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Lagebericht 2025

Baumeister Heigl GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 02. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Lagebericht

1.1. Geschäftsverlauf

Das Unternehmen ist im Baumeistergewerbe bzw. Hochbau tätig und bedient Auftraggeber aus dem öffentlichen und privaten Sektor. Im Geschäftsjahr 2025 war die Geschäftsentwicklung sehr positiv. Die Auftragslage war durchgehend stark, mit einer hohen Anzahl und einem überdurchschnittlichen Volumen an erteilten Aufträgen. Diese Entwicklung wirkte sich direkt und spürbar auf den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens aus. Die Diversifikation der Auftraggeber und die ausgewogene Verteilung der Projekte auf gewerbliche und private Kunden trugen wesentlich zur Stabilität und zur Festigung der Marktposition bei. Die aktuelle Geschäftslage bietet eine verlässliche Grundlage für die strategische Ausrichtung im kommenden Jahr.

Das Unternehmen wurde 1996 als Einzelunternehmen gegründet und wird seit 2006 als GmbH geführt. Im Jahr 2023 wurde das Unternehmen in die HEIBEG Gruppe GmbH eingebracht, die seither als 100 %ige Eigentümerin fungiert.

Zum Bilanzstichtag ist Herr Ing. Herbert Heigl als Geschäftsführer und Herr Stefan Heigl als Prokurist bestellt. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl beträgt 53. Eine wesentliche Erweiterung des Personalstands ist nicht vorgesehen.

1.2. Lage der Gesellschaft

Vermögenslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
202520242023
Working Capital (in TEUR):-763-1883114
Berechnung:kfr. Aktiva - kfr. Passiva4.234 -4.9974.538 -6.4214.106 - 3.992

Das Working Capital stellt das kurzfristige Finanzierungspotential dar. Das Working Capital (zuzüglich nicht ausgenutzter Kreditrahmen) sollte immer positiv sein, da ansonsten zumindest kurzfristig Zahlungsunfähigkeit vorliegt. Das Working Capital steht zur Deckung der durch die Geschäftstätigkeit bedingten Baraufwendungen zur Verfügung.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Working Capital Ratio in %:84,73 %70,68 %102,86 %
Berechnung:kfr. Aktiva x 1004.234 x 1004.538 x 1004.106 x 100
kfr. Passiva4.9976.4213.992

Das Working Capital Ratio in % stellt das Verhältnis von kurzfristigen Aktiva zu kurzfristigen Passiva dar. Das Ergebnis sollte nicht kleiner 100 % sein.

Ermittlung der Eigenmittelquote gemäß § 23 URG:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
20252024
EUREUR
Eigenkapital laut Bilanz2.960.323,322.147.697,96
Gesamtkapital (§224 Abs. 3 UGB)10.112.269,1310.848.935,90
- von den Vorräten absetzbare Anzahlungen-25.829,34-317.575,10
- Investitionszuschüsse-69.961,65-97.316,05
Gesamtkapital10.016.478,1410.434.044,75

Eigenmittelquote gemäß § 23 URG:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Eigenkapital x 100
29,6 % Gesamtkapital20,6 %

Ermittlung der fiktiven Schuldentilgungsdauer gemäß § 24 URG:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
20252024
EUREUR
Rückstellungen302.525,32363.431,68
+ Verbindlichkeiten6.779.458,848.240.490,21
- sonstige Wertpapiere und Anteile0,000,00
- von den Vorräten absetzbare Anzahlungen-25.829,34-317.575,10
- liquide Mittel-3.112,19-58.392,83
= effektives Fremdkapital7.053.042,638.227.953,96
Jahresüberschuss1.372.625,36449.244,29
+ Abschreibungen auf das Anlagevermögen und Verluste aus dem
Abgang von Anlagevermögen602.491,18612.630,17
- Zuschreibungen zum Anlagevermögen und Gewinne aus dem
Abgang von Anlagevermögen-543.164,14-4.800,00
- Auflösung Investitionszuschüsse-27.354,40-27.769,64
+/- Veränderung langfristiger Rückstellungen-16.168,39-40.531,63
Mittelüberschuss1.388.429,61988.773,19

Fiktive Schuldentilgungsdauer gemäß § 24 URG:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
(effektives) Fremdkapital5,1 Jahre8,3 Jahre
Mittelüberschuss

1.3. Finanzlage - Geldflussrechnung

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
20252024
TEURTEUR
1. Ergebnis vor Steuern1.603536
2. Oberleitung auf den Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern
a. Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des
Investitionsbereichs-542-5
b. Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens
sowie auf Wertpapiere des Umlaufvermögens601613
c. Erträge aus der Auflösung von Bewertungsreserven aus
Investitionszuschüssen-27-28
Geldfluss aus dem Ergebnis1.6341.116
d. Ab-/Zunahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie
anderer Aktiva189-1.648
e. Zu-/Abnahme der Rückstellungen, ausgenommen für Steuern vom Einkommen25-320
f. Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie
anderer Passiva1.015-1.791
1.260-3.179
3. Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern2.863-2.643
4. Zahlungen für Steuern
a. Steuern vom Einkommen-230-87
b. sonstige Forderungen aus Steuern0119
c. Veränderungen Steuerrückstellungen-86-235
-315-203
5. Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit2.547-2.846
6. Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit
a. Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen)205
b. Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang und sonstigen Finanzinvestitionen5600
c. Anlagenzugänge It. Anlagenspiegel (ohne Finanzanlagen)-99-137
d. Finanzanlagenzugänge und sonstige Finanzinvestitionen0-239
e. Investitionszuschüsse00
481-371
7. Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit
a. Auszahlungen aus der Bedienung des Eigenkapitals-5600
b. Einzahlung von Kapitalrücklagen0239
c. Veränderung der Forderungen gegenüber Gesellschaftern-48-79
d. Einzahlungen/Auszahlungen aus der Aufnahme/Tilgung von Finanzkrediten
gegenüber verbundenen Unternehmen-2.9213.130
e. Einzahlungen/Auszahlungen für die Aufnahme/Tilgung von sonstigen
Finanzkrediten445-96
-3.0843.194
8. zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes-55-23
9. Finanzmittelbestand am Beginn der Periode5881
10. Finanzmittelbestand am Ende der Periode358

1.4. Ertragslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
20252024+/-
TEUR%TEUR%TEUR%
Rohertrag I7.63641,57.65443,5-19-0,2
Personalaufwand4.36123,74.55125,9-190-4,2
Rohertrag II3.27517,83.10417,71715,5
sonstige betriebliche Erträge800,42831,6-203-71,7
sonstige betriebliche
Aufwendungen1.5758.62.02311,5-448-22,1
Finanzerträge5793,2410,2538>999,9
Ergebnis vor Zinsen, Steuern
und Abschreibungen (EBITDA)2.35912,81.4058,095467,9
Abschreibungen6013,36133,5-12-1,9
Ergebnis vor Zinsen und
Steuern (EBIT)1.7589,67924,5965121,9
Zinsen und ähnliche
Aufwendungen1550,82561,5-101-39,5
Ergebnis vor Steuern (EBT)1.6038,75363,11.066198,9
Steuern vom Einkommen2301,3870,5143164,8
Jahresüberschuss1.3737,54492,6923205,5

1.5. Rentabilitätskennzahlen

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
202520242023
Eigenkapitalrentabilität in %:60,8 %28,0 %9,5 %
Berechnung:EBT x 1001.603 x 100536 x 100146 x 100
Ø Eigenkapital2.6381.9151.535
Gesamtkapitalrentabilität in %:16,8 %7,8 %4,0 %
Berechnung:(EBT + FK-Zinsen) x 1001.758 x 100792 x 100343 x 100
Ø Gesamtkapital10.48110.1758.639

1.6. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine außergewöhnlichen oder nicht bereits im Jahresabschluss berücksichtigten Ereignisse ergeben, die die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinflussen würden. Die Auftragslage zeigt sich stabil und unterstützt die positive Geschäftsentwicklung auch im weiteren Jahresverlauf.

Trotz gewisser gesamtwirtschaftlicher Unsicherheiten – etwa im Hinblick auf Inflation, Kriegen, Zinsentwicklung, das Investitionsverhalten öffentlicher und privater Auftraggeber sowie ein moderates Preisniveau – beurteilt das Unternehmen die zukünftige Entwicklung zuversichtlich.

Aus aktueller Sicht bestehen keine wesentlichen Risiken, die die Fortführung des Unternehmens beeinträchtigen könnten. Das Unternehmen geht daher mit klarer Perspektive von der Fortgeltung des Going-Concern-Prinzips aus.

1.7. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Für das kommende Geschäftsjahr wird ein stabiler Geschäftsverlauf erwartet. Die aktuelle Entwicklung bei den Auftragseingängen lässt darauf schließen, dass sowohl der Umsatz als auch das Betriebsergebnis auf dem derzeitigen Niveau gehalten werden können.

Mit Blick auf die darauffolgenden Jahre ist aufgrund der Zinsentwicklung und der anhaltenden Inflation mit gewissen Herausforderungen im Auftragsvolumen zu rechnen. Das Unternehmen beobachtet diese Entwicklungen aufmerksam und wird bei Bedarf entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Eine Ausweitung der Mitarbeiteranzahl ist derzeit nicht vorgesehen. Auch größere Investitionen sind zum aktuellen Zeitpunkt nicht geplant. Die bestehende Betriebsstruktur soll im Wesentlichen beibehalten werden.

1.8. Risiken

Das Unternehmen ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken ausgesetzt, die laufend beobachtet, bewertet und durch geeignete Maßnahmen gesteuert werden. Ziel des unternehmensinternen Risikomanagements ist es, potenzielle Gefährdungen frühzeitig zu erkennen und durch präventive sowie operative Maßnahmen zu minimieren. Im Folgenden werden die wesentlichen Risikofelder sowie die jeweils ergriffenen Gegenmaßnahmen dargestelll.

Die Bauwirtschaft unterliegt stark der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Steigende Baukosten, volatile Zinssätze sowie ein tendenziell sinkendes Preisniveau können die Investitionsbereitschaft, insbesondere im öffentlichen Bereich, negativ beeinflussen. Viele Gemeinden verfügen derzeit über eingeschränkte Haushaltsmittel, was zu Projektverschiebungen oder -streichungen führen kann. Zusätzlich wirkt sich eine zunehmend kritische mediale Berichterstattung über die Baubranche dämpfend auf das Marktumfeld aus. Das Unternehmen begegnet diesen Risiken durch eine vorausschauende Projektakquise, konservative Kalkulationsansätze und eine strikte Kostenkontrolle.

Zahlungsausfälle – insbesondere bei Großprojekten im Hochbau mit hohem Auftragsvolumen und längeren Zahlungszielen – stellen ein wesentliches Risiko dar. Zur Risikominimierung werden vor Projektbeginn Bonitätsprüfungen durchgeführt. Während der Bauabwicklung erfolgt ein aktives Debitorenmanagement mit kontinuierlichem Forderungscontrolling und konsequentem Mahnwesen. Wo möglich, werden vertraglich Anzahlungen, Abschlagszahlungen und Sicherheiten vereinbart. Die Unternehmensliquidität wird durch einen laufend aktualisierten Liquiditätsplan aktiv gesteuert. Dieser ermöglicht eine präzise Kontrolle der Zahlungsströme und erlaubt es, frühzeitig auf Veränderungen zu reagieren. Wertberichtigungen bei erkennbaren Ausfallrisiken sichern zusätzlich die Bilanzqualität. Der Einsatz klassischer, überschaubarer Finanzinstrumente ohne derivativen Charakter trägt zur Risikoreduzierung im Finanzbereich bei.

Der Fachkräftemangel in der Baubranche stellt eine anhaltende Herausforderung dar. Altersbedingte Abgänge sowie ein begrenzter Bewerbermarkt können zu Kapazitätsengpässen führen. Das Unternehmen begegnet diesem Risiko durch gezielte Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und legt großen Wert auf die kontinuierliche Weiterentwicklung interner Abläufe, um vorhandene Ressourcen effizient einzusetzen.

Aus aktueller Sicht bestehen keine Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen könnten. Das bestehende Risikomanagementsystem wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf an veränderte wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen angepasst.

1.9. Forschung und Entwicklung

Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung finden im Unternehmen nicht statt.

1.10. Bestehende Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft hat eine Zweigniederlassung in 5522 St. Martin/Tgb., Unterbachstraße 4

Aug ust 2026, Ing. Herbert Heigl

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