← Zurück zum Firmenprofil

Lagebericht 2025

HTP High Tech Plastics GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 22. Juni 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

1.1. Geschäftsverlauf

Das Unternehmen HTP High Tech Plastics GmbH bedient übergeordnet zwei verschiedene Geschäftsmodelle in folgenden Segmenten:

Segment 1 - HTP Automotive ist der Spezialist für die Entwicklung und Produktion von Leichtbaukomponenten aus Kunststoff inklusive der entsprechenden Werkzeuge, insbesondere für die Automobilindustrie. Neben dem eigentlichen, hochkomplexen Spritzguss ist eine Kernkompetenz die Veredelung von Spritzgussteilen in zwei, mit 6-Achs-Robotern automatisierten, Lackierstraße auch auf Basis von umweltfreundlichem Wasserlack. Seit Januar 2014 wird auch auf einer hochmodernen Flachbettanlage lackiert. Damit ist der Schritt ins Toppremiumsegment der Branche gelungen. Das Veredeln von Kunststoffteilen mit UV gehärtetem Klavierlack und hinterspritzen Designfolien (von Nanogate Skinline am Standort der HTP in Fohnsdorf) sind die derzeit technisch hochwertigsten Anwendungsformen dieser Technologie. Das breite Produktspektrum der HTP Automotive umfasst verschiedenste Sichtund Dekorteile inklusive Montage mit hochwertiger Oberflächenqualität für Fahrzeuginterieur und Exterieur. Diese Bauteile werden auf Basis der Qualitätsmanagement-Standard ISO 9001, ISO 14001 und IATF 16949 gerfertigt. Unter anderem werden Lautsprechergitter, Designelemente der Instrumententafel, Türverkleidung und der Mittelkonsole sowie komplexe Funktionsteile im Motorraum gefertigt. Die Produkte finden vor allem in der Premium- und Mittelklasse der Automobilindustrie Anwendung.

Segment 2 - HTP Aircraft ist das Kompetenzzentrum für die Entwicklung und Herstellung von Leichtbaukomponenten aus Kunststoff für die Flugzeugindustrie. Die wichtigsten Anforderungen an das Produkt sind geringes Gewicht und die Einhaltung der strengen Sicherheitsstandards (wie z.B. Brandschutzanforderungen). HTP produziert beispielsweise Fenstereinheiten, Anbauteile für die Innenraumausstattung und Schließmechanismen für Gepäckablagen. Langjähriges Know-how in der Kunststofftechnik und in der Verarbeitung von Hochtemperaturthermoplasten machen die HTP Aircraft zu einem renommierten Anbieter, der internationale Flugzeughersteller und -zulieferer wie Diehl und FACC zu seinen Kunden zählt.

Neue Aufträge konnten sowohl im Bereich Automotive (Dekorbauteile für deutschen Automobilkunden) sowie im Bereich Aircraft (Dekorbauteile für einen europäischen Flugzeughersteller) gewonnen werden. In enger Kooperation mit dem konzernübergreifenden Sales-Team konnten 2 Neuprojekte von namhaften Automotive-OEMs aus dem süddeutschen Raum akquiriert werden. HTP wird in diesen Projekten als 1st-Tier-Lieferant die jeweiligen Baureihen beliefern. Im Bereich Aircraft konnte wiederum erfolgreich die Verlängerung eines Facelift-Auftrages fixiert werden. Für diese Aufträge wird in den Jahren 2026, 2027 und 2028

der Start der Serienproduktion erwartet. Der Fokus von HTP liegt im Bereich Leichtbauanwendungen aus Kunststoff in Kombination mit hochwertigen Oberflächen, da die Automobil- und Flugzeugindustrie, speziell für den Markt der Elektromobilität, auf Gewichtsreduktion setzen wird und der Forderung nach mehr Energieeffizienz und Ressourcenschonung nachkommen muß.

Im Zuge des andauernden Ukrainekrieges und dessen Auswirkungen auf den Energiemarkt, wurden weitere Maßnahmenpakete auf den Weg gebracht. So wurden mit unterschiedlichen Energieanbietern Verhandlungen geführt und mit dem günstigsten Anbieter die Belieferung für das Jahr 2026 abgeschlossen, um somit die Planungsgenauigkeit für das Unternehmen weiter zu maximieren. Die von der österreichischen Bundesregierung angebotenen Stützungsmaßnahmen wurden im möglichen Umfang ausgeschöpft. Die definierten KVP-Prozesse (kontinuierliche Verbesserung) werden laufend umgesetzt, die technischen KPIs (Key Performance Indicator) weiter verbessert. Weitere Personaleinsparungen und sonstige Einsparungen in den Aufwandspositionen entsprechend den Budgetvorgaben hinsichtlich laufender Effizienzsteigerungsmaßnahmen im Zusammenhang mit Automatisierungen und Digitalisierung – wurden auch 2025 umgesetzt.

In den Folgejahren werden weitere Optimierungen im Bereich der Fertigung erzielt werden, die sich im Bereich Mitarbeitereffizienz in der Produktion, Maschinenauslastung, Produktionsprozessverbesserung und der operativen Kostenoptimierung auswirken werden.

1.2. Bericht über die Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft betreibt alle ihrer Geschäfte ausschließlich vom Sitz der Gesellschaft aus und unterhält keine Zweigniederlassung(en).

1.3. Finanzielle und Leistungsindikatoren

Die Ertragslage der HTP High Tech Plastics GmbH gestaltet sich wie folgt:

Im Berichtsjahr liegen die Umsatzerlöse mit einer Gesamtsumme von rund TEUR 26.815 um rund TEUR 1.692 bzw. 6% unter dem Vorjahresniveau. Der Rückgang beruht vornehmlich auf den reduzierten Bauzahlen unserer Endkunden, nicht zuletzt durch die Absatzschwäche gerade auch der vollelektrischen Fahrzeuge am Weltmarkt.

Die Betriebsleistung (definiert als Summe der Umsätze, Bestandsveränderung und der aktivierten Eigenleistungen) beträgt im Geschäftsjahr 2025 TEUR 27.540 (Vorjahr: TEUR 26.667) und ist damit um TEUR 872 bzw. 3% gestiegen. Die Bestandsveränderung resultiert aus dem Abschluss von Werkzeugprojekten im Geschäftsjahr (Completed-Contract-Methode).

Die Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen liegen im Berichtsjahr bei TEUR 12.989 und somit um rund 6% über dem Vorjahreswert von TEUR 12.204. Hinsichtlich der Materialaufwandsquote (im Verhältnis zur Betriebsleistung) bedeutet dies einen Anstieg von 46,00% auf 47,00%. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der bezogenen Leistungen.

Der Personalaufwand sank um TEUR 157 und liegt im Verhältnis zur Betriebsleistung (Personalaufwandsquote) in 2025 mit 37,0% um 1,8% unter dem Vorjahr. Die Verbesserung resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Mitarbeiteranzahl und der Übernahme von Leihpersonal in unser Stammpersonal.

Die Gesellschaft beschäftigte während des Jahres 2025 durchschnittlich 177 Mitarbeiter (Vorjahr: 188) davon 143 Arbeiter (Vorjahr: 149) und 34 Angestellte (Vorjahr: 39), Leiharbeitnehmer sind darin nicht berücksichtigt.

Die Betriebsleistung je Mitarbeiter (ohne Leiharbeitnehmer) betrug rund TEUR 156 (Vorjahr: TEUR 142).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 785 niedriger als in 2024; diese Veränderung ist im Wesentlichen durch den Verzicht der Konzernverrechnungen aus Management-Fees zu erklären. Diese beträgt im GJ TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.151).

Somit ergibt sich im Geschäftsjahr ein positives EBITDA von TEUR 2.288 (Vorjahr: TEUR 662). Hierzu ist zu berücksichtigen, dass es im Geschäftsjahr einen Forderungserlass seitens der Großmuttergesellschaft in Höhe von TEUR 4.086 gab.

Im Geschäftsjahr mussten keine außerplanmäßigen Abschreibungen durchgeführt werden. Die Abschreibung für immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen liegt mit TEUR 1.305 um TEUR 3 über dem Vorjahreswert in Höhe von TEUR 1.302.

Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses in Höhe von TEUR -568, erzielt die Gesellschaft ein positives Jahresergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 410 (Vorjahr: TEUR -1.146).

Die Vermögenslage der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr in folgenden Bereichen verändert:

Die Bilanzsumme weist mit rund TEUR 18.120 im Gegensatz zu 2024 einen um TEUR 2.170 höheren Saldo auf.

Die Aktivseite weist bei der Position der Vorräte einen um TEUR 1.227 höheren Saldo als im Vorjahr aus. Dies ist hauptsächlich auf Anstiege der unfertigen Erzeugnisse und geleisteten Anzahlungen zurückzuführen.

Der Liquiditätsbestand in Form von Guthaben bei Kreditinstituten erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 242.

Das Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um den Jahresgewinn in Höhe von TEUR 410. Die Eigenkapitalquote ist von 9,75% auf 10,84% gestiegen.

Das Fremdkapital ist um TEUR 1.869 höher als im Vergleichsjahr 2024. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 5.464. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden in Höhe von

TEUR 1.442 reduziert, ebenfalls die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.127 und Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung in Höhe von TEUR 916.

Der Geldfluss im Jahr 2025 lässt sich wie folgt darstellen:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
Cash Flow Darstellung vom 01. Jänner bis31.12.2025 in EUR
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode (01. Januar)536.656,71
Finanzmittelfonds am Ende der Periode (zum Monatsende)778.296,41
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (YTD)241.639,70
Cash Flow aus Investitionstätigkeit (YTD)-2.817.957,78
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit (YTD)2.490.260,36
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit569.337,12
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (YTD)241.639,70

Im Geschäftsjahr 2025 traten keine ungeplanten Finanzierungserfordernisse auf.

2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

2.1. Berichterstattung zu den Auswirkungen der geopolitischen Entwicklungen

Der seit nunmehr vier Jahren andauernde Krieg in der Ukraine und die anhaltenden geopolitischen Spannungen haben weiterhin spürbare Auswirkungen auf die globale Wirtschaftsentwicklung. Insbesondere erhöhte Energiepreise und erhöhte Personalkosten beeinflussen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Darstellung der unternehmensspezifischen Auswirkungen und Maßnahmen

Der hohe Strom- und Gasbedarf für die Produktion und Lackierung unserer Produkte sowie die infolge des Ukrainekrieges stark gestiegenen Energiepreise führten im vorangegangenen Geschäftsjahr zu einer Ergebnisbelastung und wirken sich auch im laufenden Geschäftsjahr negativ auf das Ergebnis aus. Zusätzlich wirkte sich im Berichtsjahr aus, dass ab 1.1.2025 wieder die regulären Energieabgaben, insbesondere die Elektrizitätsabgabe, zur Anwendung kamen, nachdem diese in den Vorjahren im Rahmen staatlicher Entlastungsmaßnahmen temporär reduziert gewesen waren.

Die Kostensteigerungen konnten teilweise und mit zeitlichen Verzögerungen an die Kunden weitergegeben werden. Im Geschäftsjahr konnte gegenüber dem Vorjahr wieder bereits eine leichte Normalisierung der Situation festgestellt werden.

Als unternehmensspezifisch abgeleitete Maßnahme auf die derzeit volatilen Energiemärkte wurden für das laufende Geschäftsjahr 2026 die Energieanbieter gewechselt. Zudem gibt es

im Rahmen der Unternehmensgruppe im Zuge einer gemeinsamen Zusammenarbeit mit der ERA Group eine Optimierung der Einkaufspreise für Strom und Gas.

Darstellung der unternehmensspezifisch erwarteten Konsequenzen

Wir gehen aus heutiger Sicht davon aus, dass auf Basis der bereits eingeleiteten Maßnahmen, und der aktuellen Entwicklung bei der Neuakquise von Projekten von einem Fortbestand des Unternehmens („Going Concern Prämisse“) auszugehen ist.

2.2. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Die bereits in den Vorjahren eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Ertragslage der Gesellschaft wurden 2025 und werden auch 2026 in ergänzter Form weitergeführt bzw. um weitere Optimierungsmaßnahmen ergänzt. Der Ukrainekrieg und die anhaltenden geopolitischen Anspannungen hatten auch 2025 einen wesentlichen Einfluss auf das Geschäftsjahr, konnte jedoch durch die durchgeführten Maßnahmen und der aktuellen liquiden Finanzlage überbrückt werden. Hierzu zählen eine enge Zusammenarbeit innerhalb des Konzerns, um so interne Prozesse zu optimieren und indirekte Kosten einsparen zu können. Zudem können einzelne Materialen innerhalb des Konzerns nun günstiger eingekauft werden. Weiteres wird die Kooperation mit den Hauptlieferanten verstärkt, um so eine Optimierung der Einkaufsmengen, als auch der Einkaufspreise zu erzielen. Zudem wird die Liquidität mit einem aktiven Working-Capital-Management laufend optimiert. Bei zusätzlichem Finanzierungsbedarf wird eng mit dem Konzern zusammengearbeitet.

Die weitere kurz- bis mittelfristige Entwicklung der Gesellschaft und damit die Aufrechterhaltung der unterstellten Going-Concern-Prämisse wird wesentlich davon beeinflusst, ob die in der Unternehmensplanung unterlegten Planungsprämissen und Verbesserungsmaßnahmen realisiert werden können.

Durch eine verstärkte und gezielte Zusammenarbeit mit dem konzernübergreifenden Sales- Team konnten im Geschäftsjahr 2025 einige lukrative Neuaufträge akquiriert werden.

In einer systematischen, durch das Konzern-Controlling unterstützten, Produktkostenanalyse wurden Kundenprojekte mit unterdurchschnittlichen Deckungsbeiträgen (z.B. durch Stückzahlenabweichungen) eruiert. Daraus resultierende Nachverhandlungen mit den jeweiligen Kunden sowie eine angepasste Strategie im Ersatzteilmanagement werden ab dem Geschäftsjahr 2026 zu einer Verbesserung der Ertragslage beitragen.

Durch stetige Optimierung der internen Prozesse, der Erweiterung des Maschinenparks bzw. des Produktportfolios und der kontinuierlichen Verbesserung der Beschichtungs- und Fertigungsprozesse können auch zukünftig die bestehenden Kundenanforderungen erfüllt und neue Marktsegmente erschlossen werden.

In den Folgejahren werden weitere Optimierungen im Bereich der Fertigung erzielt werden, die sich im Bereich Produktionslayout, Mitarbeitereffizienz in der Produktion, Maschinenauslastung, Produktionsprozessverbesserung und der operativen Kostenoptimierung auswirken werden. Investitionen im Bereich Produktionsautomatisierung bzw. Digitalisierung führen zu einer Reduktion des Mitarbeiterbedarfs.

Auf der Kosten- und Prozessseite gilt die Philosophie: Qualität, Produktionsmenge und Kosten haben höchste Priorität und werden über Plattformen gesteuert. Die daraus abgeleitete operative Kostenoptimierung und Budgeteinhaltung wird über Key Performance Indikatoren

(KPIs), einer daraus folgenden Aktionsliste und der Visualisierung eines Performance Boards gesteuert. Produktionsrisiken können durch die ständige Kontrolle erkannt und minimiert werden.

Mit fortschreitender Integration der HTP in die internationale Techniplas-Gruppe werden weitere Projekte akquiriert und neue Kundengruppen erschlossen. In der Gruppe gilt die HTP High Tech Plastics GmbH als führender Oberflächenspezialist. Daraus werden sich weitere Verlagerungsprojekte ergeben, welche das Produktionsvolumen am Standort weiter erhöhen werden.

2.3.

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Im Rahmen eines Risikoanalyseprozesses wurden folgende operative Hauptrisiken für die HTP High Tech Plastics GmbH identifiziert:

• Generelle Risiken o Die durch den Ukrainekrieg ausgelösten Auswirkungen auf den Energiemarkt, im Speziellen auf den Strompreis, sowie stetig steigende Netzkosten, stellen nach wie vor ein schwer kalkulierbares Risiko für Industrieunternehmen dar. Die Kostensteigerungen durch die Energiepreisentwicklung konnten teilweise an den Kunden weitergegeben werden. Um dem Risiko einer negativen Strompreisentwicklung entgegenzuwirken, wurden für 2026 die Energieversorger gewechselt. o Makro- und mikrowirtschaftliche Effekte aus Maßnahmen der neuen Administration in den USA sind aktuell nicht belastbar bewertbar, wir bewerten alle etwaigen Einflüsse auf z.B. die europäische Automobilindustrie kontinuierlich mit zeitnaher Umsetzung ggf. notwendiger Anpassungen am Standort Fohnsdorf.

• Branchenspezifische Risiken o Schwankungen in der Abrufsituation (Ausgleich u.a. Zeitarbeitskräfte und flexible Arbeitszeiten, Kurzarbeit) o Volatile Rohstoffpreise im Bereich Kunststoff, Lacke und Energie • Produktionsrisiken o Eingrenzung durch die Lenkung eines Kennzahlensystems, um Trends frühzeitig zu erkennen und dementsprechend zu steuern. o Materialverfügbarkeit in der Lieferkette Kunststoff durch lange Vorlaufzeiten und schwankende Kundenabrufe. o Kostenabweichungsrisiko • Liquiditätsrisiken o Um dieses Risiko einzuschränken, wird eine rollierende Liquiditätsplanung jeweils für die nächsten 13 Wochen und iZm der Abschlusserstellung für die dem Bilanzstichtag folgenden 12 Monate erstellt.

Die Hersteller lackierter und bedruckter Kunststoffteile, insbesondere für die Automobilund Luftfahrtindustrie, stehen vor großen Herausforderungen.

Um dem Kostendruck standhalten zu können, müssen die Hersteller massive Anstrengungen hinsichtlich Prozesssicherheit und innovativer Fertigungsprozesse im Zusammenspiel von Kunststoffspritzguss, Textilhinterspritzung und Lackierung unternehmen, um so eine nachhaltige Kostenreduktion zu ermöglichen. Dazu kommen berechtigte, aber teilweise herausfordernde Anforderungen des Umweltschutzes.

Trotz möglicher Automatisierungsbemühungen bleibt der Prozess Spritzguss-Lackieren mit Be- und Entstücken der Lackieranlage, Montieren sowie Prüfen, Verpacken sehr lohnintensiv.

Man wird sich in Zukunft weiterhin mit dem Preisdruck aus Ländern mit geringeren Lohnkosten (Osteuropa, Fernost) auseinandersetzen müssen. Dabei wird man an einem Hochlohnstandort nur dann erfolgreich sein, wenn technische Innovationen sowohl im Bereich Handling als auch im eigentlichen Prozess die Personalquote reduzieren, den Ausschuss nachhaltig senken und die Prozesskosten, zum Beispiel durch Einsparung von Rohstoffen, Wasser und Energie, reduzieren.

Internes Risiko Management System:

Zur systematischen Identifikation, Beurteilung und Kontrolle von Risiken ist ein Internes Kontrollsystem (IKS) bzw. Risikomanagement-System aktiv, das entscheidend dazu beiträgt, frühzeitig mögliche Abweichungen von definierten Zielwerten aufzudecken, um entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der HTP High Tech Plastics GmbH ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein rollierender Liquiditätsplan erstellt, der laufend an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten (Forderungen, Finanzanlagen) Ausfalls- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallsrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Mahnwesen und Debitorenmanagement als auch über eine Warenkreditversicherung.

Derivative Finanzinstrumente als Instrumente für Sicherungsgeschäfte wurden nicht eingesetzt.

3. Bericht über die Forschung und Entwicklung

Der Fokus der HTP liegt auf dem Bereich Leichtbau in Kombination mit Oberflächentechnologien, da die Automobil- und die Flugzeugbauindustrie auf Gewichtsreduktion setzen und der Forderung nach mehr Energieeffizienz und Ressourcenschonung nachkommen müssen.

Eine große zusätzliche Chance der HTP liegt darüber hinaus in der Entwicklung innovativer Technologien im Leichtbau und bei Oberflächen, beispielsweise Chromersatzlackierung, Folientechnologien und Kunststoff-Textil (IMT/In-Mold-Textile)-Materialkombinationen.

Aufbauend auf der jahrzehntelangen Erfahrung von HTP und der hohen technologischen Kompetenz werden in Kooperation mit unterschiedlichen Partnerunternehmen und Entwicklungsbüros innovative Konzepte für erfolgreiche Produkte entwickelt. Kombinationen von teilweise bestehenden Technologien werden für zukünftige Anwendungen unter Einsatz von neuen Materialkombinationen zur Serienreife entwickelt. Dadurch soll den Anforderungen des Marktes nach neuen, innovativen und nachhaltigen Konzepten entsprochen werden. Der Anspruch auf Exklusivität und Alleinstellungsmerkmale soll durch die Implementierung neuer, innovativer Technologien erfüllt werden.

4. Bericht über den Bestand sowie den Erwerb und die Veräußerung eigener Anteile

Die Gesellschaft hält auch im Berichtsjahr 2025 keine eigenen Anteile, bzw. hat keine eigenen Anteile erworben oder veräußert.

5. Zusammenfassende Würdigung

Kunststoffteile sind unverzichtbare Bauteile in der Automobil- und Aircraft-Industrie und werden dies auch vor dem Hintergrund des Mega-Trends „Leichtbau" und „New Mobility" bleiben. Die Geschäftsführung ist überzeugt, dass die mitteleuropäischen Automobilwerke langfristig auf die Zusammenarbeit mit mitteleuropäischen Zulieferbetrieben vertrauen werden und dass HTP in diesem Umfeld seine Position weiter festigen wird. Zudem gehört die HTP seit Juli 2023 auch zu 100% zur Techniplas-Gruppe, wodurch die Gesellschaft nun vom Konzernverbund bestmöglich profitiert. Es wird bereits laufend an der Optimierung und Synergieschaffung innerhalb vom Verbund gearbeitet, um so die Prozesse weiter zu optimieren und die indirekten Kosten zu senken. Zudem erhält die HTP nun neben der lokalen Kundenauftragsakquirierung auch bereits Neuaufträge aus dem Konzernverbund, um so das Volumen als auch die Profitabilität vom Standort in Zukunft weiter zu steigern.

Fohnsdorf, am 4.5.2026

HTP High Tech Plastics GmbH

DI ald Préttner

Wir verwenden Cookies, um grundlegende Funktionen der Plattform sicherzustellen und anonymisierte Nutzungsstatistiken zu erfassen. Durch einen Klick auf "Akzeptieren" stimmst du der Verwendung dieser Cookies zu.