Inhaltsverzeichnis
1. Unternehmensgegenstand
Der Unternehmensgegenstand der Shuttleberg GmbH & Co KG umfasst den Betrieb des Skigebietes Flachauwinkl – Kleinarl.
Dieses Skigebiet hat über den Berg 7 Seilbahnen und zwei Übungswiesen. In Flachauwinkl betreibt das Unternehmen eine Ski- und Snowboardschule.
Die Gesellschaft ist Mitglied im Skigebietsverbund SKI AMADE.
Gemeinsam mit der Snow Space Salzburg AG betreibt das Unternehmen die
Verbindungsbahn Panorama Link, die die Skigebiete Alpendorf, Wagrain und Flachau mit dem Shuttleberg FlachauwinkI-Kleinarl verbindet.
Uber die beiden Hauptangebotsprodukte, dem Snowpark Absolut Park und die blaue Piste Family Run, hat sich das Unternehmen im Mitbewerb klar positioniert. Die Kernzielgruppe sind sportliche Familien mit Kindern ab sechs Jahren und in Folge Freestyler im Teenager und jungen Erwachsenenalter.
Der Sommerbetrieb befindet sich im Aufbau und ist aktuell noch nicht umsatz- und ergebnisrelevant.
2. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
Geschäftsverlauf
Die Öffnungsstage im Winter 2025 betrugen 128 im Vergleich zu 116 im Jahr 2024
Fahrten
| 2024 4.704.865,00 | ||
|---|---|---|
| 2025 5.103.411,00 | ||
| Anstieg | 398.546,00 | 8% |
Gäste
Jahr Gebietsgäste
| 2024 | 687.583,00 |
|---|---|
| 2025 | 704.954,00 |
| Veränderung | 17.371,00 |
| in % | 3% |
Der Anstieg der Fahrten und wirkt sich auch positiv auf die Umsatzerlöse aus.
Betriebsergebnis
| 2025 | 2024 | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |||
| Betriebsleistung | 16.752,81 | 15.873,95 | 878,87 | 5,5% |
| Aufwendungen | 14.988,77 | 14.209,48 | 779,30 | 5,5% |
| Betriebsergebnis | 1.764,04 | 1.664,47 | 99,57 | 6,0% |
Die betrieblichen Aufwendungen sind um 5,5% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und belaufen sich auf T EUR 14.988,77. Dies ist auf die allgemein gestiegenen Kosten zurückzuführen. Beim Personal gab es durch den Kollektivvertrag eine Erhöhung um 3,1%.
Im Geschäftsjahr 2025 konnte ein Ergebnis von T EUR 1.523 erzielt werden.
3. Vermögens- Ertrags- und Finanzlage
Das Vermögen der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2025 T EUR 27.786 (Vorjahr: T EUR 27.646). Davon entfallen betriebsbedingt auf das Sachanlagevermögen T EUR 15.424 (Vorjahr: T EUR 16.934). Das sind 55,55 % (Vorjahr: 61,25 %)
Die Eigenkapitalquote beträgt 18,62 % (Vorjahr: 18,42%).
Von den Fremdmitteln entfallen T EUR 8.970 (Vorjahr: T EUR 9.208) auf Bankkredite, Zum Bilanzstichtag bestanden Bankkredite in Höhe von T EUR 8.970 (Vorjahr: T EUR 9.208). Die Kredittilgungen der laufenden Kredite haben im Berichtsjahr T EUR 1.018 (Vorjahr: T EUR 1.045) betragen.
Die Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände weist per 31.12.2025 einen Saldo von T EUR 150 aus (Vorjahr: T EUR 514). Damit ergibt sich eine Nettobankverbindlichkeit von T EUR 8.820 (Vorjahr: T EUR 8.694 Nettobankverschuldung).
Das Working Capital beträgt T EUR - 1.119 (Vorjahr: T EUR - 4.819)
Der Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt T EUR 4.938 (Vorjahr: T EUR 3.355)
Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt
T EUR - 3.643 (Vorjahr: T EUR - 2.823)
Der Netto-Geldfluss aus Der Finanzierungstätigkeit beträgt.
T EUR 1.659 (Vorjahr: T EUR - 1.045)
4. Voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens
Über Jahre wurde in gesamt Ski Amadé eine stabile Dauer der Wintersaison beginnend um den Feiertag am 8. Dezember bis nach den Osterfeiertagen aufgebaut. Durch den Ausbau der Beschneiungsanlagen, der günstigen Höhenlage und Exposition des Wintersportgebietes konnte dieses Betriebsversprechen mit Schneegarantie eingehalten werden. Durch die Folgen des fortschreitenden Klimawandels wird vor allem der Skibetrieb bei einem späten Ostertermin schwieriger und hat nachlassende Frequenzen. Das Unternehmen, beziehungsweise die Region muss für die Ostersaison alternative, neue Angebote entwickeln. Das Unternehmen investiert zudem in den Ausbau der Sommerinfrastruktur am Berg.
Für das laufende Wirtschaftsjahr 2026 plant das Unternehmen einen Umsatzerlös von T EUR 16.555 und ein Ergebnis von T EUR 1.913. Das Jahr 2026 ist wie erwartet, gestartet und die Planzahlen wurden bis März erreicht. Die aktuelle Hochrechnung, in der Ist-Erlöse bis Mai 2026 eingesetzt sind, zeigt einen Umsatzerlös von T EUR 16.692 und ein Ergebnis von T EUR 1.701. So die Skisaison planmäßig mit 5. Dezember gestartet werden kann, wird dieses Ergebnis mit großer Wahrscheinlichkeit erreicht werden können.
5. Nachhaltigkeit
Für das Unternehmen ist, als Familienbetrieb in der dritten Generation, nachhaltiges Handeln die Basis aller unternehmerischen Entscheidungen. Um diese Tatsache auch unter Beweis zu stellen, wurde das Unternehmen als erstes Wintersportgebiet der Welt durch die Green Destination Foundation mit dem Good Travel Seal ausgezeichnet. Es wurden 3 von 3 Sternen erzielt und 94 von 100 möglichen Punkten erreicht. Besonders folgende Maßnahmen haben dazu beigetragen:
Für die Beschneiung wird ausschließlich Luft, Wasser und Druck verwendet. Das Wasser wird zu 70% aus den 3 Speicherteichen am Shuttleberg bezogen, quasi als recyceltes Wasser wie in einer Kreislaufwirtschaft. Die restlichen 30% werden nach strengen hydroökologischen Auflagen direkt aus den Bächen am Shuttleberg
entnommen. Bei den Pistenraupen ist die Firma Shuttleberg GmbH & Co KG an der Entwicklung und den Tests von Hybrid-Pistenraupen beteiligt, deren Treibstoffbedarf um bis zu 25% geringer ist.
Von der Salzburg AG bezieht die Firma Shuttleberg zu 100% ökozertifizierten Strom. Zusätzlich befindet sich auf dem Kassengebäude in Kleinarl eine Photovoltaik- Anlage mit 35 kW Peak für den Eigenverbrauch im 40 kWh Batteriespeicher. Die aufgelassenen Speicherteiche wurden zu wertvollen Biotopen mit neuen Habitaten für Amphibien und Insekten umgebaut.
6. Forschung und Entwicklung
Das Unternehmen möchte sich zu einem klimapositiven Betrieb entwickeln. Um dieses Ziel zu erreichen, wird zusätzlich zur Sonnenenergie auf Windkraft gesetzt. Es wurde bereits mit einer normgerechten Windmessung begonnen, die als Voraussetzung für die Errichtung von Windkraftanlagen notwendig ist. Aktuell steht ein Windmessmasten mit 30 m Höhe am Mooskopf und einer mit 80 m Höhe am Wildbühel. Die Winddaten werden bis Mai 2026 gesammelt, um zu prüfen ob an diesem Standort der Einsatz von Windrädern sinnvoll ist.
Flachau, am 21.09.2026
Unterschrift