Inhaltsverzeichnis
1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
1.1.
Geschäftsverlauf
Die GPN GmbH ist ein Tochterunternehmen der Exelliq Holding GmbH und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Fertigung von Extrusionswerkzeugen und Werkzeugteilen für die Kunststoff-Profilextrusion.
Das Hauptwerk und gleichzeitig Zentrale befindet sich im oberösterreichischen Nußbach, das zweite Werk bzw. die Zweigniederlassung befindet sich in Trhove´Sviny, Tschechien.
Zu den Kunden zählen im Wesentlichen die Schwesterbetriebe, das sind die Exelliq Austria GmbH, Exelliq US Meadville, Inc., Simplas S.p.A oder ER-WE-PA GmbH. Außerdem werden Extrusionswerkzeugbauer außerhalb der Exelliq-Gruppe mit Werkzeugen für die Profilextrusion beliefert.
Die sich bereits im Geschäftsjahr 2024 abzeichnende Verschlechterung der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (hohe Inflation, anhaltender Rückgang der Bautätigkeiten, etc.) führte bereits im Jahr 2024 zu einem Rückgang des Auftragseinganges und im Geschäftsjahr 2025 schlussendlich zu einem Rückgang der Umsatzerlöse um EUR -1,6 Mio. auf EUR 26,4 Mio. Der Auftragseingang liegt im aktuellen Geschäftsjahr mit EUR 25,6 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr 2024: EUR 25,7 Mio.)
1.2. Bericht über die Zweigniederlassungen
Es existiert eine Zweigniederlassung in Tschechien, die GPN GmbH organizační složka Česká republika. Diese Betriebsstätte ist bereits seit 2006 operativ tätig und agiert als verlängerte Werkbank der GPN GmbH Österreich.
1.3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
1.3.1. Geschäftsergebnis / Finanz- und Vermögenslage / Leistungszahlen
| Kennzahl | Berechnungsformel | Einheit | 2025 | 2024 | 2023 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | laut GuV | MEUR | 26,4 | 28,0 | 27,8 |
| EBT | laut GuV | MEUR | 0,2 | 1,2 | 1,0 |
| Eigenmittelquote | Gemäß § 23 URG | % | 31,8 | 42,4 | 36,8 |
| Investitionen | Zugänge lt. Anlagenspiegel (ohne Finanzanlagen) | MEUR | 0,8 | 1,2 | 0,6 |
| Working Capital | Kurzfristiges Vermögen - kurzfristige Schulden | MEUR | 3,7 | 5,5 | 4,9 |
Wie bereits unter Punkt 1.1 erläutert, sanken die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2025 gegenüber
Vorjahr um -5,7% auf EUR 26,4 Mio. Aufgrund der niedrigeren Umsatzerlöse sank das EBIT gegenüber Vorjahr im Geschäftsjahr 2025 auf EUR 0,2 Mio.
Im Geschäftsjahr 2025 wurden Ausschüttungen aus dem Eigenkapital der GPN GmbH in Höhe von EUR 2,0 Mio. vorgenommen, am 31.12.2025 beträgt das Eigenkapital EUR 3,0 Mio. (Vorjahr 2024 EUR 4,9 Mio.) Die Eigenkapitalquote sank auf 31,8%. (2024: 42,4%).
Die Investitionstätigkeit der Gesellschaft in Sachanlagen lag im Geschäftsjahr 2025 mit EUR 0,8 Mio. deutlich unter dem Niveau des Vorjahres.
Das Working Capital liegt bei EUR 3,7 Mio. (Vorjahr 2024: EUR 5,5 Mio).
1.3.2. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren
| Kennzahl | Berechnungsformel | Einheit | 2025 | 2024 | 2023 |
|---|---|---|---|---|---|
| Mitarbeiteranzahl | FTEs Durchschnitt (excl. Leasing) | FTE | 251 | 247 | 256 |
| Fluktuationsrate | Austritte / (Mitarbeiterstand + Eintritte) * 100 | In % | 12,7 | 8,1 | 26,5 |
Arbeitnehmer
Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl bei der GPN GmbH h a t s i c h gegenüber 2024 u m 4 M i t a r b e i t e r e r h ö h t .
Die Fluktuationsrate betrug im Jahr 2025 12,7 % Prozent.
Der Förderung und Schulung von Mitarbeitern wurden auch im Geschäftsjahr 2025 wieder große Bedeutung beigemessen. Sowohl Persönlichkeits-, und Führungsschulungen, als auch spezifische Fach- und Sprachschulungen wurden angeboten. Darüber hinaus bietet die GPN GmbH ein breites Spektrum an Sozialleistungen. Gemeinsam mit einer wettbewerbsfähigen Vergütung, flexiblen Arbeitszeiten und sonstigen Vergünstigungen ist die GPN GmbH ein attraktiver Arbeitgeber.
Ökologische Aspekte
In den technologischen Prozessen werden keine chemisch bedenklichen Stoffe eingesetzt. Ein verantwortlicher Umgang mit Rohstoffen und Energie ist Teil der Unternehmensleitlinie.
Im Zuge unseres Risikomanagements schulen wir unsere Mitarbeiter im Umgang und zur Vermeidung von Umweltrisiken.
2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens
2.1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Aufgrund der in den letzten Jahren kontinuierlichen Investitionen in moderne Maschinen und Anlagen ist die GPN GmbH bestens aufgestellt. Im Geschäftsjahr 2025 wurde mit dem Bau von Schaltschränken das Produktspektrum weiter professionell ausgebaut. Dieser Produktbereich wird seit 2024, von der logistischen Abwicklung bis zur Fertigung, über das Werk in der Tschechischen Republik abgewickelt. Vorrangig werden hier die Unternehmen der Battenfeld Gruppe in Deutschland und Österreich bedient.
Wirtschaftlich stand das Jahr 2025 unter dem Einfluss der sich verschlechternden allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (hohe Inflation, anhaltender Rückgang der Bautätigkeiten, etc.). Aufgrund des leichten Anstieges im Auftragseingang der Schwestergesellschaften (v.a. Exelliq Austria GmbH) gehen wir für das Geschäftsjahr 2026 von einer leichten Erholung des konjunkturellen Umfeldes aus.
2.2. Wesentliche Risiken, Ungewissheiten
2.2.1. Allgemeiner Risikobericht
Risikomanagement ist für die GPN GmbH ein integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse. Als Grundlage der organisatorischen Einbindung des Risikomanagements in die betrieblichen Abläufe sind vor allem die Managementstruktur, das Planungssystem sowie detaillierte Berichts- und Informationssysteme anzusehen.
Das Risikomanagement der GPN GmbH wird laufend überarbeitet sowie das interne Kontrollsystem (IKS) kontinuierlich ausgebaut.
Die Behandlung der jeweiligen operativen Einzelrisiken wird durch verschiedene Management- und Investitionsgrundsätze sowie Richtlinien (z.B. Einkauf) definiert.
Bestimmte Einzelrisiken (z.B. Währungsrisiko) werden von Serviceeinheiten auf Konzernebene überwacht und im erforderlichen Maße abgesichert.
Für spezifische Haftungsrisiken und Schadensfälle werden Versicherungen abgeschlossen, deren Umfang laufend überprüft wird.
Um Risiken zu begegnen, die aus den vielfältigen steuerlichen, wettbewerbs-, patent-, kartell- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen resultieren, werden Entscheidungen auf Basis entsprechender rechtlicher Beratungen getroffen.
2.2.2. Spezieller Risikobericht
Es besteht auch das grundsätzliche Risiko, dass eine erneut ansteigende Inflation einen nachteiligen Einfluss auf die Investitionstätigkeit der Extrusionskunden nimmt.
Mit der operativen Geschäftstätigkeit der GPN GmbH sind die nachstehend erläuterten wesentlichen Risken und Chancen verbunden.
Beschaffungsmarktrisiken
Die Belieferung von Rohstoffen und Zukaufteilen zur Herstellung von Extrusionswerkzeugen erfolgt durch ausgewählte, langjährige Lieferpartner. Zur Sicherstellung der Versorgung mit beschaffungskritischen Materialien werden Lieferantenverträge abgeschlossen (Rahmenverträge). Dies trifft speziell auf Werkzeugstahlqualitäten zu, die nicht marktüblich gehandelt werden, sondern speziell für den Bedarf der GPN GmbH angefertigt werden.
Absatzmarktrisiken
Der überwiegende Anteil des Umsatzes für Werkzeuge wird mit Schwesterfirmen aus dem Exelliq- Verbund getätigt.
Durch die globale Vertriebsstruktur (indirekt, über die Exelliq-Schwesterbetriebe) gibt es geringe Risiken aufgrund lokaler Wirtschafts- oder politischer Krisen. Preisanpassungen werden hauptsächlich durch den (allgemeinen) Anstieg der Preise am Beschaffungsmarkt hervorgerufen.
Wie bereits erwähnt, besteht dennoch ein grundsätzliches Risiko, dass die aktuell gestiegenen Energiekosten weltweit sowie hohe Zinsen bzw. Inflation einen neuerlichen Einfluss auf die Investitionstätigkeit der Kunden nehmen.
Bonitätsrisiko
Risiken aufgrund von Kundenbonitäten sind in eingeschränktem, kontrollierbarem Ausmaß vorhanden, Kunden mit größeren Obligos werden durch ein internes Bewertungssystem eingestuft. Größere Forderungen von Drittkunden sind in der Regel durch Bankgarantien besichert. Eine Auswirkung durch möglicherweise wieder steigende Inflation und Zinsniveau auf Kundenbonitäten kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden.
Währungsrisiko
Die GPN GmbH tätigt ihre Geschäfte Großteils in Euro, daher besteht im operativen Bereich ein überschaubares Währungsrisiko.
Die geplanten Fremdwährungsumsätze (USD) werden zum überwiegenden Teil mit der US- Schwestergesellschaft Exelliq US Meadville, Inc. abgewickelt. Es werden ab finanzmarktfähigen Größenordnungen im Einzelfall derivative Sicherungsinstrumente (Devisentermingeschäfte, -swaps) zur Absicherung genutzt.
Originäre Finanzinstrumente sind Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Grundgeschäfte) sowie Finanzforderungen und Finanzschulden. Der Bestand an originären Finanzinstrumenten ist aus der Bilanz bzw. dem Anhang ersichtlich. Im Geschäftsjahr 2025 kamen keine Sicherungsinstrumente zum Einsatz.
Veranlagungen erfolgen ausschließlich in Euro, sodass diesbezüglich kein Währungsrisiko besteht.
Zinsenrisiko
Das Zinsenrisiko resultiert aus Bewegungen des Marktzinses, die in der Folge zu Schwankungen des Wertes des Finanzinstrumentes führen können.
Die Finanzverbindlichkeiten des Unternehmens werden fix verzinst. Daher kann das Zinsänderungsrisiko als nicht wesentlich bezeichnet werden.
Liquiditätsrisiko
Das Unternehmen verfügt über ausreichend Rahmen zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit. Ein durch die steigenden Energie- und Personalkosten bedingt erhöhtes Liquiditätsrisiko ist nicht gegeben.
2.3. Verwendung von Finanzinstrumenten
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.
3. Bericht über die Forschung und Entwicklung
Die GPN GmbH beschäftigt sich im Werkzeugbaubereich hauptsächlich mit Verbesserungen im Fertigungsprozess. Da die GPN GmbH als Lohnfertiger nach der Vorgabe von Kundenzeichnungen agiert, gibt es keine Entwicklungsaktivitäten in ein eigenes Produkt.
Die GPN GmbH bringt sich bei Entwicklungsprojekten der anderen Teilbetriebe der Exelliq Austria GmbH als Partnerbetrieb aktiv ein. Hauptaugenmerk ist dabei die kostengünstige Machbarkeit von Neuentwicklungen und Produktverbesserungen.
Nußbach, am 21. April 2026
Wolfgang Degwerth
Geschäftsführer