Inhaltsverzeichnis
ZUM 31.12.2025
der Klinikum Austria Gesundheitsgruppe GmbH
1. Rahmenbedingungen, Geschäftstätigkeit
Die Klinikum Austria Gesundheitsgruppe GmbH (KAG) wird in Form einer GmbH geführt und betreibt derzeit insgesamt fünf Rehabilitationskliniken in Osterreich. Es handelt sich dabei um die Zweigniederlassungen in Baden, Bad Gastein, Bad Schallerbach, Bad Hall und Bad Gleichenberg. Die betriebsnotwendigen Infrastrukturen befinden sich nahezu ausschließlich im Eigentum der KAG.
Die Geschäftsanteile der KAG werden zu 74% von einem privaten Betreiberkonsortium gehalten und zu 26% von der Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen (SVS).
Die Kliniken sind auf die Durchführung mehrwöchiger stationärer Rehabilitationsaufenthalte für Patienten mit orthopädischen, rheumatischen, pulmologischen, kardiologischen, neurologischen oder onkologischen Erkrankungen sowie mit Erkrankungen des Stoffwechsel- und Verdauungssystems spezialisiert. In den letzten Jahren ist die Spezialisierung auf die Rehabilitation nach Covid-Erkrankungen in den unterschiedlichen Indikationsbereichen hinzugekommen. In Bad Schallerbach wird zudem im Rahmen der Sonderkrankenanstalt eine Ambulanz betrieben. In der KAG werden an allen Standorten gesamt 6o4 Betten sowie 8o ambulante Reha Plätze mit der Sonderform Unterbringung im Schallerbacherhof betrieben.
Es ist die Mission der Klinikum Austria Gruppe, eine neue Welt der Reha mitzugestalten und immer mehr Menschen dazu zu verhelfen, durch moderne Rehabilitation ihr Leben autonom und frei zu führen trotz Erkrankungen oder den Folgen von Verletzungen, Unfällen oder Operationen. In Summe werden in den Einrichtungen der KAG jährlich mehr als 10.o0o Patient:innen versorgt.
Die oben angeführten Rehabilitationsleistungen werden von Versicherten verschiedener Sozialversicherungsträger, insbesondere der SVS und der Pensionsversicherungsanstalt (PVA), in Anspruch genommen und von diesen Sozialversicherungsträgern finanziert. Die gegenüber den Patienten zu erbringenden Mindestleistungen und das entsprechende Entgelt sind dabei in umfassenden Kooperations- bzw. Verrechnungsverträgen festgelegt. In sehr geringem Umfang werden die Leistungen der Kliniken auch von Privatzahlern in Anspruch genommen.
Die KAG strebt auch in Zukunft eine qualitativ hochstehende, moderne, effektive und effiziente rehabilitationsmedizinische Versorgung ihrer Patienten an, welche auch die Basis für einen
KLINIKUM AUSTRIA I DIE GESUNDHEITSGRUPPE
nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg darstellt. Um über den stationären Reha-Aufenthalt hinaus Leistungen erbringen zu können, hat die KAG bereits in Vorjahren begonnen, sich mit Tele-Reha- Nachversorgung zu beschäftigen und hat sich hierfür an einem Startup im Bereich „Reha-Apph beteiligt. Um diese Reha-App bestmöglich weiterentwickeln zu können, wurde die Beteiligung im Vorjahr 2o24 an die Muttergesellschaft der KAG, die KMG Klinikum Management GmbH, verkauft. Im Zuge dieser Weiterentwicklung wurde im Geschäftsjahr 2025 das im Vorjahr erfolgreich gestartete Pilotprojekt mit der Telereha-Nachsorge-App im Klinikum Baden fortgesetzt, das den Patienten nach deren stationärem Aufenthalt telemedizinisch weiterhin eine therapeutische Unterstützung mittels eigener App ermöglicht, und damit eine ideale Nachsorge darstellt. Auf Basis der erfolgreichen Durchführung des Pilotprojekts mit überaus positiven Rückmeldungen der Patient:innen sowie der zuständigen Therapeut:innen ist im Jahr 2026 der Start der Telereha-Nachsorge-App in den Kliniken der Gesellschaft im Echtbetrieb geplant.
2. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
Das Geschäftsjahr 2o25 verlief trotz schwieriger Rahmenbedingungen insbesondere am Arbeitsmarkt sehr zufriedenstellend. Dank der engagierten Mitarbeiter der Klinikum Austria Gruppe konnte auch angesichts bestehender Personalengpässe bzw. unbesetzter Stellen ein sehr hoher Auslastungsgrad bei ausgezeichneter Qualität der Leistung erreicht werden.
Aufgrund intensiver Bemühungen bezüglich Recruiting- und Employer-Branding Maßnahmen konnten gegen Ende des Jahres einige wesentliche offene Stellen trotz der bereits angeführten schwierigen Arbeitsmarktlage besetzt werden.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 70,2 Mio. EUR erzielt. Damit konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Mio. EUR gesteigert werden. Unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge erhöhte sich die Betriebsleistung im abgelaufenen Geschäftsjahr um rd. 3,2% im Vergleich zum Vorjahr.
Der Gesamtaufwand für die eigenen Beschäftigten sowie für überlassenes Personal stieg gegenüber dem Vorjahr um rund 7,4% an. Der starke Anstieg ist insbesondere auf die hohen kollektivvertraglichen Erhöhungen der Löhne und Gehälter im Jahr 2o25 zurückzuführen und die generell sehr angespannte Arbeitsmarktsituation im Gesundheitswesen.
Der Materialaufwand und die sonstigen bezogenen Leistungen sind gesamt im Vergleich zum Vorjahr in etwa konstant geblieben. Während der Materialaufwand insbesondere aufgrund auslastungsabhängiger Kosten (z.B. höherer Lebensmittelverbrauch) sowie gestiegener Energiekosten um etwa 7,g% angestiegen ist, sind die Aufwendungen für bezogene Leistungen um etwa 2% gesunken.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 10,8 Mio. EUR auf 10,2 Mio. EUR verringert, was im Wesentlichen auf den gesunkenen Instandhaltungsaufwand zurückzuführen ist. Im
Vorjahr 2024 wurde ein Attraktivierungsprojekt für das Klinikum Baden umgesetzt, mit dem die Innenräume renoviert wurden und insbesondere die Patientenzimmer sowie die Aufenthaltsräume komplett neu gestaltet wurden, wodurch einmalig erhöhte Reparaturund Instandhaltungsaufwendungen entstanden sind, die im Jahr 2o25 nicht mehr angefallen sind.
Daraus ergibt sich für das vorliegende Geschäftsjahr 2025 in Summe ein Betriebsergebnis von rund 7,7 Mio. EUR (VJ: 8,1 Mio. EUR).
Das Finanzergebnis beträgt -o,2 Mio. EUR und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr (-o,1 Mio. EUR) leicht verschlechtert. Der Steueraufwand reduzierte sich auf rund 1,7 Mio. EUR (VJ: 1,8 Mio. EUR), wodurch sich für das vorliegende Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss in Höhe von 5,8 Mio. EUR ergab (VJ: 6,2 Mio. EUR).
2.1. Vermögens- und Finanzlage
Die Klinikum Austria Gesundheitsgruppe GmbH zeigte folgende Entwicklung bei den wesentlichen Finanzkennzahlen im Vergleich zum Vorjahr:
| Werte in TEUR | 2025 | 2024 | |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 36.473 | 33.646 | |
| + | Gesamtkapital | 59.111 | 51.117 |
| Eigenkapitalquote | 61,7% | 65,8% | |
| langfristige, sowie kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten | 9.512 | 6.847 | |
| - | flüssige Mittel | 7.490 | 1.528 |
| Nettoverschuldung (Net Debt) | 2.022 | 5.319 | |
| Nettoverschuldungsgrad (Gearing) | 5,5% | 15,8% | |
| EK + langfristige Passiva | 44 793 | 37.871 | |
| + | langfristiges Anlagevermögen | 39.172 | 38.237 |
| Anlagendeckungsgrad | 114,3% | 99,0% |
Die Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag 31.12.2025 ausgezeichnete 61,7% und ist im Vergleich zum Vorjahr (65,8%) aufgrund des angestiegenen Gesamtkapitals leicht gesunken.
Die Nettoverschuldung sank aufgrund des höheren Liquiditätsendstandes zum 31.12.2025 im Vergleich zum Vorjahr von 5,3 Mio. EUR auf 2 Mio. EUR, wodurch auch der Nettoverschuldungsgrad von 15,8% im Vorjahr auf 5,5% im Jahr 2025 reduziert werden konnte.
2.2. Geldflussrechnung (Cashflow)
Die Geldflussrechnung des Berichtsjahres spiegelt die solide Finanzlage der Klinikum Austria Gesundheitsgruppe GmbH wider und stellt sich wie folgt dar:
| Werte in TEUR | 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Stevern | 7.551 | 8.005 | ||
| Gewinn/Verlust aus dem Abgang v. Vermögensgegenst d Investitionsbereiches | 9 | -1 | ||
| +/- | Abschreibung | 3 320 | 3.472 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | -15 | -17 | ||
| * | Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen | o | -42 | |
| +/- | Zinsen | 165 | 188 | |
| + | Veränderung des Working Capital | 2.510 | -525 | |
| Zahlungen Steverumlage bzw. KöSt | -2.776 | -2.206 | ||
| Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 20.764 | 8.876 | ||
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -4.264 | -2.637 | ||
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -537 | -9.095 | ||
| zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | 5.962 | -2.856 | ||
| + | Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 1.528 | 4.384 | |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 7.490 | 1.528 | ||
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode (It. Bilanz) | 7.490 | 2.528 | ||
2.3. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Auslastung
Aufgrund der demographischen Entwicklung der österreichischen Bevölkerung, der Entwicklung der Morbidität bzw. der Entwicklung vorgelagerter akutmedizinischer Behandlungsmethoden war die Nachfrage nach Rehabilitationsleistungen in den vergangenen Jahren durchwegs sehr hoch. Im Berichtsjahr konnte eine sehr gute Auslastung der vorhandenen Kapazitäten in allen fünf Häusern der KAG erreicht werden.
Qualitätsmanagement & Zertifizierung
Zur Sicherung einer nachhaltig hohen Qualität legt die Klinikum Austria Gesundheitsgruppe großen Wert auf effizientes und effektives Qualitätsmanagement und entsprechende Zertifizierungen. Im Jahr 2025 konnten erneut alle fünf Kliniken sowie die zentrale Verwaltung gemäß der Norm ISO g001 rezertifiziert werden.
Um die Patientenzufriedenheit laufend überprüfen zu können, werden Patientenbefragungen durchgeführt. Deren Ergebnisse werden detailliert analysiert, um etwaige Maßnahmen ableiten zu können und so ständige Verbesserungen sicherstellen zu können.
Medizinische Kompetenz und Patientenfokus
Um die Fokussierung der Gruppe auf die medizinische Kompetenz und die Patientenzentrierung langfristig zu sichern, unterstützt seit dem Jahr 2024 ein medizinischer Geschäftsleiter, Herr Primar Dr. Christian Wiederer, die Geschäftsführung.
Arbeitnehmerbelange
Durchschnittlich beschäftigte die KAG im Berichtsjahr 564 (VJ: 542) eigene Mitarbeiter (davon 359 Angestellte und 2o5 Arbeiter) sowie durchschnittlich weitere 169 (VJ: 177) von der SVS überlassene Arbeitskräfte.
Um dem Risiko durch die Verknappung der Personalressourcen und der angespannten Situation am Arbeitsmarkt im Gesundheitsbereich entgegenzuwirken, unternimmt die Gesellschaft zahlreiche Anstrengungen. Einerseits werden laufend Maßnahmen im Bereich der Mitarbeitererlangung gesetzt, wie beispielsweise internationales Recruiting, verstärkte Maßnahmen zur Bekanntheit der Gruppe wie zum Beispiel Messeauftritte und Veranstaltungen, aber auch die Schaffung von Wohnraum für das Klinikpersonal oder Ausbildungskooperationen wie die Vitalakademie in Bad Gastein, mit der die Ausbildung zum medizinischen Masseur gepaart mit einer Jobgarantie im Klinikum Bad Gastein bzw. mit Stipendien angeboten werden kann.
Gleichzeitig wird auch der Fokus auf die Zufriedenheit der bestehenden Mitarbeiter gelegt mit laufenden Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, Personalentwicklungsmöglichkeiten innerhalb der Gruppe oder Incentive-Paketen.
Nachhaltigkeits- und Umweltbelange
Die Klinikum Austria Gruppe legt großen Wert auf nachhaltiges Handeln und einen möglichst umweltschonenden und effizienten Ressourceneinsatz. Ein besonderes Augenmerk gilt unter anderem dem möglichst biologischen, regionalen und saisonalen Lebensmitteleinsatz in der Küche. Alle fünf Kliniken der KAG tragen die Auszeichnung „Grüne Haube“ der Styria Vitalis und sind BIOzertifiziert.
3. Forschung und Entwicklung
Das Unternehmen betreibt keine wesentliche Forschung und Entwicklung.
4. Bericht über die Zweigniederlassungen
Die Gesellschaft betreibt folgende Zweigniederlassungen:
• Klinikum am Kurpark Baden, Renngasse 2, 2500 Baden • Klinikum Bad Gastein, Hans-Kudlich-Str. 14, 5640 Bad Gastein • Klinikum Bad Hall/Bad Schallerbach, Standort Bad Hall, Parkstr. 12, 4540 Bad Hall • Klinikum Bad Hall/Bad Schallerbach, Standort Bad Schallerbach; Schallerbacherhof, Schallerbacherhofstr. 1, 4701 Bad Schallerbach • Klinikum Bad Gleichenberg, Schweizereiweg 4, 8344 Bad Gleichenberg • Graz, Lastenstraße 11, 8020 Graz
5. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Langfristig besteht die Herausforderung der Klinikum Austria Gruppe im Halten der hohen Auslastung und dem Besetzen der Schlüsselfunktionen im medizinisch / therapeutischen Bereich. Durch unsere Mitgesellschafterin SVS einerseits, und die Verrechnungsmöglichkeiten mit immer mehr Versicherungen andererseits und sowie zukünftige Leistungsausweitungen durch beispielsweise die Tele-Reha-Nachversorgung sehen wir eine gut abgesicherte und mittelfristig erhöhte Nachfrage und damit eine durchaus positive Zukunftsentwicklung.
6. Risikoberichterstattung
6.1.
Allgemeine Risiken
Die KAG unterliegt als Betreiber von Rehabilitationssonderkrankenanstalten den üblicherweise aus einem solchen Betrieb entstehenden Risiken, zu deren Abdeckung insbesondere Sach-, Haftpflichtsowie Betriebsunterbrechungsversicherungen in ausreichender Höhe abgeschlossen wurden. Das Risiko einer weiteren Pandemie oder ähnlicher Vorkommnisse kann jedoch nach wie vor nicht durch Versicherungen gedeckt werden, weshalb die Corona-Pandemie bzw. eine neuerliche Infektionswelle ein erhebliches Risiko für die Betriebe darstellen kann, besonders wenn die Auswirkungen nicht wieder durch Unterstützung der Öffentlichkeit abgefedert werden würden.
Darüber hinaus besteht ein ausgewogenes, auf die Bedürfnisse und besonderen Risiken des Unternehmens abgestimmtes Internes Kontrollsystem, welches eine Minimierung der aus dem Betrieb von Krankenanstalten typischerweise entstehenden Risiken zum Ziel hat.
6.2.
Marktrisiken
Die Klinikum Austria Gesundheitsgruppe GmbH unterliegt wie jedes andere österreichische Rehabilitationsunternehmen dem allgemeinen, jedoch zurzeit nur theoretischen Risiko, dass die Sozialversicherungsträger künftig weniger oder keine Rehabilitationsaufhalte mehr finanzieren oder die Tarife dafür sinken könnten.
Nachhaltige Nachfrageeinbrüche sind derzeit nicht zu erwarten, da es sich bei Rehabilitationsleistungen – im Unterschied zu den freiwilligen Leistungen der Kur und der Gesundheitsvorsorge Aktiv („GVA") - um Pflichtleistungen der Sozialversicherungsträger handelt und seitens des Gesetzgebers keine Signale bestehen, diese Rechtssituation zu verändern. Im Gegenteil betonen sowohl das Sozialministerium als auch die Pensionsversicherung immer wieder die Bedeutung der Rehabilitation, nicht zuletzt um krankheitsbedingten Frühpensionierungen wie auch verfrühter Pflegebedürftigkeit entgegenzuwirken.
Die Zunahme multimorbider Patienten lässt einen weiteren Anstieg der Personalintensität erwarten. Diesen neuen Herausforderungen stellt sich die KAG unter anderem mit einer ausgeprägten Patienten- bzw. Qualitätsorientierung bzw. auch Forcierung der digitalen Transformation.
Ein in den letzten Jahren neu hinzugekommenes Risiko ist die Ressourcensituation am Arbeitsmarkt. Durch die zurückhaltende Ausbildungspolitik in den letzten Jahren gepaart mit gleichzeitigen gesetzlichen Arbeitszeitbegrenzungen kommt es vermehrt zu Konkurrenzbeziehungen zwischen Mitanbietern in der Branche und zu merkbaren Engpässen bei der Nachbesetzung von offenen Stellen. Bisher ist es der KAG gut gelungen, sich im knapper werdenden Arbeitsmarkt zu behaupten, der Trend zur weiteren Reduktion des Arbeitsangebotes durch Stundenreduktion ist aber auch von der KAG deutlich zu spüren und wird als neu hinzugekommenes Risiko für die kommenden Jahre gesehen. Um diesem Risiko bestmöglich entgegenzuwirken, werden seitens der Gesellschaft zahlreiche Maßnahmen gesetzt, um Mitarbeiter zu gewinnen bzw. diese halten zu können, siehe hierzu auch die Ausführungen unter Punkt 2.3. nichtfinanzielle Leistungsindikatoren.
6.3. Ausfallrisiken
In Bezug auf die Sozialversicherungen (= primäre Kostenträger der Rehabilitation) sind derzeit keine Zahlungsstörungen zu verzeichnen, da nahezu ausschließlich Rehabilitationsaufenthalte durchgeführt werden, die durch eben diese Kostenträger bereits im Vorfeld bewilligt wurden. Selbstbehalte der Versicherten werden vor bzw. zu Beginn des Antritts eingehoben.
6.4. Liquiditätsrisiko und Finanzinstrumente
Derzeit besteht kein Liquiditätsrisiko. Die Mittel zur Begleichung der eigenen Verpflichtungen sind vorhanden. Großinvestitionsprojekte in den Häuser Baden, Bad Schallerbach, Bad Gleichenberg und Bad Gastein wurden 2010 bis 2022 durchgeführt und langfristig fremdfinanziert, wobei für den
I DIE GESUNDHEITSGRUPPE
Investitionskredit eine variable Verzinsung auf EURIBOR-Basis vereinbart ist. Zinsabsicherungsgeschäfte wurden nicht abgeschlossen.
Laufende Investitionen können aus der Liquidität beglichen werden bzw. werden teilweise durch Aufnahme von Fremdmitteln mittelfristig finanziert.
Die KAG verwendet keinerlei Finanzinstrumente im engeren Sinn. Es bestehen keine Währungsrisiken, da die Leistungsverrechnungen in EURO erfolgen und auch sonst keine Leistungsbeziehungen zu Nicht-EURO-Staaten bestehen.
Wien, am 19.03.2026
Martin Krammer
Martin Kramme
• Ovainsiert alantere on so , a 23.03.2020, 1214 (70-010
DI Martin Krammer MSc
DI Nadja Soliman, BSc.
Tibor Klein BSCMA