← Zurück zum Firmenprofil

Lagebericht 2025

Müller Glas & Co Handelsgesellschaft mbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 29. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

MÜLLER GLAS & CO

Handelsgesellschaft m.b.H.

Landstraße 100

2464 Göttlesbrunn-Arbesthal

Finanzamt Österreich – Dienststelle für Großbetriebe Steuernummer: 38 180/8898

I. Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Zum Geschäftsverlauf der Gesellschaft werden nachfolgend Erläuterungen gegeben, die einen Überblick über das abgelaufene Wirtschaftsjahr geben und in weiterer Folge auf die Entwicklung des Jahresergebnisses, auf den Beschaffungs-, Leistungs- und Absatzbereich, auf den Investitions- und Finanzierungsbereich, auf das Personal- und Sozialwesen sowie auf die wichtigen Ereignisse während des Geschäftsjahres eingehen.

1. Überblick

Das Geschäftsjahr 2025 ist für unser Unternehmen zufriedenstellend verlaufen. In einem Marktumfeld, das weiterhin von geopolitischen Unsicherheiten, einer verhaltenen Konsumnachfrage sowie von volatilen Rohstoff- und Energiepreisen geprägt war, hat sich die Gesellschaft gut behauptet. Das abgelaufene Wirtschaftsjahr wurde erneut mit einem positiven Jahresergebnis abgeschlossen, die Eigenkapitalbasis wurde weiter gestärkt und die Verschuldung gegenüber Kreditinstituten und Lieferanten spürbar zurückgeführt.

Der von der Geschäftsführung eingeschlagene Weg einer konsequenten Kosten- und Bilanzdisziplin bei gleichzeitig unveränderter Investitionsbereitschaft in Modernisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit hat sich damit bewährt.

2. Entwicklung des Jahresergebnisses

Das Abschlussjahr 2025 ist trotz der anhaltend angespannten weltwirtschaftlichen Lage erfolgreich verlaufen. Der Jahresüberschuss nach Steuern beträgt Euro 136.533,98, das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf Euro 182.101,57. Gegenüber dem Vorjahresergebnis von Euro 611.214,06 ist die Entwicklung im Wesentlichen von dem um 7,54 % rückläufigen Umsatzvolumen sowie von einer geringfügig höheren Wareneinsatzquote geprägt.

Der Bilanzgewinn ist von Euro 4.585.997,04 auf Euro 4.722.531,02 und damit um 2,98 % gewachsen. Das gesamte Jahresergebnis verbleibt im Unternehmen und steht der weiteren Stärkung der Innenfinanzierungskraft zur Verfügung.

Merklich entlastet wurde das Ergebnis durch die konsequente Rückführung der Finanzverbindlichkeiten: Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind von Euro 353.642,44 auf Euro 226.483,87 und damit um 35,96 % gesunken. Ebenso wurden die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 3,55 % auf Euro 5.170.552,83 und der Personalaufwand um 7,47 % auf rund Euro 6,59 Millionen reduziert.

3. Beschaffungsbereich

Der Materialaufwand ist im abgelaufenen Wirtschaftsjahr um 6,42 % auf Euro 36.446.746,23 gesunken. Der prozentuelle Wareneinsatz ist gegenüber dem Vorjahr um 0,89 Prozentpunkte auf 74,54 % gestiegen, was im Wesentlichen auf die Preisentwicklung auf den Beschaffungsmärkten zurückzuführen ist. Der erwirtschaftete Rohertrag beträgt Euro 12.448.650,19 und entspricht damit 25,46 % der Umsatzerlöse.

Es ist uns auch im Geschäftsjahr 2025 gelungen, die guten Konditionen bei unseren Lieferanten zu behaupten. Die erhaltenen Skonti und Boni belaufen sich auf rund Euro 1,62 Millionen und belegen die konsequente Nutzung von Einkaufsvorteilen sowie unsere hohe Zahlungsfähigkeit.

Wie bereits in den Vorjahren war es notwendig, zur Bereitstellung der benötigten Handelswaren in einem gewissen Umfang Lagerhaltung zu betreiben. Diese Lagerhaltung ist ein bewusst gewählter Wettbewerbsvorteil, weil sie unseren Kunden auch bei angespannten Lieferketten eine hohe Verfügbarkeit sichert und uns zugleich gegen kurzfristige Preisanstiege im Einkauf absichert.

Das Vorratsvermögen beträgt zum 31.12.2025 rund EUR 14,38 Millionen (Vorjahr rund: EUR 14,08 Millionen) und entspricht rd. 66,7 % der Bilanzsumme von EUR 21,57 Millionen (Vorjahr: 61,5 % von EUR 22,89 Millionen). Das Vorratsvermögen setzt sich aus Handelswaren in Höhe von EUR 13,91 Millionen und Emballagen in Höhe von EUR 0,47 Millionen zusammen. Die Vorratsbewertung ist damit der bedeutendste Bewertungsbereich des Jahresabschlusses.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Für gleichartige Vorräte wird das gleitende Durchschnittspreisverfahren gemäß § 209 Abs. 2 UGB angewendet, bei dem nach jedem Zugang ein neuer, mengengewichteter Durchschnittspreis je Artikel ermittelt wird. Die Methode wird unverändert gegenüber dem Vorjahr angewendet. Liegt der beizulegende Wert am Abschlussstichtag unter den so ermittelten Anschaffungskosten, wird nach dem strengen Niederstwertprinzip des § 207 UGB auf den niedrigeren Wert abgeschrieben.

Die Werthaltigkeit alter und langsam drehender Lagerartikel wird jährlich anhand einer Reichweitenund Bewegungsanalyse beurteilt. Die rechnerische Reichweite des Gesamtlagers beträgt zum 31.12.2025 bei einem Bestand von 80.392.106 Stück und einem durchschnittlichen Absatz von 14.011.525 Stück pro Monat rd. 5,7 Monate, was einer Lagerumschlagshäufigkeit von rd. 2,1 pro Jahr entspricht. im Geschäftsjahr wurden Abwertungen in Höhe von EUR 59.634,32 vorgenommen und Zuschreibungen in Höhe von EUR 446.778,09 erfasst.

Entfallen die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene Abwertung, wird gemäß § 208 UGB eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen. Die Überprüfung erfolgt artikelbezogen zu jedem Abschlussstichtag.

Die Bewertung der Vorräte beruht auf Annahmen über die künftige Verwertbarkeit, die erzielbaren Verkaufspreise und die noch anfallenden Kosten. Wesentliche Risiken bestehen in einem Rückgang der Nachfrage nach einzelnen Warengruppen, technischen Änderungen, die zu einer Entwertung von Lagerbeständen führen, sowie in Preisschwankungen auf den Beschaffungsmärkten. Die Geschäftsführung begegnet diesen Risiken durch ein monatliches Reporting der Lagerreichweiten, aktive Sortimentssteuerung, Abverkaufs Maßnahmen für Altbestände und ein permanentes Inventurverfahren mit laufender Analyse von Inventurdifferenzen.

4. Leistungsbereich

Unser Betrieb ist vor allem auf den Handel mit Glaserzeugnissen sowie auf den Handel mit Verschlüssen und Verpackungen spezialisiert und hier unter anderem auch auf den Import und Export. Die Belieferung unserer Kundinnen und Kunden erfolgt von den drei österreichischen Standorten aus. Der Vertrieb über unseren Web-Shop, der neben Österreich auch mehrere Mitgliedstaaten der Europäischen Union abdeckt, ergänzt das klassische Handelsgeschäft.

5. Absatzbereich

Unsere Umsatzerlöse betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr Euro 48.895.396,42 nach Euro 52.881.746,79 im Vorjahr. Der Rückgang um 7,54 % ist im Wesentlichen auf die Rohstoff- und Preisentwicklung sowie auf eine insgesamt zurückhaltende Nachfrage zurückzuführen.

Unser Exportanteil beträgt 8,21 % und liegt damit nahezu unverändert auf dem Vorjahresniveau von 8,28 %. Der betragsmäßige Anteil beläuft sich im Jahr 2025 auf rund Euro 4,01 Millionen nach rund Euro 4,38 Millionen im Vorjahr. Erfreulich ist dabei die Entwicklung des Drittlandsgeschäftes. Die Exporte außerhalb der Europäischen Union stiegen um 16,73 % von rund Euro 0,74 Millionen auf rund Euro 0,86 Millionen. Die Exporte in den innergemeinschaftlichen Raum bewegten sich von rund Euro 3,64 Millionen auf rund Euro 3,15 Millionen. Beim Inlandsgeschäft sanken die Umsätze um 7,47 %.

Der stabile Exportanteil und insbesondere der Zuwachs im Drittlandsgeschäft bestätigen die Tragfähigkeit unserer internationalen Kundenbeziehungen und unterstreichen, dass die Wettbewerbsposition unseres Unternehmens auch außerhalb des Heimatmarktes gefestigt ist.

6. Investitions- und Finanzierungsbereich

Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr wurden Investitionen in der Höhe von rund Euro 0,22 Millionen getätigt. Die Investitionsschwerpunkte lagen – wie in den Vorjahren – vor allem im Bereich der Ersatzbzw. Neubeschaffung der Formensätze, Maschinen, EDV-Anlagen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung und darüber hinaus im weiteren Ausbau der Elektromobilität in unserem Fuhrpark.

Die Investitionen konnten im Jahr 2025 zur Gänze aus den Abschreibungen finanziert werden; den Investitionen von rund Euro 0,22 Millionen stehen Abschreibungen von Euro 0,44 Millionen gegenüber.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 12,64 % auf Euro 3,42 Millionen gesunken, was die konsequente Arbeit unseres Forderungsmanagements widerspiegelt. Die Bestände an Handelswaren liegen mit Euro 14,38 Millionen um rund Euro 0,29 Millionen über dem Vorjahreswert. Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr sank die Bilanzsumme um Euro 1,32 Millionen auf Euro 21,57 Millionen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden um Euro 0,51 Millionen auf Euro 4,17 Millionen zurückgeführt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken um Euro 0,52 Millionen von Euro 5,76 Millionen auf Euro 5,24 Millionen.

Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme ist von 30,71 % auf 33,22 % gestiegen. Unser Unternehmen hat seine Eigenkapitalausstattung damit das zweite Jahr in Folge deutlich verbessert und verfügt über eine für die Handelsbranche überdurchschnittliche Kapitalstruktur.

Für das kommende Geschäftsjahr sind weitere Investitionen im maschinellen Bereich, im EDV- Bereich sowie den Ausbau der Elektromobilität des Fuhrparks aus Modernisierungs-, Rationalisierungs- und Nachhaltigkeitsgründen vorgesehen.

7. Personal- und Sozialwesen

Zum Ende des Wirtschaftsjahres waren insgesamt 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unserem Unternehmen tätig. Im Geschäftsjahr fielen in unserem Unternehmen Personalaufwendungen von rund Euro 6,59 Millionen an, die um rund Euro 0,53 Millionen unter dem Wert des Vorjahres liegen.

Unser Unternehmen hat die Aufwendungen für die Aus- und Weiterbildung der Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer trotz des herausfordernden Jahres nicht zurückgenommen, sondern leicht über dem Vorjahresniveau gehalten. Ergänzend wurden freiwillige Sozialaufwendungen erbracht. Neu eingeführt wurde im Geschäftsjahr 2025 ein Dienstfahrrad-Leasingmodell, das von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr gut angenommen wurde.

8. Wichtige Ereignisse während des Geschäftsjahres

Im Geschäftsjahr kam es zu keinen nennenswerten außergewöhnlichen Ereignissen. Der Geschäftsbetrieb konnte an allen drei Standorten ohne Unterbrechung aufrechterhalten werden. Die im Vorjahr begonnenen Maßnahmen zur Modernisierung, zur Ökologisierung und zur Stärkung der Bilanzstruktur wurden planmäßig fortgesetzt.

II. Lage der Gesellschaft

Zur Lage der Gesellschaft werden nachfolgend Erläuterungen zur Struktur des Unternehmens, zur Absatzlage sowie zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gegeben.

1. Struktur des Unternehmens

Die Geschäftsführung des Unternehmens wurde im gesamten Wirtschaftsjahr von Herrn Andreas Dornhackl und Herrn Karl Götterer ausgeübt. Unterstützt werden sie in dieser Tätigkeit von den Prokuristen Barbara Dornhackl-Müller und Cornelia Götterer-Müller. Die Zusammensetzung der Führungsebene blieb damit gegenüber dem Vorjahr unverändert, was für die Kontinuität der Unternehmensführung und für die Verlässlichkeit gegenüber Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern von wesentlicher Bedeutung ist.

Ansonsten gliedert sich das Unternehmen in den administrativen Teil, den Außendienst sowie die Lagerhaltung bzw. -betreuung, welche auch für den Transport zuständig ist.

2. Absatzlage

Die Auftragslage war stetig, darüber hinaus ist es uns gelungen, die guten Konditionen bei den Einkaufspreisen beizubehalten. Unsere Marktposition in den Bundesländern Wien, Niederösterreich, Burgenland und der Steiermark ist unverändert gefestigt, und die langjährigen Kundenbeziehungen konnten auch im abgelaufenen Wirtschaftsjahr durchgehend gehalten werden.

3. Vermögenslage

Unser Vermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 5,76 % vermindert. Beim Anlagevermögen kam es zu einer Senkung um 11,36 %, die im Wesentlichen aus den planmäßigen Abschreibungen resultiert. Unser Vorratsvermögen betrug zum 31. Dezember 2025 rund Euro 14,38 Millionen und lag damit um 2,09 % über den vergleichbaren Werten des Vorjahres.

Unsere Vermögensstruktur zum 31. Dezember 2025 ist durch einen Anteil vom Anlagevermögen an der Bilanzsumme von 8,45 % gekennzeichnet. Der Rest betrifft zu 90,44 % das Umlaufvermögen bzw. zu 1,11 % aktive Transitorien einschließlich der aktiven latenten Steuern. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben zum Ende des Geschäftsjahres einen Anteil von 16,33 % und die flüssigen Mittel umfassen 7,44 %.

Im Vergleich zum Vorjahr sank der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme von 8,98 % auf 8,45 %. Der Anteil des Umlaufvermögens am Gesamtvermögen stieg hingegen von 89,99 % auf 90,44 %.

Im Bereich des Eigenkapitals kam es zu einer Veränderung von Euro 7,03 Millionen auf Euro 7,16 Millionen. Dies ist auf den Jahresüberschuss des laufenden Wirtschaftsjahres zurückzuführen. Das Stammkapital blieb dabei unverändert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr von Euro 5,76 Millionen auf Euro 5,24 Millionen gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um Euro 0,51 Millionen gesunken.

Die Vermögenslage unseres Unternehmens ist damit insgesamt als sehr solide zu bezeichnen. Der gleichzeitige Abbau von Forderungen, Bankverbindlichkeiten und Lieferantenverbindlichkeiten bei gestiegenem Eigenkapital zeigt eine deutlich verbesserte Bilanzqualität.

4. Finanzlage

Nach heutigem Kenntnisstand werden wir auch im kommenden Geschäftsjahr unseren finanziellen Verpflichtungen nachkommen und ein positives Ergebnis erzielen. Die Zahlungsfähigkeit unseres Unternehmens war im gesamten Wirtschaftsjahr jederzeit gegeben.

Die flüssigen Mittel betragen zum Bilanzstichtag Euro 1,60 Millionen.

Das Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie die auf 33,22 % gestiegene Eigenkapitalquote stärken die finanzielle Leistungskraft unseres Unternehmens und werden auch für die Zukunft Investitionsplanungen ermöglichen. Die vorhandene Kapitalausstattung verschafft uns die notwendige Handlungsfreiheit, um Marktchancen wahrzunehmen und Preisschwankungen auf den Beschaffungsmärkten abzufedern.

5. Ertragslage

Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr wurde ein Jahresergebnis von Euro 0,18 Millionen vor Steuern erwirtschaftet. Das Ergebnis vor Steuern ist gegenüber dem Vorjahr um 77,14 % gefallen, wobei dieser Rückgang wesentlich auf das um 7,54 % geringere Umsatzvolumen und die leicht gestiegene Wareneinsatzquote zurückzuführen ist.

Positiv hervorzuheben ist, dass unser Unternehmen auf diese Entwicklung rasch und wirksam reagiert hat. Der Personalaufwand wurde um 7,47 %, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden um 3,55 %, die Abschreibungen um 9,14 % und die Zinsaufwendungen um 35,96 % gesenkt. Die Kostenbasis wurde damit im gleichen Ausmaß wie der Umsatz angepasst, sodass die Ertragskraft des Unternehmens strukturell erhalten blieb und erneut ein positives Ergebnis erzielt werden konnte. Aus heutiger Sicht können wir für die kommenden Geschäftsjahre wieder mit einer guten Ergebnisentwicklung rechnen, sobald sich das Nachfrageniveau stabilisiert hat.

III. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

1. Umweltbelange

Unserem Unternehmen ist es ein großes Anliegen, umweltschonende Maßnahmen zu treffen, um die Umwelt auch für die kommenden Generationen lebenswert zu erhalten, und wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere Prozesse ökologisch zu gestalten. Die Gesellschaft betreibt seit mehreren Jahren eine Photovoltaikanlage, um Strom aus erneuerbarer Energie zu nutzen. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Nachhaltigkeit zu bewahren.

Der eingeschlagene Weg der Erneuerung des Fuhrparks auf Elektroantriebe wurde im Geschäftsjahr 2025 konsequent fortgesetzt und deutlich beschleunigt. Eine Reihe von Verbrennerfahrzeugen wurde durch vollelektrische Fahrzeuge ersetzt; auch im innerbetrieblichen Transport setzen wir bereits seit Jahren durchgängig auf Elektro-Stapler. Ergänzend wurde ein Dienstfahrrad-Leasingmodell

eingeführt, das eine umweltfreundliche Anreise unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördert und zugleich einen Beitrag zu deren Gesundheit leistet.

Unser Ziel ist es, klimarelevante Emissionen, die aus unserem Geschäftsbetrieb resultieren, drastisch zu senken und unseren Ressourcenverbrauch zu reduzieren. Die Umstellung auf Elektrofahrzeuge wird in den kommenden Geschäftsjahren planmäßig weitergeführt.

2. Arbeitnehmerbelange

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ein wichtiger Bestandteil zum Erfolg des Unternehmens. Die neue Unternehmenskultur wird schrittweise in die Praxis umgesetzt, indem wir unter anderem Steuerungsmeetings, Mitarbeitergespräche und mehrere praxisorientierte Seminare auf der Müller Glas Akademie durchführen. Darüber hinaus finden praxisorientierte Seminare statt, um unsere Mitarbeiter gezielt weiterzubilden und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihr Potenzial voll auszuschöpfen. Wir sind zuversichtlich, dass diese Maßnahmen dazu beitragen werden, die Zufriedenheit und Motivation unserer MitarbeiterInnen zu steigern und unser Unternehmen langfristig erfolgreich zu machen.

In diesem Zusammenhang möchte die Geschäftsleitung darauf hinweisen, dass ihr bewusst ist, dass der Erfolg des Unternehmens zu einem großen Teil auf der Qualifikation und der Einsatzbereitschaft ihrer Mitarbeiter beruht, und ihnen ihren gesonderten Dank dafür aussprechen. Dass es gelungen ist, das abgelaufene Geschäftsjahr trotz eines schwierigen Marktumfeldes positiv abzuschließen, ist in erster Linie dem Engagement der Belegschaft zu verdanken.

IV. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Nach dem Bilanzstichtag wurde die Entscheidung getroffen, die Schwestergesellschaft Veproline GmbH im Herbst 2026 im Wege einer Side-stream-Verschmelzung auf die Müller Glas & Co Handelsgesellschaft m.b.H. als aufnehmende Gesellschaft zu verschmelzen. Mit diesem Schritt werden die im Konzernverbund bestehenden Handels- und Logistikaktivitäten in einer Gesellschaft gebündelt. Wir erwarten daraus eine spürbare Vereinfachung der Strukturen, die Hebung von Synergien im Einkauf, in der Lagerlogistik und in der Verwaltung sowie eine weitere Stärkung der Marktposition und der Eigenkapitalbasis der aufnehmenden Gesellschaft.

Da die Rohstoff- und Energiepreise weiterhin zu einer unsicheren Zukunftsprognose beitragen, ist es schwierig, ihre Dauer und das Ausmaß der Auswirkungen auf Vermögenswerte, Schulden, Ertragslage und Cashflow vorherzusagen. Die zugrundeliegenden Schätzungen und Annahmen beruhen auf Grundlage des vorhandenen Wissens und der besten verfügbaren Informationen. Damit wurde ein Szenario zugrunde gelegt, in dem davon ausgegangen wird, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der genannten Situation bei den Rohstoffpreisen eine große Rolle spielen wird. Trotz der herausfordernden wirtschaftlichen Lage erwartet das Unternehmen weiterhin ein positives Ergebnis für 2026 und wird das hohe Eigenkapital beibehalten.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

V. Die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken der Gesellschaft

1. Die voraussichtliche Entwicklung

Trotz der aktuellen, unsicheren Situation und der weiteren weltwirtschaftlichen Entwicklung wird für das kommende Geschäftsjahr 2026 ein gutes Ergebnis und eine positive Geschäftsentwicklung erwartet. Sollte sich aus heutiger Sicht der derzeitige Trend fortsetzen, sobald die Krise überwunden ist, kann davon ausgegangen werden, dass sich eine gleichbleibende Umsatz- und Kostenentwicklung fortsetzt. Es wird mit konstanten und auf jeden Fall positiv gehaltenen Jahresergebnissen gerechnet.

Die im abgelaufenen Wirtschaftsjahr umgesetzte Anpassung der Kostenstruktur, die deutlich reduzierte Zinsbelastung und die auf 33,22 % gestiegene Eigenkapitalquote bilden dafür eine gute Ausgangsbasis. Zusätzliche Impulse erwarten wir aus der im Herbst 2026 geplanten Verschmelzung der Veproline GmbH auf unsere Gesellschaft.

Die Entwicklung der Beschaffungsmarktpreise wird sich gegenüber dem Vorjahresniveau nahezu nicht verändern. Das Bemühen um ständige Modernisierung und die Hinwendung auf modernste Technologien wird von uns weiterverfolgt. Diesen Anforderungen der Wettbewerbsfähigkeit wird durch stetige weitere Investitionen Rechnung getragen.

Wir sind zuversichtlich, dass wir aus heutiger Sicht auch in der Zukunft unsere Wettbewerbsposition halten und stärken werden können. Unser Exportgeschäft wird aus heutiger Sicht weiterhin trotz Krisen den gewohnten Umsatz erzielen; die im Jahr 2025 erzielte Steigerung im Drittlandsgeschäft bestärkt uns in dieser Einschätzung. Wir sind davon überzeugt, dass sich die positive Entwicklung nach der Krise fortsetzen wird.

Im Abschlussjahr 2025 wurden planungsgemäß hauptsächlich Investitionen im Bereich der Modernisierung, Ökologisierung bzw. weiteren Rationalisierung und Konkurrenzfähigkeit getätigt. Dies ist auch für die kommenden Geschäftsjahre geplant. In den kommenden Geschäftsjahren wird aus heutiger Sicht die Zahl der Mitarbeiter planmäßig nahezu unverändert bleiben.

2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Durch die Marktpräsenz in den Bundesländern Wien, Niederösterreich, Burgenland und der Steiermark sowie der drei Standorte, unterliegt das Unternehmen aus heutiger Sicht keinen wesentlichen Risiken und Ungewissheiten im Absatzbereich und Konkurrenzbereich.

Die Geschäftstätigkeit wird von mehreren Mitarbeitern in Teams ausgeführt, daher bestehen keine wesentlichen Personalrisiken, weil der Ausfall eines Mitarbeiters durch die anderen wettgemacht werden kann.

Durch den hohen Lagerbestand können im Beschaffungsbereich steigende Preise zu einem Großteil kompensiert werden.

Ausfallsrisiken im Bereich der Forderungen wird durch ein laufendes Forderungsmanagement, durch eine Warenkreditversicherung sowie durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen in angemessener Höhe Rechnung getragen. Zinsänderungsrisiken sind aufgrund der weiter reduzierten

Finanzverbindlichkeiten von untergeordneter Bedeutung. Ein Liquiditätsrisiko besteht aus heutiger Sicht nicht.

VI. Forschung und Entwicklung

Da wir ausschließlich Handelsumsätze tätigen, sind Aufwendungen für Forschung und Entwicklung nicht angefallen.

VII. Zweigniederlassungen

Das Unternehmen betreibt in Österreich neben seinem Hauptstandort in 2464 Göttlesbrunn, noch einen weiteren Standort in 3550 Langenlois und darüber hinaus einen in 8403 Lebring, an dem dieselbe Tätigkeit wie am Hauptstandort durchgeführt wird.

VIII. Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Finanzinstrumente umfassen originäre Finanzinstrumente. Zu bestehenden originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Derivative Finanzinstrumente wurden im abgelaufenen Wirtschaftsjahr nicht eingesetzt.

Göttlesbrunn, am 26. September 2026

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 10

Wir verwenden Cookies, um grundlegende Funktionen der Plattform sicherzustellen und anonymisierte Nutzungsstatistiken zu erfassen. Durch einen Klick auf "Akzeptieren" stimmst du der Verwendung dieser Cookies zu.