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Lagebericht 2024/25

MONA OBERWART PRODUKTIONS GMBH

Original-PDF

Stichtag 30. Juni 2025 · Eingereicht am 04. Dez. 2025

Inhaltsverzeichnis

MONA OBERWART PRODUKTIONS GMBH

Inhaltsverzeichnis

1. Lagebericht 2025 3 1.1 Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage 3 1.2 Bericht über die finanziellen Leistungsindikatoren 4 1.2.1 Allgemeine betriebswirtschaftliche Kennzahlen 4 1.2.2 Kennzahlen gemäß Unternehmensreorganisationsgesetz (URG) 5 1.2.2.1 5 Berechnung der Eigenmittelquote nach § 23 URG 1.2.2.2 Berechnung der fiktiven Schuldentilgungsdauer nach § 24 URG 5 1.2.2.3 Vermögenslage 6 1.2.2.4 Finanzlage 7 1.2.2.5 Ertragslage 8 1.3 Bericht über die nicht finanziellen Leistungsindikatoren 8 1.3.1 Standortentwicklung 8 Bericht über die Risiken des Unternehmens 9 1.4 1.4.1 9 Beschaffungsrisiken 1.4.2 9 Ertragsorientierte Risiken 1.4.3 Währungsrisiko 9 1.4.4 Preisänderungsrisiko 9 1.4.5 Ausfallsrisiko 9 1.4.6 Liquiditätsrisiko 10 1.4.7 Ukraine-Krieg 10 1.5 Bericht über die Forschung und Entwicklung 10 10 2. Ausblick

1 Lagebericht 2025

1.1 Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

Die MONA Gruppe hat sich auf die Produktion von haltbaren, gentechnikfreien, pflanzlichen, milchalternativen Produkten spezialisiert. Die MONA Gruppe befindet sich unter den TOP 5 der europäischen Non Dairy Produzenten. Das im Jahr 2009 erworbene Unternehmen „MONA Sojaland GmbH" in Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) wurde bereits im Laufe des Jahres 2010 voll in die österreichische Gruppe integriert. MONA verfügt somit über insgesamt zwei Produktionsstandorte - MONA Oberwart Produktions GmbH mit Sitz in Oberwart und MONA Sojaland GmbH mit Sitz in Schwerin. Die für den Vertrieb zuständige MONA Naturprodukte GmbH hat ihren Hauptsitz in Wien.

Die Mona Premium Brand JOYA hat im pflanzlichen Frischebereich eine führende Marktstellung in Zentral-, Osteuropa und Osterreich erreicht. Für die JOYA-Produkte werden ausschließlich österreichische Soja-Bohnen aus Vertragsanbau verarbeitet. Angebaut werden diese primär im Burgenland und in Oberösterreich. Die garantierte Herkunft und Gentechnikfreiheit sind die Kernmerkmale der Marke JOYA und ihrer Produkte (Soja-Drinks, Sojagurts, Tofu, etc.). JOYA ist bereits in rd. 30 Ländern auf dem Markt, wobei der Schwerpunkt derzeit in Mittel- und Westeuropa liegt. Neben JOYA erzeugt MONA auch Private Label Produkte (Eigenmarken des Einzelhandels) für die größten europäischen Handelsketten. Hier werden für den Kunden maßgeschneiderte Lösungen angeboten.

Die Hain-Celestial-Group, Inc. (NASDAQ: HAIN), ein führendes Unternehmen für Bio- und Naturprodukte mit Geschäftstätigkeit in Nordamerika, Europa und Indien, erwarb im Juli 2015 durch eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Hain Celestial Europe (Lima NV) die Mona-Gruppe („Mona") zu 100%.

2025 war, wie das Vorjahr, geprägt vom Trend weg von Soja hin zu Hafer, Reis und Mandelprodukten. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es einen leichten Umsatzrückgang und dieser führt auch zu einen niedrigeren Gesamtergebnis im Vergleich zum Vorjahr.

Der Mitarbeiterstand ist von 64 zum 30. Juni 2024 auf 61 (-4,7%) Dienstnehmer zum Ende des

Wirtschaftsjahres 2025 gesunken. In dieser Zahl werden freie Mitarbeiter, Praktikanten und Mitarbeiter in Karenz nicht berücksichtigt.

Seitens der Gesellschaft werden keine Zweigniederlassungen betrieben.

1.2

Bericht über die finanziellen Leistungsindikatoren

1.2.1 Allgemeine betriebswirtschaftliche Kennzahlen

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
2024/252023/24
TEURTEUR
Umsatzerlöse22.89324.472
Betriebsleistung22.95524.713
Betriebsleistung pro Dienstnehmer370386
Materialeinsatz14.56116.297
von Betriebsleistung in %63,465,9
Personalaufwand3.8573.701
von Betriebsleistung in %16,815.0
Durchschnitt Beschäftigtenstand6264
Personalaufwand pro Dienstnehmer6258
Betriebserfolg4171.432
von Betriebsleistung in %1,85.8
Jahresüberschuss3681.317
Eigenkapitalrentabilität in %2,38.6
Gesamtkapitalrentabilität in %2,16,5
Umsatzrentabilität in %1.75,7
Betrieblicher Cash Flow1.0975.030
vom Umsatz in %4.820,6
Bilanzsumme19.82320.280
Anlagevermögen14.74716.130
Anlageinvestitionen339645
Abschreibungen1.5051.488
Investitionsdeckung22,543,3
Eigenkapital17.11816.796
vom Gesamtkapital in %86,482.8
Working Capital2.517814

Umsatzerlöse und Betriebsleistung sind leicht gefallen. Dementsprechend hat sich auch der Materialeinsatz verringert. Der Personalaufwand ist aufgrund der Erhöhung des Kollektivvertrages gestiegen.

Der Rückgang des Jahresüberschusses beruht primär auf dem niedrigeren Umsatz sowie auf sinkenden Zuschüssen und Versicherungsentschädigungen.

Im Wesentlichen wurde im Geschäftsjahr 2024/2025 nur kleinere Investitionsprojekte umgesetzt.

Das Eigenkapital wurde durch den Ergebnisvortrag gestärkt.

Das Working Capital ist gegenüber dem Vorjahr positiv geworden.

1.2.2 Kennzahlen gemäß Unternehmensreorganisationsgesetz (URG)

1.2.2.1 Berechnung der Eigenmittelquote nach § 23 URG

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
EUR
Summe Eigenkapital (§ 224 (3) A UGB)16.587.843,05
= bereinigtes Eigenkapital16.587.843,05
Gesamtkapital (§ 224 (3) UGB)19.823.173,94
-Sonderposten für Investitionszuschüsse530.282,98
bereinigtes Vermögen19.292.890,96
bereinigtes Eigenkapital
Eigenmittelquote:bereinigtes Vermögen86,0 %

Durch den Ergebnisvortrag werden sowohl das Eigenkapital und damit auch die Eigenkapitalquoteständig gestärkt. Die Eigenmittelquote liegt deutlich über der gesetzlich geforderten Untergrenze von 8 %.

1.2.2.2. Berechnung der fiktiven Schuldentilgungsdauer nach § 24 URG

(Obergrenze gemäß URG: 15 Jahre)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
Jahresüberschuss367.588,04
- Gewinne aus dem Abgang vom Anlagevermögen1.306,33
- Erträge aus der Auflösung von Sonderposten für Investitionszuschüsse214,29
+ Verluste aus dem Abgang vom Anlagevermögen47.702,33
+ Abschreibungen auf das Anlagevermögen1.504.833,46
+/- Veränderung der langfristigen Rückstellungen-2.607,00
Mittelüberschuss1.915.996,21
+Rückstellungen (§ 224 (3) B UGB)631.026,73
+Verbindlichkeiten (§ 224 (3)C UGB)2.074.021,18
-Kassenbestand (§ 224 (2) B IV UGB)278.995,18
Effektivverschuldung2.426.052,73
Effektivverschuldung Fiktive Schuldentilgungsdauer: Mittelüberschuss1,3 Jahre

Die vorausschauende und gezielte Firmenpolitik lässt keinerlei Reorganisationsbedarf aufgrundder ermittelten fiktiven Schuldentilgungsdauer erkennen. Die fiktive Schuldentilgungsdauer liegt unter der gesetzlich definierten Obergrenze von 15 Jahren.

1.2.2.3 Vermögenslage

Aus den Bilanzen der letzten beiden Geschäftsjahre leitet sich die nachstehende Ubersicht ab. Dabei wurden Forderungen und Schulden, die später als nach einem Jahr fällig sind, als langfristig, alle übrigen Forderungen und Schulden als kurzfristig angesehen. Das Verhältnis der einzelnen Posten zur Bilanzsumme wird in Prozentzahlen dargestellt. Etwaige Abweichungen zu den Bilanzen der letzten beiden Geschäftsjahre sind auf Rundungsdifferenzen zurückzuführen.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
30.6.202430.6.2023Veränderung
TEUR%TEUR%TEUR6
Vorräte3.04515,42.95114,6943,2
Kundenforderungen400.2220.11881,8
Forderungen gegenüber verbundenen
Unternehmen1.5587,97243,6834115,2
Flüssige Mittel *)2791.41510.712884,8
Übriges kurzfristiges Umlaufvermögen1250.62721,3-147-54,0
UMLAUFVERMÖGEN KURZFRISTIG5.04725,54.12020,392722,5
Rückstellungen4562,35562.7-100-18,0
Lieferantenverbindlichkeiten1.4527.31.5027,4-50-3,3
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen2331.21.0335,1-800-77,4
Übriges kurzfristiges Fremdkapital3892,02151.117480,9
FREMDKAPITAL KURZFRISTIG2.53012,83.30616,3-776-23,5
NETTO-UMLAUFVERMÖGEN (WORKING
CAPITAL)2.51712,78144,01.703 209,2
Immaterielle Vermögensgegenstände240,1330,2-9-27,3
Sachanlagen14.15771,415.53176,6-1.374-8,8
Finanzanlagen5562,95662,800,0
ANLAGEVERMÖGEN14.74774,4116.13079,5-1.383-8,6
Übriges langfristiges Umlaufvermögen290,1300,1-1-3,3
UMLAUFVERMÖGEN LANGFRISTIG290,1300,1-1-3,3
Rückstellungen für Abfertigungen1300.71380,7-8-5.8
Rückstellungen für Jubiläumsgelder450,2400,2512,5
FREMDKAPITAL LANGFRISTIG1750,91780,9-3-1,7
REINVERMÖGEN17.11886,416.79682,83221,9
BILANZSUMME19.823 100,020.280 100,0-457-2,3

Die Vorräte haben sich gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind sehr stark von den Zahlungszyklen der verbundenen Unternehmen abhängig. Die Zahlungskonditionen sind unverändert.

Gemäß Konzernvorgabe dürfen für die laufenden Betriebsmittel als auch für alle Investitionen keine

Bankkredite aufgenommen werden, sondern der gesamte Finanzierungsbedarf wird aus dem bestehenden Cash Pooling bestritten.

Das Niveau der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beruht primär auf dem ausgenutzten Saldo des Cash Pooling mit der KBC Bank.

Das Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
30.6.202530.06.2024Veränderung
TEUR%TEUR%TEUR%
Eingefordertes und eingezahltes Stammkapital470.2470,200,0
Kapitalrücklagen4002.04002,000.0
Bilanzgewinn16.14181,415.77377,83682,3
Sonderposten für Investitionszuschüsse5302,75762.8-46-8,0
17.11886,416.79682,83221,9

1.2.2.4 Finanzlage

Zur Darstellung der Finanzlage dient die nachstehende Geldflussrechnung Aktivitätsbereichen:

gegliedert

nach

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 8
2024/25 2023/24
TEURTEUR
Ergebnis vor Steuern3951.388
Überleitung auf den Netto-Geldfluss aus der Geschäftstätigkeit
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Vermögensgegenstände des
Investitionsbereiches1.5051.488
+/- Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des
Investitionsbereiches474
+/- Abnahme/Zunahme der Vorräte, Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva-7992.624
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen ausgenommen für Ertragsteuern-27-3
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva78-458
Netto-Geldfluss aus der Geschäftstätigkeit1.1995.043
- Zahlungen für Ertragsteuern-102-13
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit1.0975.030
+ Enzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen)17029
- Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen)-339-645
Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit-169-616
- Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und Finanzkrediten0-134
- Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten von verbundenen Unternehmen
(Cash-Pooling)-800-4.129
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit-800-4.263
ZAHLUNGSWIRKSAME VERÄNDERUNG DES FINANZMITTELBESTANDES128151
+ Finanzmittelbestand am Beginn der Periode1510
Finanzmittelbestand am Ende der Periode279151

Das Ergebnis vor Steuer hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 993 verringert. Durch den Umsatzrückgang in der Vertriebsgesellschaft Mona Naturprodukte GmbH wurde weniger produziert. Die Energiepreise haben sich im Laufe des Wirtschaftsjahres 2024/2025 drastisch erhöht. Die Strompreise sind um 88 % vom Juni 2024 bis Januar 2025 gestiegen. Die Gaspreise sind um 38% vom Juni 2024 bis Januar 2025 gestiegen. Die Intercompany Gehaltsverrechnungen habe sich von TEUR 288 im Wirtschaftsjahr 2023/2024 auf TEUR 826 im Wirtschaftsjahr 2024/2025 erhöht.

Aus den Mitteln des Cash Pooling wurden sowohl der laufende Betriebsmittelbedarf als auch alle Investitionen (baulicher und maschineller Natur) abgedeckt. Weitere Fremdmittelkredite bei Banken und Kreditinstituten werden nicht mehr benötigt.

1.2.2.5 Ertragslage

Aus den Gewinn- und Verlustrechnungen der beiden letzten

Geschäftsjahre

haben

wir nach

Zusammenfassung und Saldierungen die folgende Ertragsübersicht abgeleitet:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 9
2024/252023/24Veränderung
TEUR%TEUR%TEUR%
Umsatzerlöse22.89399,724.47299,0-1.579-6,5
Sonstige betriebliche Erträge620,32411,0-179-74,3
BETRIEBSLEISTUNG1 22.955100,024.713100,0-1.758-7,1
Materialeinsatz-14.561-63,4-16.297-65,91.736-10,7
Personalaufwand-3.857-16,8-3.701-15,0-1564,2
Abschreibungen-1.505-6.6-1.488-6,0-171,1
Steuern (ohne Ertragsteuern)-16-0,1-18-0,12-11,1
Sonstiger betrieblicher Aufwand-2.599-1,3-1.777-7.2-82246,3
BETRIEBSERFOLG4171,81.4325,8-1.015-70,9
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge10,010,000,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen-23-0,1-45-0,222-48,9
FINANZERFOLG-22-0,1-44-0,222-50,0
ERGEBNIS VOR STEUERN3951,71.3885.6-993--71,5
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag-27-0,1-71-0,344-62,0
ERGEBNIS NACH STEUERN =
JAHRESÜBERSCHUSS3681,61.3175,3-949 -72,1

Die Umsatzerlöse waren niedriger als im Vorjahr. Die sonstigen Erträge setzen sich aus den Investitionszuschüsse zusammen. Aufgrund des niedrigeren Umsatzes hat sich der Materialaufwand vermindert.

Der sonstiger betrieblicher Aufwand hat sich im wesentlichen wegen der höheren Intercompay Personalverrechnung erhöht.

1.3

Bericht über die nicht finanziellen Leistungsindikatoren

1.3.1 Standortentwicklung

Am Produktionsstandort Molkereistraße 8, 7400 Oberwart, ist die gesamte Produktion in Osterreich angesiedelt. Der Fokus liegt im Bereich der Optimierung der Abfüllanlage.

1.4

Bericht über die Risiken des Unternehmens

Wie jedes Unternehmen ist auch die Gesellschaft mit verschiedenen Risiken konfrontiert. Dabei kann es sich um allgemeine operative Risiken als auch um spezielle finanzielle Risiken handeln.

Das Risikomanagement untersteht direkt der Geschäftsleitung und ist gekennzeichnet durch klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit und risikobewusstes Verhalten.

Die Aufgaben des Teams umfassen:

• Die Festlegung von Zielen auf Basis der Unternehmensstrategie. • Die Ausarbeitung von Geschäfts- und Investitionsplänen für neue Projekte. • Die Identifikation sowie Steuerung von Risiken und das Risiko-Monitoring.

1.4.1 Beschaffungsrisiken:

Als Abfüller landwirtschaftlicher Erzeugnisse ist die Gesellschaft Beschaffungsrisiken ausgesetzt, die ihre Ursache in Witterungseinflüssen haben können.

Um diese Beschaffungsrisiken zu begrenzen, werden Lieferantenverträge mit einer Vielzahl von Zulieferern abgeschlossen bzw. laufend neue Einkaufsmärkte erschlossen.

1.4.2 Ertragsorientierte Risiken

Die Absatzmärkte werden durch Spezialisten vor Ort laufend beobachtet, sodass mögliche Anderungen des Konsumverhaltens bzw. des Marktes frühzeitig erfasst und entsprechende Maßnahmen umgehend eingeleitet werden können.

1.4.3 Währungsrisiko

Ein Währungsrisiko liegt nicht vor, da alle Zu- und Verkäufe in EURO getätigt werden. Derivative Finanzinstrumente wurden, so wie im Vorjahr, nicht eingesetzt.

1.4.4 Preisänderungsrisiko

Das Preisänderungsrisiko liegt v.a. in der Form der Beschaffungsrisiken vor, die Ihre Ursache in Witterungseinflüssen haben können.

Um diese Beschaffungsrisiken zu begrenzen, werden Lieferantenverträge mit einer Vielzahl von Zulieferern abgeschlossen bzw. laufend neue Einkaufsmärkte erschlossen.

1.4.5 Ausfallsrisiko

Das Ausfallsrisiko in der Produktion wird durch starkes Augenmerk auf vorsorgliche Wartungen inklusive externe Wartungsverträge begrenzt. Des Weiteren werden in allen Standorten der Mona sowie bei Partnern strategische Reservekapazitäten vorgehalten, um etwaige Zahlungsausfälle bei Kunden abzufedern.

1.4.6 Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko wird durch genaue Cashflowplanung und das angewandte konzernweite Cash Pooling frühzeitig minimiert. Des Weiteren besteht eine Forderungsausfallversicherung.

1.4.7 Ukraine-Krieg

Der Ausbruch des Ukraine Kriegs sowie der Sanktionen gegenüber Russland, hat auf unsere Unternehmensgruppe keine direkten negativen Auswirkungen. Als indirekte Auswirkungen sind die steigenden Energie- und Rohstoffpreise in Europa zu nennen. Das Ausmaß und die Dauer der aktuellen wirtschaftlichen Situation sind aus heutiger Sicht nicht verlässlich abschätzbar.

1.5

Bericht über die Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung stellt das wesentliche Standbein zukünftigen Wettbewerbsvorteils dar. Die MONA Gruppe hat, wie in den Vorjahren, die Labortechnik sowie den Mitarbeiterstand in diesem Bereich bereits erheblich erweitert.

Der Schwerpunkt der Forschung der MONA besteht darin, aus pflanzlichen Rohstoffen mit physikalischen Prozessen standardisierte und gesundheitsfördernde Produkte zu erzeugen. Dabei setzt MONA neben eigenen Forschern stark auf Kooperationen mit Partnern.

2 Ausblick

Die MONA Gruppe, bisher bereits Nr. 1 der österreichischen Soja-Produzenten, verfolgt international die Strategie, unter die „Top Drei" Anbieter von pflanzlichen Nahrungsmitteln in Europa aufzusteigen.

Für das Geschäftsjahr 2025/2026 wird von einem stabilen Umsatz und Ergebnis ausgegangen. Die von Mona Oberwart produzierten Mengen und die erzielbaren Erlöse sind von der Absatzplanung der Mona Naturprodukte GmbH, Wien, abhängig. Die schwache Konjunkturentwicklung könnte im Geschäftsjahr 2025/2026 jedoch nach wie vor eine Herausforderung darstellen. Der Fokus liegt daher auch auf der Erreichung weiterer Effizienzsteigerungen in allen Unternehmensbereichen.

Oberwart, am 28. Oktober 2025

Die Geschäftsführung

Dr. Wolfg, GOLDENITSCH

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