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zum
JAHRESABSCHLUSS
per
31.03.2026
(GJ 01.04.2025 - 31.03.2026)
Firma
Rübig Gesellschaft m.b.H. & Co. KG.
Griesmühlstraße 4
4600 Wels
1. Wirtschaftliches Umfeld
Das Geschäftsjahr 2025/26 war weiterhin von einem herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfeld geprägt. Nach zwei Jahren rückläufiger Wirtschaftsleistung zeigte sich inÖsterreichim Kalenderjahr 2025 zwar wieder eine leichte Erholung, die wirtschaftliche Dynamik bliebjedoch verhalten. Belastend wirkten geopolitische Spannungen, Unsicherheiten iminternationalen Handel, hohe Energie- und Finanzierungskosten sowie eine schwache NachfrageinTeilender Industrie.
Die österreichische Wirtschaft verzeichnete 2025 ein reales Wachstumdes Bruttoinlandsprodukts von 0,6 %. Damit konnte die Rezession der Vorjahre beendet werden, die Erholung blieb jedoch schwach. Positive Impulse kamen insbesondereausdem Dienstleistungsbereich, während sich der produzierende Bereich weiterhinuneinheitlich entwickelte. Die Konsumausgaben stiegen real um 1,0 %, die Bruttoanlageinvestitionenum1,4 %.
Die Inflationsrate in Österreich erhöhte sich im Jahresdurchschnitt 2025 auf 3,6 %, nach2,9% im Jahr 2024. Wesentliche Treiber waren höhere Strompreise sowieanhaltende Preissteigerungen in einzelnen Dienstleistungsbereichen. Damit blieb die Teuerungweiterhin über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank und führte zu zusätzlichen Kostenbelastungen für Haushalte und Unternehmen.
Der österreichische Arbeitsmarkt zeigte sich trotz der schwachen Konjunktur grundsätzlich robust, die Arbeitslosigkeit nahm jedoch zu. Die Arbeitslosenquote lag 2025 bei 7,4%unddamit über dem Vorjahr. Gleichzeitig blieb der strukturelle Fachkräftemangel ein wesentlichesThema; der Fachkräftebedarf wurde im Frühjahr 2025 auf rund 176.000 offene Stellen bezogenauf alle WKO-Mitgliedsbetriebe geschätzt.
In der Europäischen Union und im Euroraum entwickelte sich die Konjunktur 2025etwas robuster als in Österreich. Nach vorläufigen Eurostat-Schätzungen stieg das realeBIPum1,6% in der EU und um 1,5 % im Euroraum. Die Inflation bewegte sich imJahresverlauf nahedem Zielwert der EZB.
Die Europäische Zentralbank setzte ihren geldpolitischen Lockerungskurs imJahr 2025fort und senkte die Leitzinsen im Juni 2025 erneut um 0,25 Prozentpunkte. Bei der Zinsentscheidungim April 2026 beließ die EZB die Zinssätze unverändert und verfolgt weiterhineinen datenabhängigen Ansatz.
Für das Kalenderjahr 2026 wird für Österreich eine Fortsetzung der moderatenErholung erwartet. Das WIFO prognostiziert im Hauptszenario ein reales BIP-Wachstumvon0,9%im Jahr 2026 und 1,3 % im Jahr 2027. Die Erholung bleibt jedoch fragil und stark vonexternen Faktoren abhängig, insbesondere von der Entwicklung der Energiepreise, geopolitischen Risiken, der internationalen Handelspolitik sowie der Investitionsbereitschaft der Industrie.
Insgesamt ist für das kommende Geschäftsjahr von einer nur schrittweisen Verbesserungder wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auszugehen. Die Nachfrage dürfte sichlangsam stabilisieren, bleibt jedoch insbesondere in industrienahen Bereichen verhalten. Kosten-und Wettbewerbsdruck, volatile Energiepreise sowie der anhaltende Fachkräftemangel werdendie Unternehmen weiterhin belasten.
Quellen: Statistik Austria, WIFO, AMS, Eurostat, Europäische Zentralbank.
2. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
2.1. Rübig Gesellschaft m.b.H. & Co. KG.
Das Unternehmen wird in der Rechtsform einer Gesellschaft m.b.H. & Co. KG geführt.
| Beteiligungen an | ||||
|---|---|---|---|---|
| Substanz_ | Gewinn/Verlust | |||
| Komplementärin | Rübig Service GmbH | FN 107005 k | 0 % | 3 % |
| Kommanditistin | Rübig Holding GmbH | FN 393661 p | 100 % | 97 % |
Die Geschäftsführung und Vertretung besteht zum Zeitpunkt des Jahresabschlusses aus:
DI Bernd Rübig und DI Dr. Christian Dipolt, beide Geschäftsführer der Rübig Service GmbH, DI Bernd Rübig, operative Unternehmensleitung - Härtetechnik, DI Thomas Müller MSc, operative Unternehmensleitung - Anlagentechnik.
Aus den strategischen Unternehmenszielen werden Projekte und Aktivitäten abgeleitet, welche zahlenmäßig im Budget und der Mittelfristplanung (1+2) verankert werden. Die Umsetzung der Budgetvorgaben liegt in der Verantwortung der operativen Leitung. Die Entwicklung der wesentlichen Kennzahlen im Vergleich zu den Planwerten wird in monatlichen Reviews an die Geschäftsführung und die Leiterin des Finanz- und Rechnungswesens berichtet.
Aufgrund der unterschiedlichen Geschäftstätigkeiten der beiden Gruppenunternehmen werden diese im Lagebericht nach Bereichen getrennt betrachtet:
1. Bereich Härtetechnik
Ein Dienstleistungsbetrieb in der Wärmebehandlung von Stahl und Aluminium
2. Bereich Anlagentechnik
Ein Hersteller von Investitionsgütern für die Wärmebehandlung von Stahl und zur Beschichtung von Oberflächen
2.2. Umsatzentwicklung
2.2.1. Härtetechnik
Im Berichtszeitraum lag der Umsatz der Härtetechnik um rd. -4% unter dem des Vorjahres.
Die größten Umsatzeinbußen betrafen das Segment Plasmanitrieren (-19%).
2.2.2. Anlagentechnik
Im Berichtszeitraum lag der Umsatz der Anlagentechnik um rd. -23% unter dem des Vorjahres. Die Umsätze des Tochterunternehmens Rübig US Inc. lagen um rd. +6% über dem Vorjahr, bei Rubig Industrial Furnaces (Taicang) in China lagen die Umsätze bei rd. +23% über dem Vorjahr.
2.3. Vermögenslage
| Aktiva | 31.03.2026 | 31.03.2025 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | % | |
| Anlagevermögen | 8.110 | 8.970 | -860 | -9.6 |
| Umlaufvermögen | 18.292 | 18.775 | -483 | -2,6 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 78 | 98 | -20 | -20,4 |
| Summe Aktiva | 26.480 | 27.843 | -1.363 | -4,9 |
| Passiva | 31.03.2026 | 31.03.2025 | Veränderung | |
| TEUR | TEUR | TEUR | % | |
| Eigenkapital | 14.585 | 15.190 | -605 | -4,0 |
| Investitionszuschüsse | 31 | 45 | -15 | -32,3 |
| Rückstellungen | 5.133 | 5.546 | -413 | -7,5 |
| Verbindlichkeiten | 6.732 | 7.062 | -330 | -4,7 |
| Summe Passiva | 26.480 | 27.843 | -1.363 | -4,9 |
Das Anlagevermögen hat sich um -9,6% verringert. Das Umlaufvermögen hat sich um TEUR -483 bzw. -2,6% verringert, im Wesentlichen verursacht durch einen Abbau der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen durch Rückzahlung von Ausleihungen.
Das Eigenkapital erfuhr eine Veränderung um TEUR -605, verursacht durch den negativen Jahresüberschuss.
Die Rückstellungen reduzierten sich um TEUR -413. Diese Reduktion ergibt sich hauptsächlich aus dem Abbau der langfristigen Rückstellungen für Abfertigungen und Jubiläumsgeld. Die Verbindlichkeiten haben sich ebenfalls um TEUR -330 verringert (vgl dazu die Angaben im Verbindlichkeitenspiegel des Anhangs).
2.4. Finanzlage
Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 54,6 % auf 55,1 %, zurückzuführen auf die Reduktion des Gesamtkapitals.
Die fiktive Schuldentilgungsdauer erhöhte sich von 5,2 Jahre auf 43,7 Jahre, im durch den gesunkenen Mittelüberschuss, basierend auf dem negativen Jahresüberschuss.
Wesentlichen
| 31.03.2026 | 31.03.2025 | |
|---|---|---|
| Eigenmittelquote nach § 23 URG | 55,1 % | 54,6 % |
| Fiktive Schuldentilgungsdauer nach § 24 URG | 43,7 Jahre | 5,2 Jahre |
Nettoverschuldung (Net debt)
| Definition Berechnung | 31.03.2026 | 31.03.2025 |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Verzinsliches Fremdkapital | 6.792 | 7.144 |
| - Liquide Mittel (Kassa, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten) | - 4.652 | - 4.914 |
| = Nettoverschuldung (Net Debt) | 2.141 | 2.230 |
| 31.03.2026 | 31.03.2025 | |
|---|---|---|
| Verzinsliches Fremdkapital | ||
| TEUR | TEUR | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.942 | 3.903 |
| Rückstellungen für Abfertigung | 2.042 | 2.342 |
| Rückstellungen für Pensionen | 0 | 0 |
| Rückstellung für Jubiläumsgelder | 808 | 900 |
| Darlehen FFG | 0 | 0 |
| Summe | 6.792 | 7.144 |
Eckdaten Kapitalflussrechnung:
| 31.03.2026 | 31.03.2025 Veränderung | ||
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| Nettogeldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | -1.255 | 3.783 | -5.038 |
| Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit | 1.481 | -86 | 1.567 |
| Nettogeldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -488 | -4.227 | 3.739 |
| Zahlungswirksame Veränderung des | -262 | -530 | 268 |
| Finanzmittelbestandes | |||
| Liquide Mittel zu Jahresbeginn | 4.914 | 5.444 | -530 |
| Liquide Mittel zu Jahresende | 4.652 | 4.914 | -262 |
Der Nettogeldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit verringerte sich umTEUR5.038, der Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR 1.481 und liegt damit umTEUR1.567 über dem Vorjahr, das durch eine hohe Investitionstätigkeit (Kauf von Werk 2) geprägt war, dieim laufenden Geschäftsjahr nicht in diesem Maße stattfand. Gleichermaßen verbessertesichder Nettogeldfluss aus der Finanzierungstätigkeit erheblich gegenüber demVorjahr, das durchhohe Auszahlungen für die Tilgung von Fremdkapital geprägt war. In Summe verringerte sichder Stand der liquiden Mittel im laufenden Geschäftsjahr um TEUR 262.
2.5. Ertragslage
| 31.03.2026 | 31.03.2025 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Betriebsergebnis | -1.520 | -672 |
| Finanzergebnis | 1.270 | 1.177 |
| Jahresüberschuss | -252 | 503 |
| Den Gesellschaftern zuzurechnender Gewinn (nach | -252 | 353 |
| Rücklagenbewegungen) |
Das Betriebsergebnis ist per 31.03.2026 negativ und liegt mit TEUR -1.520 unter demVorjahr.
Hauptgrund für das negative Betriebsergebnis Kosteneinsparungen nicht kompensiert werden konnte. ist ein Umsatzrückgang, der trotz Das Finanzergebnis resultiert im Wesentlichen aus der Gewinnausschüttung der RübigAlu GmbH.
2.6. Beteiligungen
Seit dem Geschäftsjahr 2008/09 werden 50% Beteiligungen an den slowakischen Unternehmen, Rübig SK k.s. und Rübig Slovakia, s.r.o. gehalten.
Auch im Geschäftsjahr 2025/26 war die wirtschaftliche Lage der Rübig SK k.s. weiterhinvon einem anspruchsvollen Kosten- und Marktumfeld geprägt. Die Energie- und Hilfsstoffkosten blieben trotz teilweiser Entspannung gegenüber den Höchstständen der Vorjahreauf einem erhöhten Niveau und stellten weiterhin einen wesentlichen Belastungsfaktor dar. Gleichzeitigist
die Weitergabe dieser Kosten an Kunden in Form von Energiekosten- oder Materialzuschlägen nur eingeschränkt möglich, da der Markt unverändert durch hohe Preissensibilität und intensiven Wettbewerb gekennzeichnet ist.
Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen konnte der Umsatz im Geschäftsjahr um 25 % gesteigert werden. Wesentlichen Anteil daran hatten der Hochlauf der zuvor angestoßenen Großprojekte sowie die damit verbundenen Investitionen. Das Betriebsergebnis blieb mit –171 TEUR zwar negativ, konnte jedoch im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert werden.
Sämtliche Anlagen sind produktionsbereit, und die Hochlaufkurve verläuft nun in Richtung Vollauslastung. Infolge der anhaltenden Preissensibilität am europäischen Markt ergeben sich zunehmend Chancen für den Standort, insbesondere durch den signifikanten Personalkostenvorteil gegenüber westeuropäischen Mitbewerbern.
Aufgrund einer stabilen Auslastung durch den Hauptkunden entwickelte sich der Umsatz der Rübig Alu Deutschland GmbH & Co KG in Pilsting im Geschäftsjahr 2025/26 mit einer Steigerung zum Vorjahr um rd. +4% positiv. Das im Vorjahr akquirierte Projekt im Bereich E-Mobility läuft erfolgreich an. Der SOP mit 10/2025 konnte gehalten werden, der Hochlauf der Stückzahlen erfolgte um einiges schneller als erwartet.
Die RUBIG US, Inc. handelt im Bereich Service / Aftersales der Anlagentechnik in Nordamerika. Die Rubig Industrial Furnaces (Taicang) Co., LTD. handelt im Bereich des Service / Aftersales der Anlagentechnik in China, ebenso die im GJ 2023/24 gegründete Rubig India Private Limited in Indien.
Die Rübig Elektrokraft GmbH, eine 90%ige Beteiligung der Rübig Gesellschaft m.b.H. & Co. KG., musste im Berichtszeitraum einen Umsatzrückgang von rd. -30% verbuchen. Die globale Zurückhaltung bei Investitionen im Bereich der Wärmebehandlung hatten direkte Auswirkung auf die Umsätze im Bereich Schaltschrankbau. Stark rückläufige Investitionen im PV-Sektor im B2B und B2C Bereich wirkten sich ebenfalls negativ auf die geplante Umsatzentwicklung aus.
3. Verwendung von Finanzinstrumenten
Um den Liquiditätsbedarf zu decken, wurde auf eine langfristige Finanzierung der österreichischen Kontrollbank zurückgegriffen.
Zur Absicherung von Anzahlungen werden neben Akkreditiven und Bankgarantien auch Kreditversicherungen abgeschlossen, um das Zahlungs- und Ausfallrisiko zu reduzieren.
4. Risikomanagement
Die wesentlichen Risiken des Unternehmens bestehen in Form von Umsatzrückgängen und Zahlungsausfällen seitens der Kunden und Marktrisiken mit neuen Produkten. Die Begrenzung dieser Risiken wird durch adäquate Methoden zur Risikobegrenzung gewährleistet. Das Risiko bei Neuentwicklungen wird durch die Einhaltung eines Projektmanagementprozesses mit klar definierten Freigabeprozeduren reduziert.
Versicherbare Risiken werden durch unterschiedliche Instrumente abgesichert. Alle internationalen Standorte werden zentral betreut.
Dem Geschäftsvolumen entsprechend werden die Deckungsumfänge stetig geprüft und valorisiert bzw. neue Geschäftsfelder in den Versicherungsumfang aufgenommen.
5. Internes Kontrollsystem
Die von der Geschäftsführung der Rübig Service GmbH gelenkten operativen Unternehmen bedienen sich eines zentral gesteuerten Rechnungswesens und Controllingsystems.
Neben der Erstellung von Leistungs- und Investitionsbudgets sowie periodischen Vorschaurechnungen zur Liquiditätsplanung sind Monatsanalysen basierend auf Vorjahr- und Soll/Ist-Vergleichen und Quartalsbilanzen institutionalisiert.
Das Reporting unterliegt einer ständigen Weiterentwicklung und wird in einem ERP-?System abgewickelt.
Als Erweiterung des IKS werden ein zentral verwaltetes Kennzahlensystem mit detailliertem Berichtswesen sowie dezentrale Kennzahlenbords in den relevanten Unternehmensbereichen verwendet.
6. Entwicklung der einzelnen Unternehmensbereiche
6.1. Beschaffung
Im Geschäftsjahr 2025/26 haben sich die Rohstoffpreise wieder deutlich erhöht. Strompreise konnten durch neue Beschaffungsmodelle im Vergleich zum Vorjahr etwas gedämpft werden. Die Lieferzeiten blieben weitgehend unverändert.
6.1.1 Härtetechnik
Die Beschaffung von Hiffs- und Betriebsstoffen erfolgt weitestgehend auf der Basis von Rahmenverträgen. Preise haben hier wieder angezogen.
Die wichtigen Energieträger Strom und Gas werden weiterhin für variable Zeiträume nach Abstimmung mit der Geschäftsführung teilweise abgesichert. Restmengen werden direkt über den Spot Markt bezogen.
Generell konnten die Preise für Strom und Gas reduziert werden, liegen jedoch weiterhin deutlich über dem Niveau der Jahre vor dem Energiepreisschock. Am Standort in Deutschland wurde mit Beginn 2025 vollständig auf Spotpreise umgestellt.
Ein Fokus am Standort in Wels liegt weiterhin an der Modernisierung des Anlagenparks. Dieser wird federführend mit der Rübig Anlagentechnik vorangetrieben. Ein großer Fokus bei den Investitionen liegt hierbei auf Energieeffizienzmaßnahmen, welche direkt kostendämpfend wirken.
6.1.2 Anlagentechnik
In der Anlagentechnik wird der Großteil des Einkaufsvolumens projektbezogen beschafft.
Verfügbarkeit (Lieferzeit) und Preis waren wie bereits im vorangegangenen Geschäftsjahr die bestimmenden Größen im Zukauf der Komponenten. Zur Wahrung von akzeptablen Anlagenlieferzeiten wurden kritische Bauteile und Bauteile mit im Normalfall längeren Vorlaufzeiten in Standardgröße auf Vorrat bestelt. Hier wurde analog wie zum Vorjahr agiert. Ein großer Fokus liegt auf Einsparungen bei den Herstellkosten, um weiterhin am internationalen Markt konkurrenzfähig zu bleiben. Besonders asiatische Hersteller können hier aufgrund besserer Rahmenbedingungen kostengünstiger produzieren.
6.2. Produktion
6.2.1 Härtetechnik
In allen Abteilungen der Produktion sind sog. Performance-Boards angebracht, auf welchen allgemeine und abteilungsspezifische Kennzahlen und deren Zielwerte auf Monatsbasis visualisiert werden. Die Abteilungsleiter berichten ihre erzielten Ergebnisse monatlich vor Ort der Geschäftsführung.
Nach wie vor liegt der Schwerpunkt in der Optimierung der Produktionsanlagen und der Steigerung der Energieeffizienz sowie der Reduktion des absoluten Energieverbrauchs. Dies geschieht vorrangig über den internen KVP Prozess sowie über die Zusammenarbeit mit den Anlagenherstellern um bestehende Altanlagen zu modernisieren.
6.2.2 Anlagentechnik
Der Fokus wurde auch hier wie im Geschäftsjahr 2024/25 auf die Optimierung des Fertigungsflusses und Reduzierung von Kosten gelegt. Um dies zu verwirklichen wird hier stark auf Standardisierung der Anlagen gesetzt.
In allen Abteilungen der Produktion sind Performance-Boards angebracht, auf welchen allgemeine und abteilungsspezifische Kennzahlen und deren Zielwerte auf Monatsbasis visualisiert werden. Die Abteilungsleiter berichten ihre erzielten Ergebnisse monatlich vor Ort der Geschäftsführung. Bei Abweichungen können so direkt Maßnahmen abgeleitet und überwacht werden.
6.3. Forschung und Entwicklung
Um die Technologieführerschaft der Rübig Gesellschaft m.b.H. & Co. KG. weiter zu festigen, wurde weiter in F&E investiert. Die Forschungsquote liegt weiterhin auf hohem Niveau.
Die Entwicklungsabteilungen setzen zur Reduktion des wirtschaftlichen Risikos von Neuentwicklungen weiter auf die Zusammenarbeit mit öffentlichen Förderstellen.
Die Kooperation mit universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen auf Projekt Basis wurde weiter betrieben.
Das Risiko bei Neuentwicklungen wird durch einen überlagerten Projektmanagementprozess mit klar definierten Freigabeprozeduren reduziert und damit deren wirtschaftliche Erfolgsaussichten verbessert.
Als Schwerpunktthema in der Entwicklung wurde, wie bereits im Vorjahr, auf das Geschäftsfeld Luft- und Raumfahrt gesetzt. Besonders in Bereich Aerospace sind viele Projekte in Entwicklung. Der Invest in eine neue F&E Forschungsanlage, welche mit GJ 26/27 in Betrieb geht, soll hier weiterhin die Technolgieführerschaft sichern.
6.4. Marketing - Werbung und Verkaufsförderung
Es wurde weiterhin verstärktes Augenmerk auf digitale Werbe- und Vertriebskanäle wie bspw. Linkedin, Instagram und den Webshop gelegt. Durch starken Einsatz von teilweise in-House entwickelten KI-Tools konnte hier der Output nochmals massiv gesteigert werden.
7. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens (Prognosebericht)
Die Auftragseingänge im Bereich Härtetechnik der Rübig Gesellschaft m.b.H. & Co. KG. stiegen zu Ende des Geschäftsjahres deutlich an. Um in Zukunft die Auswirkung von Konjunkturschwankungen zu reduzieren, wird weiterhin intensiv an einer Branchendiversifizierung gearbeitet.
Die Anfragen im Bereich Anlagentechnik liegen auf gutem Niveau. Die Kaufentschlossenheit der Kunden gestaltet sich weiterhin zögerlich, so dass auch im kommenden Jahr von verlängerten Durchlaufzeiten ausgegangen werden muss. Internationale Konflikte und Konjunkturschwankungen belasten hier das internationale Geschäft. Die Auftragslage in den Beteiligungen Rübig Alu GmbH und Rübig Alu Deutschland GmbH & Co KG befindet sich weiterhin auf einem hohen Niveau.
Die Energiepreise für Strom und Gas sind für das Kalenderjahr 2026 abgesichert. Für 2027 gab es bis zum Stichtag noch keine Beschaffungen.
Trotz der für 2026 und 2027 prognostizierten niedrigen BIP-Wachstumsraten in der EU, insbesondere in Osterreich und Deutschland, wird durch die weitere Diversifizierung im kommenden Geschäftsjahr spürbares Wachstum erwartet. Erste Anzeichen dafür zeigten sich bereits in den letzten Monaten des Geschäftsjahres. Die insgesamt schwache wirtschaftliche Lage der Metallindustrie bleibt jedoch weiterhin ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor.
Datum, Unterschrift Geschäftsführung