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Lagebericht 2025

METRANS Railprofi Austria GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 26. März 2026

Inhaltsverzeichnis

für das Geschäftsjahr 2025

Inhalt

1. Einleitung. 2. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage. 2.1 Ertragslage . 2.2 Vermögens- und Finanzlage . 3. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht). 3.1 Voraussichtliche Entwicklung der Rahmenbedingungen . 3.2 Erwartete Entwicklung der Gesellschaft . 4. Wesentliche Chancen und Risiken . 5. Forschungs- und Entwicklungsbericht (F&E). 6. Zweigniederlassungen. .. 2 .. 2 .. 2 .. 3 .. 4 .. 4 .. 4 .. 5 .. 6 .. 6

1.

Einleitung

Die METRANS Gruppe zählt zu den führenden Marktteilnehmern im Bereich des intermodalen Transports in Europa. Das strategische Kerngeschäft umfasst die luckenlose Verbindung von Seefrachtzentren – insbesondere der Nordsee- und Adriahäfen sowie Breitspur-Umschlagbahnhöfe – mit dem europäischen Hinterland. Ein wesentlicher Fokus liegt dabei auf der effizienten Abwicklung von Warenströmen entlang der Seidenstraße, um eine schnelle und zuverlässige Versorgung des europäischen Marktes zu gewährleisten.

Als Komplettanbieter deckt die Gruppe das gesamte Spektrum intermodaler Transportlösungen ab. Das Leistungsportfolio umfasst den Transport unterschiedlichster Containertypen, darunter 20- und 40-Fuß- Container, Open-Top-, Kühl-, Tank- sowie Schüttgutcontainer.

Die operative Stärke der Gruppe basiert auf einem engmaschigen Terminal-Netzwerk und einer hohen Eigenfertigungsquote durch den Einsatz von mehr als 140 Elektrolokomotiven und 3.700 Containertragwagen.

Innerhalb dieses Netzwerkes fungiert die METRANS Railprofi Austria GmbH als das spezialisierte österreichische Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU). Gemeinsam mit den Schwestergesellschaften in Deutschland, Tschechien, Polen, der Slowakei und Ungarn sichert sie die grenzüberschreitende Traktionsleistung der Gruppe und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur vertikalen Integration der Wertschöpfungskette.

2. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

Das Geschäftsjahr 2025 war von einer im Vergleich zum Vorjahr rückläufigen Umsatzentwicklung geprägt, die jedoch mit einer deutlichen Steigerung der Profitabilität einherging. Trotz der Umsatzrückgänge konnte das operative Volumen moderat gesteigert werden: Die Anzahl der erbrachten Zugleistungen erhöhte sich um rund 4,6 %, während das Aufkommen an transportierten Containereinheiten ein Wachstum von circa 3,6 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnete.

2.1

Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft entwickelte sich im Berichtsjahr trotz rückläufiger Umsatzerlöse äußerst positiv. Die Umsatzerlöse sanken um 14,8 %, was primär auf eine strukturelle Anpassung der Abrechnungsmodalitäten innerhalb des METRANS-Konzerns zurückzuführen ist.

Trotz dieser umsatzseitigen Anpassung konnte das Betriebsergebnis (EBIT) deutlich auf 3,16 Mio. EUR (Vorjahr: 2,48 Mio. EUR) gesteigert werden. Maßgeblich für diesen Erfolg war eine signifikante Effizienzsteigerung bei den Aufwendungen: Der Materialaufwand und die bezogenen Leistungen reduzierten sich um 36,0%, wodurch sich das Rohergebnis um 7,9% auf 10,15 Mio. EUR verbesserte. Parallel dazu verzeichneten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen eine deutliche Entlastung auf 1,09 Mio. EUR (Vorjahr: 3,45 Mio. EUR). Gegenläufig zu dieser Entwicklung stieg der Personalaufwand infolge der geplanten Kapazitätserweiterung um 10,2 % auf 5,73 Mio. EUR.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) beläuft sich somit auf 3,20 Mio. EUR (Vorjahr: 2,53 Mio. EUR), die Eigenkapitalrentabilität (Ergebnis vor Steuern bezogen auf das Eigenkapital) beträgt somit 126,2% (VJ: 125,4%). Nach Abzug der Steuern des Einkommens (0,70 Mio. EUR) ergibt sich ein Jahresüberschuss von 2,50 Mio. EUR (Vorjahr: 1,95 Mio. EUR). Dieses Ergebnis unterstreicht die hohe Ertragskraft und operative Belastbarkeit der Gesellschaft.

2.2

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanz der Gesellschaft ist durch eine sehr solide Liquidität und ein gestärktes Eigenkapital geprägt. Durch die Einführung des konzernweiten Cash-Poolings hat sich die Struktur der flüssigen Mittel verändert: Ein Großteil der bisherigen Bankguthaben wurde in Forderungen gegenüber der METRANS- Gruppe umgeschichtet. In der Gesamtbetrachtung haben die verfügbaren Mittel gegenüber dem Vorjahr zugenommen, wodurch die kurzfristige Zahlungsfähigkeit jederzeit sichergestellt ist.

Das Eigenkapital verzeichnete ebenfalls einen Zuwachs. Diese positive Entwicklung resultiert daraus, dass der erwirtschaftete Jahresüberschuss die Gewinnausschüttung für das Vorjahr überstieg. Infolgedessen konnte auch die Eigenkapitalquote von 26,0% auf 30,7% gesteigert werden.

Bei den Verbindlichkeiten kam es bei insgesamt nahezu gleichbleibenden Verbindlichkeiten zu einer Verschiebung: Während die Verpflichtungen gegenüber Lieferanten zurückgingen, machen die sonstigen Verbindlichkeiten nun den überwiegenden Teil aus. Die Gesellschaft ist aufgrund der hohen Liquidität problemlos in der Lage, diesen Verpflichtungen nachzukommen.

Das Working Capital der Gesellschaft hat sich von rund 1,8 Mio. EUR auf rd. 2,4 Mio. EUR erhöht.

3. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht) 3.1

Voraussichtliche Entwicklung der Rahmenbedingungen

Die konjunkturellen Rahmenbedingungen für das Geschäftsjahr 2026 deuten auf eine moderate Erholung des Marktumfelds hin. Laut Prognosen von WIFO und OeNB wird für den europäischen Außenhandel ein preisbereinigtes Importwachstum von ca. 1,3 % erwartet. Global wird für die Containerschifffahrt mit einem Nachfrageplus von rund 3 % gerechnet (Xeneta/BIMCO), was sich unmittelbar positiv auf das Aufkommen im europäischen Hinterlandsverkehr auswirkt.

Zusätzlich stützen regulatorische und wirtschaftliche Faktoren den Schienengüterverkehr:

Kostendruck auf der Straße: Die angekündigten Mauterhöhungen in Osterreich (ca. 7,7 % für 2026) sowie der anhaltende Fachkräftemangel im Straßengüterverkehr erhöhen die relative Wettbewerbsfähigkeit der Schiene.

Nachhaltigkeit: Der politische Fokus auf die Dekarbonisierung forciert die Verkehrsverlagerung dauerhaft. Experten prognostizieren für den europäischen Eisenbahnmarkt bis 2034 eine jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 4,31 %.

Resilienz der Lieferketten: Ein anhaltender Markttrend zur Erhöhung von Sicherheitsbeständen und zur Diversifizierung der Logistikrouten wirkt dem engmaschigen und redundanten Netzwerk der MET- RANS-Gruppe positiv entgegen.

3.2

Erwartete Entwicklung der Gesellschaft

Trotz operativer Herausforderungen durch Baustellen und Umleitungen im deutschen Schienennetz sowie potenzieller Infrastrukturkostensteigerungen, blickt die Gesellschaft optimistisch auf das Jahr 2026. Das Unternehmen prognostiziert ein moderates Wachstum der Transportleistungen.

Um diese steigende Nachfrage qualitativ hochwertig abzuwickeln und die Servicequalität weiter zu steigern, ist für das Jahr 2026 eine gezielte Erweiterung des Personalstands geplant. Dieser Ausbau der personellen Ressourcen ist eine strategische Investition, um die operative Leistungsfähigkeit nachhaltig abzusichern und die Position der Gesellschaft als zuverlässiges Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) innerhalb der METRANS-Gruppe und am österreichischen Markt zu festigen.

4.

Wesentliche Chancen und Risiken

Wettbewerbsvorteil Schiene (Chance): Regulatorischer Rückenwind durch CO2-Abgaben und die hohe Effizienz der Ganzzug-Systeme positionieren die Schiene als Rückgrat stabiler europäischer Lieferketten und bieten der Gesellschaft erhebliche Wachstumschancen.

Trassenpreisbremse (Chance): In Deutschland steigen die Trassenpreise für den Güterverkehr 2026 mit ca. 5 % deutlich moderater als ursprünglich befürchtet, was die Kalkulationssicherheit für Bahnoperatoren erhöht.

Digitalisierung (Chance): Die Einführung digitaler Plattformen wie der "Secure Release Order" (SRO) zur Containerfreigabe wird 2026 auf die gesamte EU ausgeweitet, was die Effizienz in den Häfen und im Hinterland steigert und somit auch das Transportaufkommen auf der Schiene.

Geopolitische Volatilität (Risiko): Verlängerung von Transitzeiten und die erschwerte Planbarkeit im maritimen Zulauf werden durch die hohe Flexibilität des METRANS-Netzwerks minimiert. Durch die Nutzung von 20 eigenen Terminals und die redundante Anbindung an die wichtigsten europäischen Seehäfen kann die METRANS kurzfristig auf Fahrplanänderungen der Reedereien reagieren und ihre Hinterland Logistik dynamisch anpassen.

Fachkräftemangel (Risiko): Dem branchenweiten Mangel an Triebfahrzeugführern begegnet die Gesellschaft mit einer proaktiven Recruiting-Strategie und der Steigerung der Arbeitgeberattraktivität. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist hierbei die Nutzung der konzerneigenen, zertifizierten Schulungseinrichtung, die die Ausbildung und Qualifizierung des eigenen Personals sicherstellt. Durch diese langfristige Personalplanung und die Einbindung in einen stabilen Konzernverbund sichert die Gesellschaft die notwendigen personellen Kapazitäten, um das geplante operative Wachstum für 2026 nachhaltig abzusichern.

Ausfallsrisiko: Das Ausfallrisiko der Forderungen wird als äußerst gering eingestuft. Da die METRANS Railprofi Austria GmbH primär als Leistungserbringerin innerhalb des Konzernverbunds agiert, bestehen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen fast ausschließlich gegenüber verbundenen Unternehmen der METRANS-Gruppe. Aufgrund der hohen Bonität innerhalb der Gruppe sowie der engen operativen Verflechtung ist ein Zahlungsausfall nach vernünftigem Ermessen nahezu ausgeschlossen. Auf den Einsatz von Kreditderivaten oder externen Besicherungsinstrumenten wird daher bewusst verzichtet.

Liquiditätsrisiko: Die Liquidität der Gesellschaft ist mit einem Bestand von 5,24 Mio. EUR sehr stabil. Davon werden rund 90 % im gruppenweiten Cash-Pool geführt, was eine effiziente Mittelverwaltung sicherstellt. Diese Barreserve deckt die kurzfristigen Verbindlichkeiten ausreichend ab und gewährleistet die jederzeitige Zahlungsfähigkeit.

Energiekostenrisiko: Als Eisenbahnverkehrsunternehmen ist die Gesellschaft direkt von der Preisentwicklung am Strommarkt abhängig. Während die außergewöhnlichen Preissteigerungen des Jahres 2025 bereits in der Planung berücksichtigt wurden, wird für 2026 durch die Erschließung neuer Einkaufskanäle eine signifikante Optimierung der Bezugskosten prognostiziert.

IT-Sicherheit: Die operativen Prozesse der Gesellschaft sind durch den Einsatz moderner Dispositionsund Freigabesysteme digital hochgradig vernetzt. Zur Sicherstellung dieser technologischen Infrastruktur und zum Schutz vor Betriebsunterbrechungen wurden im Berichtsjahr Softwarewartungs- und Systemimplementierungskosten in Höhe von rund 50.000 EUR aufgewendet. Das inhärente Risiko von Cyberangriffen wird durch die Einbindung in die zentralen Sicherheitsarchitekturen und Uberwachungssysteme der METRANS-Gruppe effektiv minimiert, sodass die IT-Verfügbarkeit für den laufenden Betrieb jederzeit gewährleistet bleibt.

5.

Forschungs- und Entwicklungsbericht (F&E)

Die Gesellschaft übte im Berichtszeitraum keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit aus.

6. Zweigniederlassungen

Die METRANS Railprofi Austria GmbH unterhält keine Zweigniederlassungen. Der satzungsgemäße Sitz der Gesellschaft befindet sich in 3500 Krems an der Donau (Karl-Mierka-Straße 7-9). Neben dem Hauptsitz betreibt das Unternehmen einen weiteren Bürostandort in 1020 Wien (Ernst-Melchior-Straße 20), um die operative Nähe zu wesentlichen Geschäftspartnern und Entscheidungsträgern sicherzustellen.

Krems an der Donau, 25. Februar 2026

Die Geschäftsführung

Christo 2026 10:05 nterschrieben mit MOXIS Guest Mag iur. Christopher Leiner

Patrick Martin Barna, 25.02.2026 12:24 Unterschrieben mit MOXIS Guest Patrick Barna

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