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Lagebericht 2025

Arbeiter-Samariter-Bund Wien Wohnen und Soziale Dienstleistungen gemein- nützige GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 30. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

Die Arbeiter-Samariter-Bund Wien Wohnen und Soziale Dienstleistungen gemeinnützige GmbH führt folgende operative Geschäftsbereiche

Flüchtlingshilfe Lerneinrichtung für sozial benachteiligte Kinder Wohnungslosenhilfe

Im Jahr 2025 wurden erneut deutlich weniger Asylanträge in Österreich gestellt als im Vorjahr. Nach der Asylstatistik des Bundesministeriums für Inneres wurden 2025 insgesamt 16.668 Asylanträge registriert. Dies entspricht einem Rückgang von rund 34 Prozent.

Der Rückgang der Asylanträge spiegelte sich auch in der Auslastung der von der Gesellschaft betriebenen Flüchtlingseinrichtungen wider. Im Vergleich zum Vorjahr waren jedoch geringere Auslastungsschwankungen zu verzeichnen.

Beschwerden von Anrainer:innen konnten im Berichtszeitraum nicht verzeichnet werden.

Die Nachfrage nach Plätzen in den drei Lerneinrichtungen des Samariterbundes ist im Jahr 2025 auf einem vergleichbar hohen Niveau geblieben. Nach wie vor befinden sich rund 300 Kinder auf der Warteliste für die Lerneinrichtungen im 2. und 20. Bezirk.

Im Bereich der Wohnungslosenhilfe kam es im Jahr 2025 in einzelnen Einrichtungen vorübergehend zu Auslastungseinbußen. Ursache waren notwendige Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung, durch die Plätze zeitweise nicht belegt werden konnten. Daraus ergaben sich zusätzliche Aufwendungen und vorübergehende Erlösausfälle.

Die Vermögenslage stellt sich mit einer Eigenkapitalquote von rund 4,5 % dar. Der Finanzmittelbestand liegt unter dem Niveau des Vorjahres.

Neben den genannten Parametern stellen sich die wesentlichen Risiken der Gesellschaft wie folgt dar:

Personalrisiko

Die Situation am Arbeitsmarkt hat sich gegenüber den Vorjahren entspannt, wodurch gut qualifizierte Mitarbeiter:innen grundsätzlich leichter zu finden sind.

Operatives Risiko

Sowohl der Flüchtlingsbereich als auch die Wohnungslosenhilfe zeichnen sich durch hohe organisatorische und fachliche Komplexität aus. Um daraus entstehenden Risiken zu begegnen, hat die Gesellschaft Grundsatz- und Verfahrensvorgaben zu Projekt- und Qualitätsmanagement festgelegt. Die Gesellschaft ist nach ISO 9001 zertifiziert.

Versicherungsrisiken

Die Gesellschaft ist mit den branchenüblichen Versicherungsleistungen ausgestattet.

Ausblick

Aufgrund der rückläufigen Zahl der Asylanträge ist auch im Jahr 2026 mit einem geringeren Bedarf an Versorgungsplätzen im Flüchtlingsbereich zu rechnen. Die Gesellschaft wird die weitere Entwicklung sowie die Vorgaben der öffentlichen Auftraggeber laufend beobachten und in ihrer betrieblichen Planung berücksichtigen.

Gleichzeitig bleibt der Unterstützungsbedarf in anderen Tätigkeitsbereichen hoch. Die anhaltende Nachfrage nach Plätzen in den Lerneinrichtungen sowie die sozialen und wirtschaftlichen Belastungen der Klient:innen in der Wohnungslosenhilfe zeigen, dass weiterhin Bedarf an niederschwelligen sozialen Angeboten besteht.

Ein wesentliches Risiko für die weitere Entwicklung der Gesellschaft ergibt sich aus der angespannten Finanzlage des Bundes, der Länder und der Gemeinden. Die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte kann zu Änderungen bei Leistungsentgelten und Förderungen sowie zu Verzögerungen bei Vergaben, Vertragsabschlüssen und Förderentscheidungen führen. Da ein wesentlicher Teil der Leistungen der Gesellschaft im Auftrag oder mit Finanzierung der öffentlichen Hand erbracht wird, können sich daraus Auswirkungen auf die Planungssicherheit sowie auf die Erlös-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung ergeben.

Sollten die Personal- und Sachkosten weiter steigen, ohne dass die vereinbarten Leistungsentgelte und Förderungen entsprechend angepasst werden, kann dies zusätzliche wirtschaftliche Herausforderungen mit sich bringen. Gleichzeitig können Einsparungen im Sozialbereich den Unterstützungsbedarf der betroffenen Menschen erhöhen. Die Gesellschaft wird daher die Entwicklung der öffentlichen Budgets, der Förderbedingungen und der Leistungsvereinbarungen laufend beobachten und in ihrer Kosten- und Liquiditätsplanung berücksichtigen.

Zur Verringerung der Abhängigkeit von einzelnen Finanzierungsquellen sollen die Spendenakquise, die Öffentlichkeitsarbeit und die Marketingaktivitäten weiter ausgebaut werden. Darüber hinaus bleiben ein laufendes Kosten- und Liquiditätsmonitoring, Maßnahmen zur Bindung qualifizierter Mitarbeitender sowie die Vorsorge für mögliche Betriebsunterbrechungen wesentliche Schwerpunkte.

Wien, 24. September 2026

Arbeiter-Samariter-Bund Wien Wohnen- und Soziale Dienstleistungen gemeinnützige GmbH

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