← Zurück zum Firmenprofil

Lagebericht 2025

Leube Beton & Quarzsande GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 27. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Geschäftsverlauf 2025 und Lage der Gesellschaft

1.1. Wirtschaftliches Umfeld

Die globale Wirtschaft stand auch im Jahr 2025 im Zeichen erhöhter Unsicherheit und war geprägt von unterschiedlichen makroökonomischen und geopolitischen Herausforderungen. Insgesamt stellten sich die weltweiten Märkte als widerstandsfähig dar und wiesen eine robuste Grunddynamik auf. Technologiebasierte Investitionen, anhaltende disinflationäre Tendenzen sowie günstiger werdende Finanzierungsbedingungen stützten das Wachstum, während geopolitische Spannungen und handelspolitische Maßnahmen weiterhin Risiken darstellten. Der IWF bezifferte in seiner letzten Prognose das weltweite Wachstum 2025 mit rund 3,3 %. Im Euroraum festigte sich die wirtschaftliche Aktivität 2025 nur schrittweise. Das Absenken der Leitzinsen durch die EZB stützt die Kreditkonditionen und wirkt sich positiv auf das Wachstum aus. Laut Eurostat wurde für 2025 ein BIP- Plus von 1,5 % veranschlagt.

Nach zwei aufeinanderfolgenden Rezessionsjahren befindet sich die österreichische Wirtschaft auf einem vorsichtigen Weg der Konsolidierung. Obwohl hohe Lohn- und Energiekosten sowie eine schwache Auslandsnachfrage vor allem die Industrie stark belasteten, ist für das Jahr 2025 von einer Rückkehr zu einem moderaten, noch verhaltenen Wachstum auszugehen. Die OeNB prognostiziert ein Wachstum von 0,6 %. Dies sollte sich in den darauffolgenden Jahren schrittweise festigen und beschleunigen.

Die Bauwirtschaft zeigte erst im zweiten Halbjahr 2025 erste Stabilisierungsanzeichen. In Summe geht die WKO von einem realen Rückgang um 0,8 % aus. Während der Hochbau noch Schwachstellen zeigte, bot der Tiefbau mit der Zunahme an Infrastrukturprojekten eine gewisse Stabilisierung, konnte den Gesamtrückgang jedoch nicht kompensieren. Grundsätzlich spiegelte sich dieses Bild auch in der Leube Gruppe wider. Der Tiefbau und im Besonderen Investitionen in Infrastrukturbauten erwiesen sich als Absatzstütze im Jahr 2025.

Für Österreich deutet die aktuelle Prognose der OeNB auf verhaltenes, aber fortgesetztes Wachstum hin. Für die Jahre 2026 und 2027 erwartet man eine Beschleunigung des Wachstums auf 0,8 % bzw. 1,1 %. Von der Bauwirtschaft sind zwar keine ausgeprägten Wachstumsimpulse zu erwarten, dennoch ist von einer graduellen Erholung auszugehen, bei der das reale Bauvolumen nach mehreren rückläufigen Jahren wieder leicht zunehmen dürfte.

Die jüngste politische Eskalation im Nahen Osten hat spürbare negative Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft. Im Fokus stehen dabei gestiegene Energiepreise, logistische Engpässe und erhöhte Inflationsrisiken. Das Ausmaß der Auswirkung für die Unternehmen der Leube Gruppe ist derzeit schwer einzuschätzen, jedenfalls wird es vor allem in Hinsicht auf die Entwicklung der Energiekosten herausfordernd werden.

1.2. Lage der Gesellschaft

Um die Zusammenarbeit innerhalb der Leube Gruppe weiter zu stärken und vorhandene Synergien bestmöglich zu nutzen, haben wir fünf unserer bislang eigenständigen Unternehmen aus dem Segment Transportbeton, Sand und Kies in eine gemeinsame Gesellschaft zusammengeführt. Durch diesen Schritt bündeln wir unsere langjährige Erfahrung und vereinen Kompetenzen, die unseren Kundinnen und Kunden künftig noch bessere Leistungen ermöglichen. Alle operativen Standorte blieben vollständig erhalten, um das vielfältige Produktangebot weiterhin bereitstellen zu können.

Mit Umgründungsstichtag 31. Dezember 2024 wurden bei nachfolgenden Unternehmen folgende Umgründungen durchgeführt und dem Finanzamt für Großbetriebe am 26. September 2025 angezeigt. Dies wurde in weiterer Folge im Firmenbuch eingetragen. Die Verschmelzung gemäß Art. I UmgrStG der Leube Beton Lassing GmbH, der Leube Beton Innviertel GmbH und der Leube Kies & Beton GmbH als übertragende Gesellschaft auf die Leube Beton & Quarzsande GmbH als übernehmende Gesellschaft. Darüber hinaus wurde der Kommanditanteil an der Gustav Arthofer Gesellschaft m.b.H. & Co KG von der Leube Zement GmbH in die Leube Beton & Quarzsande GmbH eingebracht. In weiterer Folge kam es zur Anwachsung des Vermögens der Arthofer KG gemäß § 142 UGB bei der Leube Beton & Quarzsande GmbH.

Der anhaltende wirtschaftliche Rückgang der Baustoffindustrie des Jahres 2025 war in nahezu allen Bereichen der Gesellschaft zu spüren. Der anhaltend stagnierende Wohnungsbau, fehlende Unternehmensinvestitionen und verschobene Infrastrukturprojekte der öffentlichen Hand waren die wesentlichen Faktoren dafür. Die Entwicklung von Absatz und Umsatz der Leube Beton & Quarzsand GmbH folgte größtenteils dieser gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der österreichischen Bauwirtschaft. Ein größeres regionales Projekt im Infrastrukturbereich stellte dabei die Ausnahme dar.

Aufgrund der oben beschriebenen Umgründungsvorgänge ist die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen eingeschränkt.

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

1. Allgemeine betriebswirtschaftliche Kennzahlen

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Einheit20252024
UmsatzerlöseTEUR32.07011.461
BetriebsleistungTEUR32.40011.828
MaterialeinsatzTEUR13.7543.950
von Betriebsleistung%42,533,4
PersonalaufwandTEUR9.3282.419
von Betriebsleistung%28,820,5
BetriebsergebnisTEUR311-349
von Betriebsleistung%1,0-3,0
Jahresfehlbetrag/-überschussTEUR420-477
BilanzsummeTEUR21.45611.736
AnlagevermögenTEUR10.6986.556
AnlageinvestitionenTEUR19.2741.837
Abschreibungen (planmäßig)TEUR2.375820
EigenkapitalTEUR8.5933.773
vom Gesamtkapital%40,032,1

2. Finanzierung, Liquidität und Rentabilität

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
BerechnungEinheit20252024
Anlagendeckung(Eigenmittel + langfristige Fremdmittel) * 100%165,5%111,6%
Langfristiges Vermögen
Working CapitalKurzfristiges VermögenTEUR7.008763
- Kurzfristige Schulden
(Eigenkapital + unversteuerte
EigenmittelquoteRücklagen + Investitionszuschüsse - geplante Ausschüttung) * 100%40,332,4
Gesamtkapital
Eigenkapitalrentabilität vor SteuernOrdentliches Geschäftsergebnis * -, gg 100%2,8-14,1
Ø Eigenkapital (abzüglich geplante
Ausschüttung)
Eigenkapitalrentabilität
nach Steuern(Ordentliches Geschäftsergebnis -%6,8-12,7
Ertragsteuern) * 100
Ø Eigenkapital (abzüglich geplante
Ausschüttung)

3. Personal, Umwelt, Forschung und Entwicklung

Die Organisationsstruktur der Leube Beton & Quarzsand GmbH selbst sowie auch jene in Verbindung zur Muttergesellschaft - der Leube Zement GmbH - ist klar und transparent. Verantwortlichkeiten aller Bereiche sind dabei nachvollziehbar und eindeutig geregelt. Unsere Unternehmenskultur sowie die darauf abgestimmte Organisation ermöglichen und fördern die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter.

Der Einsatz hochwertiger Rohstoffe und Materialien bilden die Grundlage zur Herstellung unserer hochqualitativen Produkte. Nur indem wir diese schonend und gezielt einsetzen sichern wir langfristig und nachhaltig unsere Existenzgrundlage und die künftiger Generationen. Die Forschung- und Entwicklung in neuartige Rezepturen, Aufbereitungs- und Produktionsverfahren ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. In diesem Zusammenhang ist auch die zukünftige Kooperation der bisher eigenständigen Unternehmen und Standorte, ein wesentlicher Baustein.

4. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten, denen das

Unternehmen ausgesetzt ist

In unserer Zielsetzung nachhaltig zu wirtschaften, sind wir bestrebt angemessene Chancen zu ergreifen und unangemessene Risiken zu vermeiden. Die ständige Adaptierung unserer Organisation unter der Berücksichtigung einer optimalen Kapazitätsauslastung an die Marktgegebenheiten sehen wir als Grundvoraussetzung für unsere langfristige Etablierung am Markt. Spezielle Marktrisiken sind derzeit nicht zu erkennen. Auch durch die fortwährende Weiterentwicklung unserer Produkte und Produktionsverfahren werden wir unsere Wettbewerbsfähigkeit ausbauen und stärken.

Im Bereich der Rohstoffversorgung halten wir durch den Abschluss von langfristigen Lieferverträgen die Risiken kalkulierbar. Das finanzielle Risiko konnte durch die konsequente Rückführung der Bankverbindlichkeiten und dem Aufbau liquider Mittel während der letzten Jahre sowie durch die Stärkung des Eigenkapitals wesentlich verringert werden.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die beschriebenen Risiken als von uns beherrschbar angesehen werden.

5. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Die weltwirtschaftliche Erholung verläuft weiterhin nur sehr verhalten. Trotz rückläufiger Inflationstendenzen bleibt das globale Wachstum durch geopolitische Spannungen, volatile Handelsbeziehungen und strukturelle Unsicherheiten gebremst. Der Internationale Währungsfonds erwartet für 2026 ein weltweites Wachstum welches nur geringfügig über den 3,3 % des Jahres 2025 liegt. Auch der Euroraum entwickelt sich nur sehr verhalten. Für Osterreich konstatiert die OeNB in ihrer Prognose für die nächsten beiden Jahre ein Wachstum von 0,8 – 1,1 %. In der für die Leube Gruppe maßgeblichen Bauwirtschaft rechnen die Wirtschaftsforschungsinstitute damit, dass die leichte Verbesserung des zweiten Halbjahrs 2025 anhält, der Boden erreicht ist und das reale Bauvolumen nach mehreren rückläufigen Jahren wieder leicht zunehmen sollte.

Die Zinsreduktionen der Zentralbanken und die sinkenden Inflationsraten geben für 2026 Anlass für einen gewissen Optimismus der langsamen Erholung. Das Budgetdefizit in Osterreich stellt allerdings eine erhebliche Herausforderung für die wirtschaftliche Entwicklung dar. Prognosen deuten darauf hin, dass die Staatsfinanzen trotz Konsolidierungsbemühungen angespannt bleiben, was das Wachstum bremst und die finanzielle Flexibilität einschränkt. Die jüngsten geopolitischen Konflikte stellen ebenso Unsicherheiten und Risiken der wirtschaftlichen Erholungstendenzen dar. Im Speziellen rechnen wir in unserem sehr eingeschränkten Marktsegment, welches stark von der öffentlichen Hand abhängig ist, mit einer leicht rückläufigen Absatz- und Umsatzentwicklung. Obwohl eine konkrete Vorhersage des Geschäftsverlaufs zum heutigen Zeitpunkt nicht getroffen werden kann, gehen wir trotz der allgemein schwierigen Marktbedingungen davon aus, auch im Jahr 2026 ein solides Ergebnis zu erwirtschaften.

Mittelfristig werden sich sowohl die derzeitigen geopolitischen Unsicherheiten als auch die sich laufend verändernden wirtschaftlichen und umweltpolitischen Rahmenbedingungen auf unsere Geschäftsbereiche auswirken. Deren Ausmaß ist schwer einzuschätzen, jedenfalls werden auch die kommenden Jahre in vielerlei Hinsicht herausfordernd werden. Unsere langfristige und wertschaffende Wachstumsstrategie werden wir weiterhin konsequent verfolgen und auch regelmäßig auf ihre Einhaltung überprüfen. Basierend darauf rechnen wir auch für die künftigen Geschäftsjahre mit positiven Entwicklungen.

Pupping, am 26. März 2026

Mag. Heimò Berger

Bmst. DI (FH) Markus Robnig

Wir verwenden Cookies, um grundlegende Funktionen der Plattform sicherzustellen und anonymisierte Nutzungsstatistiken zu erfassen. Durch einen Klick auf "Akzeptieren" stimmst du der Verwendung dieser Cookies zu.