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Lagebericht 2025

Mayr Melnhof Holz Reuthe GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 23. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

Tätigkeit der Gesellschaft

Die Mayr Melnhof Holz Reuthe GmbH ist eine Gesellschaft der Mayr-Melnhof Holz-Gruppe. Die Gesellschaft ist einerseits in der Erzeugung und dem Vertrieb von Brettschichtholz (BSH) tätig, insbesondere in Form von Sonderbauteilen, andererseits in der Erzeugung und dem Vertrieb von Schalungsprodukte.

Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die globale Inflationsdynamik hat sich im Jahr 2025 weiter abgeschwächt. In der OECD sank die durchschnittliche Inflation von 7,1 % (2023) auf 5,4 % (2024) und wird für 2025 bei rund 3,1 % erwartet. In der Eurozone liegt die Inflation mit etwa 2,3 % nahe dem Zielwert der Europäischen Zentralbank, getragen von stabilisierten Energiepreisen und einer moderateren Lohnentwicklung.

Die Arbeitsmärkte zeigen sich weiterhin robust, wenngleich erste Anpassungseffekte sichtbar sind. Für die OECD wird 2025 eine Arbeitslosenquote von rund 4,9 % erwartet. In Österreich und Deutschland ist mit einer leichten Zunahme zu rechnen, jedoch weiterhin auf einem historisch gesehen vergleichsweise niedrigem Niveau.

Das Nominallohnwachstum bleibt positiv, verliert jedoch an Dynamik. Mit rückläufiger Inflation flachen auch die Reallohnzuwächse ab, was gemeinsam mit anhaltender Unsicherheit das Konsumverhalten dämpft. Der private Verbrauch entwickelt sich entsprechend verhalten, stabilisiert sich jedoch schrittweise.

Die Weltwirtschaft dürfte auch im Jahr 2026 moderat wachsen. Laut dem Internationalen Währungsfonds (IMF) wird das globale Bruttoinlandsprodukt um etwa 3,3 % zulegen, getragen von resilienten Investitionen und privaten Konsumausgaben trotz anhaltender geopolitischer und handelspolitischer Unsicherheiten.

Für Österreich prognostizieren internationale Institutionen gesamtwirtschaftlich ein geringes Wachstum. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geht davon aus, dass das reale Bruttoinlandsprodukt in Osterreich im Jahr 2026 um rund 0,9 % wächst, nachdem sich die Wirtschaft bereits leicht stabilisiert hat.

In der Eurozone wird ebenfalls ein leichter Aufschwung erwartet. Die Wirtschaft soll 2026 in einem moderaten Rahmen expansiv bleiben, unterstützt durch stabilere Nachfrage und eine fortgesetzte Erholung privater Haushalte und Investitionen. Diese Erwartungen werden durch Prognosen unabhängiger europäischer Forschungsnetzwerke gestützt, die für 2026 eine leichte Erholung der europäischen Bauproduktion erwarten, allerdings mit signifikanten regionalen Unterschieden.

Die Inflationsentwicklung in Osterreich und der Eurozone dürfte weiter abnehmen. Prognosen gehen davon aus, dass die Teuerungsrate 2026 auf ein Niveau von rund 2 % bis 2,5 % zurückgeht, was dem geldpolitischen Ziel vieler Zentralbanken näherkommt und die Kaufkraft stabilisiert

Insgesamt bleibt jedoch die wirtschaftliche Entwicklung 2026 von hohen Risiken und zunehmender Unsicherheit geprägt. Kriege und kriegerische Auseinandersetzungen an mehreren globalen Brennpunkten, Zölle und Handelskonflikte, die abnehmende Bedeutung von internationalen Verträgen, Regeln und Organisationen stellen Faktoren dar, die eine konkrete Einschätzbarkeit der zukünftigen Entwicklungen und Rahmenbedingungen deutlich erschweren und erratischer machen.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Laut EUROCONSTRUCT gingen die Bauaktivitäten in Europa 2024 real um rund –2,4 % zurück. Für 2025 wird ein geringerer Rückgang von rund –0,5 % erwartet.

Die Talsohle bei den Baugenehmigungen wurde 2025 erreicht. Seither zeichnet sich eine leichte Erholung ab, das Niveau liegt jedoch weiterhin deutlich unter den Vor-Corona-Werten.

Für das Jahr 2026 wird zwar gesamteuropäisch ein Wachstum prognostiziert, das jedoch von Süd- und Osteuropa getragen wird. In den Kernländern des Holzbaus (DACH und Italien) fallen die Prognosen deutlich geringer aus und stützen sich zu einem nicht unbeträchtlichen Teil auf den Tiefbau und die Infrastrukturprogramme insbesondere der deutschen Regierung.

Internationale Impulse aus China, Japan und den USA bleiben 2025 aus und werden auch für 2026 als kaum vorhanden bzw. volatil und schwer prognostizierbar eingeschätzt. Zusätzlich erschweren seit Oktober eingeführte Zölle auf Schnittholz den Export in die USA.

Nadelschnittholzmarkt – Marktlage 2025

Die österreichischen Nadelholzsägewerke verarbeiteten zuletzt rund 15,8 Mio. Festmeter Rundholz, woraus eine Schnittholzproduktion von etwa 9,8 Mio. m3 resultierte. Das Produktionsniveau zeigt sich stabil, erfolgt jedoch unter weiterhin herausfordernden Marktbedingungen.

Die Kostenbasis bleibt strukturell erhöht (Rohstoff, Energie, Personal), während sich die Nachfrage in den europäischen Kernmärkten verhalten präsentiert. Diese Konstellation führt zu anhaltendem Margendruck entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Holzbauprodukte (BSP / BSH)

Im BSP-Bereich setzt sich der Kapazitätsausbau fort, wodurch das Preisniveau gedämpft bleibt.

Bei BSH (Leimholz) wird für 2025/2026 ein weitgehend ausgeglichenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage erwartet, was zu einer Stabilisierung des Marktumfelds aber mit hohem Wettbewerbsdruck führt.

Pelletsmarkt Österreich

Laut Austrian Market Report 2025 wurden 2024 in Österreich rund 1,80 Mio. t Pellets in 53 Werken produziert. Für 2025/2026 wird – getragen durch die Nachfrage im Heizenergiesektor – von einem Verbleib auf hohem Niveau mit moderatem Zuwachs (rund +3-4 %) ausgegangen.

International Monetary Fund (2026): World Economic Outlook Update, January 2026. Washington, D.C.Organisation for Economic Co-operation and Development (2025): OECD Economic Outlook, Volume 2025 Issue 2. Paris. European Central Bank (2025): ECB Staff Macroeconomic Projections for the Euro Area. Frankfurt am Main. Oesterreichische Nationalbank (2025): Volkswirtschaftliche Prognose für Österreich 2025-2026. Wien. Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (2025): Konjunkturprognose Österreich 2025 und 2026. Wien. Institut für Höhere Studien (2025): Sommer- und Herbstprognose der österreichischen Wirtschaft. Wien. EUROCONSTRUCT (2025): Summer Conference Report – European Construction Market Forecast 2025- 2027.Holzkurier (2025): Marktbericht Schnittholz und Holzindustrie Europa. Wien. proPellets Austria (2025): Austrian Market Report 2025 – Pelletsproduktion und Marktübersicht. Wien.

Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage Geschäftsverlauf 2025

Die Gesellschaft unterscheidet am Standort in Summe drei Produktlinien:

• Erzeugung Brettschichtholz mit Sonderbauteilen und Dienstleistung (Abbund) die Nachfrage von Produkten in diesem Bereich war durchwegs sehr gut. Im Q1 und Q2 konnte die BSH-Produktion als auch die verbundene Dienstleistung voll auslasten – bzw. sogar überlasten. Leider flachte die Nachfrage im Q3 in unserer DACHregion ab – durch Managementmaßnahmen konnten Exportaufträge sowie Zuliefereraufträge die Produktion auslasten. • Erzeugung von Schalungsprodukten – Schalungsplatte K1 und Schalungsträger HT Die Schalungsplatte von MMHR ist eine Qualitätsprodukt und somit auch ein Nischenprodukt. Während Mitbewerber sehr stark mit Preissenkungen zu kämpfen hatten ist es gelungen Platten in der gewünschten Menge als auch mit der gewünschten Preisgüte am Markt abzusetzen. Im Bereich Schalungsträger konnten Preise aufgrund preisaggresiver Konkurrenz nicht vollständig umgesetzt werden, konnte jedoch die Vollauslastung der Fertigung sichergestellt werden. • Erzeugung von Pellets Trotz saisonaler stark schwankender Preise und Nachfrage ist es gelungen, die erzeugten Pellets auf dem Markt abzusetzen.

Entwicklung des Geschäftsergebnisses

Im Geschäftsjahr zeigte sich in den drei Hauptbereichen insgesamt eine zufriedenstellende Entwicklung. Während die Brettschichtholzproduktion im ersten Halbjahr sehr stark ausgelastet war und Nachfragerückgänge im dritten Quartal durch Export- und Zulieferaufträge weitgehend kompensiert werden konnten, entwickelten sich auch die Schalungsprodukte stabil, wobei die Schalungsplatte erfolgreich als Qualitätsprodukt am Markt positioniert werden konnte und die Schalungsträger trotz Preisdruck in voller Menge abgesetzt wurden. Im Bereich Pellets gelang es trotz saisonal schwankender Preise und Absatzmengen, die gesamte Produktion erfolgreich zu vermarkten.

Finanzierungsbereich

Die Gesellschaft benötigt keine langfristige Fremdfinanzierung und wird bei Bedarf über den Konzern-Cash- Pool durch die Mayr-Melnhof Holz Holding AG mit liquiden Mitteln versorgt.

Umwelt und Nachhaltigkeit

Das Unternehmen ist laufend bestrebt durch Investitionen die Energieeffizienz zu verbessern (z. B. durch Austausch der Rolltore, LED-Hallenbeleuchtungen, Absaugung inkl. Wärmerückgewinnung).

Personal- und Sozialwesen

Im Rahmen gezielter Weiterbildungsmaßnahmen und des internationalen Einsatzes der Mitarbeiter fördert die Geschäftsführung die fachlichen Qualifikationen sowie die Persönlichkeitsentwicklung. Schwerpunkte in der Personalentwicklung bilden neben der Erweiterung von spezifischem, fachlichem Know-how, intensives Sprachentraining sowie Weiterentwicklung von Sozial- und Führungskompetenz. Hierbei stellt auch der Wissensaustausch zwischen den Mitarbeitern der verschiedenen Standorte innerhalb der MM-Holz-Gruppe eine wesentliche Komponente dar. Auch Erste-Hilfe-Kurse sowie Workshops zur Teambildung standen auf dem Ausbildungsprogramm 2025.

Im Bereich des Personalcontrollings findet eine monatliche Überwachung der Kennzahlenentwicklung statt. Dadurch sind wir in der Lage auf Abweichungen rasch zu reagieren und die Entwicklung in den Bereichen

Fluktuation, Überstunden, krankheitsbedingte Absenzen, Urlaubsstände sowie Rückstellungsentwicklung zu steuern.

Oberstes Ziel der Lehrlingsausbildung ist es, qualifizierte Fachkräfte für die Zukunft auszubilden. Der Schwerpunkt der Lehrlingsausbildung liegt derzeit in den Bereichen Holztechnik, Maschinenbautechnik, IT und Industriekauffrau/-mann. Leider ist es uns aber nicht gelungen die offenen Lehrstellen mit jungen motivierten neuen Lehrlingen zu besetzen. Seit 2025 arbeiten wir verstärkt daran neuen Lehrlinge für alle diese Bereiche zu bekommen.

Finanzielle Lage der Gesellschaft

Vermögenslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
Aktiva in TEUR31.12.202531.12.2024 Veränderungin %
Anlagevermögen8.56110.400-1.839-18%
langfristig gebundene Mittel8.56110.400-1.839-18%
kurzfristiges Umlaufvermögen35.93941.560-5.621-14%
Rechnungsabgrenzungsposten4400%
Aktive latente Steuern559253306121%
kurzfristig gebundene Mittel36.50241.817-5.315-13%
Summe Aktiva45.06352.217-7.154-14%
Passiva in TEUR31.12.202531.12.2024 Veränderungin %
Eigenkapital24.73731.384-6.647-21%
Investitionszuschüsse1.2121.414-202-14%
eigene Mittel25.94932.798-6.849-21%
langfristiges Fremdkapital2.2443.038-794-26%
kurzfristiges Fremdkapital16.87016.3814893%
fremde Mittel19.11419.419-305-2%
Summe Passiva45.06352.217-7.154-14%

Kennzahlen zur Finanzlage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
Kennzahlen zur Finanzlage20252024
Eigenkapitalquote nach §23 URG56,4%61,8%
Eigenkapital24.73731.384
Gesamtkapital It. 523 URG43.85150.803
Liquidität 1. Grades104,7%171,0%
liquide Mittel 1. Grades17.66528.017
kurzfristiges Fremdkapital16.87016.381
Working capital ratio213,1%253,7%
Working Capital35.94341.564
kurzfristiges Fremdkapital16.87016.381

Nettogeldfluss aus dem betrieblichen Ergebnis

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
Ertragslage in TEUR20252024
1. Ergebnis vor Steuern11.2348.728
2. – Auflösung Subventionen/Investitionszuschüsse-277-279
3. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf
Vermögensgegenstände des Investitionsbereichs2.2902.665
4. +/- Veränderungen der langfristigen Rückstellungen-241-85
5. Netto-Geldfluss aus dem betrieblichen Ergebnis13.00611.029

Die Gesellschaft ist in das Cash Pooling der Mayr-Melnhof Holz Gruppe einbezogen. Innerhalb dieses Cash- Poolings finden ausschließlich Finanzierungen im kurzfristigen Bereich statt. Zum 31. Dezember 2025 besteht eine Cash-Pool-Forderung iHv TEUR 17.013 (Vorjahr: TEUR 27.825 ). Zum Liquiditätsrisiko der Gesellschaft im Zusammenhang mit dem Cash Pool verweisen wir auf den Abschnitt "Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft und Risiken des Unternehmens".

Ertragslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
Ertragslage in TEUR20252024Veränderungin %
Umsatzerlöse101.49791.7849.71310,6%
Bestandsveränderungen1.406-7592.165-285,2%
Betriebsleistung102.90391.02511.87813,0%
Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen58.98050.3258.65517,2%
Rohertrag I43.92340.7003.2237,9%
Personalaufwand17.67916.2601.4198,7%
Rohertrag II26.24424.4401.8047,4%
sonstige betriebliche Erträge8651.272-407-32,0%
sonstige betriebliche Aufwendungen14.18814.805-617-4,2%
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)12.92210.9062.01618,5%
Abschreibungen2.2912.665-374-14,0%
Finanzerträge792734587,9%
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)11.4238.9752.44827,3%
Zinsen und ähnliche Aufwendungen189247-58-23,5%
Ergebnis vor Steuern (EBT)11.2348.7282.50628,7%
Steuern vom Einkommen2.8811.6111.27078,8%
Jahresgewinn /-verlust8.3537.1171.23617,4%

Rentabilitätskennziffern

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus demVerhältnisdes Ergebnisses vor Steuern zum
durchschnittlichen Eigenkapital.
Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus demVerhältnis des Ergebnisses vor Steuern zum
durchschnittlichen Gesamtkapital.
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
Rentabilitätskennziffern20252024
Eigenka pitalrentabilität40,0%31,4%
Ergebnis vor Steuern11.2348.728
durchschnittliches Eigenkapital28.06127.825
Gesamtkapitalrentabilität23,1%18,0%
Ergebnis vor Steuern11.2348.728
durchschnittliches Gesamtkapital48.64048.484

Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft und Risiken des Unternehmens

Voraussichtliche Entwicklung

Dem jüngsten Wirtschaftsausblick der Organisation for Economic Co-operation and Development zufolge bleibt die Weltwirtschaft trotz anhaltender Herausforderungen insgesamt widerstandsfähig. Für 2026 wird ein globales BIP-Wachstum von rund 3,3 % erwartet. Die Wachstumsaussichten bleiben jedoch regional sehr unterschiedlich.

Für die USA wird ein BIP-Wachstum von rund 2,1 % prognostiziert. Im Euroraum wirken die Erholung der Realeinkommen, stabile Arbeitsmärkte sowie ein weniger restriktives Zinsumfeld grundsätzlich unterstützend, dennoch wird lediglich ein moderates Wachstum von rund 1,5 % erwartet. Die Prognosen für Österreich und Deutschland liegen weiterhin nur knapp über der Stagnationslinie.

Für Japan wird ein Wachstum von rund 1,3 % bis 1,5 % erwartet. In China setzt sich Wachstumsverlangsamung fort, mit einem prognostizierten BIP-Wachstum von rund 4,4 %.

die

Die Inflation in der OECD-Zone dürfte weiter zurückgehen und sich im Jahr 2026 bei rund 3,0 % einpendeln. In weiten Teilen der fortgeschrittenen Volkswirtschaften nähert sich die Inflation damit wieder den Zielwerten der Zentralbanken an. Die Arbeitslosigkeit bleibt im historischen Vergleich niedrig, ebenso das Realeinkommen der Haushalte. Das Wachstum des privaten Verbrauchs bleibt jedoch aufgrund verhaltenen Verbrauchervertrauens gedämpft.

Die Entwicklungen bei Baugenehmigungen und Finanzierungen zeigen insbesondere im Hochbau, dass die Talsohle in den Vorjahren erreicht wurde. Für 2026 wird eine leichte Belebung erwartet, ein spürbarer Aufschwung bleibt jedoch weiterhin aus.

Viele institutionelle Entwickler und Bauträger befinden sich nach wie vor in einer angespannten finanziellen Situation, wodurch die Bauaktivität nur langsam anzieht. Positiv für die Geschäftsentwicklung wirkt weiterhin der strukturelle Trend zur Substitution mineralischer Baustoffe und Stahl durch Holz, der die Nachfrage nach Holzbauprodukten unterstützt.

Auch 2026 ist davon auszugehen, dass die Rundholzverfügbarkeit in Mitteleuropa angespannt und in Schweden weiterhin sehr knapp bleibt. Dies führt zu anhaltend erhöhten Rundholzpreisen.

Die Auslastung der Sägewerke wird weiterhin maßgeblich durch die Rohstoffverfügbarkeit bestimmt. In der Weiterverarbeitung werden aufgrund des anhaltenden Substitutionstrends zusätzliche Mengenpotenziale gesehen. Die Investitionen in den BSP-Werken in Leoben und Olsberg können daher weiter hochgefahren werden.

Zusammengefasst erwarten wir ein wirtschaftlich schwieriges Jahr 2026.

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Die Risiken aus der unsicheren globalen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, den Rahmenbedingungen in der mitteleuropäischen Bauwirtschaft und den spezifischen Entwicklungen der Holzindustrie sind im obigen Kapitel beschrieben. Ein besonderes, nicht einschätzbares Risiko stellen zu Jahresbeginn die kriegerischen Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten dar, die nicht nur allgemein geopolitische und sanktionstechnische Auswirkungen haben, sondern ganz konkret, im Falle des Nahen Ostens, die Transportroute durch den Suezkanal zum Erliegen bringen können.

Weitere Unsicherheiten stellen lokale Verwerfungen der Rohstoffmärkte aufgrund von Umwelt- und Wettereinflüssen, die zu einer Verzerrung der Wettbewerbssituation führen können, dar. Hier gilt es durch sorgfältige und kontinuierliche Beobachtung der operativen und langfristigen Kennzahlen vor allem rasch reaktionsfähig zu bleiben und aufkommende negative Entwicklungen rechtzeitig durch innerbetriebliche oder marktseitige Gegenmaßnahmen einzudämmen.

Das Unternehmen ist verschiedenen weiteren Risiken ausgesetzt, die ein systematisches und kontinuierliches Risikomanagement erforderlich machen.

Die für die Produktion benötigte elektrische Energie wird fremdbezogen und ist abhängig vom internationalen Börsenpreis (im Speziellen: European Energy Exchange in Leipzig, DE).

Die kritischen Faktoren verkaufsseitig liegen zum Teil im Bereich des Marktes. Dabei stellen sowohl die Lagerthematik als auch Überkapazitäten ernstzunehmende Risiken für den Standort dar. Trotz einer flexiblen Produktpalette und einer Differenzierung über Zusatzleistungen könnten sich diese Bedrohungen nachteilig auf die Umsatzkraft und die Rentabilität des Unternehmens auswirken.

Wachstumsinvestitionen werden nach umfassender betriebswirtschaftlicher, rechtlicher und steuerlicher Würdigung, sowohl durch interne als auch durch externe Experten, getätigt. Der Investitionsprozess unterliegt dabei einem standardisierten Projektcontrolling.

Ein umfassendes Versicherungsprogramm schützt uns vor operativen Vermögensrisiken.

Das Kundenausfallsrisiko wird durch laufende, intensive Bonitätsprüfungen und durch den Abschluss entsprechender Kundenkreditversicherungen minimiert.

Das Cash- und Liquiditätsmanagement stellt sicher, dass ausreichend Liquidität (eigene Mittel bzw. jederzeit ausnutzbare Kreditlinien) verfügbar ist, um eingegangene Verbindlichkeiten zu begleichen und Investitionen zu finanzieren. Veranlagungen bzw. Finanzierungen im kurzfristigen Bereich erfolgen im Rahmen des Cash- Pooling der Mayr-Melnhof Holz-Gruppe, längerfristige Finanzierungen werden im Zuge der Konzernplanung zentral koordiniert. Das grundsätzliche Liquiditätsrisiko der Gesellschaft bzw. der Gruppe wird mittels laufender Liquiditätsplanungen überwacht. Die Liquiditätssteuerung erfolgt auf Tagesbasis, die Performance der Konzerngesellschaften wird auf Monatsbasis evaluiert, somit kann ein rasches Handeln ermöglicht werden.

Forschung und Entwicklung

Die F&E- Aktivitäten im Bereich Schalung zielen nach wie vor in die Produktverbesserung. Im Bereich der Platte beschäftigen wir uns mit der Kante und der Oberfläche und im Bereich Träger beschäftigen wir uns mit der Oberfläche. Im Bereich BSH ist eine Großinvestition in Ausarbeitung. Ziel dieser Investition ist es die BSH-Produktion wieder auf den aktuellen Stand der Technik zu stellen.

Bestehende Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

Die Geschäftsführung

DI (FH) Mathias Simma eh 27. Februar 2026

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