schützen und Angriffsrisiken zu minimieren о weitere Verfeinerung der Netzwerkarchitektur • Umstieg von Microsoft Office 2019 auf M365, da Office 2019 keine Sicherheitsupdates mehr erhält.
• Einführung einer neuen Laborsoftware, da das Unternehmen, das unsere aktuelle Laborsoftware betreibt, nur noch bis Jahresende 2026 existiert. • Einführung eines IT-Ticketsystems, um den Support transparenter und strukturierter zu gestalten und die IT-Mitarbeiterressourcen effizienter zu nutzen. • Anbindung unseres Hauses an die elektronische Gesundheitsakte ELGA sowie an das ecard System der österreichischen Sozialversicherung. • Optimierung der EKG-Befundung im System ebody. • Digitalisierung des Prozesses zur Essensabmeldung unserer Gäste. Aktuell erfolgt dieser noch papierbasiert und wird manuell in die Hotelsoftware BAP übertragen. Künftig melden sich Gäste über ein Tablet ab, wobei die Authentifizierung über den Transponder am Zimmerschlüssel erfolgt. • Die Therapieverordnung soll in der Kur / GVA auf das System ebody umgestellt werden, so wie das bereits im Bereich Reha erfolgt. Aktuell erfolgt dies in der Kur / GVA noch über das System BAP.
3.4. Zweigstellenbericht
Im Geschäftsjahr 2025 gab es keine berichtspflichtigen Zweigniederlassungen.
3.5. Dankesworte
Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, welche durch ihr Engagement und ihren Einsatz bei der Bewältigung der vielfältigen Aufgaben mitgewirkt haben, sprechen wir unseren Dank und unsere Anerkennung aus.
Bei den Mitgliedern des Betriebsrates bedanken wir uns für die sachliche Zusammenarbeit, sowie für das Verständnis für notwendige und getroffene Unternehmensentscheidungen.
Mag. Michael Schafflinger Geschäftsführer
Bad Vigaun, 04.05.2026