Inhaltsverzeichnis
1. Organisation
Die MTB-AT ist seit dem 14.12.2018 eine 100%ige Tochtergesellschaft der MAN Finance and Holding S.A. in Luxemburg. Schwerpunkt der Tätigkeit ist der Handel mit Nutzfahrzeugen, Zubehör und deren Teile sowie Dienstleistungen, insbesondere Service und Reparaturen von Nutzfahrzeugen.
2. Marktentwicklung
| 2024 | 2025 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| LKW ab 6 t GG | 8.228 | 7.082 | -13,9 % |
| Omnibus ab 8,5 t GG | 885 | 962 | +8,7 % |
| Transporter bis 3,5 t GG | 10.596 | 11.829 | +11,6 % |
2025 sind die Neu-Zulassungen im Bereich LKW um 13,9 % gesunken. Die angespannte Lage im Transport- und Baubereich hat sich in diesem Jahr erstmals auch im Gesamtmarkt merklich niedergeschlagen. Getrübte Konjunkturaussichten und Planungsunsicherheit haben viele Unternehmen zur Zurückhaltung gezwungen und Investitionen in Fuhrparks wurden ausgesetzt oder verschoben.
Bei den Omnibussen gab es 2025 eine Steigerung von +8,7%. Der Reisebusmarkt ist beinahe wieder auf Vor-Corona Niveau. Hier gab es ein kräftiges Lebenszeichen mit einer Steigerung von +50%. Der Entfall des Cityliners hätte diese Entwicklung sicherlich noch zusätzlich positiv beeinflussen können. Einen leichten Anstieg gab es erfreulicherweise auch im Segment der Stadtbusse (+5,5%).
Nur das Segment der Überlandbusse verlor um -10,8%. Erfreulicherweise war, dass man bei den positiven Entwicklungen im Reisebus- und Stadtbus-Segment mitwachsen konnte, aber auch im rückläufigen Segment der Überlandbusse zulegen konnte.
Im Bereich der Transporter verlief 2025, im Vergleich zum Vorjahr, stabil und es konnte 2024 mit einer Erhöhung von +11,6% abgeschlossen werden. Für dieses beachtliche Ergebnis war hauptsächlich der NoVA-Entfall für Transporter verantwortlich und hat sich maßgeblich auf das Gesamtvolumen im Markt ausgewirkt.
3. Marktanteil
| 2024 | 2025 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| LKW ab 6 t GG | 32,5 % | 32,3% | -0,2 % Punkte |
| Omnibus ab 8,5 t GG | 11,3 % | 24,7 % | +13,4 % Punkte |
| Transporter bis 3,5 t GG | 7,7 % | 9,4 % | +1,7 % Punkte |
2025 wurde zum Spiegelbild der wirtschaftlichen Lage in Österreich und brachte die prognostizierte Abkühlung des Marktes. Trotzdem konnte der Marktanteil von 32,3 % auf dem Niveau vom Vorjahr gehalten werden, bei rückläufigem Gesamtmarkt. Vereinbarte Rahmenverträge kamen erst später als geplant in den Abruf und ausstehende Aufträge bei den Kunden führte zu notwendigen Aufschiebungen der Investitionen. Eine sehr intensive Jahres-End-Rallye der Hersteller verschaffte so manchem investitionsfreudigen Kunden ein attraktives Angebot bei der Anschaffung.
Nach 2024, einem Jahr voller technischer und gesetzlicher Herausforderungen, konnte 2025 im Busmarkt endlich wieder richtig abliefert werden. Der Marktanteil wurde auf 24,7% ausgebaut und konnte somit mehr als verdoppelt werden. In allen Segmenten konnte man zulegen und die positiven Entwicklungen im Busmarkt mitvorantreiben.
Im Segment der Transporter konnte der Marktanteil weiter ausgebaut werden. Der Nova-Entfall wurde zwar im ersten Halbjahr zur Vollbremsung im Verkauf und zur logistischen Mammut-Aufgabe, wurde aber im zweiten Halbjahr durch einen wahren Ansturm auf die Produkte mehr als kompensiert. Der Marktanteil von 9,4%, im Bereich des TGE nähert sich unaufhaltsam der magischen 10% Grenze. Bei den elektrisch angetriebenen Transportern verdoppelte sich beinahe der Markt auf 1.171 Einheiten, hier wird der eTGE, aufgrund der Neuentwicklung und Auslaufen der alten Generation, nicht mehr geführt.
4. Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnisse
2025 konnte der Gesamtmarkt volumenseitig im LKW das Niveau von 2024 nicht mehr halten. Trotz leiser Hoffnung zu Jahresanfang kam es 2025 zum vorhersehbaren Rückgang. Die ausstehenden Aufträge für Bau- und Transportbranche schlugen sich in der rückläufigen Entwicklung nieder. Die Anzahl der Angebote war zwar hoch, ein zählbarer Erfolg war aber oftmals, aufgrund der unsicheren Aussichten, selten dabei. Durch ein regelrechtes Ringen um die Kunden war für diese natürlich ein ausführliches Vergleichen der Angebote möglich. Trotz dem Aufzeigen, dass ein langes Zuwarten mit den Investitionen auch Gefahren birgt, wie etwa Investitionsstau, höherer Wartungsaufwand aufgrund Verschleißerscheinungen, Anfälligkeit der Fahrzeuge oder auch anstehende Preiserhöhungen, wurde oftmals das Zuwarten seitens der Kunden präferiert.
Die Elektromobilität erfreute sich weiter einer positiven Entwicklung 2025. Die Auslieferungen starteten im Jänner 2025 und waren besonders im letzten Jahres- Drittel sehr intensiv und zahlreich. Die ENIN-Förderung beim Nutzfahrzeug wurde wiederum sehr stark nachgefragt und auch 307 Neu-Zulassungen an schweren Elektro-LKW konnten 2025 verzeichnet werden. Erfreulich, dass MAN hier im Jahr eins bereits auf Rang zwei in der Zulassungsstatistik vorstoßen konnte. Einzig Mercedes behielt, aufgrund des Reichweitenversprechens des neuen eActros 600, die Nase vorn.
Eine österreichweite Truck Roadshow, im zweiten Quartal 2025, präsentierte an sechs MAN Standorten alle Vorzüge unserer Neuheiten. Vor allem der eTruck wurde intensiv von den Besuchern getestet und ließ die Lenker nach deren Testfahrt begeistert aussteigen.
Das Segment der Reisebusse hat sich weiter erholt und konnte sich heuer mehr als verdoppeln. Die positive Entwicklung im Gesamtmarkt ist vor allem auf das Segment der Reisebusse und Stadtbusse zurückzuführen. Einzig das Segment der Überlandbusse konnte 2025, nach einem Boom in 2024, nicht zulegen und ist rückläufig.
Generell erfreuen sich die Reisebusunternehmer wieder über steigendes Interesse an Busreisen. Vor allem Städtetrips und organisierte Reisen in modernen komfortablen Fahrzeugen erfreuen sich großer Beliebtheit. Auch MAN zeigt Innovationskraft und übernimmt mit dem ersten elektrischen Reisebus die Vorreiterschaft der europäischen Hersteller. Auf der Busworld in Brüssel wurde der erste elektrische Reisebus MAN Lions Coach E eindrucksvoll präsentiert. Dieses Fahrzeug feierte nur Wochen später seine Österreich-Premiere auf der BTB am Red Bull Ring in Spielberg.
Die Gesamtmarktentwicklung im E-Bus Markt Österreichs ist ebenfalls sehr erfreulich. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die konsequente Förderpolitik in Österreich zurückzuführen und dem steigenden Interesse der Kommunen an elektrischen Bussen. Großaufträge der ÖBB-Postbus und der Fa. Ledermair bescherten einen erfreulichen Zulassungsanstieg auf insgesamt 112 MAN Busse in 2025. Bei einer Gesamtzulassung des Marktes von 213 Elektro-Bussen, holt sich MAN hier eindrucksvoll die Marktführerschaft zurück und kann auf einen stolzen Marktanteil von 52,6% zurückblicken.
Beim Transporter geht man für 2026 von einer ähnlichen Perfomance wie 2025 aus. Aufgrund der vollen Verfügbarkeit, den planbaren Lieferterminen und der Attraktivität der Modellpalette gibt es auch keine anderweitigen Anzeichen. Natürlich werden auch die elektrischen Transporter mittlerweile immer beliebter, in diesem Segment wird MAN voraussichtlich ab 2028 auch wieder teilnehmen.
4.1 Geschäftsergebnis
| in Std. / Stk. / TEUR | 2024 | 2025 | ||
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Lkw | 1.784 | 2.845 | |
| Bus | 187 | 185 | ||
| Van | 532 | 750 | ||
| Absatz | Lkw | 2.593 | 2.241 | |
| Bus | 86 | 240 | ||
| Van | 865 | 1.191 | ||
| Gebrauchtfahrzeuge | 1.423 | 864 | ||
| Motoren & Komponenten | 11 | 10 | ||
| Leistungsstunden | 455.939 | 473.711 | ||
| Servicebetriebe | ||||
| Umsatz | 623.592 | 712.670 | ||
| Materialaufwand | -501.989 | -581.263 | ||
| Personalaufwand | -78.600 | -78.622 | ||
| Ordentliches Betriebsergebnis | 11.298 | 14.160 | ||
| (EBIT) | ||||
| Vorräte | 59.113 | 82.137 | ||
| Forderungen | und | sonstige | 301.470 | 321.624 |
| Vermögensgegenstände | ||||
| Mitarbeiterstand | (ohne | 685 | 693 | |
| Lehrlinge) | ||||
| Eigenkapitalquote | 62,4% | 60,3% | ||
| 2024 | 2025 | |||
| MEUR | MEUR | |||
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 70,3 | -12,1 | ||
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -7,4 | 12,5 | ||
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 0,0 | 0,0 | ||
| Veränderung Finanzmittelbestand | 62,9 | 0,4 | ||
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 164,7 | 227,6 | ||
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 227,6 | 228,0 | ||
Die Cashpool-Veranlagungen werden zum Fonds der liquiden Mittel gezählt.
4.2 Investitionen
Das Investitionsvolumen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um ca. € 3.600.000 reduziert. Damit unsere Kunden*innen weiterhin von unserem erstklassigen Service profitieren können, haben wir, wie jedes Jahr, in die Modernisierung unserer Servicenieder-lassungen investiert.
Sanierung der Serviceniederlassung Imsterberg
In der Serviceniederlassung wurde die Sanierung fortgesetzt, die teilweise vom Vermieter getragen wird. MTB-AT hat hierbei ein Investitionsvolumen von rd. € 339.000 für die bauliche Trennung des Tankraums, die Asphaltierung der Außenflächen sowie einer neuen Scherenbühne für die Werkstätte getätigt.
Elektro-Fahrtechnologie
Um weiterhin auf Nachhaltigkeit zu setzen und die Elektromobilität zu stärken, wurde diverse Spezialwerkzeuge für den Lkw- und Bus-Bereich angeschafft.
Weitere Investitionen
Mit einem Investitionsvolumen von rd. € 256.000 wurde die Serviceniederlassung Wörgl um ein neues Außenlager erweitert.
Größere Neuanschaffungen wurden in den folgenden Serviceniederlassungen getätigt: In Schwechat und Villach wurde in einen neuen Bremsenprüfstand, in Innsbruck in eine Radgreiferanlage, in Leopoldsdorf in eine Wärmepumpe und in Eugendorf in eine neue Putzmaschine investiert.
Bei den sonstigen Investitionen handelt es sich überwiegend um Ersatzinvestitionen, bzw. um Rationalisierungen in den Serviceniederlassungen (z.B. Grubenheber, Diagnosesysteme, Werkzeugwagen, Stapler, Abgastester, Medientechnik (Video- Audioanlagen u. Fernseher), Messgeräte, Büromöbel usw).
Für das Geschäftsfeld Fahrzeugvermietung wurden 14 Stück LKW Neufahrzeuge der Typen TGX, TGS und TGE, sowie 6 Gebrauchtfahrzeuge der Typen TGX und TGE angekauft.
5. Wesentliche Ereignisse im Jahr 2025
5.1 Veränderungen im Aufsichtsrat
Es gab im Jahr 2025 Veränderungen im Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat setzte sich im Jahr 2025 aus folgenden Personen zusammen: Dennis Affeld (Vorsitzender), Tobias Pichler (stellv. Vorsitzender), Karolina Wernerova, Franz Friesenecker, Manfred Glück und Christian Höbarth (bis 24.12.2025; Nachfolger ab 24.12.2025 Peter Langecker). Die drei letztgenannten Mitglieder wurden vom Betriebsrat berufen.
5.2 Produktportfolio
Die zu Beginn des Jahres 2020 unter großer medialer Aufmerksamkeit gelaunchte LKW-Baureihe „New TG“ ist nach wie vor - auch dank regelmäßiger Modellpflegemaßnahmen wie aktuell das Modelljahr 2025 - Benchmark in zahlreichen Kriterien für den LKW-Bereich. Dank innovativer Technik erfüllen diese Fahrzeuge höchste Ansprüche in Bezug auf Fahrerkomfort und Verbrauchsoptimierung, was in zahlreichen Tests attestiert wurde. Von der Elektro-Variante, die im Herbst 2024 gelauncht wurde, sind im abgelaufenen Jahr die ersten 86 Fahrzeuge an österreichische Kunden ausgeliefert worden.
Unser Bus-Portfolio, u.a. mit dem Lion’s City sowie mit dem erst im Jahr 2022 vorgestellten Lion’s Intercity LE, befindet sich ebenfalls auf dem aktuellen Stand der Technik. Die Auszeichnung „Sustainable Bus of the Year 2026“ für unseren Lion’s Coach 14 E beweist dies insbesondere für die Elektromobilitäts-Kompetenz, MAN ist damit der erste europäische Anbieter mit einem elektrischen Reisebus.
Ergänzt wird das Produktportfolio durch die im Jahre 2017 erfolgreich eingeführte Produktreihe MAN TGE, welcher ebenfalls mit dem Modelljahr 2025 umfangreich optimiert wurde
5.3 Geschäftsfeld: Fahrzeugvermietung
Im Jahr 2025 wurde in die MAN Rental Flotte weiter investiert und es wurden Ersatzbeschaffungen für Mietfahrzeuge getätigt und in das Anlagevermögen übernommen (s. oben); das erfolgreiche Konzept der Vermietung von MAN Premium- Fahrzeugen der neuesten Generation, kombiniert mit flexiblen Mietoptionen und einem attraktiven Komplettservice, ergänzt weiterhin das MAN Angebot.
5.4 Betriebliche Gesundheitsförderung
Zur Förderung der Gesundheit und zur Prävention von Gesundheitsrisiken stellt der Arbeitgeber an allen Standorten finanzielle Mittel sowie entsprechende Angebote zur Verfügung. Dazu zählen unter anderem Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements, des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, Diaphon (Beratungsangebot bei psychischen Problemen für Arbeitnehmer:innen und deren Angehörige) sowie flexible Arbeitszeitmodelle und Flexwork.
Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Beschäftigten nachhaltig zu unterstützen. Ergänzend dazu werden Verbesserungsvorschläge und Maßnahmen insbesondere im Rahmen der (in der Regel jährlich durchgeführten) Mitarbeiterbefragung Stiba sowie der Evaluierung psychischer Belastungen erhoben, analysiert und besprochen. Die daraus abgeleiteten Maßnahmen tragen zur Förderung positiver psychischer und physischer Arbeitsbedingungen bei.
5.5 Internes Kontrollsystem (IKS)
Das IKS der MTB-AT als Teil des konzernweit eingeführten Risikomanagementsystems verfolgt die drei Ziele: Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung, Effektivität von Geschäftsprozessen und die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften.
Wesentlicher Bestandteil des IKS sind regelmäßige Kontrollen. Die vorhandenen Kontrollen wurden im angeführten Geschäftsjahr wie vorgesehen auf ihre Wirksamkeit getestet. Die bestehenden Kontrollbeschreibungen werden kontinuierlich aktualisiert und optimiert.
5.6 Compliance
MAN trägt als weltweit tätiges Unternehmen mit vielen Geschäftsbereichen und einer langen Tradition gesellschaftliche Verantwortung gegenüber Kund:innen, Mitarbeiter:innen, Kapitalgebern und der Öffentlichkeit. Zu dieser gesellschaftlichen Verantwortung gehört, dass MAN sich jederzeit und überall an die geltenden Gesetze hält, ethische Grundwerte respektiert und nachhaltig handelt.
Compliance ist vor diesem Hintergrund ein fundamentaler Teil der MAN Strategie und muss auf allen Konzernebenen und von allen Mitarbeiter:innen, das heißt den Geschäftsführern, den Führungskräften und jedem/-r einzelnen Arbeitnehmer:in gleichermaßen gelebt werden.
Der konzernweit gültige „Code of Conduct“ (Verhaltenskodex), welcher zu Beginn des Jahres 2024 aktualisiert und allen Mitarbeiter:innen zur Verfügung gestellt wurde, bietet Orientierung und unterstützt Mitarbeiter:innen, die Geschäftstätigkeiten so auszuüben, dass weder sie noch MAN als Unternehmen mit Gesetzen, Verordnungen und ethischen Standards in Konflikt geraten. In Konfliktsituationen kann sich jede/-r Mitarbeiter:in daran orientieren: etwa, wenn es um Chancengleichheit im Unternehmen geht oder um Interessenkonflikte, Umweltschutz und Produktsicherheit.
MAN toleriert keine Compliance-Verstöße. Die Einhaltung von Gesetzen und internen Unternehmensrichtlinien hat für jede/-n MAN-Mitarbeiter:in jederzeit Vorrang vor dem Erreichen von wirtschaftlichen Zielen. Jede/-r Mitarbeiter:in muss dafür sorgen, dass in seinem/ihrem Verantwortungsbereich keine Compliance-Verstöße begangen werden. Dabei unterstützt die MAN Compliance-Organisation aktiv.
Im Rahmen des Compliance-Programmes werden Mitarbeiter:innen zum Thema Compliance Awareness und Menschenrechte sowie Datenschutz verpflichtend geschult. Mitarbeiter:innen in risikoexponierten Bereichen erhalten weitere Schulungen für Anti-Korruption, Anti-Trust und Anti-Geldwäsche.
6. Forschung und Entwicklung
Als Handels- und Dienstleistungsunternehmen betreibt die MTB-AT keine eigenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.
7. Niederlassungen
Am 31. Dezember 2025 bestanden die folgenden Niederlassungen:
Firmensitz / Leitung
1230 Wien, Carlbergergasse 66
Verkauf und Service:
2333 Leopoldsdorf, MAN-Straße 1 und 3 2721 Bad Fischau, MAN-Straße 1 3106 St. Pölten, Harlanderstraße 9 4052 Ansfelden, Gewerbepark 7 4655 Vorchdorf, Josef Haas Straße 2 5301 Eugendorf, Gewerbestraße 27 5500 Bischofshofen, Werksgelände 29 6020 Innsbruck, Haller Straße 167 8055 Graz, Schwarzer Weg 105 9500 Villach, Maria Gailer Straße 40
1210 Wien-Nord, Richard Neutra-Gasse 14 2323 Schwechat, Mannswörther Str. 39-41 6300 Wörgl, Gewerbepark 15 6491 Imsterberg, Au 3 8261 Sinabelkirchen, Untergroßau 202 9020 Klagenfurt, Schatter Weg 9
Verkauf Gebrauchtfahrzeuge:
2333 Leopoldsdorf, MAN Straße 3 TopUsed Center 4052 Ansfelden, Gewerbepark 7 5301 Eugendorf, Gewerbestraße 27 8055 Graz, Schwarzer Weg 105
8. Finanzinstrumente
MTB-AT bedient sich keiner derivativen Finanzinstrumente.
9. Risikobericht
Die gesamtwirtschaftliche Situation hat Auswirkung auf die Auftragslage, sowie die Umsatz- und Ergebnissituation bei unseren Kund:innen.
Die Geschäftslage in 2026 wird neben einem intensiven Wettbewerb vor allem durch die allgemeine Konjunktur- und Zins-Entwicklung beeinflusst. Aufgrund der aktuellen Auftragsbestände bei LKW, Bus und Van sowie der für das After-Sales-Geschäft relevanten Fuhrparkentwicklung rechnen wir für 2026 mit einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung.
Auf den europäischen Gebrauchtwagenmärkten beobachten wir eine Stagnation des Preisniveaus in der Vermarktung der Gebrauchtfahrzeuge. Auch aus der Erfüllung von Rückkaufverpflichtungen (Buy backs) besteht ein Risikopotential; beiden Risiken wird durch entsprechende Vorsorge (Rückstellungen) Rechnung getragen.
Fallweise werden über die Kaufgarantien zusätzliche Garantieverpflichtungen eingegangen. Für diese Fälle wird durch Rückstellungen bilanziell vorgesorgt.
Bei der Gewährung von Finanzierungen durch die Banken wird bei tendenziell stagnierendem Zinsniveau keine signifikante Veränderung erwartet. Liquiditätsprobleme und steigende Insolvenzen unserer Kund:innen können in Folge von zu erwartenden Konjunktureintrübungen kombiniert mit Preis- und Zinssteigerungen zu Forderungsausfällen führen. Diesen Risiken wird ebenfalls durch entsprechende Vorsorge (Rückstellungen) Rechnung getragen.
Aus heutiger Sicht weist die Gesellschaft keine bestandsgefährdenden Risiken mit nennenswerter Eintrittswahrscheinlichkeit auf.
Es stehen ausreichend liquide Mittel zur Verfügung, die im Konzern veranlagt worden sind. Durch die Einbindung in das Liquiditätsmanagement im MAN Konzern (Cash- Pooling) ist die Versorgung mit liquiden Mitteln zu jeder Zeit gesichert.
10. Umwelt- und Arbeitnehmerbelange
Die Belegschaft stellt einen wesentlichen Erfolgsfaktor des Unternehmens dar. Das Unternehmen verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz in Bezug auf Diversity und Inklusion und fördert die Vielfalt der Mitarbeiter:innen in allen relevanten Dimensionen.
Zur Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit werden verschiedene Weiterbildungsangebote und -maßnahmen umgesetzt, die den Wissenstransfer innerhalb des Unternehmens unterstützen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Lehrlingsausbildung, insbesondere auf der Förderung weiblicher Lehrlinge.
Die Mitarbeiter:innen werden regelmäßig im Rahmen von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen zu Themen der Arbeitssicherheit, des Umweltschutzes sowie zu nachhaltigem Handeln geschult. Vorkehrungen zur Verhütung und Begrenzung von Arbeitsunfällen werden regelmäßig evaluiert und thematisiert. Für sicherheitstechnische sowie präventivmedizinische Maßnahmen besteht eine fachliche Vorsorge und Unterstützung durch eine externe Sicherheitsfachkraft sowie eine externe Arbeitsmedizinerin inklusive medizinischem Fachpersonal.
Die Mitarbeiter:innen sind in zunehmend kürzeren Abständen mit unterschiedlichen Veränderungsprozessen konfrontiert. An die Führungskräfte wird dabei ein hoher Anspruch gestellt. Durch eine transparente, offene und glaubwürdige Kommunikation werden die Mitarbeiter:innen frühzeitig in Veränderungsprozesse eingebunden und im Dialog begleitet.
Auf Grund der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) 2022/2464 bzw. die EU-Regulierung 2023/2772, in der 12 European Sustainability Reporting Standards (ESRS) Inhalte von Environment (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Steuerung und Regelung von Organisationen) darlegen, ist der Volkswagen-Konzern verpflichtet, finanzielle und nicht finanzielle Angaben in deren Anhangsangaben zu melden. Dieser Verpflichtung wird seit 2024 in einem Stufenplan nachgekommen. Durch die Regelungen werden die Angaben nicht im lokalen Bericht der MAN Truck & Bus Vertrieb Österreich GesmbH, sondern in einer übergeordneten Ebene veröffentlicht.
11. Ausblick
Nach einer geringfügigen Steigerung um +0,5% im abgelaufenen Jahr wird das österreichische BIP laut WIFO-Konjunkturprognose 12/2025 im nächsten Jahr um +1,2% und im Folgejahr mit +1,4% wieder stärker wachsen. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt wird sich in Folge dieses Wachstums von 7,4% im Berichtsjahr auf 7,3% in 2026 und auf 7,0% in 2027 tendenziell entspannen. Die Inflation hat im abgelaufenen Jahr wieder leicht auf +3,5% zugelegt, die Verbraucherpreise sollen aber in 2026 nur um +2,6% steigen. 2027 wird sich der Preisauftrieb auf 2,4% nochmals abschwächen. Das Finanzierungssaldo der öffentlichen Haushalte dürfte mit -4,2% auch im Jahr 2026 und -4,0% in 2027 oberhalb der Maastricht-Grenze von 3% des BIP steigen.
Die prognostizierten Daten stehen aufgrund der weiteren Entwicklung geopolitischer Spannungsfelder und internationaler Handelbeziehungen unter großer Unsicherheit.
2026 wird erneut ein herausforderndes Jahr. Die Geschäftsführung geht jedoch aus heutiger Sicht davon aus, auch in 2026 ein positives Ergebnis zu erreichen.
Wien, den 27. Februar 2026
Die Geschäftsführung:
foun
Martin Jansen